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Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 10.09.2017, 09:56   #1
brikla
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Beiträge: 13
brikla
Ausrufezeichen Bin krankheitsbedingt in ungekündigtem, aber ruhendem Arbeitsverhältnis und weiß nicht mehr weiter. Ich bitte um Hilfe

Erst einmal Dankeschön für die Aufnahme. Eine kurze Info zu mir: Ich bin 57 Jahre alt, bin in ungekündigtem, aber ruhendem Arbeitsverhältnis seit dem 27.03.2017. Wiederholt arbeitsunfähig seit dem 08.12.2016, davor monatelang und auch in den Jahren zuvor immer wieder wochen- und monatelange Krankheitszeiten. Meine Diagnosen sind rezidivierende Depressionen, generalisierte Angststörungen und Abhängigkeitserkrankung, allerdings clean! Dazu kommen starke Schmerzen im Ischias, so das ich teilweise kaum laufen kann, nur mit 2x 800er Ibu macht es mir erträglicher. Allerdings ist DIES zwar diagnostiziert, aber trägt nicht zu meinem sonstigen Krankheitsbild dazu, die zu der Reha führen.
Seit dem 27.03.2017 bin ich von der Kk ausgesteuert und beziehe nun ALG 1 nach Nahtlosregelung.

Ich bin(war) teilzeitbeschäftigt, 4 Std. tgl, 20 Stunden die Woche im Wechseldienst. Eine Woche Früh- eine Woche Spätdienst. Früh von 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr, spät 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr. Mein Job verlangt absolute Konzentration, ich arbeite in einer Abteilung der privaten Krankenversicherung, wo es um Auszahlungen an die Patienten, bzw. Rechnungen bearbeiten, damit die Leute ihr Geld bekommen. Der Leistungsdruck ist enorm gestiegen und zuletzt war es so, das ich merklich gehäufte Fehler machte, da meine Aufmerksamkeit und meine Konzentration stark nachgelassen hat. Mein Arbeitgeber ist ein Riesenunternehmen, sehr sozial eingestellt und dort wird man nicht gekündigt. Ich arbeite seit 17 Jahren dort.

Ich habe auch einen GdB 60.

Bereits nach 3 Wochen bekam ich die Aufforderung der Arge, einen Antrag auf medizinische Reha zu stellen und das habe ich auch getan. Dann bekam ich die Bewilligung für 5 Wochen, aber in einer Klinik, die mir (aus privaten und persönlichen Gründen)
viel zu weit weg ist -180 km- .... Ich legte daraufhin am 06.07.17 Widerspruch ein und beschrieb die Gründe,
warum ich heimatnah in eine Rehaklinik möchte.
Anfang der Woche bekam ich dann den neuen Bewilligungsbescheid, Reha in einer Klinik, ca. 70 km von uns weg.
Ich habe dann die Klinik angerufen und gesagt, das ich FRÜHESTENS Ende Oktober - Anfang November kommen kann, da ich mitten in einer Zahnarztbehandlung bin, ich bekomme eine neue Prothese und der VORLÄUFIG letzte Termin beim Zahnarzt ist am 12.10.17. Die Dame am Telefon hatte dies auch notiert und mir gesagt, das meine Unterlagen der RV Bund eh noch nicht dort sind. Jetzt zum wesentlichen:

Ich bin jetzt schon runter mit dem Nerven, meine Belastungsgrenze ist gleich null und meine Nerven liegen schon bei jeder Kleinigkeit blank.
Ich strebe die Erwerbsminderungsrente an und habe jetzt schon furchtbar Angst davor, das ich als arbeitsfähig entlassen werde und wieder arbeiten gehen muss.
Ich KANN nicht mehr. Ich KANN und ich WILL einfach nicht mehr arbeiten. Ich bin vollkommen ausgebrannt und kraftlos. Mir fallen schon die geringsten Anforderungen schwer, auch was den Haushalt betrifft. Länger als 15 Minuten kann ich nichts durchgehend machen, weil die Anstrengung und meine Rückenschmerzen so groß sind, das ich immer wieder pausieren muss vor dem nächsten Schritt. Selbst einkaufen fahren mit meinem Mann ist mir seit einiger Zeit zuviel, so das er alleine fährt. Ich bekomme die Körperhygiene gerade noch so hin jeden Tag, da ich mich sonst NOCH schlechter fühle, wenn ich ungepflegt bleibe. Mir wurde gesagt, wenn ich arbeitsunfähig in die Reha gehe, würde ich auch arbeitsunfähig entlassen.
Und das kann ich nicht glauben. Eine medizinische Reha ist doch dafür gedacht, die Menschen so zu stabilisieren, das man wieder arbeitsfähig wird und daher auch als arbeitsfähig entlassen wird.
Unter Euch gibt es sicherlich einige, die vll zumindest eine ähnliche Erfahrung gemacht haben, was ich tun kann/muss, um Erwerbsminderungsrente zu bekommen und mir dazu Antworten geben können. Ich bin dankbar für alles, was ich in Erfahrung bringen kann kann.
brikla ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.09.2017, 13:50   #2
saurbier
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Standard AW: Bin krankheitsbedingt in ungekündigtem, aber ruhendem Arbeitsverhältnis und weiß nicht mehr weiter. Ich bitte um Hil

Hallo brikla,

Vorab mal,

Zitat:
Dazu kommen starke Schmerzen im Ischias, so das ich teilweise kaum laufen kann, nur mit 2x 800er Ibu macht es mir erträglicher.
Vielleicht solltest du dir mal mit deinen Ischias-Schmerzen von einem Arzt dazu beraten lassen, welche gesundheitlichen Nebenwirkungen bei Ibu so alles auftreten können, insbesondere bei der hohen Dosierung. Meine damaliges Schmerzmedikament (Froben) z.H. hat bei mir zu Magenblutungen geführt, woraufhin es von meinem Hausarzt sofort abgesetzt wurde!

Und noch eine winzige Kleinigkeit zur Klärung, die Nathlosigkeit nach § 145 SGB III gibt es nur bei der AfA (SGB III) und nicht Arge.

Zitat:
Ich bin jetzt schon runter mit dem Nerven, meine Belastungsgrenze ist gleich null und meine Nerven liegen schon bei jeder Kleinigkeit blank.
Ich strebe die Erwerbsminderungsrente an und habe jetzt schon furchtbar Angst davor, das ich als arbeitsfähig entlassen werde und wieder arbeiten gehen muss.
Ich KANN nicht mehr. Ich KANN und ich WILL einfach nicht mehr arbeiten.
Nun ja, leider klaffen zwischen Wunsch und Realität meist Welten, was jedoch nicht bedeutet das es so manches mal auch klappt - mit den Wünschen.

Ggf. wäre es für dich von Vorteil, wenn du jetzt sofort damit anfangen würdest ein Krankentagebuch zu führen, in welchem du minutiös deinen Tagesablauf unter Einbeziehung deiner gesundheitlichen Einschränkungen nieder schreibst. Sowas wird häufig bei Schmerzpatienten verlangt um ausschließende Faktoren seitens des Arztes besser erkennen zu können. Kleiner Tip!

Zitat:
Mir wurde gesagt, wenn ich arbeitsunfähig in die Reha gehe, würde ich auch arbeitsunfähig entlassen.
Na ja, ich teile diese Behauptung überhaupt nicht.

Da kommt es immer auf das Krankenbild und vor allem die behandelnden Ärzte in der Reha an, aber auch wie man sich dort so gibt.

Aus einer Reha kann man sowohl AU als auch arbeitsfähig entlassen werden. Zu guter letzt gäbe es auch noch die Möglichkeit das die Reha auf Anraten der Ärzte verlängert wird oder man z.B. in eine IRENA (ambulante abgespeckte Fortführung der Reha) geht, aber wem sag ich es, als KV-Mitarbeiter.

Zitat:
Eine medizinische Reha ist doch dafür gedacht, die Menschen so zu stabilisieren, das man wieder arbeitsfähig wird und daher auch als arbeitsfähig entlassen wird.
Vollkommen richtig erkannt. Eine Reha soll dazu dienen die Leistungsfähigkeit zum Zwecke der Vermeidung einer Rente wieder herzustellen. Letzten Endes hat die DRV ja auch die Möglichkeit die Rente ans Rehaergebnis anzupassen, als es das immer noch vor der vollen EMR (unter 3 Std./tägl. leistungsfähigkeit) auch die Teilweise EMR (zwischen 3-6 Std./tägl. Leistungsfähigkeit) gibt.

Zitat:
Unter Euch gibt es sicherlich einige, die vll zumindest eine ähnliche Erfahrung gemacht haben, was ich tun kann/muss, um Erwerbsminderungsrente zu bekommen und mir dazu Antworten geben können.
Wenn du nun die volle EMR anstrebst, kann ich dir aus meiner eigenen Erfahrung nur sagen, daß dies ein schwerer Weg ist. Bei mir fing damals alles mit einer BU-Rente (60% mit Halbtagsjob) nach fast 5 Jahren vor dem SG mal an. Nach mehreren gesundheitlichen Rückschlägen in über 10 Jahren (Aufen-OP,Schulter-OP,Hüft-OP) bekam ich dann nach der letzten Reha in 2012 die volle EM-Arbeitsmarktrente auf Zeit, welche ich heute in der zweiten Verlängerung vor kurzem wieder bewilligt
bekam.

Also einfach mal zu hoffen, daß die DRV einem nach einer Reha einfach die volle EMR bewilligt, darauf würde ich mich nicht versteifen.

Zwar könntest du ohne weiteres auch das Glück haben, daß man anhand des Rehabefundes sofort die volle EMR bewilligt (rezidivierende Depressionen, generalisierte Angststörungen), aber eine Garantie gibt es leider nicht dafür.

Mein erster Rat wäre dazu, schon bei der Reha immer daran zu denken, daß man sich dort unter ständiger Beobachtung sowohl durch die Ärzte als auch dem Personal befindet. Dort wird jede Bewegung registriert. Wie man morgens zu Frühstück geht, wie man sich Be- u. Entkleidet (Bewegungsabläufe) z.B. bei der Eingangs-/Abschlussuntersuchung oder auch schon beim eifachen Treppensteigen als auch bei Anwendungen, wie man sich in seiner Freizeit zwischen dem Massnahmen als auch abends oder am Wochenende verhält. Da kann mitunter bereits ein fließender Bewegungsablauf reichen. Bei psychisch Kranken z.B. auch die Auffassungsgabe bei einfachen trivialen Gesprächen mit einer Ärztin oder dem Personal. All das fließt mit in den Abschlussbefund unmerklich für den Patienten mit ein. Wer sich zum Beispiel bücken kann, Hacken- bzw. Zehengang vollziehen kann oder locker Treppen hinauf steigt etc. kann eben nach deren Auffassung nicht allzu Krank sein. (Ich hab mich z.B. immer am Handlauf festhalten bzw. Hochziehen müssen u. sogar zweimal histerie beim Personal ausgelöst als mein Blutdruck dabei auf weit über 220 gestiegen war). Da könnte ein kleines früheres Aua eventuell schon hilfreich sein, aber man sollte es damit auch nicht übertreiben.

Nach Abschluss der Reha solltest du dir dann den Entlassungsbericht mit deinen(m) Arzt deines Vertrauens ausgiebig besprechen und mit ihm beraten ob er eine volle EMR auch unterstützen wird, denn ohne ihn dürfte es nochmals schwerer werden. Je mehr Fachärzte dich dann dabei unterstützen je eher könnte es zu einem positiven Ergebnis aus deiner Sicht kommen.

Eines solltest du jedoch nicht außer Acht lassen, sofern deine behandelnden Ärzte eine volle EMR nicht befürworten, um so schwerer dürfte es dir gelingen dies bei der DRV bzw. ggf. bei deren Gutachter zu erreichen.

Ich denke da nur an meinen eigenen Fall, wo ich neben allen Rehaärzten (Orthopäden/Arbeitsmediziner/Psychologen) auch den Gerichtsgutchter (Orthopäde) als auch meine eigenen Ärzte bis hin zum anfänglichen ärztlichen Gutachten eines Prof. für Orthopädie der Uniklinik hinter mir hatte und die DRV immer noch die BU-Rente ablehnte. Bei mir kam die Entscheidung dann durch den SG-Richter.


Grüße saurbier

Geändert von saurbier (10.09.2017 um 14:03 Uhr)
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Alt 10.09.2017, 13:53   #3
Seepferdchen
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Seepferdchen Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Bin krankheitsbedingt in ungekündigtem, aber ruhendem Arbeitsverhältnis und weiß nicht mehr weiter. Ich bitte um Hil

Hallo @brikla und

hab noch etwas Geduld es kommen bestimmt Hinweise und Erfahrungen zu deinem Problem.

Ich wünsche Dir einen angenehmen Aufenthalt hier im Forum.
__

  1. mein Beitrag ist keine Rechtsberatung
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Alt 10.09.2017, 19:05   #4
brikla
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brikla
Standard AW: Bin krankheitsbedingt in ungekündigtem, aber ruhendem Arbeitsverhältnis und weiß nicht mehr weiter. Ich bitte um Hil

Vielen Dank für Deine Antwort, Saurbier! Das Ischiasproblem besteht schon seit Jahren, mein Hausarzt gibt mir bei akuten Schmerzen Spritzen. In seinem Arztbericht, alle relevanten Unterlagen, die für die Rehaklinik von ihm sind, ist u.a. auch das aufgeführt. Übrigens, er ist ebenfalls der Meinung, das ich die Erwerbsminderung beantragen soll, er hat sämtliche Kliniken und die Berichte auch von dort kopiert für mich, die ich mit in die Klinik nehme. Er schreibt wortwörtlich, das er nach so vielen Klinikaufenthalten und Arbeitsunfähigkeiten in den letzten 10 Jahren aufgrund meiner Depressionen keinesfalls einen Rehaerfolg sehen würde, denn meine Arbeit würde immer wieder dauerhaft durch AU`s unterbrochen. Er sagte auch zu mir, das er mir helfen würde, die EMR durchzuboxen, soweit es ihm möglich ist.

Ich habe mal 3 Formulare von meinem HA angehängt...

Miniaturansicht angehängter Grafiken (Klicken = große Ansicht)
img_20170910_133828.jpg   img_20170910_191658.jpg   img_20170910_194951.jpg  
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Alt 11.09.2017, 08:22   #5
brikla
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brikla
Standard AW: Bin krankheitsbedingt in ungekündigtem, aber ruhendem Arbeitsverhältnis und weiß nicht mehr weiter. Ich bitte um Hil

Zitat von Seepferdchen Beitrag anzeigen
Hallo @brikla und

hab noch etwas Geduld es kommen bestimmt Hinweise und Erfahrungen zu deinem Problem.

Ich wünsche Dir einen angenehmen Aufenthalt hier im Forum.
Vielen lieben Dank, Seepferdchen

Ich hoffe so sehr, noch weitere Antworten bzw. wichtige und hilfreiche Tipps zu bekommen, bevor ich hier noch komplett kirre werde. Ich bin nur am grübeln, am grübeln, am grübeln....
brikla ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.09.2017, 09:02   #6
saurbier
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saurbier saurbier saurbier saurbier saurbier saurbier saurbier saurbier saurbier saurbier
Standard AW: Bin krankheitsbedingt in ungekündigtem, aber ruhendem Arbeitsverhältnis und weiß nicht mehr weiter. Ich bitte um Hil

Hallo brikla,

Zitat:
Er sagte auch zu mir, das er mir helfen würde, die EMR durchzuboxen, soweit es ihm möglich ist.
Na ja, Hausarzt ist für die DRV leider nicht das gelbe vom Ei, sofern dieser lediglich ein Allgemeinmediziner ist.

ich weiß es ja nun auch nicht!

Da wäre dann natürlich vorteilhafter wenn sowas von einem Facharzt kommen würde, wenngleich ein Arzt auf seiner Seite zu haben ist immer besser im Kampf gegen die DRV als gar keiner.

Genauso zählen da in bestimmten Rahmen auch ständige AU´s, welche ja immer wieder auf´s neue deinen schlechten Gesundheitszustand darlegen.

Ischias ist leider keine feine Sache, denn damit bist du ja schon eingeschränkt, kannst nicht dauerhaft sitzen, stehen oder laufen. Nur leider, leider ist sowas nicht ausreichend für die DRV. Wenn da denn schon Ausfallerscheinungen hinzu treten würden die auf einen Schaden an der Wirbelsäule (LWS) hindeuten bzw. ggf. sogar belegen sähe die Sache positiver aus.

Bei mir fing es damals auch mal mit häufigen Ischias Problemen an, die dann ebenfalls in Akutsituationen mit Prokainspritzen behandelt wurden (Quadeln). Zu guter letzt trat dann zum Schluß Taupheit auf, wegen welcher ich mich sozusagen zwei mal auf die Nase legte (bei der Arbeit im Maschinenbau). Die Diagnose der Uniklinik (Prof. u. Oberarzt nach Kernspin etc.) lautete dann bei mir (erscheinen sie hier umgehend zur OP wenn eine dauerhafte Taupheit/Lähmung vorliegt, vorher gehen wir kein OP-Risiko bei ihnen als fast Vierzig jährigen ein).

Daraufhin durfte ich mich dann wie schon gesagt auf einen jahrelangen Rechtsstreit mit der DRV (damals LVA) einlassen, die selbst vor Gericht noch damit kamen ich könnte ja immer noch als Telefonist einer Arbeit nachgehen.

Das schlimme bei dir ist eben die körperlich eher leichte berufliche Tätigkeit, mal abgesehen von den häuslichen Verpflichtungen die eben leider so gut wie nicht berücksichtigt werden.

Leider, leider dürfte dir eine solche Haltung als KV-Mitarbeiterin ja nicht unbekannt sein, ebenso die starre Verweigerungshaltung bei den Sozialversicherungen, die immer mehr zunimmt.

Wie auch schon erwähnt wäre es für dich ggf. von Vorteil wenn du aus der Reha AU entlassen würdest und im Anschluss je nach Entlassungsbericht (dort steht ja auch eine berufliche Leistungseinschätzung) du dann in Absprache mit deinen Ärzten zusammen ggf. den Rentenantrag stellen würdest.

Zitat:
Ich bin nur am grübeln, am grübeln, am grübeln....
Nun ja, dieses kennen wir meist aus eigener Erfahrung, vor allem weil einem die meisten Ämter anstatt hilfreich bei Seite zu stehen, eher Knüppel zwischen die Beine schmeissen.

Ich würde dir empfehlen erst mal bis zur Reha runter zu kommen und nicht weiter zu grübeln - lass den Tag einfach Tag sein und versuch ihn ohne größere Probleme rum zu kriegen, denn aktuell kannst du ja eh nichts ändern. Es bleibt abzuwarten wie das Rehaergebnis ausfällt. Erst danach können wir schauen wie es mit dir ggf. weiter gehen kann.


Grüße saurbier
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Alt 11.09.2017, 09:55   #7
Fabiola
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Fabiola Fabiola Fabiola Fabiola Fabiola Fabiola Fabiola Fabiola Fabiola
Standard AW: Bin krankheitsbedingt in ungekündigtem, aber ruhendem Arbeitsverhältnis und weiß nicht mehr weiter. Ich bitte um Hil

Zitat von saurbier Beitrag anzeigen
Wie auch schon erwähnt wäre es für dich ggf. von Vorteil wenn du aus der Reha AU entlassen würdest und im Anschluss je nach Entlassungsbericht (dort steht ja auch eine berufliche Leistungseinschätzung) du dann in Absprache mit deinen Ärzten zusammen ggf. den Rentenantrag stellen würdest.
Und selbst wenn @brikla arbeitsfähig entlassen würde, kann/darf ihr behandelnder Arzt sie meines Wissens nach gleich im Anschluss wieder/erneut AU schreiben. AU dann umgehend dem AG zukommen lassen.
Parallel dazu könnte @brikla dann wie von Dir vorgeschlagen in Absprache mit den Ärzten den Rentenantrag stellen.
AU oder AF ist ja nur eine Momentaufnahme der gesundheitlichen Verfassung am Entlassungstag. Das kann am nächsten Tag bereits wieder ganz anders aussehen.
Sollte die AU von irgendeiner Seite angezweifelt werden, dann wäre der MDK einzuschalten.
Das ist aber alles erst mal Zukunftsmusik, gibt Dir @brikla aber vielleicht etwas mehr Ruhe und Sicherheit.
__

Gruß Fabiola
___________

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen und Meinungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Geändert von Fabiola (11.09.2017 um 10:00 Uhr) Grund: Ergänzung
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Alt 11.09.2017, 10:02   #8
brikla
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brikla
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Vielen Dank, Saurbier...

ausser meinem Hausarzt steht auch jemand vom Fachdienst für Arbeit und Integration zur Seite, die mich nun auch bereits seit mehr als 7 Jahren begleitet und mir hilft.

Ich habe zwar ebenfalls einen Psychiater, aber leider ist dieser mehr als von sich selbst überzeugt, statt (zumindest mir) seinen Patienten zu helfen, und auch eigene (also meine) Entscheidungen oder besser gesagt, meine Ideen und Vorschläge zu unterstützen.

Ich habe 2x diese Erfahrung mit ihm machen müssen, wo er absolut cholerisch wurde, mich angeschrieen hat, ich würde seine "Abmachungen" nicht einhalten.

Es ging dabei vor Monaten um einen Termin für ein BEM-Gespräch, das ich nach einem Schreiben von der Personalabteilung machen sollte.

Ich sollte das anleiern und die zuständigen Personen, die dabei sein müssten/sollen, darüber informieren. (Sagte der Psychiater)
Als ich dies in Angriff nahm und die Dame vom Integrationsdienst anrufen wollte, wurde mir gesagt, das sie sich derzeit in längerem Urlaub befinde und erst am Tag x wieder da wäre.

Zu diesem Zeitpunkt war sie gerade erst in Urlaub gegangen und erst 3 Wochen später wieder da, man wisse auch nicht, wie sie Ihre Termine nach dem Urlaub hätte.
Dies teilte ich dann so meinem AG mit, bzw. der Personalabteilung. --

Dann bei meinem nächsten Termin bei diesem Psychiater flippte er, als ich das erzählte, vollkommen aus!

ICH hätte dafür zu sorgen, diesen Termin zu machen und nicht andere. Ich erklärte bwz. VERSUCHTE ihm klar zu machen, das ich das doch gar nicht machen könne, da ich nicht weiß und auch nicht wissen kann, wie die Termine der anderen beteiligten Personen liegen.

(Personalabteilung, meine Abteilungsleiterin, der Behindertenbeauftragte und eben diese Dame vom Integrationsdienst). Und ICH kann die doch gar nicht alleine unter einen Hut kriegen!

Das bestätigte auch die Kollegin der Personalabteilung so. Die Frau x vom Fachdienst solle sich mit ihnen in Verbindung setzen und dann würden sie sich alle absprechen, wann was wie geht.

Dies lies er nicht gelten und unterstellte mir fehlende Mitarbeit. Er spuckte Gift und Galle und seitdem bin ich nicht mehr dort hingegangen.

Vielen lieben Dank, Fabiola! Ich bin dankbar für alles, was mir mehr Klarheit geben kann...

Geändert von Curt The Cat (11.09.2017 um 20:22 Uhr)
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Alt 11.09.2017, 10:03   #9
Fabiola
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Fabiola Fabiola Fabiola Fabiola Fabiola Fabiola Fabiola Fabiola Fabiola
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Zitat von brikla Beitrag anzeigen
Vielen Dank, Saurbier... ausser meinem Hausarzt (...) Er spuckte Gift und Galle und seitdem bin ich nicht mehr dort hingegangen.
Bitte füge zur besseren Lesbarkeit Absätze in Deine Beiträge ein - danke!
__

Gruß Fabiola
___________

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen und Meinungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!
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Alt 11.09.2017, 10:10   #10
brikla
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brikla
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Zitat von Fabiola Beitrag anzeigen
Bitte füge zur besseren Lesbarkeit Absätze in Deine Beiträge ein - danke!
Sorry, ich werde darauf achten! Danke für den Hinweis...
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Alt 11.09.2017, 16:59   #11
Doppeloma
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Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma
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Hallo brikla,

da kann ich mich meiner Vorschreiberin nur anschließen, habe das in deinem letzten Beitrag mal nachgeholt und bitte dich auch darauf zukünftig zu achten.

Solche "kompakten Schreibblöcke" sind nur sehr schwer zu lesen und dann bleiben natürlich auch die Antworten aus.

Nun mal zu deinen Problemen, aus meiner Sicht, es mag sein, dass ich bereits Geschriebenes widerhole dabei, das bitte ich dann zu entschuldigen, es ist mir (auch aus gesundheitlichen Gründen) manchmal zu mühsam jeden Beitrag noch mal ganz genau nachzulesen.

Gerade in dem letzten ist mir was aufgefallen was gar nicht geht, von einem Arzt aber du hast ja offenbar die Konsquenzen daraus schon gezogen, das wäre auch mein Rat gewesen.

Zitat:
Es ging dabei vor Monaten um einen Termin für ein BEM-Gespräch, das ich nach einem Schreiben von der Personalabteilung machen sollte.
Ich sollte das anleiern und die zuständigen Personen, die dabei sein müssten/sollen, darüber informieren. (Sagte der Psychiater)

Als ich dies in Angriff nahm und die Dame vom Integrationsdienst anrufen wollte, wurde mir gesagt, das sie sich derzeit in längerem Urlaub befinde und erst am Tag x wieder da wäre.
Das ist überhaupt NICHT deine Aufgabe, es heißt ja nicht ohne Grund "Betriebliches Eingliederungs-Management", das ist also eine Aufgabe des AG und du bist nur zu freiwilliger Mitarbeit "verpflichtet", wenn man dich dazu einladen möchte beim AG ...

Ein Arzt (noch dazu ein Psychiater) der sich da so wenig auskennt und sich so aufführt wäre wohl schon früher nicht mehr MEIN Arzt gewesen, das ist doch keine Hilfe, wenn der dich nur unter Druck setzt die Arbeit von deinem AG zu machen ...

Ich bin übrigens gut ohne BEM durch meine Dauerkrankheit gekommen, es gab nichts zu besprechen, weil es andere Arbeit ohnehin nicht gegeben hätte bei meinem AG.

Zum Glück hatte ich aber auch einen besseren Psychiater, trotzdem dauerte es fast 4 Jahre AU (durchgehend) bis mir am SG dann die EM-Rente zugesprochen werden musste.

Es ist völlig egal was dir andere Stellen oder deine Ärzte dazu "anraten" oder schreiben, darüber wird NUR die DRV entscheiden, vorwiegend aus vorhandenen Reha - Berichten und den Gutachten der eigenen (von ihr beauftragten und bezahlten) Gutachter.

Nun nehme ich mir noch mal Teile deines ersten Beitrages vor ...

Zitat:
Eine kurze Info zu mir: Ich bin 57 Jahre alt, bin in ungekündigtem, aber ruhendem Arbeitsverhältnis seit dem 27.03.2017. Wiederholt arbeitsunfähig seit dem 08.12.2016, davor monatelang und auch in den Jahren zuvor immer wieder wochen- und monatelange Krankheitszeiten.
Darf ich fragen wie viele Versicherungs-Jahre (Arbeitsjahre / Ersatz-Zeiten) du insgesamt hinter dir hast und ob du nur Teilzeit oder auch länger Vollzeit gearbeitet hast früher ???

Du hast doch sicher auch schon mehrfach eine Renten-Information bekommen, was steht da genau drin, zu deinen verschiedenen Renten-Ansprüchen ???
Wie hoch etwa soll denn eine EM-Rente für dich etwa sein können, das ist ja auch zu beachten dabei wenn man sich Gedanken um diesen Antrag macht ...

Ich kann dich zwar verstehen und weise auch immer mal darauf hin, dass die finanzielle Frage nicht mehr im Vordergrund stehen sollte, wenn man gesundheitlich nicht mehr KANN, aber so ganz aus dem Blickfeld verlieren sollte man das ja auch nicht, wenn es bei Bewilligung einer EM-Rente das zukünftige Dauer-Einkommen werden würde.

Zitat:
Meine Diagnosen sind rezidivierende Depressionen, generalisierte Angststörungen und Abhängigkeitserkrankung, allerdings clean!
Nicht übel nehmen, aber wenn du clean bist, ist das zwar latent immer vorhanden aber KEIN Grund dich deswegen zu berenten ... ich kenne das von meinem Partner, der mal (in jungen Jahren) aktiver Alkoholiker war und seit über 20 Jahren nun clean ist.

Das hat im gesamten EM-Rentenverfahren KEINE Rolle mehr gespielt, obwohl er daraus nie ein Geheimnis gemacht hat, schon weil es auch im Bezug auf starke Schmerzmedikamente IMMER mit beachtet werden sollte.

Im Prinzip dürfte er weder Opiate noch Morphine nehmen mit diesem Hintergrund, das hat den DRV-Gutachter aber nicht abgehalten, ihm eine (deutlich) höhere Dosierung anzuraten, damit er Vollzeit weiter arbeiten könne ...

Er war zu dieser Zeit schon 2 Mal an den Bandscheiben operiert (1992 / 1999), in schmerztherapeutischer Dauer-Behandlung, seit Jahren (von unserer Hausärztin) durchgehend AU geschrieben und musste schon solche BTM nehmen, damit er überhaupt noch irgendwie mit erträglichen Schmerzen "leben" konnte ...

Die Spritzen hat er auch regelmäßig (zusätzlich) gebraucht so lange er noch zur Arbeit ging (als Pförtner und Empfangskraft), bis unsere Ärztin das irgendwann abgelehnt hat, ihn vor jeder (12- Stunden-) Schicht erst "arbeitsfähig" zu spritzen.

Sie wurde übrigens in fast 5 Jahren EM-Renten-Kampf NIE von der DRV dazu angeschrieben, man wollte es wohl so genau bei der DRV gar nicht schriftlich haben ... vom Hausarzt wo er seit über 20 Jahren in Behandlung war und wo ALLE medizinischen Unterlagen vorhanden waren.

Zitat:
Dazu kommen starke Schmerzen im Ischias, so das ich teilweise kaum laufen kann, nur mit 2x 800er Ibu macht es mir erträglicher. Allerdings ist DIES zwar diagnostiziert, aber trägt nicht zu meinem sonstigen Krankheitsbild dazu, die zu der Reha führen.
Trotzdem sollten aber gerade auch orthopädische Probleme in einer Reha mit behandelt werden, das gehört ja alles irgendwie zusammen und wenn du solche hohen Dosen Schmerzmittel regelmäßig nimmst kann man ja nicht davon sprechen dass du im Bezug auf Medikamente wirklich "clean" bist, auch davon kann man abhängig sein und bleiben.

Zitat:
Seit dem 27.03.2017 bin ich von der Kk ausgesteuert und beziehe nun ALG 1 nach Nahtlosregelung.
Hast du den Reha-Antrag freiwillig gestellt oder wurdest du von der KK (oder von der AfA ?) dazu aufgefordert ???

Zitat:
Ich bin(war) teilzeitbeschäftigt, 4 Std. tgl, 20 Stunden die Woche im Wechseldienst. Eine Woche Früh- eine Woche Spätdienst. Früh von 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr, spät 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr. Mein Job verlangt absolute Konzentration,....
Der Leistungsdruck ist enorm gestiegen und zuletzt war es so, das ich merklich gehäufte Fehler machte, da meine Aufmerksamkeit und meine Konzentration stark nachgelassen hat.
Der Leistungsdruck steigt überall, denn immer weniger Mitarbeiter sollen immer mehr Arbeit schaffen können, um keine neuen Mitarbeiter einstellen zu müssen ... gibt es denn wenigstens "rückengerechte" Bürostühle dort, dafür hat auch der AG zu sorgen und nicht der Mitarbeiter, gerade bei einer Krankenversicherung sollte man ja so viel "Fürsorge" erwarten dürfen.

Zitat:
Mein Arbeitgeber ist ein Riesenunternehmen, sehr sozial eingestellt und dort wird man nicht gekündigt. Ich arbeite seit 17 Jahren dort.
Ich habe auch einen GdB 60.
Mit GdB 60 kann man dich ja auch nicht so einfach entlassen, was meinst du sonst noch mit "sozial eingestellt", hat man sich mehr um dich gekümmert, dir einen weniger stressigen Arbeitsplatz angeboten, als deine Überlastung erkennbar wurde ???

Genau DAFÜR ist ja das BEM vorgesehen (wenn AU immer häufiger und länger auftritt) und nicht als Druckmittel für den behandelnden Psychiater ...

Zitat:
Bereits nach 3 Wochen bekam ich die Aufforderung der Arge, einen Antrag auf medizinische Reha zu stellen und das habe ich auch getan.
Es ist nicht die "Arge" (die waren mal für Hartz 4 zuständig) es ist die Agentur für Arbeit (AfA) und es muss dazu auch ein "Gutachten" geben (beim ÄD der AfA) denn das ist Pflicht nach einer Aussteuerung.

Ich vermute mal du hast wieder "arglos" (weil du es nicht besser wusstest) alles ausgefüllt udn unterschreiben was man dir dafür an Unterlagen gegeben hat, als du wegen der Aussteuerung zur AfA gegangen bist und man hat dich (vermutlich) auch NICHT vom dortigen Arzt untersuchen lassen.

Du solltest dir trotzdem das erstellte "Aktenlage-Gutachten" mal beim Med. Dienst (DIREKT DORT) abholen, es gibt 2 Teile (Teil A UND Teil B in Kopie verlangen)und darin wird zumindest stehen, warum du eine Reha und nicht direkt die EM-Rente beantragen solltest.

Man scheint nur eine "Gefährdung" deiner Erwerbsfähigkeit zu vermuten, die in einer Reha wieder zu beheben ist, damit du anschließend weiter arbeiten gehen kannst.

Zitat:
Dann bekam ich die Bewilligung für 5 Wochen, aber in einer Klinik, die mir (aus privaten und persönlichen Gründen)
viel zu weit weg ist -180 km- .... Ich legte daraufhin am 06.07.17 Widerspruch ein und beschrieb die Gründe,
warum ich heimatnah in eine Rehaklinik möchte.
Anfang der Woche bekam ich dann den neuen Bewilligungsbescheid, Reha in einer Klinik, ca. 70 km von uns weg.
Du hättest DIREKT ein Klinikwahlrecht gehabt und die "passende" Reha-Klinik besser zusammen mit deinem Arzt ausgewählt, was die DRV selber aussucht muss nicht unbedingt auch zu deinem Vorteil sein.

Zitat:
Ich habe dann die Klinik angerufen und gesagt, das ich FRÜHESTENS Ende Oktober - Anfang November kommen kann, da ich mitten in einer Zahnarztbehandlung bin, ich bekomme eine neue Prothese und der VORLÄUFIG letzte Termin beim Zahnarzt ist am 12.10.17. Die Dame am Telefon hatte dies auch notiert und mir gesagt, das meine Unterlagen der RV Bund eh noch nicht dort sind.
Du hast aber gar kein eigenes "Dispositionsrecht" mehr dazu, wenn die Klinik dir den Anreisetermin schickt, dann ist es völlig egal welche anderen Pläne du gerade hast, die AfA WILL, dass du eine Reha machst und das sehr bald und nicht irgendwann wenn es in deine Zahnbehandlung passen wird.

Die Klinik-Änderung (deinen Widerspruch dazu) hat man vermutlich auch nur "toleriert" weil man dich dazu nicht informiert hatte, dass du dabei ein Mitspracherecht wahrnehmen kannst.

Die AfA kann jetzt verlangen, dass du diese Klinik aufsuchst, sobald es dort einen Platz für dich gibt, dann wird ALGI nämlich zunächst eingestellt, weil dann "Übergangsgeld" von der DRV gezahlt wird.

Vom Reha-Ergebnis wird dann abhängig sein wie es danach weitergeht, denn die AfA hofft natürlich auf Arbeitsfähige Entlassung und dann musst du zurück zu deinem AG und die Arbeit dort wieder aufnehmen... es sei denn dein Arzt schreibt dich direkt nach der Reha trotzdem wieder AU und dann ist ALGI neu zu beantragen gemäß Nahtlosigkeit.

Dazu wurde dir ja schon geschrieben, die Entlassung besagt ja nur, dass man dich in der Klinik zu diesem Zeitpunkt für Arbeits-Fähig gehalten hat ...
Trotzdem muss die AfA das aber nicht auch akzeptieren wollen, denn die hoffen natürlich, dass sie NACH der Reha nicht mehr weiter zahlen müssen ... weil du wieder arbeiten gehen kannst.

Man wird also erneut eine Begutachtung bei der AfA fordern oder spätestens dann Einsicht in den Reha-Bericht verlangen, wenn der mal fertig ist.
Den solltest du von der Klinik aus besser zuerst NUR an deinen behandelnden Arzt schicken lassen, damit ihr erst mal selber nachlesen könnt was man in der Reha so Alles an dir "gebessert" haben will.

Zitat:
Ich bin jetzt schon runter mit dem Nerven, meine Belastungsgrenze ist gleich null und meine Nerven liegen schon bei jeder Kleinigkeit blank.
Das ist leider "völlig normal" in der Situation ...

Zitat:
Ich strebe die Erwerbsminderungsrente an und habe jetzt schon furchtbar Angst davor, das ich als arbeitsfähig entlassen werde und wieder arbeiten gehen muss.
Dann hättest du direkt auch EM-Rente beantragen sollen, meiner Kenntnis nach lässt die AfA auch das zu, wenn man keine Reha beantragen will ... es geht eigentlich nur darum, dass irgendein Antrag an die DRV gestellt und dort bearbeitet wird um die Nahtlosigkeit (nach einer Aussteuerung) aufrecht zu erhalten.

Sollte die DRV trotzdem eine Reha für nötig halten (um über den Renten-Antrag zu entscheiden), dann kann sie das auch noch selber verlangen und den Antrag auf EM-Rente so lange zurück stellen.

Zitat:
Ich KANN nicht mehr. Ich KANN und ich WILL einfach nicht mehr arbeiten. Ich bin vollkommen ausgebrannt und kraftlos. Mir fallen schon die geringsten Anforderungen schwer, auch was den Haushalt betrifft.
Kann ich dir sofort nachfühlen, auch wenn meine Informationen dazu ziemlich "nüchtern klingen mögen", an dem Punkt war ich auch mal (und mein Männe genau so), es hat aber die DRV nicht gehindert die EM-Renten abzulehnen.

Dass du nicht mehr arbeiten "willst" solltest du in der Reha-Klinik besser nicht aussprechen, ob man es wahrnehemn wird und möchte, dass du nicht mehr KANNST wirst du abwarten müssen, denn deren vorderste Aufgabe ist es zu verhindern, dass du anschließend eine EM-rente beantragen wirst.

Ausnahmen mögen auch hier "die Regel" bestätigen aber ich sehe dafür noch keine so relevanten gesundheitlichen Gründe, mir ist schon klar, dass du das ganz anders FÜHLST ...

Ich musste von der KK aus in eine psychosomatische Reha (da war ich gerade erst 4 Monate wegen BurnOut und kompletter Erschöpfung AU geschrieben), mein Psychiater hatte mir VIEL RUHE verordnet, die bekam ich aber in dieser Reha NICHT ...

Nach den (damals noch 6) Wochen in der Klinik konnte er mit seiner Therapie von vorne anfangen und die Haupt-Unterstützung von ihm war dann die weitere AU bis ich mal einen EM-Rentenbescheid haben werde ... das hat er auch gemacht ... es dauerte fast 4 Jahre.

An meinen Arbeitsplatz sollte ich lt.Reha / MDK und AfA wenigstens NICHT mehr zurück, denn ich war auch noch fest angestellt in einem CallCenter (Kundenbetreuung im Schichtdienst "rund um die Uhr" / 365 Tage im Jahr), schon der Gedanke daran verursachte PANIK bei mir.

Ich kann also durchaus verstehen was du meinst und was du dazu schreibst ... das interessiert aber DRV-Reha-Kliniken eher selten und die DRV meist GAR NICHT, wenn du erst EM-Rente beantragt hast.

Nach einer (angeblich) "erfolgreichen Reha, sind die Chancen meist noch schlechter, meine Reha lag schon über ein Jahr zurück aber sie hatte trotzdem noch ihre negativen Auswirkungen auf meinen EM-renten-Antrag ...

Die beiden Gutachter, die dann von der DRV (wegen der Rente) beauftragt wurden haben nur fleißig daraus abgeschrieben und mich auch für ausreichend (also Vollzeit) Erwerbsfähig erklärt, ich müsse mir "nur " andere Arbeit suchen.

War zu der Zeit etwa auch in deinem Alter, über die Aussichten da noch was zu finden sind wir uns sicher sofort einig ... zudem konnte ich mir auch nicht mehr vorstellen nun "was Anderes" noch machen zu können beruflich.

Was dieses "Andere" überhaupt sein sollte konnte mir auch keine wirlihc erklären, NUR EM-Rente sollte ich auf keinen Fall bekommen ... die gibt es also nicht "leichter" weil man ja sowieso bald in Rente gehen kann.

Zitat:
Länger als 15 Minuten kann ich nichts durchgehend machen, weil die Anstrengung und meine Rückenschmerzen so groß sind, das ich immer wieder pausieren muss vor dem nächsten Schritt.
Da wirst du aber nur mit IBU auch nicht mehr weit kommen, das reicht nicht aus bei chronischer Schmerzkrankheit, bist du denn in Schmerztherapie deswegen, dass da auch die Psyche mit eine Rolle spielt muss ich dir sicher nicht erklären.

Einen GUTEN Psychiater solltest du dir also unbedingt wieder suchen, am Besten einen der auch schmerztherapeutische Zusatz-Ausbildung gemacht hat.
Inzwischen haben das auch viele Orthopäden als Zusatz-Ausbildung, nichts gegen deinen Hausarzt aber für den Kampf, um die EM-Rente solltest du auch Spezialisten mit im Boot haben, vielleicht auch mal eine Schmerzklinik in Erwägung ziehen.

Zitat:
Selbst einkaufen fahren mit meinem Mann ist mir seit einiger Zeit zuviel, so das er alleine fährt. Ich bekomme die Körperhygiene gerade noch so hin jeden Tag, da ich mich sonst NOCH schlechter fühle, wenn ich ungepflegt bleibe. Mir wurde gesagt, wenn ich arbeitsunfähig in die Reha gehe, würde ich auch arbeitsunfähig entlassen.
Das sind eher die depressiven Komponenten und die ganze Situation, besonders auch die Ungewissheit wie es weiter gehen soll (beruflich und gesundheitlich) macht alles nur noch schlimmer.

Die Bestätigung dafür habe ich inzwischen, denn seit der Berentung gönne ich mir die notwendige RUHE und so geht es mir inzwischen wieder deutlich besser, besonders psychisch, weil der ganze DRUCK "zu MÜSSEN" endlich weg ist.

Das hat zum Glück auch mein Psychiater sehr früh so eingeschätzt und hat mich voll unterstützt beim EM-Renten-Antrag, bis ich ihm dann den Bescheid vorlegen konnte war aber sehr viel Geduld nötig ...

Zitat:
Und das kann ich nicht glauben. Eine medizinische Reha ist doch dafür gedacht, die Menschen so zu stabilisieren, das man wieder arbeitsfähig wird und daher auch als arbeitsfähig entlassen wird.
Eine med. Reha ist dafür gedacht eine bereits (durch intensive und gezielte Behandlung davor) stabilisierte Situation noch zu festigen, damit der Betroffene anschließend wieder arbeiten gehen KANN, was ja besonders verlockend ist zu behaupten, wenn noch ein Arbeitsplatz vorhanden ist.

Davor hast du doch eigentlich die größte ANGST, dass man dich dort Arbeits-FÄHIG entlassen könnte ... das Ziel einer solchen Reha hast du allerdings völlig richtig erkannt.

Es soll sicher NICHT dabei rauskommen, dass du anschließend EM-Rente beantragen wirst, in einer rein psychosomatischen Reha sehe ich aber eher KEINE echte Möglichkeit deine orthopädischen Probleme auch nur annähernd bessern zu können.

Dafür sind die in der Regel nicht zuständig und auch gar nicht ausgerüstet ... du wirst eher einige Anwendungen gar nicht machen können wegen der anderen Gesundheits-Probleme.

Zitat:
Unter Euch gibt es sicherlich einige, die vll zumindest eine ähnliche Erfahrung gemacht haben, was ich tun kann/muss, um Erwerbsminderungsrente zu bekommen und mir dazu Antworten geben können.
Hier sind wirklich Einige, die damit ihre eigenen Erfahrungen schon gemacht haben (wie ich) und die noch immer dabei sind die DRV davon zu überzeugen, dass sie NICHT mehr arbeiten können und die EM-Rente benötigen ...

Mit einem frischen Reha-Bericht wird das jedenfalls nicht einfacher, wenn man dich dort als voll Erwerbsfähig für den "allgemeinen Arbeitsmarkt" entlassen wird ... dann bekommst du vorerst auch KEINE EM-Rente ...

Es passiert nur sehr selten, dass die Reha eine "EM-Renten-Empfehlung" bewirkt, dann hat aber immer noch die DRV zu entscheiden ob sie das auch so sehen möchte ...

Nur zum besseren Verständnis wurde ich mit 55 am Herzen operiert und musste eine mechanische Herzklappe bekommen, sonst wäre ich wohl schon "Geschichte".
Bis dahin war ich nur selten und nie lange AU gewesen ...

Danach war für MICH nichts mehr wie vorher aber in der DRV-Reha und danach bei den DRV-Gutachtern wurde mir immer das Gefühl gegeben, dass ich nun "teuer repariert wurde und wieder zu funktionieren habe" ...

Die zugeteilte Reha-Ärztin meinte nur zu mir, dass ich doch den Rest bis zur Altersrente nun auch noch schaffen werde ... das war bei der Aufnahme-Untersuchung und die wusste eigentlich noch GAR NICHTS von mir ... wollte sie auch nicht hören, das sollte ich dann mit dem Psychotherapeuten besprechen ...

Der hat mir dann angeraten die umliegenden Behörden abzutelefonieren um dort nach "anderer" Arbeit zu fragen, ich war "Telefonie-geschädigt" (hatte noch immer Panik vor jedem Telefonat, habe nicht mal mehr mit meinen Kindern telefoniert eine Zeit lang ), aber das hat der gar nicht wahrgenommen ... nur gut, dass mich NIE WIEDER einer zwingen kann in so eine Klinik zu gehen ...

Das kann dir alles noch bevor stehen, du hättest lieber direkt EM-Rente beantragen sollen, statt Reha wenn du eine EM-Rente erreichen willst ... meine Daumen drücke ich dir gerne dafür ...

Schau mal in deine Renten-Information wann du in Rente für Schwerbehinderte gehen könntest, darum brauchst du dann wenigstens nicht mehr zu kämpfen.

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

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Alt 11.09.2017, 19:06   #12
brikla
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brikla
Standard AW: Bin krankheitsbedingt in ungekündigtem, aber ruhendem Arbeitsverhältnis und weiß nicht mehr weiter. Ich bitte um Hil

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
[...]
Vielen herzlichen Dank für Deine ausführliche Antwort!!
LG, brikla

Geändert von Curt The Cat (11.09.2017 um 20:24 Uhr) Grund: Bitte keine unnötigen Vollzitate ... Du solltest Dich dringend mit der Zitierfunktion vertraut machen!
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Alt 12.09.2017, 08:35   #13
brikla
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brikla
Standard AW: Bin krankheitsbedingt in ungekündigtem, aber ruhendem Arbeitsverhältnis und weiß nicht mehr weiter. Ich bitte um Hil

.. aber wie geht das denn mit der Zitatfunktion richtig? Im Moment traue ich mich gar nicht mehr zu schreiben, da ich verunsichert bin...
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Alt 12.09.2017, 11:33   #14
RobbiRob
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Standard AW: Bin krankheitsbedingt in ungekündigtem, aber ruhendem Arbeitsverhältnis und weiß nicht mehr weiter. Ich bitte um Hil

Zitat von brikla Beitrag anzeigen
.. aber wie geht das denn mit der Zitatfunktion richtig? .
https://www.elo-forum.org/technische...egen-mehr.html
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Alt 13.09.2017, 10:05   #15
brikla
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brikla
Standard AW: Bin krankheitsbedingt in ungekündigtem, aber ruhendem Arbeitsverhältnis und weiß nicht mehr weiter. Ich bitte um Hil

Ich habe noch eine Frage... wie läuft denn so eine medizinische Reha (für Psychosomatik) ab? Ist es ein straffer Tagesplan, oder wird das eher langsam angegangen, wird man von Termin zu Termin "gehetzt", oder.. oder.. oder... Ich weiss von einigen, die allerdings in einer KUR waren, nicht in Reha, das es sehr anstrengend und straff gehandhabt wird.
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Alt 15.09.2017, 03:10   #16
Doppeloma
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Lächeln AW: Bin krankheitsbedingt in ungekündigtem, aber ruhendem Arbeitsverhältnis und weiß nicht mehr weiter. Ich bitte um Hil

Hallo brikla,

Zitat:
Ich habe noch eine Frage... wie läuft denn so eine medizinische Reha (für Psychosomatik) ab?
Ich denke mal das läuft überall sehr ähnlich ab, jedenfalls wenn ich mal Berichte dazu gelesen habe, die von anderen Usern geschrieben wurden.

Konkret kann ich natürlich nur von meiner eigenen psychosomatischen Reha berichten, die ging damals noch 6 Wochen.

Zitat:
Ist es ein straffer Tagesplan, oder wird das eher langsam angegangen, wird man von Termin zu Termin "gehetzt", oder.. oder.. oder...
Du darfst dich nicht hetzen lassen, das ist zwar leichter gesagt als getan, aber die Therapiepläne sind durchaus mal ziemlich straff, wer sich da nicht meldet und sich dagegen wehrt, wird später wohl als "sehr belastbar" angesehen.

Denn so eine Reha ist ja letztlich auch eine Art "Belastungstest".
Zumindest bei mir ging es in der ersten Woche noch recht gemächlich zu.
Lag aber wohl auch mit daran, dass es irgendwie Feiertage gab und viele Mitarbeiter der Reha-Klinik frei oder Kurzurlaub hatten.

Die Aufnahme-Untersuchung erfolgte bereits am Anreisetag, das war dann die zuständige "Allgemein-Ärztin", zu der man auch gehen konnte / sollte wenn man mal die allgemein üblichen gesundheitlichen Probleme (Erkältungen usw.) hatte.

Ganz intensiv wird SPORT gemacht in allen möglichen Variationen, fast täglich gab es irgendeine Sport-Einheit von Gymnastik-Übungen bis "Rückenschule" aber auch mal Federball (im dortigen Gartenbereich), Joggen zusammen und auch alleine auf den Klinik-Gelände, auch Walking wurde gemacht ... Wassergymnastik wurde auch angeboten, weil es ein Schwimmbad gab.

Ist in der Regel Pflicht daran teilzunehmen auch wenn man ein "Sport-Muffel" ist (wie ich ), ins Schwimmbad zu gehen habe ich verweigert, weil ich das Chlorwasser nicht vertrage und auch sonst nicht gerne in relativ kaltem Wasser bin.

Freiwillig konnte man schon morgends vor dem Frühstück "turnen" gehen aber da habe ich lieber noch geschlafen so lange es möglich war, gegen 7:30 ca. stand die "Weck-Schwester" vor dem Bett ... um zu hören (und zu kontrollieren) "ob alles in Ordnung sei" ...

Habe mich anfangs darüber erschrocken, ich weiß nicht ob das überall so gemacht wird ... für mich hatte das was von "Kindergarten" ...

Wegen meiner Herzklappe hatte ich dann (täglich außer am Wochenende) "Monitor-überwachtes" Ergometer-Training bekommen, nebenan war eine Herz-Reha-Klinik, deswegen hatte ich mir gewünscht in diese Klinik zu kommen UND weil sie direkt in meinem Wohnort war ...

Das fand ich gar nicht so schlecht, musste das Training aber oft vorzeitig (auf Anweisung der Therapeuten) abbrechen, weil es zu anstrengend wurde ...

Das war mir allerdings auch schon genug Sport, ich fühlte mich insgesamt müde und kaputt, da war mir nicht nach so viel Bewegung ... trotzdem sollte man zumindest "anwesend" sein und den anderen zusehen.

Therapie-Gespräche gab es (Einzeln) 2 Mal die Woche (45 Minuten) soweit der Therapeut auch anwesend war, für Vertretungen gab es nicht genug Personal, die Psychologen wurden zugeteilt. man hatte keine eigene Wahl, mit meinem "Bezugstherapeuten" kam ich nicht wirklich zurecht aber ich wäre wohl mit KEINEM "zurecht gekommen", die mit mir aber auch nicht.

Er fragte mich im ersten Gespräch was ich mir von dieser Reha erwarte und ich antwortete ehrlich, dass ich NICHT viel erwarte, weil es nicht mein Wunsch war diese Reha (zumindest zu diesem Zeitpunkt) zu machen.

So hatte ich meinen Stempel "mangelnde Motivation" wohl direkt auf der Stirn und später auch im Reha-Bericht ... schade nur, dass man sich gar nicht die Mühe gemacht hat, daran was ändern zu wollen.

In der ersten Woche wurden in dieser Klinik etliche Psycho- und Konzentrations-Testreihen am PC vorgenommen, die sehr anstrengend waren aber von mir natürlich "tapfer" durchgezogen wurden ... am Ende der Reha noch einmal zum "Beweis" der Besserungen im Reha-Bericht ...

Es gab 1 Mal Gruppentherapie (1 Stunde) und 1 Mal "Selbsthilfe-Gruppe" (1,5 Stunden) wöchentlich, beides war Pflicht.

Ich wurde der Gruppe "Herzangst" zugeordnet, ohne mich vorher zu fragen, ob das auf mich zutrifft (mechanische Herzklappe = Herz-Angst passt), es gab auch andere Gruppen (Überforderung am Arbeitsplatz oder Arbeitsplatz-Konflikte z.B.) die viel besser "gepasst" hätten ...

Denn mit meinem Herz-Zustand nach der OP war ich eigentlich ganz zufrieden, das war NICHT mein psychisches Problem, so interessierten mich die diversen Probleme von solchen Mitpatienten auch nicht sonderlich ... gebracht haben mir diese Gruppengespräche jedenfalls GAR NICHTS ...

In der wöchentlichen Selbsthilfegruppe (mit wieder anderen 8 - 10 fremden Personen) wurde nach längerem "Einschweigen" mal was aus dem allgemeinen Leben erzählt, eine therapeutische Begleitung gab es dabei nicht und war auch nicht vorgesehen.

Auch Ergotherapie war wichtig, SEHR wichtig sogar, ich weiß nur nicht wofür in meinem Falle, auch jede Woche 1,5 Stunden, kann sogar 2 Mal gewesen sein, weiß ich nicht mehr genau.

Ich habe generell weder Interesse daran Weidenkörbchen zu flechten, noch befriedigt es mich irgendwie mit "Speckstein" zu arbeiten oder Textilien zu bemalen (gegen extra-Geld übrigens die Textil-Malerei) auch Mandalas bunt machen beruhigt meine Nerven NICHT ... dieses (für mich sinnlose) "Gefummele" regt mich eher auf ...

Damit ich meine Konzentration wieder stärke, sollte ich ja dann auch bald listenweise Zahlen sortieren, nach den korrekten und weniger korrekten ... na so ähnlich muss sich wohl Aschenbrödel gefühlt haben ... das Ergebnis hat aber auch nie Jemanden interessiert.

Natürlich gibt es auch reichlich Entspannungsübungen, die man dort (für zu Hause später) üben und lernen kann, na gut es gab nur nach "Jakobsen", weil nur ein Therapeut genau davon Ahnung hatte ...

Das war wöchentlich 2 Mal in der Gruppe dran ... mit 6 - 8 (wieder anderen Menschen) in einem kleinen Kabuff, wo wir entweder auf unbequemen Stühlen saßen oder auf Matten am Fußboden, wie die Heringe aneinanderlagen.

Es dudelte Musik von einem Player und dazu "sprach der Meister" was wir anspannen und entspannen sollten ... ich mochte schon das ständige "Gedudel nicht" (wegen meinem Tinnitus) und mit der "Entspannung" war es spätestens vorbei wenn der erste Mitpatient zu schnarchen angefangen hat ... und irgendwer fing IMMER an zu schnarchen

Bei der Wochenplanung (man bekam immer einen Plan für die ganze Woche in so ein eigenes "Postfach") kam es schon vor, dass man von einem Termin zum Nächsten nur sehr wenig Zeit hatte, zumal die Therapieorte auf dem ganzen Gelände verstreut waren.

Das konnte man ändern lassen, damit man nicht ständig irgendwo zu spät gekommen ist, meine Pläne waren relativ moderat (warum weiß ich nicht) und meist hatte ich gegen 13 / 14 Uhr "Feierabend" dann konnte mich mein Männe abholen und ich habe den Rest des Tages zu Hause verbracht.

Sehr großzügig waren dort die Ausgangszeiten, wir brauchten erst gegen 01 Uhr Nachts wieder zurück sein, mussten uns aber für jede Mahlzeit aus einer Liste austragen (die lag im Speisesaal) an der wir nicht teilnehmen würden, sonst hatte man uns direkt "gesucht" im Zimmer oder wo wir sonst so sein könnten.

Ab der 3. Woche durfte ich sogar am Wochenende jeweils eine Nacht zu Hause übernachten, das sollte der (Wieder-) Gewöhnung an den normalen Alltag nach der Reha dienen.

OK, das mag für einige Mitpatienten durchaus sinnvoll und nötig gewesen sein, die z.B. Probleme hatten überhaupt alleine raus zu gehen oder Verkehrsmittel zu benutzen ...
In diesen Fällen fand ich es allerdings auch teilweise verantwortungslos, sie praktisch dazu (ohne Begleitung) zu zwingen ...

Meine Medikamente hatte ich für die vollen 6 Wochen dabei und habe mir die auch nicht wegnehmen und zuteilen lassen, auch meine Blutwerte habe ich weiter selbst bestimmt (ich habe wegen Marcumar einen Gerinnungsmonitor), ich sollte nur die Mess-Werte regelmäßig im Schwesternzimmer eintragen lassen.

Einige wurden auf Medikamente (Psychopharmaka) eingestellt oder die wurden geändert, das hat man bei mir nicht versucht, hätte ich auch abgelehnt, so was mache ich nur mit meinen behandelnden Ärzten zusammen.

Blutdruck messen mussten wir auch jeden morgen selber und auf die Waage einmal die Woche ... die Werte wurden dann abgefragt und aufgeschrieben.

Ich würde gerne was Positives zum Essen in dieser Klinik schreiben aber dort lief gerade ein besonderer "Ernährungstest" mit salzloser/ zuckerloser und überwiegend (mir unbekannter) Getreidekost ... Fleisch und so was waren in dieser Speisekarte Fremdworte, es gab dann Soja-Schnitzel oder Tofu-Wurst ... (oder umgekehrt, weiß ich nicht mehr).

Einmal gab es was mit Ei und "Senfsoße" ... es gab genau EIN EI für Erwachsene Menschen und einen kleinen Klecks Soße für 3 - 4 salzlose Kartoffeln ...

Zucker für den Tee abends habe ich mir dann von zu Hause mitgebracht, in der Klinik brauchte man die Zustimmung des Arztes um das aus der Küche (ausnahmsweise) zu bekommen, am Tisch gab es nur Süßstoff.
Ja ich weiß, "man kann sich dran gewöhnen" meinten auch einige andere Mitpatienten und fanden das Essen dann "gar nicht so schlecht".

Ich fand es furchtbar und mein Blutwert fuhr teilweise "Achterbahn" weil ich die Wirkung dieser Spezial- Kost nicht einschätzen konnte, um meine Tabletten danach richtig zu dosieren ...
Am Wochenende habe ich dann zu Hause erst mal was Anständiges gekocht ...

Na-Ja, ich habe es überlebt und vielleicht wird es ja in deiner Reha-Klinik VIEL netter sein ...

Zitat:
Ich weiss von einigen, die allerdings in einer KUR waren, nicht in Reha, das es sehr anstrengend und straff gehandhabt wird.
Es kommt darauf an was da so als "KUR" bezeichnet wurde, vielleicht haben die nur eine andere Bezeichnung gewählt, denn Kuren gibt es inzwischen eigentlich nur noch für "Mutter / Vater und Kind" über die Krankenkasse.

Damit kenne ich mich nicht aus, aber diese (meine) psychosomatische Reha war auch schon eine, die ich NICHT unbedingt gebraucht hätte ...

MfG Doppeloma
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Geändert von Doppeloma (15.09.2017 um 03:37 Uhr)
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Alt 15.09.2017, 09:35   #17
saurbier
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Standard AW: Bin krankheitsbedingt in ungekündigtem, aber ruhendem Arbeitsverhältnis und weiß nicht mehr weiter. Ich bitte um Hil

Hallo brikla,

wie das in einer psycjsomatischen Reha abläuft kann ich leider nicht sagen, denn damit hab ich keine Erfahrungen sammeln können, zum leidwesen der DRV die mich dort allzugerne gesehen hätte.

Ich war zwei mal in einer orthopädischen Reha und drei mal in einer ambulanten Reha ebenfalls für überwiegend orthopädische Patienten.

In der stationären Reha gab es schon einen straffen Tagesablauf, mit 6:00Uhr aufstehen, 7:30Uhr Frühstück und ab 8:00Uhr Anwendungen nach welchen es meist zwischen 1-2Std. erholungsphasen gab.

Wie Doppeloma schon schrieb, soll der straffe Tagesablauf mit gefühlt ein wenig hetze natürlich dazu dienen fürs Personal/Ärzte zu erkennen ob man gesundheitlich auch mitspielen kann, denn man soll ja arbeitsfähig entlassen werden. Mein Rat dazu - gehe es langsam mit Ruhe und bedacht an (gerade wegen deiner Rückenprobleme, vor allem lass dir diese nicht auf die psychosomatische Schiene abschieben, was allzugerne versucht wird (auch bei mir trotz eindeutiger Ct-Bilder)). Meide Treppen, bücke dich immer mit beadacht und überlege dir genau ob du alle körperlich aktivitäten ohne größere Schmerzen verrichten kannst (z.B. weitere Strecken laufen oder längeres stehen). Komme dabei nie auf den Gedanken - ach das bischen Schmerzen ertrage ich schon, nein du willst keine weiteren Schmerzen, davon hast du inzwischen genug gehabt. Achte auch bei der gymnastik darauf, denn manche Übungen sind hinterhältig und lassen sehr schnell erkennen ob da was ist oder nicht.

Denke auch immer daran, in der Freizeit steht man in den Rehaorten auch unter passiver Kontrolle, denn auch das Personal wohnt meist im Ort. Das ganze hat System, was mein ehemaliger Zimmergenosse belegen kann. Tanzen oder derartige aktivitäten sind da für einen orthopädischen Patienten mehr als kontraproduktiv.

Was seitens der Psychologen so alles abläuft - nun ja da ist Doppeloma der weit bessere Ansprechpartner.

Ich will auch nicht verhehlen, daß man mich aus der ersten Reha bereits nach 2 Wochen entlassen hat, weil ich mich mit dem Stationsarzt und Klinikleiter in die Wohle bekam, wegen Heimfahrten (50km) am Wochenende, die man uns verweigerte weil wir dafür angeblich keinen Versicherungsschutz hätten (lt. meiner KV unsinn). Zur Untermauerung meiner Ansichten legte ich dazu demonstrativ die ZPO und das BGB (Wälzer mit tausenden Seiten wie im Gericht) auf den Schreibtisch. Na ja wie gesagt, nach zwei Wochen war dann Schluss, aber zu meiner Verwunderung wurde ich dennoch AU entlassen und bekam sogar die Empfehlung dringend eine ABE (Arbeitsbelastungserprobung) als Anschlussmaßnahme durchzuführen, da man mich für meinen erlernten Beruf (Maschinenbau) berufsunfähig ansah.

Dazu mein Rat, nicht alles was die Herrschaften in der Reha so verlangen ist immer rechtens, da muß man sich auf seinen Verstand und seine eigene Lebenserfahrung weit mehr verlassen und sich nicht alles gefallen lassen nur weil man in einer Reha ist. Auch wenn die DRV die kosten übernimmt.

Ansonsten kann ich mich Doppelomas Ausführungen anschließen.

Übrigens zum Thema laufende Zahnbehandlung vor der Reha.

Nun ja wenn du bereits vor dem Rehaantrag dort in Behandlung warst, dann würde ich die auch unbedingt abschließen, denn auch Zähne können als Faktor für manche Erkrankungen herhalten (nachgewiesen). Da die DRV hier ja Kostenträger ist, wäre eine eventuelle Terminverschiebung mit der abzuklären.

Ich persönlich und das ist nur meine Meinung, würde mir da weniger Sorgen mit der AfA machen, solange du von denen keine Post bekommst. Du hast die Reha beantrag und alles weitere klärst du mit der DRV (Termine/ggf. Verschiebung etc.).


Grüße saurbier
saurbier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.09.2017, 10:07   #18
brikla
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brikla
Standard AW: Bin krankheitsbedingt in ungekündigtem, aber ruhendem Arbeitsverhältnis und weiß nicht mehr weiter. Ich bitte um Hil

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Hallo brikla,

Du darfst dich nicht hetzen lassen, das ist zwar leichter gesagt als getan, aber die Therapiepläne sind durchaus mal ziemlich straff, wer sich da nicht meldet und sich dagegen wehrt, wird später wohl als "sehr belastbar" angesehen.

Denn so eine Reha ist ja letztlich auch eine Art "Belastungstest".

Das ist mir bewusst und auch ein Problem bei mir... ich wurde von Kind auf "gedrillt", zu MÜSSEN




Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Ganz intensiv wird SPORT gemacht in allen möglichen Variationen, fast täglich gab es irgendeine Sport-Einheit von Gymnastik-Übungen bis "Rückenschule" aber auch mal Federball (im dortigen Gartenbereich), Joggen zusammen und auch alleine auf den Klinik-Gelände, auch Walking wurde gemacht ... Wassergymnastik wurde auch angeboten, weil es ein Schwimmbad gab.

Ist in der Regel Pflicht daran teilzunehmen auch wenn man ein "Sport-Muffel" ist (wie ich ), ins Schwimmbad zu gehen habe ich verweigert, weil ich das Chlorwasser nicht vertrage und auch sonst nicht gerne in relativ kaltem Wasser bin.


Da liege ich mit Dir auf einer Welle. Ich mag das nicht, alleine schon wegen anderer Menschen im gleichen Becken. Sportmuffel bin ich ebenfalls, ich kenne Sport nur vom TV oder aus der Zeitung.



Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Das war mir allerdings auch schon genug Sport, ich fühlte mich insgesamt müde und kaputt, da war mir nicht nach so viel Bewegung ... trotzdem sollte man zumindest "anwesend" sein und den anderen zusehen.
Da ich außer den Depressionen auch schlimme Rückenschmerzen (Ischias) habe, kann ich schon im Haushalt nur mit Pausen das nötigste tun. Wenn wir einkaufen gehen, kann ich nach spätestens 30 Minuten kaum noch gehen, vor Schmerzen.



Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Er fragte mich im ersten Gespräch was ich mir von dieser Reha erwarte und ich antwortete ehrlich, dass ich NICHT viel erwarte, weil es nicht mein Wunsch war diese Reha (zumindest zu diesem Zeitpunkt) zu machen.

So hatte ich meinen Stempel "mangelnde Motivation" wohl direkt auf der Stirn und später auch im Reha-Bericht ... schade nur, dass man sich gar nicht die Mühe gemacht hat, daran was ändern zu wollen.


Das ist ein wichtiger Hinweis für mich! Denn ich habe ja auch null Motivation, diese Reha zu machen, aber muss mich dem Willen des Arbeitsamtes beugen. Und da ich die Erwerbsminderungsrente anstrebe, werde ich tun was und solange ich kann (wird eh nicht viel sein, erfahrungsweise..) und ehrlich sagen, wenn ich etwas einfach NICHT oder nicht MEHR kann!



Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
In der ersten Woche wurden in dieser Klinik etliche Psycho- und Konzentrations-Testreihen am PC vorgenommen, die sehr anstrengend waren aber von mir natürlich "tapfer" durchgezogen wurden ... am Ende der Reha noch einmal zum "Beweis" der Besserungen im Reha-Bericht ...


Da ja meine Tätigkeit bei meinem Arbeitgeber genau das ist, was ich haben MUSS (hohe Konzentration, Merkvermögen, großes Denkvermögen...) hoffe ich, das die Klinik, in die ich gehen werde, auch dieses anbietet und ich dort dann auch diese Ausfallserscheinungen zeige und die Therapeuten oder wer auch immer, dies richtig erkennen und einschätzen.




Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Auch Ergotherapie war wichtig, SEHR wichtig sogar, ich weiß nur nicht wofür in meinem Falle, auch jede Woche 1,5 Stunden, kann sogar 2 Mal gewesen sein, weiß ich nicht mehr genau.

Ich habe generell weder Interesse daran Weidenkörbchen zu flechten, noch befriedigt es mich irgendwie mit "Speckstein" zu arbeiten oder Textilien zu bemalen (gegen extra-Geld übrigens die Textil-Malerei) auch Mandalas bunt machen beruhigt meine Nerven NICHT ... dieses (für mich sinnlose) "Gefummele" regt mich eher auf ...


Auch da stimme ich mit Dir überein, ich hasse dieses dämliche, in meinen Augen unnötige "Gedönse". Ich lese lieber und habe meine Ruhe.



Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Damit ich meine Konzentration wieder stärke, sollte ich ja dann auch bald listenweise Zahlen sortieren, nach den korrekten und weniger korrekten ... na so ähnlich muss sich wohl Aschenbrödel gefühlt haben ...


DAS könnte mir auch helfen, zu zeigen welche Ausfälle ich habe, die ich aber für meine Tätigkeit zwingend brauche.



Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Natürlich gibt es auch reichlich Entspannungsübungen, die man dort (für zu Hause später) üben und lernen kann, na gut es gab nur nach "Jakobsen", weil nur ein Therapeut genau davon Ahnung hatte ...

Das war wöchentlich 2 Mal in der Gruppe dran ... mit 6 - 8 (wieder anderen Menschen) in einem kleinen Kabuff, wo wir entweder auf unbequemen Stühlen saßen oder auf Matten am Fußboden, wie die Heringe aneinanderlagen.

Es dudelte Musik von einem Player und dazu "sprach der Meister" was wir anspannen und entspannen sollten ... ich mochte schon das ständige "Gedudel nicht" (wegen meinem Tinnitus) und mit der "Entspannung" war es spätestens vorbei wenn der erste Mitpatient zu schnarchen angefangen hat ... und irgendwer fing IMMER an zu schnarchen


DAS kenne ich aus anderen Kliniken ebenfalls und kann mich darauf überhaupt nicht einlassen, im Gegenteil. MICH macht das aggressiv!!



Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Einige wurden auf Medikamente (Psychopharmaka) eingestellt oder die wurden geändert, das hat man bei mir nicht versucht, hätte ich auch abgelehnt, so was mache ich nur mit meinen behandelnden Ärzten zusammen.


Ich werde mir auch keine anderen Medikamente aufschwatzen lassen, da ich schon viele Jahre lang immer wieder die unterschiedlichsten ausprobiert habe. ich kann sie gar nicht mehr alle aufzählen und mir hat nichts wirklich geholfen. Jedenfalls nicht auf Dauer!



Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Na-Ja, ich habe es überlebt und vielleicht wird es ja in deiner Reha-Klinik VIEL netter sein ...


Ich hoffe es, die Bewertungen dahingehend im I-Net sind jedenfalls fast durchgängig positiv.




Vielen lieben Dank für Deine ausführliche Antwort!
brikla ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.09.2017, 17:39   #19
Doppeloma
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Ausrufezeichen AW: Bin krankheitsbedingt in ungekündigtem, aber ruhendem Arbeitsverhältnis und weiß nicht mehr weiter. Ich bitte um Hil

Hallo brikla,

super bekommst du das jetzt hin mit dem Zitieren, da hat man doch gleich mehr Überblick in deinen Texten.

Was @saurbier zu den orthopädischen Rehas schreibt kann ich durchaus bestätigen, allerdings nicht aus eigener Erfahrung (ich habe zum Glück keinerlei ernsthafte orthopädische Probleme), mein Männe hatte mehrfach solche Rehas, als er noch im aktiven Berufsleben war.

Die fand er auch immer recht hilfreich, zumal er die ja auch immer freiwillig über unsere Hausärztin beantragt hatte.
Leider haben die positiven Wirkungen immer weniger lange vorgehalten wenn er danach wieder in den Knochen-Job zurück gegangen war.

In rein psychosomatischen Rehas ist eher NICHT damit zu rechnen, dass du dafür viele besondere Anwendungen bekommen kannst und wirst, dafür sind die einfach nicht vorgesehen.

Mit viel Glück (und den passenden Arztberichten / Befunden in Kopie dabei !!!) wird man deine Einschränkungen bei den körperlichen Aktivitäten akzeptieren müssen und mit noch mehr Glück bekommst du mal eine entspannende Massage mehr verordnet als die anderen Patienten.

Auf weitere orthopädische Maßnahmen sind die Kliniken meist gar nicht eingerichtet, haben weder das Personal noch die nötigen Gerätschaften dafür ... es gibt wohl wenige die so kombiniert sind, ob deine Klinik auch dazu gehört kann ich nicht beurteilen.

Meine spezielle Unterstützung (überwachtes Kardio-Training) ergab sich auch nur "zufällig", weil es die entsprechende Reha-Klinik auf dem gleichen Komplex gegeben hat.

Da wollte ich eigentlich schon nach der Klappen-OP zur Reha hin (wäre für Männe einfacher gewesen mich zu besuchen) aber da hätte ich noch auf einen Platz warten müssen und länger in der Akut-Klinik bleiben.
Dort habe ich es aber auch langsam nicht mehr ausgehalten, also bin ich dann in eine andere Reha-Klinik gekommen, die mich sofort aufnehmen konnte (10 Tage nach der Herz-OP), denn für zu Hause war ich einfach noch zu schwach.

Ich wäre ja nicht mal in die 3. Etage bis zur Wohnung gekommen ... die Herz-Reha war ansonsten sehr gut (auch das Essen schmeckte ), das hat mir SEHR geholfen nach der OP zumindest wieder alltagstauglich zu werden, ich bin also kein sturer "Reha-Gegner", wenn es wirklich SINNVOLL ist.

Mir war es aber sicherer auch in der psychosomatischen Reha noch parallel "Herz-betreut" zu werden, es war ja noch nicht so lange her und einige sportliche Übungen sollte man mit relativ frisch "verdrahteten Rippchen" und auch sonst zukünftig besser vermeiden.

Im psychosomatischen Reha-Bereich war das aber eigentlich ALLES kein Thema, ich sollte mich einfach "nicht so anstellen", dann geht auch ALLES ...

Zitat:
Sportmuffel bin ich ebenfalls, ich kenne Sport nur vom TV oder aus der Zeitung.
Es hatte also auch medizinische Gründe, du solltest dir unbedingt Unterlagen von deinen Ärzten mitnehmen, mir hat man dort nach 2 Wochen in der Visite erklärt, dass man ja eigentlich überhaupt NICHTS von mir wisse, weil es keine Arztberichte gibt.

Schon mutig wenn man darauf dann einen Therapieplan aufbaut und von mir auch nichts dazu hören will, wo ich selbst meine Probleme sehe ???
Meiner eindringlichen Bitte (Zustimmung dort sogar einfach mal anzurufen) sich doch die nötigen Informationen von meinen Ärzten zu besorgen (die waren ja auch alle vor Ort) wurde aber auch nicht nachgekommen ...

Zitat:
Da ich außer den Depressionen ...
Die psychischen Diagnosen von meinem Psychiater wurden direkt in Frage gestellt ... ich hatte weder Erschöpfungs-Depressionen noch einen "BurnOut" ... ich hatte einfach KEINE Lust wieder zu arbeiten ...

Ich brauchte keine RUHE sondern Bewegung und Aktion, um wieder in das stressige Berufsleben zurück zu kehren, was mich (nach der Herz-OP) psychisch krank gemacht hatte ...

Im Bericht stand dann was von einer "Arbeits-Platz-Phobie" und weitere "Persönlichkeits-Störungen", die mein Psychiater bis dahin noch gar nicht entdeckt hatte an mir.

Wenigstens musste ich dann doch nicht mehr an den vorhandenen Arbeitsplatz (CallCenter) zurück (es war nicht der Stress, es war die Phobie) und so musste die KK dann weiter Krankengeld zahlen, nach dieser Reha bis zur Aussteuerung.

Eine Berentung wegen EM kam natürlich auch nicht in Frage, es gibt ja noch genug andere Arbeit am "allgemeinen Arbeitsmarkt" ... den Antrag (auf EM-Rente) habe ich dann erst nach der Aussteuerung gestellt (fast 1 weiteres Jahr später auf Wunsch der AfA).

Trotzdem war schon im Reha-Bericht nachzulesen, dass ich eine "Renten-Jägerin" sei ... der Therapeut hatte mal (eher so "nebenbei") gefragt, ob ich daran schon mal gedacht hätte ... ?
ICH
habe dazu KLAR NEIN gesagt ... zu der Zeit hatte ich daran tatsächlich noch nicht gedacht ...

Zitat:
Das ist ein wichtiger Hinweis für mich! Denn ich habe ja auch null Motivation, diese Reha zu machen, aber muss mich dem Willen des Arbeitsamtes beugen.
Dazu habe ich dir ja oben schon geschrieben, du hättest ebenso DIREKT die EM-Rente beantragen können, damit brauchst du denen in der Reha NICHT zu kommen, so viel "Ehrlichkeit" wird dir später im Reha-Bericht auf die Füße fallen.

Zitat:
Und da ich die Erwerbsminderungsrente anstrebe, werde ich tun was und solange ich kann (wird eh nicht viel sein, erfahrungsweise..) und ehrlich sagen, wenn ich etwas einfach NICHT oder nicht MEHR kann!
Vergiss es einfach, das war eher als Warnung gedacht was du besser für dich behalten solltest ... ob du selber glaubst noch zu können oder nicht, das interessiert die dort nicht ernsthaft und der "Erfolg" einer med. Reha der DRV besteht nicht darin, dich mit Aussicht auf EM-Rente zu entlassen.

Zitat:
Da ja meine Tätigkeit bei meinem Arbeitgeber genau das ist, was ich haben MUSS (hohe Konzentration, Merkvermögen, großes Denkvermögen...) hoffe ich, das die Klinik, in die ich gehen werde, auch dieses anbietet und ich dort dann auch diese Ausfallserscheinungen zeige und die Therapeuten oder wer auch immer, dies richtig erkennen und einschätzen.
Ob das überall so oder ähnlich gemacht wird weiß ich nicht, die Ergebnisse werden letztlich IMMER so ausfallen, dass es nach Erfolg für die Klinik aussieht, diese Testergebnisse bekommst du in der Regel selber gar nicht zu sehen und die Auswertungen auch nicht ...

Wenn du (wie ich damals) für deinen aktuellen AG nicht mehr geeignet bist, dann bescheinigt man dir (gerne) zur Entlassung die Berufs-Unfähigkeit für diese Tätigkeit und ansonsten sollst du dir dann einfach eine andere Arbeit suchen gehen, die nach Ansicht der Klinik noch Vollzeit möglich ist.

Zitat:
Auch da stimme ich mit Dir überein, ich hasse dieses dämliche, in meinen Augen unnötige "Gedönse". Ich lese lieber und habe meine Ruhe.
Ich bin für diesen ganzen "künstlerischen Beschäftigungkram" nicht zu haben, der angeblich zu RUHE und zur "inneren Mitte" führen soll.

Und erzwungene Konzentrations- und Merk-Übungen wenn man eigentlich gar nicht mehr richtig denken kann, weil das Gehirn MÜDE ist (wie mein Psychiater im EEG nachweislich festgestellt hatte) und der Rest vom Körper eigentlich auch NUR NOCH NACH RUHE "schreit" ... sind eher nicht der psychischen Genesung förderlich.

Gerade in einer solchen Klinik sollte man annehmen dürfen, das sei bekannt, aber diesen Eindruck hatte ich zumindest in den ganzen 6 Wochen nicht ... ohne die Androhung der KK mein Krankengeld sonst zu streichen, wäre ich freiwillig überhaupt nicht in eine solche Reha gegangen.

Außerhalb der Therapie-Zeiten habe ich fast nur erschöpft auf meinem Zimmer gelegen und geschlafen, sofern es mir noch nicht möglich war einfach nach Hause zu verschwinden, wo mich mein Partner liebevoll umsorgt hat, bis er mich spät Abends wieder in der Klinik abgeliefert hat.

Hätte auch später (nach 2 oder 3 Wochen) auf "ambulant" umstellen können aber die Patienten, die das gemacht haben waren auch nur total gestresst damit und haben das schnell bereut ... das ist "schlimmer als Vollzeit arbeiten gehen" meinten Einige.

Sie hatten ja nicht mal mehr Zimmer wo sie sich in längeren Therapiepausen zurück ziehen konnten und von 7:30 Uhr bis 16 Uhr war Anwesenheitspflicht, nur ganz selten durften die mal früher nach Hause fahren, weil nachmittags Therapien ersatzlos ausgefallen sind.

Ich musste zwar Nachts dort schlafen aber dafür konnte ich am Tage weg wenn meine Therapien beendet waren, brauchte mich nur ordentlich (auch von den Mahlzeiten) abmelden, damit mich Keiner vom Personal vermissen wird.

Es ist allerdings richtig, dass man auch vom gesamten Klinik-Personal (bis zur Putzfrau) ständig beobachtet wird und Einiges davon auch im Reha-Bericht landet ... vielleicht war ich denen ja auch schon "zu viel alleine unterwegs", ich habe ja nicht erzählt wo ich war in meiner (fast täglichen) stundenlangen Abwesenheit ...

In den umliegenden Gaststätten war ich aber auch nie anzutreffen und bei den Diskos die in der Klinik 2 Mal veranstaltet wurden, war ich auch NICHT, das habe ich schon meinem Tinnitus nicht antun wollen und es war mir auch NICHT nach "feiern" zu Mute ...

Zitat:
DAS kenne ich aus anderen Kliniken ebenfalls und kann mich darauf überhaupt nicht einlassen, im Gegenteil. MICH macht das aggressiv!!
Das gehört aber zum Programm und wirst du kaum ablehnen können ...
Wir wurden anschließend immer gefragt (vom Therapeuten) wie es uns "gefallen" hat und ob es was gbracht hat ... war aber eigentlich EGAL, denn man musste trotzdem weiter mitmachen.

Ich habe immer wieder auf den Tinnitus hingewiesen und, dass ich mich da schon deswegen nicht entspannen kann und wie mich die "Schnarcher" stören ...

Im Bericht wurde dann beschrieben, wie wohltuend das war (angeblich) und der Tinnitus wurde im ganzen Bericht überhaupt NICHT erwähnt ... den hatte ich irgendwie gar nicht ... ?

Wegen der Medikamente solltest du dich gar nicht erst auf Diskussionen einlassen und irgendwelche "Entschuldigungen" suchen, das machst du nur zusammen mit deinen Ärzten und das hat denen zu genügen.

Es muss ja auch darauf geachtet werden, welche sonstigen Medikamente man nimmt und welche weiteren Gesundheitsprobleme vorhanden sind, ehe man beginnt solche Medikamente in einer Reha einzunehmen.

Dazu haben die meist gar nicht die erforderlichen Unterlagen und noch weniger die medizinische Kompetenz das im Zusammenhang mit fachfremden Befunden richtig beurteilen zu können ...

Sogar mein Psychiater hat sehr bald einen deutlichen (schriftlichen) Hinweis von den Kardiologen bekommen, dass er Psychopharmaka möglichst vermeiden sollte, da die meist eine sehr negative Wirkung auf das Herz- / Kreislaufsystem haben.

Besonders am Beginn der Einnahme ist das Risiko sehr hoch, dass unerwünschte kardiologische Nebenwirkungen auftreten, gegen die ich ohnehin schon (lebenslang) Medikamente einnehmen muss.

Da brauche ich wirklich keine Experimente in einer psychosomatischen Reha ... weil man meint das "sei aber gut für mich" ...

Zitat:
Ich hoffe es, die Bewertungen dahingehend im I-Net sind jedenfalls fast durchgängig positiv.
Die Bewertungen zu meiner Reha-Klinik habe ich erst anschließend gelesen, die waren / sind auch vielfach positiv, es kommt ja auch immer auf das Empfinden und die Erwartungen des Einzelnen an dabei.

Wer einfach nur mal 6 Wochen vom Job "ausspannen" wollte, war da sicher auch richtig (die wurden auch vom Personal umgarnt), das waren eben die "fleißigen Arbeitstiere", die das auch so verdient hatten.

Die zum Teil auch sehr negativen Bewertungen (für die Klinik in der ich gewesen bin) stammen vermutlich auch eher von denen, die sehr schlecht psychisch dran waren und die dort zumindest offenbar fehl am Platze waren, weil man auf ernste Probleme gar nicht bereit war intensiv einzugehen und sich damit zu beschäftigen.

Dort war ALLES versammelt ... auch Fälle, wo man sich schon als Mit-Patient gefragt hat, warum die nicht in der Akut-Klinik oder in einer Entzugsklinik (aktiv Alkohol- / Tabletten-Süchtige) sind und erst mal behandelt werden, ehe man sie (angeblich) für den Arbeitsmarkt "rehabilitieren" will ...

Aber das wäre schon wieder ein ganz anderes Thema ...

MfG Doppeloma
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Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

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Alt 16.09.2017, 16:17   #20
brikla
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brikla
Standard AW: Bin krankheitsbedingt in ungekündigtem, aber ruhendem Arbeitsverhältnis und weiß nicht mehr weiter. Ich bitte um Hil

Zitat von saurbier Beitrag anzeigen

Wie Doppeloma schon schrieb, soll der straffe Tagesablauf mit gefühlt ein wenig hetze natürlich dazu dienen fürs Personal/Ärzte zu erkennen ob man gesundheitlich auch mitspielen kann, denn man soll ja arbeitsfähig entlassen werden.
Mein Rat dazu - gehe es langsam mit Ruhe und bedacht an (gerade wegen deiner Rückenprobleme, vor allem lass dir diese nicht auf die psychosomatische Schiene abschieben, was allzugerne versucht wird (auch bei mir trotz eindeutiger Ct-Bilder)). Meide Treppen, bücke dich immer mit beadacht und überlege dir genau ob du alle körperlich aktivitäten ohne größere Schmerzen verrichten kannst (z.B. weitere Strecken laufen oder längeres stehen). Komme dabei nie auf den Gedanken - ach das bischen Schmerzen ertrage ich schon, nein du willst keine weiteren Schmerzen, davon hast du inzwischen genug gehabt. Achte auch bei der gymnastik darauf, denn manche Übungen sind hinterhältig und lassen sehr schnell erkennen ob da was ist oder nicht.

Ja, soweit bin ich auch schon Dank Euch gekommen, das ich höllisch aufpassen werde. Hmm.. soviel aufpassen muss ich eigentlich gar nicht, weil ich das mit dem Ischias ja nun wirklich nicht spiele, sondern teilweise ganz arge Schmerzen habe. Und DAS werde ich auch dort zeigen. Auch in der Freizeit.


Zitat von saurbier Beitrag anzeigen
Denke auch immer daran, in der Freizeit steht man in den Rehaorten auch unter passiver Kontrolle, denn auch das Personal wohnt meist im Ort. Das ganze hat System, was mein ehemaliger Zimmergenosse belegen kann. Tanzen oder derartige aktivitäten sind da für einen orthopädischen Patienten mehr als kontraproduktiv.

Oh Gott, danach steht mir nichtmal ansatzweise der Sinn!


Zitat von saurbier Beitrag anzeigen
Ich will auch nicht verhehlen, daß man mich aus der ersten Reha bereits nach 2 Wochen entlassen hat,............ Na ja wie gesagt, nach zwei Wochen war dann Schluss, aber zu meiner Verwunderung wurde ich dennoch AU entlassen

Sorry Saurbier, ich habe es jetzt mal auf das für mich wesentliche gekürzt... Es wäre ja ZU schön, wenn die bei mir auch so schnell erkennen würden, das da nicht mehr viel zu verbessern ist, jedenfalls nicht SO, das ich wieder/weiter arbeitsfähig bin.


Zitat von saurbier Beitrag anzeigen
Dazu mein Rat, nicht alles was die Herrschaften in der Reha so verlangen ist immer rechtens, da muß man sich auf seinen Verstand und seine eigene Lebenserfahrung weit mehr verlassen und sich nicht alles gefallen lassen nur weil man in einer Reha ist. Auch wenn die DRV die kosten übernimmt.

Ja, ich geb mein Bestes, von meinem kaum noch vorhandenen Selbstbewusstsein Gebrauch zu machen und zu sagen, wenn mir was nicht passt


Zitat von saurbier Beitrag anzeigen
Übrigens zum Thema laufende Zahnbehandlung vor der Reha.
Nun ja wenn du bereits vor dem Rehaantrag dort in Behandlung warst, dann würde ich die auch unbedingt abschließen, denn auch Zähne können als Faktor für manche Erkrankungen herhalten (nachgewiesen). Da die DRV hier ja Kostenträger ist, wäre eine eventuelle Terminverschiebung mit der abzuklären.

Ich persönlich und das ist nur meine Meinung, würde mir da weniger Sorgen mit der AfA machen, solange du von denen keine Post bekommst. Du hast die Reha beantrag und alles weitere klärst du mit der DRV (Termine/ggf. Verschiebung etc.)

Genau so mache ich das auch. Das hatte ich der Klinik bereits per Telefon mitgeteilt. Um die AfA mache ich mir da keinen Kopf, auch nicht um die DRV. Es sei denn, es käme noch etwas unvorhergesehenes dazu, dann klar...


Ach, im übrigen: Es ist eine psychosomatisch/orthopädische Klinik! Also können die sich auch mit meinem Ischias befassen


Heute kam die Post mit dem Aufnahmetermin, am 31.10.17 soll ich antanzen. Toll. GANZ toll. Warum? Weil es mein/unser 1 Hochzeitstag ist!! Und wir den ganz besonders feiern wollten!

Denn für uns beide ist dieser Tag kein gewöhnlicher Hochzeitstag, das hat tiefere Gründe. Aber das erzähle ich Euch an anderer Stelle vll mal irgendwann. Hier ist nicht der richtige Ort dafür jetzt.

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Zurück nochmal zu den Unterlagen, die heute gekommen sind. U.a. ist da ein mehrseitiger Patientenfragebogen dabei, wo ich auch Seiten ausfüllen muss, wo es ans "Eingemachte" geht.

Sprich Kindheit, wie-wo-bei wem ich aufwuchs, ob ich mich geliebt-akzeptiert-verstanden fühlte (von 0-10) usw. solcher Dinge.

Mir ist grottenschlecht und ich kann mich dem zur Zeit nicht stellen.

Es ist mir unmöglich, ich zittere schon beim Lesen der Fragen!
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Alt 17.09.2017, 16:50   #21
saurbier
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Standard AW: Bin krankheitsbedingt in ungekündigtem, aber ruhendem Arbeitsverhältnis und weiß nicht mehr weiter. Ich bitte um Hil

Hallo brikla,

Zitat:
Zurück nochmal zu den Unterlagen, die heute gekommen sind. U.a. ist da ein mehrseitiger Patientenfragebogen dabei, wo ich auch Seiten ausfüllen muss, wo es ans "Eingemachte" geht.

Sprich Kindheit, wie-wo-bei wem ich aufwuchs, ob ich mich geliebt-akzeptiert-verstanden fühlte (von 0-10) usw. solcher Dinge.

Mir ist grottenschlecht und ich kann mich dem zur Zeit nicht stellen.

Es ist mir unmöglich, ich zittere schon beim Lesen der Fragen!
Na ja, daß ist "psychisch somatisch".

Ich hab damals auch in einem MDK-Gutachten den Hinweis auf psychisch somatoforme Erkrankung stehen gehabt, wobei der Dipl. Mediziner mich am liebsten in einer psychiatrischen Klinik sehen wollte.

Für unfähige Ärzte ist es hierzulande doch nichts einfacheres als als Gutachter auf eine solche Erkrankung abzustellen.

Dann ist es der Kopf des Patienten der an allem Schuld ist. Diesen Trend bestätigen doch inzwischen die Statistiken der KK´s (hier Aussage der AOK) wonach psychische Erkrankungen seit 2005 um 80% zugenommen haben sollen.

Nehmt es mir nicht übel, aber ich glaube nicht an solch einer starken zunahme.

Sicherlich mag den einen oder anderen der berufliche Stress zusetzen, aber andererseits ist ein Abschieben auf diese Schiene der einfachste Weg inkompetenter Ärzte wie sie leider sehr häufig bei solchen Gutachten anzutreffen sind.

Da bleib ich dann bei meiner eigenen Erfahrung, wo mich ein Orthopäde als Gerichtsgutachter sowie zuvor Arbeitsmediziner als auch Orthopäden bis hin zum Klinik Prof. und zu guter letzt mein Schmerztherapeut unter anderem mit der bildgebenden Technik meine Erkrankung bestätigten. Da soll plötzlich alles nur noch vom Kopf kommen und das nur deshalb weil ich mich mit meiner Beschwerde an den Krankenkassenvorstand wandte - was diese MDK-Gutachter nicht nachvollziehen konnte - ha ha.

Wenn du dich wegen deiner ischias-Probleme nicht bewegen kannst, dann dürfte das wohl weniger dein Kopf als mehr ein Problem im LWS-Bereich sein.

Also lass dich nicht so einfach in die psychische Richtung abschieben, selbst wenn es auch da Probleme gibt (berufliche Stress durch Arbeitsverdichtung).

Ich hab damals in der ABE auch solche Psychologen Fragen vorgelegt bekommen und kaum was ausgefüllt. Im Persönlichen Gespräch mit dem Psychologen hab ich diesen dann gefragt was meine Eltern und deren Lebensgeschichte hier und jetzt mit meinen kaputten Knochen bzw. meinen unzähligen Arbeitsunfällen/Erkrankungen zu tun hätten, für welche es ja die unzähligen Röthgenbilder/CRT-/MRT-Aufnahmen gäbe. Plötzlich wurde er ganz still und beendete die Sitzung. Sein Befund gab mir grünes Licht für eine Umschulung - ich wisse was ich wolle!

Aber das ist mein Weg - nicht deiner, der ganz anders sein kann. Ich brauchte damals keinen um mein Herz auszuschüten, wie es manche psychisch Kranke eben schon brauchen um sich mal alles von der Seele zu reden.

Da du nun mit 57 Jahren sozusagen aussteigen willst, mußt du dir leider auch im klaren sein, daß die DRV das eben nicht so gerne mitmachen möchte. Da mußt du dann schon eine gute Begründung auf den Tisch legen, abseits deiner 60 GdB und Ischias als Teilzeitkraft, denn der erste Schritt bei der DRV wäre ja eben eine Teil-EMR (3-6Std.tägl.) und damit verbunden dann der Umstieg von Vollzeit auf nur noch Teilzeitarbeit.

Das man dir nun einen solchen psychologischen Fragebogen hat zukommen lassen, dürfte auch in deinen rezidivierende Depressionen und generalisierte Angststörungen zu finden sein, denn ich hab bisher nicht einen solchen Fragebogen im Vorfeld erhalten und selbst wärend der Rehas waren meine psychologischen Gespräche auf wenige Minuten begrenzt.

Vielleicht kannst du dazu ja mal mit deinem behandelnden Arzt ein Gespräch suchen.


Grüße saurbier
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Alt 18.09.2017, 02:20   #22
Doppeloma
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Ausrufezeichen AW: Bin krankheitsbedingt in ungekündigtem, aber ruhendem Arbeitsverhältnis und weiß nicht mehr weiter. Ich bitte um Hil

Hallo brikla,

Zitat:
Genau so mache ich das auch. Das hatte ich der Klinik bereits per Telefon mitgeteilt. Um die AfA mache ich mir da keinen Kopf, auch nicht um die DRV. Es sei denn, es käme noch etwas unvorhergesehenes dazu, dann klar...
Um die AfA musst du dir auch vorerst keinen Kopf machen, allerdings solltest du nicht versäumen den Anreisetermin rechtzeitig (und nachweislich) dort mitzuteilen.

Das hat aber schon noch etwas Zeit wenn es erst Ende Oktober losgehen wird, man weiß ja nie genau was noch dazwischen kommen könnte.

Zum 01.11. wirst du dann von der AfA den Aufhebungsbescheid bekommen (für das ALGI), denn dein Anspruch dort "ruht" ja dann wegen der Zahlung von Übergangsgeld von der DRV.

Nach der Reha wirst du dann neu ALGI beantragen müssen, damit die weiterzahlen, ist eigentlich (gesetzlich) erst nach 6 Wochen Unterbrechung nötig, aber von den Ausgesteuerten wird es meist trotzdem verlangt auch wenn die Unterbrechung kürzer war.

Zitat:
Ach, im übrigen: Es ist eine psychosomatisch/orthopädische Klinik! Also können die sich auch mit meinem Ischias befassen
Na hoffendlich tun die das auch intensiv genug, damit du da wenigstens etwas Erleichterung bekommen wirst für eine gewisse Zeit.

Zitat:
Heute kam die Post mit dem Aufnahmetermin, am 31.10.17 soll ich antanzen. Toll. GANZ toll. Warum? Weil es mein/unser 1 Hochzeitstag ist!! Und wir den ganz besonders feiern wollten!
Den werdet ihr wohl nachfeiern müssen, das dürfte die Reha-Klinik kaum interessieren, auch nicht die besonderen Gründe dafür.

Zitat:
Denn für uns beide ist dieser Tag kein gewöhnlicher Hochzeitstag, das hat tiefere Gründe. Aber das erzähle ich Euch an anderer Stelle vll mal irgendwann. Hier ist nicht der richtige Ort dafür jetzt.
Kannst du gerne mal tun wenn du das möchtest aber das bleibt natürlich NUR DIR überlassen, JEDER schreibt hier NUR das was er auch mitteilen möchte ...

Zitat:
Zurück nochmal zu den Unterlagen, die heute gekommen sind. U.a. ist da ein mehrseitiger Patientenfragebogen dabei, wo ich auch Seiten ausfüllen muss, wo es ans "Eingemachte" geht.
Merke dir direkt, dass du NICHTS davon wirklich "musst", fülle aus was du magst und den Rest lässt du einfach offen.

Mach dir auch eine Kopie davon für deine Unterlagen (wenn du was ausgefüllt haben solltest), von der Klinik wirst du keine bekommen.

Sehr häufig interessiert das später in der Klinik nicht mal Jemanden, ob du was ausgefüllt hast davon oder nicht und wenn nachgefragt wird, dann sagst du eben ehrlich, dass du nicht dazu in der Lage gewesen bist.

Zu viel "Fleiß" bei diesen Sachen kann schon dein erster Fehler sein, das ist oft schon ein erster "Belastungstest", ich weiß gar nicht mehr genau ob ich auch solche Fragebögen hatte für meine Reha ...

So umfangreich wie du das beschreibst jedenfalls nicht, du solltest dir lieber ein paar wichtige Befunde und Berichte noch bei deinen Ärzten besorgen, die du (in Kopie) mitnehmen kannst in die Reha-Klinik.

Die haben und wissen sonst NICHTS Genaueres von dir und deinen gesundheitlichen Problemen, was nicht im Reha-Antrag schon erwähnt wurde.

Zitat:
Sprich Kindheit, wie-wo-bei wem ich aufwuchs, ob ich mich geliebt-akzeptiert-verstanden fühlte (von 0-10) usw. solcher Dinge.
Wie schon erwähnt wurde ist das typisch für eine psychosomatische Reha und ich muss @saurbier auch wieder zustimmen, dass man viele körperliche Gesundheitsprobleme inzwischen versucht "auf die Psyche" abzuwälzen...

Denn Arbeit macht nicht krank, man "steigert" sich nur rein in seine "Zipperlein", das wurde auch meinem Männe immer wieder eingeredet, zuletzt musste er ja sogar zum Psychiatrischen DRV-Gutachten für seine EM-Rente, dabei war er seit fast 5 Jahren wegen orthopädischer Probleme AU geschrieben.

Nach diesem Gutachten wurde dann aber die EM-Rente bewilligt, direkt bis zur Altersrente ... so nehmen die psychischen Gründe für EM-Renten (künstlich) zu und wegen orthopädischer Krankheiten (wie früher) werden inzwischen deutlich weniger EM-Renten bewilligt ...

Man baut sich bei der DRV die EM-Rentner-Welt eben auch so wie es der Statistik "gefällt" ... ist alles nur "psychosomatisch bedingt" ...

Zitat:
Mir ist grottenschlecht und ich kann mich dem zur Zeit nicht stellen.
Es ist mir unmöglich, ich zittere schon beim Lesen der Fragen!
Dann gehörst du eigentlich NICHT in eine psychosomatische Reha sondern erst mal in intensive Psychotherapie, wobei ich dieses ständige "Gegrabe nach den Kindheits-Traumen" mit Mitte 50 auch höchst überflüssig gefunden habe.

Ich denke mal wer bis dahin seinen Lebensweg ganz gut beschritten hatte und überwiegend auch Berufstätig war, dem hilft es auch nicht weiter, unbedingt mit Ü 50 zu beginnen eine (angeblich) schwere Kindheit aufarbeiten zu sollen oder zu müssen, die ihn bis dahin auch nicht weiter belastet hatte.

Mich hat es eher belastet, dass man immer wieder versucht hat mir dazu was einzureden, was es in der Form gar nicht gegeben hatte in Kindheit und Jugend (als nahe Nachkriegsgeneration waren wir wohl alle nicht unbedingt "auf Rosen gebettet" ?) ...

Ebenso hatte ich "Nachwirkungen" aus meiner ersten Ehe, die ich bis dahin noch gar nicht kannte ... wir waren bereits seit gut 10 Jahren geschieden und ich wieder neu und glücklich verheiratet.

Man wird sehr suggestiv in der Hinsicht beeinflusst und das kann dann richtig belastend werden, denn die wahren Probleme aus den letzten Arbeitsjahren, die zum aktuellen Zustand geführt haben, die werden dabei immer mehr in den Hintergrund "gespielt", davon WILL gar keiner was hören in den Reha-Kliniken ...

Am Ende glaubt man fast schon selber daran, dass man bis zu dieser Reha ein völlig falsches Leben geführt haben muss und nun wird ALLES besser werden "wenn man nur daran glaubt" ... und dann ist die Reha zu Ende und es ist ALLES genauso "beschi**den" wie es vorher war ...

Man ist immer noch krank, hat immer weniger Geld und hat KEINE Ahnung wie es weitergeht ...

Das hört erst ganz langsam mal auf, wenn man irgendwann den EM-Rentenbescheid in den Händen hält und es kaum fassen kann, dass es endlich VORBEI ist mit diesem ganzen Stress und dass man das überhaupt bis dahin irgendwie "überlebt" hat.

Meine (angeblich schwere) Kindheit und mein Ex-Mann sind übrigens wieder dort, wo sie vorher auch schon waren ... in meiner Vergangenheit "abgebucht" ...
Beides hatte real absolut NICHTS mit meinen gesundheitlichen Problemen durch die Herz-OP (mit 55) und dem nachfolgendem totalen (auch psychischen) Leistungseinbruch am stressigen Arbeitsplatz zu tun.

MfG Doppeloma
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Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

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Alt 03.10.2017, 11:11   #23
brikla
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brikla
Frage AW: Bin krankheitsbedingt in ungekündigtem, aber ruhendem Arbeitsverhältnis und weiß nicht mehr weiter. Ich bitte um Hil

Hallo ihr lieben, da bin ich wieder

Mir ging es die letzte Zeit psychisch sowas von elend, das ich zu nix fähig war.

Dazu kommt noch eine akute Entzündung meines Ischias-Nervs,
mit IBU geht fast auch nichts mehr, ich war bei meinem Arzt und habe mir Spritzen geben lassen.

Die haben mir sonst auch immer geholfen, oft hatte ich danach sogar monatelang Ruhe.

Doch dem ist jetzt nicht mehr so. Dieses Mal hat es nur 2 Tage gedauert und ich wurde wieder so von Schmerzen geplagt, das ich kaum noch laufen konnte/und immer noch kaum laufen kann. Jedenfalls nicht weit!

Der Aufnahmetermin für die Reha hat die Klinik von sich aus verschoben, auf den 01.11.17. (Weil denen erst jetzt aufgefallen ist, das am 31.10. bundesweit Feiertag ist)

Also brauchte ich da nichts zu verschieben und wir können also doch am 31.10. unseren 1. Hochzeitstag feiern!

So, das war erstmal der neueste Stand.

Ich habe aber noch eine Frage, habe auch vieles schon gegoogelt, aber eine EINDEUTIGE Antwort habe ich leider nicht gefunden, da die Beiträge vielfach schon jahrelang zurückliegen und es könnte sich ja etwas geändert haben.

Daher frage ich hier:

Ich beziehe ja ALG1 mit Nahtlosregelung.
Wenn ich in Reha gehe, bekomme ich Übergangsgeld.

Ist das dann GERINGER als mein ALG 1 ?

Manche Beiträge im I-Net sagen JA, andere wiederum lese ich NEIN. Es würde genau so hoch (besser gesagt, niedrig ) sein wie das ALG 1.

Was stimmt denn nun?

Ich wäre Euch dankbar, wenn ich auch darauf eine Antwort bekommen würde.

Euch allen einen schönen Tag

LG
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Alt 03.10.2017, 14:00   #24
saurbier
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Standard AW: Bin krankheitsbedingt in ungekündigtem, aber ruhendem Arbeitsverhältnis und weiß nicht mehr weiter. Ich bitte um Hil

Hallo brikla,

also das Übergangsgeld bemisst sich an deinem letzten Verdienst mit 60 bzw. 66%. Eigentlich solltest du dazu aber auch schon ein Schreiben seitens der DRV zur Berechnung incl. Info-Blätter erhalten haben.

Dem grunde nach sollte es sich also auf Höhe deines jetzigen ALG-I bewegen.

Das ist leider der langsame soziale Abstieg beim Gang in die EMR, da geht es zuerst mit dem KG auf 80% los, gefolgt vom ALG-I bzw. DRV-Übergangsgeld (Reha) mit lediglich noch 60 - 66% und zu guter letzt wenn es zeitlich funktioniert mit der Rente ca. 50% wovon man dann aber noch die Eigenanteile für KK und PKV abziehen darf.

Wer dann auch noch das Pech hat, das die DRV sich viel Zeit läßt oder es gar zu einem streitigen Verfahren kommt, den trifft es dann richtig hart weil er zwischenzeitlich wohlmöglich noch ist ALG-II abrutscht (weil vorher das ALG-I ausgelaufen ist) und dort dann sein Mühselig aufgebautes Vermögen (so man es wirklich so bezeichnen darf/kann) auch noch verwerten muss bis auf 150,-€ pro Lebensjahr um dann von der Hand im Mund bis zu einer möglichen Rentenendscheidung leben zu dürfen.

Ich wünsche dir jetzt mal eine gute und vielleicht erfolgreiche Reha, die deinen Wünschen entspricht.


Grüße saurbier
saurbier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.10.2017, 11:46   #25
brikla
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brikla
Standard AW: Bin krankheitsbedingt in ungekündigtem, aber ruhendem Arbeitsverhältnis und weiß nicht mehr weiter. Ich bitte um Hil

Sooo... Ufff...

Hallo ihr lieben,

ich war lange nicht hier, da uns beide PC`s verlassen hatten

Jetzt kann ich wieder alle Gelegenheiten, online zu sein, nutzen

Meine medizinische Reha steht ja nun vor der Tür (01.11.17 gehts los) und ich sehe dem Ganzen mittlerweile sehr entspannt entgegen.

Ich habe vom Fachdienst für Integration und Arbeit noch viele neue Infos, u.a. bzgl Gesetzesneuerungen (die ich noch nicht kannte) bekommen, die für mich sehr hilfreich sind und nach der Reha sein könnten.

Der Fragebogen für die Klinik liegt immer noch hier und ich werde ihn auch nicht weiter ausfüllen, da ich mir diesen psychischen Stress nicht schon jetzt antun will.

Soviel erst einmal für den Augenblick, ich wollte mich nur mal kurz melden

Ich hoffe, Euch geht es gut??!!!

GLG
brikla ist offline   Mit Zitat antworten
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