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Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege

Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


Konsequenzen, wenn man mit Gutachter/ ÄD nicht redet

Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege

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Alt 27.06.2018, 13:19   #1
klebeband
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Standard Konsequenzen, wenn man mit Gutachter/ ÄD nicht redet

Meine letzten Erfahrungen mit Gutachter vom Gesundheitsamt und dem ÄD der Arge waren nicht besonders schön.

Mein(e) Fallmanager(in) hat schon angedeutet mich noch mal zum ÄD oder Gutachter zu schicken. Vermutlich sogar zu einem psychiatrischen Gutachter, weil zuvor der berufspsychologische Berater bei der Arge und bei der Reha-Abteilung der Arge mir aufgrund meinen körperlichen Beschwerden Depression einreden wollten. Möglicherweise stimmt es sogar. Ich fühle mich depressiv, aber habe es nicht zugegeben.

Das erste Gutachten ging um meine körperliche Beschwerden. So wie ich den Gutachter verstanden habe dachte er vermutlich, dass ich mit meinem noch jungen Alter (Ende 20) zumindest eine Ausbildung schaffen würde oder sollte. Hat bis heute nicht geklappt. Nach dem Gutachten war ich bei der Arge-Reha Abteilung und wurde als nicht ausbildungsfähig bezeichnet und wieder zurück zum Jobcenter geschickt.

Jetzt also denkt man dort wieder über neues Gutachten nach. Keine Ahnung ob beim Gesundheitsamt oder ÄD.

Welche Konsequenzen würden mir drohen, wenn ich zu einem möglichen Gutachter-Termin gehe, aber einfach nichts sage oder sogar mitten während der Untersuchung einfach gehe ?

Ich habe aufgrund eines schweren Unfalls neuropathisch Schmerzen, aber bin deswegen in keiner Behandlung. Bekomme nur regelmäßig Pillen vom Hausarzt dagegen, die nichts bringen. War bei zig Ärzten um herauszufinden woher/ wieso die Schmerzen kommen und was man dagegen tun kann. Bisher konnte oder wollte mir kein Arzt helfen. Gehe deswegen nur noch selten zu Ärzten und traue denen nicht mehr.

Ich bin der Meinung, dass ich keine 5-8 Stunden arbeiten kann. Selbst 4 Stunden Arbeit waren in einer Maßnahme an der Grenze. War aber auch körperlich anstrengend.
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Alt 27.06.2018, 14:53   #2
FrauRossi
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FrauRossi
Standard AW: Konsequenzen, wenn man mit Gutachter/ ÄD nicht redet

Es kann ja nur zum Nachteil sein, wenn du nicht redest.
Sei dir aber mal bewusst, wie du dir überhaupt die Zukunft vorstellst.
Es gibt auch halbtags Ausbildungsplätze
FrauRossi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.06.2018, 15:59   #3
klebeband
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Standard AW: Konsequenzen, wenn man mit Gutachter/ ÄD nicht redet

Meine Zukunft wird auch mit einer Ausbildung nicht besser.
Bei der Reha-Abteilung haben die keine Ausbildung (halbtags) angeboten, geschweige denn ins Gespräch gebracht. Ich bin jetzt fast ein Jahrzehnt beim Jobcenter und die haben mich größtenteils in Ruhe gelassen, weil sie sogar nicht wirklich was tun können um mir zu helfen. Ich bin meiner Meinung nach nicht vermittelbar. Erstens wegen den körperlichen Einschränkungen und zweitens kommen langsam noch wegen den ganzen Umständen psychische Probleme hinzu. Selbst bei der AGH hatte ich Probleme.

Am besten wäre einfach, dass ich bei der Grundsicherung lande.
Rente würde ich eh nicht bekommen.
Dann lebe ich halt vom HartzIV-Niveau der Grundsicherung.
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Alt 27.06.2018, 17:40   #4
Incubus
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Incubus
Standard AW: Konsequenzen, wenn man mit Gutachter/ ÄD nicht redet

Zitat von klebeband Beitrag anzeigen
Rente würde ich eh nicht bekommen.
Woher weißt du das?
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Alt 27.06.2018, 18:07   #5
klebeband
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Standard AW: Konsequenzen, wenn man mit Gutachter/ ÄD nicht redet

Nach meinem Zivildienst hatte ich meinen Unfall und seitdem keinen Job gehabt und nichts eingezahlt. Außerdem habe ich vor einiger Zeit mal aus Neugier bei der Rentenversicherung nachgefragt.
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Alt 28.06.2018, 06:11   #6
TazD
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Standard AW: Konsequenzen, wenn man mit Gutachter/ ÄD nicht redet

Du verwechselst hier deinen Rentenanspruch mit dem Anspruch nach SGB XII.
Meiner bescheidenen Meinung nach, wäre es gerade aufgrund deiner Situation sinnvoll, dass dich der ÄD begutachtet und dann zu dem Schluss kommt, dass du nicht mehr erwerbsfähig bist. Dafür musst du natürlich mit denen reden und auch ein bisschen zusammenarbeiten.
Das Ziel wäre dann vom SGB II (--> JC) ins SGB XII (--> "Sozialamt") zu wechseln, weil du dann die Grundsicherung erhältst, aber nicht den Sanktionsmöglichkeiten im JC unterliegst.
__

audiatur et altera pars [lat.: Man höre auch die andere Seite. ]
fiat iustitia [lat.: Es möge Gerechtigkeit geschehen. ]
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Alt 29.06.2018, 18:15   #7
Muzel
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Standard AW: Konsequenzen, wenn man mit Gutachter/ ÄD nicht redet

Ich würde auf jeden Fall etwas sagen. Ein Schweigen kann als Verstoß gegen deine Mitwirkungspflichten ausgelegt werden, §§ 60 ff SGB I.
Es ist auch sehr unklug. Du möchtest doch dass dir der der Gutachter hilft und nicht schadet. Wenn sich die Schwiegermutter bei ihm angekündigt hat, ist er so wieso sauer und du ihm dann auch nichts sagst, ist er ganz eingeschnappt. Psychiater sind eine ganz besondere Sorte Mensch.
__

Wer Rechtschreibfehler findet, kann sie behalten.
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Alt 29.06.2018, 19:10   #8
verona
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verona verona verona verona verona verona
Standard AW: Konsequenzen, wenn man mit Gutachter/ ÄD nicht redet

Unangenehm ist eine psychiatrische Untersuchung garantiert. Doch auf Stur zu schalten, wird der Arzt nicht wohlwollend, eher pathologisch, betrachten. Sage, dass du selbstverständlich arbeiten möchtest. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Ärzte dann denken, man überschätzt sich. Egal wie der sich entscheiden wird, ggf. Teilzeit oder Vollzeit, es ist dann immer noch die große Frage, ob dich ein AG nach Langzeitarbeitslosigkeit einstellt. Zumal du hier auch wahrheitsgemäß sagen musst, wenn diverse berufliche Einschränkungen vorliegen.
__

„Angesichts der Vielzahl von Bedürftigen muss man sparsam sein mit seiner Verachtung.“

François-René de Chateaubriand
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Alt 11.07.2018, 10:52   #9
nicefull
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Standard AW: Konsequenzen, wenn man mit Gutachter/ ÄD nicht redet

Ich kann deine Gefühlschaos sehr gut nachvollziehen. Ich habe aktuelle diegleiche Situation. Ich habe auch schon sehr negative Erfahrungen beim Amtsarzt gemacht. Ich hatte das Problem, dass ich durchaus gesprächsbereit war, aber der Arzt mich immer wieder unterbrochen hatte und sagte: ihr scheiß Gelabber interessiert mich gar nicht. Er sagte, ich schreibe, dass Sie im Archiv der Stadt sinnlos Akten archivieren möchten. Er sagte weiterhin, dass ich ein Spinner bin und meine genanten Einschränkungen medizinisch gar nicht geben würde.

In dieser Situation hätte ich am liebst auch nichts mehr gesagt. Was ich aber gemacht habe, meinen Notizzettel rausgeholt und alles was drauf stand einfach stur vorgelesen. Dann habe ich gesagt, mehr kann ich nicht beitragen. Sie machen ja eh was Sie wollen.

Letztlich wurde angeblich kein Gutachten gefertigt. Warum auch immer. Der Fall ging einfach zurück.

Ich finde die Frage trotzdem berechtigt. Wenn jemand nichts sagt, kann doch eigentlich auch kein Gutachten gefertigt werden? Es könnte zwar die Mitwirkungspflicht angegriffen werden, aber letztlich kann doch so keine Einschätzung abgegeben werden aus der irgendwelche Konsequenzen abgeleitet werden können.
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Alt 11.07.2018, 11:34   #10
Nena
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Nena Nena Nena
Standard AW: Konsequenzen, wenn man mit Gutachter/ ÄD nicht redet

Zitat von nicefull Beitrag anzeigen
Wenn jemand nichts sagt, kann doch eigentlich auch kein Gutachten gefertigt werden?
Zum Beispiel:
"Mir liegen keinerlei Informationen/Erkenntnisse vor, die eine Einschränkung rechtfertigten. Patientin ist somit voll einsetzbar."
-> auf ZAF-Drei-Schicht-VV nicht beworben? -> 30%
usw...
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Alt 12.07.2018, 14:18   #11
Muzel
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Standard AW: Konsequenzen, wenn man mit Gutachter/ ÄD nicht redet

Denkbar ist auch dass der Gutachter den psychiatrischen Notdienst ruft. Ich wollte jedenfalls das nicht ausprobieren wollen.
Die einfachste Variante ist, dass er ein Gutachten nach Aktenlage und seinem persönlichen Eindruck von dir anfertigt. Wie dir das gefällt, weiß ich nicht.
__

Wer Rechtschreibfehler findet, kann sie behalten.
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Alt 12.07.2018, 20:15   #12
nicefull
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Zitat von Nena Beitrag anzeigen
Zum Beispiel:
"Mir liegen keinerlei Informationen/Erkenntnisse vor, die eine Einschränkung rechtfertigten. Patientin ist somit voll einsetzbar."
-> auf ZAF-Drei-Schicht-VV nicht beworben? -> 30%
usw...
Ja gut, sehe ich ein. Dann vielleicht die Variante, dass man ein Blatt abgibt auf dem sämtliche Einschränkungen stehen. Dies soll man ja eh voher machen.
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Alt 13.07.2018, 14:42   #13
saurbier
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Standard AW: Konsequenzen, wenn man mit Gutachter/ ÄD nicht redet

Hallo klebeband,

Zitat:
Welche Konsequenzen würden mir drohen, wenn ich zu einem möglichen Gutachter-Termin gehe, aber einfach nichts sage oder sogar mitten während der Untersuchung einfach gehe ?
Nun dazu wurde schon viel gesagt.

Ich kann dazu nur sagen, daß dümmste was man machen kann. Damit verweigert man sich indirekt einer Begutachtung und liefert sich voll dem Gutachter aus.

Zitat:
Ich habe aufgrund eines schweren Unfalls neuropathisch Schmerzen, aber bin deswegen in keiner Behandlung.
Genau da dürfte doch der Hund begraben liegen.

Du schreibst du bist unter 30 und seit fast einem Jahrzent beim JC.

Was bitte glaubst du denn wie es weiter gehen soll. Glaubst du ernsthaft das man dir weiterhin jeden Monat einfach so Geld zahlt.

Wer krank ist, der will doch auch behandelt werden, damit die Krankheitssymtome verschwinden.

Wer an schmerzen - aus welchen Gründen auch immer leidet - dem kann man in der heutigen Zeit inzwischen sehr gut helfen, denn da hat die Medizin massive Fortschritte gemacht.

Hier kann es ggf. mit an deiner Person liegen, daß du eben noch nicht den richtigen Arzt gefunden hast, der deinem ursächlichen Krankheitsproblem (Symtom) auf die Schliche gekommen ist.

Warum bitte hat dich dein medikamente verschreibender Arzt noch nicht zu entsprechenden Fachärzten geschickt, die der Sache auf den Grund gehen, das dürfte doch einen Grund haben, oder.

Klar es gibt immer wieder Krankheitsbilder die Ärzte vor ein Rätsel stellen, nur zumeist kommen die der Sache nach langwirigen Untersuchungen irgendwann doch mal auf den Grund.

Ich selbst bin seit unzägligen Jahren bei einem Schmerztherapeuten erfolgreich in Behandlung und hab sogar ein aussagekräftiges Gerichtsgutachten was meine Schmerzursachen bestätigt und dennoch haben einige MdK-Gutachter als Ursache für meine orthopädisch begründeten Schmerzen immer wieder psyschische Probleme angegeben ja wollten sogar das ich von einem Psychiater untersucht werde. Für unfähige Ärzte ist doch nichts einfacher, als psychische Probleme als Ursache zu attestieren, können sie damit doch ihre fehlende Kompetenz verschleiern, zudem für den Auftraggeber ein prositives Gutachten erstellen. Mir sogar mal ein MdK-Gutachter unter gekommen, der mein Röthgenbild auf Seitenverkehrt auf dem Kopf stehend begutachtet hatte und meinte ich hätte ja nichts. Als ich dem dann knallhart sagte er könne mich dann ja gesund schreiben, wurde er plötzlich hellhörig und fragte warum. Als ich ihm dann sagte das ich ihn dann im Falle eines Arbeitsunfalles bzw. einer erneuten AU persönlich in Haftung nehmen würde - fehlerhafte Begutachtung -, ja da war ich plötzlich so krank das er sofort mit dem behandelnden Orthopäden ein Telefongespräch führen mußte, weil ich wie gesagt plötzlich sofort in eine Reha müsse.

Wie gesagt es gibt solche und solche Ärzte und man muß immer darauf achten für wenn diese Arbeiten.

Zitat:
Ich bin der Meinung, dass ich keine 5-8 Stunden arbeiten kann. Selbst 4 Stunden Arbeit waren in einer Maßnahme an der Grenze. War aber auch körperlich anstrengend.
Tja, daß ist deine persönliche Einschätzung, nur die zählt in unserem System leider wenig.

Hier zählt nur was Ärzte feststellen und Gutachter (KK,AfA,JC,DRV) dann bescheinigen.

Für dich als unter 30 jährigen mit mehr als noch fast 40 Jahren Arbeitsleben, sieht es hingegen eher schlecht aus, zumal es unzäglige Möglichkeiten gäbe einer geregelten Arbeit (selbst eingeschränkt) nach zu gehen.

Ich persönlich z.B. hab die letzten fast 10 Jahre trotz BU-Rente und einem GDB 30 noch halbtags gearbeitet und gehe auch heute noch trotz voller EMR und zwischenzeitlich einem GDB 100 noch einem Minijob nach. Viele andere in gleicher Situation machen es nicht anders.

Solange du keine aussagefähigen ärztlichen atteste noch medizinische Begutachtungen vorweisen kannst, dürfte es kaum eine gute Aussicht für dich geben, das dich das JC einfach mal so ans Sozialamt abschiebt, zumal du dich mit deiner o.g. Aussage ja selbst abgeschossen hast. Danach könnest du ja ggf. noch für 4 Std./tägl. leichtere Arbeiten ausführen.


Grüße saurbier
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