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Start > > -> Frage zum Entlastungebetrag nach § 45 SGX XI bei Pflegegrad 1

Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 08.06.2018, 18:14   #1
Ines2003
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 30.04.2013
Beiträge: 1.338
Ines2003 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard Frage zum Entlastungebetrag nach § 45 SGX XI bei Pflegegrad 1

Hallo,
vielleicht kann mir jemand Helfen, meine Oma hatte einen Schlaganfall und danach noch 2 Stürze in der Reha, seitdem hat Sie den Pflegegrad 1, der Widersprich zu einen höheren Pflegegrad läuft, darum geht es aber nicht.

Ich fahre meine Oma ua. zum Arzt, zum Frisör, zur Veranstaltung am Kulturellen Lenben usw.
Vom Januar bis Mai 2018 kamen so Bezinkosten in Höhe von 345 EUR zusammen.
Daher stelle meine Oma den Antrag auf Auszahlung des Enlatungsbetrages, der Antrag wurde jetzt abgelehnt.


Zur Begründung heißt es:
Zitat:
Der Entlastungsbetrag ist zweckgebunden einzusetzen für qualitätsgesicherte Leistungen zur Entlastung pflegender Angehöriger und vergleichbar Nahestehender in Ihrer Eigenschaft als Pflegende sowie zur Förderung der Selbstständigkeit und Selbstbestimmung der Pflegebedürftigen bei der Gestaltung Ihres Alltages.
Dabei war eine Anlage, was u.a. abgerechnet werden kann, so z.B. die Anregung und Unterstützung bei sozialen Kontakten, Begleiten bei Ausflügen, Begleitung beim Einkaufen und Begleitung zu Veranstaltungen.

Dafür wurde das Benzin ja aufgebracht um solche Aktivitäten machen so können, habe jeden einzelnen Betrag mit einer Quittung nachgewiesen.
Besteht denn eine Chance das Geld erstattet zu bekommen, oder kann dies wirklich nur ein Pflegedienst abrufen?

Die meisten anderen Sachen, die noch abrechnet werden können, wie z.B. die Hauswirtschaftliche Versorgung übernehmen wir auch, kann denn der Entlastungsbeitrag auch an die Pflegeperson ausgezahlt werden?
Ines2003 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.06.2018, 16:38   #2
Annie
Elo-User/in
 
Registriert seit: 10.09.2015
Beiträge: 129
Annie
Standard AW: Frage zum Entlastungebetrag nach § 45 SGX XI bei Pflegegrad 1

Den Entlastungsbetrag kann tatsächlich nur ein Pflegedienst direkt mit der Pflegekasse abrechnen. Je nach Pflegedienst haben die unterschiedliche Angebote. Das geht über Einkaufen und Kochen über Arztfahrten bis hin zu körperlicher Pflege.

Dazu kommt noch das Pflegegeld welches ihr euch direkt auszahlen lassen könnt. Verhinderungspflege gibt es auch noch falls ihr mal weg fahrt. Das darf dann aber wiederum kein Angehöriger sein. Es darf aber z.B der Nachbar, Bekannter etc. sein.

Geändert von Annie (09.06.2018 um 17:03 Uhr)
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Alt 12.06.2018, 04:34   #3
Doppeloma
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Ort: Insel Rügen
Beiträge: 10.128
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Info AW: Frage zum Entlastungebetrag nach § 45 SGX XI bei Pflegegrad 1

Hallo Ines2003,

Zitat:
vielleicht kann mir jemand Helfen, meine Oma hatte einen Schlaganfall und danach noch 2 Stürze in der Reha, seitdem hat Sie den Pflegegrad 1, der Widersprich zu einen höheren Pflegegrad läuft, darum geht es aber nicht.
Seit wann läuft denn der Widerspruch, so ganz unabhängig ist das nicht zum weiteren Vorgehen und für die Aussichten auf dein Benzingeld.
Schon heftig wenn man ihr nur Pflegegrad 1 zugebilligt hat aber das kenne ich ja vom Antrag bei Männe auch schon.

Hast du dich denn vorher gar nicht genauer erkundigt, wie das mit diesem "Entlastungs-Betrag" so läuft ???

Du solltest mal Kontakt zu einem "passenden" Pflegedienst aufnehmen, das wird ohnehin erforderlich sein, wenn mal der Pflegegrad höher neu bewilligt wurde.

Zitat:
Ich fahre meine Oma ua. zum Arzt, zum Frisör, zur Veranstaltung am Kulturellen Lenben usw.
Vom Januar bis Mai 2018 kamen so Bezinkosten in Höhe von 345 EUR zusammen.
Das dürfte dann eine Nachzahlung von Pflegegeld geben und erst daraus kann dir deine Oma dann deine Unkosten ersetzen, über den Entlastungsbetrag funktioniert das nicht, den bekommt man NICHT selber ausgezahlt.

Zitat:
Daher stelle meine Oma den Antrag auf Auszahlung des Enlatungsbetrages, der Antrag wurde jetzt abgelehnt.
Die Ablehnung ist also leider nachvollziehbar, ein kleiner Trost vielleicht, dass die bisherigen Beträge (125 € im Monat ab Bewilligung von Pflegegrad 1) noch weiter zur Verfügung stehen (bis zum Juni 2019 kann das noch verbraucht werden für dieses Jahr), wenn dann einige dieser Betreuungsaufgaben vom Pflegedienst erfüllt werden.

Zitat:
Dabei war eine Anlage, was u.a. abgerechnet werden kann, so z.B. die Anregung und Unterstützung bei sozialen Kontakten, Begleiten bei Ausflügen, Begleitung beim Einkaufen und Begleitung zu Veranstaltungen.
Da geht sogar noch mehr, wir haben schon unsere Fenster daraus putzen lassen (Entlastung für mich als Pflegeperson, weil mir das auch schon schwer fällt) und Männe wurde schon mehrfach vom Fahrdienst zu Arzt-Terminen gefahren und dann wieder nach Hause gebracht.

Dann brauchst du das nicht zu machen und hast mal etwas Zeit für dich ...
Du solltest dich dazu wirklich mal genauer beraten lassen, denn die Möglichkeiten sind örtlich etwas unterschiedlich.

Begleitung zu Veranstaltungen oder zum Einkaufen ist fast überall üblich, es kann auch Jemand zu ihr kommen, um zu Hause was mit ihr zu machen (Gesellschaftsspiele / was vorlesen wenn sie Schwierigkeiten hat z.B. die Tageszeitung zu lesen oder einfach NUR Gesellschaft leisten) oder auch mal mit ihr spazieren gehen.

Zitat:
Dafür wurde das Benzin ja aufgebracht um solche Aktivitäten machen so können, habe jeden einzelnen Betrag mit einer Quittung nachgewiesen.
Das geht so aber nicht, Benzin ist ja nicht "Zweckgebunden", wir bekommen auch keine Rechnungen für die nötige Fußpflege erstattet, aber das können wir nun aus dem Pflegegeld (ab Pflegegrad 2) finanzieren.

Zitat:
Besteht denn eine Chance das Geld erstattet zu bekommen, oder kann dies wirklich nur ein Pflegedienst abrufen?
Dein Benzingeld kann auch der Pflegedienst nicht "abrufen", die können die Fahrten übernehmen und zeitweise Beschäftigung oder bestimmte Hauswirtschaftliche Arbeiten / mit ihr Einkaufen gehen (die Einkäufe sind natürlich selber zu bezahlen) oder auch den Einkauf komplett übernehmen, wenn es sonst Keiner schafft und rechnen das dann DIREKT mit der Pflegekasse ab über diesen Entlastungsbetrag.

Dann muss man das Pflegegeld NICHT dafür aufwenden, bei Pflegegrad 1 gibt es ja auch leider noch kein Pflegegeld.

Zitat:
Die meisten anderen Sachen, die noch abrechnet werden können, wie z.B. die Hauswirtschaftliche Versorgung übernehmen wir auch, kann denn der Entlastungsbeitrag auch an die Pflegeperson ausgezahlt werden?
Nein, der Entlastungsbetrag soll ja die Pflegepersonen "entlasten" und darum bekommt das NUR ein Pflegedienst im Rahmen dieses Geldbetrages ... der was davon übernimmt, damit die Pflegeperson das mal NICHT machen braucht.

Die Pflegepersonen können nur aus dem Pflegegeld was zur Anerkennung bekommen, ich schreibe absichtlich NICHTS von "Bezahlung", denn die private Pflege wird ja offiziell als "ehrenamtlich" gesehen ... also wäre das auch eher eine "Aufwand-Entschädigung".

Was der "Pflegefall" damit letztlich macht bleibt ihm selbst überlassen, davon kann dir also deine Oma später die Benzinkosten gerne ersetzen.

Ich denke schon, dass sie einen höheren Pflegegrad im Widerspruch bekommen wird und dann gibt es eine Nachzahlung für den bisherigen Zeitraum ab der Antragstellung.

Bei uns dauerte das auch seine Zeit aber dann wurde alles nachgezahlt und für die Nutzung des "Entlastungs-Betrages" ist uns ja inzwischen auch schon Einiges eingefallen ...

Was nicht verbraucht wird verfällt dann leider (Reste von 2018 sind also im Juli 2019 futsch), davon wird also GAR NICHTS ausgezahlt ...
Hatte auch meine Probleme das zu verstehen, aber der Pflegedienst hat uns da sehr gut aufgeklärt.

Ab Pflegegrad 2 muss man ohnehin einen Pflegedienst ansprechen, denn es muss 2 Mal jährlich ein Beratungsgespräch für die Pflegeperson durchgeführt werden und das ist der Pflegekasse dann auch (vom Pflegedienst) nachzuweisen.

Die Kosten für diese Beratungen werden dann auch dem Entlastungsbetrag entnommen.
Man darf sich natürlich jederzeit an den Pflegedienst wenden wenn man weitere Informationen oder besondere Unterstützungen benötigt.

Zumindest wir sind aktuell sehr zufrieden wie das läuft, bis letzten Sommer hatten wir davon auch noch KEINE Ahnung ...

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
Doppeloma ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 14.06.2018, 15:33   #4
Ines2003
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Ines2003 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Frage zum Entlastungebetrag nach § 45 SGX XI bei Pflegegrad 1

Hallo,
Entschuldigung für meine Späte Antwort.
Meine Oma ist gestürzt und hat sich dem Arm gebrochen, es war einiges zu klären.
Es war das erste Mal, das Sie ohne uns mit einem Nachbarn zum Arzt gegangen und gestürzt ist.

Ein Pflegedienst kommt, dieser wird über die Häusliche Krankenpflege abrechnet, hatten auch schon ein Gesäch mit dem Pflegedienst, er würde sofort die Pflegetätigkeit ausbauen, aber wenn dann der Widerspruch angelejmz werden sollte, müssten wir dann die Kosten von ca. 700 EUR im Monat tragen. Das können wir nicht.

Fahren zum Arzt führt, die über die Pauschale angerechnet werden können, führt bei uns in der Region leider kein Pflegedienst durch.

Der Widerspruch läuft seit 2 Monaten, der MDK was daher schon ein 2. mal da und hier fehlen 5 Punkte und den Pflegegrad 2 zu erreichen, daraufhin aber wir nochmal schriftlich die Situation erklärt, mal sehen, was dann im Widerspruchsbescheid steht.
Ines2003 ist offline   Mit Zitat antworten
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entlastungebetrag, frage, pflegegrad

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