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Start > > -> Was für einen Unterschied (rechtlich) macht es, wenn ich freiwillig in Reha gehe oder geschickt werde

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Alt 05.03.2018, 18:05   #1
FrauRossi
Elo-User/in
 
Registriert seit: 07.08.2016
Beiträge: 175
FrauRossi
Standard Was für einen Unterschied (rechtlich) macht es, wenn ich freiwillig in Reha gehe oder geschickt werde

Gibt es eigentlich eine rechtliche Unterschied, ob ich selber in Reha gehe oder die Krankenkasse mich schickt?
Es geht mir eigentlich um die „Folgen“ , ich habe auch noch nicht ganz verstanden, was „Dispositionsrecht“ bedeutet.
Kann das jemand noch mal genauer erklären?
Diese Begriffe fallen hier immer wieder, nur für mich ist einfach nicht schlüssig, was es bedeutet in Hinblick auf Rehabilitation, Krankengeld und Erwerbsminderungsrente
FrauRossi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.03.2018, 18:27   #2
AsbachUralt
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 07.03.2008
Beiträge: 1.640
AsbachUralt AsbachUralt AsbachUralt AsbachUralt AsbachUralt AsbachUralt AsbachUralt
Standard AW: Was für eine Unterschied (rechtlich) macht es wenn ich freiwillig in Reha gehe oder geschickt werde

Du kannst nicht einfach in Reha gehen, das muss entweder von der KK oder der DRV veranlasst werden. Von daher gibt es da auch keinen Unterschied.

Und zum Dispositionsrecht hätte Google Dir als erstes dies gezeigt:

Aufforderung zum Reha-Antrag
AsbachUralt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.03.2018, 19:47   #3
Doppeloma
Foren-Moderator/in
 
Registriert seit: 30.11.2009
Ort: Insel Rügen
Beiträge: 10.280
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Ausrufezeichen AW: Was für einen Unterschied (rechtlich) macht es, wenn ich freiwillig in Reha gehe oder geschickt werde

Hallo FrauRossi,

Zitat:
Gibt es eigentlich eine rechtliche Unterschied, ob ich selber in Reha gehe oder die Krankenkasse mich schickt?
So ganz kann ich mich meinem Vorschreiber da nicht anschließen, man kann sehr wohl auch "auf eigenen Wunsch" direkt bei der DRV eine Reha beantragen, ob die dann von der DRV bewilligt wird ist eine ganz andere Frage.

Mein Männe hat das mehrfach gemacht (als er noch Berufstätig war) mit Unterstützung der behandelnden Ärzte (wurde auch in seinem Falle immer bewilligt) und da hatte ihn keine KK oder AfA dazu aufgefordert.

Zitat:
Es geht mir eigentlich um die „Folgen“ , ich habe auch noch nicht ganz verstanden, was „Dispositionsrecht“ bedeutet.
Genau da liegt nämlich der rechtliche Unterschied, man hat selbst das "Dispositionsrecht" wenn man NICHT von der KK / AfA dazu (per schriftlichem Bescheid) aufgefordert wurde ... benutze mal den Begriff "Bestimmungsrecht" ... dann ist das vielleicht leichter zu verstehen.

Zitat:
Kann das jemand noch mal genauer erklären?
Ich versuche es mal ...

Einen selbst gestellten Antrag kannst du (vor der Bewilligung) jederzeit schadlos zurück nehmen ..., du hast auch Mitsprache-recht wann die Reha starten soll (soweit das Anreisedatum bekannt ist) und kannst das mit der Klinik selber abstimmen, wenn du lieber zu einem anderen Zeitpunkt die Reha antreten möchtest (z-B. nicht unbedingt über Feiertage oder wenn du schon eine Urlaubsreise geplant hast zu der Zeit).

Das Klinik-Wahlrecht (also eine möglichst geeignete Reha-Klinik zusammen mit dem Arzt suchen und beim Antrag angeben) hast du allerdings auch dann wenn die sonstigen Dispositionen (weitere Entscheidungen nach Bewilligung) bei der KK oder AfA liegen sollten.

Zitat:
Diese Begriffe fallen hier immer wieder, nur für mich ist einfach nicht schlüssig, was es bedeutet in Hinblick auf Rehabilitation, Krankengeld und Erwerbsminderungsrente
Wenn die KK dich aufgefordert hat, will sie in erster Linie GELD sparen, denn während der Reha zahlt ja die DRV "Übergangsgeld", also will die KK auch nicht "endlos" warten müssen, bis du mal eine Reha antreten möchtest ...

Du darfst den mitgeteilten Anreise-Termin, den du dafür von der Klinik bekommst also NICHT ohne Absprache / Zustimmung der KK (oder auch der AfA) verschieben ...

Dann kann die KK das Krankengeld einstellen, weil du deiner Mitwirkungspflicht nicht nachgekommen bist, schnellstens eine Reha auch anzutreten (das Gleiche gilt auch für die Aufforderung durch die AfA).

Im Ergebnis einer solchen Reha dann eine "Umdeutung" in EM-Rente zu erfahren, wäre für die KK / AfA natürlich sehr "entspannend", kommt aber nicht so oft vor, denn die Reha-Kliniken sollen ja Berentung (wegen EM) eher vermeiden helfen.

Denn EM-Vollrentner haben ja keinen Anspruch mehr auf Krankengeld oder ALGI ...

Sollte sich diese "Umdeutung" doch ergeben, hast du kein Recht die EM-Rente (als direkte Folge der Reha) abzulehnen, weil du vielleicht lieber noch weiter (das meist höhere) Krankengeld oder ALGI beziehen möchtest.

Denn KK oder AfA möchten dich los werden und noch (nach Möglichkeit) Erstattungen der DRV für die bisher gezahlten Leistungen bekommen, wenn du dann rückwirkend eine EM-Rente bekommen solltest.

Mit eigenem Bestimmungsrecht (Dispositionsrecht) musst du die "Umdeutung" nicht akzeptieren, wenn du meinst später wieder arbeiten zu können und zu wollen.

Es hat also sehr relevante (rechtliche) Bedeutung, ob man freiwillig einen Reha-Antrag stellt oder ob man den stellen MUSS, weil die KK oder die AfA das verlangt ...

Läuft bereits ein Antrag auf EM-Rente bei der DRV kann auch die DRV noch verlangen erst eine Reha zu machen ... dann gilt die Mitwirkungspflicht gegenüber der DRV, damit die Erwerbsfähigkeit in der Reha noch gründlich geprüft werden kann (getreu dem Prinzip Reha kommt VOR Rente).

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
Doppeloma ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.03.2018, 19:56   #4
Nena
Elo-User/in
 
Registriert seit: 10.10.2015
Beiträge: 522
Nena Nena Nena
Standard AW: Was für einen Unterschied (rechtlich) macht es, wenn ich freiwillig in Reha gehe oder geschickt werde

Zitat von FrauRossi Beitrag anzeigen
Gibt es eigentlich eine rechtliche Unterschied, ob ich selber in Reha gehe oder die Krankenkasse mich schickt?
Niemand kann Dich dazu zwingen.
Nena ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.03.2018, 20:50   #5
FrauRossi
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 07.08.2016
Beiträge: 175
FrauRossi
Standard AW: Was für einen Unterschied (rechtlich) macht es, wenn ich freiwillig in Reha gehe oder geschickt werde

At Doppeloma, das beantwortet alle meine Fragen.
Vielen lieben Dank
FrauRossi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.03.2018, 21:41   #6
Friedwohl
Elo-User/in
 
Registriert seit: 17.02.2018
Ort: Ruhrpott
Beiträge: 227
Friedwohl
Standard AW: Was für einen Unterschied (rechtlich) macht es, wenn ich freiwillig in Reha gehe oder geschickt werde

Nachtrag zu Doppeloma die alles soweit wunderbar beschrieben hat.
Ich habe auch freiwillig ( VON MIR AUS ) einen Reha-Antrag 2017 gestellt. Dieser wurde bewilligt und ich erhielt die Aufforderung innerhalb von nur 5 Werktagen in der Klinik zu sein. Dazu Anträge, Anträge Anträge......
Ich habe von meinem Dispo-Recht gebrauch gemacht und bin zurückgetreten.....Die KK. die mich überhaupt nicht dazu aufgefordert hatte drohte mir dann auch mit Sperre von Bezügen, jaja.....toller Versuch...hat der KK. nichts gebracht, mußten weiter Krankengeld bezahlen....Im Übrigen, wenn Du eine Reha bewilligt bekommst, dein Ziel( Klinik) ..kennst, hast Du 4 Wochen Zeit Widerspruch gegen den Zielort einzulegen...
Vielleicht willst du nicht zum " ***** der Welt"...allerdings mußt Du Deinen Widerspruch auch begründen können..
Friedwohl ist offline   Mit Zitat antworten
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freiwillig, rechtlich, reha, unterschied

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