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Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 28.11.2007, 03:51   #1
tiggy
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tiggy
Frage Neu hier und viele Fragen

Hallo,

ich bin neu hier bei euch, und obwohl ich schon viel hier im Forum gelesen habe, habe ich immer noch viele Fragen. Am besten ich erzähle euch mal ein bischen von uns und nummeriere die Fragen dann durch.

Also, ich bin verheiratet und habe einen Sohn von dreizehn Jahren. Mein Mann hat einen vierhundert Euro Job bei einer Zeitarbeitsfirma. Ich selbst bin Hausfrau und Mutter und kann wegen meines Sohnes nicht berufstätig sein. Warum: Bei ihm wurde vor kurzem Asperger Autismus festgestellt. Bereits seit sechs Jahren hat er die Diagnose ADHS. Dies bedingt, dass er ständig Betreuung benötigt wenn er zuhause ist und ich auch jederzeit für die Schule in die er zur Zeit drei Stunden täglich geht (mehr ist nicht möglich) erreichbar sein muss. Dies ist auch durch ein ärztliches Attest nachgewiesen. Von daher habe ich keine Probleme mit der Arge. Allerdings stellen sich mir jetzt folgende Fragen da sich durch die jetzt festgestellte Behinderung (SBA beantragt, berechtigt zwischen fünfzig und achtzig Prozent und zum tragen der Merkmale G, H und B) ja einiges verändert hat:

1a) Steht uns ein Mehrbedarf für Behinderte zu? Eigentlich doch ja, denn er erhält Förderung nach § 35a SGB VIII, oder? Evt. sogar rückwirkend? Wir beziehen seit ca. zwei Jahren ALG II. Autismus ist ja aber keine erworbene sondern eine angeborene Behinderung.

1b) Geht das auch jetzt schon oder muss ich erst warten bis ich den SBA schriftlich in der Hand halte? (Dauert ja nachdem was ich bis jetzt mitgekriegt hab mitunter bis zu einem Jahr!)

2) Wie sieht es aus mit den KdU? Bisher werden uns nur 442,87 € zuerkannt, obwohl die tatsächliche Warmmiete 516 € beträgt. Wir haben eine Zwei Zimmerwohnung mit 72qm, also von der Größe her nicht zu groß. Nach dem was ich hier bis jetzt gelesen habe bin ich eh am zweifeln ob es die ganze Zeit rechtmäßig war, dass uns nur sowenig gezahlt wurde. Von den 442,87 € betragen nämlich allein die Nebenkosten 110 €, so dass lediglich eine Kaltmiete von 332,87 € anerkannt wurde. Wir wohnen hier in einem Dorf und ich bin mir nicht sicher ob es hier einen örtlichen Mietspiegel gibt, oder ob evt. § 8 WoGG Geltung findet. Werde mich da in den nächsten Tagen einmal erkundigen. Zurück zur Frage: Muss die Arge bei festgestelltem Merkmal G im SBA die gesamte Miete übernehmen? Das wäre für uns natürlich eine gewaltige Erleichterung. Dass sie die Kosten für den TG-Platz nicht übernehmen damit hab ich mich schon abgefunden obwohl der hier bitter nötig ist. Auf der Straße abgestellte Autos werden regelmäßig beschädigt (und obwohl ich jede Reparatur möglichst selbst mache kosten die Ersatzteile auch Geld, sogar auf dem Schrottplatz auf dem ich mich vorwiegend versorge und auch wenn der Wagen mittlerweile elf Jahre alt ist und lediglich einen Restwert laut DAT von 664 € hat ist er uns doch teuer, ohne ihn könnte ich hier nichtmal einkaufen. Der nächste Lebensmittelladen ist (einfache Wegstrecke!) knapp vier km entfernt).

3)Gibt es hier auch jemanden der sich mit Pflegegeld auskennt? Ist da vielleicht auch rückwirkend etwas herauszuholen? Eben weil Autismus angeboren ist? Ich selbst habe den Verdacht darauf schon vor über vier Jahren das erste Mal bei einem Arzt angesprochen. Mittlerweile haben wir die reinste Ärzteodyssee hinter uns und wurden immer schon nach fünf Minuten abgewimmelt. Nicht einmal die Kipsy in der er vor zweieinhalb Jahren stationär war hat sich darum gekümmert. War auch ein einziges Desaster dort, seither ist er total verändert und wie oft er seither gelacht hat kann ich an einer Hand abzählen .

Uff, ein langer Text und viele Fragen, ich weiß. Ich hoffe trotzdem, dass ihr uns hier behilflich sein könnt. Wir wurden schon viel zu oft von der Arge um uns eigentlich zustehendes Geld aus Unkenntnis dessen was uns wirklich zusteht beschissen (darüber könnte ich einen Roman schreiben
). Ich lass mir das nicht mehr länger gefallen und bin jetzt Willens jeden möglichen Cent aus denen herauszuholen. Es ist nur für meinen Sohn der bis jetzt auf so vieles verzichten musste und der doch soviel individuelle Förderung benötigt um eines Tages in der Lage zu sein ein eigenständiges Leben zu führen.

Ich hoffe, ich bin für meine Fragen hier an der richtigen Adresse.

cu

tiggy

P.S.: Ich finde es super, dass es so ein Forum wie dieses hier gibt!!!
tiggy ist offline  
Alt 28.11.2007, 13:07   #2
Arania->Emailproblem
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Arania Arania Arania Arania Arania Arania
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Hallo Tiggy ich schieb das mal etwas hoch, ich kann Dir da leider kaum weiterhelfen, ausser zu raten Deine Fragen mal einzeln als Suchbegriff hier in die Suche des Forums einzugeben, aber ich denke es werden auch noch Leute schreiben die sich in der Materie auskennen

Zur KDU kann ich sagen das Ihr die kompletten Unterkunftskosten bezahlt bekommen müsst solange keine Aufforderung zur Senkung der KDU vorliegt, da würde ich einen Überprüfungsantrag stellen
__

Man trifft sich im Leben immer zweimal
Arania ist offline  
Alt 28.11.2007, 13:39   #3
tiggy
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tiggy
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Hallo Ariana,

danke für deine Antwort.

Zur Senkung der KdU wurden wir gleich mit dem ersten Bescheid den wir vor zwei Jahren bekommen haben aufgefordert. Seither haben wir den Betrag der darüber liegt immer aus eigener Tasche bezahlt weil hier in der Gegend einfach leine billigeren Wohnungen zu bekommen sind. Wir haben vor dem Umzug hierher schon ewig gesucht und diese war die einzige die einigermassen bezahlbar war. Vor haben wir auf 56qm gewohnt was definitiv zu klein war und fast dasselbe gekostet hat (sechzehn Euro weniger, kein Balkon, kein TG-Platz!).

Ich hatte jetzt aber die Hoffnung, dass man die Arge zur Übernahme der komplettten Kosten mehr oder weniger "zwingen" kann weil für Autisten ihre gewohnte Umgebung sehr, sehr wichtig ist.

Ich hoffe mal, dass mir hier noch jemand zu meinen anderen Fragen was sagen kann.

cu

tiggy
tiggy ist offline  
Alt 28.11.2007, 17:17   #4
Rüdiger_V
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Hallo tiggy,

ich gehe mal die behindertenspezifischen Fragen heute abend durch, kann aber erst frühestens morgen im Laufe des Tages antworten.
 
Alt 29.11.2007, 13:49   #5
tiggy
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Beiträge: 23
tiggy
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Hallo Rüdiger,

schonmal im Voraus Danke für die Mühe die du dir machst.

Ich bin schon gespannt auf deine Antworten!

cu

tiggy
tiggy ist offline  
Alt 29.11.2007, 14:09   #6
hellucifer
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Beiträge: 1.780
hellucifer Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
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Wegen der Behinderung deines Sohnes kann ein Mehrbedarf angezeigt sein. (Falls dadurch Mehrkosten entstehen und diese Kosten von keinem anderen Leistungsträger übernommen werden. - Also: Einfach beantragen und gegebenenfalls Widerspruch einlegen, falls der Antrag abgelehnt wird.

Bezüglich der KdU ist zu sagen, dass eine Zwei-Zimmer-Wohnung mit 72 qm Wohnfläche nicht unangemessen ist, allenfalls wird die Angemessenheitsgrenze geringfügig überschritten, was dadurch kompensiert wird, dass dein Sohn auf eine vertraute Umgebung angewiesen ist. Der Quadratmeterpreis liegt bei 4,50 bis 4,60 Euro, was bundesweit üblich ist und somit im Rahmen liegen dürfte. Auch gibt es scheinbar keine günstigeren Wohnungen, weshalb die KdU nicht senkbar sind. Nach allem muss der Leistungsträger die tatsächlichen KdU in voller Höhe übernehmen. Und erst recht dann, wenn günstigerer Wohnraum nicht verfügbar und auch nicht zugänglich ist. Günstiger Wohnraum ist meist schon belegt und viele Vermieter wollen an Hartz IV-Empfänger auch nicht vermieten. - Also: Die Übernahme der KdU in voller Höhe beantragen, gegebenenfalls Widerspruch einlegen, sodann bei Ablehnung vom Gericht (Klage!) überprüfen lassen, ob die Entscheidung des Leistungsträgers rechtmäßig ist!
hellucifer ist offline  
Alt 29.11.2007, 14:41   #7
tiggy
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Registriert seit: 26.11.2007
Beiträge: 23
tiggy
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Hallo hellucifer,

danke für deine Antwort.

Mehrkosten bestehen schon allein dadurch jede Menge, dass wir zu seiner Therapie jedesmal in die nächste Stadt fahren müssen. Auch müssen wir immer wieder zu seiner Schule fahren. Die ist einfache Strecke dreissig km entfernt. Die Schulkosten trägt zwar das JA, auch die Kosten für seinen Schulbus, aber unsere Fahrtkosten (wir müssen ständig zu irgendwelchen Gesprächen dorthin) nicht.

Der Quadratmeterpreis auf den du dich beziehst, die 4,60€, das ist ja das was die Arge übernimmt. Der tatsächliche Quadratmeterpreis liegt aber bei ca. 5,60€. Also einen Euro höher (Neubau 1995). Die Arge übernimmt eine Kaltmiete in Höhe von 332,87€, die tatsächliche Kaltmiete beträgt aber 406€. Darum wollte ich ja wissen ob man sie evt. dazu zwingen kann die tatsächliche Kaltmiete zu übernehmen. Eben weil die gewohnte Umgebung für Autisten sehr, sehr wichtig ist und jede Veränderung zu massiven Tobsuchtsanfällen und generellen Verschlechterungen führt. Ausserdem wird er im SBA auch den Buchstaben G führen was ja normalerweise (zumindest hab ich das so gelesen) doch zu einem Mehrbedarf an Wohnraum berechtigt.

Hm, bin immer noch total verwirrt

cu

tiggy
tiggy ist offline  
Alt 29.11.2007, 20:15   #8
Rüdiger_V
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Zitat:
1a) Steht uns ein Mehrbedarf für Behinderte zu? Eigentlich doch ja, denn er erhält Förderung nach § 35a SGB VIII, oder? Evt. sogar rückwirkend? Wir beziehen seit ca. zwei Jahren ALG II. Autismus ist ja aber keine erworbene sondern eine angeborene Behinderung.
Mehrbedarf von 17 % des maßgeblichen Regelsatzes würden deinem Sohn nach § 21 Abs. 1 Nr 4 SGB II zustehen. Da die Behinderteneigenschaft nicht erst seit Antragstellung, sondern ab der ersten Feststellung gewährt wird, muüsste auch der Mehrbedarf rückwirkend gewährt werden.

Zitat:
1b) Geht das auch jetzt schon oder muss ich erst warten bis ich den SBA schriftlich in der Hand halte? (Dauert ja nachdem was ich bis jetzt mitgekriegt hab mitunter bis zu einem Jahr!)
Voraussetzung für die Gewährung des Mehrbedarfes ist der Behindertenausweis, bzw. der Bescheid über die Behinderteneigenschaft.

Zitat:
2) Wie sieht es aus mit den KdU? Bisher werden uns nur 442,87 € zuerkannt, obwohl die tatsächliche Warmmiete 516 € beträgt. Wir haben eine Zwei Zimmerwohnung mit 72qm, also von der Größe her nicht zu groß. Nach dem was ich hier bis jetzt gelesen habe bin ich eh am zweifeln ob es die ganze Zeit rechtmäßig war, dass uns nur sowenig gezahlt wurde. Von den 442,87 € betragen nämlich allein die Nebenkosten 110 €, so dass lediglich eine Kaltmiete von 332,87 € anerkannt wurde. Wir wohnen hier in einem Dorf und ich bin mir nicht sicher ob es hier einen örtlichen Mietspiegel gibt, oder ob evt. § 8 WoGG Geltung findet. Werde mich da in den nächsten Tagen einmal erkundigen. Zurück zur Frage: Muss die Arge bei festgestelltem Merkmal G im SBA die gesamte Miete übernehmen? Das wäre für uns natürlich eine gewaltige Erleichterung. Dass sie die Kosten für den TG-Platz nicht übernehmen damit hab ich mich schon abgefunden obwohl der hier bitter nötig ist. Auf der Straße abgestellte Autos werden regelmäßig beschädigt (und obwohl ich jede Reparatur möglichst selbst mache kosten die Ersatzteile auch Geld, sogar auf dem Schrottplatz auf dem ich mich vorwiegend versorge und auch wenn der Wagen mittlerweile elf Jahre alt ist und lediglich einen Restwert laut DAT von 664 € hat ist er uns doch teuer, ohne ihn könnte ich hier nichtmal einkaufen. Der nächste Lebensmittelladen ist (einfache Wegstrecke!) knapp vier km entfernt).
Dazu wurde ja schon geantwortet, mehr kann ich dazu auch nicht sagen.

Zitat:
Ausserdem wird er im SBA auch den Buchstaben G führen was ja normalerweise (zumindest hab ich das so gelesen) doch zu einem Mehrbedarf an Wohnraum berechtigt.
Das ist richtig, wenn der Gehinderte aufgrund der Behinderung mehr Wohnraum benötigt, z.B. für Rollator oder Rollstuhl; Blindenhund usw.

Das müsste im Einzelfall geprüft werden, evtl. durch ärztliche Atteste, die einen Notwendigkeit für einen Mehrbedarf an Wohnraum bescheinigen.

Zitat:
3)Gibt es hier auch jemanden der sich mit Pflegegeld auskennt? Ist da vielleicht auch rückwirkend etwas herauszuholen? Eben weil Autismus angeboren ist? Ich selbst habe den Verdacht darauf schon vor über vier Jahren das erste Mal bei einem Arzt angesprochen. Mittlerweile haben wir die reinste Ärzteodyssee hinter uns und wurden immer schon nach fünf Minuten abgewimmelt. Nicht einmal die Kipsy in der er vor zweieinhalb Jahren stationär war hat sich darum gekümmert. War auch ein einziges Desaster dort, seither ist er total verändert und wie oft er seither gelacht hat kann ich an einer Hand abzählen .
Zum Pflegegeld gibt die Krankenkasse Auskunft.
 
Alt 29.11.2007, 22:25   #9
Helga Ulla->Emailproblem
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Helga Ulla
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Hallo Tiggy,
stell bitte erst einmal einen schriftlichen formlosen Antrag auf Pflegegeld bei Deiner Krankenkasse, bitte morgen noch, dann zählt der Monat jedenfalls noch mit.
Lass Dir dann von denen die Anträge schicken, füll diese aus und sende sie zurück.
Was ich Dir in dem Fall dringend empfehle, lege Dir ein Heft an, als Pflegetagebuch, trage alle Verrichtungen vom aufstehen bis zu zu Bett gehen ein, mit Zeitangabe, wie lange dies dauert, mit den einzelnen Verrichtungen. Das geht ja bei einem Autisten wie bei geistig Behinderten nicht mal so eben zack, zack. Deshalb ist hier eine genauere Zeitangabe von Dir gefordert. Diese ist später bei Begutachtung auch wichtig für den Gutachter. Dir soll es als Erinnerungshilfe dienen, damit Du nichts vergisst.
Denn dies ist das größte Manko, Gutachter da, es wird abgefragt die einzelnen Hilfen und dann is man irritiert oder gibt es nicht an und so gehen wertvolle Minuten der Pflegeleistung verloren, die für die Pflegestufe wichtig sind.
Pflegestufe I 90 Min pro Tag hiervon müssen mindestens 46 Min. Aufwand aus Körperpflege, Ernährung, Mobilität stehen
Hier gehört essen, kochen, heizen waschen, kämmen, Zähne putzen bei

Stufe
II 3 Std. Aufwand mindestens 2 Std. 3 mal täglich

bei Pflegestufe III sind 5 Std insgesamt hier mindestens 4 Std. an Pflegerischem Aufwand
Hoffe, dass Du hier etwas in weiteren Fragen im Detail von Rüdiger informiert wirst.
Helga Ulla ist offline  
Alt 30.11.2007, 00:27   #10
tiggy
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tiggy
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Hallo Rüdiger,

erstmal danke für die viele Mühe die du dir gemacht hast. Einige Sachen sind mir leider immer noch nicht ganz klar.

Zitat von Rüdiger_V Beitrag anzeigen
Mehrbedarf von 17 % des maßgeblichen Regelsatzes würden deinem Sohn nach § 21 Abs. 1 Nr 4 SGB II zustehen. Da die Behinderteneigenschaft nicht erst seit Antragstellung, sondern ab der ersten Feststellung gewährt wird, muüsste auch der Mehrbedarf rückwirkend gewährt werden.
Was heisst Antragstellung bzw. Feststellung? Der Termin an dem ich die Diagnose bekommen habe? Es ging mr ja darum, dass die Behinderung angeboren ist. Müsste dann die Arge nicht ab dem Zeitpunkt zahlen ab dem wir ALG II beantragt haben?


Zitat von Rüdiger_V Beitrag anzeigen
Voraussetzung für die Gewährung des Mehrbedarfes ist der Behindertenausweis, bzw. der Bescheid über die Behinderteneigenschaft.
Also genügt die schriftliche Diagnose des Arztes der die Behinderung festgestellt hat?


Zitat von Rüdiger_V Beitrag anzeigen
Das ist richtig, wenn der Gehinderte aufgrund der Behinderung mehr Wohnraum benötigt, z.B. für Rollator oder Rollstuhl; Blindenhund usw.

Das müsste im Einzelfall geprüft werden, evtl. durch ärztliche Atteste, die einen Notwendigkeit für einen Mehrbedarf an Wohnraum bescheinigen.
Es geht mir nicht um mehr Wohnraum, sondern um die komplette Übernahme der KdU. Weil einem Autisten ein Umzug nicht zuzumuten ist. Er ist ja auch vor einer Räumungsklage geschützt.

Soifz, immer mehr Fragen. Wenn die SBs in den Ämtern schon nicht mehr durchblicken was den Leuten zusteht, wie soll man dann als Normalo da durchblicken???

cu

tiggy
tiggy ist offline  
Alt 30.11.2007, 00:33   #11
Tom_
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Zitat von tiggy Beitrag anzeigen
Wenn die SBs in den Ämtern schon nicht mehr durchblicken was den Leuten zusteht, wie soll man dann als Normalo da durchblicken???
Und wenn sie durchblicken verweigern sie es dennoch. Es ist ihre Aufgabe Geld um jeden Preis einzusparen. Und wenn noch so sicher ist, daß Dir etwas zusteht, Du wirst es fast nur auf dem Weg über eine Sozialgerichtsklage auch bekommen.
 
Alt 30.11.2007, 00:35   #12
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Zitat von tiggy Beitrag anzeigen
Hallo Rüdiger,

erstmal danke für die viele Mühe die du dir gemacht hast. Einige Sachen sind mir leider immer noch nicht ganz klar.



Was heisst Antragstellung bzw. Feststellung? Der Termin an dem ich die Diagnose bekommen habe? Es ging mr ja darum, dass die Behinderung angeboren ist. Müsste dann die Arge nicht ab dem Zeitpunkt zahlen ab dem wir ALG II beantragt haben?
Antragstellung = Datum, an dem ihr den Antrag auf Behindertenausweis eingereicht habt.

Feststellung = Datum seit derm Behinderung bekannt ist laut eingereichten ärztlichen Befunden. Dieses Datum der Feststellung steht dann auch auf dem Behindertenausweis. Dieses kann Jahre rückwirkend sein.

Zitat:
Also genügt die schriftliche Diagnose des Arztes der die Behinderung festgestellt hat?
Nein, der Behindertenausweis, bzw. der dazu gehörige Bescheid vom Versorgungsamt muss der Arge vorgelegt werden.
 
Alt 30.11.2007, 00:38   #13
Tom_
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Zitat von tiggy Beitrag anzeigen
Zur Senkung der KdU wurden wir gleich mit dem ersten Bescheid den wir vor zwei Jahren bekommen haben aufgefordert. Seither haben wir den Betrag der darüber liegt immer aus eigener Tasche bezahlt weil hier in der Gegend einfach leine billigeren Wohnungen zu bekommen sind.
Was schon ein großer Fehler war. Wenn Du nachweisen kannst, daß keine Wohnungen zu bekommen sind, dann muß die KdU in voller Höhe weiter übernommen werden. Eine Reduzierung der Zahlung darf frühestens nach 6 Monaten nach der Aufforderung erfolgen und eben nur dann, wenn ein Umzug möglich und zumutbar war.

Ich würde einen Überprüfungsantrag über einen Fachanwalt für Sozialrecht stellen lassen und den nicht bezahlten Betrag nachfordern. Auch bezüglich der anderen Fragestellungen wäre der Fachanwalt zu empfehlen. Vielleicht kann Dir jemand hier einen guten Anwalt/Anwältin aus Deiner Gegend empfehlen.
 
Alt 30.11.2007, 00:54   #14
tiggy
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tiggy
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Hallo Rüdiger,

Zitat von Rüdiger_V Beitrag anzeigen
Antragstellung = Datum, an dem ihr den Antrag auf Behindertenausweis eingereicht habt.

Feststellung = Datum seit derm Behinderung bekannt ist laut eingereichten ärztlichen Befunden. Dieses Datum der Feststellung steht dann auch auf dem Behindertenausweis. Dieses kann Jahre rückwirkend sein.
Festgestellt wurde es ja leider erst vor sechs Wochen. Aber die Behinderung ist ja angeboren.

Zitat von Rüdiger_V Beitrag anzeigen
Nein, der Behindertenausweis, bzw. der dazu gehörige Bescheid vom Versorgungsamt muss der Arge vorgelegt werden.
Das kann ja noch ein Jahr dauern bis wir den bekommen!!! Das Versorgungsamt weist auf seiner Website extra darauf hin, dass es so lange dauern kann. Echt toll. Ich weiss jetzt schon kaum mehr wie ich den Sprit bezahlen soll für die ganzen Fahrten

Naja, da kannst du ja nix dafür. Nochmal Danke für deine schnelle Antwort.

cu

tiggy
tiggy ist offline  
Alt 30.11.2007, 00:59   #15
Rüdiger_V
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Zitat von tiggy Beitrag anzeigen
Hallo Rüdiger,



Festgestellt wurde es ja leider erst vor sechs Wochen. Aber die Behinderung ist ja angeboren.
Die Behinderung war doch aber bestimmt schon vorher den behandelnden Ärzten bekannt?



Zitat:
Das kann ja noch ein Jahr dauern bis wir den bekommen!!! Das Versorgungsamt weist auf seiner Website extra darauf hin, dass es so lange dauern kann. Echt toll. Ich weiss jetzt schon kaum mehr wie ich den Sprit bezahlen soll für die ganzen Fahrten
Es "kann" solange dauern, es muss aber nicht. Meine Bekannte bekam den Feststellungsbescheid schon nach vier Monaten, leider für sie zu spät.
 
Alt 30.11.2007, 01:13   #16
tiggy
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tiggy
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Hallo Tom,

Zitat von Tom_ Beitrag anzeigen
Was schon ein großer Fehler war. Wenn Du nachweisen kannst, daß keine Wohnungen zu bekommen sind, dann muß die KdU in voller Höhe weiter übernommen werden. Eine Reduzierung der Zahlung darf frühestens nach 6 Monaten nach der Aufforderung erfolgen und eben nur dann, wenn ein Umzug möglich und zumutbar war.
Wir waren gerade erst zwei Monate zuvor hier eingezogen bevor wir ALG II beantragen mussten (Leider hatte mein Mann nicht lange genug gearbeitet um Anspruch auf ALG I zu haben). Ich hatte hier gerade erst alles einigermassen eingerichtet udn renoviert. Und dann schon wieder umziehen? Ausserdem: Ich möcht echt gern mal sehen wo die ihre Tabellen herhaben. Die Mietpreise die die zahlen gab's vielleicht mal vor zehn Jahren Wir hatten ja vorher schon jahrelang was gesucht weil die alte Wohnung einfach viel zu klein war. Und es war einfach nix billigeres zu finden als die hier.
Sechs Monate haben sie voll gezahlt und dann abgesenkt.

Zitat von Tom_ Beitrag anzeigen
Ich würde einen Überprüfungsantrag über einen Fachanwalt für Sozialrecht stellen lassen und den nicht bezahlten Betrag nachfordern. Auch bezüglich der anderen Fragestellungen wäre der Fachanwalt zu empfehlen. Vielleicht kann Dir jemand hier einen guten Anwalt/Anwältin aus Deiner Gegend empfehlen.
Ich glaub auch so langsam, dass das das Beste wäre. *soifz*

Kennt hier jemand einen guten Anwalt aus dem Raum Rastatt/Karlsruhe?

cu

tiggy
tiggy ist offline  
Alt 30.11.2007, 01:28   #17
tiggy
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Hallo Rüdiger,

Zitat von Rüdiger_V Beitrag anzeigen
Die Behinderung war doch aber bestimmt schon vorher den behandelnden Ärzten bekannt?
Seit sechs Jahren war das ADHS bekannt. Seit über vier Jahren, seit ich das erste Mal davon gehört habe, hatte ich persönlich schon den Verdacht auf Asperger Autismus, das wurde von den ganzen Ärzten die wir in den ganzen Jahren abgeklappert haben aber immer sofort (nach nichtmal fünf Minuten in der Praxis, ohne Untersuchung)von der Hand gewiesen obwohl deutliche Anzeichen vorhanden waren. Ich selbst bin drauf gekommen weil die normalen Tipps und Hilfen die bei einem reinen ADHSler wirken ihm nicht geholfen haben, alles sogar noch schlimmer wurde. Die Autismusdiagnose wurde erst vor sechs Wochen gestellt. Nachdem wir endlich einen kompetenten Arzt gefunden haben.
Die ganze Geschichte jetzt hier zu erzählen würde zu lange dauern. Ich kann dir jedenfalls sagen, dass ich in den letzten Jahren verdammt viel an Drangsaliererei und Schikane und Demütigung von Ämtern erleben musste. Darum will ich jetzt soviel wie möglich für uns herausholen. Die haben uns in den ganzen Jahren um genug Geld besch***. Momentan hab ich grad wieder 'nen Widerspruch gegen 'ne Kürzung laufen. Ich zähl die schon gar nicht mehr.


Zitat von Rüdiger_V Beitrag anzeigen
Es "kann" solange dauern, es muss aber nicht. Meine Bekannte bekam den Feststellungsbescheid schon nach vier Monaten, leider für sie zu spät.
Ich hoffe mal, dass es nicht solange dauert.

cu

tiggy
tiggy ist offline  
Alt 30.11.2007, 01:42   #18
Tom_
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Zitat von tiggy Beitrag anzeigen
Kennt hier jemand einen guten Anwalt aus dem Raum Rastatt/Karlsruhe?

cu

tiggy
Für den Fall, daß keiner die Frage beantwortet:

http://www.anwaltssuche.de/aws/azb/a...zialrecht.html
 
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