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Start > > -> Klageverfahren auf Zuerkennung einer Pflegestufe, Anordnung auf Heimunterbringung

Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege

Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


Klageverfahren auf Zuerkennung einer Pflegestufe, Anordnung auf Heimunterbringung

Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege

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Alt 21.10.2009, 22:53   #1
ladydi12
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Standard Klageverfahren auf Zuerkennung einer Pflegestufe, Anordnung auf Heimunterbringung

Hallo Gemeinde,

ich hab mal wieder eine Anfrage wegen meinem werdenden Pflegefalles (100% mit B, das ganze Krankheitsalphabet allerdings noch viel zu gesund für eine Pflegestufe (daher jetzt inzwischen die Klage), Verschlimmerungsantrag für die Buchstaben aG und h ist inzwischen gestellt).
Bei der gerichtlichen Begutachtung (diese war noch vor ihrem Krankenhausaufenthalt) sind wir drei!!!Minuten an der Pflegestufe vorbeigeschrappt, ich habe daraufhin um ein Urteil gebeten, da in dem Gutachten einiges nicht beachtet wurde, darunter jetzt auch leichte Demenz.

Mein Pflegefall war zwischendurch im Krankenhaus und hat eine vorübergehende Einstufung nach dem Landespflegegesetz §3 bekommen, also vorübergehende Pflegestufe erhalten, da ich dem Krankenhaus von dem Kampf um eine Pflegestufe erzählte und auch sagte, daß ich ein Pflegegutachten benötige, da ich bei ihr über kurz oder lang einen Pflegedienst hinzuziehen werde. Termin zur Verhandlung ist am 26.10.09, den glücklicherweise nur ich wahrnehmen muß.

Nun kam mir aber über Dritte zu Ohren, daß das Krankenhausbei der Krankenkasse angeblich einen Antrag auf Unterbingung in ein Altersheim gestellt hat.
Eine telefonische Nachfrage sowohl beim sozialen Dienst des Krankenhauses als auch bei der Krankenkasse ergab, daß beide nichts von so einem Antrag wußten.

Ich habe nun an die Juristen unter euch folgende Fragen:
1. Was muß ich bei der Verhandlung alles beachten?
2. Wo können mir da Fallstricke gelegt werden?
3. Kann der Richter eine Heimunterbringung anordnen und wenn ja, aufgrund welcher Rechtsgrundlage?
Eine, leider nichtnotarielle, Vorsorgevollmacht hat mein Pflegefall. Ich stehe da auch als eine von zwei Betreuern drin.

Für eure hilfe sage ich, wie immer, schonmal im voraus Danke schön.

meint ladydi12
__

Erkenntnisse meiner Mum aus den 1980er Jahren Teil 1:
„Es muß bei den Politikern endlich der Groschen fallen, wenn ihr Leben lang vorbildlich gewesene Menschen und Staatsbürger auf die Straße gehen, um kundzutun, daß grundlegende oder lebenswichtige Dinge nicht in Ordnung sind und gegen den gesunden Menschenverstand stehen. "
ladydi12 ist offline  
Alt 21.10.2009, 22:55   #2
ladydi12
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Standard AW: Klageverfahren auf Zuerkennung einer Pflegestufe, Anordnung auf Heimunterbringun

Hallo Gemeinde,

hab noch was vergessen.
Kann die Heimunterbringung auch dann verfügt werden, wenn ich als nichtnotarieller Betreuer ein Veto dagegen einlege? Ich frage das deshalb, weil ich meine alte Dame eher ungerne in ein Heim geben möchte.

meint ladydi12
__

Erkenntnisse meiner Mum aus den 1980er Jahren Teil 1:
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Alt 22.10.2009, 14:24   #3
Muzel
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Standard AW: Klageverfahren auf Zuerkennung einer Pflegestufe, Anordnung auf Heimunterbringun

Es gibt Richtlinien für die Erforderlichkeit einer Heimunterbringung.
Muzel ist offline  
Alt 22.10.2009, 14:34   #4
Kerstin_K
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Standard AW: Klageverfahren auf Zuerkennung einer Pflegestufe, Anordnung auf Heimunterbringun

Ich kenne zwar die Richtlinien nicht, kann mir aber nicht vorstellen, auf welcher Basiss man eine Heimunterbringung anordnen will, wenn es nichtmal für eine Pflegestufe reicht.
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Viele Grüße aus Hannover
Kerstin_K ist offline  
Alt 22.10.2009, 16:05   #5
DieFrettchen
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Standard AW: Klageverfahren auf Zuerkennung einer Pflegestufe, Anordnung auf Heimunterbringun

hallole,

hallo ladydi12,

das ist lediglich eine empfehlung der du jederzeit widersprechen kannst.

einfach klarstellen, das die dame auch ohne pflegestufe versorgt wird.

würde aber die empfehlung dazu benutzen einen neuantrag auf pflegestufe zu stellen!

liebe grüße von barbara
 
Alt 22.10.2009, 17:56   #6
Muzel
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Standard AW: Klageverfahren auf Zuerkennung einer Pflegestufe, Anordnung auf Heimunterbringun

Pflegerichtlinien.PDF

Ich habe die Richtlinien angehängt und hoffe, dass sie lesbar sind.
Muzel ist offline  
Alt 22.10.2009, 18:24   #7
ladydi12
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Standard AW: Klageverfahren auf Zuerkennung einer Pflegestufe, Anordnung auf Heimunterbringun

Hallo ihr beiden,

erst einmal danke schön für eure Hilfe, vor allem für die Richtlinien. Ich fühle mich zeitweise mit der Pflege überfordert zumal ich ja auch für meine alte Dame den Rechtsanwalt spiele, mit dem Hartz- Amt genügend Probs habe etc. und meine Rente ist auch ein "Traum" und ich möchte in meinem Beruf auch mal endlich wieder Fuß fassen und ein Eigenleben leben. Mal sehen, wie sich meine Schwester, die sie mir jetzt mal bis zum WE abnimmt, alles weitere denkt. Drückt mir am Montag mal die Daumen beim Gerichtstermin und daß Mum die Pflegestufe erhält.

Liebe Grüße
ladydi12
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Erkenntnisse meiner Mum aus den 1980er Jahren Teil 1:
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Alt 22.10.2009, 18:57   #8
Muzel
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Standard AW: Klageverfahren auf Zuerkennung einer Pflegestufe, Anordnung auf Heimunterbringun

Noch ein Tipp für deinen Gerichtstermin. Richtlinien bilden keine Rechtsgrundlage. Eine Heimunterbringung ist eine freiheitsbeschränkende Maßnahme. Dafür muss es es ein Gesetz geben. Richtlinien sind keine Gesetze. Richtlinien sind Beurteilungshilfen für den MDK, der gerufen wird, wenn die kranke Person in ein Heim möchte oder entsprechend der Betreuer dies möchte. Ein Gericht kann also niemanden aufgrund von irgendwelchen Richtlinien in ein Heim schicken.
Muzel ist offline  
Alt 23.10.2009, 20:09   #9
ladydi12
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Standard AW: Klageverfahren auf Zuerkennung einer Pflegestufe, Anordnung auf Heimunterbringun

Hallo Barbara,

kannst du, oder jemand anderes im Forum hier, mir ein wenig mehr über das Zustandekommen solcher Empfehlungen erzählen? Wie ist da der rechtliche Verfahrensablauf? Ich hatte ja für meinen Pflegefall die Klinik um die Erstellung eines Pflegegutachtens gebeten und daraufhin die vorübergehende Einstufung nach §3 Landespflegegesetz erhalten? Kann das damit zusammenhängen?

fragt ladyid12

Zitat von DieFrettchen Beitrag anzeigen
hallole,

hallo ladydi12,

das ist lediglich eine empfehlung der du jederzeit widersprechen kannst.

einfach klarstellen, das die dame auch ohne pflegestufe versorgt wird.

würde aber die empfehlung dazu benutzen einen neuantrag auf pflegestufe zu stellen!

liebe grüße von barbara
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Erkenntnisse meiner Mum aus den 1980er Jahren Teil 1:
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Alt 26.10.2009, 14:03   #10
Kerstin_K
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Zitat von ladydi12 Beitrag anzeigen
Hallo ihr beiden,

erst einmal danke schön für eure Hilfe, vor allem für die Richtlinien. Ich fühle mich zeitweise mit der Pflege überfordert zumal ich ja auch für meine alte Dame den Rechtsanwalt spiele, mit dem Hartz- Amt genügend Probs habe etc. und meine Rente ist auch ein "Traum" und ich möchte in meinem Beruf auch mal endlich wieder Fuß fassen und ein Eigenleben leben. Mal sehen, wie sich meine Schwester, die sie mir jetzt mal bis zum WE abnimmt, alles weitere denkt. Drückt mir am Montag mal die Daumen beim Gerichtstermin und daß Mum die Pflegestufe erhält.

Liebe Grüße
ladydi12
Ich kann die ch gut verstehen, meine Ma ist auch seit einem Jahr pflegebedürftig. Meine Schwester ist als Betreuerrin eingesetzt, kümmert sich aber um nichts, und wenn sie was macht, ist es grottenfalsch und ich darf den Kram wieder geradeziehen. Ich selber bin GdB 100, g, ag, Rollstulfahrerin und voll berufstätig. Trotzdem geht es immer irgendwie. Ich würde meine Mutter nie in ein Pflegeheim geben, solange es irgend eine andere Möglichlichkeit gibt. Ich bin sicher, dann würde sie sich aufgeben und es ginge ganz schnell zuende.

Mann muss das in jedem Eintzelfall entscheiden und es ist nicht leicht, aber ich habe hier ein Netzwerk aus Nachbarn und Freunden aufgebaut, KG kommt ins Haus, Apotheke bringt die Medis in die Wohnung, Rezepte werden zugeschickt, der Hausarzt macht Hausbesuche, und jeder Besucher kann damit rechnen, dass er auch mal ne Mülltüte mit runternehmen darf oder so. Die grosse Familie hat sich leider schnell zurückgezogen, als sie merkten, dass sie jetzt für die Mutter, die jahrelang immer für alle und jeden zur Verfügung stand, auch mal was tun dürfen. Ich frage inzwischen nicht mehr, ich sage einfach, was ich erwarte. Wenn meine Schwester (wohnt einen Kilometer entfernt) jede Woche mit grossem Auto für die ihre Familie einkauft, kann sie ja wohl mal eine Trommel Waschpulver oder ein paar Flaschn Mineralwasser mitbringen. Und wenn ihre Kinder (13 u. 17) sich ihr Taschengeld von Oma holen, können sie auch mal ein Bett beziehen oder Küche und Bad durchwischen oder die Giesskannen auf dem Balkon auffüllen. Meine Schwester nennt das Kinderarbeit und genau deshalb, damit sie sich um "den Kram" nicht mehr kümmern muss, möchte sie Mama ins Pflegeheim geben. Leider hat sie auch das Aufenthaltsbestimmungsrecht als Betreuerin. Aber an mir kommt sie mit dieser Faulheitsausrede nicht vorbei.
__

Viele Grüße aus Hannover
Kerstin_K ist offline  
Alt 26.10.2009, 16:16   #11
DieFrettchen
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Standard AW: Klageverfahren auf Zuerkennung einer Pflegestufe, Anordnung auf Heimunterbringun

hallo ladydi,

du bist doch vorläufig betreuerin, wie ich das verstanden habe? das muß nicht notariell sein, es genügt wenn deine mutter dem arzt sagt: "Das macht meine tochter". das sollt genügen. wichtig ist das die zu pflegende ihren willen kundtut, egal wie. ich selbst bin notariell eingesetzte betreuerin meiner eltern.

hab es ähnlich wie bei kerstin, ich lasse auch den arzt kommen, die apotheke bringt alles vorbei, sogar den krankengymnasten kann ich kommen lassen, wenn gar nichts geht. oder eben nachbarn die mal nachsehen, wenn ich zur arbeit bin. anders geht es nicht. einigen meiner familie kann ich nichtmal einen vorwurf machen, da sie schon seit mehr als 20 jahren nicht mehr hier leben. nur wir beide jüngeren, also mein bruder und ich. der bruder hat hausverbot, von mir und meiner mutter ausgesprochen. die einen drücken sich, manch anderer nutzt die situation und plündert. vorteil bei uns ist, das wir alle zusammen wohnen, das macht logistik und einkäufe leichter, oder mein mann kann die beiden auch vom rollstuhl aus im auge behalten. oder sie ihn.

liebe grüße von barbara
 
Alt 26.10.2009, 17:55   #12
Kerstin_K
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Es ist auch gant wichtig, dass man sich da von Familienzwistigkeiten nicht noch zusätzlich Kraft rauben läßt. Die braucht man einfach wo anders.

Hier mal eine kleine Episode als Beispiel: Meine Mutter hatte im Sommer ganz schlimme Durchfälle, die sie so geschwächt haben, dasss sie nicht mehr aus dem Bett kam. Also musste sie Windeln tragen. Eines Tages, ich kam gerade von der Arbeit und war am Einparken, da klingelte mein Handy. Ich hörte schon am Klingelton, das es meine Schwester war. Die ruft sowieso rund um die Uhr wegen jedem Klacks 6x in 20 Minuten!) an. also habe ich erstmal den Wagen abgestellt und sie dann zurückgerufen. Sie erstmal losgeschimpft, warum ich nicht gleich drangegengen bin. Dazu muss ich sagen, dass ich mein Auto mit Handbedienung fahre, eine Hand brauche ich fürs Lenkrad und eine für GAs und Bremse, meine Freisprechanlage ist defekt. Ich sie erstmal abgewügt "Was willst Du?" "Mama hat mich gerade angerufebn. Der Pflegedienst ist gerade weg und die Windel ist schon wieder voll. Was machen wir denn jetzt?" Ich: "Was meinst Du denn? Daenk mal an Deine Kinder, als die klein waren, was hast Du denn da gemacht?" Sie:"Und wer soll das machen? ist ja eklig! Ich mache das nicht." Ich: "Lass mich vom Telefon, damit ich endlich den Rollstuhl ausladen und zu ihr hochgehen kann. Wenn sie da zu lange drin liegt, wird sie wund." Sie: "Wie? Machts Du das?" Ich: "Ja, von alleine pasiert da nichts, der Pflegedinest kommt erst morgen früh wieder und Du machst es nicht. Wer bleibt denn da wohl übrig? Und Tschüss." Ich habe einfach aufgelegt und meine Mutter versorgt. Fällt mir rein körperlich auch nicht so leicht, aber irgendwie klappt es, wenn ich das Pflegebett hochfahre, wie das die Pflegekräfte ja auch tun. Eklig finde ich das nicht und ich würde mich in Grund und Boden schämen, meine Mutter einfach so in ihren Ausscheidungen liegenzulassen. Inzwischen diskutiere ich solche Dinge nicht mehr. Da meine Schwester nicht will, habe ich sie einfach aus unserem Netzwerk ausgeklammert. Wenn sie dann eine ihrer Kontrollbesuche macht, kommen noch solche Sprüche wie "Abwaschen könntest Du ja auch mal wieder." Ich habe nur geantwortet: "MAch, wenn es Dich stört, wir haben keine Spülmaschine wie ihr." Sie zieht es dann meistens vor zu gehen. Dann haben wir wenigstens unsere Ruhe.
__

Viele Grüße aus Hannover
Kerstin_K ist offline  
Alt 26.10.2009, 18:15   #13
DieFrettchen
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hallole kerstin,

ja so situationen kenne ich auch zur genüge. weißt du wie wir im moment am anstreichen sind? ich oben mein mann unten vom rollstuhl aus. vater (sehr dement, geben wir die rollen und pinsel zum auswaschen, mutter kocht suppe. es geht wenn man will, auch wenn es schwer fällt. beschäftigungstherapie zum WE: ich schneide tannzweige und besorg ein bischen was aus dem bastelschop, d. h. für mich, etwas ruhe für mich, weil alle damit beschäftigt sind grabgesteck zu basteln.

letztens im august: vater schiebt den rasenmäher, mein mann im rolli mit der kabeltrommel auf dem schoß und den rechen in der anderen hand hinterher. die beiden haben dafür bestimmt 4-5 stunden gebraucht. aber für mich hat das zu feierabend geheißen, kein gras mehr mähen müßen. die probieren auch mich zu entlasten. dafür bin ich auch sehr dankbar.

liebe grüße von barbara
 
Alt 26.10.2009, 18:36   #14
Kerstin_K
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Klasse Barbara,

stell mir das mit dem Rasenmäher gerade vor....

Bei meiner Ma muss ich eher aufpassen, dass sie sich nicht übernimmt. Sie hat bis letztes Jahr noch ganz alleine den Haushalt geführt, da durfte ich nichts anfassen. Und jetzt will sie immer, aber es geht halt nicht. Das Kurzzeitgedächtnis funktioniert nicht mehr, also ist der E-Herd schonmal tabu. Essen wird geliefert und wenn sie es vergessen hat, kommt es halt abends in die Micro. (Ich selber esse in der Kantine, dann muss ich weniger Einkaufen, abwaschen, habe weniger Müll.... Hochklettern und Fenster putzen würde sie auch gerne, aber ich habe alle Leitern usw. in den Keller verbannt. Ich kann da eh auch nicht hochsteigen. Letztens kam ich nach Hause, da erzählt sie mir strahlend, sie hätte Küche Bad und Balkon gewischt. Ich will lieber nicht wissen, wie sie das gemacht hat. Aber sauber war es....

Hut ab, dass Du das mit mehreren Pflegefällen meisterst. Mir reicht einer.
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Kerstin_K ist offline  
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