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Start > > -> Freiwillig in vorgezogene Altersrente mit Abschlag?

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Alt 18.06.2017, 10:20   #1
Internetti
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Registriert seit: 25.03.2011
Ort: Niedersachsen
Beiträge: 124
Internetti
Standard Freiwillig in vorgezogene Altersrente mit Abschlag?

Ich bin 1955 geboren, seit sieben Jahren arbeitssuchend -das Jobccenter hat mich aufgefordert, eine aktuelle Rentenauskunft vorzulegen. Laut Rentenauskunft beginnt meine Regelaltersrente mit 65 und würde ca. 800 Euro betragen, wenn ich mit 63Jahren in Rente ginge, was möglich ist, betrüge die Rente ca. 700 Euro.
In beiden Fällen also unter dem Existenzminimum. Inzwischen bin ich durch den permanenten Druck, den J.C. ausüben, bereits in drei "Maßnahmen" und zwei "Bewerbungstrainings" gewesen, die letzte vergangenes Jahr. Ich bin diesem Druck, mich seit sieben Jahren bundesweit zu bewerben und jede Stelle außerhalb meiner Qualifikationen annehmen zu müssen, psychisch nicht mehr gewachsen. Ich wäre bereit, deswegen freiwillig die vorgezogene Altersrente ab 63 jetzt zu beantragen - einfach, um dem Druck der Jobcenter zu entgehen. Würde ich dann aufstockende Sozialhilfe bekommen?
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Alt 18.06.2017, 10:26   #2
RobbiRob
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von RobbiRob
 
Registriert seit: 04.01.2017
Beiträge: 1.539
RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob
Standard AW: Freiwillig in vorgezogene Altersrente mit Abschlag?

Grundsicherung.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Grun...werbsminderung
RobbiRob ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.06.2017, 11:07   #3
Seepferdchen
Foren-Moderator/in
 
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Registriert seit: 19.11.2010
Beiträge: 21.820
Seepferdchen Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Freiwillig in vorgezogene Altersrente mit Abschlag?

Hallo @Internetti,

Zitat:
Würde ich dann aufstockende Sozialhilfe bekommen?
Ja das würdest du dann bekommen, nach SGB XII Kapitel 3

und bei der Regelaltersrente mit 65 und 9 Monate bekommst du SGB XII Kapitel 4
__

  1. mein Beitrag ist keine Rechtsberatung
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Alt 20.06.2017, 18:16   #4
Doppeloma
Foren-Moderator/in
 
Benutzerbild von Doppeloma
 
Registriert seit: 30.11.2009
Ort: Insel Rügen
Beiträge: 10.533
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Ausrufezeichen AW: Freiwillig in vorgezogene Altersrente mit Abschlag?

Hallo Internetti,

Zitat:
Ich wäre bereit, deswegen freiwillig die vorgezogene Altersrente ab 63 jetzt zu beantragen - einfach, um dem Druck der Jobcenter zu entgehen.
Kann ich verstehen, du musst ja nicht warten bis das JC dich dazu zwingt allerdings wird es wohl so kommen, wenn du in beiden Fällen unter dem "Existenz-Minimum" bleibst mit deiner zu erwartenden Altersrente.

Zitat:
Würde ich dann aufstockende Sozialhilfe bekommen?
Ich werde das mal noch ergänzend etwas differenzieren, denn ob du aufstockende Sozial-HILFE (SGB XII / Kapitel 3 wäre bei Notwendigkeit tatsächlich vorerst zuständig) überhaupt bekommen kannst, wird von vielen weiteren Umständen abhängig sein.

Nur auf "Wiki-Pedia" sollte man bei so wichtigen Fragen besser nicht zurück greifen, denn Grundsicherung nach Kapitel 4 (SGB XII) gibt es erst beim Übergang in die reguläre Altersrente (also für dich ab 65 + 9 Monate) oder bei dauerhafter Erwerbsminderung auch früher, bis dahin kann man das NICHT einfordern.

Ob du noch "Vermögen" hast, was über den erlaubten SGB XII-Grenzen liegt (ab 01.07.2017 wohl 5000 €) kannst du nur selbst wissen, dazu zählen ja auch bestimmte Versicherungen, die für Sozial-HILFE erst aufgelöst und verbraucht werden müssen.

Zunächst mal ist aber wichtig, ob du alleine lebst oder mit Partner / Ehe-Partner, da gelten die gleichen Unterhaltspflichten wie im Bezug von ALGII, der Partner wird zunächst überprüft, ob er nicht zuständig sein könnte.

Zusätzlich werden im Kapitel 3 auch Kinder und Eltern geprüft, soweit vorhanden, ob sie dem Staat nicht die Leistungen ersparen könnten.

Je nach Höhe deiner KdU kannst du aber auch noch andere Möglichkeiten haben, ehe der Gang zum Sozial-AMT notwendig wird, vielleicht kannst du Wohngeld bekommen, das wäre ohnhin zunächst zu prüfen bei der Renten-Höhe ...

Aktueller Regelsatz 404 € + KdU sind ja auch im SGB XII die grobe Richtschnur, bei 700 € Rente könnte auch Wohngeld in Frage kommen.
Auch wenn man die Sozial-Versicherungen (rund 10 %) noch abziehen muss, würden gut 200 € für deine Miete übrig bleiben ... es kommt also sehr auf die örtlichen Wohngeld-Richtlinien an.

Du kannst natürlich auch darüber nachdenken einen Mini-Job aufzunehmen, denn bis 450 € im Monat darfst du ja Renten-Unschädlich dazu verdienen und Rentner werden deutlich lieber genommen als Bezieher von ALG II.
Die AG haben kaum zusätzliche Bürokratie dadurch und der gesamte Zuverdienst bleibt bei dir, ob das für dich (auch gesundheitlich gesehen) eine Möglichkeit wäre deine Rente aufzubessern, kannst du nur selber wissen ...

Auf jeden Fall bist du dann unabhängig von irgendwelchen Ämtern und musst dir dazu keine Vorschriften mehr machen lassen, welchen Job du dafür annehmen oder auch wieder aufgeben würdest, wenn es dir mal nicht mehr gefällt oder zu anstrengend wird.

Der Rechts-Anspruch dann bei Notwendigkeit Zuschuss beim Sozial-AMT zu beantragen geht dir ja dadurch nicht verloren ... man darf dich dort auch nicht mehr dazu drängen "besser zu arbeiten", das machst du als Rentner freiwillig oder gar nicht ...

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
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