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Start > > -> Habe Fragen bzw. suche Hilfe zu ärztlichem Dienst bezüglich Depressionen

Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 13.06.2017, 19:55   #1
Roddenberry
Elo-User/in
 
Registriert seit: 13.06.2017
Beiträge: 21
Roddenberry
Unglücklich Habe Fragen bzw. suche Hilfe zu ärztlichem Dienst bezüglich Depressionen

Guten Tag,
vielleicht kann mir jemand, wofür ich sehr dankbar wäre, eine Empfehlung für meine Situation geben:

Ich beziehe seit etwa Mitte März 2017 ALG 1. Arbeitslos bin ich allerdings schon seit 01.09.2016. Habe meinen vorherigen Job selbst gekündigt und habe anschließend einige Monate von Ersparnissen gelebt sowie Kranken- und Rentenversicherung selbst bezahlt. Hintergrund ist das ich (eigentlich schon seit einigen Jahren) mit Depressionen oder ähnlichem zu kämpfen habe. Ich hatte in den letzten 15 Jahren mehrere Jobs die ich auch sehr gut gemacht habe aber die ich alle nach einiger Zeit (zwischen 10 Monate und 5 Jahre) immer selbst gekündigt habe. Vor vielen Jahren hab ich schon mal für kurze Zeit ALG 1 bezogen hab dann aber wieder gearbeitet.

Ich hab das halt ewig verdrängt und irgendwie versucht mit da durchzukämpfen aber das schaffe ich halt nicht mehr. Das ich ein paar Monate gar nichts gemacht habe war eigentlich ein Versuch irgendwie wieder auf Spur zu kommen (zu Kräften kommen, „Sabbatical", etc.). Auch das ich dann wieder ALG1 beantragt habe mit Eingliederungsvereinbarung usw. war so ein Versuch mich selbst etwas unter Druck zu setzen. Aber das klappt alles nicht. Ich fühle mich halt wegen meiner
Gemütsstimmung nicht in der Lage wieder zu arbeiten. Ich hatte das bei dem Erstgespräch in der Agentur für Arbeit auch erwähnt. Da wurde dann auf den ärztlichen Dienst hingewiesen. Aus falschem Stolz oder Pflichtgefühl (was weiss ich) wollte ich aber wie so oft in der Vergangenheit wieder Arbeiten, bewerben usw. Ich Packe es aber einfach nicht. Ich bekomm' fast eine Panikattacke wenn ich nur wieder an das Arbeiten denke wie ich es kenne … habe sehr viele Enttäuschungen erlebt und bei meinem letzten Job auch für einige Monate div. gesundheitliche Schwierigkeiten die wohl auf die Psyche zurückzuführen sind da div. Ärzte nichts physisches gefunden haben ….

Nun ist es ja extrem schwierig zeitnah einen Termin beim Psychotherapeuten oder ähnliches zu bekommen da die ja auf Monate wenn nicht Jahre ausgebucht sind. Ich habe jetzt aber einen Termin bekommen für Ende Juli. Ich erhoffe mir davon einfach auch mal eine Diagnose und natürlich eben Hilfe (Therapie, ggf. Medikamente, etc.).

Ich würde jetzt gerne die Agentur für Arbeit bitten einen Termin für mich beim ärztlichen Dienst zu machen aber habe da so meine Zweifel in Bezug auf den Verzicht der ärztlichen Schweigepflicht usw. Ich bin derzeit auch nicht krankgeschrieben oder so. Kann ich denn ggf. darum bitten, dass der Termin beim ärztlichen Dienst so zugeteilt wird das dieser erst NACH dem Besuch beim Therapeuten liegt? So kann ich ggf. wenigstens etwas Konkretes vorlegen. Anfang nächster Woche hätte ich eigentlich wieder den nächsten Gesprächstermin bei der Agentur für Arbeit bezüglich Bewerbungen usw.

Hat jemand generell Erfahrungswerte in Bezug auf psychische Erkrankungen bzw. Beeinträchtigungen in dem Zusammenhang? Auch wegen Persönlichkeitsstörungen usw. (schizoid ist bei mir sehr wahrscheinlich!)? Ist dieser „ärztliche Dienst“ diesbezüglich überhaupt entsprechend qualifiziert? Welche Nachteile könnten langfristig durch diesen ärztlichen Dienst für mich entstehen? Und was passiert wenn der ärztliche Dienst sagt „kann arbeiten“ und der Therapeut sagt „kann nicht arbeiten“?

Vielen Dank

Gruß
Roddenberry ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.06.2017, 11:51   #2
BerndB
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Registriert seit: 19.08.2016
Beiträge: 273
BerndB BerndB
Standard AW: Fragen bzw. Hilfe zu ärztlichem Dienst bez. Depressionen

Hallo,
natürlich ist es hilfreich, für den AfA-Arzt bereits Untersuchungsergebnisse vorweisen zu können, zumal er sicher kein Facharzt für die verschiedensten Erkrankung sein kann. Er wird deshalb für die Beurteilung deiner Erkrankung fachliche Hilfe benötigen. Diese Hilfe sieht dann aber so aus, dass du von ihm mit großer Wahrscheinlichkeit an einen Facharzt überwiesen wirst. Denn Aufgabe des AfA-Arztes ist es, den Vermittlern eine aussagekräftige Beurteilung der Leistungsfähigkeit vorzulegen. Und wenn er für eine fachliche Beurteilung nicht qualifiziert ist, muss er zwangsläufig Fachkollegen einschalten.

Vielleicht erhältst du dadurch einen schnelleren Termin. Weiter abwarten würde ich auf keinen Fall.
__

Meine Beiträge stellen nur meine Meinung zu in der Regel unvollständig geschilderten Sachverhalten dar. Rechtssichere Antworten kann nur ein Anwalt oder die AfA geben. Außerdem gibt es immer zwei Meinungen.
BerndB ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.06.2017, 12:07   #3
RobbiRob
Elo-User/in
 
Registriert seit: 04.01.2017
Beiträge: 737
RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob
Standard AW: Fragen bzw. Hilfe zu ärztlichem Dienst bez. Depressionen

Hast Du mal an Erwerbsminderungsrente gedacht, falls Du die Voraussetzungen erfüllst?

Wichtig wäre in dem Zusammenhang Dich fortlaufend krankschreiben zu lassen.
Das ist natürlich alles sehr belastend, aber von irgendwas musst Du ja leben.
RobbiRob ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 16.06.2017, 18:42   #4
Doppeloma
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Ausrufezeichen AW: Fragen bzw. Hilfe zu ärztlichem Dienst bez. Depressionen

Hallo Roddenberry,

gehe noch mal in deinen ersten Beitrag zurück, denn so ganz kann ich mich den Vorschlägen meiner Vorschreiber nicht anschließen ...

Der AfA-ÄD wird dich zu keinem Facharzt "überweisen", der kann nur empfehlen, dass du dich in entsprechende Behandlung begeben solltest ambulant.

Und direkt an EM-Rente zu denken, wenn man noch nicht mal in entsprechender Behandlung und Therapie gewesen ist, kann auch nicht die einzige Lösung sein ...

Zitat:
Ich beziehe seit etwa Mitte März 2017 ALG 1. Arbeitslos bin ich allerdings schon seit 01.09.2016. Habe meinen vorherigen Job selbst gekündigt und habe anschließend einige Monate von Ersparnissen gelebt sowie Kranken- und Rentenversicherung selbst bezahlt.
Warum bitte tust du so was, warum gehst du nicht zum Arzt und lässt korrekte Diagnosen stellen und eine AU ausstellen, wenn du nicht Arbeits-Fähig bist wegen psychischer Probleme ... dann wäre eine Eigenkündigung (vielleicht) gar nicht nötig gewesen und du würdest Krankengeld bekommen ... ???

Zitat:
Hintergrund ist das ich (eigentlich schon seit einigen Jahren) mit Depressionen oder ähnlichem zu kämpfen habe.
Du solltest unbedingt mal anfangen die richtigen Wege zu gehen, um zu WISSEN was dir wirklich fehlt und nicht nur "Selbst-Diagnosen" zu stellen auch eine von dir angedachte Psycho-Therapie kann erst SINN ergeben wenn du weißt was konkret überhaupt therapiert werden muss.

In der Regel führt der Weg über einen Facharzt (Psychiater) der die Diagnosen stellen und die Therapieform mit dir besprechen sollte, auch zu Medikamenten wird er mit dir (versuchen) die richtigen Wege zu finden, es gibt auch da keine Lösung die bei "Allen passen wird" ...

Zitat:
Ich hatte in den letzten 15 Jahren mehrere Jobs die ich auch sehr gut gemacht habe aber die ich alle nach einiger Zeit (zwischen 10 Monate und 5 Jahre) immer selbst gekündigt habe.
Da wäre es wohl schon viel früher angebracht gewesen mal genauer von Ärzten hinsehen zu lassen, wo deine Probleme liegen, dass du nach einiger Zeit mit den Jobs nicht mehr klar gekommen bist ...

Sich dann zurück zu ziehen und erst mal von "Ersparnissen" zu leben kann es eigentlich auch nicht sein, das war doch so überflüssig und hat dich auch nicht weiter gebracht wie du nun selber feststellst.

Nur die Ersparnisse sind weniger geworden, die psychischn Probleme offenbar NICHT, weil du auch in dieser Zeit auf wohl "Selbstheilungs-Kräfte" gebaut hast, anstatt dich in richtige ärztliche Behandlung zu begeben.

Zitat:
Vor vielen Jahren hab ich schon mal für kurze Zeit ALG 1 bezogen hab dann aber wieder gearbeitet.
Ich lese zumindest nicht davon, dass du deswegen bisher jemals AU geschrieben warst und / oder das mal beim Arzt hast abklären lassen ... hast immer direkt (die Arbeit) aufgegeben, statt mal zum Arzt zu gehen und dich behandeln zu lassen, zunächst wäre schon ein Hausarzt angebracht gewesen ... die können dich dann auch (bei Bedarf) zum Facharzt überweisen ...

Zitat:
Ich hab das halt ewig verdrängt und irgendwie versucht mit da durchzukämpfen aber das schaffe ich halt nicht mehr.
Dann geh endlich zu einem vernünftigen (ambulanten) Arzt und fange an das anzugehen, leicht wird das auch nicht werden, gerade nach so langer Zeit schon aber ALLEINE kannst du das ganz sicher NICHT mehr schaffen.

Zitat:
Auch das ich dann wieder ALG1 beantragt habe mit Eingliederungsvereinbarung usw. war so ein Versuch mich selbst etwas unter Druck zu setzen.
Sich selbst "unter Druck" setzen ist auch das Letzte was dir weiter helfen könnte, ich kann dir versichern, dass ich weiß was ich dir dazu schreibe ... aber ich war immer in Behandlung (auch beim Psychiater) und habe nicht ohne ärztliche Hilfe zu suchen gehofft (über viele Jahre) "das wird schon wieder" ...

Zitat:
Aber das klappt alles nicht. Ich fühle mich halt wegen meiner
Gemütsstimmung nicht in der Lage wieder zu arbeiten. Ich hatte das bei dem Erstgespräch in der Agentur für Arbeit auch erwähnt. Da wurde dann auf den ärztlichen Dienst hingewiesen.
Zunächst mal erzählt man den Sachbearbeitern (SB) nichts dazu "wie es da drin aussieht", das geht die gar nichts an, solche Dinge bespricht man NUR mit einem Arzt und nicht mit Arbeits-Vermittlern.

Dass man dich direkt an den ÄD verwiesen hat ist klar, der ist aber nicht da dir medizinisch zu helfen sondern den SB mitzuteilen, ob du aktuell (gesundheitlich) überhaupt in Arbeit vermittelbar bist ...
Wenn nicht, dann bekommst du auch kein ALGI gezahlt, ich nehme an das hat man dir so deutlich noch nicht mitgeteilt ???

Seit wann genau du ALGI beziehst sollte ja deinem Leistungsbescheid zu entnehmen sein und ICH kann dir nur dringend raten einen ambulanten Arzt aufzusuchen um deine Probleme mal endlich anzugehen und der sollte dich auch direkt AU (Arbeits-UNFÄHIG) schreiben ...

Das kann und darf der AfA-ÄD z.B. gar nicht machen ... der kann aber den SB Hinweise geben, dass dein ALGI-Bescheid aufzuheben ist, weil du aktuell wegen Krankheit der Arbeitsvermittlung nicht zur Verfügung stehen wirst.

OHNE Leistungsbezug von der AfA hast du aber auch keine Krankenversicherung mehr und keinen Anspruch auf Krankengeld von der KK bei bescheinigter AU vom Arzt ...

Zitat:
Aus falschem Stolz oder Pflichtgefühl (was weiss ich) wollte ich aber wie so oft in der Vergangenheit wieder Arbeiten, bewerben usw. Ich Packe es aber einfach nicht. Ich bekomm' fast eine Panikattacke wenn ich nur wieder an das Arbeiten denke wie ich es kenne …
Dann geh endlich zum Arzt, ehe es zu spät ist am Besten direkt zu einem Psychiater, die nehmen auch Notfälle sofort auf, du musst natürlich dort ehrlich sagen wie "beschi**en" du dich fühlst, ein guter Arzt wird dich NICHT wegschicken ...

Zur Not musst du längere Zeit im Wartezimmer warten aber das ist EGAL, zieh das durch und lass dich AU schreiben ... dann brauchst du dich (vorerst) um AfA und bewerbungen nicht mehr zu kümmern.

Die AfA wird nach 6 Wochen (durchgehender AU) planmäßig dein ALGI einstellen, dann zahlt die KK in gleicher Höhe Krankengeld weiter so lange wie der Arzt es für nötig hält wird er dich auch AU schreiben.

Hast du einen Hausarzt, dann kann der auch zunächst die AU ausstellen und dich an einen Psychiater überweisen ... in meinem Falle dauerte es knapp 2 Wochen bis ich zum Psychiater konnte, der hat dann die AU weitergeführt ... fast volle Jahre lang ...

Zitat:
Ich habe jetzt aber einen Termin bekommen für Ende Juli. Ich erhoffe mir davon einfach auch mal eine Diagnose und natürlich eben Hilfe (Therapie, ggf. Medikamente, etc.).
Ist der auch Arzt, ansonsten dürfen Psychologen weder AU schreiben noch Medikamente verordnen, das muss ein studierter Mediziner machen ... du solltest das "Pferd nicht am Schwanz aufzäumen", Diagnosen bringt man in der Regel auch schon vom Facharzt mit zum geeigneten Psychologen.

Es gibt sehr unterschiedliche Therapieformen und was für dich geeignet wäre hängt von der konkreten Diagnose ab, es genügt also nicht ganz dass "gerade einer Zeit hat für dich" ...

das solltest dualso besser zusammen mit deinem Behandler erarbeiten, welche Therapieform für dich in Frage kommt und welche Medikamente da vielleicht (anfangs oder dauerhaft) hilfreich sein könnten.

Zitat:
Ich würde jetzt gerne die Agentur für Arbeit bitten einen Termin für mich beim ärztlichen Dienst zu machen
Vergiss es einfach, dort KANN (und will) man dir nicht weiterhelfen ... wofür der ÄD gut ist habe ich dir oben beschrieben, verschwende dein Vertrauen (und deine Hoffnungen) jetzt nicht am falschen Ort ...

Zitat:
Ich bin derzeit auch nicht krankgeschrieben oder so. Kann ich denn ggf. darum bitten, dass der Termin beim ärztlichen Dienst so zugeteilt wird das dieser erst NACH dem Besuch beim Therapeuten liegt?
Die AfA ist keine "Krankenanstalt", wenn du nicht arbeiten kannst, dann wollen die dich "sauber" los werden und nicht warten bis mal deine Therapie beginnen wird, dein ALGI läuft ja auch irgendwann mal ab ...

Dein größter Fehler ist aktuell dass du NICHT krank geschrieben bist, dann brauchst du auch keinen Termin mehr beim AfA-ÄD wahrzunehmen ... und kannst ab sofort deine gezielte Behandlung angehen ...

Zitat:
So kann ich ggf. wenigstens etwas Konkretes vorlegen.
Nach einem Ersttermin in der Psychotherapie, wird es nicht viel "Konkretes" geben können, möchtest du dann dem ÄD mitteilen, was da vertraulich mit dem Therapeuten besprochen wurde ???

Zitat:
Anfang nächster Woche hätte ich eigentlich wieder den nächsten Gesprächstermin bei der Agentur für Arbeit bezüglich Bewerbungen usw.
Dafür kannst du dich mit einer AU-Bescheinigung entschuldigen, wenn den SB (angeblich) bereits klar ist, dass du gar nicht vermittelt werden kannst im Moment und erst zum ÄD sollst, dann ist es doch überflüssig Termie zur "beruflichen Situaton" anzuhalten ...

Zitat:
Hat jemand generell Erfahrungswerte in Bezug auf psychische Erkrankungen bzw. Beeinträchtigungen in dem Zusammenhang?
Sicher kannst du dazu viele Berichte hier finden, ICH war viele Jahre AU geschrieben deswegen, daher hatte ich keine "Vermittlungs-Probleme" mit den AfA - SB ...

Zitat:
Auch wegen Persönlichkeitsstörungen usw. (schizoid ist bei mir sehr wahrscheinlich!)?
Deine Diagnosen musst du schon von richtigen Ärzten stellen lassen, wir hier sind KEINE Ärzte und werden das auch nicht versuchen ... der ÄD der AfA wird das aber auch nicht machen, das sind in der Regel Allgemein- und Arbeits-Mediziner ...

Die stellen normal überhaupt KEINE Diagnosen, dewegen soll man das ja von seinen eigenen Ärzten mitbringen oder Anfragen (per Schweigepflichtentbindungen) erlauben.

Zitat:
Ist dieser „ärztliche Dienst“ diesbezüglich überhaupt entsprechend qualifiziert?
Klares NEIN ...

Zitat:
Welche Nachteile könnten langfristig durch diesen ärztlichen Dienst für mich entstehen?
Siehe oben, dein ALGI wird eingestellt wenn der ÄD meint, dass du nicht vermittelbar bist ...
OHNE rechtzeitige AU-Bescheinigung bekommst du dann KEIN Geld mehr ... und bist nicht mehr versichert.

Zitat:
Und was passiert wenn der ärztliche Dienst sagt „kann arbeiten“ und der Therapeut sagt „kann nicht arbeiten“?
Was wer so "sagt" ist uninteressant", wenn der ÄD (schriftlich in seinem "Gutachten") meint, dass du arbeiten kannst, dann musst du dich auch weiter bewerben ...

Was dein Therapeut dann so "meint" interessiert die AfA und den ÄD nicht, wenn du NICHT nachweislich AU geschrieben bist, von einem ambulanten Arzt ... dann bist du für die AfA und die Vermittlung GESUND ...

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
Doppeloma ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.06.2017, 17:29   #5
Roddenberry
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Roddenberry
Standard AW: Fragen bzw. Hilfe zu ärztlichem Dienst bez. Depressionen

Vielen Dank für die Antworten

Den Termin bei der AfA habe ich morgen nachmittag. Ich werde dann versuchen noch am Vormittag beim Hausarzt vorbei zu gehen. Hoffe der ist da und stellt mir auch eine AU aus. Wenigstens bis zu dem Termin Ende Juli. Das ist auch ein richtiger Arzt (Psychiater, Neurologe, usw.).

Das ich manches in Vergangenheit anders hätte machen sollen ist mir auch klar aber es ist halt so wie mit vielen anderen Sachen. Man kann halt leider nicht einfach einen Schalter umlegen und zu einer Einsicht kommen.

Eigentlich wollte ich gar kein ALG beantragen und weiter von meinem Geld leben. Das könnte ich auch noch eine ganze Weile ... aber besonders schlau ist das nicht, stimmt schon...

Mal sehen wie es weiter geht

gruß
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Alt 03.08.2017, 12:12   #6
Roddenberry
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Roddenberry
Standard AW: Fragen bzw. Hilfe zu ärztlichem Dienst bez. Depressionen

Hallo,

da bin ich wieder. Ich versuche mich kurz zu fassen.
Ich war vom 19.06. bis 19.07. vom Hausarzt wegen Depressionen Krank geschrieben. Am 19.07. hatte ich einen Termin bei einem Facharzt (Psychiater, etc.). Diesen hatte ich, vor längerer Zeit, über eine spezielle Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung vereinbart in der Hoffnung/Absicht dort entsprechende Hilfe und eben eine weitere Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zu bekommen. Da ich dann die 6 Wochen auch voll bekomme hätte, war auch mit der Krankenkasse schon alles besprochen und vorbereitet bezüglich Krankengeld usw. Mit der AfA hätte ich dann ja auch vorerst nichts mehr zu tun gehabt.

Leider hat dieser Arzt am 19.07. mich eher schnell abgefertigt und keine weitere AU ausgestellt weil "er mich ja eigentlich gar nicht behandele". Aber er hat mir Antidepressiva verschrieben. Dabei will ich erst mal keine Medikamente nehmen sondern eben es mit einer Therapie versuchen.Habe schon div. Therapeuten angerufen aber überall extreme Wartezeiten ... bis Ostern 2018 usw.

Jetzt war ich wieder bei der AfA und wurde für eine Vollzeitmaßnahme eingetragen wo ich hingehen muss bzw. soll.
Meine ganze Situation habe ich ausdrücklich beschrieben aber es gebe keine andere Möglichkeit für meine Situation. Eigentlich hatte ich sogar um einen Termin beim ärztlichen Dienst gebeten!

Ist das so überhaupt korrekt? Ich meine wenn ich jetzt von mir aus sage, ich kann eigentlich nicht arbeiten und will zum ärztlichen Dienst ... dürfen die mir das Verweigern und mich zu einer Maßnahme schicken?

Weiß jetzt wieder nicht so recht was ich machen soll. Ich bin zwar lebensfähig und nicht suizidal oder so aber eben nicht arbeitsfähig. Finde es irgendwie merkwürdig das es immer so auf die extreme hinausläuft.

Ich spiele daher ernsthaft mit dem Gedanken mich einfach wieder ganz aus dem ALG Bezug abzumelden und eben so lange ich es noch kann von Ersparnissen zu leben (Krankenversicherung, Rentenversicherung, usw.).

Mich macht dieser ganze Zwang und Druck irgendwie noch kranker als ich ohnehin schon bin. Mich zu dieser Maßnahme zu schleppen um mir was anzuhören was ich eh alles weiß und kenne und das 5 Tage von morgens bis abends ... da werde ich ja noch depressiver!

Fühle mich irgendwie zwischen Nervenzusammenbruch und Panikattacke und einer Art Platzangst momentan.

Hat einer ne Idee? Habe gerade nochmal versucht kurzfristig einen Termin bei einem anderen Psychiater zu bekommen. Ohne Erfolg.

Wenn ich einfach nicht zu der Maßnahme gehe, kommt dann erst ne Sperrzeit? Oder wird alles ganz eingestellt? Werden ALLE Zahlungen eingestellt, oder nur das Arbeitslosengeld? Also, wird Krankenversicherung weiter bezahlt?

Vielen Dank!
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Alt 03.08.2017, 16:30   #7
Bitas
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Bitas Bitas
Standard AW: Fragen bzw. Hilfe zu ärztlichem Dienst bez. Depressionen

Hallo,

Lass Dich von Deinem Hausarzt AU schreiben und suche Dir einen Facharzt der bereit ist Dich zu behandeln.
Wenn Dein HA nicht hinter Dir steht, sieht es schlecht aus.

Gruß
Bitas
Bitas ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.08.2017, 16:44   #8
Ines2003
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Ines2003 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Fragen bzw. Hilfe zu ärztlichem Dienst bez. Depressionen

Hast du einen GdB?
Wenn nicht, wann einfach beantragen, ab einem GdB von 30 kommt man in den Reha Bereich und dort gibt es solche sinnlos Maßnahmen und der Umgang ist dort so jedenfalls bei mir viel Entspannender.
Ines2003 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.08.2017, 17:58   #9
Roddenberry
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Roddenberry
Standard AW: Fragen bzw. Hilfe zu ärztlichem Dienst bez. Depressionen

Mein Hausarzt hat sich schon schwer getan mich überhaupt so lange krank zu schreiben. Nicht weil er mir misstraut, ganz im Gegenteil, aber er sagte halt das er eigentlich nicht die fachliche Qualifikation hat die AU mit den entsprechenden Symptomen auszustellen. Das sagte mir auch die Krankenkasse anschließend.

Es ist echt ein fürchterliches Gefühl. Diese (Zwangs)-Maßnahme... geradezu Freiheitsberaubung. Da steht was von "Selbstvermarktungsstrategie" usw. Wenn ich nicht eh schon depressiv wäre, würde ich es dadurch werden.

Dabei hab ich ja sogar erklärt das ich ALG gar nicht mehr wollte und ins Krankengeld will bzw. muss.

Insbesondere interessiert mich wirklich ob der SB bei der AfA mir einen Termin beim ärztlichen Dienst verweigern darf und mich stattdessen zur Maßnahme schickt? Das kann doch nicht richtig sein!

Was kann ich denn dafür das alle Therapeuten auf Monate ausgebucht sind? Ich hab ja ne Überweisung vom Arzt zur Psychotherapie mit entsprechenden Diagnosen.

Denke nicht das ich da hin gehe, also zu dieser Maßnahme. 8 Wochen soll die gehen! Dabei bin ich gerade mal 4 Monate im Bezug von ALG 1! Dann verzichte ich echt lieber freiwillig auf das ALG. Das macht mich alles so wütend. Dabei geht es mir ja eh schon so lange beschissen. Jetzt noch dieser ganze Mist. Behinderung hab ich keine (GdB).
Roddenberry ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.08.2017, 18:40   #10
en Jordi
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Zitat von Roddenberry Beitrag anzeigen
Was kann ich denn dafür das alle Therapeuten auf Monate ausgebucht sind? Ich hab ja ne Überweisung vom Arzt zur Psychotherapie mit entsprechenden Diagnosen.
Hallo! Mir fällt da zur Überbrückung nur die Einweisung in eine Tagesklinik oder der sozialpsychiatrische Dienst ein. Mir hatte letzterer damals vorgeschlagen übergangsweise einen Termin bei einem Psychiater des Gesundheitsamts zu vermitteln. Allerdings verlangt die Tagesklinik meist auch, dass man einen Facharzt hat.

Den musst du nun suchen, möglicherweise auch im weiteren Umfeld. Hilft der Hausarzt dabei nicht?

Zur AfA: Eigentlich müsste vor Vermittlungsaktivitäten die Erwerbsfähigkeit festgestellt werden.

Lass es doch einfach darauf ankommen und gehe zur Maßnahme. Wenn es gar nicht geht, wird der Hausartzt dich weiter krankschreiben müssen.
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Alt 03.08.2017, 19:28   #11
Roddenberry
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Roddenberry
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Zitat von en Jordi Beitrag anzeigen
Hallo! Mir fällt da zur Überbrückung nur die Einweisung in eine Tagesklinik oder der sozialpsychiatrische Dienst ein. Mir hatte letzterer damals vorgeschlagen übergangsweise einen Termin bei einem Psychiater des Gesundheitsamts zu vermitteln. Allerdings verlangt die Tagesklinik meist auch, dass man einen Facharzt hat.
Den musst du nun suchen, möglicherweise auch im weiteren Umfeld. Hilft der Hausarzt dabei nicht?
Zur AfA: Eigentlich müsste vor Vermittlungsaktivitäten die Erwerbsfähigkeit festgestellt werden.
Lass es doch einfach darauf ankommen und gehe zur Maßnahme. Wenn es gar nicht geht, wird der Hausartzt dich weiter krankschreiben müssen.
Mit dem sozial-psychiatrischen Dienst hab ich schon mehrmals telefoniert. Der Dipl. Psychologe von dort war auch nett, kompetent und aufmerksam. Aber für meine Situation hatte der auch keinen konkreten Rat. Ich sollte halt pro Tag auf die AB's aller Therapeuten die ich finden kann sprechen und mich überall auf die Warteliste setzen lassen. Das hab ich auch schon angefangen.

Das mit der Tagesklinik überlege ich mir auch zurzeit. Aber da bin ich ja auch irgendwie nicht frei.

Mir geht es schon schlecht. Freudlos, Leidenschaftslos, Antriebslos usw. Aber ich pack dennoch meinen Tag. Kann einkaufen gehen, schlafen, Haushalt ... nur bei dem Gedanken an die Arbeit bekomme ich halt Stressgefühle, Schwindel ... irgendwas zwischen Panikattacke, Nervenzusammenbruch und Platzangst halt. Diese Maßnahme löst da irgendwas Ähnliches in mir aus. Daher denke ich nicht dass ich mir das antue.

Ich denke einfach dass ich gesundheitlich für meine bisherige Arbeit einfach nicht mehr geeignet bin weil ich zu viele Jahre zu viele schlechte Erfahrungen gemacht habe. Das macht meine Seele einfach nicht mehr mit. Wohl möglich sollte ich auch ein Gutachten oder sowas machen lassen, das dieses eben auch besiegelt. Ich habe ja auch konkrete Diagnosen: Dysthymie, SPS und wohlmöglich auch Bore-Out.

Schon bei meinem allerersten Termin bei der AfA habe ich deutlich auf alles hingewiesen. Steht im ersten Beitrag. Aber die haben mir ja die Pistole auf die Brust gesetzt: "Entweder Erwerbsfähig und Eingliederungsvereinbarung usw. oder ärztlicher Dienst!"

Jetzt will ich zum ärztlichen Dienst und die lassen mich nicht? Das versteh mal einer ...

Ein paar Monate könnte ich noch überbrücken aus eigener Tasche. Dann hab ich wenigstens meine Ruhe und komme ggf. ja auch so ins Krankengeld. Wobei ich nicht genau weiß, ob die Krankenkasse da mitspielt. Bsp. ich meld‘ mich jetzt am Montag bei der AfA ab. Freiwilliger Verzicht und würde sofort die Krankenkasse selbst bezahlen (wie ja die Monate) davor … und würde dann ins Krankengeld kommen … ob das geht?!

Ich versuch aber auch nochmal mit dem Hausarzt zu reden, vielleicht kann der ja auch was erreichen oder hat einen guten Kontakt zu einem Psychiater oder so.

Danke für die Antworten
Roddenberry ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.08.2017, 21:13   #12
en Jordi
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Standard AW: Fragen bzw. Hilfe zu ärztlichem Dienst bez. Depressionen

Zitat von Roddenberry Beitrag anzeigen
ob das geht?!
Nein, das geht nicht. Da du nur aus einer Beschäftigung oder ersatzweise aus dem Alg-I heraus Anspruch auf Krankengeld hast.

Du musst damit rechnen, dass ein Facharzt dich auch gründlich unter die Lupe nimmt oder in ein Klinik einweist, bevor er dich längere Zeit krankschreibt. Die Kasse prüft auch mal gerne, ob die Voraussetzungen für Krankengeld vorliegen.

Wie dem auch sei. Du kannst eine Begutachtung deiner Erwerbsfähigkeit durchsetzen.

Du musst es halt nur angehen, anstatt dir immer wieder neue Ausweichmanöver zu überlegen.

Nur Mut!
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Alt 03.08.2017, 22:25   #13
Doppeloma
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Hallo Roddenberry,

Zitat:
Ich war vom 19.06. bis 19.07. vom Hausarzt wegen Depressionen Krank geschrieben. Am 19.07. hatte ich einen Termin bei einem Facharzt (Psychiater, etc.).
Warum hat der Hausarzt dich nicht weiter AU geschrieben, wenn der Psychiater das nicht machen will, geht das doch auch ... sonst muss man (leider) annehmen, dass dich auch dein Hausarzt nicht wirklich ernst nimmt.

Zitat:
Diesen hatte ich, vor längerer Zeit, über eine spezielle Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung vereinbart in der Hoffnung/Absicht dort entsprechende Hilfe und eben eine weitere Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zu bekommen.
Hatte dein Hausarzt keinen Tipp für einen guten Psychiater, hast du mal online geschaut nach entsprechenden Fachärzten in deiner näheren Umgebung, wenn dir die KV einen "vermittelt" wird es wohl eher einer sein, der mehr die KK-Interessen vertritt als deine ...

Zitat:
Da ich dann die 6 Wochen auch voll bekomme hätte, war auch mit der Krankenkasse schon alles besprochen und vorbereitet bezüglich Krankengeld usw. Mit der AfA hätte ich dann ja auch vorerst nichts mehr zu tun gehabt.
Dazu braucht man mit denen auch nicht viel besprechen, wenn die AfA das ALGI wegen AU aufgehoben hat, dann ist die KK zunächst mal verpflichtet Krankengeld zu zahlen, irgendwie schaffst du es noch immer nicht den zuständigen Stellen und Ärzten richtig klar zu machen in welchem Dilemma du wirklich steckst.

Zitat:
Leider hat dieser Arzt am 19.07. mich eher schnell abgefertigt und keine weitere AU ausgestellt weil "er mich ja eigentlich gar nicht behandele".
Bestätigt leider meine Annahme, der SOLL dich aber behandeln und erst mal herausfinden was wirklich mit dir los ist ... wenn der das nicht von selber weiß, ist das bestimmt nicht der richtige Arzt für deine Probleme.

Zitat:
Aber er hat mir Antidepressiva verschrieben. Dabei will ich erst mal keine Medikamente nehmen sondern eben es mit einer Therapie versuchen.Habe schon div. Therapeuten angerufen aber überall extreme Wartezeiten ... bis Ostern 2018 usw.
Unverantwortlich dir ohne vernünftiges Gespräch und ohne klare Diagnosen überhaupt was zu verschreiben, da passt auch nicht jedes Medikament zu jeder Person und ihren Problemen nur weil AD drauf steht ...

Zu deiner ziellosen Therapeuten-Suche (ohne konkrete Diagnose und erforderliche Therapierichtung) in diesem Zusammenhang habe ich dir ja schon weiter oben was geschrieben ...

In dringenden Fällen ist die KK inzwischen auch verpflichtet private Psychotherapie zu übernehmen, wenn du nicht innerhalb 6 Monaten einen mit Kassenzulassung finden kannst, das musst du natürlich auch belegen können wie und wo du das schon versucht hast und welche Wartezeiten es da geben soll.

WARUM bist du nicht weiter zum Hausarzt gegangen und der hat dich weiter AU geschrieben, ich verstehe es einfach nicht, so wirst du nie aus deiner Problematik herauskommen können ... ???

Zitat:
Jetzt war ich wieder bei der AfA und wurde für eine Vollzeitmaßnahme eingetragen wo ich hingehen muss bzw. soll.
Meine ganze Situation habe ich ausdrücklich beschrieben aber es gebe keine andere Möglichkeit für meine Situation. Eigentlich hatte ich sogar um einen Termin beim ärztlichen Dienst gebeten!
Auch für eine Maßnahme musst du belastbar und fitt sein und wenn du das nicht bist, ist das NICHT zumutbar ... ohne genauere Informationen um was für eine Maßnahme es konkret geht, kann man dazu aber auch nichts weiter sagen.

Wenn du (wieder mal) den falschen Leuten (AfA-SB) dein psychisches Leid geklagt hast und die meinen nur, dich in eine (angeblich für dich geeignete) Maßnahme zu stecken OHNE ÄD-Gutachten dazu, dann ist das nicht zulässig.

Aber dafür ist doch inzwischen auch schon wieder ALLES zu spät ...

Zitat:
Ist das so überhaupt korrekt? Ich meine wenn ich jetzt von mir aus sage, ich kann eigentlich nicht arbeiten und will zum ärztlichen Dienst ... dürfen die mir das Verweigern und mich zu einer Maßnahme schicken?
Sie MACHEN es doch gerade, du bist nicht mehr AU also bist du vermittlungs- und Maßnahmefähig ... das Gegenteil würde zunächst mal nur eine AU beweisen ... was "dazwischen" gibt es nicht, die AfA ist kein "Sanatorium".

Zitat:
Weiß jetzt wieder nicht so recht was ich machen soll. Ich bin zwar lebensfähig und nicht suizidal oder so aber eben nicht arbeitsfähig.
Man ist ja nicht nur krank wenn man solche Gedanken hat, die hatte ich persönlich nie und bin jetzt trotzdem in EM-Rente, ich war aber auch IMMER AU geschrieben vom Arzt (welcher ist letztlich völlig EGAL), da sind weder AfA (nach der Aussteuerung allerdings erst) noch das JC jemals auf die Idee gekommen, mich in irgendwelche Maßnahmen stecken zu wollen.

Zitat:
Ich spiele daher ernsthaft mit dem Gedanken mich einfach wieder ganz aus dem ALG Bezug abzumelden und eben so lange ich es noch kann von Ersparnissen zu leben (Krankenversicherung, Rentenversicherung, usw.).
Rentenversicherung kannst du dir sparen wenn du kein Geld mehr bekommst von irgendwo und auch keine AU-Bescheinigung mehr hast ist dein Anspruch auf Leistungen von der DRV (Reha oder EM-Rente) ohnehin schon bald Geschichte, falls es nicht längst schon so ist.

Zitat:
Mich macht dieser ganze Zwang und Druck irgendwie noch kranker als ich ohnehin schon bin.
Dann geh in eine Akutklinik und lass dich wieder AU schreiben, damit zumindest auch für ALLE klar ist, dass du KRANK bist, ohne wenigstens EINEN Arzt, der mal was merkt bei dir, kannst du den Behörden auch wenn du mal völlig "Pleite" bist erzählen was du willst ... wer keine AU vom Arzt hat ist offiziell GESUND ...

Gerade hast du wenigstens deinen Anspruch an die AfA durchgestzt, musst nicht mehr alles alleine finanzieren, schon machst du die nächsten Fehler und steuerst immer mehr auf den sozialen Abgrund zu ...

Zitat:
Fühle mich irgendwie zwischen Nervenzusammenbruch und Panikattacke und einer Art Platzangst momentan.
Dann geh in die Notaufnahme einer Psychiatrischen Klinik, das geht auch ohne sich direkt "von der Welt machen zu wollen", es gibt auch psychosomatische Kliniken mit Notfallstationen ...

Zitat:
Hat einer ne Idee? Habe gerade nochmal versucht kurzfristig einen Termin bei einem anderen Psychiater zu bekommen. Ohne Erfolg.
Geh hin zu einem Psychiater in die Sprechstunde und bleibe da so lange sitzen bis du angehört wirst ... ODER in die Notaufnahme einer Akut-Klinik, NIX mehr "Termine irgendwann" mal und dann nur Bla-Bla und ne Packung Tabletten ...

Zitat:
Wenn ich einfach nicht zu der Maßnahme gehe, kommt dann erst ne Sperrzeit? Oder wird alles ganz eingestellt?
Ne Sperrzeit bei der AfA bedeutet, dass ALLES komplett eingestellt wird, da bekommst du GAR NICHTS mehr für 12 Wochen ... und dein Anspruch auf ALGI wird zusätzlich um die Sperrzeit verkürzt.

Zitat:
Werden ALLE Zahlungen eingestellt, oder nur das Arbeitslosengeld?
Nur Krankenversicherung gibt es NICHT bei der AfA, NUR Leistungsempfänger (also wenn ALGI gezahlt wird) sind auch pflichtversichert.

Das kann NUR eine weitere AU verhindern (dann musst du auch die Maßnahme nicht antreten), die 6 Wochen (Leistungsfortzahlung bei der AfA) beginnen dann von vorne und anschließend hätte wieder die KK Krankengeld zu zahlen ...

Dafür brauchst du aber einen Arzt auf den du dich mal länger als 4 Wochen verlassen kannst ...

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
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Alt 04.08.2017, 07:06   #14
Klaus79
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Klaus79 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Fragen bzw. Hilfe zu ärztlichem Dienst bez. Depressionen

In größeren Städten gibt es auch PIA´s (Psychiatrische Institutsambulanzen), welche lange Wartezeiten auf Therapien überbücken.
Dort wird man von Fachärzten übergangsweise "aufgefangen" und therapiert bis man eine eigene fachärztliche / therapeutische Versorgung gefunden hat.
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Alt 04.08.2017, 08:38   #15
Roddenberry
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Roddenberry
Standard AW: Fragen bzw. Hilfe zu ärztlichem Dienst bez. Depressionen

Zitat von en Jordi Beitrag anzeigen
Nein, das geht nicht. Da du nur aus einer Beschäftigung oder ersatzweise aus dem Alg-I heraus Anspruch auf Krankengeld hast.
Ah, okay, Danke. Gut zu wissen. Hätte mich ja eigentlich auch gewundert. Ist ja verständlich das es so ist.
Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Warum hat der Hausarzt dich nicht weiter AU geschrieben, wenn der Psychiater das nicht machen will, geht das doch auch ... sonst muss man (leider) annehmen, dass dich auch dein Hausarzt nicht wirklich ernst nimmt.
Ich hatte Ihn dann gar nicht gefragt ob er mich länger krank schreibt. Denke schon das der mich ernst nimmt. Er ist eben "nur" Allgemeinmediziner. Es scheint halt so das er mit mir dann eben etwas überfordert ist.
Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Hatte dein Hausarzt keinen Tipp für einen guten Psychiater, hast du mal online geschaut nach entsprechenden Fachärzten in deiner näheren Umgebung, wenn dir die KV einen "vermittelt" wird es wohl eher einer sein, der mehr die KK-Interessen vertritt als deine ...
Psychiater gibt es weniger bei mir in der Umgebung. Bei einem war ich schon vor längerer Zeit mal wegen was anderem, der ist auch Neurologe ... und der war mir sehr unsympathisch. Heute gehe ich nochmal zum Hausarzt. Habe gerade einen Termin gemacht. Ich hoffe der kennt einen oder die Praxis hat da eine Kooperation oder so.
Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Dazu braucht man mit denen auch nicht viel besprechen, wenn die AfA das ALGI wegen AU aufgehoben hat, dann ist die KK zunächst mal verpflichtet Krankengeld zu zahlen, irgendwie schaffst du es noch immer nicht den zuständigen Stellen und Ärzten richtig klar zu machen in welchem Dilemma du wirklich steckst.
Die Krankenkasse hatte mich eingeladen zu einem unverbindlichen Termin da eigentlich schon abzusehen war, das meine AU verlängert wird (Krankengeld usw.). Die Dame dort war auch sehr nett. Habe da jetzt nicht zu viel erzählt, geht die ja auch nichts an ... (von wegen "alles was sie sagen kann und wird gegen sie verwendet werden" und so, man kann ja eh nie 100%ig vertrauen)
Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Bestätigt leider meine Annahme, der SOLL dich aber behandeln und erst mal herausfinden was wirklich mit dir los ist ... wenn der das nicht von selber weiß, ist das bestimmt nicht der richtige Arzt für deine Probleme.
Unverantwortlich dir ohne vernünftiges Gespräch und ohne klare Diagnosen überhaupt was zu verschreiben, da passt auch nicht jedes Medikament zu jeder Person und ihren Problemen nur weil AD drauf steht ...
Zu deiner ziellosen Therapeuten-Suche (ohne konkrete Diagnose und erforderliche Therapierichtung) in diesem Zusammenhang habe ich dir ja schon weiter oben was geschrieben ...
Rückblickend betrachtet hatte der glaube ich auch einfach nur den Drang mich wieder los zu werden. Wohl möglich weil es für Ihn so eine Art "Zwangstermin" über diese Hotline war. Ich habe mich ihm da geöffnet und alles erzählt und er war geradezu gelangweilt und desinteressiert. Nur als er mir die Antidepressiva schmackhaft machen wollte blühte er auf.
Sehr merkwürdig das alles. Aber wenigstens hat er mir ja die Überweisung zur Psychotherapie mit den (denke ich) richtigen Diagnosen ausgestellt. Immerhin.
Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
In dringenden Fällen ist die KK inzwischen auch verpflichtet private Psychotherapie zu übernehmen, wenn du nicht innerhalb 6 Monaten einen mit Kassenzulassung finden kannst, das musst du natürlich auch belegen können wie und wo du das schon versucht hast und welche Wartezeiten es da geben soll.
Ich hoffe nicht das es dazu kommt aber Danke für den Tip.
Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
WARUM bist du nicht weiter zum Hausarzt gegangen und der hat dich weiter AU geschrieben, ich verstehe es einfach nicht, so wirst du nie aus deiner Problematik herauskommen können ... ???
Na, weil ich wohl einfach naiv war und dachte bei der AfA gibt es Menschen die gewisse Entscheidungsfreiheiten haben. Aber mittlerweile hab ich auch endgültig eingesehen das die (egal was die wollen) gezwungen sind alles schwarz oder weiß zu malen. Meine ganzen Symptome mögen ja auch vielleicht in so einer Art Grauzone sein ... nicht total krank und depressiv ... aber eben auch sicher nicht Gesund. Das ist halt nicht Schwarz/Weiß ... eher ein kompliziertes Grau. Das führt bei mir jetzt auch irgendwie dazu nahezu genötigt zu sein zu übertreiben, also mich noch schlechter zu reden als ich bin. Aber das will ich ja auch nicht, da ich eben ne ehrliche Haut bin. Man wird ja gedrängt zu simulieren und dann wird genau darüber gejammert ... das nervt ... egal was man macht, man macht es falsch.
Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Auch für eine Maßnahme musst du belastbar und fitt sein und wenn du das nicht bist, ist das NICHT zumutbar ... ohne genauere Informationen um was für eine Maßnahme es konkret geht, kann man dazu aber auch nichts weiter sagen.
"Langzeitarbeitslosigkeit vermeiden" heißt das. 8 Wochen. Die Maßnahme selbst würde ich ja vielleicht noch gerade so aushalten. Aber lt. der Beschreibung muss ich mich da auch ständig auf Stellen bewerben ... das kann und will ich z. Zt. ja nicht. Außerdem beziehe ich ja erst seit knapp 4 Monaten ALG1. Das dann schon eine Maßnahme kommt wegen LANGZEITarbeitslosigkeit ... naja ...
Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Wenn du (wieder mal) den falschen Leuten (AfA-SB) dein psychisches Leid geklagt hast und die meinen nur, dich in eine (angeblich für dich geeignete) Maßnahme zu stecken OHNE ÄD-Gutachten dazu, dann ist das nicht zulässig.
Geklagt hab ich da ja weniger. Ich hab es einfach versucht zu erklären.
Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Sie MACHEN es doch gerade, du bist nicht mehr AU also bist du vermittlungs- und Maßnahmefähig ... das Gegenteil würde zunächst mal nur eine AU beweisen ... was "dazwischen" gibt es nicht, die AfA ist kein "Sanatorium".
Ja, das hab ich echt auch begriffen jetzt. Wie eine Maschine das ganze ... kann nur zwischen 0 und 1 unterscheiden, kein Zwischenraum.
Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Rentenversicherung kannst du dir sparen wenn du kein Geld mehr bekommst von irgendwo und auch keine AU-Bescheinigung mehr hast ist dein Anspruch auf Leistungen von der DRV (Reha oder EM-Rente) ohnehin schon bald Geschichte, falls es nicht längst schon so ist.
Wie meinst Du das? Also ich habe immer durchgehend bezahlt. Sofort als ich damals gekündigt habe, habe ich direkt veranlasst das unterbrechungsfrei der Mindestbetrag bei mir abgebucht wird ... knapp 85,- Euro monatlich ... als ich halt gar nicht erwerbstätig war und auch kein ALG bezogen habe. Bei ALG-Bezug wurde das dann automatisch eingestellt, da es ja nicht erlaubt ist "doppelt" zu zahlen. Also ich habe immer unterbrechungsfrei eingezahlt. Dann müsste ich doch auch alle Ansprüche haben, oder?
Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Dann geh in eine Akutklinik und lass dich wieder AU schreiben, damit zumindest auch für ALLE klar ist, dass du KRANK bist, ohne wenigstens EINEN Arzt, der mal was merkt bei dir, kannst du den Behörden auch wenn du mal völlig "Pleite" bist erzählen was du willst ... wer keine AU vom Arzt hat ist offiziell GESUND ...
Dann geh in die Notaufnahme einer Psychiatrischen Klinik, das geht auch ohne sich direkt "von der Welt machen zu wollen", es gibt auch psychosomatische Kliniken mit Notfallstationen ...
Ich würde schon in so eine Klinik gehen aber nicht vollständig da bleiben. Das ist mir irgendwie zu krass. Ich habe einfach ein großes Freiheitsbedürfnis. Irgendwie an einen Ort gezwungen oder festgehalten zu werden erzeugt eben diese "Platzangst" ... egal ob jetzt so eine Maßnahme, der Arbeitsplatz oder eine Klinik. Ich muss einfach immer jederzeit weg gehen können und dürfen ... das hat sich über die Jahre so entwickelt. Ich weiß auch nicht wo das her kommt.
Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Ne Sperrzeit bei der AfA bedeutet, dass ALLES komplett eingestellt wird, da bekommst du GAR NICHTS mehr für 12 Wochen ... und dein Anspruch auf ALGI wird zusätzlich um die Sperrzeit verkürzt. Nur Krankenversicherung gibt es NICHT bei der AfA, NUR Leistungsempfänger (also wenn ALGI gezahlt wird) sind auch pflichtversichert.
Echt? Also bin ich quasi in der Sperrzeit nicht krankenversichert oder wie sehe ich das?
Zitat von Klaus79 Beitrag anzeigen
In größeren Städten gibt es auch PIA´s (Psychiatrische Institutsambulanzen), welche lange Wartezeiten auf Therapien überbücken. Dort wird man von Fachärzten übergangsweise "aufgefangen" und therapiert bis man eine eigene fachärztliche / therapeutische Versorgung gefunden hat.
Ja, Danke, da hab ich mich auch schon informiert. Habe da bei einer PIA einen langen Fragebogen ausgefüllt und zurückgeschickt: Wartezeit 4-5 Monate. Aber eine Überbrückungsleistung oder vergleichbares bieten die nicht an. Die Prüfen jetzt erst mal ob ich überhaupt in das Behandlungsspektrum passe, da die auch nicht alles machen. Die melden sich dann bei mir.
Danke für eure Hilfe!
Roddenberry ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.08.2017, 09:09   #16
en Jordi
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Standard AW: Fragen bzw. Hilfe zu ärztlichem Dienst bez. Depressionen

Zitat von Roddenberry Beitrag anzeigen
Heute gehe ich nochmal zum Hausarzt. Habe gerade einen Termin gemacht. Ich hoffe der kennt einen oder die Praxis hat da eine Kooperation oder so.
Das ist schon mal ein guter Anfang. Ich habe so innerhalb von wenigen Wochen einen Termin bekommen, bei einer Praxis, die mich vorher hatte abblitzen lassen.

Zitat:
Sehr merkwürdig das alles. Aber wenigstens hat er mir ja die Überweisung zur Psychotherapie mit den (denke ich) richtigen Diagnosen ausgestellt. Immerhin.
Ja, das ist diese Kontingentregelung, die den Ärzten aufgezwungen wird, um einen Facharzttermin innnerhalb von vier Wochen sicherzustellen. Allerdings ist es äußerst unseriös, nach einem Termin psychiatrische Diagnosen zu stellen. Hat er Blutwerte, EKG und EEG vorliegen? Wurden Tests gemacht? Ich hatte bei meinem Neurologen jahrelang nur VA-Diagnosen.

Wenn man Medikamente ablehnt, wird man häufig nicht ernst genommen mit seinem Leiden. Ich habe mich manchmal gefragt, ob es nicht einfacher wäre, sie einfach mitzunehmen und dann nicht zu nehmen.
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Alt 04.08.2017, 10:34   #17
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lunalilli
Standard AW: Fragen bzw. Hilfe zu ärztlichem Dienst bez. Depressionen

Zitat:
Ich würde schon in so eine Klinik gehen aber nicht vollständig da bleiben. Das ist mir irgendwie zu krass. Ich habe einfach ein großes Freiheitsbedürfnis. Irgendwie an einen Ort gezwungen oder festgehalten zu werden erzeugt eben diese "Platzangst" ... egal ob jetzt so eine Maßnahme, der Arbeitsplatz oder eine Klinik. Ich muss einfach immer jederzeit weg gehen können und dürfen ... das hat sich über die Jahre so entwickelt. Ich weiß auch nicht wo das her kommt.
Alleine DAS ist ein guter Grund, stationär in eine Klinik zu gehen. Dort hast du direkt Einzeltherapie und von der Klinik aus, werden Anschlußtherapien vermittelt.

Ich war selbst letztes Jahr 7 Wochen stationär und ich hatte auch Angst "eingesperrt" zu sein. Das stimmt aber nicht, da man jederzeit raus kann! (nur eben nach 22:00 Uhr rein ;-) )

Doppeloma hat die sehr viele und vorallem sehr gute Tipps gegeben und dem kan ich mich nur anschliessen.

Du solltest dir wirklich darüber Gedanken machen. Es bringt nichts, wenn du zuhause sitzt und wartest, dass es besser wird.

Werde aktiv und lass dir von deinem Hausarzt eine Klinikeinweisung ausstellen. Und mit dieser Einweisung wirst du bei der hiessigen psychatrischen Klinik vorstellig. Notambulanz!

Ich wünsche dir viel Energie, dass du diesen Weg einschlägst. Du schaffst das!!!

Wir können dich nur zur Brücke begleiten, drüber gehen musst du alleine ;-)
lunalilli ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.08.2017, 11:19   #18
Roddenberry
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Standard AW: Fragen bzw. Hilfe zu ärztlichem Dienst bez. Depressionen

Zitat von en Jordi Beitrag anzeigen
Ich habe mich manchmal gefragt, ob es nicht einfacher wäre, sie einfach mitzunehmen und dann nicht zu nehmen.
Genau so hab ich es jetzt gemacht. Das Zeug liegt hier, aber ich rühr es nicht an.

Ich hoffe echt das der Hausarzt mir das später helfen kann ..
Roddenberry ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.08.2017, 19:11   #19
Caye
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Caye Caye Caye Caye Caye
Standard AW: Habe Fragen bzw. suche Hilfe zu ärztlichem Dienst bezüglich Depressionen

Ich drück dir die Daumen für den Hausarzt - und für die Suche nach einem kompetenten Facharzt und Therapeuten.

Das ist sauschwierig, kenne das Problem. Ich selbst habe zum Glück "nur" drei Psychiater durch gehabt, bevor ich meinen gefunden habe, der einfach nur von vorn bis hinten super ist und den ich seit zehn Jahren nicht mehr hergebe.

Der Hausarzt hat schon grundsätzlich recht, es ist blöd für ihn, wegen einer Erkrankung AU zu schreiben, von der er wenig Ahnung hat. Allerdings wird der selbst auch wissen, dass gute Psychiater nicht auf Bäumen wachsen und kann sich gegenüber der KK, falls die ihn nerven sollte, eben damit erklären, dass du noch auf nen Facharzttermin wartest.

Übrigens würde dem Hausarzt auch ein Bericht einer Klinik durchaus helfen. Dann hat ja jemand anderes diagnostiziert und er kann darauf verweisen.

Was Therapeuten angeht, gib die Hoffnung nicht auf. Die meisten führen ja keine Wartelisten mehr, weil sie die eh innerhalb einer Woche auf die nächsten fünf Jahre füllen könnten... Es ist ein ewiges Glücksspiel, mal einen Termin zu bekommen, und dann muss es ja auch noch passen. Du kannst dich auch an einen Therapeuten in Privatpraxis wenden (sofern er ein kassenzugelassenes Verfahren anwendet) und das über das sog.Kostenerstattungsverfahren abrechnen. Aber ich würd mich an deiner Stelle erstmal auf die Suche nach einem Psychiater konzentrieren und wirklich über einen Klinikaufenthalt nachdenken.
Auch wenns meiner Erfahrung nach nicht wirklich klappt, dass man dort Anschlusstherapien o.ä. vermittelt bekommt, ist das einfach ein guter Start. Auch eine Tagesklinik ist natürlich ne gute Option.
Caye ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.08.2017, 22:45   #20
Roddenberry
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Roddenberry
Standard AW: Habe Fragen bzw. suche Hilfe zu ärztlichem Dienst bezüglich Depressionen

So, der Doc hat mir nochmal ne AU bis 31.08. gemacht.
Der hat auch nicht kapiert was der andere Arzt sich dabei gedacht hat, mich einfach so abzuspeisen. Bin vorerst etwas erleichtert.
Aber dieses mal werde ich energisch nach einem kompetenten Psychiater und Therapeuten suchen. Vor allem nicht wieder auf den letzten Drücker ... habe auch vom Hausarzt jemanden empfohlen bekommen. Da werde ich Montag sofort 1 Min nach Öffnung der Praxis anrufen. Langsam hab ich auf das Loch in dem ich hänge echt keinen Bock mehr

... und ein bisschen Genugtuung ist es schon irgendwie jetzt erst mal nicht zu dieser dämlichen Maßnahme zu müssen ...

Herzlichen Dank nochmal an euch alle, Ihr habt mir sehr geholfen!
Roddenberry ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.08.2017, 19:43   #21
Caye
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Caye Caye Caye Caye Caye
Standard AW: Habe Fragen bzw. suche Hilfe zu ärztlichem Dienst bezüglich Depressionen

Sehr gut, das liest sich ja so, als würde der Hausarzt dir mit AUs erstmal keinen weiteren Stress machen. Dann nutz deine energiegeladene Phase gleich mal für die Suche, und versuche, dich nicht zu schnell entmutigen zu lassen. Es ist schwierig, aber es geht.
Caye ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.08.2017, 20:34   #22
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Standard AW: Habe Fragen bzw. suche Hilfe zu ärztlichem Dienst bezüglich Depressionen

Medis verschreiben und gleichzeitig sagen, dass man nicht behandele passt irgendwie nicht wirklich zusammen.
Kerstin_K ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 06.08.2017, 08:12   #23
MissRuhrpott
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Standard AW: Habe Fragen bzw. suche Hilfe zu ärztlichem Dienst bezüglich Depressionen

Zitat von Kerstin_K Beitrag anzeigen
Medis verschreiben und gleichzeitig sagen, dass man nicht behandele passt irgendwie nicht wirklich zusammen.
Der wollte sich doch nur absichern....
__


MissRuhrpott ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.08.2017, 11:06   #24
Roddenberry
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Roddenberry
Standard AW: Habe Fragen bzw. suche Hilfe zu ärztlichem Dienst bezüglich Depressionen

Ist schon merkwürdig die Nummer mit diesem Arzt, der mich nicht weiter krankschreiben wollte. Der hatte meinem Hausarzt ja sogar einen Brief geschickt mit allem was ich dem so erzählt habe. Hab mir den mal durchgelesen.

Da steht ironischer weise sogar drin das ich eine Psychotherapie gegenüber Antidepressiva vorziehe. Gleichzeitig aber eben auch das er mir die verschrieben hat. Hat wenigstens dennoch was genützt, da auf Basis dieses Briefes meinem Hausarzt es ja auch leichter viel mir weiter eine AU auszustellen. Der ist dann ja auch etwas mehr "abgesichert".

Abgesehen davon habe ich ein interessantes Jobangebot für eine Teilzeitstelle gefunden ca. 4 Std. am Tag (Vormittags)... Weiß zwar noch nicht so recht ... aber vielleicht ist das ja auch ein Weg ... wieder ein bisschen Struktur finden ... Nachmittags könnte ich dann ja Therapie machen ... mal sehen ... wenn dann eh erst nächsten Monat.

So ganz und vollständig für immer und ewig Erwerbsunfähig ... das fällt mir dann doch schwer mich mit dem Gedanken anzufreunden.
Roddenberry ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.08.2017, 11:37   #25
Kerstin_K
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Zitat von MissRuhrpott Beitrag anzeigen
Der wollte sich doch nur absichern....
Gegen was?
Kerstin_K ist gerade online   Mit Zitat antworten
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