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Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 21.03.2011, 00:50   #1
karbolmaus->Emailproblem
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Registriert seit: 20.03.2011
Beiträge: 2
karbolmaus
Böse Krankenkasse will Reha

Ein freundliches Hallo an Alle!
Ich weiß gar nicht, ob ich hier in diesem Forum „richtig“ bin. Aber ich habe hier schon sehr viel Informatives gelesen und bin von vielen Beiträgen sehr angetan.

Nun zu meinem Problem:
Ich bin 56 Jahre, seit 35 Jahren 50% schwerbeschädigt, da ich wegen schnappender Hüfte beidseits schon 4x operiert wurde. Habe jetzt immer noch 1 schnappende Hüfte links, wobei aber die Schmerzen rechts sehr viel stärker sind. Hinzugekommen sind starke Schmerzen in beiden Knien, Schmerzen in beiden Schultern mit Bewegungseinschränkungen und HWS-Syndrom mit starken Rückenschmerzen. Das Gehen fällt mir nach 45 Minuten sehr schwer, komme dann fast keine Stufe mehr hoch, aber ich habe kein auffälliges Gang Bild , d.h. ich hinke kaum. Auch habe ich Schmerzen in beiden Hüften nach längerem sitzen. Alles in allem, nach etwa 30-90 Minuten habe ich Schmerzen beim Gehen, Sitzen oder Stehen. Dazu kommen eben noch die anderen Gelenkschmerzen, sowie starke Schlafstörungen, zeitweise Depressionen, Angstzustände und Panikataken. Ich arbeite seit fast 40 Jahren als Krankenschwester in einer Arztpraxis, wobei ich aber nun schon fast 8 Monate arbeitsunfähig bin und die Kündigung vom Arbeitgeber bevorsteht. Mein Orthopäde hat mir eine EU-Rente angeraten, die ich auch gerne haben will, denn ich kann einfach vor Schmerzen nicht mehr arbeiten. Schmerzmittel helfen mir auch immer nur für eine ganz begrenzte Zeit. In den letzten Monaten komme ich mit weniger Schmerzmittel aus, denn sobald ich merke, dass die Schmerzen stärker werden, mach ich einfach Pause auf der Couch.
Nun hat mich die Krankenkasse zum Med. Dienst geschickt und dieser war auch der Meinung, dass eine EU-Rente angebracht wäre. Aber die Krankenkasse hat mir einen Reha Antrag geschickt, den ich ausfüllen musste, da sonst mein Krankengeld gestrichen würde.
So, nun habe ich gestern von Rentenversicherung Bescheid bekommen, dass meine Reha im Eilverfahren genehmigt wird, für 3 Wochen, und von Bad Frankenhausen kam auch schon das Schreiben, dass ich mit einer kurzfristigen Aufnahme rechnen muss.
Oh, jetzt habe ich Bedenken, dass ich von dort als arbeitsfähig entlassen werde, denn ich habe im Internet gelesen, dass die Reha Kliniken diese Arbeitsfähigkeiten „anstreben“ um das „Soll“ zu erfüllen.
Wie soll ich mich jetzt verhalten? Soll ich in der Reha sagen, dass ich EU Rente möchte oder lieber nicht????
Bin für jede Antwort dankbar. LG Karbolmaus
karbolmaus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.03.2011, 00:59   #2
Reiner Zufall
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Krankenkasse will Reha

Also ob es klug ist bzw. was bringt, das denen in der REHA auf die Nase zu binden, ich weiß nicht.

Aber umgekehrt wirst Du bei Beantragung EM alle Unterlagen beischaffen müssen oder der Freigabe zustimmen müssen.
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Alt 21.03.2011, 01:50   #3
nordlicht22->Emailproblem
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Registriert seit: 08.06.2010
Beiträge: 3.755
nordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiert
Standard AW: Krankenkasse will Reha

Also - ich probiere mal in Blau dazwischen zu schreiben. Ich habe den Text gekürzt und nur die Fragen aufgegriffen.

Zitat von karbolmaus Beitrag anzeigen
Nun hat mich die Krankenkasse zum Med. Dienst geschickt und dieser war auch der Meinung, dass eine EU-Rente angebracht wäre. Aber die Krankenkasse hat mir einen Reha Antrag geschickt, den ich ausfüllen musste, da sonst mein Krankengeld gestrichen würde.

Die KK darf nicht auffordern einen Rentenantrag zu stellen, sondern nur einen Rehaantrag. Dieser muss innerhalb von 10 Wochen gestellt werden - tatsächlich so in §§ vorgeschrieben.
Das scheinst Du aber bereits getan zu haben, denn...

So, nun habe ich gestern von Rentenversicherung Bescheid bekommen, dass meine Reha im Eilverfahren genehmigt wird, für 3 Wochen, und von Bad Frankenhausen kam auch schon das Schreiben, dass ich mit einer kurzfristigen Aufnahme rechnen muss.

3 Wochen ist bei Deinem Beschwerdebild nicht wirklich viel.
Das kann mehrere Ursachen haben. Entweder die haben Dich eigentlich schon in die Rente eingeordnet und es wird nur ein umfangreiches Gutachten benötigt - oder die Klinik hat kurzfristig nur für drei Wochen was frei (dann hat die KK meist Druck gemacht) oder aber die Klinik war einfach nur günstig mit freien Platz. Achte darauf, dass Du auch in einer Klinik landest wo Deine Erkrankungen behandelt werden. Ich hatte das Pech mit der Psyche in ein Sporthotel geschickt worden zu sein - unwissend naiv wie ich war. Hat natürlich gar nichts gebracht, eher das Gegenteil.

Oh, jetzt habe ich Bedenken, dass ich von dort als arbeitsfähig entlassen werde, denn ich habe im Internet gelesen, dass die Reha Kliniken diese Arbeitsfähigkeiten „anstreben“ um das „Soll“ zu erfüllen.

Das steht ständig irgendwo, aber ich bezweifel das es wirklich so ist. Das sind Ärzte und Gutachter. Als solche müssen sie sehr strenge Vorschriften befolgen was ein Gutachten angeht.
Sicherlich ist es nicht wie beim Arzt. Einmal Husten und zwei Wochen AU. Eine Reha habe ich immer als puren Stress erlebt. Voller Terminkalender mit vielen Anwendungen, die ich nicht wollte. Nichts mit Erholung und so. Eine Rehaklinik hat einen bestimmten Zweck - festzustellen ob Du wirklich krank bist.


Wie soll ich mich jetzt verhalten? Soll ich in der Reha sagen, dass ich EU Rente möchte oder lieber nicht????

Offen mit den Ärzten reden war für mich immer von Vorteil. Es sind keine Hellseher. Allerdings würed ich davon abraten zu sagen Du willst in Rente. Das werden die oft genug hören und dementsprechend empfindlich reagieren.

Bin für jede Antwort dankbar. LG Karbolmaus
Schreibe bereits jetzt jeden Tag auf
  • wann Schmerzen
  • welche Medis
  • wo brauchtest Du Hilfe
  • was fiel Dir schwer
  • wie weit konntest Du gehen
  • wie oft musstest Du eine Pause einlegen
  • Kopfschmerzen
schreibe einfach alles auf. Rede mit Deiner Familie/Freunde was denen aufgefallen ist. Oft denkt der Patient nicht mehr an Einschränkungen. Man arangiert sich irgendwie damit. Wer mal beide Arme 5 Wochen in Gips hatte kennt das Das sind aber die kleinen Dinge, die wichtig sind. Solche Tagespläne zeigen den Ärzten sehr genau die tatsächlichen Einschränkungen. Sie werden nach diesem Plan selbst testen wollen - sagen kann man ja viel - die wollen Beweise.
nordlicht22 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.03.2011, 05:19   #4
Reiner Zufall
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Krankenkasse will Reha

gel.
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Alt 21.03.2011, 11:01   #5
Kaffeesäufer
 
Registriert seit: 20.02.2011
Beiträge: 1.899
Kaffeesäufer Kaffeesäufer Kaffeesäufer Kaffeesäufer Kaffeesäufer
Standard AW: Krankenkasse will Reha

Rega wird immer erst nur 3 Wochen genehmigt, dann wird verlängert je nach Fall.
Ich glaube kaum dass bei deinem Krankheitsbild als arbeitsfähig entlassen wirst.

Ich war auch mal wegen undefinierbaren Rückenschmerzen in einer Reha, und hätten mich auch als AU entlassen, hatte aber blöderweise 2 Wochen vor Rehabeginn wieder angefangen zu arbeiten.Naja , gang zum Arzt gleich am nächsten Tag hat geholfen dann bleibste weiter AU.
Mit dem Rentenantrag würde ich nicht erwähnen, die DRV bekommt dann eh den Bericht von der Klinik.
Kaffeesäufer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.03.2011, 13:11   #6
nordlicht22->Emailproblem
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Registriert seit: 08.06.2010
Beiträge: 3.755
nordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiert
Standard AW: Krankenkasse will Reha

Zitat von Kaffeesäufer Beitrag anzeigen
Rega wird immer erst nur 3 Wochen genehmigt, dann wird verlängert je nach Fall.
Ich glaube kaum dass bei deinem Krankheitsbild als arbeitsfähig entlassen wirst.
stimmt so nicht - meine Reha wurde gleich für 6 Wochen genehmigt und ich kenne auch 12 Wochen Genehmigung.
nordlicht22 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.03.2011, 15:03   #7
karbolmaus->Emailproblem
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Beiträge: 2
karbolmaus
Standard AW: Krankenkasse will Reha

Hallo nordlicht 22, danke für die ausführlichen Infos. Die Klinik ist für meine Beschwerden optimal. Trotzdem habe ich schon ein bisschen "Bammel" was da auf mich zukommt. Habe noch nie eine Reha bekommen. Das mit dem Tagbuch ist eine gute Idee, werde damit gleich anfangen.LG, Gabi
karbolmaus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.03.2011, 02:32   #8
Doppeloma
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Lächeln AW: Krankenkasse will Reha

Hallo nordlicht,

Zitat:
stimmt so nicht - meine Reha wurde gleich für 6 Wochen genehmigt und ich kenne auch 12 Wochen Genehmigung.
Kommt immer darauf an um welche Grunderkrankungen es geht, bei "rein körperlichen" Krankheiten wird heute leider nur zu oft gespart und zunächst nur 3 Wochen genehmigt.

Oft verlängern dann aber die Kliniken selber (in Abstimmung mit der DRV) um mindestens 1 Woche (war bei meiner Herz-AHB so)

Bei meiner psychosomatischen Reha wurden direkt 6 Wochen genehmigt, in der Klinik habe ich mitbekommen, dass Mitpatienten teilweise auch (mehrere) Verlängerungen bekamen (bis zum doppelten der ursprünglich geplanten Zeit), bei anderen war man damit eher sparsam.

H4-Empfänger bekamen z.B. überwiegend NUR 4 Wochen und dann hatten sie wieder FITT zu sein, mehr hat die DRV NICHT genehmigt, soviel dazu, dass es vom Gesundheitszustand abhängig wäre, wie lange eine Reha nötigenfalls dauert

Ich persönlich wollte KEINE Verlängerung, habe ich auch am Beginn der Reha schon deutlich gemacht, weiß also nicht, ob ich (ansonsten) eine bekommen hätte, man hat es mir (zum Glück) gar nicht erst angeboten.

War auch NUR auf "Anweisung" der Krankenkasse dort, wirklich hilfreich war das aus meiner Sicht, zu diesem Zeitpunkt NICHT für mich.

Es ist sehr schade, dass solche Reha-Maßnahmen oft NUR noch als (Krankengeld) Sparmittel für die Krankenkasse "angeordnet" werden, so früh wie möglich und dann so schnell wie möglich, auch wenn es vom Zeitpunkt her für den Kranken überhaupt noch NICHT passt

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
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