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Start > > -> Extrem schwierig-Hilfe für schwerbehinderte Bekannte gesucht

Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 14.04.2006, 18:31   #1
elena
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Extrem schwierig-Hilfe für schwerbehinderte Bekannte gesucht

Hallo Leuts,
ich hab eben ein Telefonat hinter mir und kann nur noch sagen, verdammt, dagegen geht es mir sowohl gesundheitlich als auch anderweitig glänzend.
Ich versuche es kurz zu fassen, wird aber wahrscheinlich nicht klappen, dafür vorab schon mal sorry!
Der Fall: Frau, Abi, studiert mit 1er Abschluß, IQ 140, durch Erkrankung mittlerweile auf den Rolli angewiesen, bis dato "knallrote" Kämpfernatur.
Wohnhaft in NRW, AG2 Empfängerin, nah an der 50, verh., Ehemann dito al.
Diese Frau ist nicht nur der Arge, vielmehr dem Integrationsamt unterstellt. In ihrer Stadt gibt es beim IA keine Abteilung für Körperbehinderte und sie ist zwangsweise in der einzigen Abteilung, nämlich der für geistig und psychisch Behinderte.
Arbeitsangebot vom IA: Telefonistin in einer Institution, die sich um Schönheit um jeden Preis "kümmert". Vor Ort war man begeistert ob ihrer Quali und sagte ihr die Stellung der Geschäftsführer-Assi zu. Es sollten 3M Arbeitserprobung, dann 6 M Probezeit mit anschließend unbefristeter Übernahme erfolgen.
Schöner Schein!
Der Job vor Ort war dann doch eher Aquise zwecks Neu-Patienten-Gewinnung, der Arbeitsplatz eine Abstellkammer. Nach dem anfänglichen "Schön-getue" permanentes Anbrüllen unter ständigem Hinweis auf ihr optisches Erscheinungsbild, am Mittwoch der Rausschmiss dergestalt, dass sie für eine solche Einrichtung ob ihrer Optik nicht tragbar sei und die Arbeit per Zukunft von zu Hause aus verrichten soll.
So weit, so schlecht, denn wie sich jemand fühlt, dem man mehr direkt als indirekt sagt, sie sind widerlich und wg. ihres Äusseren unseren Patienten/Kunden nicht zumutbar, kann sicher jeder nachvollziehen.
Jetzt habe ich mir erklären lassen, dass sie NICHTS mehr selbst entscheiden darf, z.B. wg. dieser Diskriminierung den AG ablehnen.Auch jedweder evtl. zukünftige AG wird vom IA geprüft, sie kann als intelligente, eigenständige aber eben körperbehinderte Frau nichts mehr alleine entscheiden.Auch eine Selbstständigkeit wird wg. Schwerbehinderung abgelehnt durch das IA. Sie muss Hausbesuche zulassen, bei dem man überprüft, ob sie noch fähig ist, ihren Haushalt zu führen. Und sollte es mit der "Heimarbeit" nicht klappen, Zwangseinweisung" in eine Werkstatt o.ä., denn sie muss ja alles tun, um ihre Arbeitslosigkeit zu beenden.
Ich habe noch viel mehr gehört, dass war eine grobe Zusammenfassung.
Meine Kernfrage:
kann es in D sein, dass nur auf Grund einer Zuweisung in die Abteilung für geistig Behinderte -EBEN WEIL ES KEINE FÜR KÖRPERLICH BEHINDERTE GIBT- auf allen Ebenen entmündigt wird??
Sind wir schon wieder soweit wie vor 60 Jahren, nur diesmal unter dem Deckmäntelchen der Fürsorge? Ich bin fix und alle und hoffe hier auf Ideen, Möglichkeiten, Gedankenanstösse!
Wenn man bei dieser Frau so weiter verfährt, WIRD sie psychisch behindert, denn so wird ja wahrscheinlich ein mißglückter Suicid dargelegt, und ich habe im Gespräch den Gedanken herausgehört.
Ich möchte helfen, aber wie????
Gruß
E.
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Alt 14.04.2006, 20:11   #2
kalle
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von kalle
 
Registriert seit: 05.07.2005
Ort: Selmsdorf
Beiträge: 1.496
kalle
Standard

Da ist ja ein ganz schöner Scherbenhaufen entstanden. Mal langsam aufdröseln. Bei einigen Dingen bin ich mir auch nicht ganz sicher:

1. Das Intergrationsamt kann einen Menschen nicht entwürdigen. Wenn die keine Abteilung für Köperbehinderte haben, dann muss das nächst erreichbare Integrationsamt mit Abteilung für Körperbehinderte eingeschaltet werden. Ob dieser Diskriminierungen würde ich das zuständige Landesintergrationsamt einschalten.

2. Den "Arbeitgeber" würde ich mit einer Anzeige wegen Diskriminierung, Beleidigung usw überziehen. Gleichzeitig würde ich dem eine Schadensersatzklage an den Hals hängen, die sich gewaschen hat. Wenn er um sein ANsehen und das Aussehen seiner Mitarbeiter so besorgt ist, dann hätte er keine Behinderte einstellen dürfen. Hat er aber, also wußte er vorher, was ihn erwartet. Nun so zu argumentieren.......... :motz:
Wahrscheinlich hat er auch noch Zuschüße bekommen. Und die sind jetzt wohl aufgebraucht.

3. Nur weil sie körperlich behindert ist ist sie doch nicht geistig behindert. Solange die Frau als voll Geschäftsfähig eingestuft ist, muß sie sich das nicht bieten lasssen. Auch für sie gilt der Grundsatz: Keine Hausbesuche ohne Durchsuchungsbeschluss. Sie selber entscheidet, welcher Arbeitgeber für sie gut ist. Auch, ob sie in eine Werkstatt für Behinderte muss entscheidet sie selber. Nicht sgegen die Werkstätten, aber so doch nun wirklich nicht.

So ihr diese Dinge schriftlich habt, (aber auch ohne schriftliches) sofort eine Beschwerde beim Übergeordneten Integrationsamt einlegen.
In NRW gibt es ja nur 2 Integrationsämter: In Köl und in Münster. Aber vielleicht hilft auch dieses:

BIH - Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen
Die deutschen Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen haben sich in der Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen (BIH) zusammengeschlossen.

Adresse:

Ernst-Frey-Straße 9
76135 Karlsruhe
Telefon: 07 21 / 81 07 - 219
Telefax: 07 21 / 81 07 - 288
E-Mail: bih@integrationsaemter.de

Ich hoffe, ich habe erst einmal ein wenig weitergeholfen.

Guckt auch mal auf diese Seite: http://www.forsea.de/projekte/2004_m...ch_start.shtml das hat zum Teil auch mit dem Thema zu tun. Im Prinzip wollen die ja Deine Freundinn in eine Institution bringen. Diese Seite kämpft dagegen. Man kann die Leiterin da auch anrufen. Die Frau Bartz ist sehr nett, selber schwer behindert und sehr kompetent
__

Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen
entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen
keinerlei Rechtsberatung dar. Sollte ein h fehlen, liege ich am Notebook und da funzt es nicht. http://www.teudt.de/rolligrafik513.jpg
Mit Dank an Pixelfool
kalle ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.04.2006, 19:30   #3
elena
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard ganz ganz lieben Dank, Kalle!

Ich habe Deinen kompletten Text gestern abend noch sofort weitergeleitet, war aber einfach zu groggy, Dir in aller Form für Deine ausführliche Stellungnahme zu danken. :hug:
Ich werde morgen mit der Bekannten telefonieren, mal sehen, ob sie evtl. wieder ein wenig Mut schöpft.
Es ist echt so grausig, 300KM entfernt zu sitzen, vor Wut und Traurigkeit fast am Platzen, und nichts von der Materie zu verstehen.
Im tacheles wird, was Behinderte angeht, teilweise eine mich sehr befremdende Ignoranz geübt, fast scheint es da so, als ob sich die Gruppe der Alo`s noch mal splittet in "Normal alo und Behindert alo"!
Vielleicht bin aber auch in letzter Zeit zu dünnhäutig geworden.
Auf jeden Fall fühle ich mich mit dem Thema "Behindi" hier doch ein ganzes Stück weit besser aufgehoben.
Allen im Forum sonnige Ostern
E.
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Alt 15.04.2006, 21:04   #4
kalle
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Registriert seit: 05.07.2005
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Beiträge: 1.496
kalle
Standard

Freut mich, wenn ich Euch das ein bisschen aufdröseln konnte. Wenn noch Fragen sind, immer her damit. Bei "Intimen"Dingen gerne auch per pn oder mail. Das sieht da ja nach einiger Arbeit aus. ;)
__

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Alt 16.04.2006, 11:03   #5
gelibeh
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Zitat:
Im tacheles wird, was Behinderte angeht, teilweise eine mich sehr befremdende Ignoranz geübt, fast scheint es da so, als ob sich die Gruppe der Alo`s noch mal splittet in "Normal alo und Behindert alo"!
Mitte 2004 hatte ich nach Behindert und Arbeitslos gegoogelt. Da hab ich in einem Forum gerade mal einen Beitrag gefunden. Ich hatte dann angeregt, einen speziellen Bereich aufzumachen für Behinderte, da Fragen in dem anderen Wust einfach untergehen. Die Diskussionen waren groß, von nicht nötig... wir wollen nicht abgegrenzt werden, klasse Idee usw.
Und wenn ich jetzt sehe, das in den Nachfolgeforen jeweils ein spezieller Forenteil vorhanden ist und der auch gut genutzt wird, denke ich, meine Hartnäckigkeit war richtig.
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
gelibeh ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.04.2006, 11:50   #6
elena
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard @geli

hi, ich denke, Deine Hartnäckigkeit war auf jeden Fall richtig.
Ich bin sehr froh, hier die richtigen Ansprechpartner gefunden zu haben.
Bei aller Sorge um meine Bekannte ist es ja auch so, dass ich selbst betroffen bin, wenn auch ungleich weniger dramatisch. Und Angriffen von Nickhoppern oder permanenten Störern, Maulwürfen ect. bin ich auch nicht immer gewachsen, ist oft tagesformabhängig.
Seid lieb gegrüßt, ich halte Euch auf dem Laufenden
E.
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