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Start > > -> Jobcenter stellt Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 14.06.2017, 14:21   #1
Davince
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Davince
Standard Jobcenter stellt Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

Hallo,

ich möchte mich kurz halten.

Im Juli 2014 nahm ich nach langer Zeit ohne Job einen Vollzeitjob an (selbst gesucht)

Im März 2015 krank geworden. 2 x MRT der Wirbelsäule, positive Diagnose.
Weitere Untersuchungen durch meine Hausärztin brachten eine weitere, unheilbare Krankheit zum Vorschein.

Anfang Dezember 2015 nahm ich wieder die Arbeit auf. Konnte aber aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr Vollzeit arbeiten.
Die Arbeitszeit wurde auf 3 Stunden täglich (mit dem Einverständnis meines Arbeitgebers) reduziert.
War auch zuviel...

Jetzt arbeite ich nur noch 1,5- 2 Stunden täglich.

Im Februar 2017 erfolgte nach Aufforderung des Jobcenters eine Begutachtung meiner Person beim sozialmedizinischem Dienst.

Dieses Gutachten ist aber widersprüchlich.

Intergrationsrelevante Funktioneinschränkungen:

1. Funktionsstörung des gesamten Muskelapparates
2. Funktionsstörung der Wirbelsäule
3. Funktionsstörung der Schultergelenke
4. Funktionsstörung der Handgelenke
5. Funktionsstörung der Kniegelenke
6. Psychische Minderbelastbarkeit

Zu verzichten ist auf:
Überkopfarbeit, lang anhaltende Rumpfvorbeuge, Bücken, Hocken und Knien, häufiges Ersteigen von Leitern und Gerüsten, Bewegen in unebenem Gelände, Einfluss von Nässe, Kälte, Hitze, Zugluft, stark schwankenden Temperaturen....
usw., usf....

Angeblich soll ich fähig sein 6 und mehr Stunden täglich leichte bis mittelschwere Arbeit aus zu üben.

*Den branchentypischen körperlichen Anforderungen der zuletzt ausgeübten Tätigkeit kann leidensbedingt nicht weiter entsprochen werden.

*Wie bitte?
Ich teile z.Z abonnierte Tageszeitungen aus. D.H., ich muss nur laufen und ab und zu eine Zeitung in den Briefkasten stecken. Eine noch leichtere Tätigkeit gibt es nicht.
Außer vielleicht noch schlafen.

Weiter...

Bei vollschichter Leistungsfähigkeit liegt eine so schwerwiegende Leistungseinschränkung vor, dass die Aussichten, am Arbeitsleben teilzuhaben, nicht nur
vorübergehend wesentlich gemindert sind.

Wegen Krankheit oder Behinderung liegt keine Minderung der Leistungsfähigkeit vor, die eine regelmäßige, mindestens 3 Stunden täglich umfassende Beschäftigung unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes und unter Beachtung des oben beschriebenen Leistungsbildes ausschließt.


Dann bekam ich im März vom Jobcenter ein Formular, habe ich ausgefüllt. Da ging darum, ob ich z.Z. krankgeschrieben, wo ich arbeite usw.

Am 22.05.2017 erhielt ich von meiner Rentenversicherung den Ablehnungbescheid des Antrages auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben.

Begründung:

Meine Erwerbsfähigkeit ist nicht erheblich gefährdet oder gemindert, weil ich in der Lage bin, eine zumutbare Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt weiterhin vollschichtig auszuüben....

Tja, so sieh's aus in unserer Bananenrepublik

Der Bescheid von meiner RV ist vom 17. Mai 2017.
Bei mir eingegangen am 22. Mai 2017.

Was kann/muss ich jetzt tun?

Meine Ärztin und ich können uns vorstellen, dass ich max. 3 Stunden täglich eine leichte Arbeit nachgehen kann, mehr in keinem Fall.


Vielen Dank für's lesen und Danke im voraus für etwaige Tipps.

Gruß
Davince
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Alt 14.06.2017, 18:30   #2
Pfefferminz38
 
Benutzerbild von Pfefferminz38
 
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Pfefferminz38 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Jobcenter stellt Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

Du kannst Rechtsmittel (Widerspruch) einlegen, wenn du mit dem Bescheid nicht einverstanden bist.
Pfefferminz38 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.06.2017, 19:08   #3
en Jordi
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Standard AW: Jobcenter stellt Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

Zitat von Davince Beitrag anzeigen
Was kann/muss ich jetzt tun?

Meine Ärztin und ich können uns vorstellen, dass ich max. 3 Stunden täglich eine leichte Arbeit nachgehen kann, mehr in keinem Fall.


Vielen Dank für's lesen und Danke im voraus für etwaige Tipps.

Gruß
Davince

Hallo!

Du kannst Rente beantragen, eine Reha oder auch in Widerspruch gegen die Ablehnung der LTA gehen. Bei LTA sollte eine Eingliederung in Vollzeitbeschäftigung aber schon in absehbarer Zeit möglich sein.

Was macht in deine Augen Sinn? Maximal drei Stunden bedeutet weniger als das? Dann käme ja nur eine volle EM-Rente in Betracht. Hättest du denn die entsprechenden Beitrags- und Wartezeiten erfüllt?
Würde die Rente auch zum Leben reichen?

Gruß
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Alt 14.06.2017, 19:28   #4
Davince
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Davince
Standard AW: Jobcenter stellt Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

Ich bekomme ja einmal im Jahr von meiner Rv eine Übersicht.
Wenn ich jetzt volle EM-Rente bekäme wären das knapp 600 Euro.
Plus 450 Euro Job. (Würde ja bei 15 Std/Woche etwa hinkommen)

Das würde dann schon zum Leben reichen.

Ich befürchte nur, dass, wenn ich nichts mache, das JC mir einfach irgendein Job aufbrummt (min. 6 Std. täglich). Wenn ich diesen nicht ausüben kann oder will, wird einfach nichts mehr bezahlt.--->Kein Geld. Kann dann meine Miete nicht mehr bezahlen, Wohnungskündigung--->Obdachlos.

Hat es alles schon gegeben.

Ich finde es wirklich erbärmlich, dass man in diesem Land ständig genötigt wird, sich notfalls gerichtlich zu wehren.
Hier wird mit allen Mitteln versucht den Menschen, welche eh schon genug durch Krankheit(en) gestraft sind, das Leben so schwer wie nur irgendwie möglich zu machen.

Der Ablehnungsbescheid hat übrigens genau den gleichen Inhalt wie der eines Freundes.
Alles standardisierte Schreiben mit Textbausteinen. Da wird überhaupt nicht individuell entschieden.
Nach dem Motto; ihnen steht ja der Widerspruch und Klageweg offen.

Gruß
Davince
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Alt 14.06.2017, 19:43   #5
en Jordi
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Standard AW: Jobcenter stellt Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

Was erwartet das JC denn nun von dir?

Wenn du jetzt auf Rat deiner Ärztin Rente beantragst, sollten sie dich bis zu einer Entscheidung in Ruhe lassen.

Ja, leider ist das alles so. Ich meine, kaum ein AG wird dirch mit der Liste an Einschränkungen einstellen. Das hat der Gutachter ja schon eingesehen und LTA empfohlen.

Warst du mal längere Zeit in einer Rehaklinik?
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Alt 14.06.2017, 20:34   #6
Davince
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Davince
Standard AW: Jobcenter stellt Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

Ich habe Heute erst eine Einladung ins JC zum 27.06.17 erhalten. Sie will mit mir über meine berufliche Situation sprechen. Das übliche halt.

Ich habe mich 2015 einer ambulante Schmerztherapie mit Medikamente unterzogen. Dauerte 6 Wochen. Ohne Erfolg.

Eine REHA? Nein. Würde mir auch nicht helfen. Meine Wirbelsäule hat irreparable Abnutzungserscheinungen. Des Weiteren leide ich am FMS (Fibromyalgiesyndrom--->unheilbar).

Die Frage ist, ob ich nun dem Ablehnungsbescheid widersprechen soll, oder Rücksprache mit meiner Ärztin halte um dann EM-Rente zu beantragen.

Gruß und Danke
Davince
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Alt 14.06.2017, 20:36   #7
Dark Vampire
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Standard AW: Jobcenter stellt Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

Ich hab auch sone Latte an Einschränkungen, aber Zeitung austragen würde ich auch nimmer schaffen......gehe alle 2 jahre in Reha, aber EM Rente ist nicht, nächstes Jahr hab ich ne Chance laut Rehaärztin. (war ne direkte Rehaklinik der DRV)

Beim JC hab ich schon Jahre Ruhe damit trotz dass ich vollschichtig einsetzbar bin auf dem Papier.....bin dort nur noch ne Karteileiche die Geld kostet^^ bin dort auch aus der Vermittlung draussen.
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Alt 14.06.2017, 22:05   #8
en Jordi
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Standard AW: Jobcenter stellt Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

Zitat von Davince Beitrag anzeigen
Eine REHA? Nein. Würde mir auch nicht helfen. Meine Wirbelsäule hat irreparable Abnutzungserscheinungen. Des Weiteren leide ich am FMS (Fibromyalgiesyndrom--->unheilbar).
Das will die Rentenversicherung halt selbst beurteilen. Dazu schickt sie die Antragsteller meist in die Reha. Manche scheinen mir relativ fit und haben die Rente ohne Schwierigkeiten bewilligt bekommen, andere kriechen auf dem Zahnfleisch und bekommen sie nicht.

Es ist ein Art Lotterie.

Hast du eigentlich schon einen GdB?
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Alt 14.06.2017, 22:21   #9
Davince
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Davince
Standard AW: Jobcenter stellt Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

Ein GdB habe ich nicht.

Die Frage ist auch:

Entstehen mir finanzielle Nachteile wenn ich den Bescheid von der RV nicht widerrufe?

Kann mich das JC in irgendeine Arbeitsaufnahme/Umschulung zwingen?

Ich bin der Meinung, nein. Zwangsarbeit ist in Deutschland verboten. Des Weiteren habe ich das Recht auf freie Berufswahl.

Ich habe ja auch vor meine Arbeitszeit auf 3 - 3,5 Std/täglich aufzustocken. Mein jetziger Arbeitgeber sagt mir bescheid sobald eine weitere Zustelltour frei ist. Die kann ich dann zusätzlich machen.

Aber wie ja Dark Vampire schon schrieb, und auch das Gutachten besagt ja,

"Bei vollschichter Leistungsfähigkeit liegt eine so schwerwiegende Leistungseinschränkung vor, dass die Aussichten, am Arbeitsleben teilzuhaben, nicht nur
vorübergehend wesentlich gemindert sind."

Geändert von Davince (14.06.2017 um 22:38 Uhr)
Davince ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.06.2017, 22:47   #10
en Jordi
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Standard AW: Jobcenter stellt Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

Zitat von Davince Beitrag anzeigen
Entstehen mir finanzielle Nachteile wenn ich den Bescheid von der RV nicht widerrufe?

Kann mich das JC in irgendeine Arbeitsaufnahme/Umschulung zwingen?
Nein. Laut Entscheidung der RV bist du aber voll erwerbsfähig. Die Frage ist, ob du das so stehen lassen möchtest.

Eine Umschulung wird das JC dir nicht zahlen wollen. Warte erstmal ab, ob sie nun ihrem eigenen Gutachten folgen oder der RV.

Bei mir ist die Erwerbsfähigkeit auch nie richtig geklärt worden. Ich habe eine halbe Stelle und daher lassen sie mich weitgehend in Ruhe, obwohl es auch eine Gutachten gibt, dass mich für vollschichtig belastbar erklärt.
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Alt 15.06.2017, 03:39   #11
Doppeloma
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Ausrufezeichen AW: Jobcenter stellt Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

Hallo Davince,

du schreibst oben ... aus dem JC-ÄD-"Gutachten" ...

Zitat:
Bei vollschichter Leistungsfähigkeit liegt eine so schwerwiegende Leistungseinschränkung vor, dass die Aussichten, am Arbeitsleben teilzuhaben, nicht nur
vorübergehend wesentlich gemindert sind.

Wegen Krankheit oder Behinderung liegt keine Minderung der Leistungsfähigkeit vor, die eine regelmäßige, mindestens 3 Stunden täglich umfassende Beschäftigung unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes und unter Beachtung des oben beschriebenen Leistungsbildes ausschließt.
Das ist bereits ein Widerspruch, der nur damit "entschuldigt" werden könnte, dass der JC-ÄD mit dem 2. Teil die Abschiebung in die Sozial-Hilfe für dich vermeiden wollte.

Darum der Hinweis, dass du "mindestens" 3 Stunden täglich Leistungsfähig bist für den Arbeitsmarkt, denn das ist Grundbedingung für den Anspruch auf ALGII.

Zitat:
Dann bekam ich im März vom Jobcenter ein Formular, habe ich ausgefüllt. Da ging darum, ob ich z.Z. krankgeschrieben, wo ich arbeite usw.
Was für ein Formular war das bitte konkret, hast du dir eine Kopie gesichert oder füllst du Alles mal eben so aus und gibst es mit deiner Unterschrift wieder aus der Hand, ohne nach dem Zweck zu fragen ???

Zitat:
Am 22.05.2017 erhielt ich von meiner Rentenversicherung den Ablehnungbescheid des Antrages auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben.
Dann war das wohl der Antrag auf LTA, den du da unterschrieben hast, denn das JC KANN diesen Antrag nicht einfach für dich stellen, das musst du schon selber machen (oder zumindest unterschreiben).

Hat man dich denn vorher aufgeklärt was LTA so sein könnte und was hast du dir so vorgestellt, was man dir da bei der DRV bewilligen könnte ???

Zitat:
Meine Erwerbsfähigkeit ist nicht erheblich gefährdet oder gemindert, weil ich in der Lage bin, eine zumutbare Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt weiterhin vollschichtig auszuüben....
Nun ist das ja mit dem Ablehnungs-Bescheid als geklärt anzusehen, du bist (aus Sicht der DRV) nicht so eingeschränkt, dass eine LTA-Leistung notwendig wäre.

Zitat:
Die Frage ist, ob ich nun dem Ablehnungsbescheid widersprechen soll, oder Rücksprache mit meiner Ärztin halte um dann EM-Rente zu beantragen.
Wenn dir nicht mal genau klar ist was du da beantragt hattest, mit welchen Argumenten willst du dann einen Widerspruch begründen können ?

Einen Antrag auf EM-Rente wird man ebenfalls ablehnen, ganz gleich was deine Ärztin dazu meint, wer nicht mal eine berufliche Reha benötigt, der bekommt doch keine EM-Rente bewilligt ...

Du bist Vollzeit Erwerbsfähig (6 und MEHR Stunden am allgemeinen Arbeitsmarkt) lt. LTA-Bescheid, du brauchst KEINE Hilfe von der DRV zur Eingliederung ind Arbeit und noch weniger brauchst du eine EM-Rente ...

Zitat:
Ein GdB habe ich nicht.
Der nützt dir dabei auch NIX ...

Zitat:
Entstehen mir finanzielle Nachteile wenn ich den Bescheid von der RV nicht widerrufe?
Du kannst den Bescheid der DRV nicht "widerrufen", du kannst Widerspruch einlegen und eine LTA verlangen, weil du mit der Ablehnung nicht einverstanden bist ...

Das solltest du dann aber auch gut begründen können, denn LTA soll dich wieder in Arbeit bringen können (Umschulung/ Weiterbildung/ Zuschüsse für einen AG der dich einstellen würde usw.), dafür muss man auch "fitt genug sein" und wer so "Fitt" ist beantragt (und bekommt) keine EM-Rente.

Ob du gegen einen Ablehnungsbescheid (von der DRV) Widerspruch einlegst oder nicht hat keine Bedeutung für deine Finanzen vom JC ... im Gegenteil, die DRV hat gerade bestätigt, dass du ganz sicher (vorerst) nicht zum Sozial-AMT gehörst ...

Das ÄD-Gutachten ist damit hinfällig, denn die Feststellungen der DRV sind maßgeblich auch für die anderen Behörden.

Zitat:
Kann mich das JC in irgendeine Arbeitsaufnahme/Umschulung zwingen?
JA und NEIN, das sind doch zwei völlig verschiedene Angelegenheiten ...

Wenn es (nach § 10 SGB II) zumutbare Arbeit für dich gibt, dann kann man verlangen, dass du dich bewirbst und die Stelle annimmst, wenn man dich einstellen will ... dein Leistungsbezug soll ja mit einer Arbeits-Aufnahme möglichst irgendwann mal wieder enden ...

Eine Umschulung wird dir auch das JC bestimmt NICHT bezahlen, wenn schon die DRV ablehnt das zu tun, weil sie es gar nicht für nötig hält ... lt.aktuellem Bescheid brauchst du KEINE LTA also auch keine Umschulung ...

Im Übrigen kann man dich dazu überhaupt NICHT zwingen, wenn du nicht bereit bist was zu lernen, wie soll man dich dazu "zwingen" können ???

Zitat:
Ich bin der Meinung, nein. Zwangsarbeit ist in Deutschland verboten. Des Weiteren habe ich das Recht auf freie Berufswahl.
Große Worte, dein Recht auf "freie Berufswahl" kannst du ausüben / ausleben wenn du keine Sozial-Leistungen brauchst, zudem kannst du doch wählen wo du dich um Arbeit bewerben willst, soweit deine aktuellen Kenntnisse und Fähigkeiten ausreichen, hindert dich doch Niemand daran ...

Zitat:
Ich habe ja auch vor meine Arbeitszeit auf 3 - 3,5 Std/täglich aufzustocken. Mein jetziger Arbeitgeber sagt mir bescheid sobald eine weitere Zustelltour frei ist. Die kann ich dann zusätzlich machen.
Wenn du dir das zutraust, dann kannst du doch auch mal Bewerbungen für Teilzeitstellen schreiben, die dich interessieren würden ... da hast du doch die freie Wahl unter den Anzeigen in der Zeitung ...

Ich wäre z.B. gesundheitlich nicht in der Lage täglich Zeitungen auszutragen, mein Männe auch nicht, obwohl wir ein wenig Geld zusätzlich auch gut gebrauchen könnten ...

Zitat:
Aber wie ja Dark Vampire schon schrieb, und auch das Gutachten besagt ja,

"Bei vollschichter Leistungsfähigkeit liegt eine so schwerwiegende Leistungseinschränkung vor, dass die Aussichten, am Arbeitsleben teilzuhaben, nicht nur
vorübergehend wesentlich gemindert sind."
Wie wenig Bedeutung dieses "JC-Gutachten" hat siehst du doch gerade, die DRV interessiert das nicht im Geringsten, die sehen dich VOLL Erwerbsfähig ... diese Sätze sind doch auch nur "Textbausteine", genau wie im Bescheid der DRV.

Nur haben die "Bausteine" der DRV mehr Gewicht als das Geschreibsel vom JC-ÄD, im Übrigen zeigst du doch selber, dass du durchaus arbeiten kannst ...

Die Grenzen dafür kennst nur du selbst am Besten, also klammere dich nicht an das was der JC-ÄD da mal "abgesondert" hat ... das ist doch zusammen auch ein totaler Widerspruch, wie ich es oben schon geschrieben habe...

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
Doppeloma ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 15.06.2017, 10:52   #12
en Jordi
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Standard AW: Jobcenter stellt Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Der nützt dir dabei auch NIX ...
Na ja, der GdB macht deutlich, dass man dauerhaft ernsthafte gesundheitliche Probleme hat. Man wird anders behandelt, bekommt möglicherweise andere Vermittler zugeteilt.

Über die Erwerbsfähigkeit sagt er nichts aus.

Ich weiß nicht, ob die RV den LTA-Antrag vielleicht nicht ganz ernst genommen hat, weil zu deutlich war, dass das JC sich nur der Verantwortung entledigen wollte.
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Alt 15.06.2017, 15:39   #13
Davince
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Davince
Standard AW: Jobcenter stellt Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

Hallo Doppeloma,

Danke für deine Hinweise.

Dass die DRV im allgemeinen eh fast alles ablehnt ist ja bekannnt. Die wollen ihre Gewinne optimieren und halt nicht zahlen.

Und woher will die DRV wissen wie ich mich fühle und wie Leistungsfähig ich wirklich bin? Das kann sie garnicht wissen.

Und wenn Du meinen Eingangspost richtig gelesen hättest wäre Dir aufgefallen, dass ich einen Job habe. UNd nach meiner Krankheit bei wiederaufnahme meiner Tätigkeit feststellte, dass ich nicht mehr wie max. 3 Std/täglich arbeiten kann.

Ich werde sehen wie es weitergeht. Sollte man mir irgendein Job anbieten (Vollzeit), werde ich diesen sowieso nicht ausüben können.

Meine Ärztin könnte das mit Sicherheit verantworten mich für lange Zeit arbeitsunfähig zu schreiben. Denn mit Schmerzen gehe ich nicht arbeiten.

Und meinen jetzigen Job werde ich unter keinem Umständen kündigen.

Und mit zwingen meine ich "Entweder sie üben jetzt den oder den Job aus ( min. 6 Stunden täglich) oder Sie bekommen kein Geld mehr von uns."
Viele Menschen gehen dann lieber arbeiten, mit Schmerzen und quälen sich rum. Sind unglücklich, unzufrieden usw...

Geht ja garnicht, wo leben wir denn hier.

Ich werde 52 Jahre alt, bin ungelernt, Single, eigener Haushalt. Wer stellt mich noch ein? Selbst wenn ich Vollzeit arbeiten könnte...? Für 8, EURO schießmichtot? Mindestlohn? Lächerlich...

Kurze Rechnung?

Bei diesem Stundenlohn verdient man ca. 1050.- EURO Netto... Wow!!!


Monatliche Ausgaben:
460.- EURO Miete
50.- EURO Strom
50.- EURO Internet, Telefon, TV
70.- EURO KFZ-Haftpflicht
30.- EURO andere Versicherungen
140.- EURO Spritgeld

Zusammenrechnen brauche ich das wohl nicht.

Arbeiten gehen muss sich lohnen!

In meiner jetzigen Situation habe ich mehr Geld zur Verfügung als bei einem Vollzeitjob mit Mindestlohn.

Da läuft aber in unserem System deutlich was schief!

Sorry, gehört zwar nicht unbedingt zum Thema, aber das musste ich jetzt los werden.

Trotzdem Danke an alle für die Teilnahme.



Gruß
Davince
Davince ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.06.2017, 15:54   #14
en Jordi
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Standard AW: Jobcenter stellt Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

Zitat von Davince Beitrag anzeigen
Und woher will die DRV wissen wie ich mich fühle und wie Leistungsfähig ich wirklich bin? Das kann sie garnicht wissen.
Ich war zwar nicht angesprochen, aber das hatte ich ja schon versucht, zu erklären: Die DRV wird dich in einer Reha gründlich untersuchen lassen oder sich an vorhanden ärztlichen Befunden orientieren.

Das Ergebnis müsstest du jetzt abwarten.

Du meinst, du kannst nicht mehr oder nur noch wenig arbeiten, also liegt der nächste Schritt doch nahe: Rente beantragen!

In dem Sinne. Alles Gute!
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Alt 15.06.2017, 17:43   #15
saurbier
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Standard AW: Jobcenter stellt Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

Nun irgendwie scheinst du wohl etwas nicht ganz zu verstehen, in diesem unseren System.

Trotz allem was die Vorredner gutes geschrieben haben.

Du sitzt beim JC, nicht bei der AfA. Das ist bereits ein himmelweiter Unterschied.

Wenn du ernsthaft meinst das JC könne dich nicht zu etwas zwingen um deine finanzielle Situation und damit einher gehend deine Leistungsansprüche dort zu minimieren, dann siehst du die Situation leider etwas falsch.

Wenn die DRV dich als Leistungsfähig eingestuft hat, dann wird sich das JC dies garantiert zu eigen machen.

Zitat:
Ich werde 52 Jahre alt, bin ungelernt, Single, eigener Haushalt. Wer stellt mich noch ein? Selbst wenn ich Vollzeit arbeiten könnte...? Für 8, EURO schießmichtot? Mindestlohn? Lächerlich...
Genau dies wird dann der eigentliche Knackpunkt sein.

Wenn du gesundheitlich nicht mehr kannst, dann kannst du nicht mehr. Dann bleibt dir zu guter letzt nur der Weg in die Rente. Genau darum mußt du dann aber auch kämpfen.

Hier zu kommen und zu sagen ich versuche meinen Minijob auf 3,5Std. aufzustocken ist dann ein völlig falscher Weg, denn genau damit trittst du den Beweis an, das du eben ausreichend Arbeitsfähig bist und gibst der DRV mit ihrer Beurteilung/Einschätzung wieder recht.

Dem JC reicht es wenn du 3Std./tägl. und mehr irgendwas arbeiten kannst. je nach SB wird man dich als ungelehrnten dann versuchen in eine Arbeit zu drücken. Kommst du denn Aufforderungen nicht nach, dann wird man dort sehr schnell die § 60-66 SGB I Keule schwingen um mit der Sanktion zu kommen. Spätestens dann fällt es dir gewaltig auf die Füsse.

Dir sollte auch klar sein, daß dein jetziger Nebenjob mit 3Sdt./tägl. als ungelernter bei der DRV ausreichend ist um eine volle EMR abzulehnen. Aber dann mit viel Glück als Teil-EMR würdest du bei dem JC in der gleichen Situation landen wie jetzt, ja selbst mit einer vollen EM-Arbeitsmarktrente wärst du nicht aus den Klauen des JC befreit. Dazu brauchts du dir hier ja nur mal die Geschichte von Rechtens anzuschauen.

Hier bleibt letzten Endes nur der Kampf um die Rente übrig um irgendwann einmal zur Ruhe zu kommen und ggf. mit einem passablen Nebenjob zumindest einigermaßen Leben zu können.

Du kannst mir glauben, deine gesundheitlichen Einschränkungen spiegeln sehr viel von meinen eigenen wieder und ich hab nach 5 Jahren Kampf jetzt entlich einigermaßen Ruhe.


Grüße saurbier
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Alt 15.06.2017, 17:54   #16
Doppeloma
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Frage AW: Jobcenter stellt Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

Hallo Davince,

Zitat:
Dass die DRV im allgemeinen eh fast alles ablehnt ist ja bekannnt. Die wollen ihre Gewinne optimieren und halt nicht zahlen.
Die DRV ist eine staatliche Versicherung, die macht keine "Gewinne", jedenfalls offiziell nicht, die soll sorgsam mit den Beiträgen der (Zwangs-) Versicherten umgehen und bei Anträgen auf Leistungen (Reha/ Rente) genau darauf achten, dass die gleichen Beitragszahler nicht zu "übermütig" ihre Rechte einfordern.

Das Ergebnis (sie wollen möglichst nicht zahlen) ist mir nicht unbekannt, da kannst du mir nicht mehr viel beibringen.

Zitat:
Und woher will die DRV wissen wie ich mich fühle und wie Leistungsfähig ich wirklich bin? Das kann sie garnicht wissen.
Das hat sie ja (eigentlich) zu erforschen (Anfragen bei deinen Ärzten/ Gutachten/ med. Reha-Maßnahmen) wenn du einen Antrag stellst auf LTA oder auf EM-Rente.

In einem Widerspruch kannst du z.B. die Akteneinsicht fordern, um zu festzustellen (für deine Begründung), ob diese Prüfungen ordentlich erfolgt sind ... man kann durchaus auch beim Antrag schon notwendige medizinische Berichte mit einreichen, um auf die bestehenden Gesundheits-Probleme hinzuweisen.

Das ist aber offenbar in deinem Falle nicht erfolgt, wenn du nur beim JC "irgendein" Formular unterschrieben hast, was die dann als "Antrag auf LTA" an die DRV weitergereicht haben.

Zitat:
Und wenn Du meinen Eingangspost richtig gelesen hättest wäre Dir aufgefallen, dass ich einen Job habe. UNd nach meiner Krankheit bei wiederaufnahme meiner Tätigkeit feststellte, dass ich nicht mehr wie max. 3 Std/täglich arbeiten kann.
Ich HABE dein Eingangs-Post sehr genau gelesen und ich HABE jahrelange Erfahrungen im Kampf mit der DRV hinter mir, da wurde auch mir schnell klar (gemacht) wie wenig es dort interessiert, wie wir uns fühlen und was wir selber meinen, noch leisten zu können oder nicht.

Ich HABE auch mal eine Umschulung gemacht über die DRV, weiß also auch wie das in der Regel abläuft, diese Kenntnisse scheinen bei dir noch immer komplett zu fehlen ... WAS du da überhaupt beantragt hast und warum ...

Zitat:
Ich werde sehen wie es weitergeht. Sollte man mir irgendein Job anbieten (Vollzeit), werde ich diesen sowieso nicht ausüben können.
Das wird sich zeigen wenn es soweit ist, da stimme ich dir zu.

Deine weiteren Ausführungen bestätigen aber eher die Ansicht der DRV, dir keine LTA bewilligen zu wollen, man ist der Meinung, dass du bisher auch ohne Ausbildung Arbeit gefunden hast und wird das mit 52 bestimmt auch nicht mehr ändern wollen auf Kosten der DRV.

Zitat:
Meine Ärztin könnte das mit Sicherheit verantworten mich für lange Zeit arbeitsunfähig zu schreiben. Denn mit Schmerzen gehe ich nicht arbeiten.
Das siehst du sicher richtig, im Bezug von ALGII interessiert es nicht mal mehr die KK ob du längere Zeit AU geschrieben wirst, die müssen ja kein Krankengeld für dich zahlen deswegen ... da kann es sich jeder ambulante Arzt erlauben dich "endlos" AU zu schreiben, ohne Schwierigkeiten mit dem MDK (der med. Dienst der Krankenkassen) zu bekommen.

Zitat:
Und meinen jetzigen Job werde ich unter keinem Umständen kündigen.
Das verlangt ja auch Niemand aber wenn du AU geschrieben bist KANNST du den auch nicht weiter ausüben, entweder bist du krank für das JC und deinen Arzt oder du kannst deinen aktuellen Job ausüben, dann bist du NICHT krank nach den AU-Richtlinien der KK ...

Zitat:
Und mit zwingen meine ich "Entweder sie üben jetzt den oder den Job aus ( min. 6 Stunden täglich) oder Sie bekommen kein Geld mehr von uns."
Zunächst muss dich ja ein AG mal einstellen wollen, es genügt ja nicht ganz, wenn das JC meint du könntest (theoretisch) irgendwo mindestens 6 Stunden arbeiten und dir VV dafür gibt / zuschickt.

Und wenn ein AG bereit wäre dich (in Folge eines verbindlichen Vermittlungsvorschlages / Vorstellungsgespräches) einstellen zu wollen, dann bist du tatsächlich verpflichtet es wenigstens zu versuchen, das unterschreibst du bereits auf deinem Leistungsantrag und hat mit "Zwangsarbeit" nicht wirklich was zu tun.

ALGII ist "Sozial-HILFE" für Arbeitslose und den Bezug beenden ist die Pflicht JEDES LE sofern er eine (zumutbare) Arbeit aufnehmen könnte, verweigerst du das dann, wird die Leistung tatsächlich eingestellt oder zumindest durch eine Sanktion vorerst gekürzt.

Zitat:
Viele Menschen gehen dann lieber arbeiten, mit Schmerzen und quälen sich rum. Sind unglücklich, unzufrieden usw...
Wo ist dein Problem, deine Zeitungen trägst du doch auch weiter aus oder hast du dabei keine Schmerzen, für deine Behandlung sind die Ärzte zuständig und nicht das JC und wenn du im (versicherungspflichtigen) Arbeitsverhältnis krank wirst bekommst du sogar wieder Krankengeld von der Krankenkasse ...

Die Entlassung durch den AG dürfte dann auch nur eine "Frage der Zeit" sein und so hättest du (vielleicht) sogar mal was als Nachweis für einen Antrag auf EM-Rente, dass es tatsächlich nicht geht ...

Bis das überzeugend genug für die DRV ist kann es trotzdem noch längere Zeit dauern, ich hatte noch einen festen Arbeitsplatz, war fast 4 Jahre (durchgehend) AU und bekam die EM-Rente erst am Sozial-Gericht zugesprochen ...

Zitat:
Geht ja garnicht, wo leben wir denn hier.
Habe ich mich auch gefragt, nach fast 40 Jahren Berufstätigkeit und mit festem Job, als ich deswegen sogar noch Hartz 4 beantragen musste ... weil die DRV immer noch nicht zahlen wollte.

Zitat:
Ich werde 52 Jahre alt, bin ungelernt, Single, eigener Haushalt. Wer stellt mich noch ein? Selbst wenn ich Vollzeit arbeiten könnte...? Für 8, EURO schießmichtot? Mindestlohn? Lächerlich...
Der Zeitungsvertrieb hat dich ja offenbar auch eingestellt, dass es schwierig ist mit deiner Ausgangsbasis bestreite ich auch nicht aber dein Anspruchsdenken regt mich schon ein wenig auf ... du bestätigst eigentlich nur wie SINNLOS die Einführung von Hartz 4 tatsächlich gewesen ist ...

(Fast) JEDER rechnet erst mal nach, ob er nicht mit ALGII "besser" weg kommt, als mit einer Arbeit wo er zunächst auch nicht mehr im Monat zur Verfügung hat ... ich kann es zum Teil sogar verstehen aber zum Teil eben auch nicht ...

Zitat:
Kurze Rechnung?
Bei diesem Stundenlohn verdient man ca. 1050.- EURO Netto... Wow!!!
Na-Ja, hast du mal nachgerechnet wie du mit einer EM-Rente (solltest ja bereits entsprechende Renten-Informationen vorliegen haben) hinkommen würdest oder bleibst du da auch den Rest deiner Tage vom SGB XII zusätzlich abhängig ???

Mal zum Vergleich müssen wir auch (zu zweit) mit insgesamt knapp 1500 € EM-Rente auskommen, aber wir sind unabhängig von ALLEN Sozialen Ämtern inzwischen und das alleine ist schon viel wert.

Über die Tatsache, dass es auch gesetzlich "zu reichen hat" denken wir gar nicht mehr nach, so lange wir irgendwie über den Monat kommen.
Jede notwendige Extra-Ausgabe ist zwar ein Balance-Akt aber wir müssen wenigstens auch keinem AMT mehr zu Irgendwas Rechenschaften ablegen oder ständig neue Anträge stellen.

Wir würden ohnehin von Keinem Amt mehr was dazu bekommen

Zu den EM-Renten dürften wir sogar bis 450 € (jeder) unschädlich dazu verdienen aber wir schaffen das gesundheitlich leider nicht mehr ...

Zitat:
Monatliche Ausgaben:
460.- EURO Miete
Haben wir auch, unsere Betriebskosten-Abrechnung übernimmt aber KEIN Amt ... eine Erstattung dürfen wir dafür aber ohne Probleme behalten ...

Zitat:
50.- EURO Strom
Für eine Person, ganz schön viel ... wir zahlen 67 € aber für den Bedarf von 2 Personen.

Zitat:
50.- EURO Internet, Telefon, TV
Da solltest du mal den Anbieter wechseln, zudem brauchst du die Rundfunk-Gebühr aktuell nicht zahlen, WIR schon ... alle 3 Monate 52 € "Extra-Ausgaben" ...

Zitat:
70.- EURO KFZ-Haftpflicht
Im Monat oder im Jahr ... passt irgendwie beides nicht, wir zahlen monatlich rund 25 € für unseren Kleinwagen (bis, dass der TÜV uns mal scheidet ), eventuelle (Klein-) Reparaturen müssen als "Extra" aufgebracht werden ... ODER das Auto wird abgeschafft ... wenn es mal zu teuer wäre ihn reparieren zu lassen ...

Zitat:
30.- EURO andere Versicherungen
Kommt hin, Privathaftpflicht / Hausrat ... mehr braucht der "arme" Mensch nicht ... mehr kann er sich auch nicht leisten ...

Zitat:
140.- EURO Spritgeld
Bei den aktuell "humanen" Spritpreisen eine "echte Hammer-Hausnummer", ich nehme an das kommt (vorwiegend) von deinen Zeitungstouren, ist ja dann auch eher ein "Verlustgeschäft", wenn die Spritkosten nicht vom AG übernommen / erstattet werden ...

Schon mal nachgerechnet, da liegst du bestimmt UNTER dem aktuellen Mindestlohn wenn du den Zeitaufwand und die Kosten dadurch dem Reingewinn gegenüberstellst.

Zitat:
Arbeiten gehen muss sich lohnen!
Und das "lohnt" sich, wenn das JC den überwiegenden Teil deines aktuellen Einkommens mit deiner Leistung "verrechnet" ... ???

Zitat:
In meiner jetzigen Situation habe ich mehr Geld zur Verfügung als bei einem Vollzeitjob mit Mindestlohn.
Ist nun DAS dein Problem nicht arbeiten zu "können" oder deine Gesundheit, immerhin darf man auch neben einer versicherungspflichtigen Beschäftigung (sofern machbar zeitlich) eine Nebentätigkeit ausüben und dann den gesamten Zuverdienst auch behalten ...

Kenne Einige die trotz Vollzeit-Job morgens (vor der Arbeit) auch noch Zeitungen austragen, mit schweren Gesundheits-Problemen dürfte das natürlich eher nicht möglich sein.

Zitat:
Da läuft aber in unserem System deutlich was schief!
Sorry, gehört zwar nicht unbedingt zum Thema, aber das musste ich jetzt los werden.
Ist ja DEIN Thema, auch wenn es nicht in zu abwegige Diskussionen abdriften sollte, darfst du gerne mal was "los werden", was dir so auf der Seele brennt.
Liegt aber nicht Alles nur am System sondern auch daran wie die Betroffenen das System für sich selbst interpretieren und nutzen möchten ...

Ich persönlich bin froh von diesem ALGII-System und den generell damit verbundenen "Zwängen und Kontrollen" NICHT mehr abhängig zu sein ...
Knapp 2 Jahre ungewollter "Schnupper-Kurs" haben uns gereicht und da hätten wir gerne drauf verzichtet wenn die DRV uns als berechtigte, langjährige Beitragszahler behandelt hätte und nicht eher als lästige "arbeitsscheue Renten-Jäger" ...

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
Doppeloma ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 15.06.2017, 18:36   #17
en Jordi
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Jobcenter stellt Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

Zitat von Davince Beitrag anzeigen
In meiner jetzigen Situation habe ich mehr Geld zur Verfügung als bei einem Vollzeitjob mit Mindestlohn.
Das ist mir erst jetzt aufgefallen. Das kann nicht sein. Je mehr du verdienst, desto größer wird auch dein Gesamteinkommen unter Berücksichtigung des aufstockenden Alg-II. Die Absetzbeträge steigen bis zu einem Bruttoeinkommen von 1200 € bei Singles.

Dazu kannst du bei einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung höhere Freibeträge für Werbungskosten geltend machen als bei einem Minijob.

Das nennt sich Lohnabstandsgebot. Bitter ist das für diejenigen, die mehr als 1200 brutto haben, aber dennoch aufstocken müssen. Da lohnt es sich im monetären Sinne dann wirklich nicht mehr, zumal dann auch die Einkommenssteuer nennenswert wird.
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