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Start > > -> Hat von euch jemand, einen positiven Rentenbescheid nach Widerspruch erhalten?

Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 12.08.2017, 08:13   #1
angel59
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Beiträge: 36
angel59
Standard Hat von euch jemand, einen positiven Rentenbescheid nach Widerspruch erhalten?

Hallo Zusammen,

mein Antrag auf EM-Rente wurde abgelehnt. Das erste Gutachten sagte aus unter 3 Stunden dann musste ich zu einem zweiten Gutachten, dieser Gutachter gab einen Sachverhalt wieder, der so nie gesagt wurde, also Ablehnung. In der Begründung der Ablehnung wurden alle für eine EM Rente wichtigen Diagnosen bzw. Einschränkungen der ersten Gutachterin einfach weggelassen. Ich habe über eine Anwältin für Sozialrecht einen Widerspruch eingereicht, allein habe ich mir das nicht zugetraut.
Jetzt heißt es wieder warten, deshalb möchte ich mal fragen, ob hier auch jemand durch den Widerspruch dann doch die Rente bekommen hat.
Für Antworten wäre ich sehr dankbar.

Geändert von axellino (15.08.2017 um 04:51 Uhr) Grund: Themenüberschrift angepasst
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Alt 12.08.2017, 12:41   #2
timilu
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timilu
Standard AW: Hat auch jemand einen positiven Bescheid nach Widerspruch erhalten?

Hallo angel59, eine gute Freundin von mir hat nach dem Widerspruch, dem sie einen Befundbericht ihres Therapeuten beigefügt hat, einen positiven Bescheid erhalten.
Sie war vorher bei einem Gutachter und davor in einer Reha.

Etwas Hoffnung darfst du also noch haben.

Ich drück dir dafür die Daumen.
timilu ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.08.2017, 14:12   #3
angel59
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Registriert seit: 09.01.2017
Beiträge: 36
angel59
Standard AW: Hat auch jemand einen positiven Bescheid nach Widerspruch erhalten?

Herzlichen Dank für die Antwort, das gibt mir Hoffnung.
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Alt 12.08.2017, 19:00   #4
Doppeloma
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Ausrufezeichen AW: Hat auch jemand einen positiven Bescheid nach Widerspruch erhalten?

Hallo angel59,

Zitat:
mein Antrag auf EM-Rente wurde abgelehnt. Das erste Gutachten sagte aus unter 3 Stunden dann musste ich zu einem zweiten Gutachten, dieser Gutachter gab einen Sachverhalt wieder, der so nie gesagt wurde, also Ablehnung. In der Begründung der Ablehnung wurden alle für eine EM Rente wichtigen Diagnosen bzw. Einschränkungen der ersten Gutachterin einfach weggelassen.
Welche medizinischen Befunde hast du selbst beigetragen für den Antrag auf EM-Rente oder wurde nur auf die DRV-Gutachter abgestellt dabei (gab es vorher mal eine med. Reha, wenn ja WANN und mit welchem Ergebnis ???), stehen deine behandelnden Ärzte hinter dir und deinem Renten-Antrag ?

Ist dir bekannt, ob sie mal von der DRV angeschrieben wurden nach der Antragstellung, liegen dir die beiden Gutachten schon komplett vor (welche Fachrichtungen und waren die passend zu deinen Gesundheitproblemen ?), dann setz dich bitte hin und mache deine Anmerkungen dazu auf Kopien davon.

Ich weiß, das sind schon mal sehr viele Fragen und noch keine Antworten, die Aussichten beim Widerspruch sind (leider) sehr gering aber trotzdem sollten ALLE Möglichkeiten ausgeschöpft werden.

Zitat:
Ich habe über eine Anwältin für Sozialrecht einen Widerspruch eingereicht, allein habe ich mir das nicht zugetraut.
Das hast du richtig gemacht, ich hoffe sie weiß sehr gut, was nun zu tun ist ... denn genau meinen Fragen sollte sie auch zuerst nachgehen und sich die Akteneinsicht dafür bei der DRV anfordern, ich nehme an fristwahrender Widerspruch wurde bereits eingelegt.

Die Gutachten-Kopien mit deinen Anmerkungen (erst noch mal für dich kopieren) stelle ihr bitte so schnell wie möglich zur Verfügung, ich habe damals auch nach jedem Gutachten ein "Gedächtnis-Protokoll" angefertigt, dafür ist es bei dir nun leider zu spät.

Denn schon bei den Gutachtern kann so Einiges sehr falsch laufen, was man jetzt mit verwerten könnte, das KANN die Anwältin alles nicht wissen wenn du ihr das nicht mtteilen wirst, auch nicht was in den Gutachten falsch ist, denn sie ist ja auch kein Arzt und kann das medizinisch nicht beurteilen.

Da musst du ihr zunächst gut bei helfen und sie informieren, damit sie die richtige Strategie entwickeln kann ... in meinem Falle hat sich die DRV "sehr schwer getan" und brauchte fast 1 Jahr, um den Widerspruch dann doch abzulehnen.

Habe die EM-Rente dann aber am Gericht bekommen, nach 2 weiteren Gutachten die vom Richter angeordnet wurden.
Es liegt also nicht unbedingt nur an deiner Anwältin wenn du noch an das SG musst, du darfst NICHT aufgeben ...

Zitat:
Jetzt heißt es wieder warten, deshalb möchte ich mal fragen, ob hier auch jemand durch den Widerspruch dann doch die Rente bekommen hat.
Ich kenne nur einen Fall (aus einem anderen Forum), wo es auch sehr widersprüchliche DRV-Gutachten gegeben hat und der Anwalt (bei der Akteneinsicht) noch weitere schwere Verfahrensfehler gefunden hatte, das konnte die DRV dann nicht mehr "vom Tisch" wischen und die EM-Rente wurde bewilligt.

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
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Alt 13.08.2017, 04:20   #5
angel59
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Beiträge: 36
angel59
Standard AW: Hat auch jemand einen positiven Bescheid nach Widerspruch erhalten?

Hallo Doppeloma,
herzlichen Dank für Deine sehr ausführliche Antwort. Ich versuche mal auf Deine Fragen zu antworten.

Zitat:
Welche medizinischen Befunde hast du selbst beigetragen für den Antrag auf EM-Rente oder wurde nur auf die DRV-Gutachter abgestellt dabei (gab es vorher mal eine med. Reha, wenn ja WANN und mit welchem Ergebnis ???), stehen deine behandelnden Ärzte hinter dir und deinem Renten-Antrag ?
Bei der Antragstellung wurde von mir in der Anlage der Befundbericht meiner Psychotherapeutin beigefügt und von mir ein Selbsteinschätzungsbogen mit zwei zusätzlichen von mir verfassten Anlagen. Ich war schon Ende 2015 zur Reha, damals aber noch nach einem Burn Out, bin danach auch erst einmal wieder ein paar Monate arbeiten gegangen. Danach erneuter Zusammenbruch im August letzten Jahres und seit dem AU geschrieben. Von meiner Psychotherapeutin, die auch praktische Ärztin ist und meinem Hausarzt wurde die Rente angeraten. Seit März bin ich auch bei einem Psychiater in Behandlung.

Zitat:
Ist dir bekannt, ob sie mal von der DRV angeschrieben wurden nach der Antragstellung, liegen dir die beiden Gutachten schon komplett vor (welche Fachrichtungen und waren die passend zu deinen Gesundheitproblemen ?), dann setz dich bitte hin und mache deine Anmerkungen dazu auf Kopien davon.
Keiner meiner Ärzte ist angeschrieben worden.

Zu den Gutachten:

Meine Anwältin hat die Gutachten angefordert und wir sind sie vor dem Widerspruch durchgegangen. Die erste Gutachterin hat die richtige Einschränkungen erkannt und auch dokumentiert ( unter 3 Stunden). Dann wurde ich zu einem zweiten Gutachter geschickt, den ich ganze 15 Minuten gesehen habe, in seinem Gutachten stehen Angaben zu meinem Tagesablauf die ich so nicht geäußert habe. Bei ihm habe ich mich dazu genau so geäußert wie bei der ersten Gutachterin.Er hat die Tatsachen verdreht und aufgrund dessen wurde die Rente abgelehnt, nach seiner Meinung kann ich Vollzeit arbeiten.

Geändert von Doppeloma (15.08.2017 um 02:47 Uhr) Grund: Zitatcodes eingefügt
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Alt 15.08.2017, 03:30   #6
Doppeloma
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Ausrufezeichen AW: Hat auch jemand einen positiven Bescheid nach Widerspruch erhalten?

Hallo angel59,

Zitat:
Bei der Antragstellung wurde von mir in der Anlage der Befundbericht meiner Psychotherapeutin beigefügt und von mir ein Selbsteinschätzungsbogen mit zwei zusätzlichen von mir verfassten Anlagen.
Du hast den Selbsteinschätzungsbogen der DRV ausgefüllt, hast du dir eine Kopie davon gemacht ?

Und was hast du noch selbst dazu geschrieben, das überzeugt die DRV in der Regel eher nicht was man da noch selbst schreibt (wer noch so fleißig erklären kann, dass arbeiten nicht mehr möglich ist, der kann bestimmt noch arbeiten) ...und dieser Bogen der DRV ist der reinste Blick in die Glaskugel ...

Den habe ich immer ignoriert und es ist auch freiwillig, den muss man gar nicht ausfüllen, genützt hat es ja offenbar auch NICHTS ...

Zitat:
Ich war schon Ende 2015 zur Reha, damals aber noch nach einem Burn Out, bin danach auch erst einmal wieder ein paar Monate arbeiten gegangen.
Liegt dir dieser Reha-Bericht auch komplett vor oder hat ihn ein Arzt von dir bekommen, sonst solltest du den bei der DRV noch mit anfordern lassen.

Solche Reha-Berichte haben immer auch eine Bedeutung (als "Langzeit-Gutachten"), wenn man mal EM-Rente beantragt hat, da holen die das auch wieder aus dem Archiv und ich habe da meine eigenen Erfahrungen mit, wie solche Rehas ablaufen und wie dann dieser Bericht aussehen kann ...

Zitat:
Danach erneuter Zusammenbruch im August letzten Jahres und seit dem AU geschrieben. Von meiner Psychotherapeutin, die auch praktische Ärztin ist und meinem Hausarzt wurde die Rente angeraten. Seit März bin ich auch bei einem Psychiater in Behandlung.
Wann hattest du jetzt den Antrag auf EM-Rente gestellt, wie steht der Psychiater zu deinem Antrag wird er den auch unterstützen und erste Untersuchungs- und Behandlungsergebnisse für den Widerspruch ausdrucken ?

Zitat:
Keiner meiner Ärzte ist angeschrieben worden.
Das ist schon mal ein schwerer Untersuchungsfehler, welche medizinischen Unterlagen wurden denn den Gutachtern zur Verfügung gestellt, wenn die DRV nichts weiter hatte, als deinen mitgeschickten Bericht ... oder hast du zu den Gutachter-Terminen noch aktuelle Unterlagen von deinen Ärzten mitgenommen ?

Ich kenne das leider auch, dass die DRV da nicht besonders fleißig ist, trotz umfangreicher Schweigepflichtentbindungen.
Leider wird das nicht unbedingt ausreichen, um die zum Umdenken zu zwingen ...

Zitat:
Meine Anwältin hat die Gutachten angefordert und wir sind sie vor dem Widerspruch durchgegangen. Die erste Gutachterin hat die richtige Einschränkungen erkannt und auch dokumentiert ( unter 3 Stunden).
In welchem zeitlichen Abstand erfolgten diese Gutachten und war das immer eine psychiatrische Begutachtung, da stellt man sich ja direkt die Frage, ob sie der eigenen Gutachterin nicht glauben wollten ...

Zitat:
Dann wurde ich zu einem zweiten Gutachter geschickt, den ich ganze 15 Minuten gesehen habe, in seinem Gutachten stehen Angaben zu meinem Tagesablauf die ich so nicht geäußert habe.
Das war ja dann ein "Turbo-Gutachten", da kann ja nichts Gescheites bei herauskommen, bist du in Begleitung dort gewesen, die das bestätigen kann ...

Ich war auch bei 2 Gutachtern aber aus gesundheitlichen Gründen erforderlich ... der Internist der DRV hat mich auch in 17 Minuten "abgefertigt", in der Zeit konnte er die ganzen Untersuchungen gar nicht durchführen, die später in seinem Gutachten aufgezählt waren.

Da muss er wohl eine andere Person so gründlich untersucht haben aber das wurde von der DRV auch "vom Tisch gewischt", ebenso die (nachweisliche) Tatsache, dass der Psychiater dann sein Gutachten gar nicht selbst gemacht hatte, sondern seine blutjunge Assistenzärztin.

Er hat derweil sein volles Wartezimmer abgearbeitet und mich später nur noch kurz körperlich untersucht, über das Gespräch mit seiner Assistentin wurde da nicht mehr geredet ... er hatte also alles nur "aus 2. Hand" was eigentlich wichtig ist, bei so einem Gutachten.

Mein Männe war immer dabei und konnte auch das bezeugen, die DRV behauptete dann die Assistentin habe nur "nebensächliche Untersuchungen gemacht", das wäre auch im Gutachten entsprechend vermerkt worden ...

Wir suchen heute noch danach, denn das Einzige von ihr, war die Unterschrift neben der des eigentlich beauftragten Arztes am Ende des Gutachtens ... was sie damit zu schaffen hatte, war überhaupt NICHT vermerkt oder erkennbar ...

Zitat:
Bei ihm habe ich mich dazu genau so geäußert wie bei der ersten Gutachterin.Er hat die Tatsachen verdreht und aufgrund dessen wurde die Rente abgelehnt, nach seiner Meinung kann ich Vollzeit arbeiten.
Damit hatte dann mein Anwalt auch sehr gut argumentiert aber nach Ansicht der DRV und "erneuter Prüfung durch deren Med. Dienst" wurde alles als korrekt bestätigt und mein Widerspruch dann auch abgelehnt.

Beide Gutachter waren natürlich auch zu der Erkenntnis gekommen, dass ich Vollzeit arbeiten könne ... wie schon (gut 1 Jahr) vorher auch die Reha-Klinik ... davon wurde fleißig abgeschrieben, wie gut es mir zu gehen hatte.

Erst das Sozialgericht hat dann ALLE meine Ärzte angeschrieben und wollte präzise med. Stellungnahmen haben, danach wurden dann 2 neue Gutachten (der Internist brauchte dieses Mal fast 3 Stunden) angeordnet, weil das alles für den Richter nicht mehr zusammen passte.

Danach musste die DRV ein Angebot machen, damit sie den Prozess nicht verliert ...

Meine Daumen sind feste gedrückt für dich, ich weiß sehr gut wie belastend das alles ist ... inzwischen bin ich "auf Dauer" berentet und gehe nächsten Sommer in die reguläre Altersrente.

MfG Doppeloma
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Alt 15.08.2017, 08:30   #7
angel59
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angel59
Standard AW: Hat von euch jemand, einen positiven Rentenbescheid nach Widerspruch erhalten?

Liebe Doppeloma,

vielen Dank fürs Daumen Drücken, das kann ich gebrauchen.

In den Selbsteinschätzungsbogen habe ich alle meine Beeinträchtigungen geschrieben mit einer zusätzlichen Anlage auch mit dem Hinweis, dass ich mehrere Tage für diese Zusammenfassung gebraucht habe.

Aus der Reha bin ich natürlich auch als "gesund und arbeitsfähig" entlassen worden.

Den Antrag auf EM Rente habe ich Anfang Februar 17 gestellt, meinen Psychiater habe ich direkt beim ersten Termin davon in Kenntnis gesetzt, er hatte es sofort vermerkt. Er weiß von meinen Gutachterterminen aber noch nicht vom Ergebnis, habe erst in 2 Wochen wieder einen Termin.

Ich habe nur den Befundbericht meiner Psychotherapeutin mitgeschickt und zum Termin bei der ersten Gutachterin die übrigens Ärztin für innere Medizin und Psychotherapeutin in einer großen Klinik ist, noch einen Bericht meiner Ergotherapeutin zu den Unterlagen gegeben. Darin wurde erwähnt dass sie keine Chance sehen, dass ich weiter im Berufsleben, wo ich ja ständig unter Druck stehe, zu recht komme.

Der erste Gutachtertermin war Anfang März 17 EM wurde befürwortet und der Zweite Termin bei einem Psychiater bzw. Neurologen war Mitte Juni. Wir glauben, dass die DRV exakt diesen Gutachter beauftragt hat um das erste Gutachten auszuhebeln. Er ist wohl dafür bekannt. Ich musste fast 4 Stunden warten, habe ihn ganze 15 Minuten gesprochen bzw. gesehen und von der Helferin wurden die neurologischen Untersuchungen gemacht.

Meine Anwältin hat dem Widerspruch noch ein Gutachten des MDK von Januar 2017 beigefügt, woraus hervor geht, dass meine Erwerbsfähigkeit erheblich gefährdet ist und ich weiter AU bin.
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Alt 16.08.2017, 01:01   #8
Doppeloma
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Ausrufezeichen AW: Hat von euch jemand, einen positiven Rentenbescheid nach Widerspruch erhalten?

Hallo angel59,

Zitat:
Meine Anwältin hat dem Widerspruch noch ein Gutachten des MDK von Januar 2017 beigefügt, woraus hervor geht, dass meine Erwerbsfähigkeit erheblich gefährdet ist und ich weiter AU bin.
Das wird die DRV ganz sicher nicht besonders beeindrucken, den gleichen Wortlaut hat (eigentlich) JEDES MDK-Gutachten was zur "Überprüfung" der Notwendigkeit einer weiteren AU durch die KK angefordert wird.

Bist du denn dort vom Arzt untersucht worden oder war das auch nach "Aktenlage" und wenn ja nach welcher ?
Der MDK verfügt in der Regel NICHT über medizinische Unterlagen von denen du nichts weißt.

Ich habe auch ein MDK-Gutachten beim Antrag auf EM-Rente mitgeschickt (Inhalt fast wie deins, nur noch der Hinweis, dass ich dringend eine med. Reha bei der DRV beantragen sollte, wegen der gefährdeten Erwerbsfähigkeit), das sind "Routine-"Gutachten" ohne wirkliche Aussagen.

Zusätzlich hatte ich auch noch das ÄD-Gutachten der AfA mitgeschickt was nach der Aussteuerung gemacht wurde (damals noch mit gründlicher Untersuchung durch eine sehr erfahrene Ärztin), sie stellte fest, dass ich aus gesundheitlichen Gründen am "allgemeinen Arbeitsmarkt" (weniger als 3 Stunden Leistungsfähigkeit) nicht mehr vermittelbar sei ...

Darauf wurde ich (schriftlich mit Fristsetzung) von der AfA zur Antragstellung auf EM-Rente aufgefordert, die beiden DRV-Gutachter haben das völlig ignoriert (es wurde nicht erwähnt, dass es diese Stellungnahme des AfA-ÄD überhaupt gab).

Im Ablehnungsschreiben (der DRV) wurde mir dann noch "ergänzend" mitgeteilt, dass für die Vermittlung in "andere Arbeit" die AfA zuständig sei und NICHT die Rentenkasse.

Ich war auch noch fest angestellt im CallCenter im Schichtdienst, das sollte ich auch lt. DRV nun NICHT mehr machen (letzte Tätigkeit hatte man in der Reha auch schon ausgeschlossen), aber es gäbe ja noch genug andere Arbeit am "allgemeinen Arbeitsmarkt" ...

Zitat:
Aus der Reha bin ich natürlich auch als "gesund und arbeitsfähig" entlassen worden.
Dann ahne ich ungefähr warum man das Gutachten der ersten Ärztin unbedingt noch "korrigieren" wollte ... wie ich es oben schon beschrieben habe gelten Reha-Berichte als "Langzeit-Gutachten", das darf man gerne wörtlich nehmen, die können auch ruhig schon "lange her sein".

Eine schwer kranke Bekannte von mir bekam nach genau 9 Kalendertagen die Ablehnung zu ihrem 2. EM-Renten-Antrag, als einzige Begründung ergab sich dann im Widerspruchsverfahren die Auswertung eines 7 (SIEBEN) Jahre alten Reha-Berichtes ...

Selbst der wurde schon zum 2. Male nicht richtig ausgewertet, denn darin war bereits von komplett "aufgehobenem Leistungsvermögen" geschrieben worden ... sie musste tatsächlich ein 2. Mal bis zum Sozialgericht, um endlich die EM-Rente zu bekommen.

Es ist leider oft fast unglaublich was den kranken Menschen so zugemutet wird, ehe sie zu ihrem Recht kommen.

MfG Doppeloma
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Alt 16.08.2017, 07:29   #9
angel59
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Standard AW: Hat von euch jemand, einen positiven Rentenbescheid nach Widerspruch erhalten?

Vielen Dank liebe Doppeloma, ich kann jetzt eh nur abwarten.
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Alt 24.08.2017, 16:32   #10
angel59
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angel59
Standard AW: Hat von euch jemand, einen positiven Rentenbescheid nach Widerspruch erhalten?

So liebe Doppeloma,

heute habe ich die Einladung zu einer weiteren Begutachtung in den Räumen der Rentenversicherung bekommen. Meinst das ist positiv dass ich noch einmal zu einem Gutachter muss?

VG
angel59
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Alt 24.08.2017, 16:40   #11
isso
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isso
Standard AW: Hat von euch jemand, einen positiven Rentenbescheid nach Widerspruch erhalten?

Also ich be es jetzt bei der LTA gehabt und nach Aktenlage war ich erst avgelehbt worden und sollte weiter voll EMR bekommen bis 2019. Da sich raustellte das wesentliche Ubterlsgen nicht berücksichtigt wurden gab es einen Widerspruch mit Gutachten Trallala musste neue Erkenntnisse beisteuern. Am Ende habe ich es jetzt alles durch und bin jetzt in Maßnahmenaushandlung.

Gerade so wiedersprüchliche Rentengutachten sind leider nicht selten. Das ist sogar in Studien mit Fiktivfällen festgestellt worden. jeder Gutachter hat was anderes gewählt und kur einer richtig eingeschätzt. Wurde der Fall sber etwas verändert mit anderem Geschlecht vorgelegt hat auch der selbe Gutachter anders beurteilt.

Warst du mit Beistand bei dem Gutachten.

Ich kann dir auch nur die Dauemn drücken.
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Alt 24.08.2017, 16:45   #12
angel59
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angel59
Standard AW: Hat von euch jemand, einen positiven Rentenbescheid nach Widerspruch erhalten?

Hallo,
nein Beistand wurde nicht zugelassen. Ich bin gespannt wie der 3. Gutachter meine Leistungsfähigkeit einschätzt, ich hoffe er entscheidet in meinem Sinne, das würde großen Druck von mir nehmen.
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Alt 24.08.2017, 19:34   #13
Tica
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Standard AW: Hat von euch jemand, einen positiven Rentenbescheid nach Widerspruch erhalten?

Hallo angel59,

ich drücke Dir auch die Daumen, dass der Gutachter das 1. Gutachten bestätigt.

Ansonsten muss Deine Anwältin klagen. Bleib dran und lass Dich nicht entmutigen!!!
Dieses Trara haben hier die Meisten durch. Es ist belastend, aber man hat keine andere Alternative als durchzuhalten.

vg Tica
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Alt 25.08.2017, 16:58   #14
Doppeloma
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Hallo angel59,

Zitat:
heute habe ich die Einladung zu einer weiteren Begutachtung in den Räumen der Rentenversicherung bekommen. Meinst das ist positiv dass ich noch einmal zu einem Gutachter muss?
Kann ich dir wirklich nicht eindeutig beantworten, besonders die DRV-"internen" Gutachter haben eher einen schlechten Ruf, weil sie in der Regel von der Realität am Arbeitsmarkt und den Anforderungen in den einzelnen Tätigkeits- Bereichen wenig bis gar keine Ahnung haben.

Da steckt dann immer noch der "Pförtner" im Kopf, der nur bequem in seinem Häuschen sitzt und die Welt beobachtet und eine "Telefonistin", die mal ein paar Stöpsel in irgendwelche Buchsen steckt, um Telefonate herzustellen ... so 50-Jahre-Charme aus alten Schwarz-Weiß-Filmen.

Wir haben damit eine ganz "spezielle" Erfahrung gemacht, als mein Männe zu seinem letzten DRV-Gutachten eingeladen wurde (in die Berliner DRV-Zentrale), ich habe dort angerufen, um nach Taxi-Transport für ihn zu fragen (ja so naiv war ich auch mal, was telefonisch regeln zu wollen ) ...

Denn der Termin war Anfang Januar = damals gerade "ars**kalt" und spiegelglatt und die Nutzung der Öffis (fast 3 Stunden einfache Fahrt mit mehrfachem Umsteigen von unserem Wohnort damals) eher ein unberechenbares Glücksspiel, bei schweren Geh- und Schmerzproblemen als Zumutung anzusehen.

Rückfrage der Gutachterin (ja sie war höchstpersönlich am Apparat) dazu : " Ja WAS hat denn Ihr Mann, dass er nicht mit den Öffentlichen herkommen kann ???"

Meine Anmerkung dazu : "Das sollten Sie doch bereits wissen, aus den medizinischen Unterlagen die Sie für die Begutachtung erhalten haben, jedenfalls kann er den Termin ohne Taxitransport NICHT wahrnehmen "

Es raschelte dann ein Weilchen im Hintergrund, dann kam die recht schnippische Antwort : "Sie können ja gerne ein Taxi nehmen, einen Hausbesuch werde ich deswegen NICHT machen (aha, sowas geht auch, dachte ich), ob die Kosten (auch für die Heimfahrt) dann übenommen werden entscheide ICH erst nach der Begutachtung" ...

Also Vorschießen aus Hartz 4, nicht mit uns ... ohne Gewissheit das wenigstens dann auch zügig zurück zu bekommen.

Will das hier jetzt nicht weiter ausdehen, der erste Termin ist dann "geplatzt" weil wir darauf bestanden haben, eine feste, schriftliche Zusage für die Übernahme der Taxi-Kosten zu bekommen ... bis dahin hatten wir aber für seinen EMR- Antrag auch schon einige Jahre Kampf mit der DRV hinter uns ...

Es war bereits der 2. Antrag (frische und eindeutige Klinikberichte waren reichlich beigefügt worden) und nach knapp 6 Monaten "Schweigen im Walde" kam dann dieser Gutachter-Termin, weil die eingeschickten Berichte (angeblich) schon wieder "zu alt waren", da ist mir ein wenig der "Kragen geplatzt" und das nicht nur im Gespräch mit der (zunächst) beauftragten DRV-Gutachterin.

Es gab dann noch Einiges Hin und Her per Post und oder per Fax und dann wurden die Taxi-Kosten übernommen UND ich durfte sogar als Beistand mit rein zur Begutachtung ...

Mein Männe hatte es abgelehnt sich sonst überhaupt noch begutachten zu lassen, ihm war inzwischen schon völlig EGAL wie das enden würde, man hatte mich dann aber "inständig" gebeten, ihn zu "überzeugen" , obwohl ich auch nicht wusste warum das überhaupt noch nötig war.

Die Gutachterin war dann auch eine ganz Andere, man merkte dem ganzen Vorgang an, dass es nur noch um ein "Alibi-Gutachten" gehen sollte, zum "Beweis" dass die DRV den "längeren Arm hat", eine gute Woche später war der Bescheid im Briefkasten, EM-Rente bewilligt (ab 2. Antragstellung) bis zum Eintritt in die Altersrente.

Leider hat man mich und ihn bis dahin fast 5 Jahre gequält (NUR seine EM-Rente betreffend) ... aber meine schriftlichen Beschwerden (bis an höchste DRV-Stellen) haben dann am Ende wohl ihre Wirkung auch nicht ganz verfehlt.

Es mag auch da Ausnahmen geben bei den Gutachtern in den medizinischen Zentren der DRV aber es ist wohl leider viel Wahres dran, " wess Brot ich ess, dess Lied ich sing", dann drücken wir mal die Daumen, dass es die seltene Ausnahme bei dir geben wird.

Die ambulant beauftragten Gutachter sind ja meist auch nicht viel besser, sie bekommen eben ALLE das Geld für die Gutachten von der DRV ... aber die haben meist noch etwas mehr Ahnung von den aktuellen Arbeitsbedingungen ... aus ihrem "normalen" Praxis-Alltag.

MfG Doppeloma
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Alt 26.08.2017, 05:34   #15
angel59
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angel59
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Danke liebe Doppeloma für Deine Schilderung. Meine erste Gutachterin war auch eine der DRV und die hat meine EM Rente lt. Gutachten befürwortet und auch meine Einschränkungen sehr gut erkannt. Ich hoffe einfach, dass der Gutachter den ich jetzt bekomme auch so fair ist.
Ich weiß nicht was jetzt noch untersucht wird, es ist doch schon alles 2 x gemacht worden. Das Einzige was noch nicht gemacht wurde, sind Fragebögen und verschiedene Tests. In der Einladung steht, dass ich, falls erforderlich meine Lesebrille mitbringen muss. Auch die Fachrichtung des Gutachters kann ich aus der Einladung nicht erkennen, dort steht nur bei Herrn..........
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Alt 26.08.2017, 18:34   #16
Doppeloma
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Hallo angel59,

Zitat:
Meine erste Gutachterin war auch eine der DRV und die hat meine EM Rente lt. Gutachten befürwortet und auch meine Einschränkungen sehr gut erkannt. Ich hoffe einfach, dass der Gutachter den ich jetzt bekomme auch so fair ist.
Das wünsche ich dir wirklich von ganzem Herzen, es macht mich nur etwas stutzig wenn die DRV ein so eindeutiges Gutachten dann erneut "bestätigt" haben möchte und du dafür extra in die "Höhle des Löwen" beordert wirst.

Zitat:
Ich weiß nicht was jetzt noch untersucht wird, es ist doch schon alles 2 x gemacht worden.
Das meine ich ja damit, wenn bereits alles mehrfach untersucht und bestätigt wurde, worauf hofft da jetzt die DRV in dem nächsten Gutachten und warum wäre das dann (vielleicht) das "einzig wahre Gutachten" und die anderen werden (vielleicht) bezweifelt ...

Ich verstehe es einfach nicht, wo doch sonst immer überall "gespart" werden soll und unnötige (zusätzliche) Begutachtungen zu vermeiden sind, auch um die Antragsteller (angeblich) nicht unnötig zu belasten ???

Zitat:
Das Einzige was noch nicht gemacht wurde, sind Fragebögen und verschiedene Tests. In der Einladung steht, dass ich, falls erforderlich meine Lesebrille mitbringen muss.
Diese Fragebögen haben ja auch nur eine geringe Bedeutung (werden aber oft als "Pausenfüller" missbraucht), der Gutachter soll feststellen was mit dir los ist und nicht nur Kreuze auf Papier von dir einsammeln und auswerten ...

Dass man eine notwendige Lesebrille mitbringen soll, stand in unseren Einladungen auch immer drin, ich habe die nie gebraucht, bei KEINEM der vielen Gutachten musste ich je irgendwelche Fragebögen ausfüllen.

Zum DRV-Psychiater sollte ich einen "Arbeitslebenslauf" und einen "Krankheitslebenslauf" mitbringen, so als Überblick was ich schon alles gearbeitet hatte und warum das irgendwann nicht mehr ging (gesundheitliche Grübnde für die Arbeitsaufgabe) und wie sich meine Krankheiten so "entwickelt" hatten.

Das wurde aber scheinbar auch nicht sehr gründlich gelesen, denn Vieles in dem Gutachten hatte damit nicht wirklich was zu tun und wichtige Ereignisse fehlten dafür komplett.

Während des Gespräches (von fast 2 Stunden Dauer) hat die Assistenzärztin einen kurzen "Test" zur Merkfähigkeit gemacht, ich sollte mir ein paar Gegenstände / Wörter merken, die sie nach ca. 5 Minuten wieder abgefragt hat.

Mir ist nicht mehr viel davon wieder eingefallen, aber meine Merkfähigkeit wurde als "ausreichend" bewertet für den allgemeinen Arbeitsmarkt ... mein Kurzzeit-Gedächtnis ist noch immer "unterirdisch" aber für das was länger zurück liegt (besonders für die negativen Erfahrungen) habe ich ein "Elefanten-Hirn" ...

Zitat:
Auch die Fachrichtung des Gutachters kann ich aus der Einladung nicht erkennen, dort steht nur bei Herrn..........
Dann ist das wahrscheinlich ein Psychologe und nicht mal "ein richtiger Arzt" oder ein Arbeits- und Sozial-Mediziner ohne Dr. Titel, ich würde nachfragen, welche Fachrichtung da gerade untersucht wird ...

Bei der ersten Gutacherin damals haben wir das auch wissen wollen, die 2. war dann Psychiaterin mit Dr.-Titel, darum war Männe ja so besonders sauer, er war und ist körperlich schwer krank, in psychiatrischer Behandlung war er nur vorübergehend nach der Klage-Rücknahme im ersten EM-Renten-Verfahren.

Weil er da langsam auch vom "Glauben abgefallen ist" was die Vorgehensweisen der DRV und am Gericht betraf, ansonsten ist er psychisch eigentlich immer stabiler als ich gewesen ... das wurde ihm auch von den Schmerzkliniken und Schmerztherapeuten in den Berichten immer wieder bestätigt.

Man hat wirklich oft inzwischen den Eindruck, dass man ohne Psycho-Probleme nicht krank genug für eine EM-Rente ist ... aber bist du klar (und seit Jahren) nachweislich vom Facharzt bescheinigt psychisch krank, dann "reicht" das auch wieder nicht, so musste ich das ja erleben.

MfG Doppeloma
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Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

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Alt 27.08.2017, 07:29   #17
angel59
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angel59
Standard AW: Hat von euch jemand, einen positiven Rentenbescheid nach Widerspruch erhalten?

Hallo Doppeloma,

lieben Dank für Deine Antwort, ich habe stets das Gefühl verstanden zu werden, wenn Du mir antwortest.

Meine Merkfähigkeit und Konzentration wurde auch schon bei beiden Gutachtern getestet, diese allerdings auch im ersten Gutachten als nicht ausreichend festgestellt. Die Gutachterin hat damals meine Einschränkungen gut erkannt, die Merkfähigkeit und Konzentration ist bei mir wirklich eine Katastrophe, dies ist ein Grund warum ich in meinem Beruf nicht mehr arbeiten kann.

Der Zusatz mit der Lesebrille stand bei mir nie mit auf den Einladungen, diesmal wurde es als Zusatz hinzugefügt und gelb markiert.
Mich wundert es auch, dass sie keinen meiner Ärzte angeschrieben haben weder meinen Hausarzt noch meinen Psychiater.

Ich bin sehr aufgeregt und kann an nichts anderes mehr denken als an diesen Termin, allerdings hoffe ich immer noch, dass es ein gutes Zeichen ist, dass ich einen weiteren Gutachtertermin erhalten habe.

Ev. frage ich mal meine Anwältin ob sie herausbekommen kann aus welcher Fachrichtung der Gutachter kommt.
Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag und drück mir bitte weiterhin die Daumen.
LG
angel59
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Alt 27.08.2017, 15:07   #18
Doppeloma
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Ausrufezeichen AW: Hat von euch jemand, einen positiven Rentenbescheid nach Widerspruch erhalten?

Hallo angel59,

Zitat:
lieben Dank für Deine Antwort, ich habe stets das Gefühl verstanden zu werden, wenn Du mir antwortest.
das freut mich sehr zu lesen, es gibt auch User, die das falsch verstehen wenn ich (meist) an unseren Beispielen versuche bestimmte Vorgänge zu beschreiben.

So geht das (für mich) aber am Besten und manchmal denke ich, dass es auch irgendwie "meine spezielle Methode" ist das aufzuarbeiten, es sitzt eben doch tiefer als man manchmal zugeben möchte, was da jahrelang mit uns "getrieben" wurde.

Zitat:
Die Gutachterin hat damals meine Einschränkungen gut erkannt, die Merkfähigkeit und Konzentration ist bei mir wirklich eine Katastrophe, dies ist ein Grund warum ich in meinem Beruf nicht mehr arbeiten kann.
Ich habe mich sehr unter Druck gefühlt als man in der Reha verlangte, dass ich das nun intensiv "trainieren" soll über diese 6 Wochen.
In der Ergotherapie wurden mir seitenlange Zahlen-Reihen vorgelegt, die ich "abarbeiten" sollte, um meine Konzentration wieder zu verbessern.

Ich "hasse" solche Aufgaben generell (besonders aber mit Zahlen) und habe da auch keinen Sinn drin erkennen können, es interessierte dort aber Niemanden, es war eigentlich auch egal, ob ich das mache oder warum nicht ... wurde nicht mal kontrolliert und / oder ausgewertet.

So waren schon die Ergotherapie-Stunden eigentlich nur ein Graus für mich ... ohne jeden positiven Effekt ... ich saß oft nur da und habe so "getan" (auf das Papier gestarrt) als würde ich das bearbeiten, bis diese 1,5 Stunden verschwendete Lebenszeit (endlich) vorbei waren.

Lt. Reha-Bericht konnte ich aber meine Merk- und Konzentrationsfähigkeiten in der Ergo-Therapie "deutlich verbessern" ...

Zitat:
Der Zusatz mit der Lesebrille stand bei mir nie mit auf den Einladungen, diesmal wurde es als Zusatz hinzugefügt und gelb markiert.
Manchmal werden solche Testreihen auch am PC durchgeführt, das wurde in der Reha auch so gemacht, mehrere Stunden (verteilt) am Beginn der Reha und gegen Ende erneut (um die angeblichen Besserungen "belegen" zu können ), ich frage mich heute noch warum ich das mal wieder "klaglos durchgestanden" habe.

Es gab viele Momente wo ich gerne was in diesen Monitor geworfen hätte ... eine Mitpatientin hat das komplett abgelehnt und es wurde akzeptiert (es wäre ja sowieso freiwillig, hat uns aber keiner vorher so gesagt), ich war "zu feige" oder "zu gut erzogen" oder was auch immer und habe mich da gnadenlos durchgequält ...

Sie wurde mit EM-Renten-Empfehlung entlassen und ich als Voll Erwerbsfähig am "allgemeinen Arbeitsmarkt", ich weiß nicht, ob sie die EM-Rente dann wirklich bekommen hat, das entscheidet ja auch nicht die Klinik.
Bin auch nicht "neidisch" gewesen, wir haben uns dort sehr gut verstanden ... aber diese Vorgehensweisen der Klinik habe ich bis heute NICHT verstanden.

Berge von Fragebögen hätte ich (vermutlich) auch sehr schnell verweigert weiter zu bearbeiten (auch bei Gutachtern), zumal mir mein wirklich guter Psychiater mal genau erklärt hat wie wenig Aussagekraft da letztlich wirklich drin steckt.

Diese ganzen Testreihen (egal ob auf Papier oder am PC) können ergänzend genutzt werden, sollten aber nicht alleine / überwiegend den Inhalt eines Gutachtens bestimmen, weil sie von beiden Seiten zu leicht "manipulierbar" sind.

Es ist noch immer so, dass ich Papier-Anträge (auf was auch immer) über mehrere Tage bearbeite, weil mir das an einem Tag meist zu viel wird ... mag man auch schwer glauben weil ich HIER so viel schreibe ... Hier mache ich das aber völlig freiwillig und NUR wenn ICH Lust dazu habe.

Zitat:
Mich wundert es auch, dass sie keinen meiner Ärzte angeschrieben haben weder meinen Hausarzt noch meinen Psychiater.
Das alleine ist schon sehr fragwürdig (es gehört eigentlich zum Untersuchungsgrundsatz bei Bearbeitung eines EM-Renten-Antrages) aber leider eher die Regel als die Ausnahme.

Du kannst natürlich vorhandene medizinische Unterlagen gerne (in Kopie) mit zum Gutachter nehmen von deinen Ärzten, sofern du das bisher noch nicht gemacht hast.

Allerdings ist der Gutachter auch nicht verpflichtet das entgegen zu nehmen, manche waren aber schon "erfreut" darüber wenn sie von der DRV nicht genug medizinische Unterlagen bekommen hatten ... Anderen ist auch das egal ...

Zitat:
Ich bin sehr aufgeregt und kann an nichts anderes mehr denken als an diesen Termin, allerdings hoffe ich immer noch, dass es ein gutes Zeichen ist, dass ich einen weiteren Gutachtertermin erhalten habe.
Das glaube ich dir gerne und du solltest deinen Beistand ruhig trotzdem dabei haben, auch aus der Wartezimmer-Position bekommt man oft genug mit, wenn da was nicht "rund" läuft, zumindest hast du dann mal einen Zeugen für die Dauer dieser Begutachtung, das muss nämlich in den Gutachten auch NICHT vermerkt werden.

So bekommt natürlich dann kein Gutachten-Leser später mit, ob so viel "Begutachtung" in so kurzer Zeit überhaupt möglich gewesen sein kann.

Zusammen könnt ihr dann anschließend auch ein Gedächtnis-Protokoll anfertigen, wo alles rein kommt was man dort so erlebt hat, auch was weniger angenehm war (Freundlichkeit / unnötige Wartezeiten / Gesprächsverlauf mit dem Gutachter usw.), da wundert man sich später auch schnell mal, was dann im Gutachten geschrieben wird zu den gleichen Vorgängen.

Zitat:
Ev. frage ich mal meine Anwältin ob sie herausbekommen kann aus welcher Fachrichtung der Gutachter kommt.
Ich würde den Gutachter ruhig auch DIREKT darauf ansprechen, du hast schon ein Recht darauf selber zu erfahren, ob dich z.B. ein Orthopäde wegen rein psychischer Probleme begutachten soll ... das wäre garantiert die falsche Fachrichtung und könnte zumindest später bei Gericht noch wichtig werden.

Zitat:
Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag und drück mir bitte weiterhin die Daumen.
Danke dir und die Daumen sind ganz feste gedrückt :-)))

MfG Doppeloma
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Alt 27.09.2017, 15:51   #19
Amadea
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Amadea Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Hat von euch jemand, einen positiven Rentenbescheid nach Widerspruch erhalten?

Hallo angel59,hallo alle zusammen,
ich war lange nicht hier und habe mich heute wieder eingeloggt um Infos zu lesen und möchte jetzt angel59 etwas Hoffnung geben!
angel59, ich weiß nicht ob du inzwischen schon weiter gekommen bist, aber du kannst auf jeden Fall Hoffnung haben!

Mein Antrag auf EM-Rente wurde im ersten Anlauf auch abgelehnt. Als die Ablehnung bei mir eintraf habe ich sofort meinen Arzt angerufen der mir geraten hat Widerspruch einzulegen.
(Keiner meiner Ärzte hat jemals Post von der DRV bekommen in dem Berichte angefordert wurden.)
Widerspruch habe ich selbst geschrieben (nach Anleitung vom Arzt bzw.aus dem Netz) und einen Bericht des Arztes beigefügt.

Nach ca. 4 Monaten bekam ich dann eine "Einladung zur Untersuchung" bei einem Gutachter.
Etwa weitere 6 Wochen nach dem Gutachter-Termin bekam ich die auf 2 Jahre befristete volle EM-Rente!

Das hab ich jetzt im Groben ohne Details geschildert um dir Hoffnung zu machen und die Angst zu nehmen.
Gerne beantworte ich auch Fragen dazu im Detail!

Bei mir sind die 2 Jahre im November rum, ein Weiterbewilligungsantrag läuft und einen erneuten Termin zur Begutachtung habe ich schon. Bisher wurden auch jetzt keinerlei Berichte der behandelnden Ärzte angefordert. Wie es nach dem Termin beim Gutachter weitergeht wird sich zeigen.
Ich drücke dir (und mir) ganz doll die Daumen und grüße dich und alle im Forum sehr herzlich.
Amadea ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.10.2017, 09:21   #20
angel59
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angel59
Standard AW: Hat von euch jemand, einen positiven Rentenbescheid nach Widerspruch erhalten?

Vielen Dank Amadea für Deine Antwort, diese lässt mich hoffen. Ich habe noch keinen Bescheid, mein Termin für die Tests (aufgrund meines Widerspruchs) waren ja Mitte September also jetzt ca. 3 Wochen her.

Ich warte jeden Tag......
angel59 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.10.2017, 10:03   #21
angel59
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angel59
Standard Zwischenbericht nach Widerspruch auf Ablehnung der EM Rente

Hallo Zusammen,

es kommt so langsam Bewegung in meine EM Renten Angelegenheit. Wie ich ja schon geschrieben habe musste ich nach meinem Widerspruch noch einmal zu einem Gutachtertermin bzw. zu Psychologischen Tests.

Dies ist jetzt 5 Wochen her. Heute bekam ich einen Fragebogen von der DRV für meinen Arbeitgeber bezüglich Angaben zum Beschäftigungsverhältnis. Ich habe bei meinem Arbeitgeber angerufen und ihn schon einmal darauf vorbereitet. Nun heißt es wohl wieder abwarten, es ist einfach zermürbend.
angel59 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.10.2017, 07:39   #22
angel59
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angel59
Standard Angaben zum Beschäftigungsverhältnis

Hallo Zusammen,

bin jetzt doch ein wenig unsicher, was die Zusendung des Fragebogens für den Arbeitgeber zu bedeuten hat, hat jemand Erfahrung?
Heißt daß, das der Widerspruch noch nicht abgeschmettert ist?

Viele Grüße
angel59
angel59 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.10.2017, 14:20   #23
Doppeloma
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Info AW: Hat von euch jemand, einen positiven Rentenbescheid nach Widerspruch erhalten?

Hallo angel59,

tu dir selbst und ALLEN die dir gerne helfen wollen einen Gefallen, bleibe HIER in deinem Thema und mach nicht laufend was Neues auf, habe das jetzt zusammengelegt.

Das KANNST du nicht selber machen, Korrekturen und Ergänzungen sind 60 Minuten lang möglich (Button "ändern" nutzen), da kannst du deinen (eigenen) Beitrag auch noch selber komplett löschen ...

Zu deiner Frage melde ich mich gerne später noch mal, in der Regel gibt es diese Abfrage (an den AG) nur wenn zumindest über eine Teilweise Erwerbsminderung bei der DRV nachgedacht wird.

Der AG soll dann mitteilen, ob er dich "leidensgerecht" Teilzeit dazu beschäftigen könnte und ob er das auch wirklich tun würde (muss er nämlich nicht), es ist zumindest ein Schritt in die richtige Richtung.

Das Ergebnis wirst du abwarten müssen, ein wenig Hoffnung ist aber schon erlaubt.

Schreibe jetzt unbedingt nur noch hier weiter, ich habe auch keine Langeweile, die User-Beiträge immer wieder neu zu sortieren und zusammenzufügen was (eigentlich) zusammen gehört.

Das kostet mich unnötig die Zeit, um hier wirklich wem weiter zu helfen ...

Danke für dein Verständnis :-)))

MfG Doppeloma
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Doppeloma ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 19.10.2017, 14:49   #24
angel59
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angel59
Standard AW: Hat von euch jemand, einen positiven Rentenbescheid nach Widerspruch erhalten?

Es tut mir leid wenn ich hier für Unruhe gesorgt habe, das war nicht meine Absicht auch Dir liebe Doppeloma wollte ich keine Umstände machen.
VG
angel59
angel59 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.11.2017, 04:22   #25
angel59
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angel59
Standard AW: Hat von euch jemand, einen positiven Rentenbescheid nach Widerspruch erhalten?

Hallo Zusammen, ich habe soeben von meiner Anwältin einen Brief der DRV bekommen, meinem Widerspruch wird Abhilfe geschaffen allerdings für die teilweise Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit auf Dauer seit......
Ich werde mich mit meiner Anwältin besprechen, ich bin sehr verunsichert. Eure Meinung dazu würde mich sehr interessieren, bevor ich mich entscheide ob ich annehme.

VG
angel59
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