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Alt 18.09.2017, 16:08   #1
Abstiegsangst
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Abstiegsangst
Standard Bericht psychosoziale Beratung nach §16a SBGII

Ich hatte 1 Jahr lang Gespräche bei einer Pädagogin, wohin ich von meiner Jobcenter-Fallmanagerin zugewiesen worden bin mit einem Beratungsschein nach § 16a SBG II. Die Beratung ist jetzt zu ende und nun will die Pädagogin einen Bericht an das Jobcenter schicken, in dem sie eine Psychotherapie und Eingliederungshilfe bzw. Betreutes Wohnen empfiehlt.

Mit Psychotherapie habe ich bisher nur sehr schlechte Erfahrungen gemacht und von dem Betreuten Wohnen erwarte ich auch nichts Gutes, denn sowohl Psychotherapeuten als auch die pädagogischen Betreuer gehen nur nach Schema F vor, beraten und behandeln mich danach, was der vorherrschenden Lehrmeinung entspricht und wollen mich manipulieren und meinen Willen brechen und erreichen, dass ich jede (auch ungeeignete) Arbeit annehme und aushalte, schlechte Arbeitsbedingungen und die maximale Ausbeutung aushalten kann, wenn ich mich nur genug anstrenge, es geht nur um Anpassung an die krankhaft überhöhte Arbeitsethik, Anpassung an die Forderungen der Arbeitgeber, wie es mir dabei geht und wie furchtbar ich leide, interessiert diese Leute nicht. Diese Leute wollen mich nur unterdrücken und aus mir eine willenlose, gefügige, fremdbestimmte, gehorsame Marionette machen.

Jetzt habe ich richtig Panik, dass dieser Bericht meine Fallmanagerin dazu veranlassen könnte, das in meiner EGV zu vereinbaren, dass ich mich einer Behandlung und Betreuung unterziehe, die für mich ausschließlich psychische Gewalt darstellt, denn ich weiß genau, dass diese Therapeuten und Betreuer mich niemals dabei unterstützen, das zu verwirklichen, was gut für mich selbst ist, sondern sie wollen mich nur in das psychiatrische Versorgungssystem hineinsteuern aus krankmachender monotoner eintöniger Arbeit in Werkstätten und giftige Neuroleptika schlucken, um das auszuhalten.

Es treibt mich zur Verzweiflung, wenn ich das Wort "Betreuung" auch nur höre, denn ich will auch weiterhin mein Leben frei und selbstbestimmt und eigenverantwortlich gestalten und diese Betreuer werden mich bevormunden und mir sagen, wo es langgeht und das hasse ich!!!

Welchen Einfluss hat so ein Bericht aus einer psychosozialen Beratung auf das Jobcenter?
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Alt 18.09.2017, 17:27   #2
Kerstin_K
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Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K
Standard AW: Bericht psychosoziale Beratung nach §16a SBGII

Also Dich zu einer Behandlung verpflichten per EGV geht schonmal gar nicht.
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Alt 20.09.2017, 12:55   #3
saurbier
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saurbier saurbier saurbier saurbier saurbier saurbier saurbier saurbier saurbier saurbier
Standard AW: Bericht psychosoziale Beratung nach §16a SBGII

Hallo liebe Abstiegsangst,

also zuerst einmal möchte ich hier anmerken, du hast zwar hier etwas zu deinem Fall geschildert, nur leider kann man da keinerlei Rückschlüsse auf deine wahren Probleme ziehen - außer halt das du offensichtlich bei JC sitzt und wohlmöglich noch sehr jung sein solltest.

Vielleicht wäre es doch etwas besser, wenn man wüßte, was da beim JC schon gelaufen ist, seit dem Leistungsantrag, vor allem was die SB dort so alles mit dir unternommen hat und vor allem ggf. das Alter (<25 bzw. >25).

Zitat:
Ich hatte 1 Jahr lang Gespräche bei einer Pädagogin
Also ich frag mich jetzt ernsthaft was bei dir eine Pädagogin bringen soll, außer zur einer schulischen Bewertung ist es schon - das finde ich - weit hergeholt.

Soweit mir bisher bekannt ist, sind fachärztliche Begutachtungen immer von solchen vorzunehmen um eine Einschätzung zur Leistungsfähgikeit bezgl. der Vermittlung zu erhalten. Was hier nun eine Pädagogin soll ist mir echt ein Rätsel, vor allem welche Kompetenz dieser zugesprochen werden soll um ein wie von dir ausgeführt:

Zitat:
in dem sie eine Psychotherapie und Eingliederungshilfe bzw. Betreutes Wohnen empfiehlt
Bericht abgibt.

Sollte es tatsächlich so schlecht um deine Psyche gestellt sein, dann wäre wohl von vorne herein eine psychologische/psychiatrische Begutachtung angeraten gewesen.

Im Falle wie von dir vermutet - betreutes Wohnen -, dürfte dann auch zuerst einmal die Frage zu klären sein, ob das überhaupt so einfach geht, da damit verbunden ja deine bürgerlichen Freiheitsrechte eingeschränkt werden und dies darf nur über ein Gericht/Richter geschehen.

Wie gesagt, dafür müßte man leider über mehr hintergrundwissen verfügen, vor allem wie die SB dazu überhaupt kam.

Richtig wäre mal, daß eine Betreuung nicht einfach mal von einer Fallmanagerin entschieden werden kann, diese könnte allenfalls dazu eine Empfehlung abgeben. Letztendlich dürfte nach meiner bisherigen Erfahrung (ich war gerichtl. bestellter Betreuer) ein Gericht darüber entscheiden in welchem Umfang du einer Betreuung bedarfst, was bei dem einen oder anderen psychisch Kranken schon gegeben sein kann/könnte.

In eine EinV hat zumindest wie Kerstin_K schon festgestellt hat, sowas nichts verloren.

Mit Kranken bzw. Personen wo die Erwerbsfähigkeit nicht abgeklärt ist kann und darf überhaupt vorerst keine EinV abgeschlossen werden ( § 15 SGB II), bis das eine med. Begutachtung hinsichtlich der Leistungsfähigkeit erfolgt ist. Dazu zählt dann auch die oftmals abschlossene EinV in welcher dann lediglich steht - zur gesundheitlichen Abklärung der Erwerbsfähigkeit -, sowas ist quatsch.

Damit soll dem Antragsteller lediglich etwas vorgegaukelt werden um ihn dann mit möglichen Sanktionen drohen zu können. Bei Gericht würde eine solche EinV nicht standhalten.

Sollten bei dir tatsächlich psychische gesundheitliche Probleme vorliegen, so würde ich dir empfehlen, das du dich sofern ja nicht schon in entsprechender Behandlung, beim SB darauf drängst das eine med. Begutachtung durch einen Facharzt für Psycholoie bzw. Psychiatrie vorgenommen wird und nicht von einer Pädagogin welche sich für wohl so kompetent hält wie ein Facharzt.

Eins solltest du nicht vergessen, was in deiner Laufakte beim JC steht, das schleppst du ständig mit dir mit.


Grüße saurbier
saurbier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.09.2017, 14:24   #4
Abstiegsangst
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Abstiegsangst
Standard AW: Bericht psychosoziale Beratung nach §16a SBGII

Hallo Saurbier,

vielen Dank für deine ausführliche Antwort.

Ich bin 40 Jahre alt und habe lebenslang Probleme mich in den Arbeitsmarkt einzufügen, deshalb will man mir eine Betreuung aufdrücken, weil ich für Arbeitgeber eine schwierige unbequeme Person bin, die nicht bereit ist, alles zu schlucken, was die so verlangen.

Die Psychiaterin, die mich zuletzt behandelt hat, wollte mich in eine psychiatrische Einrichtung schicken für Schizophreniekranke, wo ich auf keinen Fall hin will, ich habe auch gar keine Psychosen oder Schizophrenie, sondern ich bin linksradial und hasse es, von den Arbeitgebern in prekären Arbeitsverhältnissen ausgebeutet zu werden.
Deshalb will man mich in der Psychiatrie wegsperren und mich mit Neuroleptika vollstopfen, um die Rebellion und den Trotz u nd die Wut in mir zum Schweigen zu bringen, man will mich einfach nur mundtot machen und pflegeleicht für eine anschließende Beschäftigung in einer Behintertenwerkstatt.

Ich will das alles nicht!!! Ich will auf keinen Fall in die Psychiatrie und auf keinen Fall in eine Behindertenwerkstatt.
Obwohl ich nicht mehr zu der Psychiaterin hingehe, will meine Sachbearbeiterin vom JC mit Hilfe dieser Pädagogin mich in das psychiatrische Versorgungssystem hineinzwingen.

Wenn ich eine psychiatrische Begutachtung durch den Amtsarzt veranlasse, dann wird dieser sich sehr wahrscheinlich meiner ehemaligen Psychiaterin anschließen und mich in die Psychiatrie schicken, obwohl bei mir überhaupt keine Selbst- oder Fremdgefährdung vorliegt.

Ich gehe zur Zeit zur Ergotherapie und schreibe Bewerbungen, also tue ich etwas für meine berufliche Eingliederung.

Ich bin völlig verzweifelt, dass man mich zwangspsychiatrisieren will, das bedeutet für mich eine Vernichtung meiner Persönlichkeit. Ich war schon in der Psychiatrie und es war die Hölle, lieber verlasse ich das Land bevor ich mich dort einweisen lasse von einem Amtsarzt oder sonst einem Arzt. Man kann vor der Psychiatrie nicht weit genug fliehen. Dort werden widerständige Menschen, die sich nicht ausbeuten lassen wollen, gefoltert mit Neuroleptika und Fixierungen und anderen Schreckensmaßnahmen und vernichtet. Die deutsche Psychiatrie ist ein Vernichtungslager für sensible, mündige, widerständige kritische Menschen!
Abstiegsangst ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.09.2017, 18:56   #5
Muzel
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Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel
Standard AW: Bericht psychosoziale Beratung nach §16a SBGII

Ohne einen Richter kommst du nicht in die Psychiatrie und musst auch keine Pillen schlucken gegen deinen Willen.
__

Wer Rechtschreibfehler findet, kann sie behalten.
Muzel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.10.2017, 12:42   #6
Kerstin_K
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Standard AW: Bericht psychosoziale Beratung nach §16a SBGII

Zitat von saurbier Beitrag anzeigen


Im Falle wie von dir vermutet - betreutes Wohnen -, dürfte dann auch zuerst einmal die Frage zu klären sein, ob das überhaupt so einfach geht, da damit verbunden ja deine bürgerlichen Freiheitsrechte eingeschränkt werden und dies darf nur über ein Gericht/Richter geschehen.
Sag mal saurbier, woe kommst Du denn auf sowas?

Wenn das Deine Meinung zur Betreuung nist, dann ist es wohl ganz gut, dass Deine Zeit als gesetzlicher Betreuer in der Vergangenheit liegt. Das war vielleicht früher mal so, als es noch entmündigung gab, aber bei eine heutige Betreuung sollte nur im Ausnahmefalle eine Einschränkung der Bürgerlichen Freiheitsrechte sein.

Darüber hinaus hat betreutes Wohnen schlicht gar nichts mit gerichtlich angeordneter Betreuuung zu tun. Beim Betreuten Wohnen gibt es viele unterscheidliche Formen von der Unterbringung in Heimen über betreute Wohngemeinschaften bis zu Fällen, wo Menschen völlig selbstaändig eine Wohnung angemietet haben und dort leben, aber weil sie in bestimmten Bereichen Unterstützung benötigen, kommt ab und an jemand vorbei, mit dem sie das dann zum Beispeil besprechen können.

Ein Cousin von mir zum Beispiel ist von Geburt an leicht körperlich und geistig behindert.

Er hat einen guten Arbeitsplatz, ist dort anerkannt (Mann hat ihn sogar mel vorzeitig as dem Urlaub gebeten, weil seine Fachkenntnisse und seine Erfahrung dringend gebraucht wurden. Nein, wer wird nict schamlos ausgenutz, es ging nur um 1 Tag früher zurückkommen, es war freiwillig und er wurde gefragt, ab er kommen könnte, weil bei der Einführung einer neuen Software etwas schief leif und das Lager drohte im Chaos zu versinken.), er verdient gut, kann es sich eisten, in Urlaub zu fahren und sein nicht billiges Hpbby zu betreiben.

Trotzdem hat er einschränkungen und als er mit 40 beschloss, dass es doch endlich Zeit sei, von zu Hause auszuziehen, hatte seine Mutter grosse Bedenken, ob das klappt. Er zog in eine eigene Wohnung. DIese Wohnung wurde aber von einem Verein angemietet, der sich gleichzeitig um die Betreuung der Bewohner kümmert. Das machen die in erster Lineie so, weil viele der Bewohner auf dem freien Wohnungsmarkt einfach heutzutage keine Chance haben, die Vermieter haben ja die Auswahl. Die Wohnung ist teilmöbliert, was er noch brauchte, hat er von seinem Ersparten angeschafft. Er lebt dort jetzt wie ein ganz normaler Mieter, der einziege Unterscheied ist, dass ich glaube 1x pro Woche oder noch seltener eine Sozialarbeiterin von dem Verein vorbeischaut. Die ist einerseits dazu da, um zu schauen, ob er zurecht kommt. Das heisst, nicht, u ihn zu kontrollieren, sondern wenn es offensichtlich würde, dass er mit der Haushaltsführung überfordert ist, oder wenn sich über all Dreck und Müll ansammeln würde in der Wohnung und sich Messi-artige Zustände einschleichen würden, dann würde sie wohl etwas unternehmen, um für Abhilfe zu sorgen. Mei meinem Cousin ist es aber eher so, dass er mit manchen Behördenschreiben überfordert ist. Die geht er dann mit ihr durch. Manchmal frmulier er schon eine Antwort am PC. Dan schat sie nur noch, ob er es richtig verstanden hat und ob die Antwort so passt. Vor einiger Zeit äußerte er zum Beispeil den Wunsch, Kochen zu lernen. Da hat sie mit ihm zusammen einen passenden Kurs gesucht.

Als die Betreuerin jetzt im Mutterschutz ging und der Verein keinen Ersatz schickte, hat sich beschwert. Er betrachtet das als eine Art Dienstleistung und Unterstützung, die ihm zusteht.
__

Viele Grüße aus Hannover
Kerstin_K ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.10.2017, 14:27   #7
saurbier
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Standard AW: Bericht psychosoziale Beratung nach §16a SBGII

Hallo liebe Kerstin_K.,

vieleicht solltest du dir meinen Vortrag nochmal richtig durchlesen.

Zitat:
Im Falle wie von dir vermutet - betreutes Wohnen -, dürfte dann auch zuerst einmal die Frage zu klären sein, ob das überhaupt so einfach geht, da damit verbunden ja deine bürgerlichen Freiheitsrechte eingeschränkt werden und dies darf nur über ein Gericht/Richter geschehen.
Wenn du meinst, daß man hierzulande jemanden einfach so einen "Betreuer" vor die Nase setzen darf/kann, dann würde ich dir empfehlen mal bei Betreuungsgericht nachzufragen.

Betreutes Wohnen gibt es selbstverständlich in vielen Formen.

Man kann sich dort selbst einbringen, man dort aber auch zugewiesen werden.

Und mal ganz nebenbei, im Falle einer Betreuung unterscheidet das Gericht sehr genau, meist holen sie sich entsprechende Medizinische Gutachten vorher ein.

Aus den jetzigen Ausführungen von Abstiegsanst möchte ich mal vermuten, daß eine gesetzliche Betreuung wohl nicht gegeben sein dürfte.

Zitat:
Ich bin 40 Jahre alt und habe lebenslang Probleme mich in den Arbeitsmarkt einzufügen, deshalb will man mir eine Betreuung aufdrücken, weil ich für Arbeitgeber eine schwierige unbequeme Person bin, die nicht bereit ist, alles zu schlucken, was die so verlangen.
Derartiges dürfte weder für eine Klinikeinweisung noch eine gesetzliche Betreuung ausreichend sein. Aber ich sag dies ohne Kenntnis der spezifischen Erkenntnisse zu Abstiegsanst, also frei aus dem Bauch heraus, aufgrund meiner langjährigen Erfahrungen mit dem Betreuungsgericht.

Genau deshalb hab ich meine Zweifel an einer Pädagogischen Abklärung fürs JC, weil eben die Fachkompetenz überschritten sein dürfte.


Grüße saurbier
saurbier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.10.2017, 14:44   #8
Kerstin_K
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Standard AW: Bericht psychosoziale Beratung nach §16a SBGII

Lieber saurbier,

gesetzliche Betreuung und betreutes Wohnen haben einfach nichts, aber auch gar nichts miteinender zu tun.

Und ich weiss, dass man niemendem einen Betreuer einfach so vor die NAse setzen kann. Aber Betreung sollte eben heute nur noch im Ausnahmefall eine Einschränkung der Bürgerlichen Freiheitsrechte sein. Warum? Weil ein Betreuer michts gegen den Willen des Betreueten tun soll.
__

Viele Grüße aus Hannover
Kerstin_K ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.10.2017, 17:12   #9
Raffi
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Raffi Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Bericht psychosoziale Beratung nach §16a SBGII

Mich würde mal interessieren aus welchem Bundesland du kommst, denn in Bayern läuft das ein wenig anders ab als in Berlin. Nimmst du eigentlich jemand als Beistand mit wenn du zum JC gehst?
__

-Ich teile hier nur meine Erfahrungen mit, keine Rechtsberatung, solidarische Grüße an alle-
Raffi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.10.2017, 09:58   #10
flandry
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Standard AW: Bericht psychosoziale Beratung nach §16a SBGII

@Abstiegsangst:
Nachdem, was du geschrieben hast, scheint mir eine längerfristige ambulante Behandlung sinnvoll, die auch bei irgendeinem Psychologen in dessen Praxis erfolgen kann.
Wie du schon geschrieben hast: Diese Leute sind nicht alle das Gelbe vom Ei. Also: sich umhören und mehrere ausprobieren. Vielleicht gibt es Selbsterfahrungsgruppen, die du besuchen kannst. Zum Umhören tun es auch die AA.
Kopf in den Sand stecken und jammern hilft nichts.
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Alt 04.10.2017, 14:16   #11
Abstiegsangst
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Abstiegsangst
Standard AW: Bericht psychosoziale Beratung nach §16a SBGII

Vielen Dank dafür, dass ihr euch Gedanken über mein Problem macht.

Nach meinen schlechten Erfahrungen mit Psychotherapeuten zu urteilen, wird es mir mit den Pädagogen vom Betreuten Wohnen nicht besser ergehen. Sie werden mich danach behandeln, was sie gelernt haben, was in ihren Richtlinien steht und nicht danach, was ich mir wünsche und was meinen Bedürfnissen entspricht.

Ich habe den Eindruck, es geht in meinem Fall gar nicht so sehr um das alleine Wohnen, sondern darum, dass es eine Person gibt, die mir mit Psychiatrie drohen kann, wenn ich nicht immer den Wünschen der Arbeitgeber entspreche, darum geht es!!!

An meiner letzten Stelle hatte ich einen Vertrag über 3 Tage in der Woche und der Arbeitgeber bzw. ein neuer Vorgesetzter hat verlangt, ich solle an 5 Tagen in der Woche kommen ohne Bezahlung und ohne Freizeitausgleich. Außerdem hat er einen unglaublichen Druck ausgeübt und ständig sehr viel mehr Arbeit zu erledigen verlangt, als in der Arbeitzeit zu leisten möglich war und ständige Überstunden verlangt. Er wollte, dass ich ganze Ordner einscanne, es waren Arbeiten, die meines Erachtens gar nicht nötig waren. Einmal sollte ich 500 Rechnungen für ein bereits rechnerisch abgeschlossenes Projekt einscannen, die Sekretärin sagte, dass das nicht nötig ist.
Jedenfalls finde ich es absolut nicht in Ordnung, dass ich regelmäßig jeden Tag Überstunden machen soll ohne dafür bezahlt zu werden oder dass später ein Abbau der Überstunden ausgehandelt wird. Aber in diesem Land scheint ja der Konsens zu sein, dass es der Sinn des Lebens ist, sich für seinen Arbeitgeber ständig aufzuopfern und bereitwillig sich ausnutzen zu lassen.
Meine Lebenskraft und Lebenszeit gehören doch mir! Sie sind mein Eigentum. Warum soll ich also ohne Bezahlung arbeiten gehen????

Dafür wollen sie diese Betreuer gegen mich einsetzen: Sie sollen meinen Willen brechen, ich soll endlich ein guter, braver, williger, pflegeleichter Sklave für Arbeitgeber sein und nicht mehr aufmüpfig und ich soll mich nach der Sklaven-Moral richten, dass ich froh sein soll, dass mich jemand beschäftigt. Ich brauche aber niemanden, der mich beschäftigt, denn ich kann das sehr gut selbst!!!

Ich habe überhaupt kein Interesse daran, fremdbestimmte Arbeiten zu verrichten, das ist eine Quälerei für mich und das einzige, was mich überhaupt motiviert, mich zu bewerben, ist das Geld, mit dem ich in den Urlaub fahren kann. Sonst nichts.

Wenn ich das einem Betreuer erzählen würde, der wäre entsetzt und empört und würde mich für meine Haltung irgendwie fertig machen. Mich wahrscheinlich in die Psychiatrie einweisen, damit die mir dort Arbeitsmoral beibringen mit ihren ganzen Zwangsbehandlungen. Widerlich.
Abstiegsangst ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.10.2017, 17:09   #12
goodwill
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Mich wollte noch nie ein Therapeut zu einem willenlosen Arbeitssklaven umformen.
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Alt 04.10.2017, 18:55   #13
Muzel
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Für mich sind deine Befürchtungen völlig nachvollziehbar. Du solltest dir aber einen Plan machen, was du tatsächlich unternehmen kannst. Hier wurden dir schon viele Vorschläge gemacht. Wir können sie nicht für dich in die Tat umsetzen und wir halten auch nicht die Konsequenzen aus. Aber solltest du noch länger im Hamsterrad deiner Befürchtungen verharren, dann wirst du darin verbleiben. Da spreche ich aus Erfahrung.
__

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Alt 05.10.2017, 14:07   #14
saurbier
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Liebe Anbstiegsanst,

irgendwie ist mir das ganze nicht so richtig verständlich.

Im besonderen frage ich mich doch, wieso du in einer solchen Betreuung steckst welche wohl von Sozialarbeitern vorgenommen wird.

Dafür muß es ja handfeste Gründe geben, denn so ohne weiteres wird ja niemand von einem Sozialarbeiter seitens des Amtes begleitet/betreut.

Ich kann mir da auch nicht vorstellen, dass ein JC sowas einleitet, wenn nicht handfeste Gründe dafür vorliegen. Dafür reicht ein "merkwürdiges" auftreten bei Arbeitgebern schon gar nicht aus, denn das ist nun mal ein persönliches Recht eines jeden.

Zitat:
Ich habe den Eindruck, es geht in meinem Fall gar nicht so sehr um das alleine Wohnen, sondern darum, dass es eine Person gibt, die mir mit Psychiatrie drohen kann, wenn ich nicht immer den Wünschen der Arbeitgeber entspreche, darum geht es!!!
Drohen kann man viel, nur ob man sowas dann in Tat auch umsetzen kann ist schon was ganz anderes. Im übrigens ist es keineswegs so einfach jemanden in eine Psychiatrie abzuschieben, da dies ein erheblicher Eingriff in deine Freiheitsrechte darstellen würde.

Könnte es vielleicht sein, daß du dir da selbst ein viel zu schwarzes Bild malst.

Wie Kerstin_K. ja schon schrieb, sollen die Sozialarbeiter die ja helfend zur Seite stehen um dir bei Problemen im Alltag eine Hilfestellung zu bieten und nicht dich zu irgendwas zu drängen oder gar zwingen.

Zitat:
.....Jedenfalls finde ich es absolut nicht in Ordnung, dass ich regelmäßig jeden Tag Überstunden machen soll ohne dafür bezahlt zu werden oder dass später ein Abbau der Überstunden ausgehandelt wird. Aber in diesem Land scheint ja der Konsens zu sein, dass es der Sinn des Lebens ist, sich für seinen Arbeitgeber ständig aufzuopfern und bereitwillig sich ausnutzen zu lassen.
Meine Lebenskraft und Lebenszeit gehören doch mir! Sie sind mein Eigentum. Warum soll ich also ohne Bezahlung arbeiten gehen????
Nun sowas würde wohl kein vernünftiger Arbeitnehmer auf Dauer mit sich machen lassen, warum also du.

Zitat:
Dafür wollen sie diese Betreuer gegen mich einsetzen: Sie sollen meinen Willen brechen, ich soll endlich ein guter, braver, williger, pflegeleichter Sklave für Arbeitgeber sein und nicht mehr aufmüpfig und ich soll mich nach der Sklaven-Moral richten, dass ich froh sein soll, dass mich jemand beschäftigt. Ich brauche aber niemanden, der mich beschäftigt, denn ich kann das sehr gut selbst!!!
Sorry, aber ich glaube mal kaum, daß die Sozialarbeiter/Betreuer sich dafür hergeben würden.

Du solltest mal nicht vergessen, daß sie über ihre Arbeit ständig Berichte anfertigen müssen, aus welchen man später solche Verfehlungen dann nachweisen könnte. Da würden sich diese Damen und Herren doch ins eigene Knie schießen, das mag ich mal weniger glauben.

Zitat:
Ich habe überhaupt kein Interesse daran, fremdbestimmte Arbeiten zu verrichten, das ist eine Quälerei für mich und das einzige, was mich überhaupt motiviert, mich zu bewerben, ist das Geld, mit dem ich in den Urlaub fahren kann. Sonst nichts.
Nun hier scheinst du offensichtlich was falsch zu verstehen. Jede Arbeit ist fremdbestimmt, nämlich durch deinen Arbeitgeber der dich dafür ja auch entlohnt. Letzteres ist dann doch der Anreiz/Motovation für jeden Arbeitnehmer mit dem so erworbenen Einkommen sich den Urlaub oder was sonst immer leisten zu können.

Mir scheint das du hier so einiges miss verstehst.

Zitat:
Wenn ich das einem Betreuer erzählen würde, der wäre entsetzt und empört und würde mich für meine Haltung irgendwie fertig machen. Mich wahrscheinlich in die Psychiatrie einweisen, damit die mir dort Arbeitsmoral beibringen mit ihren ganzen Zwangsbehandlungen. Widerlich.
Ich glaube das wohl weniger. Vor allem glaube ich mal nicht daran das ein Sozialarbeiter/Betreuer dich in eine Psychiatrie einweisen würde, um dir dort die Arbeitsmoral beizubringen.


Grüße saurbier
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