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Start > > -> Betriebliches Eingliederungsmanagement während befristeter Berentung, Nachteile/Folgen wenn ich dies ablehne?

Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 21.04.2018, 12:52   #1
Apfelschorle1
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Apfelschorle1
Standard Betriebliches Eingliederungsmanagement während befristeter Berentung, Nachteile/Folgen wenn ich dies ablehne?

Aus meinem anderen Thema "Übergang von der EU-Rente wieder ins Arbeitsleben" ist leider nichts geworden.

Meine Rente wurde bis Herbst 2020 verlängert.
Nun hat mich mein AG(Arbeitsverhältnis besteht noch) angeschrieben und lädt mich zum Gespräch ein.
Die genaue Bezeichnung ist Betriebliches Eingliederungsmanagement (nach § 167 Absatz 2 Sozialgesetzbuch IX)

1. Läuft meine Rente noch 2,5 Jahre
2. Habe ich kein Interesse für diese Firma wieder zu arbeiten, selbst wenn die Rente irgendwann mal weg fällt.

Meine Frage:
Habe ich Nachteile/Folgen zu befürchten, wenn ich auf dem Antwortbogen ankreuze "Ich wünsche kein betriebliches Eingliederungsmanagement"?
Apfelschorle1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.04.2018, 18:46   #2
Doppeloma
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Beiträge: 10.380
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Frage AW: Betriebliches Eingliederungsmanagement während befristeter Berentung, Nachteile/Folgen wenn ich dies ablehne?

Hallo Apfelschorle1,

Zitat:
Aus meinem anderen Thema "Übergang von der EU-Rente wieder ins Arbeitsleben" ist leider nichts geworden.
Habe da gerade noch mal nachgelesen aber es bringt nichts, das zusammenzulegen ...

Zitat:
Meine Rente wurde bis Herbst 2020 verlängert.
Nun hat mich mein AG(Arbeitsverhältnis besteht noch) angeschrieben und lädt mich zum Gespräch ein.
Diese Verlängerung hast du ja deinem AG sicher auch (schriftlich / nachweislich) mitgeteilt und nachgewiesen, also wie kommt der nun darauf dir ein BEM "anzubieten" wenn klar ist, dass du (vorerst) weiter in EM-Rente bist ???

Zitat:
Die genaue Bezeichnung ist Betriebliches Eingliederungsmanagement (nach § 167 Absatz 2 Sozialgesetzbuch IX)
Kommt ja ziemlich spät dieses "Angebot" wenn du bereits seit 2 Jahren in EM-Rente bist ???

Zitat:
(2) Sind Beschäftigte innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig, klärt der Arbeitgeber mit der zuständigen Interessenvertretung im Sinne des § 176, bei schwerbehinderten Menschen außerdem mit der Schwerbehindertenvertretung, mit Zustimmung und Beteiligung der betroffenen Person die Möglichkeiten, wie die Arbeitsunfähigkeit möglichst überwunden werden und mit welchen Leistungen oder Hilfen erneuter Arbeitsunfähigkeit vorgebeugt und der Arbeitsplatz erhalten werden kann (betriebliches Eingliederungsmanagement). Soweit erforderlich, wird der Werks- oder Betriebsarzt hinzugezogen.
Quelle

http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbix/167.html

Womit bitte begründet man denn jetzt diese übertriebene "Fürsorge" ..., im laufenden EM-Rentenbezug ist das eher NICHT vorgesehen ... das soll bereits bei längerer AU durchgeführt werden ...

Zitat:
1. Läuft meine Rente noch 2,5 Jahre
2. Habe ich kein Interesse für diese Firma wieder zu arbeiten, selbst wenn die Rente irgendwann mal weg fällt.
So solltest du die Ablehnung aber besser auch nicht begründen, dass du dort sowieso nicht mehr arbeiten möchtest.
Es ist einfach völlig unpassend, dir damit jetzt zu kommen, wo deine EM-Rente gerade verlängert wurde ist doch schon mal klar, dass du bis (fast) Ende 2020 gar nicht arbeiten kannst.

Da kannst du auch kein BEM gebrauchen, du bist aktuell überhaupt NICHT erwerbsfähig / arbeitsfähig ... da hätten die früher dran denken müssen zu prüfen, ob es andere Möglichkeiten gibt im Unternehmen, dich "leidensgerecht" weiter zu beschäftigen.

Zitat:
Habe ich Nachteile/Folgen zu befürchten, wenn ich auf dem Antwortbogen ankreuze "Ich wünsche kein betriebliches Eingliederungsmanagement"?
Ich würde zumindest noch ergänzend darauf hinweisen, dass du weiter in EM-Rente bist, wie du bereits am XX mitgeteilt hast (sofern das erfolgt ist) und dieses Angebot daher zumindest aktuell nicht umsetzbar wäre.

Falls du deinen AG noch gar nicht zur Renten-Verlängerung informiert haben solltest, ist das umgehend nachzuholen und dann dürfte sich das BEM-Angebot schon von selber "erledigt" haben.

Die Teilnahme am BEM (und Gesprächen dazu) ist generell FREIWILLIG, da musst du dir um Nachteile oder negative Folgen keine Gedanken machen.

Zur Verlängerung einer EM-Rente (nach Ablauf einer Befristung) muss man den AG allerdings selbst informieren, das gilt auch bei einem "ruhenden" Arbeitsverhältnis.

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
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Alt 21.04.2018, 19:30   #3
Apfelschorle1
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Registriert seit: 08.09.2016
Beiträge: 17
Apfelschorle1
Standard AW: Betriebliches Eingliederungsmanagement während befristeter Berentung, Nachteile/Folgen wenn ich dies ablehne?

Hallo Doppeloma,

die Verlängerung habe ich nicht mitgeteilt.
Ich dachte der AG bekommt das automatisch von der DRV mitgeteilt. Sie wissen von der Rente bis Herbst 2017(oder wissen sie das auch nicht , ist länger her...)
Jetzt kamen durch die Verlängerung halt 3 Jahre dazu.

Ein Gespräch wurde durchgeführt, als ich noch im Krankengeldbezug war und die Reha vor der Tür stand. Da hieß es "Reha abwarten". Nach der Reha kam die Rente, dementsprechend ist nie darüber gesprochen worden, wie ich anderweitig im Unternehmen eingesetzt werden könnte.

Dann weiß ich ja was zu tun ist
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Alt 21.04.2018, 19:37   #4
RobbiRob
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Registriert seit: 04.01.2017
Beiträge: 1.398
RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob
Standard AW: Betriebliches Eingliederungsmanagement während befristeter Berentung, Nachteile/Folgen wenn ich dies ablehne?

Du bist noch auf der P-Rolle, egal ob Du in EM-Rente bist oder nicht.

Headcount nennt man sowas.
Wahrscheinlich aufgefallen und nun benötigt ein Abteilungsleiter noch einen Kopf weniger.

Anders kann ich mir den Unsinn in dem Stadium nicht erklären.
Ich würde jedenfalls nicht offen zugeben, dass ich da nicht mehr arbeiten will.

Sollen sie halt mal ein paar Euro locker machen oder abwarten bis zum Ende der derzeitigen Befristung.

Bitte beachten:

Ohne BEM ist eine krankheitsbedingte Kündigung schwerer.

Teilnahme freiwillig, eine Nichtteilnahme ersetzt aber das BEM in Bezug auf Voraussetzungen für eine Kündigung.

http://www.heese-nied.de/de/news/l2015/11.html

https://www.anwalt.de/rechtstipps/ku...ig_077841.html

Meiner Meinung nach wollen die Dich loswerden. Kann mich irren, aber sonst macht sowas keinen Sinn.

Edit: Ich lese jetzt erst, dass Du die Verlängerung nicht mitgeteilt hast. Dringend nachholen!
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Alt 21.04.2018, 23:49   #5
Doppeloma
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Frage AW: Betriebliches Eingliederungsmanagement während befristeter Berentung, Nachteile/Folgen wenn ich dies ablehne?

Hallo Apfelschorle1,

Zitat:
die Verlängerung habe ich nicht mitgeteilt.
Ich dachte der AG bekommt das automatisch von der DRV mitgeteilt. Sie wissen von der Rente bis Herbst 2017(oder wissen sie das auch nicht , ist länger her...)
Wenn du es nicht selber mitgeteilt hast, wissen die auch von der ersten Berentung NICHTS, da staune ich allerdings schon ein wenig, denn mein AG hat zumindest 1 mal im Jahr einen Nachweis verlangt was genau mit mir los ist (musste also auch die durchgehende AU weiter nachweisen können).

Jedenfalls solange ich noch AU geschrieben war, auch nach der Aussteuerung aus dem Krankengeld.
Die wussten zwar auch, dass EM-Rente von mir beantragt wurde aber die Bewilligung muss man schon noch selber mitteilen, was hat denn die DRV damit zu schaffen, es ist doch DEIN Arbeitsvertrag.

Daraus gibt es schon noch einige Informationspflichten, auch wenn das Arbeitsverhältnis "ruht", die Bewilligung / Weiterbewilligung einer EM-Rente gehört natürlich auch dazu.

Wäre natürlich sinnvoller gewesen dich mal anzuschreiben (oder einfach mal anzurufen ?), was überhaupt los ist mit dir, aktuell kannst du ein BEM jedenfalls NICHT gebrauchen, da kann dir auch kein Nachteil draus entstehen.

Wenn man dich entlassen möchte kann man das letztlich immer versuchen, auch während ruhendem Arbeitsverhältnis, das ist kein Hinderungsgrund.
Erhöhten Kündigungsschutz hättest du auch dann nur mit Schwerbehinderten-Ausweis / Gleichstellung oder auch aus besonderen Arbeitsvertraglichen Gründen.

MfG Doppeloma
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befristeter, berentung, betriebliches, eingliederungsmanagement

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