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Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 09.06.2011, 08:42   #1
thosa70->Emailproblem
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Beiträge: 22
thosa70
Standard Interpretation Rentenbescheid

Hallo, folgender Sachverhalt:

Es wird im ersten Anlauf gleich eine Rente wegen voller Erwerbsminderung auf Zeit vom Gutachter der deutschen Rentenversicherung vergeben, obwohl vorher keinerlei Rehamassnahmen absolviert wurden. Also Reha vor Rente wurde nicht berücksichtigt.

Die Frage 7 für den Gutachter wurde wie folgt beantwortet:

Werden Leistungen zur Teilhabe zur Besserung einer erheblich gefährdeteten oder geminderten Leistungsfähigkeit oder zur Erhaltung eines Arbeitsplatzes vorgeschlagen?

Leistungen zur medizinischen Rehabilitation NEIN

Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben NEIN

Wie kann man diese Antworten interpretieren? Was sagt es aus, wie der Gutachter die erfolgsaussichten einer Reha einschätzt?

Es geht übrigens um ein psychisches Leiden ( PTBS)

Vielen Dank

Thosa70
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Alt 09.06.2011, 09:05   #2
sonni1956->Emailproblem
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Beiträge: 91
sonni1956
Standard AW: Interpretation Rentenbescheid

Hey Thosa.

Wielange schlägst du dich mit der PTBS rum .Bist du ambulant beim Psychologen? Hast du zusätzlich noch andere Erkrankungen?
Ich hab durch einen Überfall auf der Arbeit die PTBS bekommen hatte nach 6 Wochen stationäre Therapie wieder auf eigenen Wunsch wieder angefangen zu Arbeiten was grad 4 Monate gut ging.
Der Bg arzt meinte nach der Somatisierung im September das es mit arbeiten nicht mehr geht.Ich hab dann vorgeschlagen das ich ne Reha machen möchte um zu testen wie es mir bei Belaßtung geht.Es wurde auch ein Gutachten erstellt ,der Entlassungsbericht ist so aussage kräftig das es mit Arbeit nicht mehr geht und Umschulung für mich wegen des Alters nicht in Frage kommt.Wir warten nur aufs Gutachten dann entscheidet die BG wegen Unfallrente und die andere muß ich auch beantragen.
Es ist erhrlich gesagt die PTBS zu therapieren wir sind in 6 Wochen nicht viel weiter gekommen außer das wir rausfanden was mich zu schaffen macht und wir dann dort weiter ambulant weitermachen können.
Aber das war die BG und die RV weiß sicherlich auch das man die PTBS schlecht therapien kann.Was könnten wir denn noch arbeiten ,vergeßlich können uns kaum konzentrieren und verlieren den Faden wenn einer was erzählt und was anderes dazu kommt.Selbst im privaten Bereich hab ich Schwierigkeiten weil ich nach Belaßtung am liebsten nur aufs Zimmer verkrümmel und nichts mehr machen kann.
Mein Psychologe meint der KOpf ist durchs Trauma durcheinander und da ist kaum Platz für was anderes.
Sei doch froh das du die Rente gleich durch bekommen hast ,wie lange hat es von der Antragstellung bis zur Genehmigung gedauert?

LG SONJA und genieße die Rente
sonni1956 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.06.2011, 09:06   #3
gelibeh
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Standard AW: Interpretation Rentenbescheid

Zitat:
Was sagt es aus, wie der Gutachter die erfolgsaussichten einer Reha einschätzt?
Ich würde das so interpretieren, dass er bei einer Reha keine Erfolgsaussichten sieht.
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
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Alt 09.06.2011, 09:16   #4
thosa70->Emailproblem
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thosa70
Standard AW: Interpretation Rentenbescheid

Zitat von gelibeh Beitrag anzeigen
Ich würde das so interpretieren, dass er bei einer Reha keine Erfolgsaussichten sieht.

Interpretiere ich eigentlich auch so. Allerdings steht zusätzlich im Gutachten, dass vielleicht eine Traumatherapie dazu führen könnte, dass man zumindest in Teilzeit wieder arbeiten kann. Ist dieses "vielleicht in Teilzeit" bei einer Traumatherapie nicht erfolgsversprechend genug für eine offizielle medizinische Rehamassnahme?

Für mich ist die Frage sehr wichtig, da auf einem anderen Rechtsgebiet die Frage geklärt werden muss, ab wann Rehamassnahmen als nicht mehr erfolgsversprechend anzusehen waren..
thosa70 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.06.2011, 09:18   #5
nordlicht22->Emailproblem
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nordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiert
Standard AW: Interpretation Rentenbescheid

Zitat von sonni1956 Beitrag anzeigen
Hey Thosa.

Wielange schlägst du dich mit der PTBS rum .Bist du ambulant beim Psychologen? Hast du zusätzlich noch andere Erkrankungen?
Ich hab durch einen Überfall auf der Arbeit die PTBS bekommen hatte nach 6 Wochen stationäre Therapie wieder auf eigenen Wunsch wieder angefangen zu Arbeiten was grad 4 Monate gut ging.
Der Bg arzt meinte nach der Somatisierung im September das es mit arbeiten nicht mehr geht.Ich hab dann vorgeschlagen das ich ne Reha machen möchte um zu testen wie es mir bei Belaßtung geht.Es wurde auch ein Gutachten erstellt ,der Entlassungsbericht ist so aussage kräftig das es mit Arbeit nicht mehr geht und Umschulung für mich wegen des Alters nicht in Frage kommt.Wir warten nur aufs Gutachten dann entscheidet die BG wegen Unfallrente und die andere muß ich auch beantragen.
Es ist erhrlich gesagt die PTBS zu therapieren wir sind in 6 Wochen nicht viel weiter gekommen außer das wir rausfanden was mich zu schaffen macht und wir dann dort weiter ambulant weitermachen können.
Aber das war die BG und die RV weiß sicherlich auch das man die PTBS schlecht therapien kann.Was könnten wir denn noch arbeiten ,vergeßlich können uns kaum konzentrieren und verlieren den Faden wenn einer was erzählt und was anderes dazu kommt.Selbst im privaten Bereich hab ich Schwierigkeiten weil ich nach Belaßtung am liebsten nur aufs Zimmer verkrümmel und nichts mehr machen kann.
Mein Psychologe meint der KOpf ist durchs Trauma durcheinander und da ist kaum Platz für was anderes.
Sei doch froh das du die Rente gleich durch bekommen hast ,wie lange hat es von der Antragstellung bis zur Genehmigung gedauert?

LG SONJA und genieße die Rente
Hi Sonja,

ich wäre Dir sehr dankbar wenn Du nicht so pauschale Aussagen machen würdest. PTBS ist eigentlich recht gut zu behandeln. Um so früher nach dem Trauma, um so besser. Sicherlich trifft diese Aussage nicht auf alle Patienten zu. Auch hier gibt es Ausnahmen, was sicherlich mit der schwere des Trauma zu tun hat und mit der Persönlichkeit, der eigenen Vorgeschichte.

Finde es unfair so eine pauschale Aussage zu machen und damit Betroffenen die Hoffnung zu nehmen.

Ich kann Dir empfehlen eine spezialisierte Klinik aufzusuchen. Es gibt in Deutschland nur wenige, die wirklich auf Trauma spezialisiert sind. Wenn Du Interesse hast - PN schicken
nordlicht22 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.06.2011, 09:20   #6
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thosa70
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Zitat von sonni1956 Beitrag anzeigen
Hey Thosa.

Wielange schlägst du dich mit der PTBS rum .Bist du ambulant beim Psychologen? Hast du zusätzlich noch andere Erkrankungen?
Ich hab durch einen Überfall auf der Arbeit die PTBS bekommen hatte nach 6 Wochen stationäre Therapie wieder auf eigenen Wunsch wieder angefangen zu Arbeiten was grad 4 Monate gut ging.
Der Bg arzt meinte nach der Somatisierung im September das es mit arbeiten nicht mehr geht.Ich hab dann vorgeschlagen das ich ne Reha machen möchte um zu testen wie es mir bei Belaßtung geht.Es wurde auch ein Gutachten erstellt ,der Entlassungsbericht ist so aussage kräftig das es mit Arbeit nicht mehr geht und Umschulung für mich wegen des Alters nicht in Frage kommt.Wir warten nur aufs Gutachten dann entscheidet die BG wegen Unfallrente und die andere muß ich auch beantragen.
Es ist erhrlich gesagt die PTBS zu therapieren wir sind in 6 Wochen nicht viel weiter gekommen außer das wir rausfanden was mich zu schaffen macht und wir dann dort weiter ambulant weitermachen können.
Aber das war die BG und die RV weiß sicherlich auch das man die PTBS schlecht therapien kann.Was könnten wir denn noch arbeiten ,vergeßlich können uns kaum konzentrieren und verlieren den Faden wenn einer was erzählt und was anderes dazu kommt.Selbst im privaten Bereich hab ich Schwierigkeiten weil ich nach Belaßtung am liebsten nur aufs Zimmer verkrümmel und nichts mehr machen kann.
Mein Psychologe meint der KOpf ist durchs Trauma durcheinander und da ist kaum Platz für was anderes.
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LG SONJA und genieße die Rente

Das ist eine etwas längere PTBS Geschichte bei mir. Ich erhalte zusätzlich zu meiner Rente noch eine OEG Rente ( Opferentschädigungsrente) . Meine Rente habe ich damals sehr schnell durchbekommen und ist mittlerweile in eine unbefristete umgewandelt.
thosa70 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.06.2011, 09:22   #7
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Zitat von thosa70 Beitrag anzeigen
Interpretiere ich eigentlich auch so. Allerdings steht zusätzlich im Gutachten, dass vielleicht eine Traumatherapie dazu führen könnte, dass man zumindest in Teilzeit wieder arbeiten kann. Ist dieses "vielleicht in Teilzeit" bei einer Traumatherapie nicht erfolgsversprechend genug für eine offizielle medizinische Rehamassnahme?

Für mich ist die Frage sehr wichtig, da auf einem anderen Rechtsgebiet die Frage geklärt werden muss, ab wann Rehamassnahmen als nicht mehr erfolgsversprechend anzusehen waren..
wenn Du als austherapiert eingestuft wirst.
Das ist eher selten der Fall. Mir bisher nur bekannt von zwei Frauen, wobei die eine eher wegen fehlender Mitwirkung als Therapieresitent angesehen wurde.

Wichtig ist was Du möchtest. Es gibt auch gute Akutkliniken, wo Du keine Rehazusage benötigst.

Es bringt natürlich sehr wenig, wenn man nichts an seinen Einschränkungen ändern will. Dann schreiben Gutachten und Therapeuten "austherapiert" oder eben "therapieresistent". Finde ich persönlich auch vernünftig. Warum sollte Geld ausgegeben werden, wenn keine Besserung eintreten wird?
nordlicht22 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.06.2011, 09:44   #8
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thosa70
Standard AW: Interpretation Rentenbescheid

Zitat von nordlicht22 Beitrag anzeigen
wenn Du als austherapiert eingestuft wirst.
Das ist eher selten der Fall. Mir bisher nur bekannt von zwei Frauen, wobei die eine eher wegen fehlender Mitwirkung als Therapieresitent angesehen wurde.

Wichtig ist was Du möchtest. Es gibt auch gute Akutkliniken, wo Du keine Rehazusage benötigst.

Es bringt natürlich sehr wenig, wenn man nichts an seinen Einschränkungen ändern will. Dann schreiben Gutachten und Therapeuten "austherapiert" oder eben "therapieresistent". Finde ich persönlich auch vernünftig. Warum sollte Geld ausgegeben werden, wenn keine Besserung eintreten wird?

Schon richtig, es stellt sich nur die Frage, warum ein Gutachter schon bei der ersten Rentengenehmigung Leistungen zur medizinischen Rehabillitation nicht vorschlägt und auch nicht "Reha vor Rente" anwendet. Wie kann man dieses interpretieren auf die erfolgsaussichten einer Rehamassnahme?
thosa70 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.06.2011, 11:10   #9
nordlicht22->Emailproblem
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nordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiert
Standard AW: Interpretation Rentenbescheid

mal ganz unter uns - die wenigsten Gutachter haben Ahnung von Traumata und beinahe jeder Arzt und Thera hat panische Angst vor dem Thema Suizid. Wenn Du nun dem Gutachter etwas erzählt hast, was er nicht begreifen kann oder auch keine Ahnung davon hat - dann geht der auf Nummer sicher und macht Dich "sterbenskrank" und damit unheilbar.

Nun kommt es darauf an was Du möchtest. Was ist Dein Ziel?

Wenn Du wieder arbeiten möchtest und die PTBS los werden willst, dann wirst Du das auch durchbekommen.

Willst Du Deine Rente einfach nur haben, dann versuche sie zu genießen.

Ein Gutachter selbst kannst Du nicht anfechten, sondern nur die Bescheide, die Aufgrund dieses Gutachten erlassen werden.

Du kannst allerdings eine Stellungnahme an das Gutachten heften lassen. Wenn der Gutachter z.B. schreibt "wirkt abweisend und ist unkooperativ" dann kannst Du das in der Stellungnahme versuchen zu entkräftigen.
Was Du auf jeden Fall machen kannst - eindeutige falsche Angaben im Gutachten korrigieren lassen. Falsche Geburtsdatum, falsche Größe usw.

Dieses Gutachten könnte Dir Probleme machen, wenn Du eine Therapie machen möchtest. Die DRV und die KK könnten sich darauf berufen, dass eine Behandlung bei Dir eh nichts bringt.
Allerdings muss eine Verschlechterung ebenfalls vermieden werden

Hast Du "nur" eine PTBS? Dafür ist es einfacher eine Klinik zu finden. Ach ja - sei sehr wählerisch mit der Klinik und auch mit Therapeuten. Triffst Du die falsche Wahl kann Dir das eher Schaden als nutzen.
nordlicht22 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.06.2011, 17:16   #10
Muzel
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Bei mir hat mein 1. Psychogutachter der DRV, der meine PTSD zu begutachten hatte und ich die befristete Rente bekam, unter Punkt 3 (Beschreibung des Leistungsbildes) geschrieben: "z.Zt, nach Reha evtl. 3 -6 Std (bei geringen Anforderungen an Flexibilität und Konfliktfähigkeit etc)." Danach sollte ich in die Reha. Ich war aber nicht reha-fähig.
Der externe Gutachter entscheidet eben nicht selbst, ob du Reha oder Rente bekommst. Die DRV hat auch einen eigenen med. Dienst, der auch gefragt wird.
Wenn der med. Dienst für dich und deine Erwerbsfähigkeit (Teilerwerbsprognose reicht aus, wie du an dem zitierten Schreiben gelesen hast) eine positive Reha-Prognose gestellt hätte, hätte man dir ein Reha-Angebot gemacht.
Muzel ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 09.06.2011, 21:38   #11
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Zitat von Muzel Beitrag anzeigen
Bei mir hat mein 1. Psychogutachter der DRV, der meine PTSD zu begutachten hatte und ich die befristete Rente bekam, unter Punkt 3 (Beschreibung des Leistungsbildes) geschrieben: "z.Zt, nach Reha evtl. 3 -6 Std (bei geringen Anforderungen an Flexibilität und Konfliktfähigkeit etc)." Danach sollte ich in die Reha. Ich war aber nicht reha-fähig.
Der externe Gutachter entscheidet eben nicht selbst, ob du Reha oder Rente bekommst. Die DRV hat auch einen eigenen med. Dienst, der auch gefragt wird.
Wenn der med. Dienst für dich und deine Erwerbsfähigkeit (Teilerwerbsprognose reicht aus, wie du an dem zitierten Schreiben gelesen hast) eine positive Reha-Prognose gestellt hätte, hätte man dir ein Reha-Angebot gemacht.

Hm, also der externe Gutachter hat eine Reha vorgeschlagen und der DRV Gutachter hat dann neu entschieden, dass Du nicht reha-fähig bist?

Also, man kann es schon so verstehen, wenn die DRV mir kein offizielles Rehaangebot gemacht hat, sprich Teilhabe am Arbeitsleben oder die med. Reha verneint hat, dass in dem Moment die DRV keine grossen Erfolgssausichten gesehen hat?

Das der Gutachter im Gutachten aber zusätzlich geschrieben hat, dass ich evtl. in Teilzeit wieder arbeiten könnte, wenn ich eine Traumatherapie mache, hat nichts mit einem offiziellen Angebot Teilhabe am Arbeitsleben oder med. Reha zu tun? Diese Frage wurde ja defintiv verneint, als der Gutachter im Gutachten dazu befragt wurde...

Finde es immer noch etwas widersprüchlich. Oder sehe ich das faslch?
thosa70 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.06.2011, 19:19   #12
Muzel
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So wie ich die Angelegenheit verstehe, meint der Gutachter, dass du eine ambulante Traumtherapie machen sollst und dann kannst du wieder als Pförtner in Teilzeit arbeiten.
"Hm, also der externe Gutachter hat eine Reha vorgeschlagen und der DRV Gutachter hat dann neu entschieden, dass Du nicht reha-fähig bist?" Reha-unfähig hat mich mein HA geschrieben.
Muzel ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 31.12.2012, 23:53   #13
Traumamann->Emailproblem
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Traumamann
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Zitat von nordlicht22 Beitrag anzeigen
Hi Sonja,

ich wäre Dir sehr dankbar wenn Du nicht so pauschale Aussagen machen würdest. PTBS ist eigentlich recht gut zu behandeln. Um so früher nach dem Trauma, um so besser. Sicherlich trifft diese Aussage nicht auf alle Patienten zu. Auch hier gibt es Ausnahmen, was sicherlich mit der schwere des Trauma zu tun hat und mit der Persönlichkeit, der eigenen Vorgeschichte.

Finde es unfair so eine pauschale Aussage zu machen und damit Betroffenen die Hoffnung zu nehmen.

Ich kann Dir empfehlen eine spezialisierte Klinik aufzusuchen. Es gibt in Deutschland nur wenige, die wirklich auf Trauma spezialisiert sind. Wenn Du Interesse hast - PN schicken
Dies stimmt nur zum Teil! Ich habe insgesamt 8 Traumata im Dienst erlitten und bin seit 1,5 Jahren in ambulanter Traumatherapie 1-2 mal /Woche. Innerhalb eines Jahres war ich in 3 Traumakliniken jeweils zwischen 5 und 10 Wochen. Kaum Besserung. Mittlerweile habe ich mich auch intensivst mit dem Thema (Ptbs) befasst und es sieht so aus, dass es auch die sog. "komplexe" Ptbs gibt, also Chronisch. Eine Ptbs gilt international als chronisch, wenn die Beschwerden, wie Flashbacks, Depressionen, Suizidalität mindestens 1,5 bis 2 Jahre andauern. Zwar nur bei 3 bis 5 %....aber immerhin. Es ist Quatsch mit Sauce , zu sagen, das diese fast immer in den Griff zu bekommen sind. Hängt auch von der Schwere des Traumas, der Traumata ab!

Bei den BG´s oder Unfallkassen ist das natürlich immer easy...Nach dem Motto: " Alles ist heilbar" ! Sorry...aber das sind in der Regel skrupellose Hirnis, denen kräftig der A... versohlt werden sollte. Und wenn es ein Jüngstes Gericht gibt...dann landen die meisten Gutachter und Sachbearbeiter dieser Institutionen davor! Hoffe ich mal..
Traumamann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.01.2013, 01:08   #14
gast_
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Standard AW: Interpretation Rentenbescheid

Zitat von gelibeh Beitrag anzeigen
Ich würde das so interpretieren, dass er bei einer Reha keine Erfolgsaussichten sieht.
Ich auch.
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Alt 01.01.2013, 12:09   #15
Marion63
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Standard AW: Interpretation Rentenbescheid

Zitat von Traumamann Beitrag anzeigen
Dies stimmt nur zum Teil! Ich habe insgesamt 8 Traumata im Dienst erlitten und bin seit 1,5 Jahren in ambulanter Traumatherapie 1-2 mal /Woche. Innerhalb eines Jahres war ich in 3 Traumakliniken jeweils zwischen 5 und 10 Wochen. Kaum Besserung. Mittlerweile habe ich mich auch intensivst mit dem Thema (Ptbs) befasst und es sieht so aus, dass es auch die sog. "komplexe" Ptbs gibt, also Chronisch. Eine Ptbs gilt international als chronisch, wenn die Beschwerden, wie Flashbacks, Depressionen, Suizidalität mindestens 1,5 bis 2 Jahre andauern. Zwar nur bei 3 bis 5 %....aber immerhin. Es ist Quatsch mit Sauce , zu sagen, das diese fast immer in den Griff zu bekommen sind. Hängt auch von der Schwere des Traumas, der Traumata ab!

Bei den BG´s oder Unfallkassen ist das natürlich immer easy...Nach dem Motto: " Alles ist heilbar" ! Sorry...aber das sind in der Regel skrupellose Hirnis, denen kräftig der A... versohlt werden sollte. Und wenn es ein Jüngstes Gericht gibt...dann landen die meisten Gutachter und Sachbearbeiter dieser Institutionen davor! Hoffe ich mal..
eine pauschale Aussage ala PTBS ist gut behandelbar oder sogar heilbar ist ein ziemlicher Käse. mich wundert das allerdings nicht, wenn fast jedes bischen als PTBS bezeichnet wird, oder versucht wird, auf dieser Schiene irgendwas (Rente etc) zu erreichen. ja, solche Zeitgenossen gibs auch. darunter haben dann die zu leiden, bei denen wirklich eine PTBS vorliegt. da kommen dann Gutachter, Rententräger sonstige zu der Annahme, ein bischen Therapie reicht da aus und schon trara Trauma weg.
sicher es ist nicht immer leicht, aber es ist doch ein Riesenunterschied ob es mal ein wenig Stress beruflich oder privat gibt und einer massiven Traumatisierung oder Mehrfachtraumatisierungen.
meine Traumatisierungen fingen im frühen Kindesalter im Elternhaus an, setzten sich dann später ausserhalb des Elternhauses fort durch fremde Personen, Mitschüler, Ehe etc.
seit über 20 Jahren habe ich u. a. Flashbacks der übelsten Sorte, da sind 1-2 Jahre nichts dagegen. gerate immer wieder in traumatisierende Situationen. zu deutsch: es hört nicht auf.
einen Therapieplatz finde ich seit Jahren nicht, aufgrund der Schwere und der Dauer der Traumata und der Erfolg dürfte bei der Dauer und dem frühen Beginn des Traumas auch fragwürdig sein.
also nichts von wegen eigentlich gut behandelbar.
Marion63 ist offline   Mit Zitat antworten
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