Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
QR-Code des ELO-Forum Mach mit. klick mich....

Start > > -> Hat von euch jemand, einen positiven Rentenbescheid nach Widerspruch erhalten?


Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV

Geehrte Leser,
Sie können sich
hier kostenfrei registrieren um unser Forum zu nutzen. Hilfe bei Ihren Problemen mit "HartzIV", z.B. ALGI, ALGII, Sozialhilfe usw. zu erhalten.
Diese Werbeeinblendung, der Nachfolgende und dieser Hinweistext entfallen dann. Auch bitten wir Sie, dieses Forum (elo-forum.org) in Ihrem AdBlocker, auf die Whitelist zu setzen, da wir die erzielten Einnahmen dafür benötigen, das Hilfeforum etc. - auch und gerade in Ihrem Interesse - weiterhin finanzieren zu können.



Danke Danke:  3
Antwort
 
Themen-Optionen Thema bewerten Ansicht
Alt 12.08.2017, 09:13   #1
angel59
Elo-User/in
 
Registriert seit: 09.01.2017
Beiträge: 12
Danke (vergeben): 0
Danke (erhalten): 4
angel59
Standard Hat von euch jemand, einen positiven Rentenbescheid nach Widerspruch erhalten?

Hallo Zusammen,

mein Antrag auf EM-Rente wurde abgelehnt. Das erste Gutachten sagte aus unter 3 Stunden dann musste ich zu einem zweiten Gutachten, dieser Gutachter gab einen Sachverhalt wieder, der so nie gesagt wurde, also Ablehnung. In der Begründung der Ablehnung wurden alle für eine EM Rente wichtigen Diagnosen bzw. Einschränkungen der ersten Gutachterin einfach weggelassen. Ich habe über eine Anwältin für Sozialrecht einen Widerspruch eingereicht, allein habe ich mir das nicht zugetraut.
Jetzt heißt es wieder warten, deshalb möchte ich mal fragen, ob hier auch jemand durch den Widerspruch dann doch die Rente bekommen hat.
Für Antworten wäre ich sehr dankbar.

Geändert von axellino (15.08.2017 um 05:51 Uhr) Grund: Themenüberschrift angepasst
angel59 ist offline   Mit Zitat antworten
Danke timilu bedankte(n) sich...
Alt 12.08.2017, 13:41   #2
timilu
Elo-User/in
 
Registriert seit: 28.11.2014
Beiträge: 67
Danke (vergeben): 74
Danke (erhalten): 34
timilu
Standard AW: Hat auch jemand einen positiven Bescheid nach Widerspruch erhalten?

Hallo angel59, eine gute Freundin von mir hat nach dem Widerspruch, dem sie einen Befundbericht ihres Therapeuten beigefügt hat, einen positiven Bescheid erhalten.
Sie war vorher bei einem Gutachter und davor in einer Reha.

Etwas Hoffnung darfst du also noch haben.

Ich drück dir dafür die Daumen.
timilu ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.08.2017, 15:12   #3
angel59
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 09.01.2017
Beiträge: 12
Danke (vergeben): 0
Danke (erhalten): 4
angel59
Standard AW: Hat auch jemand einen positiven Bescheid nach Widerspruch erhalten?

Herzlichen Dank für die Antwort, das gibt mir Hoffnung.
angel59 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.08.2017, 20:00   #4
Doppeloma
Foren-Moderator/in
 
Registriert seit: 30.11.2009
Beiträge: 8.760
Danke (vergeben): 4047
Danke (erhalten): 9262
Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma
Ausrufezeichen AW: Hat auch jemand einen positiven Bescheid nach Widerspruch erhalten?

Hallo angel59,

Zitat:
mein Antrag auf EM-Rente wurde abgelehnt. Das erste Gutachten sagte aus unter 3 Stunden dann musste ich zu einem zweiten Gutachten, dieser Gutachter gab einen Sachverhalt wieder, der so nie gesagt wurde, also Ablehnung. In der Begründung der Ablehnung wurden alle für eine EM Rente wichtigen Diagnosen bzw. Einschränkungen der ersten Gutachterin einfach weggelassen.
Welche medizinischen Befunde hast du selbst beigetragen für den Antrag auf EM-Rente oder wurde nur auf die DRV-Gutachter abgestellt dabei (gab es vorher mal eine med. Reha, wenn ja WANN und mit welchem Ergebnis ???), stehen deine behandelnden Ärzte hinter dir und deinem Renten-Antrag ?

Ist dir bekannt, ob sie mal von der DRV angeschrieben wurden nach der Antragstellung, liegen dir die beiden Gutachten schon komplett vor (welche Fachrichtungen und waren die passend zu deinen Gesundheitproblemen ?), dann setz dich bitte hin und mache deine Anmerkungen dazu auf Kopien davon.

Ich weiß, das sind schon mal sehr viele Fragen und noch keine Antworten, die Aussichten beim Widerspruch sind (leider) sehr gering aber trotzdem sollten ALLE Möglichkeiten ausgeschöpft werden.

Zitat:
Ich habe über eine Anwältin für Sozialrecht einen Widerspruch eingereicht, allein habe ich mir das nicht zugetraut.
Das hast du richtig gemacht, ich hoffe sie weiß sehr gut, was nun zu tun ist ... denn genau meinen Fragen sollte sie auch zuerst nachgehen und sich die Akteneinsicht dafür bei der DRV anfordern, ich nehme an fristwahrender Widerspruch wurde bereits eingelegt.

Die Gutachten-Kopien mit deinen Anmerkungen (erst noch mal für dich kopieren) stelle ihr bitte so schnell wie möglich zur Verfügung, ich habe damals auch nach jedem Gutachten ein "Gedächtnis-Protokoll" angefertigt, dafür ist es bei dir nun leider zu spät.

Denn schon bei den Gutachtern kann so Einiges sehr falsch laufen, was man jetzt mit verwerten könnte, das KANN die Anwältin alles nicht wissen wenn du ihr das nicht mtteilen wirst, auch nicht was in den Gutachten falsch ist, denn sie ist ja auch kein Arzt und kann das medizinisch nicht beurteilen.

Da musst du ihr zunächst gut bei helfen und sie informieren, damit sie die richtige Strategie entwickeln kann ... in meinem Falle hat sich die DRV "sehr schwer getan" und brauchte fast 1 Jahr, um den Widerspruch dann doch abzulehnen.

Habe die EM-Rente dann aber am Gericht bekommen, nach 2 weiteren Gutachten die vom Richter angeordnet wurden.
Es liegt also nicht unbedingt nur an deiner Anwältin wenn du noch an das SG musst, du darfst NICHT aufgeben ...

Zitat:
Jetzt heißt es wieder warten, deshalb möchte ich mal fragen, ob hier auch jemand durch den Widerspruch dann doch die Rente bekommen hat.
Ich kenne nur einen Fall (aus einem anderen Forum), wo es auch sehr widersprüchliche DRV-Gutachten gegeben hat und der Anwalt (bei der Akteneinsicht) noch weitere schwere Verfahrensfehler gefunden hatte, das konnte die DRV dann nicht mehr "vom Tisch" wischen und die EM-Rente wurde bewilligt.

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!
Doppeloma ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.08.2017, 05:20   #5
angel59
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 09.01.2017
Beiträge: 12
Danke (vergeben): 0
Danke (erhalten): 4
angel59
Standard AW: Hat auch jemand einen positiven Bescheid nach Widerspruch erhalten?

Hallo Doppeloma,
herzlichen Dank für Deine sehr ausführliche Antwort. Ich versuche mal auf Deine Fragen zu antworten.

Zitat:
Welche medizinischen Befunde hast du selbst beigetragen für den Antrag auf EM-Rente oder wurde nur auf die DRV-Gutachter abgestellt dabei (gab es vorher mal eine med. Reha, wenn ja WANN und mit welchem Ergebnis ???), stehen deine behandelnden Ärzte hinter dir und deinem Renten-Antrag ?
Bei der Antragstellung wurde von mir in der Anlage der Befundbericht meiner Psychotherapeutin beigefügt und von mir ein Selbsteinschätzungsbogen mit zwei zusätzlichen von mir verfassten Anlagen. Ich war schon Ende 2015 zur Reha, damals aber noch nach einem Burn Out, bin danach auch erst einmal wieder ein paar Monate arbeiten gegangen. Danach erneuter Zusammenbruch im August letzten Jahres und seit dem AU geschrieben. Von meiner Psychotherapeutin, die auch praktische Ärztin ist und meinem Hausarzt wurde die Rente angeraten. Seit März bin ich auch bei einem Psychiater in Behandlung.

Zitat:
Ist dir bekannt, ob sie mal von der DRV angeschrieben wurden nach der Antragstellung, liegen dir die beiden Gutachten schon komplett vor (welche Fachrichtungen und waren die passend zu deinen Gesundheitproblemen ?), dann setz dich bitte hin und mache deine Anmerkungen dazu auf Kopien davon.
Keiner meiner Ärzte ist angeschrieben worden.

Zu den Gutachten:

Meine Anwältin hat die Gutachten angefordert und wir sind sie vor dem Widerspruch durchgegangen. Die erste Gutachterin hat die richtige Einschränkungen erkannt und auch dokumentiert ( unter 3 Stunden). Dann wurde ich zu einem zweiten Gutachter geschickt, den ich ganze 15 Minuten gesehen habe, in seinem Gutachten stehen Angaben zu meinem Tagesablauf die ich so nicht geäußert habe. Bei ihm habe ich mich dazu genau so geäußert wie bei der ersten Gutachterin.Er hat die Tatsachen verdreht und aufgrund dessen wurde die Rente abgelehnt, nach seiner Meinung kann ich Vollzeit arbeiten.

Geändert von Doppeloma (15.08.2017 um 03:47 Uhr) Grund: Zitatcodes eingefügt
angel59 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.08.2017, 04:30   #6
Doppeloma
Foren-Moderator/in
 
Registriert seit: 30.11.2009
Beiträge: 8.760
Danke (vergeben): 4047
Danke (erhalten): 9262
Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma
Ausrufezeichen AW: Hat auch jemand einen positiven Bescheid nach Widerspruch erhalten?

Hallo angel59,

Zitat:
Bei der Antragstellung wurde von mir in der Anlage der Befundbericht meiner Psychotherapeutin beigefügt und von mir ein Selbsteinschätzungsbogen mit zwei zusätzlichen von mir verfassten Anlagen.
Du hast den Selbsteinschätzungsbogen der DRV ausgefüllt, hast du dir eine Kopie davon gemacht ?

Und was hast du noch selbst dazu geschrieben, das überzeugt die DRV in der Regel eher nicht was man da noch selbst schreibt (wer noch so fleißig erklären kann, dass arbeiten nicht mehr möglich ist, der kann bestimmt noch arbeiten) ...und dieser Bogen der DRV ist der reinste Blick in die Glaskugel ...

Den habe ich immer ignoriert und es ist auch freiwillig, den muss man gar nicht ausfüllen, genützt hat es ja offenbar auch NICHTS ...

Zitat:
Ich war schon Ende 2015 zur Reha, damals aber noch nach einem Burn Out, bin danach auch erst einmal wieder ein paar Monate arbeiten gegangen.
Liegt dir dieser Reha-Bericht auch komplett vor oder hat ihn ein Arzt von dir bekommen, sonst solltest du den bei der DRV noch mit anfordern lassen.

Solche Reha-Berichte haben immer auch eine Bedeutung (als "Langzeit-Gutachten"), wenn man mal EM-Rente beantragt hat, da holen die das auch wieder aus dem Archiv und ich habe da meine eigenen Erfahrungen mit, wie solche Rehas ablaufen und wie dann dieser Bericht aussehen kann ...

Zitat:
Danach erneuter Zusammenbruch im August letzten Jahres und seit dem AU geschrieben. Von meiner Psychotherapeutin, die auch praktische Ärztin ist und meinem Hausarzt wurde die Rente angeraten. Seit März bin ich auch bei einem Psychiater in Behandlung.
Wann hattest du jetzt den Antrag auf EM-Rente gestellt, wie steht der Psychiater zu deinem Antrag wird er den auch unterstützen und erste Untersuchungs- und Behandlungsergebnisse für den Widerspruch ausdrucken ?

Zitat:
Keiner meiner Ärzte ist angeschrieben worden.
Das ist schon mal ein schwerer Untersuchungsfehler, welche medizinischen Unterlagen wurden denn den Gutachtern zur Verfügung gestellt, wenn die DRV nichts weiter hatte, als deinen mitgeschickten Bericht ... oder hast du zu den Gutachter-Terminen noch aktuelle Unterlagen von deinen Ärzten mitgenommen ?

Ich kenne das leider auch, dass die DRV da nicht besonders fleißig ist, trotz umfangreicher Schweigepflichtentbindungen.
Leider wird das nicht unbedingt ausreichen, um die zum Umdenken zu zwingen ...

Zitat:
Meine Anwältin hat die Gutachten angefordert und wir sind sie vor dem Widerspruch durchgegangen. Die erste Gutachterin hat die richtige Einschränkungen erkannt und auch dokumentiert ( unter 3 Stunden).
In welchem zeitlichen Abstand erfolgten diese Gutachten und war das immer eine psychiatrische Begutachtung, da stellt man sich ja direkt die Frage, ob sie der eigenen Gutachterin nicht glauben wollten ...

Zitat:
Dann wurde ich zu einem zweiten Gutachter geschickt, den ich ganze 15 Minuten gesehen habe, in seinem Gutachten stehen Angaben zu meinem Tagesablauf die ich so nicht geäußert habe.
Das war ja dann ein "Turbo-Gutachten", da kann ja nichts Gescheites bei herauskommen, bist du in Begleitung dort gewesen, die das bestätigen kann ...

Ich war auch bei 2 Gutachtern aber aus gesundheitlichen Gründen erforderlich ... der Internist der DRV hat mich auch in 17 Minuten "abgefertigt", in der Zeit konnte er die ganzen Untersuchungen gar nicht durchführen, die später in seinem Gutachten aufgezählt waren.

Da muss er wohl eine andere Person so gründlich untersucht haben aber das wurde von der DRV auch "vom Tisch gewischt", ebenso die (nachweisliche) Tatsache, dass der Psychiater dann sein Gutachten gar nicht selbst gemacht hatte, sondern seine blutjunge Assistenzärztin.

Er hat derweil sein volles Wartezimmer abgearbeitet und mich später nur noch kurz körperlich untersucht, über das Gespräch mit seiner Assistentin wurde da nicht mehr geredet ... er hatte also alles nur "aus 2. Hand" was eigentlich wichtig ist, bei so einem Gutachten.

Mein Männe war immer dabei und konnte auch das bezeugen, die DRV behauptete dann die Assistentin habe nur "nebensächliche Untersuchungen gemacht", das wäre auch im Gutachten entsprechend vermerkt worden ...

Wir suchen heute noch danach, denn das Einzige von ihr, war die Unterschrift neben der des eigentlich beauftragten Arztes am Ende des Gutachtens ... was sie damit zu schaffen hatte, war überhaupt NICHT vermerkt oder erkennbar ...

Zitat:
Bei ihm habe ich mich dazu genau so geäußert wie bei der ersten Gutachterin.Er hat die Tatsachen verdreht und aufgrund dessen wurde die Rente abgelehnt, nach seiner Meinung kann ich Vollzeit arbeiten.
Damit hatte dann mein Anwalt auch sehr gut argumentiert aber nach Ansicht der DRV und "erneuter Prüfung durch deren Med. Dienst" wurde alles als korrekt bestätigt und mein Widerspruch dann auch abgelehnt.

Beide Gutachter waren natürlich auch zu der Erkenntnis gekommen, dass ich Vollzeit arbeiten könne ... wie schon (gut 1 Jahr) vorher auch die Reha-Klinik ... davon wurde fleißig abgeschrieben, wie gut es mir zu gehen hatte.

Erst das Sozialgericht hat dann ALLE meine Ärzte angeschrieben und wollte präzise med. Stellungnahmen haben, danach wurden dann 2 neue Gutachten (der Internist brauchte dieses Mal fast 3 Stunden) angeordnet, weil das alles für den Richter nicht mehr zusammen passte.

Danach musste die DRV ein Angebot machen, damit sie den Prozess nicht verliert ...

Meine Daumen sind feste gedrückt für dich, ich weiß sehr gut wie belastend das alles ist ... inzwischen bin ich "auf Dauer" berentet und gehe nächsten Sommer in die reguläre Altersrente.

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!
Doppeloma ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.08.2017, 09:30   #7
angel59
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 09.01.2017
Beiträge: 12
Danke (vergeben): 0
Danke (erhalten): 4
angel59
Standard AW: Hat von euch jemand, einen positiven Rentenbescheid nach Widerspruch erhalten?

Liebe Doppeloma,

vielen Dank fürs Daumen Drücken, das kann ich gebrauchen.

In den Selbsteinschätzungsbogen habe ich alle meine Beeinträchtigungen geschrieben mit einer zusätzlichen Anlage auch mit dem Hinweis, dass ich mehrere Tage für diese Zusammenfassung gebraucht habe.

Aus der Reha bin ich natürlich auch als "gesund und arbeitsfähig" entlassen worden.

Den Antrag auf EM Rente habe ich Anfang Februar 17 gestellt, meinen Psychiater habe ich direkt beim ersten Termin davon in Kenntnis gesetzt, er hatte es sofort vermerkt. Er weiß von meinen Gutachterterminen aber noch nicht vom Ergebnis, habe erst in 2 Wochen wieder einen Termin.

Ich habe nur den Befundbericht meiner Psychotherapeutin mitgeschickt und zum Termin bei der ersten Gutachterin die übrigens Ärztin für innere Medizin und Psychotherapeutin in einer großen Klinik ist, noch einen Bericht meiner Ergotherapeutin zu den Unterlagen gegeben. Darin wurde erwähnt dass sie keine Chance sehen, dass ich weiter im Berufsleben, wo ich ja ständig unter Druck stehe, zu recht komme.

Der erste Gutachtertermin war Anfang März 17 EM wurde befürwortet und der Zweite Termin bei einem Psychiater bzw. Neurologen war Mitte Juni. Wir glauben, dass die DRV exakt diesen Gutachter beauftragt hat um das erste Gutachten auszuhebeln. Er ist wohl dafür bekannt. Ich musste fast 4 Stunden warten, habe ihn ganze 15 Minuten gesprochen bzw. gesehen und von der Helferin wurden die neurologischen Untersuchungen gemacht.

Meine Anwältin hat dem Widerspruch noch ein Gutachten des MDK von Januar 2017 beigefügt, woraus hervor geht, dass meine Erwerbsfähigkeit erheblich gefährdet ist und ich weiter AU bin.
angel59 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.08.2017, 02:01   #8
Doppeloma
Foren-Moderator/in
 
Registriert seit: 30.11.2009
Beiträge: 8.760
Danke (vergeben): 4047
Danke (erhalten): 9262
Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma
Ausrufezeichen AW: Hat von euch jemand, einen positiven Rentenbescheid nach Widerspruch erhalten?

Hallo angel59,

Zitat:
Meine Anwältin hat dem Widerspruch noch ein Gutachten des MDK von Januar 2017 beigefügt, woraus hervor geht, dass meine Erwerbsfähigkeit erheblich gefährdet ist und ich weiter AU bin.
Das wird die DRV ganz sicher nicht besonders beeindrucken, den gleichen Wortlaut hat (eigentlich) JEDES MDK-Gutachten was zur "Überprüfung" der Notwendigkeit einer weiteren AU durch die KK angefordert wird.

Bist du denn dort vom Arzt untersucht worden oder war das auch nach "Aktenlage" und wenn ja nach welcher ?
Der MDK verfügt in der Regel NICHT über medizinische Unterlagen von denen du nichts weißt.

Ich habe auch ein MDK-Gutachten beim Antrag auf EM-Rente mitgeschickt (Inhalt fast wie deins, nur noch der Hinweis, dass ich dringend eine med. Reha bei der DRV beantragen sollte, wegen der gefährdeten Erwerbsfähigkeit), das sind "Routine-"Gutachten" ohne wirkliche Aussagen.

Zusätzlich hatte ich auch noch das ÄD-Gutachten der AfA mitgeschickt was nach der Aussteuerung gemacht wurde (damals noch mit gründlicher Untersuchung durch eine sehr erfahrene Ärztin), sie stellte fest, dass ich aus gesundheitlichen Gründen am "allgemeinen Arbeitsmarkt" (weniger als 3 Stunden Leistungsfähigkeit) nicht mehr vermittelbar sei ...

Darauf wurde ich (schriftlich mit Fristsetzung) von der AfA zur Antragstellung auf EM-Rente aufgefordert, die beiden DRV-Gutachter haben das völlig ignoriert (es wurde nicht erwähnt, dass es diese Stellungnahme des AfA-ÄD überhaupt gab).

Im Ablehnungsschreiben (der DRV) wurde mir dann noch "ergänzend" mitgeteilt, dass für die Vermittlung in "andere Arbeit" die AfA zuständig sei und NICHT die Rentenkasse.

Ich war auch noch fest angestellt im CallCenter im Schichtdienst, das sollte ich auch lt. DRV nun NICHT mehr machen (letzte Tätigkeit hatte man in der Reha auch schon ausgeschlossen), aber es gäbe ja noch genug andere Arbeit am "allgemeinen Arbeitsmarkt" ...

Zitat:
Aus der Reha bin ich natürlich auch als "gesund und arbeitsfähig" entlassen worden.
Dann ahne ich ungefähr warum man das Gutachten der ersten Ärztin unbedingt noch "korrigieren" wollte ... wie ich es oben schon beschrieben habe gelten Reha-Berichte als "Langzeit-Gutachten", das darf man gerne wörtlich nehmen, die können auch ruhig schon "lange her sein".

Eine schwer kranke Bekannte von mir bekam nach genau 9 Kalendertagen die Ablehnung zu ihrem 2. EM-Renten-Antrag, als einzige Begründung ergab sich dann im Widerspruchsverfahren die Auswertung eines 7 (SIEBEN) Jahre alten Reha-Berichtes ...

Selbst der wurde schon zum 2. Male nicht richtig ausgewertet, denn darin war bereits von komplett "aufgehobenem Leistungsvermögen" geschrieben worden ... sie musste tatsächlich ein 2. Mal bis zum Sozialgericht, um endlich die EM-Rente zu bekommen.

Es ist leider oft fast unglaublich was den kranken Menschen so zugemutet wird, ehe sie zu ihrem Recht kommen.

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!
Doppeloma ist offline   Mit Zitat antworten
Danke Bitas bedankte(n) sich...
Alt 16.08.2017, 08:29   #9
angel59
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 09.01.2017
Beiträge: 12
Danke (vergeben): 0
Danke (erhalten): 4
angel59
Standard AW: Hat von euch jemand, einen positiven Rentenbescheid nach Widerspruch erhalten?

Vielen Dank liebe Doppeloma, ich kann jetzt eh nur abwarten.
angel59 ist offline   Mit Zitat antworten
Danke Doppeloma bedankte(n) sich...
Antwort

Stichwortsuche
widerspruch, gutachten, ablehnung, rente, antworten

Themen-Optionen
Ansicht Thema bewerten
Thema bewerten:


Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
positiven DRV Bescheid erhalten Keros Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege 4 26.04.2015 22:04
Hat jemand von euch durch einen VV eine Arbeit aufnehmen können? franzi Allgemeine Fragen 45 06.10.2013 17:52
Alg2 + Selbständig -> Positiven Einkommensteuerbescheid erhalten! Wie Geld behalten? Martin84 Existenzgründung und Selbstständigkeit 15 12.06.2013 14:19
Vorsicht Falle? jemand legt nur gegen einen Änderungsbescheid Widerspruch ein .. Mambo Infos zur Abwehr von Behördenwillkür 0 14.04.2009 23:22
Widerspruch gegen vorläufigen positiven Bescheid? sheela49 ALG II 4 17.11.2008 11:46


Es ist jetzt 07:50 Uhr.


Powered by vBulletin® (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2017, Jelsoft Enterprises Ltd.
Template-Modifikationen durch TMS
Search Engine Optimisation provided by DragonByte SEO (Pro) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2017 DragonByte Technologies Ltd.
Feedback Buttons provided by Advanced Post Thanks / Like (Pro) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2017 DragonByte Technologies Ltd.
ELO-Forum by Erwerbslosenforum Deutschland