Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 14.08.2017, 21:22   #1
Atze Knorke
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Atze Knorke Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Ausrufezeichen Neuregelung Anrechnung von Kindern - Versicherungsschutz - EMR - KVdR ...

An die Forumsrunde,

in Anbetracht der vielen Neuerungen kommt man nicht mehr hinterher.

Folgender Sachstand tut sich auf:
http://harald-thome.de/fa/redakteur/Harald_2017/___5__2__KVdR_Kinder_01_08_2017_mit_Antrag_neu.pdf

Besondere Schmackazie:
Zitat:
Bei Erfüllung der Voraussetzungen beginnt die KVdR dann in allen Fällen ab dem 1.8.2017 (auch wenn die Entscheidung der Kasse ggf. früher oder später per Bescheid ergeht). Eine PKV kann mit Sonderkündigungsrecht gem. § 205 VVG gekündigt werden; eine freiwillige KV wird gem. § 191 SGB V von der KVdR verdrängt, ohne dass man kündigen muss. Die KVdR ist bis zu einer Rentenhöhe von knapp 1000,00 Euro immer günstiger als die freiwillige KV und immer günstiger als der PKV- Basistarif.

Wichtig ist natürlich, dass
die Kasse alle Versicherungszeiten korrekt erfasst hat. Der Versicherungsverlauf der DRV weist nur die Pflichtzeiten aus. Es müssen aber auch freiwillige und Fami-Zeiten (von allen beteiligten Kassen) berücksichtigt werden. Daher müssen ggf. von den beteiligten Kassen Nachweise über die Versicherungszeiten eingereicht werden.

Weiterhin relevant ist der Tag der Rentenantragstellung.

Wechselt die Rentenart (z.B. von EM-Rente auf Altersrente) oder werden Folgerentenanträge gestellt (z.B. bei befristeten EM-Renten) verändert sich der Tag der Rentenantragstellung jedes Mal und die Voraussetzungen der KVdR müssen in jedem Fall neu berechnet werden. Dies wird von den Kassen i.d.R. falsch gemacht.
Falsch? und das fällt den betroffenen Menschen komplett auf die Füße. Zum gesamten Komplex werde ich stutzig, dahingehend ist zu äußern, dass die KV versuchen, bei EMR-Antragstellung die Leute aus der KVdR zu kicken, weil z. B. angeblich 14 Tage fehlen*. Beratung der DRV Demnach ist man gezwungen, einen "Zuschuss" bei der DRV/EMR wegen der freiwilligen KV, in der man von der KV rein manövriert wird, zu beantragen, von wegen, wenn sie freiwilllige Beiträge zahlen möchten.

Hintergrund zu versicherungsrechtliche Voraussetzungen, allgemeine Wartezeit von 5 Jahren als Mindestversicherungszeit liegt der Kern den Versicherungsschutz auszuhebeln?

Zu dem Gebahren kommt hinzu, die JC-Vermittlung in jede zumutbare Arbeit/Jobs mit dem Zuflussprinzip/KV*. Hier liegt der Ursprung allen Übels!
Der Versicherungsschutz/Versicherungskonto - es ist unmöglich Pflichtbeiträge zu kontrollieren, ob die "gutgeschrieben" wurden. Was zahlen die JC an KV? Die Beiträge werden nicht im Bewilligungsbescheid aufgeführt.

Nicht zu verstehen, komisch, Tollhaus, das geht alles auf keine Kuhhaut mehr und wer bringt Licht ins Dunkel?

Diskurs, Rat, Erfahrungen erwünscht, bitte berichten.

Musterantrag im Anschluss - Seite 7 der pdf.Datei -
__

Icke grüß' mal, Atze Knorke

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Geändert von Atze Knorke (14.08.2017 um 21:33 Uhr)
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Alt 20.08.2017, 19:10   #2
Atze Knorke
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Atze Knorke Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Neuregelung Anrechnung von Kindern - Versicherungsschutz - EMR - KVdR ...

schubs - bitte um Erfahrungen!
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Alt 20.08.2017, 20:54   #3
ZynHH
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ZynHH ZynHH ZynHH ZynHH ZynHH ZynHH ZynHH ZynHH ZynHH ZynHH ZynHH
Standard AW: Neuregelung Anrechnung von Kindern - Versicherungsschutz - EMR - KVdR ...

Betrifft das GKV oder PKV Kunden?
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Mahalo


"Wenn das die Lösung ist, möchte ich mein Problem zurück."
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Alt 20.08.2017, 21:04   #4
doppelhexe
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doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe
Standard AW: Neuregelung Anrechnung von Kindern - Versicherungsschutz - EMR - KVdR ...

Zitat von Atze Knorke Beitrag anzeigen
.... Der Versicherungsschutz/Versicherungskonto - es ist unmöglich Pflichtbeiträge zu kontrollieren, ob die "gutgeschrieben" wurden. Was zahlen die JC an KV? Die Beiträge werden nicht im Bewilligungsbescheid aufgeführt. ...
bin gesetzlich versichert und in meinem bewilligungsbescheid ALG2 sind die beiträge zur KV aufgeführt...

oder versteh ich dich jetzt falsch?

ich wurde auch mit rentenantragstellung in die KVdR geschoben...
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Alt 20.08.2017, 21:24   #5
gbgb
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gbgb
Standard AW: Neuregelung Anrechnung von Kindern - Versicherungsschutz - EMR - KVdR ...

Zitat von ZynHH Beitrag anzeigen
Betrifft das GKV oder PKV Kunden?
Das betrifft nur Leute die irgendwann mal nicht gesetzlich krankenversichert versichert waren. Also die, die immer in der GKV waren, betrifft es schonmal nicht.

Und es geht um die KVdR, also die Pflichtversicherung in der KV als Rentner. Wenn man in der KVdR ist, ist man für wenig Geld krankenversichert (bei niedriger Rente), statt das man sich für meist mehr Geld freiwillig in der GKV oder in der PKV versichern müsste. Nachteil bei der freiwilligen GKV ist auch, dass dort auch andere Einnahmen mit in die Beitragshöhe mit einfließen.

Um in der KVdR versichert sein zu können, muss man die sog. Vorversicherungszeit erfüllen. Diese ist erfüllt, wenn seit der erstmaligen Aufnahme einer Erwerbstätigkeit bis zur Rentenantragstellung (Rahmenfrist) mindestens 9/10 der zweiten Hälfte dieses Zeitraums eine Mitgliedschaft (aufgrund einer Pflichtversicherung oder freiwilligen Versicherung) oder eine Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung bestanden hat.

D.h. wer bspw. mit 20 erstmalig eine Arbeit aufgnommen hat und mit 60 einen Rentenantrag gestellt hat, bei dem ist Rahmenfrist 40 Jahre. Die zweite Hälfte sind dann 20 Jahre. Und in diesen 20 Jahren müsste er dann mind. 18 in der GKV gewesen sein. D.h. schon mit 2 Jahren plus 1 Tag in der PKV hätte sich die KVdR erledigt (es wird alles taggenau gerechnet).

Durch die neue Regelung bekommt man für jedes Kind automatisch 3 Jahre Vorversicherungszeit dazu.

Alles klar?

(So habe ich das jedenfalls verstanden.)
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Alt 26.08.2017, 17:18   #6
Atze Knorke
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Standard AW: Neuregelung Anrechnung von Kindern - Versicherungsschutz - EMR - KVdR ...

Zitat von doppelhexe Beitrag anzeigen
bin gesetzlich versichert und in meinem bewilligungsbescheid ALG2 sind die beiträge zur KV aufgeführt...

oder versteh ich dich jetzt falsch?

ich wurde auch mit rentenantragstellung in die KVdR geschoben...
[at] doppelhexe, das ist ja der Hammer, kannst du bitte den Bew.bescheid anonym hochladen? Bei dir sind die KV-Beiträge im ALG-II-Bescheid ausgewiesen?

Es gibt auch Betroffene, die wird die KVdR beim Antrag auf EMR vermießt bzw. von der KK rausgekickt, weil angeblich 14 Tage fehlen.
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Alt 26.08.2017, 18:09   #7
Atze Knorke
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Frage AW: Neuregelung Anrechnung von Kindern - Versicherungsschutz - EMR - KVdR ...

Hallo gbgb,

Zitat von gbgb Beitrag anzeigen
Das betrifft nur Leute die irgendwann mal nicht gesetzlich krankenversichert versichert waren. Also die, die immer in der GKV waren, betrifft es schonmal nicht.
Ein Anhaltspunkt zum Hintergrund in der Misere.
Zitat von gbgb Beitrag anzeigen
Und es geht um die KVdR, also die Pflichtversicherung in der KV als Rentner. Wenn man in der KVdR ist, ist man für wenig Geld krankenversichert (bei niedriger Rente), statt das man sich für meist mehr Geld freiwillig in der GKV oder in der PKV versichern müsste. Nachteil bei der freiwilligen GKV ist auch, dass dort auch andere Einnahmen mit in die Beitragshöhe mit einfließen.
Wie für wenig Geld krankenversichert, auf die mickrigen Renten unter SGB II-Niveau auch noch abzüglich KV-Beiträge zahlen, da spielt jeder Euro eine harte Existenzrolle und es wundert mich schon, dass die EMRenten bei ca. 700 Euro brutto rumdümpeln.
Zitat von gbgb Beitrag anzeigen
Um in der KVdR versichert sein zu können, muss man die sog. Vorversicherungszeit erfüllen. Diese ist erfüllt, wenn seit der erstmaligen Aufnahme einer Erwerbstätigkeit bis zur Rentenantragstellung (Rahmenfrist) mindestens 9/10 der zweiten Hälfte dieses Zeitraums eine Mitgliedschaft (aufgrund einer Pflichtversicherung oder freiwilligen Versicherung) oder eine Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung bestanden hat.
Klingt plausibel auf den ersten Blick, auf den zweiten schon eher Raubrittertum?
Zitat von gbgb Beitrag anzeigen
D.h. wer bspw. mit 20 erstmalig eine Arbeit aufgnommen hat und mit 60 einen Rentenantrag gestellt hat, bei dem ist Rahmenfrist 40 Jahre. Die zweite Hälfte sind dann 20 Jahre. Und in diesen 20 Jahren müsste er dann mind. 18 in der GKV gewesen sein. D.h. schon mit 2 Jahren plus 1 Tag in der PKV hätte sich die KVdR erledigt (es wird alles taggenau gerechnet).
Und die Unbekannte mit dem SGB II z. B. Zuflussprinzip, Sanktionszeiten, wo ist die Kontrolle, ob KV-Beiträge abgeführt wurden? Wieviel zahlen die JC an die Krankenkassen? Und ab 01.01.2011 entfallen die Rentenbeitragszahlungen. Damit wurde eine erneute Hürde z. B. bei EMRenten geschaffen. In der Praxis zeigt sich so mancher großer Verschiebebahnhof mit existenziellen Folgen.
Zitat von gbgb Beitrag anzeigen
Durch die neue Regelung bekommt man für jedes Kind automatisch 3 Jahre Vorversicherungszeit dazu.
Huch, es gibt was in diesem Staate automatisch ... und wie ist das konform mit den Kindererziehungszeiten?
Deutsche Rentenversicherung - Kindererziehung: Ihr Plus fur die Rente
Zitat von gbgb Beitrag anzeigen
Alles klar?
(So habe ich das jedenfalls verstanden.)
Nee, verstehe nur noch Bahnhof.
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Alt 28.08.2017, 20:28   #8
doppelhexe
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doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe
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Zitat:
doppelhexe, das ist ja der Hammer, kannst du bitte den Bew.bescheid anonym hochladen? Bei dir sind die KV-Beiträge im ALG-II-Bescheid ausgewiesen?

Es gibt auch Betroffene, die wird die KVdR beim Antrag auf EMR vermießt bzw. von der KK rausgekickt, weil angeblich 14 Tage fehlen.
ohje... das wird ne premiere... mal sehen obs klappt...

das ist jetzt nur das, was ausgewiesen wurde als zahlbetrag im bescheid, sollte reichen um zu beweisen, das ich keinen schmarrn erzähle... so sind im jeweiligen bewilligungszeitraum in ALLEN bescheiden die KK-beiträge bei uns ausgewiesen.
wir sind aber auch ne optionskommune, vielleicht ist das bei euch anders...

die zahlwege (empfänger der beiträge mit kontonummern) hab ich nicht mit hochgeladen, brauchst du, denke ich auch nicht ..

Miniaturansicht angehängter Grafiken (Klicken = große Ansicht)
bescheid.png  
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Alt 28.08.2017, 23:20   #9
Atze Knorke
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Atze Knorke Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Frage AW: Neuregelung Anrechnung von Kindern - Versicherungsschutz - EMR - KVdR ...

je später der Abend, desto mehr ... danke.
Und das in einem ALG II-Bescheid?

Sonst ist das so im Bescheid ausgewiesen - z. B. 1BG:
Krankenversicherung - vom-bis - Versicherungsart - pflichtversichert
Pflegeversicherung -- vom-bis - Versicherungsart -- pflichtversichert
ohne Summen.
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Icke grüß' mal, Atze Knorke

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Alt 29.08.2017, 14:42   #10
doppelhexe
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Zitat von Atze Knorke Beitrag anzeigen
... Sonst ist das so im Bescheid ausgewiesen - z. B. 1BG:
Krankenversicherung - vom-bis - Versicherungsart - pflichtversichert
Pflegeversicherung -- vom-bis - Versicherungsart -- pflichtversichert
ohne Summen.
aber damit hast du doch trotzdem den nachweis, das du gesetzl. KK-versichert bist/warst und in welchem zeitraum ... ich versteh grade das problem nicht?
doppelhexe ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 29.08.2017, 17:10   #11
Doppeloma
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Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma
Frage AW: Neuregelung Anrechnung von Kindern - Versicherungsschutz - EMR - KVdR ...

Hallo Atze Knorke,

komm mal etwas runter ...

den Nachweis, dass man pflichtversichert gewesen ist (in welcher Form auch immer) musste man schon immer selber erbringen, wenn da (angeblich) was gefehlt hat, bei der Prüfung zur KVdR ...

Kennen wir auch von Männes EM-Renten-Antrag, wir haben dann gesucht und gefunden, die ganzen "Versicherungs-Nachweise" für die fraglichen Zeiten, die man in der Regel heute noch jährlich vom AG bekommt und die oft genug achtlos in die Ecke geworfen (oder gar vernichtet werden), weil man ja meint das ist schon Alles irgendwo registriert.

Sogar als Arbeitnehmer ist man verpflichtet darauf zu achten, dass die Meldungen an die Pflichtversicherer auch erfolgen und die Beiträge abgeführt werden, es sei mal dahin gestellt wie man das im Einzelfall machen soll.

Wir haben dann diese Nachweise an die KK geschickt und plötzlich war das auch bei denen schon ALLES wieder aufgetaucht, denn Männe war sich zumindest sicher, schon immer bei genau dieser KK versichert gewesen zu sein.

Ich habe mir damals extra mal (frühzeitig, einfach zur eigenen Sicherheit) die Versicherungszeiten bei einer Ersatzkasse angefordert, bei der ich für eine Aushilfs-Tätigkeit immer selbst versichert war, in den "Aushilfs-Pausen" war ich dann beim EX -Mann familienversichert ... das war auch ein ziemliches Durcheinander über einige Jahre verteilt.

Aber ich hatte (und habe) das dann schriftlich von der KK bekommen, die Originale gibt man dann auch nicht mehr aus der Hand.

Zitat:
Sonst ist das so im Bescheid ausgewiesen - z. B. 1BG:
Krankenversicherung - vom-bis - Versicherungsart - pflichtversichert
Pflegeversicherung -- vom-bis - Versicherungsart -- pflichtversichert
ohne Summen.
Mehr hat bei uns (erst AfA-JC, später OP-Kommune) auch NIE draufgestanden und das genügt doch auch völlig, dazu noch die KK (wie hier im Scan auch) bei der man versichert ist.

Wozu bitte brauchst du die Summe, die ist doch völlig "Wurscht" für die Zuordnung zur KVdR und die dürfte wohl für alle ALGII-Bezieher auch gleich sein, so minimal wie unbedingt nötig eben, um überhaupt versichert zu sein.

Im Falle einer Vollsanktion (also auch unter Entzug der Versicherung) musst du selber sehen wie du das (Mindestbeitrag als "freiwillig Pflichtversicherter") bezahlen kannst, denn versichert sein musst du ja (gesetzlich) trotzdem ... darum sollte man ja auch wenigstens Gutscheine beantragen, damit die Versicherung weiter gezahlt wird vom JC.

Zitat:
Und die Unbekannte mit dem SGB II z. B. Zuflussprinzip, Sanktionszeiten, wo ist die Kontrolle, ob KV-Beiträge abgeführt wurden?
Was hat bitte das "Zuflussprinzip" damit zu tun ... die Kontrolle ob das JC dich wirklich bei der KK angemeldet hat und die Beiträge bezahlt hast du DIREKT über deine KK ... die werden sich sehr schnell bei dir wegen der Beiträge melden, wenn Keine mehr kommen, da darfst du sicher sein.

Zitat:
Wieviel zahlen die JC an die Krankenkassen?
Das kann dir doch (eigentlich) "schnuppe" sein, solange die überhaupt Beiträge zahlen, es zählt die nachgewiesene Pflichtversicherungs - ZEIT und nicht die konkrete Höhe der jeweiligen Beiträge ...

Zitat:
Und ab 01.01.2011 entfallen die Rentenbeitragszahlungen. Damit wurde eine erneute Hürde z. B. bei EMRenten geschaffen. In der Praxis zeigt sich so mancher großer Verschiebebahnhof mit existenziellen Folgen.
Das ist so auch nur teilweise richtig, es gibt keine höheren Hürden für die EM-Rente, denn bei durchgehendem ALGII-Bezug (direkt aus Arbeit / Krankengeld oder ALGI) hat man auch nach vielen JAHREN weiter den Anspruch auf eine EM-Rente.

Da zählt ALGII-Bezug zumindest weiter (und immer noch) als Pflichtversicherungs-Zeit auch ohne Beiträge an die DRV aus Hartz 4, dass eine Steiegerung des zu erwartenden Rentenbetrages daraus nicht mehr erwachsen kann ist unstrittig aber der war ja aus den Beiträgen bis 2010 auch eher als "symbolisch" anzusehen ...

Soweit ich das mal irgendwo nachgelesen habe ergab 1 Jahr Beitrag aus Hartz 4 etwa später einen Rentenzuwachs von um die 3 € im Monat ...

In der Praxis werden vorwiegend (leider) die Menschen hin und her geschoben, die real (aus einer gewissen Zeit = "Mindestwartezeit" von 5 Jahren, versicherungspflichtiger Berufstätigkeit) noch gar keine Ansprüche auf eine EM-Rente erwerben konnten ...

Denen helfen aber auch keine erfüllten Pflichtversicherungszeiten in der KK eine EM-Rente zu bekommen.

So drückt sich auch die DRV gerne vor den Kosten einer regulären Begutachtung, zur Festsellung einer EM, wenn nicht das Sozial-AMT diese einfordert und den "SGB II-Abgeschobenen" erst mal aufnimmt (wegen "Gutachten" vom JC) bis man dann das Gesundheits-Amt beauftragt das Gegenteil festzustellen ...

Dieses Problem kann aber NUR durch die strikte Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben (nach z. B. § 44 a SGB II) zur generellen und endgültigen Prüfung einer Erwerbsminderung ausschließlich durch die DRV gelöst werden ... wenn es berechtigte Zweifel an der Erwerbsfähigkeit gibt.

SS 44a SGB II Feststellung von Erwerbsfahigkeit und Hilfebedurftigkeit

Solange die "Sozialen Behörden" (SGB II / SGB XII) da den Weg des "geringsten Widerstandes" nehmen und mit ihren "Pseudo-Gutachten", oft sogar nach "Aktenlage" auch nehmen dürfen, wird sich für diese Menschen daran auch NICHTS ändern.

Weil der Betroffene das NICHT selbst bei der DRV einfordern KANN wenn ein EM-Rentenantrag (eigentlich sinnlos gestellt, ohne versicherungsrechtlich einen tatsächlichen Anspruch zu haben) dann einfach schon wegen fehlender Versicherungzeiten OHNE JEDE gutachterliche Gesundheitsprüfung von der DRV abgelehnt wird.

Besonders dadurch werden diese Betroffenen (LEIDER) zum "Spielball" der angeblich so sozialen Behörden und nicht vorrangig durch die Frage, ob sie nun ab Antragstellung (und später bei Bewilligung einer EM-Rente) in die KVdR können oder nicht.

Das lässt sich in der Regel mit ein wenig "Kleinarbeit" alles nachweisen, besonders wenn man immer gesetzlich krankenversichert war ...

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
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