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Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 28.06.2017, 15:09   #1
adviceplz
Elo-User/in
 
Registriert seit: 28.06.2017
Beiträge: 2
adviceplz
Unglücklich Beratungsmöglichkeit zu meiner Lebenssituation gesucht

Hallo.

Ich hoffe ich mache jetzt nichts falsch, dies ist mein erster Beitrag im Forum.


Ich bin gerade in einer etwas schwierigen Lage, daher erst mal ein paar Fakten.
  • 21 Jahre
  • Schwerbehinderung
  • chronische psych. Erkrankung
  • fast ein Jahrzehnt Psychotherapie ohne Besserung
  • stehe wahrscheinlich Ende nächsten Monats vor dem Nichts
  • ich kann absolut nicht mehr

Bisher habe ich versucht mich durch Ausbildungen und weitere Bildungsmöglichkeiten über Wasser zu halten, leider durch die Probleme seit 10 Jahren praktisch unmöglich wirklich etwas zu machen, habe sehr viele Fehlzeiten und brauche Hilfe im Alltag, bei Arbeit und allem anderen.

Vielleicht geht es einigen anderen auch so, ich habe mir wirklich Mühe gegeben, in den Therapien in meiner Jugend, auf mich eingegangen wurde nicht und am Problem arbeiten wollte auch nur ich, weil es mich wirklich belastet.
Für die Therapeuten war ich mehr so die Einnahmequelle, die mit oder ohne Arbeit zurückkommen wird, weil sie bedürftig und auf die Therapie angewiesen ist.

Habe sehr schlechte Erfahrungen gemacht, stationär teilweise Gewalt, Intrigen & MB., obwohl ich nichts schlimmeres mache, als zusammenzubrechen, bewegungsunfähig zu werden und mich nicht mehr außer Haus zu trauen.
Die Gewalt war auch keine Strafmaßnahme, sondern Ausbeutung und Sadismus gegenüber (damals) einem Kind bzw. Jugendlichen.
Davon steht natürlich in keinem Bericht was, aber das hat auf Dauer dazu geführt, dass ich heute an dem Punkt bin, wo ich bin.


Aktuell stehe ich wieder am Ende einer scheiternden Ausbildung und weiß nicht, wohin mit mir, sobald das um ist.
Ich bin einfach nur noch total fertig, meine Symptome und Probleme wachsen seit Jahren nur noch, aber alle sagen nur, ich muss funktionieren.

Das Sozialamt hat mir mit der Anerkennung einer Behinderung vor einigen Jahren schon eine große Erleichterung verschafft, da es nun zumindest nicht mehr heißt, ich bilde mir das doch nur ein und wäre nur stinkfaul, während ich mir in Wahrheit täglich den Allerwertesten aufreiße, um überhaupt genug zum überleben zu leisten und zuhause bin ich nur noch am schlafen.

Privatleben, wie Freunde oder Hobbies haben neben Krankheit und Arbeit keinen Platz, ich bin wirklich froh, wenn ich noch zum essen, schlafen und gelegentlich aufräumen komme.


Was will ich jetzt von euch?
Ich habe keine Ahnung, was für Möglichkeiten ich habe. Eine Ärztin meinte letztes Jahr mal, ich sollte dringend einen Antrag auf Rente stellen, Gutachten wegen Arbeitsunfähigkeit oder ähnliches.
Ich kenne ja nicht mal die Begriffe.


Aber was ich mir erhoffe, wäre zB mal eine Stelle, ein Amt oder unabhängige Beratungsstelle, die sich meinen Fall mal ansehen würden und mir sagen könnten, in welche Richtung ich gehen kann.

Ich will keine Rente oder so, auf Lebenszeit, da ich schon vorhabe an den Themen, die mich seit Jahren nun belasten, zu arbeiten und dann auch ein möglichst normales Leben aufzubauen, Traumberuf wäre Richtung Ergotherapie oder anderes, wo man mit Menschen arbeitet, je nachdem was ich erreichen kann.

Aber momentan steht mir echt meine Krankheit im Weg, ich finde keinen Ausweg mehr, ich bin seit über einem Jahr vor lauter Probleme die dadurch entstehen und gemacht werden, wirklich fast täglich am verzweifeln.

Ich wäre heilfroh, um ein Jahr, in dem ich einfach nur runterkommen kann und mir nicht jeden Tag Sorgen um meinen Verbleib machen muss.
Vielleicht auch mal nicht unter Druck nach einem ordentlichen Therapeuten suchen, um gemeinsam an mir zu arbeiten und nicht nur den nächstbesten nehmen, nur weil irgendein Amt oder Vorgesetzter das so angeordnet hat und ich sonst auf der Straße lande.


Ich hoffe irgendwer hier hat Verständnis oder vielleicht sogar ähnliche Erfahrungen schon hinter sich (auch wenn ich solche Erfahrungen und Probleme keinem wünsche) und kann mir helfen und Rat geben, wo ich mich hinwenden könnte.

Lg, AdvicePlz

Geändert von axellino (28.06.2017 um 15:42 Uhr) Grund: Überschrift aussagekräftiger gestaltet
adviceplz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.06.2017, 17:14   #2
Pfefferminz38
 
Benutzerbild von Pfefferminz38
 
Registriert seit: 08.06.2017
Beiträge: 170
Pfefferminz38 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Beratungsmöglichkeit zu meiner Lebenssituation gesucht

Das beste wäre eine soziale Beratungsstelle an deinem Wohnort.

Guckst du hier.

Adressen ? Tacheles Adressdatenbank
__

"Altwerden ist nichts für Feiglinge."
Pfefferminz38 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.06.2017, 17:58   #3
en Jordi
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Beratungsmöglichkeit zu meiner Lebenssituation gesucht

Zitat von adviceplz Beitrag anzeigen
Aber was ich mir erhoffe, wäre zB mal eine Stelle, ein Amt oder unabhängige Beratungsstelle, die sich meinen Fall mal ansehen würden und mir sagen könnten, in welche Richtung ich gehen kann.
Hallo! Da fällt mir auf Anhieb der sozialpsychiatrische Dienst ein. Die können dir zumindest eine erste Orientierung geben und Anlaufstellen nennen.

Vielleicht wäre es sinnvoll, wenn man dir übergangsweise einen Betreuer an die Seite stellt. (keinen Angst, damit ist kein rechtlicher Betreuer gemeint).
Es gibt sicher auch an deinem Wohnort Träger, die das (ambulant betreutes Wohnen) anbieten und auch Beratung und Hilfestellung dazu leisten.

Bevor du einen erneuten Versuch angehst, beruftlich Fuß zu fassen, solltest du erstmal wieder etwas stabiler werden. Villeicht kommt ein mehrwöchiger Klinikauftenhalt in Frage.

Die Rente könnte ein Option sein. Wer weiß, ob du jemals noch die Gelegenheit bekommen wirst, dir Ansprüche zu erwerben. Endgültig ist das auch nicht, denn in deinem zarten Alter wird man die vermutlich nur befristet vergeben. Über diesen Weg könntes du aber auch an eine Reha geraten. Dabei wäre ein allmählicher Einstieg ins Berufsleben in einem geschützten Bereich eine mögliche Perspektive.

Viel konkreter kann man aus der Ferne leider nicht werden, aber das sind ja immerhin ein paar Anlaufstellen.

sds
  Mit Zitat antworten
Alt 04.07.2017, 16:39   #4
adviceplz
Elo-User/in
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Registriert seit: 28.06.2017
Beiträge: 2
adviceplz
Standard AW: Beratungsmöglichkeit zu meiner Lebenssituation gesucht

Hallo!

Oje, alles noch ungewohnt hier. Ich hätte beinahe meinen Beitrag nicht mehr gefunden.

Vielen Dank für eure Antworten.

Den Link werde ich mir gleich ansehen, @Pfefferminz38


Zitat von en Jordi Beitrag anzeigen
Hallo! Da fällt mir auf Anhieb der sozialpsychiatrische Dienst ein. Die können dir zumindest eine erste Orientierung geben und Anlaufstellen nennen...
Beim Sozialpsychiatrischen Dienst war ich hier schon.
Die bieten bei uns solche Gruppen (Gärtnern, Basteln, Kochen, ...) an, zu denen sie mich eingeladen haben.
War auch ein paar mal dort und es war auch lustig, aber mehr leider auch nicht.
Ich kann ja nochmal hinschauen und nach intensiverer Beratung fragen, aber große Hoffnungen kommen bei mir da jetzt im ersten Moment nicht auf, da ich schon bei/nach meinem letzten "Absturz" dort war.
  • Die "Betreuung", von der du redest, wäre dann also im Rahmen des ambulaten betreuten Wohnens, richtig? Also keine eingeschränkten Rechte, nur Hilfe und Beratung im Alltag?
    Mit gesetzlicher Betreuung sind sie ja heute recht schnell bei der Hand.


Klinikaufenthalt würde ich eventuell auch nochmals in Betracht ziehen. Ich muss allerdings sagen, da muss ich mich vorher wirklich intensiv umsehen, denn ich war in den letzten 10 Jahren fast durchgängig in Behandlung.
Bei 4 Therapeuten/Psychiatern in ambulanter Behandlung und 4 Klinikaufenthalten.
Bei den ambulanten Therapien habe ich dabei persönlich mehr (wenn auch nicht wirklich viel) mitgenommen, als in den Kliniken, da ich einfach nicht aus meinem Umfeld und Alltag herausgenommen wurde und besser mit dem arbeiten konnte, was in meinem Leben passierte.

In den Kliniken war das dagegen mehr so, man wird aus dem Leben rausgenommen und danach soll man Schlag auf Schlag wieder im Alltag zurechtkommen, wobei ich dann schon mehr Probleme hatte, mich wieder einzufinden.
Plus, wie oben schon erwähnt
Zitat:
stationär teilweise Gewalt, Intrigen & MB
.
Ich hab da als Kind schon einiges erlebt, was meine heutigen Probleme überhaupt erst so groß werden ließ, leider.
Daher habe ich da etwas meine Befürchtungen, was da wieder sein wird und ob das nicht alles noch schlimmer macht...

Andererseits bin ich mir auch im Klaren, dass das so nicht unbedingt überall der Fall sein muss und ich Hilfe brauche.
Insofern... naja. Auch da wäre eine Beratungsstelle gut, mit der man das vorher besprechen könnte und die vielleicht selbst Erfahrungen hat.


Das andere, von dem du berichtest wäre Rente und/oder Reha.
Wie gesagt, eine bleibende, Dauerberentung wäre auch nicht in meinem Sinne, da ich noch Hoffnung habe, dass es bei mir irgendwann wieder bergauf geht.
Reha wäre auch einen Versuch wert, ich hab mir das mal im Netz angesehen und vielleicht bringt es ja was. :)
  • Aber wohin müsste man sich denn jeweils wenden, um letzteres zu beantragen oder eben erst mal mit einem Sachbearbeiter zu besprechen?
    Gibt es da irgendein Amt? Sozialamt, Gesundheitsamt, Arbeitsamt oder so?

Geändert von Goldfield (04.07.2017 um 17:00 Uhr) Grund: Vollzitat entf.
adviceplz ist offline   Mit Zitat antworten
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