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Start > > -> Sozi ignoriert Fremdgutachten

Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 21.03.2006, 17:43   #1
Manuela->Emailproblem
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Manuela
Standard Sozi ignoriert Fremdgutachten

Hallo. Auch ich bin neu hier und habe gleich mal eine Frage.
Ich beziehe ALG II und zu 30% behindert wegen einer angeborenen Hüfterkrankung. Es gab in den letzten 10 Jahren reichlich Untersuchungen vom MDK, sowie drei Gutachten vom Amtsarzt des Arbeitsamtes. Meine Arbeitsvermittlerin vom Sozi sagte mir erst ich solle mal gucken ob ich nicht die Gutachten beschaffen könnte. Hab ich getan und eingereicht. Ein kurzer Blick von ihr und es hies ja gut das reicht mir. Zwei Tage später bekomm ich Post mit Termin zur Begutachtung beim Gesundheitsamt. Da war ich heute. Aussage von dem Arzt heute: also diese ganzen Gutachten hier les ich aber nicht durch, das ist zuviel. Hatte stapelweise Röntgen-, CT- und MRT-Bilder mit. Nur das letzte Röntgenbild wurde angeschaut. Einminütige Untersuchung der Bewegungsfähigkeit der Hüfte. Insgesamt war ich 10 Min beim Arzt drin. Zu Anfangs hies es er würde schauen ob ich 6 oder 3 Std. täglich arbeiten könne. Am Ende der meines Erachtens unzureichenden Begutachtung hies es dann.... nuja sie können doch uneingeschränkt voll arbeiten. Alle Vorgutachten sagen auch Vollzeit aber mit gravierenden Einschränkungen. Nun schwant mir böses aus Richtung Arbeitsvermittlung. Wie soll ich mich verhalten beim Sozi wenn der Bericht da ist? War das Gutachten heute denn überhaupt eins? Gibt es eine Anlaufstelle deren Gutachten höher steht als anderen? Den Arzt heute hat es nicht sonderlich interessiert, was ich erzählt hab: Schlechtes laufen, UAgestützen, oft Schmerzen, starke Bewegungseinschränkung, psychische Probs dadurch, lebensqualität leidet, u.v.a.
Hat jemand Rat für mich?
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Alt 21.03.2006, 18:15   #2
kalle
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kalle
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Ein paar Einzelheiten müßte ich schon wissen:
Wann sind Deine 30 % festgestellt worden.
Was genau war das für eine Untersuchung? Steht im Schreiben.


Natürlich kann man gegen so eine Untersuchung gegen an gehen.
Aber dazu müßte ich Einzelheiten wissen.
Kannst auch ne PN schicken, wenns Dir zu sehr ans eingemachte geht.
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Alt 21.03.2006, 18:34   #3
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Manuela
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Hallo Kalle.... schonmal Dank für Deine Antwort.

Am 12.04.1995 wurde vom Versorgungsamt Verden 30% Behinderung anerkannt.

Für den heutigen Gutachtertermin beim Gesundheitsamt stand im Schreiben "Untersuchung/Rücksprache wegen Prüfung Ihrer Erwerbsfähigkeit"

Wenn Du weitere Angaben brauchst, dann meld Dich bitte. Ich freu mich sehr, dass mir jemand mit Rat zur Seite steht.

Gruß, Manuela
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Alt 21.03.2006, 19:00   #4
kalle
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kalle
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Nun ja, da werden wir wohl mal längeres schreiben müssen :cry:

1. Du solltest umgehend einen Antrag auf Neufeststellung Deiner Schwerbehinderung beim Versorgungsamt stellen. Dieses kannst Du schriftlich , formlos bei Deinem Versorgungsamt machen. Du bekommst dann noch einen Antrag (Formular) zugeschickt. Ausfüllen und wech. Da das Datum der Antragstellung auch hier wichtig ist, kurzen Schrieb und ab.
Wenn ich mir Deine Probleme so durchlese, kommen wir min. auf 60% und G oder mehr.
2. Du stellst, auch formlos bei Deiner Arge einen Antrag auf Gleichstellung mit einem Scwerbehinderten. Dieses ist wichtig, da es mit dem Versorgungsamt einige Zeit dauern kann. Diesem Antrag muß entsprochen werden und dann wird einiges vielleicht leichter.
3. Sollte das Gutachten nicht gut ausfallen können wir immer noch Widerspruch einlegen. Aber das warten wir erst einmal ab.


Nimm erst einmal Punkt 1 + 2 in Angriff.
:daumen:
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Alt 21.03.2006, 19:21   #5
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Manuela
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Hi Kalle.

Punkt 1 und 2 nehm ich sofort in Angriff. Mal sehen was dabei rauskommt. Und den Bericht von der heutigen Begutachtung wart ich mal ab. Da bin ich nun wirklich gespannt drauf.
Ich danke Dir erstmal ganz lieb für Deine Unterstützung.
Sobald ich was neues erfahre melde ich mich.

Lieben Gruß,
Manuela
Manuela ist offline  
Alt 21.03.2006, 19:30   #6
kalle
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kalle
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:daumen: :daumen:
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Alt 22.03.2006, 01:56   #7
Heiko1961
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Heiko1961
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Hallo ihr beide,
ich will mich bei euch nicht einmischen, aber ich habe die Sch...e mit mir und meiner Frau durch.
Zitat:
Ich beziehe ALG II und zu 30% behindert wegen einer angeborenen Hüfterkrankung. Es gab in den letzten 10 Jahren reichlich Untersuchungen vom MDK, sowie drei Gutachten vom Amtsarzt des Arbeitsamtes.
Nicht jeder Arzt ist ein Gutachter. Doch wenn Amtsärzte dich untersucht haben, dann frage ich mich, wozu noch ein Gutachten vom Gesundheitsamt. Ein Gutachten vom Amtsarzt muß anerkannt werden.
Das ist reine Schikane. Widerspruch einlegen.

Zitat:
Am 12.04.1995 wurde vom Versorgungsamt Verden 30% Behinderung anerkannt.
Im allgemein meldet sich das Versorgungsamt von selbst, wenn es ein neues Gutachten benötigt. Solltest du als chronisch krank eingestuft sein, bleiben deine Prozente bestehen. Es sei denn, es verschlechtert sich. Dann mußt du nachschieben.

Bei der Arge brauchst du keinen Antrag auf Gleichstellung stellen. Die haben damit nichts zu tun. Du hast von Versorgungsamt 30 % bekommen. Ab 30% bist du gleichgestellt. Das müssen die von der Arge akzeptieren.
Wie gesagt, wir haben es durch.
Bitte auch daran denken, früher wurden die Prozente einzelner Krankheit addiert. Das ist heut nicht mehr so. Die Prozente der Krankheit die überwiegt, wird berücksichtigt.

Ich hoffe, ich konnte helfen.
Gruß, Heiko :)
Heiko1961 ist offline  
Alt 22.03.2006, 02:21   #8
DJL-HH
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DJL-HH
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Zitat von Heiko1961
Bitte auch daran denken, früher wurden die Prozente einzelner Krankheit addiert. Das ist heut nicht mehr so. Die Prozente der Krankheit die überwiegt, wird berücksichtigt.
Sorry, aber das ist so leider nicht ganz korrekt.

Der GdB setzt sich insgesamt zusammen, soll heißen:
Krankheit A würde X GdB ergeben; Krankheit B würde X GdB ergeben; Krankheit C würde X GdB ergeben = Gesamtbeurteilung des Gesundheitszustandes und Feststellung des Gesamt-GdB's.

Mein persönliches Beispiel:
Krankheit 1: 30%
Krankheit 2: 10%
Krankheit 3: 20%
Gesamt: 50 % GdB

Zitat:
"...Liegen mehrere Beeinträchtigungen der Teilhabe am Leben in der Gesellschaft vor, wird der Grad der Behinderung nach den Auswirkungen der Beeinträchtigungen in ihrer Gesamtheit unter Berücksichtigung ihrer wechselseitigen Beziehungen festgestellt... "(§§ 2, 69 SGB IX)
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Zuversicht ist Einsicht auf Aussicht...
DJL-HH ist offline  
Alt 22.03.2006, 02:53   #9
Heiko1961
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Heiko1961
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Das ist es ja.
Wechselseitige Beziehung. Andere Krankheiten müssen mit der eingestuften Krankheit in Verbindung stehen. Hat aber eines mit dem anderen nichts zu tun, werden sie nicht addiert.

Gruß, Heiko
Heiko1961 ist offline  
Alt 22.03.2006, 10:31   #10
kalle
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kalle
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Da verwechselst Du was: auch unterschiedliche Krankheiten können in Wechselwirkung zueinander stehen. Deshalb können auch unterschiedliche Krankheiten zu einem Gesamt GdB gerechnet werden.

Und wenn Deine Arge das mal alles so anerkannt hast, dann hast Du Glück oder einen guten SB gehabt. Im Normalfall muss das Beantragt werden. Und uns wurde bei Antragstellung z.B. gesagt, das gibt es nicht, das gibts erst ab 50 %. Ich mußte die Dame dann erst einmal "aufklären" . Und wenn Du mal den entsprechenden Gesetzestext liest (gerade nicht zur hand) da steht : Auf Antrag kann ..........
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Alt 22.03.2006, 11:22   #11
gelibeh
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Siehe mal Hier:

Zitat:
Es ist ebenfalls möglich, Personen mit einem Grad der Behinderung von weniger als 50%, aber wenigstens 30% den Status eines Schwerbehinderten zuzuerkennen, wenn sie infolge ihrer Behinderung ohne die Gleichstellung einen geeigneten Arbeitsplatz nicht erlangen oder nicht behalten können. Die Gleichstellung erfolgt durch das für den Wohnort zuständige Arbeitsamt. Den Antrag müssen Sie unmittelbar beim Arbeitsamt unter Vorlage des Feststellungsbescheides des Versorgungsamtes oder des sonstigen Bescheides über die Höhe eines GdB stellen. Die Gleichstellung wird mit dem Tag des Eingangs des Antrages wirksam.
http://www.intakt.info/information/schwerbehindert.htm
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
gelibeh ist offline  
Alt 22.03.2006, 11:32   #12
kalle
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kalle
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Alt 22.03.2006, 13:17   #13
Heiko1961
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Heiko1961
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Okay,
ich habe einen GdB von 50 %. Habe deshalb auch einen Schwerbehindertenausweis. Den habe ich aber schon seit 1998. Da war ich noch berufstätig.
Ich finde auch, das liegt oft am SB von der Armutsgemeinschaft.

Ich habe mich blöde ausgedrückt. Unterschiedliche Krankheiten ja. Aber sie müssen in Wechselwirkung zueinander stehen.
Aber da versuchen die Behörden auch noch dran zu drehen. Ob ja oder nein. :dampf:

Gruß, Heiko ;)
Heiko1961 ist offline  
Alt 22.03.2006, 14:32   #14
Manuela->Emailproblem
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Manuela
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Zitat:
Nicht jeder Arzt ist ein Gutachter. Doch wenn Amtsärzte dich untersucht haben, dann frage ich mich, wozu noch ein Gutachten vom Gesundheitsamt. Ein Gutachten vom Amtsarzt muß anerkannt werden.
Das ist reine Schikane. Widerspruch einlegen.
Hallo Heiko.
Also: es gibt drei "Ärztliche Gutachten" vom Aamt. 25.01.1995, 05.01.1998, 12.03.2004. 1995 und 1998 sehr umfangreich untersucht, ca. 1 Std. 2004 nach Aktenlage entschieden. 2004 hies es: "med. Reha geht vor berufliche". Das Aamt sagte es könne mich nicht vermitteln, ich erhalte weiter meine Bezüge ohne Nachteile. War auch so. Dann kam ALG II. 12/05 erstes Gespräch mit Arbeitsvermittlerin vom Sozi. Habe auf meine gesundheitl. Probs hingewiesen, sollte wenn möglich sämtl. Gutachten, Berichte, etc. reinreichen. Hab ich getan. Aussage Sozi 01/06: das wäre ausreichend. Wenige Tage später kam der Termin fürs Gesundheitsamt. Auf meine Frage hin was DAS nu solle hies es, das Sozi arbeite nicht mit dem Aamt zusammen und könne somit die Gutachten nicht verwenden. Ich könne da beruhigt hingehen, es ging lediglich darum nochmal zu schauen wie der Stand der Dinge sei. Nagut, ich also gestern dahin. Was mich wirklich gestört hat.... das Gespräch mit der Schreibkraft des Arztes war länger als das mit dem Arzt. Es ging aber mehr um meinen Lebenslauf als über gesundheitliches. Ist eine so kurze und meines Erachtens ungenaue Untersuchung wie oben bereits geschrieben wirklich aussagekräftig genug für ein Gutachten? Der Arzt hat mir keinerlei Fragen zur Hüfterkrankung gestellt, lediglich ein RÖ-Bild angeschaut, obwohl ich umfangr. Material dabei hatte! Als er nach wenigen Min. sagte "fertig" hab ich gefragt was sein Ergebnis sei. Das Ergebnis: "nuja sie können doch uneingeschränkt voll arbeiten". Dem ist aber nicht so! Schon viele Alltagserledigungen machen mir Probs. Das kann doch alles nicht angehen. Ich war so platt, ich konnt nix mehr sagen und bin rausgerauscht. Hätte da mal auf'm Tisch hauen sollen. Oder? Mir bleibt jetzt nur abwarten was im Bericht stehen wird und dann, so wie ich böse ahne, Einspruch erheben. Aber dann gibt es sicher wieder eine Untersuchung. Aber wo und bei wem? Zum dem von gestern geh ich nicht nochmal. Gibt es eine unabhängige Gutachterstelle, die höher gestellt ist als andere? So langsam hab ich die Schn...e voll von den sogenannten "Begutachtungen".
Was halt auch problematisch ist... ich habe nicht jeden Tag die gleichen Schmerzen. Manchmal geht es 2-3 Tage wunderbar und dann geht wieder fast gar nix mehr.

Sorry, irgendwie kann ich mich nicht kurz fassen.
Manuela ist offline  
Alt 22.03.2006, 19:45   #15
kalle
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kalle
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@ Heiko1961:
Die Beziehungen untereinander sind aber sehr weit gefasst. Und so auch nicht richtig. Du kannst für z.B. Taubheit einen Gdb vo 40 % bekommen und für Deine Gehbehinderung 60 %. Gesamt kann dann ein GdB von 70 % herauskommen. (schon erlebt). Wo ist die Beziehung von Taubheit und Gehbehinderung?

@ Manuela:
So ganz verstehe ich die Zusammenhänge nicht ganz. Du bekommst von der Arge Leistungen nach SGBII, oder? Dann ist der Amtsarzt der Arge, also meistens Arbeitsamt zuständig. Aber auch die Sachbearbeiter der Arge.

Oder Du bekommst Grusi nach SGB XII, dann wäre der Gesundheitsamtsarzt zuständig. Dann würdest Du aber nicht mehr in Arbeit vermittelt werden müssen.

Vielleicht gibst Du da ein wenig mehr "Futter". So genau kann ich sonst nix sagen.
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Alt 22.03.2006, 20:14   #16
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Manuela
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Hi Kalle.

Alsooo: ich bekomme vom Sozialamt ALG II. Das Sozialamt hier hat eine eigene Arbeitsvermittlung über den Landkreis, die mich nun am Schlawittchen hat. Die Beraterin von der Arbeitsvermittlung des Sozialamtes/Landkreises hat den Gutachtertermin beim Gesundheitsamt anberaumt.
Ich soll nach einer Eingliederungsvereinbarung nach §15 SGB II zur beruflichen Integration von erwerbsfähigen Hilfebedürftigen mit dem Ziel der Eingliederung in Arbeit vermittelt werden.

Wenn Du noch mehr "Futter" brauchst, dann lass es mich wissen. "Nachschlag" ist immer drin.
Manuela ist offline  
Alt 22.03.2006, 20:21   #17
DJL-HH
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DJL-HH
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Zitat von Kalle
Wo ist die Beziehung von Taubheit und Gehbehinderung
Antwort: Nirgends ;)

Also...
Ich habe 2 Behinderungen, zzgl. einer "psychischen Minderbelastbarkeit" (wie auch immer sich das nun auf meine Persönlichkeit auswirkt... :pfeiff: ), beide Behinderungen einzelnd betrachtet wären jeweils 30%, tatsächlich hab ich aber einen GdB von 50.
Entscheidend ist die Betrachtung der Gesundheitseinschränkung (sowohl physisch wie auch psychisch) insgesamt für den Einzelnen, daraus resultiert dann eine Feststellung- und setzung der Behinderung insgesamt für den Menschen.

Weil... mehr als einen GdB von 100 kann man nicht erhalten ;) (zzgl. Merkmale).
Ich bin blind, taub, defekte Wirbelsäule, chronisch und psychisch krank... jedes einzelnd gesehen würde, keine Ahnung, einen GdB von 40-60 rechtfertigen, das würde dann ja einen GdB von 200 bis 300 GdB ergeben ;), ergo wird das Krankheitsbild insgesamt beurteilt und ein GdB von 100 erteilt (sach ich mal so :) )

Gruß DJL 8)
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DJL-HH ist offline  
Alt 22.03.2006, 20:27   #18
kalle
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kalle
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Also ne Optionskommune. Trotzdem solltest Du auf einer Untersuchung durch einen Amtsarzt der AfA bestehen. Die Gesunndheitsamtsärzte untersuchen sonst immer im Namen des Sozialamtes, wenn einer Grusi nach SGBXII bekommen soll. Die schreiben selbst Komapatienten arbeitsfähig. :lol:

So, ich habe mir den Thread jetzt noch mal im Ganzen angeschaut.
M.E. nach gehörst Du ganz dringend auf ine höhere GdB Zahl gebracht.
Mache umgehend die obigen, von mir beschriebenen Anträge. Das ist erst einmal das wichtigste. Und stelle bitte auch einen Antrag auf Überprüfung der Erwerbsfähigkeit durch einen Amtsarzt der AfA oder Arge.
Wenn die nicht wollen, Gutachten abwarten und Widerspruch einlegen. Dann könnte der Medizinische Dienst der Rentenversicherung eingeschaltet werden. Die sind die "oberste Meinung" in Sachen Erwerbsfähigkeit und Spruchstelle. Das Gutachten muß / sollte dann von Deiner SB anerkannt werden.

Abr ganz Wichtig: Mach die obigen Schritte. Wenn erstmal das alles anerkannt ist, dann ist einiges leichter.
Bei manchen Anträgen z.B. genügt dann der Behindertenausweis. Eine neue Untersuchung ist dann nicht mehr nötig.
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Alt 22.03.2006, 20:52   #19
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DJL-HH
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Wenn Du mit Deiner angeborenen Hüfterkrankung 30% erhälst, was, so lese ich das, im Jahre 1995 festgestellt worden ist, und Deine Behinderung sich ganz offenbar nicht verbessert hat im Laufe der Jahre, ganz im Gegenteil, liegt es wirklich auf der Hand auf einer erneuten Feststellung Deines GdB's.

Ich habe 2 Bandscheibenvorfälle und degenerative Wirbelsäulenschäden, sowohl im LWS- wie auch im HWS-Bereich, und allein dafür schon einen GdB von 30 erhalten (klar, kein "Richtwert", aber interessant zu wissen, was es "geben" kann).

Also, wie Kalle sagt, ab zum Versorgungsamt und einen Neufeststellungsantrag nach dem Schwerbehindertengesetz stellen, vergiss im Antrag nicht zu erwähnen, Dein Hausarzt soll entsprechendes formulieren, dass Du psychische Probleme aufgrund Deiner Behinderung hast, fliesst, wenn nicht schon im Erstantrag 1995 geschehen, ebenfalls in die Gesamtbewertung Deines Gesundheitszustandes mit ein.

Gruß DJL
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Alt 22.03.2006, 21:02   #20
Atlantis
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Bei ALGII ist die Bundesagentur mit amtsarzt zuständig und nicht die
optionkomune mit ihrem amtsarzt vom gesundheitsamt.
Atlantis ist offline  
Alt 22.03.2006, 21:43   #21
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Huhuuu...

ich muß mal eben vom Hauptthema ablenken.

IHR SEID SUPER. :daumen: Bei Euch fühle ich mich wohl. Es ist schön mit Menschen diskutieren zu können, die ähnliche Probleme haben. Dank an alle, die mir so super mit Rat zur Seite stehen!

@Kalle: die formlosen Anträge sind heute per Post raus.

@Atlantis:
Zitat:
Bei ALGII ist die Bundesagentur mit amtsarzt zuständig und nicht die optionkomune mit ihrem amtsarzt vom gesundheitsamt.
Obwohl ich ALG II vom Sozialamt, wo ich auch meine Verlängerungsanträge stelle, beziehe? Wenn dem so ist wie Du schreibst.... gibt es dazu irgendwas offizielles wie Rechtsprechung, Gesetz, Urteil, etc.? Wenn ja, dann brauch ich dringend einen Verweis wo ich dazu näheres finde.
Danke schonmal für Deine Mühe.
Manuela ist offline  
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