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Start > > -> Muss ich nach Ablauf des ALG 1 Hartz 4 beantragen?

Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 29.11.2006, 10:56   #1
Irma
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Registriert seit: 29.11.2006
Beiträge: 10
Irma Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard Muss ich nach Ablauf des ALG 1 Hartz 4 beantragen?

Hallo liebes Forum,
was kommt auf mich zu? Befristete Rente wegen Erwerbsunfähigkeit wurde nicht verlängert.
Ich bekomme ALG 1 bis Frühjahr. Nach Einspruch wurde mir Teilrente – für 4 Stunden auf dauer gewährt. Ansonsten läuft noch das Einspruchverfahren. Frage: muss ich nach Ablauf des ALG 1 Hartz 4 beantragen? Die Teilrente wird mir sicherlich nicht reichen zum überleben aber ALG 2 werde ich vermutlich auch nicht bekommen, weil ein Freund und mein Sohn noch mit im Haushalt leben. Mir geht es um die fehlenden 4 Stunden täglich, das wird doch bestimmt Auswirkungen auf meine spätere Rente haben, oder? Worauf muss ich noch achten? Wäre für eure Hilfe sehr dankbar.
Viele grüße Irma
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Alt 29.11.2006, 11:12   #2
Ludwigsburg
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Muss ich nach Ablauf des ALG 1 Hartz 4 beantragen?

Zitat von Irma
Hallo liebes Forum,
was kommt auf mich zu? Befristete Rente wegen Erwerbsunfähigkeit wurde nicht verlängert.
Ich bekomme ALG 1 bis Frühjahr. Nach Einspruch wurde mir Teilrente – für 4 Stunden auf dauer gewährt. Ansonsten läuft noch das Einspruchverfahren. Frage: muss ich nach Ablauf des ALG 1 Hartz 4 beantragen? Die Teilrente wird mir sicherlich nicht reichen zum überleben aber ALG 2 werde ich vermutlich auch nicht bekommen, weil ein Freund und mein Sohn noch mit im Haushalt leben. Mir geht es um die fehlenden 4 Stunden täglich, das wird doch bestimmt Auswirkungen auf meine spätere Rente haben, oder? Worauf muss ich noch achten? Wäre für eure Hilfe sehr dankbar.
Viele grüße Irma
Ich kenn mich auf diesem Gebiet (Rentenzahlung) nicht aus, aber: du kannst Wohngeld beantragen.

Ob du einen ALG II Anspruch hast bzw den wahrnehmen solltest, kann man aufgrund deiner Angaben nicht so sagen.

Der Sohn, minderjährig oder volljährig, verdient er?

Es ist wahrscheinlich, daß wen du einen Antrag auf ALG II stellst, daß das Einkommen von allen in einen Pott geschmissen wird. Man kann u.U. was dagegen tun,wird aber hölchstwahrscheinlich nicht so einfac h sein.

Aufpassen mußt du, daß du weiter krankenversichert bist, wenn ALG I ausläuft...

Falls der Sohn minderjährig ist, Antrag auf Kindergeldzuschlag stellen!

Gruß aus Ludwigsburg
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Alt 29.11.2006, 11:35   #3
kalle
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Benutzerbild von kalle
 
Registriert seit: 05.07.2005
Ort: Selmsdorf
Beiträge: 1.496
kalle
Standard

Sicherlich mußt Du , wenn das Geld denn nicht reicht, ALG II beantragen. Ergänzend. Und sicherlich werdet Ihr dann alle in eine BG zusammengerechnet und das Einkommen zusammengerechnet.

Was nun rausgerechnet werden kann, also, bei Deinem Sohn z.B. eigenes Einkommen usw. das muss dann eine Überprüfung der einzelnen Tatsachen erbringen. So etwas rausrechnen zu lassen, da ist Ludwigsburg doch Fachfrau. Das hat nämlich mit Rente und Schwerbehinderung nix zu tun. Aber da sollte man dann mehr wissen.
__

Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen
entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen
keinerlei Rechtsberatung dar. Sollte ein h fehlen, liege ich am Notebook und da funzt es nicht. http://www.teudt.de/rolligrafik513.jpg
Mit Dank an Pixelfool
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Alt 29.11.2006, 11:55   #4
Irma
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Registriert seit: 29.11.2006
Beiträge: 10
Irma Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
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Dankeschön, das mit BG ist mir klar. Ich würde aber gerne auf ein par Euros und auf die Butter auf dem Brot verzichten, um mir die Schikanen wegen ALG 2 zu ersparen. Meine 2 Männer sind auch bereit, mir soweit es geht, zu helfen.
Bekomme ab Frühjahr die hälfte EU Rente, ca. 356 EUR, bin auch dadurch krankenversichert. Ich bin geschieden, 51 Jahre, 2 Kinder, beider in Arbeit, Sohn, 22 Jahre, wohnt noch im Hotel Mama und verdient glücklicherweise gut. Wenn ich im Einspruchverfahren um die volle EU Rente scheitere, werde ich vermutlich mit 61-62 Jahren voll berentet werden, wegen der 60% Behinderung. Wenn ich nicht arbeitsuchend gemeldet war, dann werden doch die Rentenansprüche noch mehr sinken, oder? Es entstehen dann ja Fehlzeiten??
Entschuldigt bitte, wenn ich etwas umständlich bin.
Grüße Irma
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Alt 29.11.2006, 12:10   #5
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MissMarple
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Hallo Irma

da du beim Arbeitsamt gemeldet bist, hast du keinen Arbeitsplatz mehr inne, richtig ?!

Mein letzter Kenntnisstand ist nämlich der, dass du auch bei einer anerkannten Teilrente ( Leistungsfähigkeit über 3 - unter 6 Std. ) eine VOLLE Rente ausgezahlt bekommst, da dir so der "Arbeitsmarkt" verschlossen wäre.

Bitte mach dich hier mal bei deiner Rentenversicherung schlau !
Es gibt da auch örtliche Anlaufstellen in den einzelnen Städten.

http://www.deutsche-rentenversicheru...html__nnn=true

Also wenn du keinen Arbeitsplatz mehr inne hast, dann müsste auf deinem Bescheid EIGENTLICH stehen, dass du eine volle Rente bekommst und diese sich aber nicht voll auf gesundheitliche Ursachen begründet, sondern auch wegen der Verschliessungs des Arbeitsmarktes gezahlt wird.

Hast du den Bescheid denn schon ? Sind 4 Wochen schon um ?

Also mache dich da mal bei der Rentenversicherung schlau und dann kannst du ja noch Widerspruch erheben bzw. um Überprüfung nach §44 SGB X bitten.

Irgendwie kommt mir das komisch vor, dass du dich mit einer Teilrente ohne Arbeitsplatz beim Arbeitsamt meden musst
:icon_kinn:

Zitat:
1.voll erwerbsgemindert sind,

2. in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung drei Jahre Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit haben und

3.vor Eintritt der Erwerbsminderung die allgemeine Wartezeit erfüllt haben.

Voll erwerbsgemindert sind Versicherte, die wegen Krankheit oder Behinderung auf nicht absehbare Zeit außer Stande sind, unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens drei Stunden täglich erwerbstätig zu sein. Voll erwerbsgemindert sind auch

1.Versicherte nach § 1 Satz 1 Nr. 2, die wegen Art oder Schwere der Behinderung nicht auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein können, und
Ich denke dieser letzte Satz wird bei einer Erwerbsminderung zwar über 3 aber unter 6 Std. auch nochmal geprüft und somit kämen dann die vollen Renten zustande, wenn jemand zwar über 3 Std. arbeiten könnte, aber dennoch nicht auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein kann und dieser ihm verschlossen wäre. Das ist die Klausel, die du bei der Rentenstelle anprechen solltest !

§ 43 Abs 2 im SGB VI Stichwort: allgemeiner Arbeitsmarkt, Teilrente bei Arbeitlosigkeit ( der Sachbearbeiter weiß dann sicherlich schon, was gemeint ist. )

Gruß
MissM.[/quote]
__

Ich gebe hier lediglich meine persönlich Meinung und Erfahrungen wieder.

Manchmal ist etwas PISA und Dummheit gar nicht so schlecht. Unvorstellbar was im Land los wäre, wenn die Leute endlich kapieren würden was um sie herum so passiert. (Volker Pispers)
MissMarple ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.11.2006, 12:36   #6
Irma
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Irma Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
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Dankeschön. Genau dieses wurde im Rentenbescheid ausdrücklich ausgeschlossen.
Ich könnte in meinem Beruf nicht 6 Stunden arbeiten,
könnte aber andere Tätigkeiten mindestens 6 Stunden ausüben und hätte wegen der Schwierigkeiten am Arbeitsplatz demnach kein Anspruch auf volle Rentenzahlung. Das Widerspruch Verfahren läuft noch. Mit diesem Bescheid wurde im August 2006 teilweiße Widerspruch anerkannt.
Vorher hatte ich 2,5 Jahre Rente wegen der voller Erwerbsminderung, danach musste ich mich beim Arbeitsamt melden.
Viele Grüße Irma
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Alt 29.11.2006, 12:52   #7
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MissMarple
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Zitat:
ch könnte in meinem Beruf nicht 6 Stunden arbeiten,
könnte aber andere Tätigkeiten mindestens 6 Stunden ausüben und hätte wegen der Schwierigkeiten am Arbeitsplatz demnach kein Anspruch auf volle Rentenzahlung.
Ich kenne diesen Ausschluss ( Wortlaut) der Arbeitmarktlage jetzt nur bei BERUFSUNFÄHIGKEITSrenten. Also hier wird davon ausgegangen, dass du zwar deinen Beruf nicht mehr ausüben, dennoch aber noch für andere Tätigkeiten erwerbsfähig bist.

BU Renten gibt es aber nur noch für Personen, die vor 1961 geboren worden sind soweit ich weiß.

ist etwas anderes wie eine Rente wegen ERWERBSMINDERUNG !

wichtig zu wissen !

Bei dir steht wirklich RENTE WEGEN ERWERBSMINDERUNG und nicht BERUFSUNFÄHIGKEITERENTE ???

:icon_kinn:

Also da solltest du dich wirklich unbedingt nochmal schlau fragen in der Beratungsstelle der RV.

MissM.
__

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Alt 29.11.2006, 13:01   #8
Irma
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Irma Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
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Wörtlich steht: Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung ..
Bei der Rentenart steht: Anspruch auf Rente wegen teilweise Erwerbsminderung wegen Berufsunfähigkeit. Ich bin Jahrgang 55.
Viele Grüße Irma
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Alt 29.11.2006, 13:25   #9
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Zitat:
Demnach ist - jedenfalls nach dem Wortlaut des Gesetzes - teilweise erwerbsgemindert, wer zwar noch drei, jedoch keine sechs Stunden täglich mehr arbeiten kann. Ein Restleistungsvermögen in dem vorgenannten Umfang begründet bei gleichzeitiger Arbeitslosigkeit des Versicherten über den Wortlaut des Gesetzes (§ 43 Abs. 1 Satz 2) den Versicherungsfall der vollen Erwerbsminderung (vgl. hierzu ausführlich unten Anm. 15 und 16), so dass teilweise Erwerbsminderung abweichend vom Gesetzeswortlaut nur in den in der Praxis seltenen Fällen besteht, in denen das Restleistungsvermögen des Versicherten auf einen täglichen Arbeitseinsatz von drei bis unter sechs Stunden gesunken ist und er über einen entsprechenden Arbeitsplatz verfügt (vgl. Anm. 16).

Zitat:
Ist also Versicherten der Arbeitsmarkt praktisch verschlossen mit der Folge der Begründetheit des Versicherungsfalls der vollen Erwerbsminderung, weil sie z.B. nicht mehr unter betriebsüblichen Bedingungen arbeiten können oder in ihrer Mobilität derart eingeschränkt sind, dass sie für sie in Betracht kommende Arbeitsplätze nicht mehr erreichen können, so besteht Anspruch auf die Gewährung einer Dauerrente, es sei denn, es ist mit Wahrscheinlichkeit von einer Besserung der gesundheitlichen Verhältnisse (z.B. Aufhebung der eingeschränkten Gehfähigkeit) auszugehen, die den Rentenanspruch mitbegründen (§ 102 Abs. 2 Satz 2), so dass eine Verschlossenheit des Arbeitsmarktes in absehbarer Zeit nicht mehr vorliegt.
Dieses mal aus den Kommentaren zur "Arbeitsmarktrente".

Wie diese Klauseln speziell bei verminderter Erwerbsfähigkeit durch Berufsunfähigkeit ausgelegt werden KÖNNTEN, solltest du mal mit einem Rentenberater bereden.

MissM.
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Alt 29.11.2006, 13:32   #10
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Vielen Dank, ganz schön kompliziert, werde ich tun.
Viele Grüße Irma
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