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Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 04.08.2017, 13:16   #1
[HartzFear]
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[HartzFear] [HartzFear]
Ausrufezeichen Ist es sinnvoll Erwerbsunfähigkeitsrente zu beantragen und wie schätzt ihr die Erfolgsaussichten ein?

Hallo allerseits,

o. g. Frage treibt mich seit längerem herum und wollte sie mal zur Diskussion stellen, um ein Feedback von Außenstehenden zu erhalten.

Folgende Situation:

- eHb, der auf die 40 zugeht
- Chroniker, behindert, gleichgestellt, jedoch arbeitsfähig und -willig
- 2 Berufsausbildungen mit überdurchschnittlich guten Abschlüssen
- Erste, geringe, Berufserfahrung in beiden Berufen gesammelt
- Letzte Erwerbstätigkeit liegt fast 9 Jahre zurück
- eHb findet trotz intensiver Bewerbungsaktivität keine Beschäftigung und führt dies auf seine "Vermittlungshemmnisse" zurück, die ihn am Arbeitsmarkt diskriminieren. Immerhin ist die Person ja "Fachkraft".
- Nach all den Jahren setzt nun verständlicherweise eine gewisse Resignation ein, weshalb man den Ausweg der Erwersunfähigkeitsrente ins Auge gefasst hat.

Die Frage ist nun, wie sinnvoll das ist und wie die Erfolgsaussichten bei
Antragstellung wären.

Schönen Dank fürs lesen und etwaige Rückmeldung im Voraus.

[HartzFear]
__

[HartzFear]

"Die fast unlösbare Aufgabe besteht darin, weder von der Macht der anderen, noch von der eigenen Ohnmacht sich dumm machen zu lassen." Theodor W. Adorno

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Alt 04.08.2017, 13:24   #2
Curt The Cat
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Curt The Cat Curt The Cat Curt The Cat Curt The Cat Curt The Cat Curt The Cat Curt The Cat Curt The Cat Curt The Cat Curt The Cat Curt The Cat
Standard AW: Ist es sinnvoll Erwerbsunfähigkeitsrente zu beantragen und wie schätzt ihr die Erfolgsaussichten ein?

Moinsen [HartzFear] ...!

Ich war mal so frei und hab' den Titel Deines Fadens etwas abgerundet. Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit muß sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11
Zitat:
11. Themen/Threads erstellen
Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!! oder Erwerbsunfähigkeitsrente beantragen? [ja] [nein] [vielleicht], sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 110! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

Erhellendes zum Thema findet man auch hier ... ->klick

Ich wünsche Dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt hier im Forum.


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Beste Grüße aus der Stadt mit x
von
Curt The Cat


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Alt 04.08.2017, 13:59   #3
Dark Vampire
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Dark Vampire Dark Vampire Dark Vampire Dark Vampire Dark Vampire Dark Vampire Dark Vampire Dark Vampire
Standard AW: Ist es sinnvoll Erwerbsunfähigkeitsrente zu beantragen und wie schätzt ihr die Erfolgsaussichten ein?

Fachkraft nach 9 Jahren aus dem Beruf?? Kannste knicken, ist nur was aufem Papier wert, ob EM durchkommt fehlen hier viele Infos....deine Einschränkungen und ob du schon Rehas gemacht hast oder Therapien ect.
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Alt 04.08.2017, 14:44   #4
AsbachUralt
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AsbachUralt AsbachUralt AsbachUralt AsbachUralt AsbachUralt AsbachUralt
Standard AW: Ist es sinnvoll Erwerbsunfähigkeitsrente zu beantragen und wie schätzt ihr die Erfolgsaussichten ein?

Zitat von [HartzFear] Beitrag anzeigen
- Chroniker, behindert, gleichgestellt, jedoch arbeitsfähig und -willig

EM-Rente erhält nur, wer für maximal 3 Stunden am Tag arbeitsfähig ist.

Aber egal, beantrage die EM und warte das Ergebnis ab. Wunder geschehen immer wieder.
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Alt 04.08.2017, 16:09   #5
lunalilli
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lunalilli
Standard AW: Ist es sinnvoll Erwerbsunfähigkeitsrente zu beantragen und wie schätzt ihr die Erfolgsaussichten ein?

Zitat:
EM-Rente erhält nur, wer für maximal 3 Stunden am Tag arbeitsfähig ist.
Aber dann nur die Teil-EM Rente ;-)

Die Bezeichnung "Fachkraft" ist nach dieser langen Zeit wertlos geworden. Es sei den, du hast di in den letzten Jahren auf diesem Gebiet regelmäßig weiter quallifiziert und bist -nachweislich- auf dem neusten Stand.

Versuche doch einfach bei deinem SB eine Quallifizierung zu bekommen. Und wenn er ablehnt, kannst du noch immer einen Antrag auf Rente stellen.

Sind die Voraussetzungen für eine (Teil-) EM rente erfüllt?

Viele Glück :-)

Gruß Luna
lunalilli ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.08.2017, 16:32   #6
RobbiRob
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RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob
Standard AW: Ist es sinnvoll Erwerbsunfähigkeitsrente zu beantragen und wie schätzt ihr die Erfolgsaussichten ein?

Die Erwerbsminderungsrente ist ja kein Instrument für langzeitarbeitlose Fachkräfte.

Ob Du Grad der Behinderung hast, in Deinem Fall anscheinend 30 oder 40, ist für eine EMR irrelevant.
Es gibt auch Menschen mit GDB 100 die Vollzeit arbeiten.
Mir ist klar, dass in vielen Fällen einer EMR auch ein GDB vorliegt, will Dir aber damit grundsätzliches vor Augen führen.

Zumal Du auch mit Angaben, die Du uns natürlich nicht preisgeben musst ein wenig gegeizt hast. Ich würde meine Krankheiten hier auch nicht ausbreiten.

Und selbst wenn Du uns nun detailliert Deine Krankengeschichte präsentierst können wir hier höchstens subjektive, völlig irrelevante Prognosen abgeben.

Einen Tipp kann ich Dir aber dennoch geben:

Du brauchst auf jeden Fall eine lückenlose Krankengeschichte mit einem Arzt der hinter Deinem Vorhaben steht und am besten auch noch Facharzt.

Den Rest umschreibe ich mal so:
Vor Gericht und auf hoher See, sowie bei der DRV ... ;-)

Und nicht zu vergessen, da Du ja keine 40, schon 9 Jahre erwerbslos bist:
Erfüllst Du überhaupt die rentenrechtlichen Voraussetzungen und was hast Du zu erwarten an Rentenzahlung?

Im letzten Bescheid steht sowas drin, direkt die erste Zahl mittig auf der rechten Seite.

------
NickName-Idee war schon mal sehr kreativ, Kopf hoch!
RobbiRob ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.08.2017, 16:48   #7
AsbachUralt
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Standard AW: Ist es sinnvoll Erwerbsunfähigkeitsrente zu beantragen und wie schätzt ihr die Erfolgsaussichten ein?

Zitat von lunalilli Beitrag anzeigen
Aber dann nur die Teil-EM Rente ;-)
Falsch:

Zitat:
Teilweise erwerbsgemindert ist, wer wegen Krankheit oder Behinderung auf nicht absehbare Zeit zwar noch mindestens drei, aber nicht mehr mindestens sechs Stunden täglich arbeiten kann. Die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung ist halb so hoch wie die Rente wegen voller Erwerbsminderung.
Deutsche Rentenversicherung - Erwerbsminderungsrente - Rente bei teilweiser Erwerbsminderung

Bei maximal 3 Stunden gibt es die volle EM-Rente.
AsbachUralt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.08.2017, 17:40   #8
doppelhexe
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doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe
Standard AW: Ist es sinnvoll Erwerbsunfähigkeitsrente zu beantragen und wie schätzt ihr die Erfolgsaussichten ein?

Zitat von AsbachUralt Beitrag anzeigen
... Bei maximal 3 Stunden gibt es die volle EM-Rente.
leider auch falsch...

Zitat:
Rente bei voller Erwerbsminderung
Diese Rente soll Ihren Verdienst weitestgehend ersetzen, wenn Sie auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt auf nicht absehbare Zeit weniger als drei Stunden täglich arbeiten können...
Deutsche Rentenversicherung - Erwerbsminderungsrente - Rente bei voller Erwerbsminderung

das WENIGER ALS 3 STUNDEN ist wichtig... wer noch 3 stunden arbeiten kann (auch wenn es höchstens 3 stunden sind) bekommt leider nur die teilerwerbsninderungsrente... (auch die aussage meines unabhängigen rentenberaters)
doppelhexe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.08.2017, 18:00   #9
AsbachUralt
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AsbachUralt AsbachUralt AsbachUralt AsbachUralt AsbachUralt AsbachUralt
Standard AW: Ist es sinnvoll Erwerbsunfähigkeitsrente zu beantragen und wie schätzt ihr die Erfolgsaussichten ein?

Zitat von doppelhexe Beitrag anzeigen
leider auch falsch...

Na gut, dann eben maximal 2 Stunden 59 Minuten.
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Alt 04.08.2017, 19:41   #10
ZynHH
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ZynHH ZynHH ZynHH ZynHH ZynHH ZynHH ZynHH ZynHH ZynHH ZynHH ZynHH
Standard AW: Ist es sinnvoll Erwerbsunfähigkeitsrente zu beantragen und wie schätzt ihr die Erfolgsaussichten ein?

Zitat von AsbachUralt Beitrag anzeigen
Na gut, dann eben maximal 2 Stunden 59 Minuten.
Du hast es doch selbst zitiert....und es gibt eben drei Einstufungen, kleiner 3 Stunden, 3-6 Stunden und über 6 Stunden....Überheblichkeit kommt vor dem Fall...
__

Mahalo


"Wenn das die Lösung ist, möchte ich mein Problem zurück."
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Alt 04.08.2017, 20:15   #11
en Jordi
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Standard AW: Ist es sinnvoll Erwerbsunfähigkeitsrente zu beantragen und wie schätzt ihr die Erfolgsaussichten ein?

Das ist doch völlig egal. Da erwerbslose Teil-EM-Rentner auch die volle EM-Rente (Arbeitsmarktrente) bekommen.

Allerdings werden nach 9 Jahren Erwerbslosigkeit wohl die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen nicht erfüllt sein, es sei denn in dieser Zeit wurde weiter freiwillig eingezahlt.

Zitat:
In den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung müssen mindestens drei Jahre mit Pflichtbeiträgen für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit vorliegen (besondere versicherungsrechtliche Voraussetzung).
Quelle RV
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paranoid querulatorisch
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Alt 04.08.2017, 20:30   #12
liesa
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Standard AW: Ist es sinnvoll Erwerbsunfähigkeitsrente zu beantragen und wie schätzt ihr die Erfolgsaussichten ein?

Zitat von en Jordi Beitrag anzeigen
Allerdings werden nach 9 Jahren Erwerbslosigkeit wohl die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen nicht erfüllt sein, es sei denn in dieser Zeit wurde weiter freiwillig eingezahlt.

Wenn er sie vorher mal erfüllt hatte bleiben sie ihm erhalten auch wenn danach länger nix eingezahlt wurde wenn ich mich nicht irre...


liesa
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Alt 04.08.2017, 20:48   #13
Julia NRW
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Julia NRW
Standard AW: Ist es sinnvoll Erwerbsunfähigkeitsrente zu beantragen und wie schätzt ihr die Erfolgsaussichten ein?

Zitat von liesa Beitrag anzeigen
Wenn er sie vorher mal erfüllt hatte bleiben sie ihm erhalten auch wenn danach länger nix eingezahlt wurde wenn ich mich nicht irre...


liesa
Hierzu habe ich das gefunden, hoffe das ist noch aktuell:

Hartz IV: EM-Rentenanspruch bleibt erhalten


Hartz IV: EM-Rentenanspruch bleibt erhalten, es sei denn, es wurde keine Anwartschaft erworben

28.11.2012

In einigen Medien wird behauptet, dass der Anspruch auf die Erwerbsminderungsrente (EM-Rente) mit dem Wegfall des Rentenbeiträge im Hartz IV-Bezug erlischt. Das ist jedoch nicht ganz richtig. Das ist nämlich nur dann der Fall, wenn bei Eintritt in den Bezug von Hartz IV noch keine Anwartschaft erworben ist. Bereits erworbene Anwartschaften sind demnach nicht gefährdet.

Besteht zukünftig der Anspruch bei Eintritt in Hartz IV bereits oder bestand dieser bereits bei laufenden Bezug noch am 1 Januar 2011, so bleibt dieser bestehen, da jeder weitere Tag Arbeitslosengeld II als Anrechnungszeit zu rechnen ist und damit den „Fünfjahrszeitraum“ verlängert. Damit bleibt die Voraussetzung - drei Jahre innerhalb von fünf Jahren PLUS Anrechnungszeiten – erhalten.

Für kürzlich erst oder jetzt erst in Hartz IV Eintretende, die die Anwartschaft noch nicht erreicht haben, sieht es allerdings schlecht aus: sie können die nun mit Hartz IV nicht mehr einen Anspruch erwerben. Davon betroffen sind vor allem z.B. Selbstständige, ehemalige Auszubildende oder Studenten.

Hier noch einmal ein Auszug zur Gesetzeslage:
§ 43 SGB VI Rente wegen Erwerbsminderung
(1) Versicherte haben bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze Anspruch auf Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung, wenn sie (...)
2. in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung drei Jahre Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit haben und
3. vor Eintritt der Erwerbsminderung die allgemeine Wartezeit erfüllt haben. (...)
§ 43 (4)
Der Zeitraum von fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung verlängert sich um folgende Zeiten, die nicht mit Pflichtbeiträgen für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit belegt sind:
1. Anrechnungszeiten und Zeiten des Bezugs einer Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit... (wm)
Julia NRW ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.08.2017, 22:31   #14
en Jordi
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en Jordi Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Ist es sinnvoll Erwerbsunfähigkeitsrente zu beantragen und wie schätzt ihr die Erfolgsaussichten ein?

Zitat von liesa Beitrag anzeigen
Wenn er sie vorher mal erfüllt hatte bleiben sie ihm erhalten auch wenn danach länger nix eingezahlt wurde wenn ich mich nicht irre...

liesa
Wenn alle Zeiten lückenlos nachgewiesen werden können ja. Mich hatte die AfA mal ohne mein Wissen rausgekickt und so begann die Uhr von neuem zu ticken.

Die zweite Frage ist natürlich, ob die mögliche Rente auch zum Leben reichen würde. Das kann man ja grob der letzten Renteninfo entnehmen. Die bekommt man auch nur, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind.
__

paranoid querulatorisch
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Alt 05.08.2017, 06:11   #15
RobbiRob
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RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob
Standard AW: Ist es sinnvoll Erwerbsunfähigkeitsrente zu beantragen und wie schätzt ihr die Erfolgsaussichten ein?

Ja, vor allem für arbeitslos ohne Leistungsbezug eine Sauerei.
Da muss man aufpassen, dass die das brav der RV melden.

Und der Nachteil ist dann halt, dass Du den Vermittlungsbemühungen zur Verfügung stehen musst.

Ich kenne einen Fall, der wird mehr gegängelt als manch ein Alg2- Bezieher hier, weil er eigentlich schnell in Arbeit zu vermitteln wäre.
Theoretisch sagen wir mal ...
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Alt 05.08.2017, 22:59   #16
[HartzFear]
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[HartzFear] [HartzFear]
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Zitat von Dark Vampire Beitrag anzeigen
Fachkraft nach 9 Jahren aus dem Beruf?? Kannste knicken, ist nur was aufem Papier wert, ob EM durchkommt fehlen hier viele Infos....deine Einschränkungen und ob du schon Rehas gemacht hast oder Therapien ect.
Berufliche und gesundheitliche Reha(s) wurden schon durchgeführt. Die Einschränkungen sind nicht so gravierend, dass sie eine potentielle Tätigkeit behindern oder gar einschränken würden. Wie schon eingangs erwähnt. Motivation ist da, nur ist das alles Makulatur ohne eine entspanntere Einstellung der Arbeitgeber. Man kann hier symbolisch wirklich den Hamster im Laufrad heranziehen.

Zitat von lunalilli Beitrag anzeigen
[...]

Versuche doch einfach bei deinem SB eine Quallifizierung zu bekommen. Und wenn er ablehnt, kannst du noch immer einen Antrag auf Rente stellen.

Sind die Voraussetzungen für eine (Teil-) EM rente erfüllt?

Viele Glück :-)

Gruß Luna
Das wurde schon versucht. Genauer gesagt für eine Qualifizierung, woran auch Interesse besteht und die im individuellen Fall auch sinnvoll gewesen wäre. Wurde jedoch abgelehnt, weil nur Maßnahmen zur Verfügung standen bzw. stehen, die in großen Kontingenten eingekauft werden. Dabei handelt es sich um Massenabfertigung in möglichst hohen Gruppenzahlen. Also keine Individuelle Förderung - was dann keinen Sinn macht.

Zitat von RobbiRob Beitrag anzeigen
[...]
Sehe ich auch so. Sowas wäre dann für einen Gutachter bzw. dem Arzt den Rentenkasse interessant.

Zitat:
Und selbst wenn Du uns nun detailliert Deine Krankengeschichte präsentierst können wir hier höchstens subjektive, völlig irrelevante Prognosen abgeben.
Ich habe gehofft, dass vielleicht der ein oder andere Betroffene hier mit liest, der vielleicht aus selben Antrieb heraus die Rente beantragt und erhalten hat und sich dann zur Diskussion mit einbringt.

Zitat:
Einen Tipp kann ich Dir aber dennoch geben:

Du brauchst auf jeden Fall eine lückenlose Krankengeschichte mit einem Arzt der hinter Deinem Vorhaben steht und am besten auch noch Facharzt.
Das ist nicht das Problem. Die Krankheitsgeschichte ist lückenlos, da chronisch und bis jetzt anhaltend.

Zitat:
Den Rest umschreibe ich mal so:
Vor Gericht und auf hoher See, sowie bei der DRV ... ;-)

Und nicht zu vergessen, da Du ja keine 40, schon 9 Jahre erwerbslos bist:
Erfüllst Du überhaupt die rentenrechtlichen Voraussetzungen und was hast Du zu erwarten an Rentenzahlung?

Im letzten Bescheid steht sowas drin, direkt die erste Zahl mittig auf der rechten Seite.
Ein mickriger 3-stelliger Betrag. Ich sehe das einfach so, dass man mit diesen Voraussetzungen keinerlei Perspektive mehr hat. Die Rente ist daher eine Art Ausweg aus der Hartz-Knochenmühle. Denn mal ehrlich. Wenn das ständige Gejammere von Fachkräftemangel wahr wäre und wenn die Institutionen BA/JC ihre originären Aufgaben wahr nehmen würden, dann wäre ein solcher Zustand wie dieser garnicht erst möglich. Und das ist bedauernswert, weil man sich im Prinzip alles, was man an (Aus)Bildung durchlaufen hat auch hätte sparen können.

------
Zitat:
NickName-Idee war schon mal sehr kreativ, Kopf hoch!
Danke. Es ist halt nicht einfach. Die Situation ist paradox. Das macht es noch bizarrer.

Zitat von AsbachUralt Beitrag anzeigen
Na gut, dann eben maximal 2 Stunden 59 Minuten.
Und wer stellt das fest? In letzter Instanz ein Gutachter nehmen ich an, oder? Und wie verklickert man dem, dass man das nicht mehr kann bzw. will?

Zitat von liesa Beitrag anzeigen
Wenn er sie vorher mal erfüllt hatte bleiben sie ihm erhalten auch wenn danach länger nix eingezahlt wurde wenn ich mich nicht irre...


liesa
Wie eingangs erwähnt wurde, wurden auch Zeiten der sozialversicherungspflichtigen Tätigkeiten zurück gelegt, somit auch in die Kassen eingezahlt. Ich weiß nicht, wie hoch die Anwartschaftszeit ist, gehe jedoch davon aus, dass die erfüllt sein müssten. Kann mir vielleicht jemand sagen, wie hoch aktuell die volle Erwerbsminderungsrente ausfällt? Es wird wohl unter dem durchschnittlichen Bezügen eines 1-Personen-Hartz-Haushaltes liegen, so dass auch hier eine Aufstockung von Nöten wäre. Allerdings mit dem angenehm entlastenden Effekt, dass diese unsäglichen Bemühungen auf ein Minimum reduziert werden.

Zitat von en Jordi Beitrag anzeigen
Wenn alle Zeiten lückenlos nachgewiesen werden können ja. Mich hatte die AfA mal ohne mein Wissen rausgekickt und so begann die Uhr von neuem zu ticken.

Die zweite Frage ist natürlich, ob die mögliche Rente auch zum Leben reichen würde. Das kann man ja grob der letzten Renteninfo entnehmen. Die bekommt man auch nur, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind.
Niemals. Es geht aber auch nicht um die reguläre Altersrente, sondern um die Erwerbsunfähigkeitsrente. Die ist meines Wissens in einer anderen Höhe bemessen, ist das richtig?

Zitat von RobbiRob Beitrag anzeigen
Ja, vor allem für arbeitslos ohne Leistungsbezug eine Sauerei.
Da muss man aufpassen, dass die das brav der RV melden.

Und der Nachteil ist dann halt, dass Du den Vermittlungsbemühungen zur Verfügung stehen musst.

Ich kenne einen Fall, der wird mehr gegängelt als manch ein Alg2- Bezieher hier, weil er eigentlich schnell in Arbeit zu vermitteln wäre.
Theoretisch sagen wir mal ...
Im vorliegen Fall sind ja auch alle Voraussetzungen erfüllt, um eigentlich am sog. "Fachkräftemangel" unverzüglich partizipieren zu können. Die Realität sieht jedoch anders auch. Warum muss man für Vermittlungsbemühungen zur Verfügung stehen? Man bekommt ja eine Rente aus guten Grund. Wenn man in der Zeit vor dem Rentenbezug keine Arbeit gefunden hat, wird der Eintritt in Dergleichen nichts an der Ausgangssituation ändern. Ich halte diese Jagt nach einem Phantom für unerträglich. Nach über 10 Jahren Hartz-IV müsste der Geist in den JCn doch auch mittlerweile in der Realität angekommen sein, oder?
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[HartzFear]

"Die fast unlösbare Aufgabe besteht darin, weder von der Macht der anderen, noch von der eigenen Ohnmacht sich dumm machen zu lassen." Theodor W. Adorno

****AchenerInnen aufgepasst! Werdet Mitglied im ultimative Netzwerk IG Aachen, um eure Erfahrungen austuschauen und euch zu informieren.****

Geändert von Curt The Cat (06.08.2017 um 00:09 Uhr) Grund: Du solltest Dich dringend mal mit der Zitierfunktion vertraut machen ...!
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Alt 06.08.2017, 09:02   #17
doppelhexe
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doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe
Standard AW: Ist es sinnvoll Erwerbsunfähigkeitsrente zu beantragen und wie schätzt ihr die Erfolgsaussichten ein?

Zitat von [HartzFear] Beitrag anzeigen
... Kann mir vielleicht jemand sagen, wie hoch aktuell die volle Erwerbsminderungsrente ausfällt?
nein, wie auch? keiner hier weiss, wieviel du in die RV eingezahlt hast.

im grunde werden deine bisherigen rentenpunkte iwie hochgerechnet auf 67 jahre. also was du an rente kriegen würdest, wenn du so weiter einzahlst, wie bisher...

du kannst aber jederzeit deine "renteninformation/versicherungsverlauf" anfordern und so auch gleich überprüfen, ob alle zeiten korrekt gemeldet sind.
dort steht dann auch, was du bekommen würdest, wärest du jetzt erwerbsunfähig.

http://www.deutsche-rentenversicheru...info_node.html


Zitat von [HartzFear] Beitrag anzeigen
Warum muss man für Vermittlungsbemühungen zur Verfügung stehen? Man bekommt ja eine Rente aus guten Grund. ...
da hast du was falsch verstanden... "zur verfügung stehen" muss man, wenn man "arbeitslos ohne leistungsbezug" gemeldet ist... nicht wenn man rente erhält...
man "versaut" als nichtleistungsbezieher die arbeitslosenstatistik und wird deshalb gerne ein bissl mehr drangsaliert, in der hoffnung, das man sich abmeldet...
doppelhexe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.08.2017, 09:37   #18
RobbiRob
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RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob
Standard AW: Ist es sinnvoll Erwerbsunfähigkeitsrente zu beantragen und wie schätzt ihr die Erfolgsaussichten ein?

Zitat von doppelhexe Beitrag anzeigen
.im grunde werden deine bisherigen rentenpunkte iwie hochgerechnet auf 67 jahre. also was du an rente kriegen würdest, wenn du so weiter einzahlst, wie bisher...
Nein.

Seit 2014 sind das 62 Jahre und wird ab 2018 bis 2024 sukzessive auf 65 Jahre angehoben. Gilt immer jeweils nur für Neurentner.

Stand heute wird und das ist wichtig, der vergangene Durschnittsbetrag Deiner Rentenpunkte bis zum 62. Lebensjahr hochgerechnet.

Vereinfacht:
Du bist 40 Jahre alt und hast wie der Durchschnitt aller Versicherten seit dem 20. Lebensjahr gearbeitet.
= 20 Punkte a ca. 31€ West= 620€ Rente durch eigene Beiträge.

Im Schnitt sind das also 1 Punkt pro Jahr.
Den bekommst Du dann 22 Jahre hochgerechnet.
Also 22x 1= 22 Punkte x 31€ = 682€

Deine EM-Rente vor Abzügen beträgt dann 620€+682€= 1.302€
Mit Abzügen sind nämlich nicht nur KV (7,3%) und PV (2,8% kinderlos) gemeint, sondern auch die 10,8% Abzüge, die man auch bei vorzeitigem Bezug als Schwerbehinderter mit 62 bekommt.

Der "Modellrentner" hier oben kommt also auf eine Nettorente von 1.030€

Falls man also von Anfang an gut verdient hat und keine gebrochenen Erwerbsbiographien, kann man auch in relativ jungem Alter eine EMR über Grundsicherung und darüber hinaus bekommen.

In der Praxis sind die aber in der Regel niedrig im Schnitt. Deshalb ist die Anpassung ab 2018 der richtige Schritt, halt nur mit der A....Karte für Bestandsrentner.

Geändert von RobbiRob (06.08.2017 um 09:54 Uhr)
RobbiRob ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.08.2017, 10:30   #19
Kerstin_K
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Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K
Standard AW: Ist es sinnvoll Erwerbsunfähigkeitsrente zu beantragen und wie schätzt ihr die Erfolgsaussichten ein?

Zitat von [HartzFear] Beitrag anzeigen
Die Einschränkungen sind nicht so gravierend, dass sie eine potentielle Tätigkeit behindern oder gar einschränken würden.
Und deshalb wirst Du keine EMR bekommem.
Kerstin_K ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.08.2017, 21:04   #20
[HartzFear]
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Standard AW: Ist es sinnvoll Erwerbsunfähigkeitsrente zu beantragen und wie schätzt ihr die Erfolgsaussichten ein?

Zitat von doppelhexe Beitrag anzeigen
[...]
Ich glaube wir missverstehen uns hier. Ich war immer der Meinung, dass die Erwerbsunfähigkeitsrente (voll) immer ein gewisses Mindesteinkommen darstellt, ähnlich der Grundsicherung. Zumindest was die Absicherung nach "unten" betrifft.

Die Schreiben der Rentenlassen (Renteninformation) sind mir bekannt. Im vorliegen Fall wäre der Betrag der Altersrente, der dort angegeben wäre ein Witz, sodass ergänzende Grundsicherung in Anspruch genommen werden muss.
Zitat von Kerstin_K
Und deshalb wirst Du keine EMR bekommem.
Welche Alternativen gäbe es dann noch?
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Geändert von Curt The Cat (07.08.2017 um 21:18 Uhr) Grund: Bitte keine unnötigen Vollzitate ... Du solltest Dich dringend mit der Zitierfunktion vertraut machen!
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Alt 07.08.2017, 21:17   #21
AsbachUralt
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AsbachUralt AsbachUralt AsbachUralt AsbachUralt AsbachUralt AsbachUralt
Standard AW: Ist es sinnvoll Erwerbsunfähigkeitsrente zu beantragen und wie schätzt ihr die Erfolgsaussichten ein?

Es gibt bei der Gesetzlichen Rente kein Mindesteinkommen, es errechnet sich grundsätzlich immer nach den bezahlten Beiträgen und dadurch erworbenen Entgeltpunkten.
Auch eine Rente von 100 € oder weniger ist durchaus im Bereich des Möglichen.
Es ist eine Versicherung und keine Grundsicherung.

Alternative ist das Sozialamt.
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Alt 07.08.2017, 21:27   #22
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Standard AW: Ist es sinnvoll Erwerbsunfähigkeitsrente zu beantragen und wie schätzt ihr die Erfolgsaussichten ein?

Zitat von AsbachUralt Beitrag anzeigen
Es gibt bei der Gesetzlichen Rente kein Mindesteinkommen, es errechnet sich grundsätzlich immer nach den bezahlten Beiträgen und dadurch erworbenen Entgeltpunkten.
Das ist mir natürlich klar, dass dieHöhe der ausgezahlten reguläre Altersrente bei Eintritt sich auf die eingezahlten Beträge bezieht.
Zitat:
Auch eine Rente von 100 € oder weniger ist durchaus im Bereich des Möglichen.
Auch das ist mir bekannt
Zitat:
Es ist eine Versicherung und keine Grundsicherung.

Alternative ist das Sozialamt.
Ich beziehe mich mich aber auf die Erwerbsunfähigkeitsrente, in die man vor dem regulären Eintritt aus diversen Gründen beantragt/bezieht. Ich war der Meinung, dass die Rentenkasse für diesen speziellen Fall eine Art Mindestrente garantiert.

Also würde das im vorliegen Fall bedeuten, dass wenn man eine voll Erwerbsminuderungsrente beantragen würden, es durchaus möglich wäre, dass diese z.B. nur 250 Euro monatlich beträgt und man man ergänzend über SGB XII aufstocken müsste, um eine Grundsicherung zu gewährleisten?
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Alt 07.08.2017, 22:12   #23
AsbachUralt
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Standard AW: Ist es sinnvoll Erwerbsunfähigkeitsrente zu beantragen und wie schätzt ihr die Erfolgsaussichten ein?

Auch die EM-Rente wird nach dem gleichen Schema berechnet, außer dass man die Rente so hochrechnet, als hätte man bis zum 65.Lebensjahr gearbeitet.

Und Ja, auch die EM-Rente muss man aufstocken, wenn sie nicht ausreichend ist.
Kein Unterschied zur Altersrente.
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Alt 08.08.2017, 01:34   #24
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Frage AW: Ist es sinnvoll Erwerbsunfähigkeitsrente zu beantragen und wie schätzt ihr die Erfolgsaussichten ein?

Hallo [HartzFear],

Zitat:
Berufliche und gesundheitliche Reha(s) wurden schon durchgeführt. Die Einschränkungen sind nicht so gravierend, dass sie eine potentielle Tätigkeit behindern oder gar einschränken würden.
Damit beantwortest du dir deine Frage nach den Aussichten eine EM-Rente zu bekommen, eigentlich schon selber umfassend .
(Rente wegen Erwerbs-UNFÄHIGKEIT gibt es schon seit 2001 nicht mehr ).

Dann hätte man dir keine berufliche Reha empfohlen, bewilligt und bezahlt, sondern direkt eine EM-Rente bewilligt ... weil dich das (teure Umschulen) auch nicht mehr hätte "Erwerbsfähig" machen können.

Zitat:
Wie schon eingangs erwähnt. Motivation ist da, nur ist das alles Makulatur ohne eine entspanntere Einstellung der Arbeitgeber.
Dass die AG an deiner Mitarbeit nicht interessiert sind, trotz deiner umfassenden Ausbildungen ist das Problem der AfA und der JC, weil es eben doch nicht funktioniert mit der Vermittlung, weder mit, noch ohne Ausbildung und Umschulung.

Für diesen Problemkreis ist aber nicht die EM-Rente als "Lösungs-Mittel" vorgesehen, die soll nur das Arbeitseinkommen (im Rahmen der bis dahin gezahlten Beiträge) "ersetzen" können, wenn es rein gesundheitliche Gründe sind, die eine regelmäßige Berufstätigkeit nicht mehr zulassen.

Chronisch krank zu sein genügt dafür alleine auch nicht, es gibt viele Chronisch Kranke, die noch Vollzeit arbeiten gehen, sofern sie eine gesundheitlich machbare Stelle haben, ist das in der Regel (abhängig von den konkreten Krankheiten) kein besonderes Problem.

Zitat:
Ich habe gehofft, dass vielleicht der ein oder andere Betroffene hier mit liest, der vielleicht aus selben Antrieb heraus die Rente beantragt und erhalten hat und sich dann zur Diskussion mit einbringt.
Da werden wohl viele von Langzeitarbeitslosigkeit Betroffene mit lesen und auch schnell feststellen müssen, dass die DRV nicht dafür zuständig ist, das Arbeitsmarktrisiko mit der EM-Rente zu "sanieren" ...

Dafür zahlen übrigens auch die Berufstätigen da NICHT ein ...

Eine entsprechende Bemerkung dazu durfte ich in meinem Ablehnungsbescheid zur beantragten EM-Rente lesen, dabei hatte ich sogar noch einen Arbeitsplatz aber diese Tätigkeit sollte ich (sogar lt. DRV) NICHT mehr ausüben (müssen) ...

Für die Vermittlung in "andere" Arbeit sei aber die AfA zuständig und nicht die Rentenkasse, wurde mir ergänzend mitgeteilt ...

Die AfA hatte mich übrigens (nach der Aussteuerung aus dem Krankengeld) schriftlich aufgefordert eine EM-Rente zu beantragen, weil man mir KEINE (andere) gesundheitlich zumutbare Arbeit mehr anbieten konnte ...

Zu der Zeit hatte ich übrigens schon fast 40 Jahre gearbeitet (und Beiträge in die Rentenkasse gezahlt) und der Antrag wurde aus (mehreren) rein gesundheitlichen Gründen gestellt ...

Der Betrag aus meinen Renten-Informationen (für den Fall einer EM-Rente) erschien mir dafür auch immer noch recht "mickrig", aber wenn es nicht mehr geht gesundheitlich, dann ist das eben so...

Nach fast 3 Jahren Kampf bis zum Sozialgericht musste die DRV dann meine EM-Rente bewilligen, rückwirkend zur Antragstellung ... nun reicht es gerade so, ohne Zuschüsse aus dem SGB XII ...

Zitat:
Die Schreiben der Rentenlassen (Renteninformation) sind mir bekannt. Im vorliegen Fall wäre der Betrag der Altersrente, der dort angegeben wäre ein Witz, sodass ergänzende Grundsicherung in Anspruch genommen werden muss.
Von wann ist denn deine letzte Renten-Information, darin sollte ja auch stehen welche EM-Rente du (zu diesem Zeitpunkt) erhalten würdest, wenn es denn gesundheitlich erforderlich wäre ...

Die großzügige "Hochrechnung" weiter oben dürfte eher nicht zutreffend sein ... denn die Jahre im ALGII-Bezug bringen ja kein anrechenbares Einkommen mehr, die erhalten ja nur den theoretischen Anspruch noch aufrecht (sofern es einen gibt jedenfalls) ...

Wenn du jetzt also den Antrag auf EM-Rente stellst (darin muss man auch begründen WARUM man sich für Erwerbsgemindert hält und meint nicht mehr arbeiten zu können), dann wird dein bisheriges (beitragspflichtiges) Einkommen als Durchschnitt berechnet bis zum Antragstermin.

ALG II ist ja kein Einkommen was da mit einfließen würde, also kommen aktuell schon 9 Jahre mit NULL Arbeitseinkommen zu denen, die du bis dahin tatsächlich hattest ... mit minimalen Beiträgen bis 2011.

Auch Ausbildungszeiten und Umschulungen / Krankheits-Zeiten bilden kein vollwertiges Erwerbseinkommen für deine Renten-Punkte ...

Zitat:
Ich beziehe mich mich aber auf die Erwerbsunfähigkeitsrente, in die man vor dem regulären Eintritt aus diversen Gründen beantragt/bezieht.
Wie schon erwähnt gibt es die Erwerbs-Unfähigkeits-Rente in der Form (bis 2000) NICHT mehr aber auch die wurde nicht "aus diversen Gründen", sondern nur bei Erwerbs-Unfähigkeit aus rein gesundheitlichen Gründen von der DRV bewilligt.

Es mag sein, dass es damals noch einfacher war, die auch mit weniger relevanten Gesundheitseinschränkungen zu bekommen also heute aber wegen Arbeitslosigkeit und "trostlosen Aussichten am Arbeitsmarkt" wurde die sicher auch nicht gewährt.

Dass chronische Krankheiten dafür inzwischen nicht mehr ausreichen (müssen) kannst du hier im Forenbereich schon ausgiebig nachlesen ... es gibt genug Beispielfälle wie schwer es die DRV denen oft macht, die das unbedingt brauchen würden.

Zitat:
Ich war der Meinung, dass die Rentenkasse für diesen speziellen Fall eine Art Mindestrente garantiert.
Woher auch immer du diese Meinung nimmst, es gab und gibt keine "Mindest-Rente" in D, auch nicht für Erwerbsgeminderte.

Der Ausgangsbetrag ergibt sich IMMER nur aus eigenen Beiträgen, die dafür bei der DRV eingezahlt wurden, wer nichts eingezahlt hat oder nichts einzahlen konnte, bekommt überhaupt KEINE Rente, auch keine EM-Rente ...

Zitat:
Also würde das im vorliegen Fall bedeuten, dass wenn man eine voll Erwerbsminuderungsrente beantragen würden, es durchaus möglich wäre, dass diese z.B. nur 250 Euro monatlich beträgt und man man ergänzend über SGB XII aufstocken müsste, um eine Grundsicherung zu gewährleisten?
Richtig erkannt, dafür gibt es dann die Sozial-HILFE (HLU / SGB XII / Kapitel 3) oder die Grundsicherung des SGB XII nach Kapitel 4 (im Alter oder bei EM auf Dauer).

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

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