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Start > > -> Erfahrungsbericht eines jungen behinderten Menschen-H4 Opfer

Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 09.11.2006, 16:14   #1
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Alt 09.11.2006, 17:24   #2
Heiko1961
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Heiko1961
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Hallo Björn,
erst einmal herzlich willkommen hier. Dein Schreiben (Brief) ist interessant. Er spiegelt die Wirklichkeit wieder- traurig aber wahr. :dampf:
Ich habe mir vor kurzem auch meinen Frust von der Seele geschrieben. Habe den Brief aber dann an Merkels Privatadresse geschickt. (Er kam nicht zurück) Ob sie ihn gelesen hat oder nicht- eher nicht, danach ging es mir besser. :pfeiff:
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Alt 09.11.2006, 18:18   #3
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Hallo Björn ich habe voller Intresse deinen Bericht gelesen und ich muss sagen alle Achtung.Ich finde es traurig das jemand wie du mit deiner Ausbildung keine Arbeit bekommt weil diese Vorurteil gegenüber Behinderten hier System hat.Ich hoffe du verlierst deinen Optimismus nicht Hätte ich einen Betrieb wärst du mein Mann.
Halt den Kopf oben und alles Gute wünscht Logo :stop:
__

Und dann war da noch der Arbeitslose,der die Wochendbeilage seiner Tageszeitung mit dem Titel"Wohnen und Leben"immer sofort wegschmiss,weil er der Meinung war,das er weder wohne noch lebe.........
Wolfgang J.Reus
(*1959),deutscher Journalist,Satiriker und Lyriker



Gefundene Veler, Ironie und Sarkasmus können behalten werden
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Alt 09.11.2006, 18:31   #4
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Star82
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Vielen Dank ihr beiden :-)

Ich lasse mich nicht unterkriegen und setze mich auch mit meinen Rechten / Pflichten genau auseinander. D.h. ich hab mir aktuelle Gesetzestexte zu Hartz IV und anderen Sozialleistungen besorgt und informiere mich genau was möglich ist. Nachrichten zu dem Thema verfolge ich ebenfalls. Ich werd mich bestimmt nicht im guten Glauben den Ämtern ergeben. Grade Leute mit erschwerten Bedingungen müssen sich umso mehr durchbeißen.

Für Weitere Bemerkungen bin ich ebenfalls sehr dankbar.

Grüße
Björn
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Alt 09.11.2006, 21:16   #5
Heiko1961
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Heiko1961
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Zitat:
Ich lasse mich nicht unterkriegen und setze mich auch mit meinen Rechten / Pflichten genau auseinander. D.h. ich hab mir aktuelle Gesetzestexte zu Hartz IV und anderen Sozialleistungen besorgt und informiere mich genau was möglich ist.
Da bist du hier ja richtig. Info bekommst du hier genug. ;)
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Alt 10.11.2006, 11:37   #6
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MissMarple
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Hallo Björn

ich habe mit Interesse deinen Bericht gelesen.

Du bist sehr engagiert, kämpfst für dein Recht, hast aber auch gesundheitlich durch die ganze Situation sehr zu kämpfen.
Das kenne ich selbst sehr gut von mir.

Ich hatte auch mal die Vorstellung, dass man mit Krankheit oder Behinderung in diesem Land irgendwie noch einen besonderen Schutz genießt, in deinem Falle auch besondere berufliche Integration.
Das ganze Sozialgesetzbuch IX soll uns Behinderten angeblich so vieles leichter machen - zu spüren bekommt man aber nicht wirklich viel davon.
Ist auch meine Erfahrung.

Bisher war ich auch immer eher auf der Seite der Rechtfertigung:
warum sind sie krank ?
warum können sie nicht arbeiten ?
warum sind sie behindert ?
und warum das alles in so frühen Jahren - etc.

Augennystagmus habe ich im Übrigen selbst, daher auch Danke fd größere Schrift in deinem PDF ;)

Für deinen weiteren Weg wünsche ich dir in jedem Falle alles alles Gute !

MissM.
__

Ich gebe hier lediglich meine persönlich Meinung und Erfahrungen wieder.

Manchmal ist etwas PISA und Dummheit gar nicht so schlecht. Unvorstellbar was im Land los wäre, wenn die Leute endlich kapieren würden was um sie herum so passiert. (Volker Pispers)
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Alt 10.11.2006, 12:26   #7
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Star82
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Guten Morgen zusammen,

Das finde ich ebenfalls schlimm. Man muss sich als behinderter Mensch auch noch rechtfertigen warum man denn bitteschön krank ist. Als wenn wir uns das aussuchen würden. Das ist ungeheuerlich!

Nächste Woche hab ich einen Termin für die Antragsabgabe und mache mir Gedanken / Sorgen. Wohne halt noch bei Eltern mit meinem Bruder. Nun gehören wir alle zu einer Bedarfsgemeinshchaft. Können uns dank meines Vaters grade so versorgen bzw. ohne das was ich vom ALG2 abgebe an meine Eltern würds nicht gehen.

Ich hab die Gesetze zu H4 im SGBII durchstöbert aber für meinen Fall gibts einfach kein Gesetz. Dass ich meinen Eltern noch 150€ vom ALG2 abgeben muss damit wir zurecht kommen beachten die garnicht im Gesetz. So wie ich das verstehe sollen meine Eltern mich noch mitfinanzieren. Mein Bruder studiert und kann sich mithilfe eines Nebenjobs grade mal selbst versorgen und auch kaum was abgeben an unsere Eltern. Die Studiengebühren sind ja nun so gestiegen, dass es auch für ihn sehr hart ist/wird. Hat hier jemand vielleicht einen Tipp wie man diese Sache im Antrag geltend machen kann?

Insbesondere denke ich an die Eingliederungsvereinbarung, die mir bevorsteht. Aufgrund meiner Probleme kann ich aber nicht jede Arbeit ausüben. Mal abgesehen von den irren Festlegungen im Gesetz was Zumutbarkeit betrifft. Und Arbeitsgelegenheiten (1 Euro Job) sollen für die geschaffen werden, die keine Arbeit finden können. Und wie genau bitte definiert sich "nicht finden können"? Ich weiss, dass man nicht zimperlich sein soll was die Art der Arbeit angeht. Ich will auf jeden Fall einen richtigen Job. Ich hab doch nicht in meine Ausbildung zum Bürokaufmann mit Fachabi gemacht um nun als 1-Euro Jobber die Straße von Müll zu säubern. Zudem kann ich nicht nur wegen der Epilepsie und der Kurzsichtigkeit+Nystagmus sondern auch wegen Knieproblemen und sog. Rundrücken schwere und belastende körperliche Arbeiten nicht ausüben. Grade aus diesen Gründen hab ich doch eine kaufmännische Ausbildung gewählt.

Gibts denn irgendeine Möglichkeit, dass durch eine ärztliche Bescheinigung vom Hausarzt oder so schriftlich niederlegen zu lassen so dass als schwerwiegender Fall nicht in die Standard Behandlung beim Amt falle? Oder schicken die mich trotzdem zu einem Amtsarzt der natürlich nur die Interessen der Arge vetritt?

Mir schwirren soviele Sorgen im Kopf herum ... all das nur wegen dieser vertrakten Situation. 21 Seiten nur Formulare... selbst als Bürokaufmann wird da einem übel. Vom Staat fühl ich mich völlig allein gelassen.

Und wie soll man übrigens diese Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben verstehen? Ich habs im SGB nachgelesen aber blicke trotzdem nicht ganz durch. Ist das irgendeine andauernde finanzielle Leistung oder sind das einmalige Hilfen für benötigte Arbeitsgeräte oder Zuzahlungen zum Gehalt als Erleichterung für den Arbeitgeber? Denn meine Ausbildung wurde ja gefördert und wegen meiner Kurzsichtigkeit wurde mir auch als Arbeitsgerät damals ein sog. Lesegerät gegeben. Hab ich deshalb nun Anspruch auf diesen Mehrbedarf von 35 von Hundert?

Bei den ganzen Paragraphen und Formularen weiss man oft nicht wirklich weiter... ich frage mich was Leute machen die noch weniger Verständniss bzw. Ahnung von solchen Dingen haben. Die sind dem Amt hoffnungslos ausgeliefert.

Wieder danke ich euch für eure Aufmerksamkeit und
danke auch für jede Antwort.

Viele Grüße
Björn J.
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Alt 10.11.2006, 16:47   #8
Heiko1961
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Heiko1961
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Zitat:
Gibts denn irgendeine Möglichkeit, dass durch eine ärztliche Bescheinigung vom Hausarzt oder so schriftlich niederlegen zu lassen so dass als schwerwiegender Fall nicht in die Standard Behandlung beim Amt falle? Oder schicken die mich trotzdem zu einem Amtsarzt der natürlich nur die Interessen der Arge vetritt?
Hi Björn,
ich glaube, das brauchst du nicht. Ich kann jetzt nur von mir reden.
Du hast doch einen SB- Ausweis und somit auch den Bewilligungsbescheid, wo drin steht, GdB und welche Krankheiten. Den nimmst du bei deinem EGV-Termin als Kopie mit. (SB- Ausweis reicht denen meistens nicht)
Ich denke mal, das sollte reichen.
Zitat:
Und Arbeitsgelegenheiten (1 Euro Job) sollen für die geschaffen werden, die keine Arbeit finden können.
Irrtum, 1€-Jobs müssen abgeschafft werden. ;)
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Alt 11.11.2006, 11:29   #9
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Star82
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[quote="Heiko1961"]
Zitat:
Zitat:
Und Arbeitsgelegenheiten (1 Euro Job) sollen für die geschaffen werden, die keine Arbeit finden können.
Irrtum, 1€-Jobs müssen abgeschafft werden. ;)
Das ist auch meine Meinung. Habe lediglich das wiedergegeben was sich gewisse Leute ausgedacht haben oder wollen.
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Alt 11.11.2006, 11:39   #10
kalle
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kalle
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Also Grundsätzlich, auch wenn ich vo einigen wieder geschlagen werde:
Nicht jeder Arzt der Agentur für Arbeit ist in die Tonne zu klopfen. Das sind meistens nette Menschen, die nur die Aufgabe haben, einen Menschen zu begutachten und festzustellen inwieweit der Mensch noch Erwerbsfähig ist.

Ich würde Deinen SB-Ausweis mitnehmen und bei dem Sachbearbeiter einen Antrag auf Überprüfung der Erwerbsfähigkeit stellen. (Den Ausweis musst Du sowieso vorlegen.)

Anhand des Gutachtens muss Dein SB dann handeln. Also: nicht jeder Job ist dann zumutbar. Nicht jede Maßnahme sinnvoll. Und bei der EGV muss das auch berücksichtigt werden.

Und auch über die Fördermittel entscheidet bei ALG II der SB. Also sollte er wissen, worüber geredet wird.

Und das Gutachten läßt Du Dir dann in Kopie geben.
__

Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen
entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen
keinerlei Rechtsberatung dar. Sollte ein h fehlen, liege ich am Notebook und da funzt es nicht. http://www.teudt.de/rolligrafik513.jpg
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Alt 11.11.2006, 11:49   #11
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silkem
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Hallo Björn,

Zitat:
Ich hab die Gesetze zu H4 im SGBII durchstöbert aber für meinen Fall gibts einfach kein Gesetz. Dass ich meinen Eltern noch 150€ vom ALG2 abgeben muss damit wir zurecht kommen beachten die garnicht im Gesetz. So wie ich das verstehe sollen meine Eltern mich noch mitfinanzieren. Mein Bruder studiert und kann sich mithilfe eines Nebenjobs grade mal selbst versorgen und auch kaum was abgeben an unsere Eltern. Die Studiengebühren sind ja nun so gestiegen, dass es auch für ihn sehr hart ist/wird. Hat hier jemand vielleicht einen Tipp wie man diese Sache im Antrag geltend machen kann?
Für die 150 Euro schließt du einfach einen Untermietvertrag (mit Aufschlüsselung der Neben- und Heizkosten!) mit deinen Eltern ab. Da du eine abgeschlossene Berufsausbildung hast, sind deine Eltern dir nicht mehr zu Unterhalt verpflichtet. Du solltest also darauf drängen, dass du alleine die Bedarfsgemeinschaft bildest.
Das einzige Problem könnte die Altersgrenze von 25 Jahren sein. Da du da drunter liegst, müssen deine Eltern noch für dich aufkommen, d.h. unter Umständen müssen Gehaltsnachweise deines Vaters, vorhandenes Vermögen etc mit eingereicht werden.

Siehe §7, Abs. 3 Satz 2 SGB II:
Zitat:
(3)Zur Bedarfsgemeinschaft gehören
1. die erwerbsfähigen Hilfebedürftigen,
2. die im Haushalt lebenden Eltern oder der im Haushalt lebende Elternteil eines unverheirateten erwerbsfähigen Kindes, welches das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, und der im Haushalt lebende Partner dieses Elternteils,
Ich würde jedoch erstmal den Antrag nur für dich stellen. Ratsam wäre im Vorfeld ein Termin bei einer Beratungsstelle in deiner Nähe. Adressen findest du unter: http://www.tacheles-sozialhilfe.de/a...n/default.aspx
Solange dein Bruder selber für sich aufkommt, zählt er nicht zur Bedarfsgemeinschaft. Außerdem wäre nach der Einkommenshöhe deiner Eltern evtl. ein Bafögantrag sinnvoll....und wegen der Möglichkeit des Bafögbezugs sind Studenten auch vom Hartz IV-Bezug ausgeschlossen. Also bleibt er auf jeden Fall außen vor.

Ansonsten empfehle ich dir hier noch mal in den Foren ALG2 sowie Haushalts- und Bedarfsgemeinschaft und U25 ein bißchen zu recherchieren und deine Fragen zur Antragstellung mit konkreten Angaben dort noch einmal zu posten....

Mich würde noch interessieren, ob du dich deutschlandweit bewirbst?

Burokaufleute gibt es leider wie Sand am Meer. Es wäre unter Umständen sinnvoll, dass du dich weiter spezialisierst (Fachwirt bei der IHK) oder zusätzliche Zertifikate im Office-Bereich bei Microsoft machst. Insbesondere die Programmierung mit VB-Net ist ziemlich gefragt.
Also informiere dich ruhig über solche Sachen und bringe sie in die Verhandlungen mit ein, wenn es um eine Eingliederungsvereinbarung geht. Diese stellt einen Vertrag dar und ist Verhahndlungssache! Du musst dir nicht alle Regelungen gefallen lassen, insb. wenn sie zu deinem Nachteil ausfallen!

LG

Silke
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Alt 11.11.2006, 12:01   #12
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Guten Morgen,

erstmal danke für die Antwort Silkem. Ich bin 24 Jahre alt und somit werden die Vermögens und Einkommensverhältnisse mitgeprüft.

Da ich aufgrund meiner Sehbinderung keinen Führerschein machen darf bin ich mit Bus und Bahn unterwegs. Das bedeutet, dass ich mich mit Bewerbungen im Ruhrgebiet bewege, da es für mich auch erreichbar sein muss.

EDIT: Das mit dem Untermietervertrag wurde mir schon woanders gesagt wobei das in einem anderen Forum als nutzlos abgetan wurde. Konkret heißt das also ich fülle den Antrag nur mit meinen Daten aus und lege mit meinen Eltern im Untermietervertrag die Konditionen fest?
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Alt 11.11.2006, 12:13   #13
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silkem
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Zitat von Star82
Guten Morgen,

erstmal danke für die Antwort Silkem. Ich bin 24 Jahre alt und somit werden die Vermögens und Einkommensverhältnisse mitgeprüft.

Da ich aufgrund meiner Sehbinderung keinen Führerschein machen darf bin ich mit Bus und Bahn unterwegs. Das bedeutet, dass ich mich mit Bewerbungen im Ruhrgebiet bewege, da es für mich auch erreichbar sein muss.
Einem Umzug in einen anderen Ballungsraum oder Großstadt, in der du dich mit Bus und Bahn bewegen kannst, stünde aber nichts entgegen?
Die Kosten dafür würde das Arbeitsamt ja auch übernehmen....

Zitat:
EDIT: Das mit dem Untermietervertrag wurde mir schon woanders gesagt wobei das in einem anderen Forum als nutzlos abgetan wurde. Konkret heißt das also ich fülle den Antrag nur mit meinen Daten aus und lege mit meinen Eltern im Untermietervertrag die Konditionen fest?
Die U25 könnte er nutzlos sein, aber bei mir und anderen (Ü25) war er es nicht, da man damit klar macht, dass man für seinen Unterhalt selber aufzukommen hat. Ich bin allerdings nach dem Studium erst wieder bei meiner Mutter eingezogen.

Den Vertrag musst du jedoch erst abschließen und dann den Antrag ausfüllen, da im Antrag auch die Kosten der Unterkunft abgefragt werden.

Gruß

Silke
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Leben und Leben lassen!
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Alt 11.11.2006, 12:17   #14
kalle
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Der Untermietvertrag wird nicht nur von Forum zu Forum unterschiedlich bewertet. Auch von Arge zu Arge. Nur: auch wenn Ihr dann eine BG bilden würdet, würde ja Dein Mietanteil angerechnet. Also kann man auch gleich einen Mietvertrag abschließen.
Und wenn man einen guten SB hat, dann geht das auch ohne größere Probleme durch. Im anderen Fall eben nicht.

Und andere Foren haben da eben auch oder durchweg schlechte Erfahrungen gemacht. Aber verallgemeinern kann man das nicht.

Immer versuchen.
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Alt 11.11.2006, 12:26   #15
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Vorlagen für Untermieterverträge gibts auch hier im Forum? Hab sowas noch nicht gemacht. Übrigens bin ich Bürokaufmann :-)

Das mit dem Umziehen ist ja nicht ganz sicher, denn U25 Leute sollen ja bei den Eltern bleiben. Und außerdem muss man erstmal den Arbeitsvertrag in der Hand haben bevor man eventuell umzieht.
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Alt 11.11.2006, 12:55   #16
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silkem
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Zitat von Star82
Vorlagen für Untermieterverträge gibts auch hier im Forum? Hab sowas noch nicht gemacht. Übrigens bin ich Bürokaufmann :-)
Nein, aber einfach mal googlen, sind leicht zu bekommen.

Zitat:
Das mit dem Umziehen ist ja nicht ganz sicher, denn U25 Leute sollen ja bei den Eltern bleiben.
Wenn du einen Job hast, kannst du trotzdem ausziehen! Nur während des Bezugs ist ausziehen nicht gestattet.
Zitat:
Und außerdem muss man erstmal den Arbeitsvertrag in der Hand haben bevor man eventuell umzieht.
Klar, das hindert einen aber nicht, sich außerhalb der Region zu bewerben 8)

LG

Silke
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Alt 14.11.2006, 12:59   #17
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Okay :-) Ich werd mich mal umsehen nach so einer Vorlage. Achja, schaut mal am Anfang dieser Diskussion. Ich hab da etwas geändert hehe.
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Alt 14.11.2006, 13:52   #18
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ofra
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auch ich habe mit interesse den bericht gelesen.
ja, man hat mit schwierigkeiten zu kämpfen, wenn man gesundheitlich eingeschränkt ist.
ich habe jahrelang gearbeitet, war gesund, und hab durch schwere körperliche tätigkeit einen bandscheibenvorfall bekommen. seither bin ich chronisch schmerzpatient. ohne schmerzmittel wäre das leben kaum noch erträglich.
wie soll man da noch chance auf arbeit haben?
__

Ich hätt gern Tee statt Kaffee
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Alt 14.11.2006, 15:14   #19
DJL-HH
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DJL-HH
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Moinsen Björn,

sehr nett geschrieben :daumen: , für meinen Geschmack allerdings etwas zu brav, zu zaghaft, Du hast die tatsächlichen Auswirkungen von H4 meiner Meinung nach (noch) nicht deutlich genug auch anhand Deiner persönlichen Erfahrung dargestellt.

Aber immerhin..., ein Mensch, der sich ein Herz fasste und auf sein und das Schicksal Betroffener aufmerksam machte, anstatt nur eine geballte Faust in der Hosentasche zu haben.

Man stelle sich vor...

Dein Brief wird, wenn überhaupt, nur oberflächlich vom Empfänger kurz überflogen und ab damit in den Ordner "Ablage Sonstiges".
Hat nicht jeder, auch jeder Hartz4-Empfänger, 1,10 € im Monat für Porto übrig???
Man stelle sich vor... alle 2 Wochen erhält das Bundeskanzleramt über 4 Mio. Briefe in Anlehnung Deines Inhaltes... ok... so schafft man Zukunftssicherung bei der Deutschen Post AG... aber eine immer wiederkehrende Schwemme von Briefen...

Aber wozu der Aufwand???
Wenn noch nicht einmal 10% der über 4 Mio. ihren Allerwertesten zur Demo, wo nix kostet, da mittlerweile wohl fast jede Stadt irgendetwas initiiert, hoch bekommt und sich für seine Rechten & Pflichten (Stichwort "Fordern & Fördern") einsetzt.

Du bist nun Deinen Frust vermutlich kurzzeitig losgeworden Björn, hast Dir Gedanken gemacht, Dir Mühe gegeben und ggf. besteht sogar ein Fünkchen Hoffnung, dass Du vielleicht sogar so etwas wie eine Reaktion / Antwort seitens der von uns gewählten Volksvertreter erhälst.

Aber... ;)
um tatsächlich etwas bewirken zu können, Nachbesserungen oder gar deutliche Korrekturen zu erwarten, bedarf es (leider...) etwas mehr an Volkeswillen, als ein nett geschriebener Brief... oder glaubst Du ernsthaft, dass Du als Einzelner jetzt irgend etwas bewirkt hast??

Aber... ;)
wenn nicht der ein und andere mit was auch immer anfängt, so kommt erst recht nie Bewegung in eine Sache hinnein, von daher sollte Dein offener Brief Mut, Anstoß und Zuversicht auch für andere sein, die Deine Mitstreiter werden sollten / könnten.

Wir können so lange warten, bis die von uns gewählte Politik ein Einsehen mit der Lage der zig Millionen Menschen hat und von sich aus Änderungen vornimmt... wohl eher unwahrscheinlich ;)
Oder wir warten auf irgeneine Naturkatastrophe, die 50% der Weltbevölkerung eliminiert, um somit einen radikalen Neuanfang zu starten... auch wohl eher unwahrscheinlich ;)
Oder aber, wir erheben uns, in welcher Form auch immer, zeigen Gesicht, sind ständig präsent und halten die Finger tief in die Wunde Deutschland... nur ein Wintermärchen??? ;)

Dir persönlich Alles Gute Björn :daumen:
lass Deinen Kopf in keinster Weise auch nur Ansatzweise hängen... Du hast nur diesen Einen ;)

Gruß von Hamburg nach Dorsten
Dirk 8)
__

Zuversicht ist Einsicht auf Aussicht...
DJL-HH ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.11.2006, 16:22   #20
hjgraf
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Hallo Björn,

habe Dir ja schon per PN geschrieben. Falls Du keine Vorlage für nen Untermietvertrag gefunden hast, stelle ich hier mal eine ein. Ist von immobilienscout24.de

Die Vorlage habe ich wieder raus, wegen Uploadquote.
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Alt 15.11.2006, 15:35   #21
merlano
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merlano Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
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Hallo Björn,

ich (schon 35 = alter Sack), GdB ebenfalls 80 (lebertransplantiert)
Hochschulreife,
Mediengestalter,
keinerlei Erwerbsbiografie/Berufserfahrung.

2004 vom Veterinär des Arbeitsamtes für "vollschichtig" (also 8 Std.) erwerbsfähig erklärt!
(Meine Transplantationsärzte lachen sich immer schlapp, wenn ich das erzähle)

Seit der 1. Std. (also seit 2005) Hartzer, habe ich so meine Erfahrungen mit der ARGE/dem Jobcenter als Schwerbehinderter. Mein 1. und bis jetzt einziger Termin (von MIR vereinbart) bei meiner Sachbearbeiterin verlief wie folgt:
"Ich kenne mich mit Schwerbehinderten nicht aus. Hier ein Flyer des von uns beauftragten Integrationsfachdienstes inkl. Vermittlungsgutschein. Das mit der Eingliederungsvereinbarung machen wir beim nächsten (!) Mal."
Weitere Termine (alle wiederum von MIR organisiert) bei der Tante vom Integrationsfachdienst (nie wieder etwas von der gehört), beim Reha-Berater des Arbeitsamtes ("Machen Sie sich doch selbständig") und bei einem weiteren SB des Jobcenters ("Transplantierte habe ich immer nur in die Rente begleitet") verliefen ebenfalls im Sande.

FAZIT: die Agentur für Arbeit, das A-Amt, die ARGE, das Jobcenter hat kein Konzept für (Schwer-)Behinderte.

(Schwer-)Behinderte können dieser LEISTUNGSGESELLSCHAFT nicht mehr entsprechen - und sind somit auf dem Arbeitsmarkt SONDERMÜLL.

Noch was am Rande:
Mein Vater bezieht für mich weiterhin Kindergeld ... dieses wurde gerade bis 2011 (!) bewilligt - in Kenntnis des Arbeitsamtes/Jobcenters. Das zeigt, wie man meine Zukunft einschätzt ... Hartz IV lebenslänglich!

Gruß
Knut
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Alt 15.11.2006, 18:44   #22
kalle
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kalle
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Das Problem ist doch, das viele SB schon nicht aus dem Bereich SGB kommen. Das fängt von Telekommitarbeitern an und hört in Lübeck bei Mitarbeitern des Friedhofsamtes nicht auf. Diese Leute müssen sich schon ins SGB II einlesen. Und die Fördermöglichkeiten nach SGBIII.

Nun sind in vielen Argen auch noch diese SB für die Vermittlung und Förderung von Schwerbehinderten zuständig. Und da hapert es dann gewaltig.

Es ist weder der Bundesregierung noch der BA noch den Argen und Optionskommunen möglich, genau zu sagen, wieviele Menschen mit Behinderungen denn nun ALG II bekommen.
Man muss zwar bei Antragstellung seinen Ausweis vorlegen, ein Zählen der Behinderten ist aber in A2LL nicht vorgesehen. Schätzungen gehen auf Zahlen von 2003 basierend für 2005 von 88.000 Menschen aus. Was von diesen Zahlen zu halten ist wissen wir ja.Ich gehe hier von ca. min. 200.000 Menschen aus. Diese Menschen leben alle unter dem Existenzminimum, da die NAchteile dieser Menschen nicht ausgeglichen werden.

Und da erwartet Ihr noch eine gute Beratung und Betreuung? :lol:
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Alt 30.11.2006, 09:49   #23
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So, neue Info zu dem Fall.

Nach RA Beratung und Antragsabgabe nun der Bescheid (natürlich fehlerhaft und mit unklarem berechnungsbogen). Das ganze geht nun nächste Woche über den Anwalt ala Widerspruch.

Die meinen weil ich u25 bin gibbet nix weil ich bei eltern wohne. Hier ein Satz aus dem Brief:

Die Entscheidung beruht auf § 7 Abs. 3 Nr. 4 SGB II in der ab 01.07.2006 geltenden Fassung.

Dann woln mal sehen was der Anwalt dazu sagt.
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Alt 01.12.2006, 17:42   #24
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Ich empfehle dir einen Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben zu stellen. Musst bei der Agentur fur Arbeit mal nachfragen, die haben spezielle Reha-Abteilungen. Nicht verwechseln mit den JobCentern/ARGE`n die für SGB II zuständig sind.
Kann dir nämlich grade nicht sagen wer dein Reha-Träger ist.

Danach wenn Antrag bewilligt ist setze dich umgehend mit dem Integrationsamt zusammen. Die vermitteln speziell für Schwerbehinderte und sind im ganzen viel besser als die Reha habe ich gehört. Du müsstest dann auch noch nen Mehrbdarf in Höhe von 121€ da du ja dann Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben erhälst.

Das Integrationsamt muss der Reha-Träger zahlen^^
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Alt 01.12.2006, 17:44   #25
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Hab die § mal rausgesucht:
SGBII

(3) Zur Bedarfsgemeinschaft gehören


4.


die dem Haushalt angehörenden unverheirateten Kinder der in den Nummern 1 bis 3 genannten Personen, wenn sie das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, soweit sie die Leistungen zur Sicherung ihres Lebensunterhalts nicht aus eigenem Einkommen oder Vermögen beschaffen können.
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