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Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 16.11.2009, 02:42   #1
schokooma->Emailproblem
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Registriert seit: 15.11.2009
Beiträge: 3
schokooma
Standard Ablehnung der EU Rente durch LVA

Hallo , ich nenne mich Schokooma und bin „NEU“ hier.
Mit einem ganz persönlichen Anliegen wende ich mich heute aus vollster Verzweiflung an Euch
Es ist wirklich meine letzte Hoffnung, dass mir doch endlich einmal geholfen wird.
Ich frage mich wirklich Was ist der Mensch in Deutschland wert, wenn er einmal für längere Zeit krank ist?“
Nichts ! ist meine Antwort.
Es geht einen „Arbeitsscheuen“ in Deutschland besser als mir, die gern wieder arbeiten möchte,
aber aus gesundheitlichen Gründen es nicht kann.
Ich bin mit meinen Nerven runter und kann einfach nicht mehr!
Ich weiß nicht wie es weitergehen soll.
Damit Ihr Euch ein Bild machen könnt, was mir widerfahren ist (man kann bald einen Roman darüber schreiben) Schildere ich Euch einmal meinen „Fall“

Mein Name ist SCHOKOOMA. Ich bin 1954 geboren.
Ich habe mein ganzes Leben lang immer fleißig und ordentlich gearbeitet und habe mir nie etwas zu
Schulden kommen lassen. Bin seit 36 Jahren verheiratet und habe 2 erwachsene Kinder.
Als ich 1989, nach kurzer Arbeitslosigkeit, den Entschluss gefasst habe mich selbständig zu machen mit einem eigenen Geschäft, ging ein Lebenstraum von mir in Erfüllung.

Ich eröffnete im Oktober 1989 ein Geschäft. Von den Kunden wurde das Geschäft sehr gut angenommen und ich stand mit Leib und Seele im Laden.
Auf die Uhr habe ich nie gesehen und war immer für alle Kunden da.
Urlaub und Freizeit waren in dieser Zeit für mich einTabu. Selbst wenn ich mal etwas krank war,
stand ich im Laden.
An mich habe ich wirklich immer zu letzt gedacht. Hatte in meiner eng begrenzten Freizeit aber auch noch Zeit für meine Familie, für meine 86 Jahre alte Mutti und unser Haus mit Garten. Außerdem war ich auch noch aktiv in einer Theatergruppe arrangiert.

Aber dann kam der 11.07.2008! der mein Leben von heut auf morgen verändert hat.
Ich bekam einen Schlaganfall.
(Krankenversichert war ich bei der ktpBKK Essen – ohne Krankengeldanspruch.)
Nach einem 14tägigen Krankenhausaufenthalt wurde ich entlassen.
Im Krankenhaus hatte man mir angeraten mein Geschäft aufzugeben.
Mit Hilfe meiner Familie haben wir dann das Geschäft per 03.08.2008 aufgelöst.
Für mich brach eine Welt zusammen. Bis heute bin ich noch nicht ganz fertig damit.
Am 4.8.2008 habe ich mich dann auf dem Arbeitsamt gemeldet,
(da ich seit zweieinhalb Jahren eine freiwillige Zahlung für Arbeitslosengeld abgeschlossen hatte und auch immer bezahlt habe.)
Das ging auch alles in Ordnung und ich wurde ab 4.8 .2008 Arbeitslos und somit auch
Kranken – und Rentenversichert. Für den Monat 08.08 bekam ich auch Arbeitslosengeld.
Da es mir aber gesundheitlich noch nicht besser ging, habe ich dann am 6.8.2008 meinen Krankenschein beim Arbeitsamt abgegeben und einen Schein auch an die BKK geschickt.

Als ich im Krankenhaus lag wurde gleich ein Kurantrag gestellt und so konnte ich am
28.8 2008 zur Kur fahren. Dem Arbeitsamt habe ich dieses wiederum mitgeteilt.
Die Kur wurde von der LVA genehmigt und bezahlt.
Dann bekam ich ein Schreiben von der LVA, das ich kein Überbrückungsgeld bekomme,
da ich mich seit 2001 Privat Rentenversichert hatte bei der Hamburg-Mannheimer.
Die Kur war für 4 Wochen geplant ich bekam dann noch eine Verlängerung von 14 Tagen.
Als ich dann am 7.10. nach 6 Wochen Kur nach Hause kam, fing das ganze „Theater“ an.
Da ich von meiner Krankenkasse keine Leistungen erhalten hatte, rief ich dort an.

Es war wie ein Schlag in Gesicht.
Man teilte mir in einem sehr barschen Ton mit, dass ich per 03.08.2008 gekündigt wäre!
Ich verstand die Welt nicht mehr. Bis dahin hatte ich noch keine schriftliche Mitteilung darüber.
Das konnte ich nicht verstehen. Wir fuhren zum Arbeitsamt, aber auch hier konnte ich keine Hilfe bekommen.
Ich war also ohne Krankenkasse! Konnte mich aber auch nicht arbeitslos melden, da ich ja krank war. Was nun ?
Gegen den telefonischen Bescheid der BKK legte ich sofort Widerspruch per Einschreiben ein.
Der nächste Schritt war dann das Sozialgericht.
Hier bekam ich erst einmal eine einstweilige Verfügung dass ich Krankenversichert bin und sollte mich an einen Rechtsanwalt wenden.
Das habe ich dann auch gleich getan.
Meinem Rechtsanwalt habe ich dann alle Unterlagen übergeben.
Er informierte mich über alle Schritte die er eingeleitet hatte.
Es wurde gegen das Arbeitsamt und auch gegen die BKK eine Klage eingereicht
Zum Glück habe ich auch eine Rechtschutzversicherung.
Da ich aber auch privat Rentenversichert bin, habe ich eine EU Rente beantragt, da ich ja sonst weiterhin dahin Beiträge bezahlen müsste.
Aber von was, ich habe ja seit September von keiner Stelle her Geld erhalten.
Von September weg habe ich nur von dem Lohn meines Mannes gelebt. Ersparnisse haben wir keine, da wir ein Haus haben auf dem auch noch ein kleiner Kredit läuft.
Da die BKK immer alles ablehnte gab mir der Anwalt den Rat mich einstweilig über meinen Mann Familienversichern zu lassen. Zumal ich im Oktober und November noch 2x ins Krankenhaus musste wegen hohen Blutdruck und Verdacht auf Bandscheibenvorfall im Halswirbel u. Lendenwirbelbereich.
Im November wurde ich also dann Familienversichert bei der IKK
Ende Januar 2009 habe ich von meiner privaten Rentenversicherung mitgeteilt bekommen, dass ich eine Eu Rente bekomme.
Die Freude über die Rente die ich ab 08.2008 rückwirkend erhalte währte nicht lang.
Denn nun musste ich der IKK dies mitteilen.
Hier erhielt ich nun die Auskunft, dass eine Familienversicherung nicht mehr möglich ist, da ich zu viel Rente (488. —Euro) bekomme und ich mich selbst versichern muss.
Das bedeutet 140. Euro monatlich und Rückzahlung ab 08.20008. !!!!!!!!!!!!

Jetzt geht die Odyssee weiter.
Ich bekam darauf hin noch mal ein Schreiben von der IKK
Es besteht weder eine Familienversicherung noch kann ich mich nicht selbst versichern – da ich bei der BKK noch nicht gekündigt bin.
Nun hat sich mein Anwalt noch mal mit der BKK in Verbindung gesetzt.

Im April bekam ich wieder ein Schreiben von der BKK, das ich eine Nachzahlung von August 2008 bis März 2009 veranlassen soll.
Das sind monatlich 133 Euro. Gleichzeitig teilten die BKK mir mit, dass sie den Gesamtbetrag gleich von meinem Konto abbuchen. (Ohne mein Einverständnis)
In einem weiteren Schreiben der BKK erhielt ich eine Mitteilung, dass ich Verzugszinsen und Mahngebühren bezahlen soll
Da man von meinem Konto eine Abbuchung gemacht hat und es nicht ging.
Das konnte auch nicht gehen da die BKK meine Geschäftskonto –Nummer hat, und dieses gelöscht ist.
Ich habe überhaupt nichts diesbezüglich unternommen sondern nur alle Schreiben kopiert und an meinem Anwalt geschickt.
Nun war ich also wieder nicht krankenversichert. Ende April habe ich dann erst einmal unter Vorbehalt
Alle Beiträge an die ktp BKK gezahlt und überweise jetzt monatlich 143 Euro.

Die Angelegenheiten mit der Krankenkasse und dem Arbeitsamt läuft noch über meinem Anwalt.
Er hat mir gesagt, dass es 1-2 Jahre dauern kann.
Im Januar 2009 habe ich auch einen Antrag auf EU Rente bei der LVA gestellt der am
2.2 09 bei der Rentenversicherung eingegangen ist. Ich war dann im Oktober bei 2 verschiedenen Vertrauens-Ärzten.
Gestern bekam ich von der LVA ein Schreiben vom 11.11.2009 mit der Mitteilung- Rente abgelehnt.
Ich bin immer noch krankgeschrieben und auch immer auf Ärzte angewiesen. Ohne meine
Medikamente einschließlich Schmerzpflaster. geht gar nichts.
.Zum Glück nur hab ich das Internet und bin durch Zufall auf Euer Forum gelangt.
Kann mir jemand von Euch einen Rat geben was und wie und wo ich weiterkämpfen kann?
Hab so einige Beiträge im Forum gelesen und weiß nun, dass es nicht nur mir so besch… geht.
Das ist ein kleiner Trost. Es wird also weitergekämpft. Aber Wie??
Kann mir jemand von Euch einen Weg zeigen?
Vielleicht wäre es aber auch gleich das Beste ich bekomm noch mal einen Schlaganfall
der dann aber dann anders ausgeht wie der 1.
.Da hat man sein ganzes Leben lang viel gearbeitet und ist jetzt einfach NICHTS!
Bitte gebt mir so bald wie möglich Antwort.
Ich bedanke mich dafür schon im Voraus. Hoffentlich habe ich mich auch verständlich ausgedrückt.
Hier noch mal meine Fragen an Euch in Kurzform:
-Steht mir Krankengeld zu?
-Muss ich wirklich so einen hohen Krankenkassenbeitrag zahlen?
-Steht mir von der LVA eine EU Rente schon jetzt zu?
- Habeich etwas falsch gemacht?

Mit freundlichen Grüßen
schokooma
schokooma ist offline  
Alt 16.11.2009, 12:05   #2
Arbeitssuchend
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Ablehnung der EU Rente durch LVA

Hallo Schokooma (schöner Name ),

auf jeden Fall würde ich Widerspruch gegen den Bescheid einlegen.
Bitte die Widerspruchsfristen beachten!

Ich habe festgestellt, dass Ablehnungen scheinbar Methode haben. Mein Antrag auf Schwerbehinderung wurde zuerst abgelehnt. Ich habe Widerspruch eingelegt, mit meinen Ärzten nochmal drüber gesprochen, und danach bekam ich 40 % !

Der Widerspruch kann formlos eingelegt werden und auch erst mal (zur Fristwahrung) ohne Begründung. Die Begründung kannst Du nachreichen, wenn Du mit Deinen Ärzten nochmal gesprochen hast. Interessant wäre evtl. auch die Langzeitprognose bzgl. Deines Gesundheitszustandes.

Vielleicht meint Dein Anwalt auch, dass er in Deinem Namen den Widerspruch einreicht. Besprich es bitte mit ihm.

Bezüglich Krankenkassenbeitrag: Ich denke, das ist ein pauschaler Mindestbeitrag, der auf jeden Fall geleistet werden muss. Ist vermutlich auf der Homepage der Krankenkasse so zu finden.

Frage: Warst Du nur im August 2008 arbeitslos oder länger? Normalerweise müsste das Arbeitsamt Dir 6 Wochen weiter ALG I bezahlen, wenn Du krank bist (entspricht der Lohnfortzahlung), danach müsste imho ein Krankengeldanspruch entstehen.

Ich wünsche Dir viel Kraft im Widerspruchsverfahren.
Auf jeden Fall: Hoffnung behalten
und
weitermachen!

Grüße
Arbeitssuchend
 
Alt 16.11.2009, 12:53   #3
schokooma->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 15.11.2009
Beiträge: 3
schokooma
Standard AW: Ablehnung der EU Rente durch LVA

Danke für Deine Mitteilung.
Habe heut mit meinem Anwalt gesprochen.
Er legt gleich in meinem Namen Widerspruch ein. Das wollte ich ja
auch sowieso machen. Er ist ganz lieb.
Ja aber wegen meiner Krankenkasse.
Das will und kann ich einfach nicht verstehen.
Kurzinfo:

Am 3.8.08 arbeitslosgemeldet somit renten und krankenversichert.
am 5.8.08 Krankenschein beim Arbeitsamt abgegeben.
Meiner erachtens bis hierher alles klar.
Aber dann habe ich mich Ende August 08 beim arbeitsamt wieder gemeldet weil ich denn Termin zur Kur hatte. Ich musste ja dem Amt das melden.
Und hier ist denk ich der Fehler in dem ganzen Theater.!
Da haben die mich abgemeldet.
so hab ich von keiner stelle bezüge bekommen während meiner kur
und das amt hat bestimmt auch mich zu spät bei der kasse gemeldet.


ach ich kämpfe , kämpfe und hoffe es findet sich einmal jemand der
mich richtig versteht und meinen Fall bearbeitet.
bnn wieder mit meinen Nerven heut am Boden.
Tschüß und danke
schokooma
schokooma ist offline  
Alt 16.11.2009, 14:32   #4
Arbeitssuchend
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Ablehnung der EU Rente durch LVA

Hallo,

meines Wissens muss der Rentenversicherungsträger einspringen, wenn Du sonst keine Bezüge hast und die Kur über den Rentenversicherungsträger abgewickelt wird. Damit wären Bezüge und Krankenversicherung sichergestellt.

Allerdings müsste das Arbeitsamt "Lohnfortzahlung" leisten, also ab dem 5.8. für 6 Wochen. Und danach ist Krankengeld fällig.
Hier wäre es gut, wenn Dein Anwalt die Leistungsbescheide des Arbeitsamtes genau prüft und entsprechend mit dem Arbeitsamt Kontakt aufnimmt. Meiner Meinung nach war die Abmeldung vom Amt nicht rechtens, denn Du bist während der Arbeitslosigkeit krank geworden.

Also imho wäre zu prüfen:
a) Leistungsbescheid des Arbeitsamtes:
- von wann bis wann Leistungen bezogen?
- in welcher Höhe? (nachrechnen, ob der Tagessatz stimmt!)
- Welcher Grund wurde für die Abmeldung angegeben?
- Prüfen, ob die Abmeldung rechtens war (m.E. war sie es nicht)

b) Rentenversicherungsträger anfragen (falls die Kur dort beantragt und genehmigt wurde), wie es mit Bezügen und Krankenversicherung für die Zeit des Kuraufenthalts aussieht, da Du gehört hast, dass die RV einspringen muss, wenn Du in Kur bist und keinen Lohn, ALG oder Krankengeld bekommst.

Grüße
Arbeitssuchend
 
Alt 16.11.2009, 15:08   #5
schokooma->Emailproblem
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Registriert seit: 15.11.2009
Beiträge: 3
schokooma
Standard AW: Ablehnung der EU Rente durch LVA

Danke

Aber es ist in meinem Fall wirklich furchtbar kompliziert.
Die Kur hat zwar die LVA genehmigt aber für die 6 Wochen Kur habe ich von der LVA kein Überbrückungsgeld bekommen, da ich seit 2001
mich privat Rentenversichert habe.
Seit Ende August 2008 habe ich somit
- keinen Anspruch auf Krankengeld,
- keinen Anspruch auf ALG 1
- keinen Anspruch auf Harz 4 (da mein Mann noch arbeiten geht)
- keinen Anspruch auf Rente



Ich bekomme von meiner Privaten Rentenversicherung
eine kleine EU-Rente und muss dafür 143.-- Euro Krankenkasse bezahlen.

Aber irgendwo , irgendwie ist ein Fehler.

Gruß
Schokooma
schokooma ist offline  
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