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Start > > -> Möchte nach Jahren Alg 2 in EM-Rente und bin erstmal AU

Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 22.07.2017, 14:16   #1
becker
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Registriert seit: 22.06.2017
Beiträge: 9
becker
Standard Möchte nach Jahren Alg 2 in EM-Rente und bin erstmal AU

Hallo liebe Nutzer,

Bin jetzt 50, viele Jahre im Alg2-Bezug, davon fast immer mit minijob unter 15h/Wo, der sich aber erledigt hat und ich nichts neues finde. Bin jetzt erstmal AU wegen Psyche und Wirbelsäule seit einigen Monaten beim Hausarzt. War vor Jahren schon in psych. Behandlung. Habe das aber (wahrscheinlich leider) nicht weiterverfolgt. Wer hat Erfahrungen , wies weitergeht ?? Da meine neue SB sehr aggressiv ist ( ständige Vorladungen trotz Krankheit- immer abgeblockt mit AU) vermute ich mal erst MDK, dann mal wieder DRV Zwangs-REHA-Antrag...
Liebe Grüße
becker ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.07.2017, 02:19   #2
Doppeloma
Foren-Moderator/in
 
Registriert seit: 30.11.2009
Ort: Insel Rügen
Beiträge: 9.482
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Frage AW: Möchte nach Jahren Alg 2 in EM-Rente und bin erstmal AU

Hallo becker,

Zitat:
Bin jetzt 50, viele Jahre im Alg2-Bezug, davon fast immer mit minijob unter 15h/Wo, der sich aber erledigt hat und ich nichts neues finde.
Viele Jahre ALG II-Bezug sind aber kein ausreichender Grund für eine EM-Rente, was war denn davor, hast du mal Renten-Informationen bekommen, wo drin steht ob du überhaupt Anspruch auf eine EM-Rente haben würdest und welcher Betrag das etwa sein könnte ???

Zitat:
Bin jetzt erstmal AU wegen Psyche und Wirbelsäule seit einigen Monaten beim Hausarzt. War vor Jahren schon in psych. Behandlung. Habe das aber (wahrscheinlich leider) nicht weiterverfolgt.
Was vor Jahren mal war ist eigentlich nicht mehr so wichtig, wenn du dazwischen nicht mehr deswegen AU warst und in regelmäßiger Behandlung, dann ist das ja kein Grund mehr JETZT eine EM-Rente zu beantragen.

Dass die Psyche leidet wenn man viele Jahre von Sozial-Leistungen leben muss ist ja nicht so ungewöhnlich und die Wirbelsäule ist mit 50 (in der Regel) auch nicht mehr ganz taufrisch ...

Allerdings wären da schon genauere Diagnosen vom Orthopäden erforderlich, um eine Erwerbsminderung deswegen in Erwägung zu ziehen ...

Die meisten "Alterserscheinungen" lassen sich auch mit mehr Bewegung / Krankengymnastik zumindest lindern, gerade damit bekommt man so schnell keine Rente bewilligt, ehe man nicht alle Möglichkeiten genutzt hat, die es therapeutisch dafür gibt.

Das schreibe ich nicht weil ich dich ärgern möchte, sondern weil ich von meinem Männe sehr genau weiß wie lange er (nach 2 Bandscheiben OP und weiteren schweren orthopädischen Problemen) um die EM-Rente kämpfen musste.

Zitat:
Wer hat Erfahrungen , wies weitergeht ??
Er war noch in Vollzeitbeschäftigung als es irgendwann gar nicht mehr ging und eine chronische Schmerzkrankheit daraus wurde ...
Er war mehrfach in orthopädischen Rehas (was immer nur kurze Zeit vorgehalten hat wenn er danach wieder am Arbeiten war), später auch noch in speziellen Schmerzkliniken.

Hatte bereits früher einen Infarkt gehabt, von schwerer Schlafapnoe bis Schwerhörigkeit mit Tinnitus gab es nur noch wenig was er NICHT hatte ... also hat die Hausärztin ihn dauerhaft AU geschrieben und geraten einen Antrag auf EM-Rente zu stellen.

Parallel war er bei allen erforderlichen Fachärzten ständig in Behandlung und Betreuung, musste immer mehr Tabletten gegen die Schmerzen und die anderen Probleme nehmen.

Die DRV hat den Antrag trotzdem abgelehnt, er könne noch Vollzeit am "allgemeinen Arbeitsmarkt" sein Geld selber verdienen ...

Der eine Gutachter meinte sogar wörtlich zu ihm, dass er nur mehr Tabletten nehmen müsse (es waren schon Opiate) gegen die Schmerzen in höherer Dosierung als bisher, dann würde er keine "unzumutbaren Schmerzen leiden" und sei Voll Erwerbsfähig ...

So ging das (nach dem 1. Antrag) weiter bis zum Gericht und dort wurde die EM-Rente immer noch abgelehnt ... er sollte zwar seine vorhandene Arbeit nicht mehr machen (Pförtner im Sicherheitsdienst) aber was "Anderes" geht noch Vollzeit, was dieses "Andere" sein sollte konnte ihm Niemand verraten.

Die Klage musste er dann zurück nehmen, um den Prozess nicht zu verlieren und seine Schmerztherapeutin "schlug erst die Hände über dem Kopf zusammen" und schrieb dann die Einweisung (zum 3. Mal) für die Schmerzklinik aus ...

Mit dem Bericht wurde dann der 2. Antrag auf EM-Rente gestellt, nach fast 5 Jahren Kampf mit der DRV bekam er dann endlich die volle EM-Rente bewilligt (nun direkt bis zur Altersrente), den weiteren "Kleinkrieg" im 2. Antrag bis dahin lasse ich jetzt mal weg.

Zitat:
Da meine neue SB sehr aggressiv ist ( ständige Vorladungen trotz Krankheit- immer abgeblockt mit AU) vermute ich mal erst MDK, dann mal wieder DRV Zwangs-REHA-Antrag...
Der MDK arbeitet für die Krankenkassen, wenn deine SB dich zum ÄD schicken will dann ist das eine andere Stelle (Med. Dienst der AfA oder Gesundheitsamt), die dann feststellen soll (für das JC) ob du Erwerbsfähig bist oder nicht.

Das hat aber für die Entscheidungen bei der DRV keine besondere Bedeutung, die wissen durchaus schon, dass die JC damit nur versuchen wollen, die schwer (oder gar nicht) Vermittelbaren in die EM-Rente "abschieben" zu können.

Eine Antragstellung auf Forderung des JC mit jahrelangem Bezug von ALGII ist also generell schon keine gute Ausgangsbasis bei der DRV ... und deine gesundheitlichen Problem klingen zumindest noch nicht so gravierend, dass man deswegen EM-Rente bekommen muss.

Eine laufende AU ist zwar ein "Anfang" aber genügt dafür noch lange nicht, man kann viele Jahre lang "Arbeits-Unfähig" sein, das bedeutet nicht gleichzeitig auch Erwerbsgemindert (nach dem Rentenrecht) zu sein...

Du schreibst von einer "Zwangs-Reha", was verstehst du denn darunter, bist du schon mal in Reha gewesen in einer DRV-Klinik, kennst du den Reha-Bericht falls JA ?

Da wird auch die Erwerbsfähigkeit geprüft (natürlich vorwiegend im Sinne der DRV, um Berentungen möglichst zu vermeiden), du kannst jederzeit eine EM-Rente selbst beantragen ...

Wenn die DRV das so möchte kann es aber auch passieren, dass du erst noch eine Reha machen musst ... ehe zur Rente endgültig entschieden wird.

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
Doppeloma ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.07.2017, 12:33   #3
saurbier
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Standard AW: Möchte nach Jahren Alg 2 in EM-Rente und bin erstmal AU

Hallo becker,

ich muß mich da schon den Ausführungen von Doppeloma anschließen.

Zitat:
Möchte nach Jahren Alg 2 in EM-Rente und bin erstmal AU
Damit dürfte wohl noch keine begründete EMR für die DRV vorliegen.

Die Zeiten wo man mal eben so in eine vorzeitige Rente kam sind leider schon viele viele Jahre vorbei.

Heute zählt bei der DRV die Wiederherstellung der vollen Leistungsfähigkeit.

Wenn man da nicht bereits über jahre in ärztlicher Behandlung ist - und zwar mit echt relevanten Erkrankungen welche die volle Leistungsfähigkeit stark einschränken - dürfte das so gut wie Aussichtslos sein.

Hier und da eine AU hilft da genauso wenig wie "Rückenbeschwerden" bei einem ü50. Selbst Leute mit mehrfachen Bandscheibenvorfällen müssen da hart kämpfen. Hart kämpfen bedeutet im Falle der DRV Gutachter und SG-erfahren.


Grüße saurbier
saurbier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.07.2017, 16:11   #4
becker
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Beiträge: 9
becker
Standard AW: Möchte nach Jahren Alg 2 in EM-Rente und bin erstmal AU

Hallo doppeloma, hallo saurbier,

Nach den verschärften Arbeitanweisungen f. die jc von sept 16 und märz 17(siehe Thome )
sollen die sb ja erstmal alle länger au geschriebenen zum mdk schicken,um viell. erstmal eine gesundschreibung hinzubekommen.
beim äd war ich schon mehrfach in den vergangenen jahren und hatte dann immer ``6mon. nur zw. 3 u. 6h täglich``.( soll ausserdem in beiden erlernten berufen nicht mehr arbeiten!) mit dem minijob war das zu dem zeitpunkt das beste. aber dieser einstufung folgte immer zwangsantrag auf em rente, dann natürlich abgelehnt, dann zwangsantrag für reha, welche ich aus psychischen gründen WIRKLICH nicht antreten kann-ich erspare mir näheres. dummerweise habe ich auch die krankengesch. in den jahren nicht so penibel dokumentiert, wie das nat. nötig ist.
da ich jetzt schon zwei dieser zwangsanträge mit ablehnung in den unterlagen der drv habe, wird die sache mit der rente natürlich um so schwieriger. kann nur jedem raten, darauf zu achten, nicht in diese abschiebepraxis der jcs zu geraten,
wenn irgendwann nochmal ein richtiger em antrag mit erfolg selbst gestellt werden soll!!
problem ist , dass ich weder für den langen ritt durch die instanzen, noch für den kampf gg. massnahmen, im moment die kraft habe.
und so geht es ja wohl vielen... grüße

Geändert von becker (25.07.2017 um 16:22 Uhr)
becker ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.07.2017, 11:12   #5
saurbier
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saurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiert
Standard AW: Möchte nach Jahren Alg 2 in EM-Rente und bin erstmal AU

Hallo becker,

Zitat:
sollen die sb ja erstmal alle länger au geschriebenen zum mdk schicken,um viell. erstmal eine gesundschreibung hinzubekommen.
Das hat eher weniger mit den Rechtsverschärfungen bzw. dem AlG-II Vereinfachungsgesetz zu tun, als einer allgemeinen Weisung bei langfristiger AU. Wie bitte sollte das JC erfolgreich mit dir arbeiten wenn du doch ständig AU bist, was nun mal deren Aufgabe ist.

Zitat:
aber dieser einstufung folgte immer zwangsantrag auf em rente, dann natürlich abgelehnt, dann zwangsantrag für reha,
Nun auch das ist eine logische Folge aus der dauerhaften vorliegenden AU.

Zitat:
welche ich aus psychischen gründen WIRKLICH nicht antreten kann-ich erspare mir näheres
Genau da aber fängt das eigentliche Problem bei dir an.

Wer keine Reha antretten kann oder will, bei dem kann die DRV leider auch keine entsprechende Feststellung so aus dem Ärmel schütteln. Im übrigen würde dein behandelnder Arzt im Falle einer tatsächlichen Rehaunfähigkeit dies der DRV schon attestieren, was auch wichtig für eine weitere Entscheidung seitens der DRV wäre.

Zitat:
da ich jetzt schon zwei dieser zwangsanträge mit ablehnung in den unterlagen der drv habe, wird die sache mit der rente natürlich um so schwieriger. kann nur jedem raten, darauf zu achten, nicht in diese abschiebepraxis der jcs zu geraten,
Ich glaub mal weniger, daß die Ablehnungen der DRV ein großes Problem darstellen, denn das scheint mir eher ein rein bürokratischer Akt aufgrund der fehlenden Mitwirkung deinerseits zu sein (keine Reha, kein medizinisches Begutachtungsergebnis, keine Rente). Du solltest dies nun nicht so darstellen das die DRV oder das JC dafür verantwortlich wäreWir haben hier im Forum viele, die auch mit psychischer Erkrankung eine Rente bekommen haben. Dies mag ggf. ein längerer Kampf gewesen sein, was heute wohl auch eher der regelfall als die Ausnahme darstellen dürfte, aber es klappte immerhin.

Auch ich oder gar Doppeloma haben jahrelang vor dem SG um die Rente gekämpft bis es dann doch klappte.

Zitat:
problem ist , dass ich weder für den langen ritt durch die instanzen, noch für den kampf gg. massnahmen, im moment die kraft habe.
und so geht es ja wohl vielen
Tja und dies dürfte dann ja auch zeigen, wo das eigentliche problem bei dir liegt.

Nicht das JC und noch viel weniger die DRV tragen an deinem Problem schuld, nein das bist du selber der sich im Weg steht, leider.

Für dich steht noch nicht einmal ein Kampf durch die Instanzen an, nein hier ginge es zuerst nur um eine simple Rehabilitationsmaßnahme die in deinem Fall ggf. einige Wochen in Anspruch nehmen könnte. Verwunderlich erscheint da lediglich, daß du dich hier auf deine psyschichen Probleme berufst, aber offenbar nicht in eine entsprechende Reha gehen willst. Da bleibt dann einzig die Frage - warum nicht.

Abschließend bleibt hier nur noch festzustellen, daß die Begutachtungen des MdK? durch das JC für die DRV eh keine relevante Aussage darstellt, da müßten dann schon eher Gutachten oder medizinische Begutachtungen von anderen behandelnden Fachärzten deine Einschränkungen bezgl. der Leistungseinschränkung(en) für den allgemeinen Arbeitsmarkt vorliegen.

Mehr gäbe es hier leider auch nicht zu sagen.


Grüße saurbier
saurbier ist offline   Mit Zitat antworten
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