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Start > > -> Frage(n) zum GdB

Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 15.10.2006, 16:37   #1
Olaf1972->Emailproblem
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Beiträge: 9
Olaf1972
Standard Frage(n) zum GdB

Ich hab hier im Board schonmal gesucht, aber leider nix gefunden, was meinen Anliegen am nächsten kommt, deswegen der neue Thread :)

Also:
- Ich habe einen GdB von 30, aufgrund "Koronarer Herzkrankheit" und "Schwerhörigkeit mit Ohrgeräuschen". Jetzt ist es allerdings so, dass vor kurzem bei mir noch eine stark verfettete Leber festgestellt wurde, die zu dem Zeitpunkt, als mein Arzt seinen Bericht ans Versorgungsamt geschickt hat, noch nicht diagnostiziert war. Kann/soll ich Einspruch einlegen gegen den Bescheid ? Denn ehrlich gesagt sollte man mich höher einstufen als 30, wenigstens vorerst. Was in 2-3 Jahren ist, steht auf nem anderen Blatt Papier.
- Das hört sich jetzt vllt etwas blöd an, aber was genau kann ich beantragen an Zuschüssen, Befreiungen etc. ? Das wird mit GdB 30 zwar noch nicht so viel sein, aber trotzdem. Beziehe HartzIV und hab hier schonmal was gelesen wegen 17% + auf die Grundsicherung. Wie siehts aus mit Miete, Heiz- und anderen Nebenkosten ? Und der ewig nervenden GEZ ?

Danke für eure Hilfe :)

//edit// Fast vergessen ! Ich hab ziemlich Übergewicht (1,82 m -> ca. 117 KG) und muss mich anders ernähren, sprich Diät usw. Gibts da auch Zuschüsse für Mehraufwendungen oder so ?
Olaf1972 ist offline  
Alt 15.10.2006, 17:17   #2
Tinkalla
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Hi Olaf,
und willkommen in unserer Runde.

Vorab wegen des Mehrbedarfes. Der kommt erst zum Tragen, ab einem GdB von 50.

Der GdB von 30 ist ja bereits festgesetzt und der Bescheid schon ergangen. Frage: wann? Du kannst innerhalb einer bestimmten Frist Widerspruch erheben, wenn Dein Arzt der Ansicht ist, dass der GdB zu niedrig angesetzt ist, aber nicht, weil Du die Lebererkrankung eingebracht haben möchtest-

Da Du die Lebererkrankung beim Erstantrag nicht angeführt hattest, kannst Du gegen den ergangenen Bescheid jetzt deswegen keinen Widerspruch einlegen. Du kannst allerdings einen Verschlimmerungsantrag stellen. Besorge einfach die entsprechenden Unterlagen und reiche den Verschlimmerungsantrag ein.

Nun weiss ich nicht, wann der GdB von 30 festgesetzt wurde. Sollten sich die anderen Erkrankungen in der Zeit von Bescheiderteilung bis heute verschlimmert haben, führe sie im Verschlimmerungsantrag einfach wieder mit an.
 
Alt 15.10.2006, 17:22   #3
Tinkalla
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achja, wegen der GEZ.
Das ist unabhängig. Wenn Du H4 erhälst, dann kannst Du auch die Befreiung bei der GEZ beantragen.
 
Alt 15.10.2006, 18:01   #4
Olaf1972->Emailproblem
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Olaf1972
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Thx Tinkalla für die schnelle Antwort :)

Also der Bescheid ist am 10.10.2006 erlassen worden, also noch recht frisch. Es steht auch folgendes drin:"Die Behinderungen verursachen eine dauerhafte Einbuße der körperlichen Beweglichkeit." Klar, dadurch ich Herzprobleme (Infarkt vor ca. 1 Jahr) habe, und zusätzlich noch Übergewicht und eine verfettete Leber, die auf mein Zwerchfell und dadurch auch auf die Lunge drückt, bin ich nicht mehr so "mobil" wie vorher. Ich hab am Donnerstag einen Termin bei meinem Doc, da werde ich ihn mal interviewen, was er davon hält. Das mit der GEZ habe ich schon versucht, aber im Moment ist da Funkstille. Interessanter wäre für mich die Frage (bzw. die Antwort :) ), wie es ab einer möglichen Arbeitsaufnahme aussieht ? Kann ich dann immer noch eine Befreiung beantragen ? Ich hab irgendwas mit GdB 60 gelesen... Gibt es sonst noch Leistungen oder Zuschüsse, die ich beantragen kann ? Arbeitsvermittlungsgutscheine oder irgendwas ?

Thx :)
Olaf1972 ist offline  
Alt 15.10.2006, 18:17   #5
Kerstin_K
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Standard GEZ

Hallo Olaf,

wenn Du durch eine Arbeitsaufnahme aus Hartz IV raus bist, bekommst Du Die GEZ-Befreiung nur mit Merkzeichen RF im Schwerbehindertenausweis.

Kerstin
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Viele Grüße aus Hannover
Kerstin_K ist gerade online  
Alt 15.10.2006, 18:25   #6
kalle
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kalle
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Widerspruch würde ich einlegen. Die fangen mit der Erteilung immer am unteren Rand an.

Und mit 30 % kannst Du bei der Arge eine Gleichstellung beantragen.
__

Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen
entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen
keinerlei Rechtsberatung dar. Sollte ein h fehlen, liege ich am Notebook und da funzt es nicht. http://www.teudt.de/rolligrafik513.jpg
Mit Dank an Pixelfool
kalle ist offline  
Alt 15.10.2006, 18:30   #7
Olaf1972->Emailproblem
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Olaf1972
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Oje, da werd ich wohl noch ein wenig die Boardsuche nutzen müssen... Bei dem ganzen Fachchinesisch hier ;)

Trotzdem erstmal vielen Dank an alle, die geantwortet haben. Wer noch etwas ergänzendes schreiben möchte, den bitte ich darum :)
Olaf1972 ist offline  
Alt 15.10.2006, 18:32   #8
Kerstin_K
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Standard Fachchinesisch?

Hallo Olaf,

was hast Du denn nicht verstanden?

Kerstin
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Viele Grüße aus Hannover
Kerstin_K ist gerade online  
Alt 15.10.2006, 19:22   #9
Olaf1972->Emailproblem
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Olaf1972
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Hy Kerstin,

Gleichstellung und RF :)

Also ok, Gleichstellung ist halbwegs klar. Die stellen das dann mit GdB 50 gleich. Aber habe ich deswegen auch -ich sags mal vorsichtig- Vergünstigungen ? Bei der Arbeitssuche oder wenns um eine andere Wohnung geht ? Oder bei der KFZ-Steuer/Versicherung ? Ist absolutes Neuland für mich, sorry :stern:

Naja, und RF gibts ja nur mit GdB ab 60, oder ?
Olaf1972 ist offline  
Alt 15.10.2006, 19:31   #10
Kerstin_K
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Standard Gleichstellung und RF

Hallo Olaf,

ob es RF erst ab 60 % gibt, weiß ich nicht, aber auf alle Fälle bekommst Du dieses Merkzeichen nur, wenn Du nicht in der Lage bist, an öffentlichen Veranstaltungen teilzunehmen, wenn Radio und Fernsehen sozusagen Deine Fenster zur Welt sind.

DIe Gleichstellung bringt Dir vor allem den Vorteil, dass Du den Kündugungsschutz der Schwerbehinderten hast, d. h. nach 6 Mnaten muß der AG erstmal das Integartionsamt fragen, wenn er Dir kündigen will. Bringt aber auch nur dann ertwas, wenn Dir wegen der Behinderung gekündigt werden soll.

Hilft Dir das weiter?

Kerstin
__

Viele Grüße aus Hannover
Kerstin_K ist gerade online  
Alt 15.10.2006, 19:39   #11
kalle
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kalle
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Da muss ich leise Widersprechen. Die Gleichstellung bringt asuch bei der Suche nach Arbeit einiges. Von Förderungen bis zu speziellen Vermittlungen durch die Arge.
Auch jeder Ein-Euro-Job oder sonstige netten Massnahmen kann man damit begegnen. Es müssen bei einr Gleichstellung sinnvolle Maßnahmen erhoben werden.

Und nicht abwimmeln lassen, die müssen Gleichstellen. Sie wollen nur nicht immer..
__

Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen
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kalle ist offline  
Alt 15.10.2006, 19:40   #12
Tinkalla
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@Olaf

Zitat:
Die Behinderungen verursachen eine dauerhafte Einbuße der körperlichen Beweglichkeit
Beschreibe das bitte einmal näher.

So, nun haben wir also einen Zustand nach Herzinfarkt und als weitere Erkrankung die Leberverfettung mit Auswirkungen.

Wenn ich Dich richtig verstehe, sind die Probleme ( drücken auf Lunge etc.) die Du jetzt hast, 'luftbedingt' (?), also, dass Du nicht mehr längere Strecken gehen kannst, ohne Pause zu machen? Habe ich das richtig verstanden? Oder sind da noch weitere Einschränkungen? Dies muss dann alles mit in den Ergänzungsantrag.

Dann käme es auf die Länge der Wegstrecke an, die Du noch unbehelligt laufen kannst, um eventuell auf Nachteilsausgleiche und Erhöhung des GdB zu bestehen.

Wie Kalle schon sagte, kannst Du jetzt Widerspruch gegen den Bescheid einlegen, ABER mit Ergänzungsantrag bezgl. der Lebererkrankung und deren Auswirkungen und Gewährung der Nachteilsausgleiche G = gehbehindert(Wegstrecke ca. 80m) und aG= aussergewöhnlich gehbehindert (Wegstrecke bis 50m). Gleichzeitig würde ich auf einer Begutachtung bestehen.

Wenn Du dazu noch Fragen hast, dann frage einfach. Du musst jetzt nicht mehr unbedingt über die Suche gehen. ;)

Olaf, das mit der GEZ kann dauern, wenn Du schon den Antrag raus hast. Es wird aber dann rückwirkend bewilligt, ab Datum der Antragsstellung.
Zitat:
Oder bei der KFZ-Steuer/Versicherung ?
Vergünstigung bei der KfZversicherungund Parkausweis bekommst Du, wenn Du einen der Nachteilsausgleiche G oder aG bewilligt bekommst, aber nicht bei RF.


Das Merkzeichen RF wirst Du nicht bekommen, da es überwiegend für Seh-und hörbehinderte Menschen, mit einem GdB von mindestens 60 ist, oder ab einem GdB von 80.Und man muss ständig gehindert sein, an öffentlichen Veranstaltungen teilzunehmen.
 
Alt 15.10.2006, 19:40   #13
Olaf1972->Emailproblem
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Olaf1972
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Danke Kerstin, das hilft mir erstmal weiter :) Aber Kündigungsschutz greift doch nur, wenn ich arbeite, oder ? Bin HartzIV, und aufgrund meiner Krankheit wird mich wohl so schnell auch keiner einstellen... Naja, ich werd mal mit meinem Arzt sprechen, wie der sich das so vorstellt ;)
Olaf1972 ist offline  
Alt 15.10.2006, 19:57   #14
Olaf1972->Emailproblem
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Registriert seit: 15.10.2006
Beiträge: 9
Olaf1972
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Oje, jetzt wirds kompliziert mit Antworten :)

Also @Kalle, die Gleichstellung ist also eher was positives ? Sprich dann bin ich nicht mehr den Schikanen der ARGE ausgesetzt, wie zB Wohnortveränderung oder Arbeitsaufnahme bundesweit ? Ich bin nämlich dieses Jahr extra schon aufs Land gezogen, wegen der besseren Luft. Ausserdem möchte ich das Kind meiner Lebensgefährtin nicht aus der Schule holen, sie hat sich da grad eingelebt.

@Tinkalla: Naja, es ist irgendwie etwas komplizierter :/ Also das Problem ist, wenn ich gerade Strecken laufe (auch bis zu 1-2 km), kriege ich genug Luft, aber sobald es Steigungen hochgeht oder Treppen, wird es eng. Und wenn ich dann noch einen Karton oder so was in der Hand hab oder etwas Kaminholz, kann ich alle 5 Meter anhalten. Ist halt auch ein wenig die Angst vor einem weiteren Infarkt, also auch ne Kopfsache.

Zitat:
Die Behinderungen verursachen eine dauerhafte Einbuße der körperlichen Beweglichkeit
So stehts in dem Bescheid drin.

Zitat:
Koronare Herzkrankheit

Schwerhörigkeit mit Ohrgeräuschen
Das steht auch noch drin.

Also ich denke, dass ich nach Rücksprache mit meinem Arzt Einspruch einlegen werde, mal sehen, inwieweit ich damit durchkomme.
Olaf1972 ist offline  
Alt 15.10.2006, 20:09   #15
kalle
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Beiträge: 1.496
kalle
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Und wie Tinkalla schon sagte und ich vergesse habe: Mein Standardspruch:
Bitte immer die pers.Untersuchung beantragen. Der GdB bezieht sich ja nicht nur auf den Zustand laut Gutachten, sondern auch auf den momentanen Zustand. Und der kann auch schlechter sein als im Gutachten.

Also bei jeden Anträgen schreibe ich immer den Antrag auf pers. Untersuchung mit rein.

Und ja, mitder Gleichstellung wird es ein wenig einfacher mit der Arge.
Auch soltest Du eine Überprüfung Deiner Erwerbsfähigkeit beantragen. Bei der Arge. Dann können die Maßnahmen nur noch im Rahmen Deiner gesundheitlichen Einschränkungen vornehmen.
__

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Alt 15.10.2006, 20:13   #16
Tinkalla
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@Olaf,

Dann wurden Deine Erkrankungen aber hier verniedlicht. Normalerweise ist der Herzinfark eine Folge der KHK und geht nicht vornweg. Dass bedeutet, dass der Herzinfarkt -auch wenn er vor ca. 1 J war- gar nicht berücksichtigt wurde?
Ist da etwas schiefgelaufen? Das muss auf jeden Fall mit in den Antrag.

Olaf, das, was ich wegen der Gehstrecke oben beschrieben habe, sind die Voraussetzungen, welche erforderlich sind, um diese Nachteilsausgleiche G + aG zu erhalten.
So, wie Du es beschreibst, wird es schwierig. Du weisst, wie ich das meine? ;)
 
Alt 15.10.2006, 20:56   #17
Murmel
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@ Olaf

kurz und Bündig:

neue gesundheitliche Probleme: ab zum Hausarzt, Überweisung zum Facharzt und dort die Ursachen untersuchen lassen.
Parallel dazu einen "Antrag auf Neufeststellung" beim Amt für Soziales einreichen und deine Probleme auflisten. Müssen aber schon fachärztliche Untersuchungen laufen.

Entgegen der hier gemachten Aussage bekommst du nur eine Gleichstellung auf 50% wenn ein Arbeitsverhältnis besteht. Als Arbeitssuchender bekommst du diese Gleichstellung nicht.

Googel mal nach "Grad der Behinderung"...
 
Alt 15.10.2006, 21:03   #18
kalle
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kalle
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Liebe Murmel !
Dem ist nicht so, die Gleichstellung bekommen auch arbeitssuchende. Persönlich schon 2 x so durchgezogen. 1x davon meine Frau.

Die Argen sagen immer gerne, das es nicht so wäre. Wenn Du Dir die entsprechenden §§ einmal ansiehst, dann wirst Du sehen, das es auch für Arbeitssuchende gilt.
Und zwar ab 30 %.

Dieses Thema haben wir hier im Schwerbehindertenteil des Forums schon ausführlich abgehandelt. Bitte einmmal die Suchfunktion nutzen.
Und einige von den Hilfesuchenden haben es auf den Hinweis hin schon beantragt und durchbekommen.
__

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Alt 15.10.2006, 21:14   #19
Murmel
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lieber Kalle,

deine Antwort ist korrekt, meine aber auch.
Ich habe diesen Zirkus bereits hinter mir: Feststellung, 40 % , Neufeststellung , Erhöhung usw.

Mir wurde damals die Gleichstellung nach dem SchwBehG abgelehnt, und zwar mit der begründung, das eine Anstellung bestehen muß odewr ein konkretes Stellenangebot mit Einstellungszusage vorliegen muß.

Was nun? Offenbar handelt jedes Bundeslang und jede Arge anders?

Gruß
Murmel
 
Alt 15.10.2006, 21:32   #20
kalle
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kalle
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Deshalb hab ich doch weiter oben auch geshrieben:
Hartnäckig sein. Die wollen niht, aber sie müssen. Ist wie alles mit den Argen: -nicht einfach.
__

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Alt 15.10.2006, 22:16   #21
MissMarple->Emailproblem
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MissMarple
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also ich würde erst einmal beim Versorungsamt einen Antrag auf Neufeststellung stellen ( geht jederzeit ) und dann alle Unterlagen beilegen.

30 Gdb ist allein schon für Tinnitus und Schwerhörigkeit fast zu wenig. Beides muss getrennt voneinander beurteilt werden, beim tinnitus zählen auch die psychischen Folgen usw.
Dann noch die Leber ( kommt hier auf die Beeinträchtung dadurch an und wie du dadurch am normalen Leben gehindert bist ) und das mit dem Herz.
Also 40-50 würde ich da schon als GdB angebracht sehen muss ich sagen.
Bist du beidseitig Schwerhörig ??

hier vielleicht mal ein Anhaltspunkt für dich:

[img][400:250]http://www.symposion.com/MediChart/images/26_5a04.gif[/img]

Quelle:
http://www.symposion.com/MediChart/projekt2/26_5.htm

bei beidseitiger Schwerhörigkeit liegst du bei der Tabelle ja schon weit über 30 GdB.
einzelnen Schwerhörigkeit ist dagegen nicht so hoch gesetzt, wenn ein Ohr noch voll funktioniert.

( Ohrtechnisch kenne ich mich etwas aus, da ich ebenfalls an einer IO Krankheit leide ).

Thema Gleichstellung:

eine Gleichstellung bekommt man nicht pauschal. Sie hängt von der beruflichen Ausbildung und auch der Perspektive ab.
Wenn du z.B aus der Verwaltung kommst, wo Schwerbehinderte bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt werden, so würde sich eine Gleichstellung in Bezug Jobsuche positiv auswirken, somit würdest du sie bekommen oder wenn du an einen Arbeitgeber kommt der z.B sagt:
ja, ich habe noch Stellen für Schwerbehinderte offen, als Gleichgestellter würde ich sie nehmen, dann würdest du auch gleichtstellt werden.
So lange das aber nicht der Fall ist, wird man dich beim Arbeitsamt auch nicht pauschal gleich stellen.

Gruß
MM
__

Ich gebe hier lediglich meine persönlich Meinung und Erfahrungen wieder.

Manchmal ist etwas PISA und Dummheit gar nicht so schlecht. Unvorstellbar was im Land los wäre, wenn die Leute endlich kapieren würden was um sie herum so passiert. (Volker Pispers)
MissMarple ist offline  
Alt 15.10.2006, 22:23   #22
MissMarple->Emailproblem
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MissMarple
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ps @Kalle
dass Arbeitslose ein Recht auf pauschale Gleichstellung haben, lese ich hier gerade das erste Mal von dir.
Will jetzt auch niemanden verunsicher, aber mein Stand war auch, dass es von Ausbildung und beruflicher Perspektive abhängig wäre.

Marple
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Manchmal ist etwas PISA und Dummheit gar nicht so schlecht. Unvorstellbar was im Land los wäre, wenn die Leute endlich kapieren würden was um sie herum so passiert. (Volker Pispers)
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Alt 15.10.2006, 23:29   #23
kalle
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kalle
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http://www.elo-forum.org/forum/viewt...gleichstellung
eine Möglichkeit oder
Text des § 68 Abs. 2 SGB IX ab 01.01.2005:

(2) Die Gleichstellung behinderter Menschen mit schwerbehinderten Menschen (§ 2 Abs. 3) erfolgt auf Grund einer Feststellung nach § 69 auf Antrag des behinderten Menschen durch die Bundesagentur für Arbeit. Die Gleichstellung wird mit dem Tag des Eingangs des Antrags wirksam. Sie kann befristet werden.

oder
§ 68
Geltungsbereich

(1) Die Regelungen dieses Teils gelten für schwerbehinderte und diesen gleichgestellte behinderte Menschen.

(2) Die Gleichstellung behinderter Menschen mit schwerbehinderten Menschen (§ 2 Abs. 3) erfolgt auf Grund einer Feststellung nach § 69 auf Antrag des behinderten Menschen durch das Arbeitsamt. Die Gleichstellung wird mit dem Tag des Eingangs des Antrags wirksam. Sie kann befristet werden.

(3) Auf gleichgestellte behinderte Menschen werden die besonderen Regelungen für schwerbehinderte Menschen mit Ausnahme des § 125 und des Kapitels 13 angewendet.

(4) Schwerbehinderten Menschen gleichgestellt sind auch behinderte Jugendliche und junge Erwachsene (§ 2 Abs. 1) während der Zeit einer Berufsausbildung in Betrieben und Dienststellen, auch wenn der Grad der Behinderung weniger als 30 beträgt oder ein Grad der Behinderung nicht festgestellt ist. Der Nachweis der Behinderung wird durch eine Stellungnahme der Agentur für Arbeit oder durch einen Bescheid über Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben erbracht. Die besonderen Regelungen für schwerbehinderte Menschen, mit Ausnahme des § 102 Abs. 3 Nr. 2 Buchstabe c, werden nicht angewendet.
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Alt 15.10.2006, 23:29   #24
hjgraf
Gast
 
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Damit Du Dir mal ein Bild machen kannst, bzw. Deine Erkrankungen - Behinderungen einschätzen kannst und einen sinnvollen Widerspruch schreibst, findest Du die "Anhaltspunkte für die gutachterliche Tätigkeit im Schwerbehindertenrecht" - GdB - unter:


http://www.h-baer.de/anhalt1.htm

oder als hier bereitgestellte Datei.
 
Alt 15.10.2006, 23:33   #25
kalle
Forumnutzer/in
 
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Registriert seit: 05.07.2005
Ort: Selmsdorf
Beiträge: 1.496
kalle
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Und nochmals zur Gleichstellung:
Wenn die Gleichstellung durch ist wird man in der Schwerbehiindertenabteilung geführt. Viele Argen haben sowas, bzw. über die AfA.
Auch wird man dann in der Arge als Behinderter geführt.
Mit der Gleichstellung können dann auch die Möglichkeiten des SGB IX in Anspruch genommen werden.
__

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