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Start > > -> Anspruch auf 35% Mehrbedarf bei Eingliederungshilfe?

Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 28.02.2006, 16:42   #1
sebastian->Emailproblem
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Registriert seit: 29.10.2005
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sebastian
Standard Anspruch auf 35% Mehrbedarf bei Eingliederungshilfe?

Hallo,
ich hätte eine Frage:
Wann hat man denn Anspruch auf 35% Mehrbedarf?
Im neuen Gesetz steht da was von "Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben"
. Ist dies das Gleiche wie im guten alten BSHG die Eingliderungshilfe war?
Kann man dann z.b. wenn wohntraining und/oder Arbeitstraining bewilligt wurde die 35% geltend machen? (Wird ausdrücklich unter dem Begriff Ein giederungshilfe laufen)
Wer kann mir deswegen weiterhelfen

MFG und danke

Sebastian


PS: viele Grüße von meinem Kumpel. ALGII ergänzend wurde bewilligt ihr seid ein cooler Verein.
sebastian ist offline  
Alt 01.03.2006, 23:45   #2
Barney
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Wo hast du denn diesen Mehrbedarf gefunden? Es gibt unterschiedliche Mehrbedarfe, z.B. für krankheitsbedingte Ernährung, für Alleinerziehende Studentinnen, Mehrbedarf für Enkelkinder im Haushalt, für Gehbehinderte.

Wo also hast du den von dir genannten Mehrbedarf gefunden?
 
Alt 02.03.2006, 00:13   #3
kalle
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kalle
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Dieses betrifft nur Schwerbehinderte

Der Mehrbedarf von 35 % bekommen Schwerbehinderte, welche eine Eingliederungsmaßnahme bekommen. Dieses kann ein Kurs sein, aber auch Praktikas, Schulungen, Umschulungen........
Es können auch Rehamaßnahmen von anderen Trägern sein wie LVA oder Krankenkasse, oder...... .
Der Bescheid reicht aus um den Anspruch zu Begründen.
Eine reine , regeläßige Beratung zur Arbeitsaufnahme zählt nicht.

Hab ich jetzt mal so aus dem Gedächtnis geschrieben.
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Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen
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Alt 07.03.2006, 11:21   #4
DJL-HH
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DJL-HH
Standard

... mal dazu auch eine Frage hat:
Wie sieht es mit Ein-Euro-Job's aus?
Steht einem der (begründete) Mehrbedarf auch zu, wenn er einen Zwangs-1€ ausüben muss?

thx, DJL 8)
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Alt 07.03.2006, 11:46   #5
kalle
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kalle
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Das kann ich Dir so gar nicht sagen. Aber:
Es steht da ja, das es eine Maßnahme zuwecks Arbeit sein muss.
Wäre sicherlich mal einen Antrag wert.

Ich werde da mal ein wenig graben. :mrgreen:
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Alt 07.03.2006, 11:56   #6
DJL-HH
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DJL-HH
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Danke Kalle :)

Wenn wir es mal durchrechnen würden...

>>> Regelleistung
>>> Mehrbedarf kostenaufwendiger Ernährung
>>> Aufwandsentschädigung durch Tätigkeit eines 1€-Jobs
>>> Mehrbedarf 35% vom Regelsatz
>>> (zzgl. ggf. Anspruch Übergangsgeld Alg1 zu Alg2)

zzgl. KDU...

ich kanns mir eigentlich nicht vorstellen :icon_kinn:

DJL
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Alt 07.03.2006, 13:10   #7
kalle
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kalle
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Schade eigentlich, vom Ein-Euro-Job steht da leider nix :cry:

(4) Für behinderte Menschen, die das 15. Lebensjahr vollendet haben und denen Eingliederungshilfe nach § 54 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 bis 3 geleistet wird, wird ein Mehrbedarf von 35 vom Hundert des maßgebenden Regelsatzes anerkannt, soweit nicht im Einzelfall ein abweichender Bedarf besteht. Satz 1 kann auch nach Beendigung der in § 54 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 bis 3 genannten Leistungen während einer angemessenen Übergangszeit, insbesondere einer Einarbeitungszeit, angewendet werden. Absatz 1 Nr. 2 ist daneben nicht anzuwenden.


§ 54
Leistungen der Eingliederungshilfe

Text ab 01.01.2005

(1) Leistungen der Eingliederungshilfe sind neben den Leistungen nach den §§ 26, 33, 41 und 55 des Neunten Buches insbesondere

1. Hilfen zu einer angemessenen Schulbildung, insbesondere im Rahmen der allgemeinen Schulpflicht und zum Besuch weiterführender Schulen einschließlich der Vorbereitung hierzu; die Bestimmungen über die Ermöglichung der Schulbildung im Rahmen der allgemeinen Schulpflicht bleiben unberührt,

2. Hilfe zur schulischen Ausbildung für einen angemessenen Beruf einschließlich des Besuchs einer Hochschule,

3. Hilfe zur Ausbildung für eine sonstige angemessene Tätigkeit,

4. Hilfe in vergleichbaren sonstigen Beschäftigungsstätten nach § 56,

5. nachgehende Hilfe zur Sicherung der Wirksamkeit der ärztlichen und ärztlich verordneten Leistungen und zur Sicherung der Teilhabe der behinderten Menschen am Arbeitsleben.

Die Leistungen zur medizinischen Rehabilitation und zur Teilhabe am Arbeitsleben entsprechen jeweils den Rehabilitationsleistungen der gesetzlichen Krankenversicherung oder der Bundesagentur für Arbeit.

(2) Erhalten behinderte oder von einer Behinderung bedrohte Menschen in einer stationären Einrichtung Leistungen der Eingliederungshilfe, können ihnen oder ihren Angehörigen zum gegenseitigen Besuch Beihilfen geleistet werden, soweit es im Einzelfall erforderlich ist.
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Alt 09.03.2006, 01:42   #8
DJL-HH
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Beiträge: 143
DJL-HH
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*Taschentuch reicht* ;)

Danke für Deine Bemühung.
Ich denke, man kann es ja, sollte man einen GdB haben und zu einem Ein-Euro-Job berufen werden, einfach mal antesten und beantragen, schaden tuts sicher nix.
__

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Alt 10.03.2006, 13:43   #9
evahb->Emailproblem
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Beiträge: 242
evahb
Standard Eingliederungsvereinbarung

Hallo Kalle, bis jetzt habe ich die mir vorliegende Eingliederungsvereinbarung noch nicht unterschrieben,da ich Rücksprache mit dem VdK halten möchte.In den Beiträgen wird von 35 Mehrbedarf für Schwerbehinderte geschrieben,ist diese Eingliederungsvereinbarung bereits eine Eingliederungshilfe?Steht mir nach Unterzeichnung der Vereinbarung ein Mehrbedarf zu?Habe einen GdB von 70. :?

Gruß Evahb
__

"Tu erst das Notwendige,dann das Mögliche und plötzlich schaffst du das Unmögliche."
evahb ist offline  
Alt 10.03.2006, 14:26   #10
kalle
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Beiträge: 1.496
kalle
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Soweit ich weiß nicht, es sei denn es sind dort konkrete Maßnahmen enthalten, wie Reha, oder gezielte MAßnahmen, die von der AfA gefördert werden.
__

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Alt 10.03.2006, 18:07   #11
Barney
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Zitat:
(2) Erhalten behinderte oder von einer Behinderung bedrohte Menschen in einer stationären Einrichtung Leistungen der Eingliederungshilfe, können ihnen oder ihren Angehörigen zum gegenseitigen Besuch Beihilfen geleistet werden, soweit es im Einzelfall erforderlich ist.
Kalle, weißt du zufällig, was es bedeutet "von Behinderung bedrohte"r Mensch zu sein?

Ich dachte immer, entweder man ist behindert oder eben nicht. :icon_kinn:

@ evahb,
die EV ist noch keine Eingliederungsmaßnahme, sondern der Vertrag dazu. Darin muß alles festgeschrieben, also vertraglich geregelt werden, was für deine Wiedereingliederung in den 1. Arbeitsmarkt notwendig ist. Und zwar ganz speziell für dich.

Also auch ein zusätzlicher Mehrbedarf, wenn er ansonsten eine Kann-Bestimmung ist, oder die Fahrkosten, wenn du lt. dieser Vereinbarung irgendwo hinfahren mußt, wenn sie die üblicherweise gezahlten Cents übersteigen. Oder Bewerbungskosten, die ja sonst auch nur eine Kann-Leistung sind. Werden in dieser Vereinbarung, die für beide Seiten bindend sind, eine bestimmte Anzahl von Bewerbungen verlangt, gehört auch das Geld dazu, dass du dann bekommst, um dich zu bewerben. In der Regelleistung ist es nicht enthalten.

Solltest du lt. EV irgendwo eingesetzt werden, wo man Arbeitsschutzkleidung tragen mußt, z.B. besonderes Schuhwerk, gehört es m. E. auch in diese Vereinbarung.

Und im Falle eines behinderten oder von Behinderung bedrohter Menschen (hab ich gerade gelernt) gehört auch ein Mehrbedarf rein, wenn er ansonsten eine Kann-Bestimmung ist. Ich würde ihn, um anschließendem Streit oder Widerspruch aus dem Weg zu gehen, in jedem Fall reinnehmen. Sollte dein PAP meinen, es sei doch geregelt, kannst du ihm ja mit den Worten "Es kann ja nichts schaden", den Wind aus den Segeln nehmen. ;)
 
Alt 10.03.2006, 18:20   #12
kalle
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kalle
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Tja, Barney, im Prinzip ist es ganz einfach:
Wenn Du eine Behinderung hast ist alles klar.

Aber nun nehmen wir eine Krankheit oder einen Unfall. Dann bist Du noch nicht behindert.
Also eine z.B. seelische Krankheit. Diese wird zwar behandelt (Pillen) aber ohne Tiefenpsychologische Therapie kann diese immer schlimmer werden. Bis zu einer Behinderung. Dann wärst Du von Behinderung bedroht.

Und hier greift dann eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Förderung um zu verhindern, das eine Behinderung eintritt. Deshalb können von Behinderung bedrohte Menschen auch Leistungen der Eingliederungshilfeverordnung erhalten.

Ist ja billiger, eine Behinderung zu vermeiden. Und auch besser.

Obiges ist natürlich nur ein dummes Beispiel, aber mir fiel gerade nix besseres ein. :mrgreen:
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Alt 10.03.2006, 22:05   #13
Barney
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Zitat:
Obiges ist natürlich nur ein dummes Beispiel, aber mir fiel gerade nix besseres ein.
Danke, Kalle! Ist doch ein gutes Beispiel. Es erklärt doch, warum in den Ämtern soviele eine Zulage bekommen. :P
 
Alt 10.03.2006, 22:32   #14
kalle
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kalle
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Ja ja , die Arge als Tiefenpsychologische Therapie :x :x :lol: :lol: :lol: :P
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