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Start > > -> Schizophren und Reha oder Rente?

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Alt 19.10.2009, 13:51   #1
Partisanin
Elo-User/in
 
Registriert seit: 19.10.2009
Beiträge: 4
Partisanin Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard Schizophren und Reha oder Rente?

Hallo,

mein 1. Mal hier . Und zwar bin ich "schizo" und bin wieder mal wegen einer Episode arbeitslos. Jetzt bei ALG2 angekommen, aber noch mit "Zuschlag". Nun wurde mir eine RPK-Massnahme bewilligt (Reha psychisch Kranker - ich weiß, hört sich schlimm an). Dass ist die Voraussetzung für eine Umschulung. Nun möchte ich sehr gerne einen neuen Beruf erlernen und freue mich auf alles was vor mir liegt. Was passiert aber, wenn ich die Umschulung nicht schaffe oder doch schaffe, aber dann eine neue Episode auf mich wartet und ich doch erwerbsunfähig werde, wenn auch nur vorübergehend? Kriege ich dann die EU-Rente? Die ist ja dann in etwas so hoch wie das ALG2, stimmts? Und dürfte ich dann stundenweise nebenbei arbeiten? Wenn ich nicht Teilzeit arbeiten kann, so dann doch zwangloser auf 400-Euro-Basis maximal? Kennt man eigentlich schon die neuen Zuverdienstgrenzen der neuen Bundesregierung zum ALG2?
Was wäre, wenn ich während des Bezuges von EU-Rente als slowenische Staatsbürgerin (aber hier geboren und aufgewachsen, ausgebildet und gearbeitet) für die Zeit der Rentengewährung in die Heimat gehe, um mich dort zu erholen und meine Wurzeln zu finden? Würde mir dort auch die Miete für eine Wohnung übernommen werden und der Satz zum Leben? Ich bin etwas aufgeregt und durcheinander. Es kommt so vieles auf mich zu, und ich hab Bammel, dass ich es nicht schaffe. Immer wenn ich irgendwo fest arbeite, kommt nach einer Zeit ein neue Episode und ich flieg raus und fang wieder von vorne an...
Partisanin ist offline  
Alt 19.10.2009, 14:51   #2
gelibeh
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Beiträge: 23.605
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Standard AW: Schizophren und Reha oder Rente?

Willkommen ersteinmal
Zitat:
Was wäre, wenn ich während des Bezuges von EU-Rente als slowenische Staatsbürgerin (aber hier geboren und aufgewachsen, ausgebildet und gearbeitet) für die Zeit der Rentengewährung in die Heimat gehe, um mich dort zu erholen und meine Wurzeln zu finden? Würde mir dort auch die Miete für eine Wohnung übernommen werden und der Satz zum Leben?
Leider nein. Nur bei Aufenthalt in Deutschland bekommst Du was.
Zitat:
Was passiert aber, wenn ich die Umschulung nicht schaffe oder doch schaffe, aber dann eine neue Episode auf mich wartet und ich doch erwerbsunfähig werde, wenn auch nur vorübergehend? Kriege ich dann die EU-Rente?
Das kann man nicht sagen. Die Rentenversicherung rückt nicht so einfach eine Rente raus. Wenn Rente, dann kannst Du mindestens 400€ hinzuverdienen. Ob das mehr sein kann, steht dann im Rentenbescheid genau drin. Und die Höhe der Rente bemisst sich an dem, was eingezahlt wurde. Falls die nicht reicht, ergänzend entweder ALGII(bei Teil-Erwerbsminderungsrente) oder Grusi/HZL beantragen.
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
gelibeh ist offline  
Alt 19.10.2009, 15:46   #3
Muzel
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 15.12.2008
Beiträge: 11.385
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Standard AW: Schizophren und Reha oder Rente?

Gelibeh! Leider würde ich mir nicht trauen mir einen 400 Euro-Job zu suchen. Die EM-Rente ist befristet und wenn die DRV erfährt, dass man in einem Mini-Job arbeitet, können die einem zum Gutachter schicken, weil sie meinen, wo ein bisschen geht, könnte vielleicht auch ein bisschen mehr gehen.
Muzel ist offline  
Alt 20.10.2009, 18:45   #4
Silence82->Emailproblem
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Registriert seit: 20.10.2009
Beiträge: 1
Silence82
Standard AW: Schizophren und Reha oder Rente?

Hallo zusammen, ich habe eben erst diese Forum entdeckt und bin sehr froh darüber. Antworten habe ich keine aber befinde mich zur zeit genau in oben erwähnter RPK. Nach jetzt drei monaten wurde mir heute von den ärzten dort geraten, in frührente zu gehen. Eigentlich wollte ich wieder Vollzeit arbeiten gehen und war voller zuversicht dort langsam meinen Zielen wieder näher zu kommen. Da für mich noch nie in Frage kam in frührente zu gehen, stehe ich nun ziemlich dumm da und habe eine woche Zeit mir das weitere vorgehen zu überlegen. Nichtmal ins praktikum soll ich noch weil ich ja zu instabil wäre Ich leide *nur* unter einer Angsterkrankung und bin unmobil (kein bus und bahn fahren und kein führerschein vorhanden) Mein Programm dort hab ich meiner meinung nach super gemeistert. Na ja, ich wäre niemals dort hin gegangen wäre mir klar gewesen wie es endet. Möchte aber nun auch nicht alles schlecht machen. Und besonders nicht den mut nehmen. Allerdings wenn ich mir den schnitt anschaue in den drei monaten sind 90 % dort mit frührente entlassen wurden. Mir sagte man heute, das man mich gerne mit nichtmal für 3 stunden arbeitsfähig entlassen möchte und ich aber einen 400 euro job machen könne. Da ich mindestens gerne halbtags mal arbeiten würde, fragte ich also ob nicht über 3 stunden geht (hab echt keine erfahrung und ahnung davon). Na ja ich wurde ausgelacht aber es wäre möglich dann teilzeit arbeiten zu gehen und eben nur noch die hälfte oder keine rente mehr zu beziehen. Nach zwei Jahren hätte ich auch die möglichkeit nochmals dort in reha zu gehen und wäre ich in den zwei jahren plötzlich wieder fit könne ich sogar voll arbeiten gehen da der rentenversicherungsträger sich darüber ja freuen würde... Da ich hier nun einige Beiträge gelesen habe, die anmerken wie schwer es ist eine rücknahme der erwerbsunfähigkeit zu erlangen bekomme ich grad panik, dass man mir schwachsinn erzählt hat. Mir wurde auch gesagt, das ich zur frührente aufstockend hartz 4 bekommen würde falls ich ohne job wäre. Mir qualmt ganz ehrlich der schädel Soll ich am besten dafür kämpfen mehr als unter 3 stunden (voll erwerbsunfähig) entlassen zu werden, damit ich die chance habe irgendwann mal wieder mehr arbeiten zu gehen und um überhaupt in zwei jahren eine neue reha zu bekommen??? Falls jemand einen rat oder iddee hat bitte melden...Verzweifelte grüße
Silence82 ist offline  
Alt 24.10.2009, 11:35   #5
münchnerkindl->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 05.11.2006
Beiträge: 1.733
münchnerkindl münchnerkindl münchnerkindl
Standard AW: Schizophren und Reha oder Rente?

Zitat von Muzel Beitrag anzeigen
Gelibeh! Leider würde ich mir nicht trauen mir einen 400 Euro-Job zu suchen. Die EM-Rente ist befristet und wenn die DRV erfährt, dass man in einem Mini-Job arbeitet, können die einem zum Gutachter schicken, weil sie meinen, wo ein bisschen geht, könnte vielleicht auch ein bisschen mehr gehen.
Du darfst ganz offiziell bis 15 Stunden diw Woche arbeiten und bis 400 Euro verdienen, ich hab diese Auskunft von der Sachbearbeiterin beim RV Träger erhalten.
münchnerkindl ist offline  
Alt 24.10.2009, 14:21   #6
gelibeh
Forumnutzer/in
 
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Registriert seit: 20.06.2005
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Beiträge: 23.605
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Standard AW: Schizophren und Reha oder Rente?

Zitat:
die anmerken wie schwer es ist eine rücknahme der erwerbsunfähigkeit
Es ist eher das Problem die Rente zu bekommen.
Normalerweise ist das so, wenn Du mehr Geld verdienst als Du laut Rentenbescheid darfst, Du keine Rentenzahlung mehr bekommst.
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§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
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Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
gelibeh ist offline  
Alt 24.10.2009, 19:17   #7
Muzel
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 15.12.2008
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Standard AW: Schizophren und Reha oder Rente?

Naja, ich meinte, wenn ich als Elo in die Eu-Rente gegangen bin und jetzt plötzlich einen 400 Euro-Job bekomme, könnte die DRV auch an eine Wunderheilung glauben und mich zum Gutachter schicken. Das wäre mir verständlicher Weise nicht so ganz recht und deshalb würde ich jede betroffene Person davon abraten. Ich weiß schon, dass es zulässig ist. Aber nicht alles, was zulässig ist, ist für einen Elo vorteilhaft.
Muzel ist offline  
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