Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum) QR-Code des ELO-Forum
Mach mit. klick mich....
Impressum Stichwortsuche Spenden Strafanzeigen Verfahrensrecht Registrieren Hilfe Interessengemeinschaften Kalender Suchen Alle Foren als gelesen markieren

Start > > -> Pflegestufe bei Familienmitglied - Auswirkung ALG II

Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


Danke Danke:  1
Thema geschlossen

 

Themen-Optionen Ansicht
Alt 08.02.2009, 15:02   #1
keinherdentier->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 14.01.2009
Ort: Berlin
Beiträge: 97
keinherdentier
Standard Pflegestufe bei Familienmitglied - Auswirkung ALG II

Folgender Sachverhalt: Ich,Bezieher ALG II, lebe zur Untermiete bei meiner zu 80% Schwerbehinderten Mutter. Der Grad der Behinderung wurde gestern vom Versorgungsamt anerkannt. Nun wird meine Mutter einen Antrag auf Pflegestufe stellen,da sie Hilfe im Haushalt und eine Begleitperson (in dem Fall bin ich derjenige) beim Einkaufen,Arztbesuche etc. benötigt. Gesetz dem Fall, das die Pflegestufe anerkannt würde, wie würden sich Zahlungen des Pflegegeldes das auf mein ALG II auswirken?
__

Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muß man vor allem ein Schaf sein.

Albert Einstein
keinherdentier ist offline  
Alt 08.02.2009, 15:45   #2
biddy
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von biddy
 
Registriert seit: 06.05.2007
Beiträge: 13.371
biddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/in
Standard AW: Pflegestufe bei Familienmitglied - Auswirkung ALG II

Gar nicht, es darf nicht als Einkommen angerechnet werden

Zitat:
Das zur Sozialhilfe gesagte gilt auch für das Arbeitslosengeld II bzw. Sozialgeld. § 1 Abs. 1 Nr. 3 der Arbeitslosengeld II / Sozialgeld Verordnung vom 20.10.2004 erwähnt auch ausdrücklich, dass nicht steuerpflichtige Einnahmen einer Pflegeperson für Leistungen der Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung nicht als berücksichtigungsfähiges Einkommen gelten.
Quelle


Hier ein anderer Thread zum Thema: *klick* http://www.elo-forum.org/alg-ii/3103...egegeldes.html
__


biddy ist offline  
Alt 08.02.2009, 15:47   #3
keinherdentier->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 14.01.2009
Ort: Berlin
Beiträge: 97
keinherdentier
Standard AW: Pflegestufe bei Familienmitglied - Auswirkung ALG II

Danke!
__

Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muß man vor allem ein Schaf sein.

Albert Einstein
keinherdentier ist offline  
Alt 08.02.2009, 17:30   #4
DieFrettchen
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Pflegestufe bei Familienmitglied - Auswirkung ALG II

hallo keiherdentier,

also das pflegegeld darf nicht angerechnet werden. so wie biddy schon passend herausgesucht hat für dich.
wenn du die betreuung und häusliche pflege übernimmst, entrichtet die pflegekasse auch rentenbeiträge für dich, also wenn es soweit ist der kasse mitteilen.

liebe grüße von barbara
 
Alt 08.02.2009, 17:57   #5
keinherdentier->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 14.01.2009
Ort: Berlin
Beiträge: 97
keinherdentier
Standard AW: Pflegestufe bei Familienmitglied - Auswirkung ALG II

Auch Dank an Dich! Erst einmal muss ja der Antrag Seitens meiner Mutter gestellt werden und dann heißt es hoffen und warten. Aber so wie sich unser "Sozialstaat" zur Zeit präsentiert, wird der Antrag vermutlich eh abgelehnt werden.
__

Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muß man vor allem ein Schaf sein.

Albert Einstein
keinherdentier ist offline  
Alt 08.02.2009, 18:25   #6
DieFrettchen
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Pflegestufe bei Familienmitglied - Auswirkung ALG II

hallole,

falls eine ablehnung kommt, widerspruch einlegen, hab ich in letzter zeit öfter erlebt, aber es hilft und der wird auch berücksichtigt werden. im zweifel mußt du dann ein pflegetagebuch führen. mach dich da mal ein wenig schlau, google ist voll davon. es ist traurig aber wahr, die pflegekassen und KKs sind inzwischen zu richtigen neinsagern geworden.

liebe grüße von barbara
 
Alt 08.02.2009, 23:06   #7
ladydi12
Foren-Moderator/in
 
Registriert seit: 22.07.2006
Ort: auf der linken Arschbacke vom ***** der Welt
Beiträge: 2.911
ladydi12 ladydi12 ladydi12 ladydi12 ladydi12 ladydi12 ladydi12
Standard AW: Pflegestufe bei Familienmitglied - Auswirkung ALG II

Hallo keinherdentier,

also wie schon von meinen Vorpostern gesagt, wird das Pflegegeld nicht auf dein ALG2 angerechnet. Aber erst einmal heißt es, das Geld zu bekommen und das ist gar nicht so leicht. Auch ich spreche hier aus Erfahrung, da ich mit meiner Mum momentan das Gleiche durchmache. Mum hat mit meiner Hilfe auch einen Antrag auf Pflegegeld gestellt. Dieser wurde von der Krankenkasse abgelehnt, weil der sozialmedizinische Dienst den Pflegeaufwand bei der Begutachtung ihres körperlichen und geistigen Zustandes nur auf etwa 20 Minuten Grundpflege (sprich Waschen, Zerkleinern der Nahrung, Popo abwischen etc, also alles, was an der Person gemacht werden muß) festgesetzt hat, d.h. sie kann nach dessen Meinung noch viel zu viel selber und das fällt ihr oft sehr schwer (ihr Alter 80 Jahre und inzwischen 100% Schwerbehinderung mit Begleitung im Ausweis und krankheitsmäßig bedient sie fast alle Buchstaben des Alphabetes, gibt also fast keine Krankheit die die nicht hat und ich kenne inzwischen fast jede Arztspezialistenpraxis von innen;)).

Bei der Pflegestufe 1 muß aber für die reine Grundpflege ( wieder Popo abwischen, Nahrung zerkleinern, Waschen, Haare kämmen etc.) mindestens 45 Minuten aufgewendet werden, so die Meinung der Krankenkasse.
Dagegen haben wir Widerspruch eingelegt, da u.a. mehrere Krankheiten meiner Mum nicht ausreichend berücksichtigt wurden und auch die vielen Behördengänge und Arzttermine, bei denen ich sie begleiten muß, da sie weite Strecken alleine fast nicht mehr schafft, ebenfalls nicht berücksichtigt wurden.
Ferner wurden für die Arztbesuche trotz Antrag, ärztlicher Notwendigkeitsbescheinigung und entgegen einer vorherigen mündlichen Zusage keine Taxikosten übernommen, obwohl meine Mum weite Strecken kaum mehr laufen kann und es mir oft genug schwerfällt, sie bei Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel entsprechend zu händeln.


Ich mußte daraufhin 14 Tage ein Pflegetagebuch führen, was ich auch tat. Ich mußte darin aufführen, was ich an ihr an Grundpflege und im Haushalt verrichtete und wie lange ich dafür jeweils gebraucht habe.
Die Krankenkasse hat sich allerdings davon ebenfalls nichts angenommen und ist immer noch der Meinung, daß sie noch viel zu vieles selber kann, wie gesagt, es fällt ihr oft sehr schwer.

Daher fahren wir jetzt der Krankenkasse gegenüber die harte Tour und ziehen sie seit Mitte Januar diesen Jahres vor das Sozialgericht (erste Instanz ist wenigstens kein Anwaltszwang und kostenlos).
Laut meiner Gewerkschaftsanwältin, die mich, da meine mum nicht in der Gewerkschaft, geht es in dem Gerichtsverfahren nur um die reinen Minuten für die pflege, was ich und meine Mum ziemlich pervers finden.

meint ladydi12
__

Erkenntnisse meiner Mum aus den 1980er Jahren Teil 1:
„Es muß bei den Politikern endlich der Groschen fallen, wenn ihr Leben lang vorbildlich gewesene Menschen und Staatsbürger auf die Straße gehen, um kundzutun, daß grundlegende oder lebenswichtige Dinge nicht in Ordnung sind und gegen den gesunden Menschenverstand stehen. "
ladydi12 ist offline  
Alt 09.02.2009, 12:01   #8
keinherdentier->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 14.01.2009
Ort: Berlin
Beiträge: 97
keinherdentier
Standard AW: Pflegestufe bei Familienmitglied - Auswirkung ALG II

Au Mann, wie kann man denn bei solch einem Krankheitsverlauf eine Ablehnung herausschicken?! Dann wird das bei Mutter ebenfalls nicht klappen, da sie "nur" unter einer schweren Lungenkrankheit mit Game Over Garantie leidet. So langsam kann man ja nur noch Fatalistisch reagieren und (bezogen auf deine Zeilen) "Alles Scheixxe,deine Elly" brüllen.
__

Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muß man vor allem ein Schaf sein.

Albert Einstein
keinherdentier ist offline  
Alt 09.02.2009, 13:27   #9
gurkenaugust
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Pflegestufe bei Familienmitglied - Auswirkung ALG II

@ladydi12

Ich würde Dir aus eigener Erfahrung mit der Pflegestufe meiner Mutter noch folgendes empfehlen:

Die SG-Verfahren dauern wegen der bekannten Überlastung der Gerichte oft sehr lange. Mit einem unabhängigen Gutachten, das das Gericht wahrscheinlich anfordern wird, mindestens ein Jahr in erster Instanz.

Wenn die Gutachterin dann Pflegebedürftigkeit feststellt, müßte die Pflegekasse eigentlich ab Eingangsmonat des Erstantrages Pflegeleistungen gewähren. Die wird sich aber oft auf den Standpunkt stellen: jetzt mag vielleicht Pflegebedürftigkeit vorliegen, aber noch nicht zum Zeitpunkt des Erstantrages, denn das hat der MDK damals ja so festgestellt. Der gegenwärtige Zustand sei auf eine zwischenzeitliche Verschlechterung des Zustandes zurückzuführen. Dann kann man weiter streiten.

Ich würde Dir deshalb empfehlen, daß Du jetzt einen unabhängigen Gutachter mit der Erstellung eines Pflegegutachtens beauftragst, auch wenn Du das zunächst mal selbst bezahlen mußt. Du hast dadurch aber den Vorteil, daß Du ein unabhängiges Sachverständigengutachten für die Zeit nahe der Erstantragstellung hast, das Du dem Gutachten des MDK entgegenstellen kannst. Der Gutachter sollte möglichst unabhängig sein, also nicht etwa der eigene Pflegedienst oder dergleichen.

Es kommt hier im übrigen nur auf die zeitliche Hilfsbedürftigkeit bei bestimmten Tätigkeiten der Grundpflege (Körperpflege, Ernährung und Mobilität) an, nicht auf irgendwelche Krankheiten an sich und auch nicht auf die Schwerbehinderteneigenschaft. Denke bei der Berechnung bitte an die vielen kleinen Dinge, die man oft vergißt, z.B. jedesmal Hilfe beim Gehen zur Toilette. Den Hilfsbedarf bei der Hauswirtschaft (Wohnungsreinigung, Wäschewaschen, Kochen usw.) braucht man meist nicht im Detail nachweisen, der wird vom Gutachter oftmals einfach pauschal mit 45 oder 60 Minuten pro Tag angesetzt.

Gerade ältere Leute neigen verständlicherweise dazu, ihre Hilfsbedürftigkeit nicht einzugestehen ("das kann ich noch ganz gut"). Wenn man aber etwas noch kann, wenn auch mit Mühe, so besteht nach dem Gesetz kein Hilfebedarf. So ist das nun einmal. Mache das bitte auch Deiner Mutter klar.

Alles Gute und viel Erfolg!
 
Alt 09.02.2009, 13:50   #10
ela1953
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 16.03.2008
Ort: Raum DO, MS
Beiträge: 6.175
ela1953 Enagagiertela1953 Enagagiertela1953 Enagagiertela1953 Enagagiertela1953 Enagagiertela1953 Enagagiertela1953 Enagagiertela1953 Enagagiertela1953 Enagagiertela1953 Enagagiertela1953 Enagagiert
Standard AW: Pflegestufe bei Familienmitglied - Auswirkung ALG II

Ich würde dir auch eine Schulung deiner Mutter vorschlagen. Denn die Prüfer für die Pflegestufe sind da ganz schön link.

Ein 99jähriger Bekannter, 100 mit aG ist auch bei der ersten Prüfung durchgefallen.

Beim ersten Mal hat er sich nämlich alleine aus dem Sessel hochgequält.

Beim zweiten Termin war allerdings eine andere Prüferin.

Zu der hat er dann gesagt, dass sie ihm doch bitte helfen möchte, da er das alleine nicht schafft.

Auch muss man aufpassen, dass bei der Bewertung nicht nur die zwei Minuten Duschzeit (das schaff nicht mal mein Sohn in 2 Minuten)berücksichtigt werden. Du musst dem Kranken ja erst mal aus dem Bett helfen, ihm die Schlappen anziehen und dann zum Bad führen, auskleiden usw.

Das Kochen zählt nicht, aber das zerkleinern. Da die Älteren oft vergessen zu trinken muss auch das Reichen von Wasser gezählt werden.

Ich hab mal einen link gehabt zu einer entsprechenden Seite, werde mal suchen
ela1953 ist offline  
Alt 09.02.2009, 16:30   #11
ich nu wieder
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Pflegestufe bei Familienmitglied - Auswirkung ALG II

Zitat von keinherdentier Beitrag anzeigen
Folgender Sachverhalt: Ich,Bezieher ALG II, lebe zur Untermiete bei meiner zu 80% Schwerbehinderten Mutter. Der Grad der Behinderung wurde gestern vom Versorgungsamt anerkannt. Nun wird meine Mutter einen Antrag auf Pflegestufe stellen,da sie Hilfe im Haushalt und eine Begleitperson (in dem Fall bin ich derjenige) beim Einkaufen,Arztbesuche etc. benötigt. Gesetz dem Fall, das die Pflegestufe anerkannt würde, wie würden sich Zahlungen des Pflegegeldes das auf mein ALG II auswirken?

SGBII § 10 Punkt 4, kennst DU?!
 
Alt 09.02.2009, 19:52   #12
ladydi12
Foren-Moderator/in
 
Registriert seit: 22.07.2006
Ort: auf der linken Arschbacke vom ***** der Welt
Beiträge: 2.911
ladydi12 ladydi12 ladydi12 ladydi12 ladydi12 ladydi12 ladydi12
Standard AW: Pflegestufe bei Familienmitglied - Auswirkung ALG II

Hallo ela,

das mit der Schulung meiner Mum habe ich sogar mehrmals gemacht, weil mir verschiedene, teilweise auch fremde Leute und sogar die Krankenkasse, bezüglich Pflegestufe einiges erzählt haben, nämlich daß es in erster Linie auf die Grundpflege anstatt auf die Krankheiten ankommt.

Eine der mir geratenen Methoden war die Anwendung des Btm- Gesetzes (Betäubungsmittelgesetz "und so ist sie 365 Tage im Jahr"). Da es aber an dem Tag wo der MDK auftauchte, meiner Mutter sehr schlecht ging, war mir das zu riskant. Statt mich mit dem MDK reden zu lassen, wie ich es ihr vorher erklärte, fiel sie mir andauernd ins Wort und erzählte stattdessen ihre ganzen Krankheiten, auf deutsch: sie redete sich um Kopf und Kragen und machte das, was dein Bekannter auch machte. Im übrigen sagte mir die Dame vom MDK, daß sie meiner Mum aufgrund ihrer Krankheiten gerne eine Pflegestufe gegeben hätte, aber da ihre Vorschriften hätte.

Die Beurteilung war dann die, daß der reine Pflegeaufwand für die Grundpflege bei etwa 20? Minuten festgelegt wurde, auf jeden Fall weniger als 45 Minuten.
Dagegen habe ich dann im Namen meiner Mum Widerspruch eingelegt und "durfte" dann 14 Tage ein Pflegetagebuch führen. Ich holte mir ferner u.a. beim Grundsicherungsamt und bei der örtlichen Pflegedienstleitung (bei letzterem war meine Mum mit dabei, weil auch bei ihr um die Ecke) des DRK, Hinweise, was beim Pflegetagebuch und bei ihrer Pflege alles zu beachten ist, für welche Handreichungen ich was schreiben kann und was die Krankenkasse alles nicht beachtet hat, darunter alle Bank- und Behördengänge, die ich mit einer entsprechenden Vollmacht für meine Mum wahrnehme und für die jedesmal wenigstens ein halber Tag draufgeht. Dennoch war die Kasse immer noch der Meinung, daß der Pflegebedarf für die Anerkennung der Pflegestufe 1 nicht ausreicht. Hierzu habe ich im Namen meiner Mum und mit ihrer Einwilligung Klage beim Sozialgericht eingereicht und die Begründung, die mit ich Einverständnis und Mitarbeit meiner Mum verfaßt habe, wird morgen früh nachgereicht.

Inzwischen hat die Tochter einer sehr engen Bekannten von uns, beide Familien sind seit Jahren miteinander befreundet, und die Familie der Bekannten hat dasselbe durch (aber mit der Pflegestufe Erfolg gehabt) meine Mum noch einmal eingehend aufgeklärt, wieso und warum die Pflegeminuten so wichtig sind und meine Mum sieht inzwischen ihren Fehler bei der Begutachtung durch den MDK ein. Sie kapiert jetzt inzwischen, daß ich ihr bei verschiedenen Dingen im Haushalt helfen muß und das so auch dem Gericht verkauft wird. dies habe ich nämlich neben ihren Krankheiten und deren Folgen, immer in die Begründung miteinfließen lassen.

Sorry, daß der Text so lang wurde, aber das mußte ich mal schildern. Die Krankenkasse ist die Knappschaft und bei der hat man für die Anerkennung von Rente und Pflegestufe etc. den Kopf unter dem Arm zu tragen und darf noch nicht mal mehr die niedrigste gangart beherrschen. Ich spreche hier aus erfahrung, da der kampf um ihre Rente vor gut 30 Jahren wenigsten 7 jahre ging und auch da schon mit ihr eine reine zellenanalyse betrieben wurde, bis sie ihre Rente durch hatte.

meint ladydi12


Zitat von ela1953 Beitrag anzeigen
Ich würde dir auch eine Schulung deiner Mutter vorschlagen. Denn die Prüfer für die Pflegestufe sind da ganz schön link.

Ein 99jähriger Bekannter, 100 mit aG ist auch bei der ersten Prüfung durchgefallen.

Beim ersten Mal hat er sich nämlich alleine aus dem Sessel hochgequält.

Beim zweiten Termin war allerdings eine andere Prüferin.

Zu der hat er dann gesagt, dass sie ihm doch bitte helfen möchte, da er das alleine nicht schafft.

Auch muss man aufpassen, dass bei der Bewertung nicht nur die zwei Minuten Duschzeit (das schaff nicht mal mein Sohn in 2 Minuten)berücksichtigt werden. Du musst dem Kranken ja erst mal aus dem Bett helfen, ihm die Schlappen anziehen und dann zum Bad führen, auskleiden usw.

Das Kochen zählt nicht, aber das zerkleinern. Da die Älteren oft vergessen zu trinken muss auch das Reichen von Wasser gezählt werden.

Ich hab mal einen link gehabt zu einer entsprechenden Seite, werde mal suchen
__

Erkenntnisse meiner Mum aus den 1980er Jahren Teil 1:
„Es muß bei den Politikern endlich der Groschen fallen, wenn ihr Leben lang vorbildlich gewesene Menschen und Staatsbürger auf die Straße gehen, um kundzutun, daß grundlegende oder lebenswichtige Dinge nicht in Ordnung sind und gegen den gesunden Menschenverstand stehen. "
ladydi12 ist offline  
Alt 09.02.2009, 20:35   #13
gurkenaugust
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Pflegestufe bei Familienmitglied - Auswirkung ALG II

@ladydi12

Die "Vorschriften" sind wahrscheinlich die Begutachtungsrichtlinien. Diese sollte man unbedingt kennen und besitzen. Man kann sich diese (aktuelle Fassung September 2006) aus dem I-Net herunterladen oder von einer Zentralstelle des MDK gegen Portoersatz zuschicken lassen.

Hast Du das MDK-Gutachten mit der Zeitberechnung vorliegen? Falls nein, unbedingt bei der Pflegekasse in Kopie anfordern. Ihr habt Anspruch auf Überlassung einer Kopie. Nur so kannst Du die Berechnung und eventuelle Fehler darin nachprüfen.

"Bei verschiendenen Dingen im Haushalt helfen" - ist schon richtig. Aber auf reine hauswirtschaftliche Hilfe kommt es fast gar nicht an. Deren Notwendigkeit wird vom Gutachter fast automatisch unterstellt. Wichtig sind allein die Minuten der Grundpflege.

Wie schon geschrieben: besorge Dir am besten einen fachkundigen Sachverständigen, der euch ein Pflegegutachten erstellt und euch auch darüber aufklärt, was alles zu berücksichtigen ist.

Das Problem wird auch weniger die Krankenkasse/Pflegekasse sein, sondern der MDK (ist meist als Arbeitsgemeinschaft aller Krankenkassen organisiert). Das MDK-Gutachten enthält eine Aufstellung der ermittelten Pflegezeit, und die Pflegekasse muß sich bei der Entscheidung praktisch danach richten.

Noch ganz wichtig: man kann jederzeit, auch während der Laufzeit einer Klage, einen Neuantrag stellen. Der MDK muß dann neu begutachten. Das bietet sich vor allem an, weil eine Klage so lange dauern kann und sich seitdem der Zustand verschlechtern kann. Das haben wir auch gemacht und waren mit einer anderen Gutachterin erfolgreich.
 
Alt 09.11.2014, 14:06   #14
soundralle->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 09.11.2014
Beiträge: 1
soundralle
Standard AW: Pflegestufe bei Familienmitglied - Auswirkung ALG II

Hallo, bitte wie wirkt sich die Verfügbarkeit bei ALG 2 aus, wenn man zwei Personen aus der Familie pflegt die auch noch 25 km weit auseinanderwohnen.Mein Lebensgegährte hat Plegestufe 2 und lebt in gleichen Haus, emin Vater hat Plegestufe 1 und wohnt 25 km weiter weg ? Vom meinem Zeitbedarf für die Pflege dieser beiden Familienangehörigen ist es für mich wirklich unmöglich noch eine zusätzliche Arbeit wie vom Amt gewünscht anzunehmen. Mir ist bekannt, dass man bei einer Pflegeperson mit Pflegestufe 3 keine weiter Arbeit bei ALG 2 Bezug annehmen muss. Doch wie sieht es in meinem Fall aus der noch höheren Zeitaufwand erfodert als eine Person mit Pflegestufe 3 ???

Wenn jemand darüber etwas weiß, würde ich sehr dankbar sein für alle Info diesbezüglich !


MFG

soundralle
soundralle ist offline  
Alt 09.11.2014, 15:02   #15
biddy
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von biddy
 
Registriert seit: 06.05.2007
Beiträge: 13.371
biddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/in
Standard AW: Pflegestufe bei Familienmitglied - Auswirkung ALG II

Ich kann Dir nur dieses Dokument der BA zu § 10 SGB II (für die Jobcenter verbindliche Weisungen der BA) - siehe dort ab Randziffer 10.18 und folgende Rzn. - zum Nachlesen anbieten:

*klick* http://www.arbeitsagentur.de/web/wcm...22DSTBAI377934
__


biddy ist offline  
Thema geschlossen

Stichwortsuche
auswirkung, familienmitglied, pflegestufe

Themen-Optionen
Ansicht


Ähnliche Themen

Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Auswirkung des Wechselmodels bei Trennung jp1078 KDU - Miete / Untermiete 3 14.12.2008 22:23
Zusammenziehen - Auswirkung auf ALG II Anspruch? DieFee9987 U 25 2 18.11.2008 19:34
Wohngelderhöhung-Auswirkung auf KdU? Nimrodel KDU - Miete / Untermiete 3 29.10.2008 07:18
ALG Vollzeitmeldung /Teilzeitmeldung Auswirkung Isa ALG I 6 30.09.2006 01:24
Krankenversicherung - Mitversichert als Familienmitglied Catweazle ALG II 3 23.11.2005 20:30


Es ist jetzt 16:26 Uhr.


Powered by vBulletin® (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2018, Jelsoft Enterprises Ltd.
Template-Modifikationen durch TMS
Search Engine Optimisation provided by DragonByte SEO (Pro) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2018 DragonByte Technologies Ltd.
Feedback Buttons provided by Advanced Post Thanks / Like (Pro) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2018 DragonByte Technologies Ltd.
ELO-Forum by Erwerbslosenforum Deutschland