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Start > > -> Muß die Krankenkasse in meinem Fall 78 Wochen lang Krankengeld zahlen oder sind die 78 Wochen die Dauer der Krankheit?


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Alt 11.08.2017, 11:08   #1
molkenthin
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molkenthin
Standard Muß die Krankenkasse in meinem Fall 78 Wochen lang Krankengeld zahlen oder sind die 78 Wochen die Dauer der Krankheit?

Hallo zusammen, 

ich suche Hilfe in diesem Forum. 

Am 9.12.2015 wurde mir nach starker Arthrose ein künstliches Kniegelenk eingebaut. Zu dieser Zeit war ich arbeitssuchend gemeldet und wollte nach erfolgreicher OP wieder durchstarten.

Am 06.01.2016 lief mein Anspruch auf Arbeitslosenunterstützung aus. Ab dem 06.01.2016 zahlte die Krankenkasse MOBILOIL BKK, nach langem Hickhack, Krankengeld. Im Februar war ich 4 Wochen in Reha, hier sprang die Rentenversicherung ein und bezahlte die Leistungen.

Im April kam der erste Brief der KK, dass sie jetzt nicht mehr zahlen würden, weil der Ärztliche Dienst meinte ich wäre wieder arbeitsfähig. Just zu diesem Zeitpunkt lag ich wieder im Krankenhaus, weil mein Operateur meinte er müßte mich noch einmal operieren um das Resultat (Beweglichkeit) zu verbessern.

Die Krankenkasse nahm daraufhin Ihren Bescheid zurück. 


Der Zustand verschlimmerte sich, im Juli wurde dann von einem anderen Arzt festgestellt, dass ein Keim am Gelenk ist. Somit wurde das Gelenk am 22.07.2016 wieder ausgebaut.

Ein Provisorium wurde eingebaut, jede Menge Antibiotika wurden verabreicht und der Körper auf links gekrempelt. Das Bein konnte ich zum Glück behalten und nach einigen Up´s and down´s wurde am 23.12.2016 ein neues Gelenk eingebaut.

Da das Bein 5 Monate steif war, ging der Heilungsprozess nicht rasend, sondern eher schleppend, aber aufwärts. Zum 06.06.2017 kündigte die KK mir an, mich auszusteuern. Als bei der letzten Krankmeldung die Arzthelferin einen Fehler machte und einen Tag Lücke auswies, machten sie schon einen Riesenärger. Zum Glück konnte sich das noch klären.



Aus therapeutischen Zwecken nutzte ich die ganze Zeit ein Fahrrad mit einer "Kleinkinderkurbel" um mobil zu sein. Blöderweise stürzte ich am 02.06.2017 mit dem Rad und zog mir eine Schultereckgelenksprengung zu, die am 08.06.2017 operiert wurde.

Am 01.06.2017 meldete ich mich, auf anraten der Krankenkasse bei der AfA und gab planmäßig am 17.06.2017 meinen Antrag ab. Die Dame erklärte mir, ich hätte wieder Anspruch auf 8 Monate Unterstützung.

Letzte Woche kam ein Anruf einer Mitarbeiterin der Agentur, sie hätte jetzt das Gutachten vom ärztlichen Dienst, das besagt das ich für 6 Monate keine 3 Stunden täglich arbeiten könnte und ich damit „dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehe“. „Ich sollte zum Jobcenter gehen.“



Heute kam jetzt der schriftliche Bescheid des Arztes, mit einem Begleitschreiben „Wie besprochen …“ 
ohne Erklärung von rechtlichen Möglichkeiten, Widerrufmöglichkeiten etc.
Drei Stunden täglich zu arbeiten traue ich mir auf jeden Fall zu.

Meine Fragen: Muß die Krankenkasse 78 Wochen lang Krankengeld zahlen oder sind die 78 Wochen nur die Dauer der Krankheit?

Ist es durch den Keim nicht eine zweite Erkrankung?

Wo und wie widerspreche ich dem Gutachten der AfA?

Was kann/ soll ich tun?



Viele Grüße und danke für´s lesen.
molkenthin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.08.2017, 13:13   #2
Kerstin_K
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Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K
Standard AW: Operation, Keim, Krankheit, Fehlerfortpflanzungsgesetz

Gegen das Gutachten kannst Du keinen Widerspruch einlegen, aber gegen den daraus resultierenden Ablehnungsbescheid der AfA. Und das solltest Du auh unbedingt tun.
__

Viele Grüße aus Hannover
Kerstin_K ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.08.2017, 16:18   #3
RobbiRob
Elo-User/in
 
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RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob
Standard AW: Operation, Keim, Krankheit, Fehlerfortpflanzungsgesetz

Zum Thema Krankengelddauer:

Blockfrist und hinzugetretene Erkrankung.
https://www.vdek.com/vertragspartner...V_20120905.pdf
RobbiRob ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.08.2017, 13:37   #4
ckl1969
Neuer Nutzer
 
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ckl1969
Standard AW: Muß die Krankenkasse in meinem Fall 78 Wochen lang Krankengeld zahlen oder sind die 78 Wochen die Dauer der Krankhei

Zitat von molkenthin Beitrag anzeigen
Meine Fragen: Muß die Krankenkasse 78 Wochen lang Krankengeld zahlen oder sind die 78 Wochen nur die Dauer der Krankheit?

Ist es durch den Keim nicht eine zweite Erkrankung?
Also wenn während einer laufenden AU eine neue Krankheit hinzukommt, die eine Arbeitsunfähigkeit mit sich bringt, dann fängt für diese Krankheit keine neue Frist zu laufen an. Dann zählt der Tag der ersten Krankschreibung der "ersten Krankheit".

Im übrigen ist in deinem Fall ja die "zweite Krankheit" also der Keim, ein Resultat der "ersten Krankheit", also der Implantation des künstlichen Gelenk bzw. der dazu erforderlichen Nachoperationen. Da dürfte es sich dann tatsächlich nicht mal mehr um eine "zweite Krankheit" handeln. Oder hat der Arzt den ICD Code auf den Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen zwischenzeitlich mal geändert und hat der dann keinerlei Bezug mehr zum ersten ICD? Dann könnte vielleicht doch eine "zweite Krankheit" sein. Bleibt aber letztlich und endlich unerheblich, weil du ja bei deren Auftreten tatsächlich bereits Krankengeld bezogen hast bzw. Arbeitsunfähig warst.

Die Krankenkasse zahlt im übrigen in der Regel maximal 72 Wochen Krankengeld. Von den von dir genannten 78 Wochen müßtest du die 6 Wochen Lohnfortzahlung des Arbeitgebers bzw. Arbeitslosengeldfortzahlung der AfA (wenn es das Wort so überhaupt gibt :-)) ) abziehen.
ckl1969 ist offline   Mit Zitat antworten
Danke RobbiRob bedankte(n) sich...
Alt 15.08.2017, 03:13   #5
Doppeloma
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Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma
Blinzeln AW: Muß die Krankenkasse in meinem Fall 78 Wochen lang Krankengeld zahlen oder sind die 78 Wochen die Dauer der Krankhei

Hallo ckl1969,

Zitat:
Die Krankenkasse zahlt im übrigen in der Regel maximal 72 Wochen Krankengeld. Von den von dir genannten 78 Wochen müßtest du die 6 Wochen Lohnfortzahlung des Arbeitgebers bzw. Arbeitslosengeldfortzahlung der AfA (wenn es das Wort so überhaupt gibt :-)) ) abziehen.
Das ist auch nicht ganz korrekt, denn die oben erwähnte Reha (AHB 4 Wochen) wird auch vom Krankengeld-Anspruch abgezogen, die KK wissen sehr genau wie sich sparen können.

Darum wird man ja auch gerne und meist zu früh (schriftlich nach § 51 SGB V mit Androhung sonst das Krankengeld zu entziehen) aufgefordert eine med.Reha bei der DRV zu beantragen, die DRV zahlt (Übergangsgeld) und der Anspruch auf KG wird trotzdem reduziert um die Reha-Wochen.

Bei der AfA heißt das nach § 146 SGB III "Leistungsfortzahlung" für 6 Wochen bis zur Übergabe an die KK ... aber die Auswirkung auf den Krankengeld-Anspruch wurde schon richtig erkannt.

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!
Doppeloma ist offline   Mit Zitat antworten
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krankenkasse, wochen, gelenk, monate, keim

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