Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum) QR-Code des ELO-Forum
Mach mit. klick mich....
Impressum Stichwortsuche Spenden Strafanzeigen Verfahrensrecht Registrieren Hilfe Interessengemeinschaften Kalender Suchen Alle Foren als gelesen markieren

Start > > -> zwangsbehandlung auch bei körperlichen leiden in planung, wie kann man das verhindern?

Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


Antwort

 

Themen-Optionen Ansicht
Alt 27.04.2017, 18:54   #1
doppelhexe
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 23.07.2011
Beiträge: 3.120
doppelhexe Enagagiertdoppelhexe Enagagiertdoppelhexe Enagagiertdoppelhexe Enagagiertdoppelhexe Enagagiertdoppelhexe Enagagiertdoppelhexe Enagagiertdoppelhexe Enagagiertdoppelhexe Enagagiertdoppelhexe Enagagiertdoppelhexe Enagagiert
Standard zwangsbehandlung auch bei körperlichen leiden in planung, wie kann man das verhindern?

Zitat:
Eine unfreiwillige Behandlung soll nun aus den Mauern geschlossener Psychiatrien herausgelöst werden. Künftig soll auch bei jedem freiwilligen Krankenhausaufenthalt eine Zwangsbehandlung möglich sein. Das Bundesjustizministerium legte einen entsprechenden Gesetzentwurf vor, der aktuell im Rechtsausschuss des Bundestages liegt. Das bisher nur in Psychiatrien praktizierte Vorgehen, gegen den erklärten Willen zu therapieren, wird in besonderem Maße auf körperliche Leiden ausgeweitet. Darauf weist Martin Lindheimer vom Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener (BPE) hin.
http://www.kobinet-nachrichten.org/d...hrichten/35883

ich persönlich bin ja, zumindest jetzt, ohne das es akut ist, dagegen, mich im falle einer krebserkrankung mit chemo oder bestrahlung behandeln zu lassen... wie gesagt- im moment. wie es aussieht, wenn der fall dann wirklich eintreffen sollte... wer weiss... aber das soll nicht das thema sein...

was ich aus obigem artikel rauslese ist, das menschen, die unter betreuung stehen, zwangsweise gegen ihren willen bei jeglichem leiden therapiert werden.
was ich befürchte ist, das psychisch gesunde menschen, die sich partout gegen eine behandlung wehren, einfach mal so zu patienten gemacht werden, denen es an einsichtsfähigkeit mangelt und die deshalb dann eben unter gesetzliche betreuung gestellt werden, um sie dann zwangsbehandeln zu können...

mag sein, das ich jetzt schon wieder panik schiebe, wo es keinen grund gibt, vielleicht sehe ich schon wieder gespenster...

aber ist es möglich, so einem vorgehen irgendwie zu entgehen? kann man JETZT etwas dagegen tun, das einem so etwas passiert?

wäre für aufklärung/beruhigung dankbar...

LG
doppelhexe ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 27.04.2017, 19:00   #2
Kerstin_K
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 11.06.2006
Ort: Hannover
Beiträge: 7.781
Kerstin_K EnagagiertKerstin_K EnagagiertKerstin_K EnagagiertKerstin_K EnagagiertKerstin_K EnagagiertKerstin_K EnagagiertKerstin_K EnagagiertKerstin_K EnagagiertKerstin_K EnagagiertKerstin_K EnagagiertKerstin_K Enagagiert
Standard AW: zwangsbehandlung auch bei körperlichen leiden in planung, wie kann man das verhinder

So schnell wird ja auch keiner unter Betreuung gestellt. Und eigentlich darf der Betreuer nichts gegen desn WIllen des Betreuten tun.

Aber im Auge behalten muss man das unbedingt.
__

Viele Grüße aus Hannover
Kerstin_K ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 27.04.2017, 19:05   #3
Fabiola
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 11.05.2015
Beiträge: 1.288
Fabiola EnagagiertFabiola EnagagiertFabiola EnagagiertFabiola EnagagiertFabiola EnagagiertFabiola EnagagiertFabiola EnagagiertFabiola EnagagiertFabiola EnagagiertFabiola Enagagiert
Standard AW: zwangsbehandlung auch bei körperlichen leiden in planung, wie kann man das verhinder

Zitat von doppelhexe Beitrag anzeigen
aber ist es möglich, so einem vorgehen irgendwie zu entgehen? kann man JETZT etwas dagegen tun, das einem so etwas passiert?
wäre für aufklärung/beruhigung dankbar...LG
Spontan fiel mir gerade folgendes dazu ein:
Zitat:
P a t i e n t e n v e r f ü g u n g (gemäß § 1901 a BGB)
In Kenntnis der rechtlichen Folgen und im Bewusstsein der Tragweite meiner Entscheidung habe ich mich dazu entschlossen, meine persönlichen Verhältnisse eigenständig für den Fall zu regeln, dass ich meine Angelegenheit aufgrund einer Erkrankung oder Einschränkung meiner körperlichen, geistigen oder seelischen Fähigkeiten ganz oder teilweise nicht mehr selbst besorgen kann und/oder mein Selbstbestimmungsrecht in persönlichen und gesundheitlichen Angelegenheiten von mir selbst nicht mehr rechtswirksam ausgeübt werden kann.
Mit dieser Patientenverfügung möchte ich bindend festlegen, welche medizinischen Diagnoseerstellungen und Behandlungen ich strikt ausschließen und welche ich billigen möchte und denen somit ein Bevollmächtigter oder sonstiger rechtlicher Stellvertreter von mir zustimmen kann und welche er verweigern muss. Durch die Benennung von Vorsorgebevollmächtigten am Ende dieser Patientenverfügung, deren Bevollmächtigung aber nur unter der Bedingung wirksam ist, wenn diese sich strikt an diese Patientenverfügung halten, möchte ich eine eventuelle Anordnung einer Betreuung gegen meinen Willen durch ein Betreuungsgericht funktionell ersetzen, um die Wahrnehmung meiner Interessen und Entscheidungsbefugnisse meine Person betreffend für einen solchen Fall auf Personen meines besonderen Vertrauens zu übertragen und eine Unterbringung in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung strikt und verbindlich und unter allen Umständen zu unterbinden.
Da ich, ...................................................................... ....................................... Geburtsname........................................................... ...........
geb. am .................................................. in.................................................................... ...................................................................... ....
derzeit wohnhaft ...................................................................... ..................................................... Telefon-Nr. ...................................
die Existenz irgendeiner psychischen Krankheit abstreite, stattdessen den psychiatrischen Sprachgebrauch und psychiatrische Diagnosen für eine schwere Persönlichkeitsverletzung und Verleumdung, sowie die Gefangennahme in einer Psychiatrie für eine schwere Freiheitsberaubung und jede psychiatrische Zwangsbehandlung für Folter und schwerste Körperverletzung erachte, möchte ich gemäß dem § 1901 a BGB hiermit eine Vorausverfügung errichten, um mich vor einer solchen Diagnostizierung bzw. Verleumdung und deren Folgen zu schützen, indem ich verbiete, folgende medizinischen Maßnahmen an mir durchzuführen:
A) Unter keinen Umständen darf bei mir irgendeine psychiatrische Diagnose erstellt werden. Ich verbiete hiermit jedem psychiatrischen Facharzt oder Fachärztin, mich zu untersuchen, genauso wie ich jedem anderen approbierten Mediziner untersage, mich hinsichtlich irgendeines Verdachts einer angeblichen „psychischen Krankheit“ zu untersuchen. Allen Ärzten, die mich untersuchen wollen, untersage ich, den Versuch irgendeine der Diagnosen, die im International Statistical Classification of Diseases (aktuell ICD 10. Revision, German Modification) im Kapitel V mit den Bezeichnungen von F00 fortlaufend bis F99 als „Psychische und Verhaltensstörungen“ bezeichnet werden, zu stellen, und um jede mögliche Unklarheit zu beseitigen, führe ich diese noch genauer aus als:
F00-F09 Organische, einschließlich symptomatischer psychischer Störungen
F10-F19 Psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen
F20-F29 Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Störungen
F30-F39 Affektive Störungen
F40-F48 Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen
F50-F59 Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen und Faktoren
F60-F69 Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen
F70-F79 Intelligenzstörung
F80-F89 Entwicklungsstörungen
F90-F98 Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend
F99 Nicht näher bezeichnete psychische Störungen
jeweils mit allen weiteren Unterspezifizierungen und alle später vorgenommenen Modifizierungen dieses Kapitels des ICD.
B) Strikt untersage ich folgende Behandlungen:
- Behandlungen von einem psychiatrischen Facharzt oder dem sozialpsychiatrischen Dienst.
- Behandlung in einer psychiatrischen Station eines Krankenhauses oder einer Ambulanz oder einem sog. Krisendienst
- jede Einschränkung meiner Freiheit z.B. einsperren in einer psychiatrischen Station, jede Fixierung, jede Behandlung gegen meinen geäußerten Willen, jede Zwangsbehandlung egal mit welchen als Medikament bezeichneten Stoffen oder Placebos.
- Behandlungen……………………………………………………………………………………………………………………………
C) Ausdrücklich wünsche ich folgende medizinischen Behandlungen:
- wenn eine Erkrankung ein unumkehrbar tödliches Stadium erreicht haben sollte, soll ………………………………………........
…………………………………………………………………………………………………………………………………………….

…………………………………………………………………………………………………………………………………………….

…………………………………………………………………………………………………………………………………………….
D) Unter der Bedingung, dass die in A) bis C) ausgeführten Verfügungen eingehalten werden, bevollmächtige ich gemäß
§ 1896 Absatz 2 BGB folgende Personen zu meinen Vorsorgebevollmächtigten, die jeweils einzeln handlungsberechtigt sind. Die Bevollmächtigung ist an die Erfüllung der in dieser Verfügung genannten Anweisungen gebunden. Die jeweilige Bevollmächtigung ist unmittelbar widerrufen, sollte die vorsorgebevollmächtigte Person von den in dieser Patientenverfügung von A) bis C) festgelegten Anweisungen abweichen.
Liste der Vorsorgebevollmächtigten:
1) ………………………………………………………………………………………………………………………………………….
(Vorname, Name, derzeitige Adresse, derzeitige Telefonnummer) für den Aufgabenbereich meiner – Aufenthaltsbestimmung – Gesundheitsfürsorge – Vermögenssorge

2) ………………………………………………………………………………………………………………………………………….
(Vorname, Name, derzeitige Adresse, derzeitige Telefonnummer) für den Aufgabenbereich meiner – Aufenthaltsbestimmung – Gesundheitsfürsorge – Vermögenssorge

3) ………………………………………………………………………………………………………………………………………….
(Vorname, Name, derzeitige Adresse, derzeitige Telefonnummer) für den Aufgabenbereich meiner – Aufenthaltsbestimmung – Gesundheitsfürsorge – Vermögenssorge

4) ………………………………………………………………………………………………………………………………………….
(Vorname, Name, derzeitige Adresse, derzeitige Telefonnummer) für den Aufgabenbereich meiner – Aufenthaltsbestimmung – Gesundheitsfürsorge – Vermögenssorge

5) ………………………………………………………………………………………………………………………………………….
(Vorname, Name, derzeitige Adresse, derzeitige Telefonnummer) für den Aufgabenbereich meiner – Aufenthaltsbestimmung – Gesundheitsfürsorge – Vermögenssorge

6) ………………………………………………………………………………………………………………………………………….
(Vorname, Name, derzeitige Adresse, derzeitige Telefonnummer) für den Aufgabenbereich meiner – Aufenthaltsbestimmung – Gesundheitsfürsorge – Vermögenssorge

7) ………………………………………………………………………………………………………………………………………….
(Vorname, Name, derzeitige Adresse, derzeitige Telefonnummer) für den Aufgabenbereich meiner – Aufenthaltsbestimmung – Gesundheitsfürsorge – Vermögenssorge

8) ………………………………………………………………………………………………………………………………………….
(Vorname, Name, derzeitige Adresse, derzeitige Telefonnummer) für den Aufgabenbereich meiner – Aufenthaltsbestimmung – Gesundheitsfürsorge – Vermögenssorge

9) ………………………………………………………………………………………………………………………………………….
(Vorname, Name, derzeitige Adresse, derzeitige Telefonnummer) für den Aufgabenbereich meiner – Aufenthaltsbestimmung – Gesundheitsfürsorge – Vermögenssorge

10) ……………………………………………………………………………………………………………………………………….
(Vorname, Name, derzeitige Adresse, derzeitige Telefonnummer) für den Aufgabenbereich meiner – Aufenthaltsbestimmung – Gesundheitsfürsorge – Vermögenssorge
Alle Vorsorgebevollmächtigungen gelten für alle Aufgabenbereiche, insbesondere meine Aufenthaltsbestimmung, meine Gesundheitsfürsorge und meine Vermögenssorge, wenn diese nicht oben durch Streichung ausgeschlossen wurde. Sollten sich Anweisungen meiner Vorsorgebevollmächtigten widersprechen, gilt die Anweisung des Bevollmächtigten mit der niedrigeren Ordnungszahl oben.
Widerrufsvorbehalt
Mir ist bekannt, dass ich die Patientenverfügung und erteilte Vollmacht jederzeit im Ganzen oder teilweise widerrufen kann, sofern ich zum Zeitpunkt des Widerrufs geschäftsfähig bin. Ich bin mir der Tragweite und Rechtsfolgen dieser Vollmacht, über die ich mich hinreichend informiert habe, bewusst.
Diese Vollmacht habe ich freiwillig und unbeeinflusst im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte verfasst.

.........................................., …………… (Unterschrift) .................................................................
Diese Patientenverfügung ersetzt meine frühere Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung vom ..…………………..…
Zusätzlich füge ich dieser Patientenverfügung die Kopie eines ärztlichen Attests über Geschäftsfähigkeit hinzu, so dass mein in dieser Patientenverfügung zum Ausdruck gebrachter freier Wille und die Wirksamkeit dieser Patientenverfügung unbestreitbar sind. Das Original des Attests befindet sich in meinen Unterlagen.
__________________________________________________
Dieser Text einer Patientenverfügung ist eine PatVerfü®. Sie kann ohne Verletzung des Copyrights nichtkommerziell genutzt werden und wird herausgegeben von: Bundesarbeitsgemeinschaft Psychiatrie-Erfahrener: die-bpe.de, Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener: bpe-online.de, Irren-Offensive: antipsychiatrie.de, Landesarbeitsgemeinschaft Psychiatrie-Erfahrener Baden-Württemberg: lag-psychiatrie-erfahrene-bw.de, Landesverband Psychiatrie-Erfahrener Berlin-Brandenburg: psychiatrie-erfahren.de, Landesverband Psychiatrie-Erfahrene Hessen: lvpeh.de, Landesverband Psychiatrie-Erfahrener NRW: psychiatrie-erfahrene-nrw.de, Landesarbeitsgemeinschaft der BPE-Mitglieder im Saarland, Werner-Fuß-Zentrum: psychiatrie-erfahrene.de, Antipsychiatrische und betroffenenkontrollierte Informations- und Beratungsstelle: weglaufhaus.de/beratung, Heimkinderverband: heimkinderverband.de, Arbeitsgemeinschaft Patientenverfügung der Rechtsanwälte: RA Paetow ra-paetow.de, RA Saschenbrecker psychiatrierecht.de, RA Dr. Wähner ra-waehner.de, RA Dr. Schneider-Addae-Mensah schneider-addae-mensah.de, Enthinderungsselbsthilfe von Autisten für Autisten (und Angehörige) – ESH: autisten.enthinderung.de,
Auties: auties.net, Verein zum Schutz vor psychiatrischer Gewalt: weglaufhaus.de

______________________________________________________________________ ______________________________________

Erläuterungen (von mir Fabiola) hinzugefügt.
PatVerfü im Einsatz
Eine Patientenverfügung wie die PatVerfü kommt immer dann zum Einsatz, wenn Sie sich aufgrund einer Erkrankung oder eines Unfalls nicht mehr äußern können. Aber auch wenn Ihre Worte und Gesten von Ärzten und Richtern nicht mehr als Ausdruck Ihres Willens angesehen werden. Zum Schutz in solchen Situationen wurde die PatVerfü entwickelt.

Mit einer PatVerfü untersagen Sie ausdrücklich und rechtlich verbindlich die Vornahme psychiatrischer Untersuchungen und Behandlungen. Damit werden auch und vor allem psychiatrische Diagnosen verhindert, die Ihnen eine psychische Erkrankung attestieren.
Durch die Benennung von Vorsorgebevollmächtigten sorgen Sie dafür, dass selbst dann, wenn Ihnen die Fähigkeit zu eigenen Entscheidungen abgesprochen wird, vertraute und loyal verbundene Personen Ihren Willen rechtlich bindend durchsetzen können.
Das hat folgende Konsequenzen:
• Gesetze, die Ihnen wegen einer psychischen Erkrankung Ihre Grundrechte auf Freiheit und körperliche Unversehrtheit und Ihr Recht auf ein faires Verfahren beschneiden, können nicht angewendet werden.
• So lange Sie sich äußern können, bleiben Sie eine Person, die selbständig und selbstverantwortlich Entscheidungen trifft und für die Konsequenzen ihrer Handlungen verantwortlich bleibt.
• Entscheidungen in Ihrem Namen können nur mit Ihrem Einverständnis erfolgen. Die gerichtliche Bestellung eines Betreuers gegen Ihren Willen ist ausgeschlossen. Im Notfall (z. B. Koma) sorgt eine Person Ihres Vertrauens für die Durchsetzung Ihrer Rechte.
• Eingriffe in Ihre Grundrechte können nur aufgrund von Gesetzen vorgenommen werden, die für alle Bürger in gleichem Maße gelten, nicht nur für „psychisch Kranke“.
• Sie bestimmen, was Sie als Hilfe annehmen und was Sie als unerwünschte Belästigung und Eingriff in Ihre Selbstbestimmung ablehnen. Wenn andere Menschen Ihnen helfen wollen, sind sie darauf angewiesen, Ihnen ihre jeweiligen Angebote mit der Kraft der Überzeugung schmackhaft zu machen. Zwang und Gewalt sind ausgeschlossen.
• Sie bestimmen, ob Sie Patient sein wollen oder ob Sie es vorziehen, auf medizinische oder psychiatrische Hilfe zu verzichten.
• Sie dürfen genauso gefährlich für sich selbst und andere sein, wie jeder andere Bürger, der dabei nicht gegen geltendes Recht verstößt.
Das PatVerfü-Dokument ist als solches bereits rechtlich bindend. Zuwiderhandlungen gegen die darin enthaltenen Vorgaben können strafrechliche Konsequenzen für Ärzte, Psychiater und Richter nach sich ziehen. Falls die PatVerfü dennoch nicht sofort anerkannt wird, treten die Vorsorgebevollmächtigten als Ihre rechtlichen Stellvertreter in Aktion, um Ihren Willen durchzusetzen.
Den Schutz durch die PatVerfü genießen Sie unter Umständen sogar im Ausland oder als Person ohne BRD-Pass, die sich aus privaten oder beruflichen Gründen in Deutschland aufhält. Handbuch
Eine Patientenverfügung können Sie jederzeit mündlich widerrufen. Dies gilt auch für die PatVerfü. Dann verlieren Sie allerdings auch den Schutz durch dieses Dokument.
Vorsicht! Die Zustimmung zu einer psychiatrischen Untersuchung könnte dazu führen, dass später von ärztlicher Seite aus versucht wird, die vorsorglichen Willenserklärungen Ihrer PatVerfü anzufechten.
Sollten Sie sich also beispielsweise freiwillig auf einer offenen psychiatrischen Station befinden, werden jetzt aber mit Verlegung in die Geschlossene und mit Zwangsbehandlung bedroht, dann zeigen Sie Ihre PatVerfü vor und bestreiten Sie, dass Sie einer Untersuchung überhaupt jemals zugestimmt hätten. Fügen Sie hinzu, dass Ihre Aussagen während der Untersuchung allesamt erlogen gewesen wären, weil Sie zwar nicht an psychische Krankheiten glaubten (so steht es in Ihrer PatVerfü), aber für einige Zeit die Vorteile eines Krankenhausaufenthaltes nutzen oder unbedingt bestimmte Psychopharmaka ausprobieren wollten.
Da Sie während der Untersuchung keine schriftliche Zustimmung gegeben haben, kann die Gegenseite diese Zustimmung auch nicht beweisen. Handbuch
PatVerfü vorlegen und schweigen!
Beachten Sie bitte: im Zusammenhang mit der Androhung psychiatrischer Zwangsmaßnahmen kann alles, was Sie sagen, gegen Sie verwendet werden. Ihre Äußerungen werden in solchen Situationen regelmäßig als Beleg für eine „psychische Erkrankung“ und die Notwendigkeit des Einsatzes von Zwang und Gewalt umgedeutet.
Dies gilt auch dann, wenn Sie im Besitz einer gültigen PatVerfü sind. Unabhängig davon, wer Ihnen mit der Psychiatrie oder einer Zwangsbegutachtung droht, sei es ein Mitarbeiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes, ein Sanitäter der Feuerwehr, ein Polizist oder ein Psychiater in einer Klinik: zeigen Sie Ihre PatVerfü vor und verlangen Sie, in Ruhe oder freigelassen zu werden.
Geben Sie den betreffenden Personen Zeit, Ihre PatVerfü in Ruhe zu studieren oder auch mit Ihren Vorsorgebevollmächtigten zu telefonieren. Lassen Sie sich aber mit niemandem auf Gespräche über Ihre Situation ein. Versuchen Sie nicht, sich zu rechtfertigen. Bestehen Sie auf Ihren Rechten.
Möglichkeiten der Anwendung
Folgende Szenarien sind vorstellbar, in denen die PatVerfü in der Praxis zum Einsatz kommen kann:
Polizei oder Notarzt. Will die Polizei oder ein Notarzt Sie wegen Ihres auffälligen oder gefährlich erscheinenden Verhaltens in die Psychiatrie bringen, dann zeigen Sie Ihre PatVerfü vor und schweigen. Im schlimmsten Fall müssen Sie eine Nacht im polizeilichen Gewahrsam verbringen. Für die Unterbringung in der Psychiatrie gibt es keine rechtliche Grundlage.
Freilassung aus der Psychiatrie. Hat die Polizei oder der Notarzt Sie trotz PatVerfü in eine geschlossen Abteilung einer Psychiatrie gebracht, zeigen Sie Ihre PatVerfü vor und verlangen Sie sofort Ihre Freilassung. Eventuell muss einer Ihrer Vorsorgebevollmächtigten für die Freilassung sorgen; notfalls mit einem Gerichtsbeschluss. Eine Untersuchung oder gar Zwangsbehandlung würde in diesem Fall eine strafbare Körperverletzung darstellen, vor der sich Psychiater und Pflegepersonal hüten werden.
Drohung mit der Geschlossenen im Krankenhaus. Wenn Sie sich freiwillig in der Psychiatrie oder einer anderen Abteilung eines Krankenhauses aufhalten und Ihnen wegen Ihres unkooperativen Verhaltens mit einer Verlegung in die geschlossene Abteilung gedroht wird, zeigen Sie Ihre PatVerfü vor und verlangen Sie die Unterlassung solcher Drohungen.
Zwangsbetreuung droht. Droht ein Betreuungsverfahren gegen Ihren Willen, dann erfährt ein Richter durch das Zentrale Vorsorgeregister, dass Vorsorgebevollmächtigte existieren. Oder Sie legen persönlich oder postalisch Ihre PatVerfü dem Gericht vor. Vorsorgebevollmächtigte haben laut Gesetz Vorrang vor einer gerichtlichen Bestellung eines rechtlichen Betreuers.
Befreiung aus einer unerwünschten Betreuung. Wollen Sie eine bestehende Betreuung aufheben, dann ist dies mit einer PatVerfü möglich. Dieser Weg ist mit einigem persönlichen und finanziellen Aufwand verbunden. Genaueres erfahren Sie im Handbuch.
Aufforderung zur psychiatrischen Begutachtung. Fordert Sie das Jobcenter, eine andere Behörde oder Ihr Arbeitgeber auf, sich einer psychiatrischen Begutachtung zu unterziehen, dann lehnen Sie dieses Ansinnen mit Verweis auf Ihre PatVerfü höflich ab. Sollten Sie aus bestimmten Gründen einen solchen Gutachtertermin dennoch wahrnehmen, dann legen Sie Ihre PatVerfü vor, schweigen und lassen eine Vertrauensperson erklären, dass sie sich nicht weiter äußern werden. Handbuch
__

Gruß Fabiola
___________

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen und Meinungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!
Fabiola ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 27.04.2017, 20:19   #4
Caye
Elo-User/in
 
Registriert seit: 10.03.2011
Beiträge: 715
Caye Caye Caye Caye Caye
Standard AW: zwangsbehandlung auch bei körperlichen leiden in planung, wie kann man das verhinder

Jepp, die Betreuung ist der Punkt. So schnell und so einfach geht das nicht.

Allerdings soll dieses Gesetz dann ja offenbar die Entscheidungsgewalt des Betreuers aushebeln und auf die behandelnden Ärzte übertragen. Das geht imho mal gar nicht.

Eine Patientenverfügung macht sowieso Sinn, da z.B. die Einstellung lebensverlängernder Maßnahmen "nur" auf Wunsch eines Betreuers rechtlich kritisch ist - indem man vorher verfügt, dass man selbst genau diesen Wunsch hat, kann man dieses Problem umgehen.
In welchem Verhältnis dieses neue Gesetz - sollte es denn in Kraft treten - zu Patientenverfügungen steht, ist noch herauszufinden.

Grundsätzlich ist es ja richtig, Menschen in bestimmten Situationen gegen ihren Willen oder ohne dass sie ihr Einverständnis geben konnten zu behandeln. Im Rahmen von Notfallbehandlungen entscheidet ja auch heute im Prinzip nur der Arzt, was er tut. Wenn es um langfristige Behandlungsplanungen geht, finde ich es aber katastrophal, diese Entscheidungsgewalt allein dem Arzt zu übertragen. Wozu hat man dann denn überhaupt Betreuer für medizinische Belange?
Caye ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.04.2017, 20:21   #5
liesa
Elo-User/in
 
Registriert seit: 20.04.2013
Beiträge: 687
liesa liesa liesa liesa liesa liesa
Standard AW: zwangsbehandlung auch bei körperlichen leiden in planung, wie kann man das verhinder

Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht sind heutzutage unumgänglich!

Beides zusammen kann man inhaltlich sehr gut zusammen/untereinander abstimmen.

Ich rate ja immer dazu beides also Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung notariell erstellen und beglaubigen zu lassen schon wegen den fachlichen Ausführungen/Formulierungen und der gleichzeitigen Prüfung der Geschäftsfähigkeit welche vom Notar bei der Beurkundung vorgenommen wird.

Nur ein Notar kennt die "Fallstricke" von selber erstellten Vorlagen welche man im Netz findet und die dann unter Umständen wenn es darauf ankommt wertlos sein können...


liesa
__

Keine Rechtsberatung! Gebe nur eigene Erfahrungen weiter!
liesa ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.04.2017, 20:53   #6
en Jordi
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: zwangsbehandlung auch bei körperlichen leiden in planung, wie kann man das verhinder

Na ja, man wird euch nicht fragen, wenn ihr später in einem Altenpflegeheim untergebracht seid, ob ihr die abendlichen Antidepressiva- und Benzodiazepingaben wirklich wollt. Anders kann man die Abfertigung der Patienten dort gar nicht mehr bewältigen. Die Betreuer haben keine medizinische Kompetenz und folgen der Meinung der Ärzte.

Es sterben wohl sogar viele ältere Patienten an schleichender Medikamentenvergiftung. Wenn man keine Angehörigen hat, die sich für einen einsetzen, dann Gnade einem Gott.

Allerdings hat sich die Rechtslage bezüglicher der Thematik verbessert, der gesellschaftliche Konsen ist liberaler geworden. Es gibt Urteile von BVerfG und BGH, die sich gegen früher übliche Formen der Zwangstherapie aussprechen. Das Recht auf Krankheit oder Verzicht auf Behandlung wird heute viel eher anerkannt.

Panik schieben muss ich da nicht. Wenn ich mal unter rechtlicher Betreuung stehe, werde ich vermutlich nicht mehr wissen, was gut oder schlecht für mich ist. Dafür sollte dann Kontrollmechanismen geben. Wahrscheinlich ist das nicht in einem chronisch unterfinanzierten Gesundheitssystem.
  Mit Zitat antworten
Alt 27.04.2017, 21:13   #7
Kerstin_K
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 11.06.2006
Ort: Hannover
Beiträge: 7.781
Kerstin_K EnagagiertKerstin_K EnagagiertKerstin_K EnagagiertKerstin_K EnagagiertKerstin_K EnagagiertKerstin_K EnagagiertKerstin_K EnagagiertKerstin_K EnagagiertKerstin_K EnagagiertKerstin_K EnagagiertKerstin_K Enagagiert
Standard AW: zwangsbehandlung auch bei körperlichen leiden in planung, wie kann man das verhinder

genau deshalb ja die Vorsorgevollmacht. Ich zum Beispiel moechte damit bestimmte Teile meiner Familie gezielt von einer Betreuung ausschließen
Kerstin_K ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 27.04.2017, 21:16   #8
ZynHH
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von ZynHH
 
Registriert seit: 06.07.2011
Beiträge: 13.372
ZynHH Investor/inZynHH Investor/inZynHH Investor/inZynHH Investor/inZynHH Investor/inZynHH Investor/inZynHH Investor/inZynHH Investor/inZynHH Investor/inZynHH Investor/inZynHH Investor/in
Standard AW: zwangsbehandlung auch bei körperlichen leiden in planung, wie kann man das verhinder

Selbstmord ist strafbar, wird mit dem Tode bestraft. .....auch in Deutschland!
__

Mahalo


Wer Empfänger von Paketen ist, unterstützt Terroristen und Erpresser.
Empfänger sind unverantwortlich!
ZynHH ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 27.04.2017, 21:52   #9
Matricaria
Elo-User/in
 
Registriert seit: 24.10.2013
Beiträge: 41
Matricaria Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: zwangsbehandlung auch bei körperlichen leiden in planung, wie kann man das verhinder

Hey,
zu diesem Thema muss ich jetzt einfach etwas schreiben, da es mich seit Monaten beschäftigt. Sorry, wird sicher lang, aber muss ja keiner lesen ;-).

Meine Mutter (62) ist im Endstadium der Demenz. Sie hat eine sehr genaue Patientenverfügung schon vor Jahren geschrieben. Seit sie im Juli 2015 in ein Pflegeheim kam hat sie auch eine Betreuerin in allen Bereichen, wir die 2 Töchter können das leider aus verschiedenen Gründen nicht leisten. Die Betreuerin arbeitet sehr eng mit uns zusammen, verlässt sich auf unsere Aussagen und berät sich in allen Entscheidungen mit uns, gottseidank. Doch seit Monaten sind wir alle am diskutieren um diese Verfügung. Ich war immer der Meinung, hat man sowas ist alles klar für den Notfall. Meine Mutter war selbst Altenpfelgerin und hat sie deshalb so detailiert wie möglich aufgestezt, doch es gibt x Ausnahmefälle wo diese Verfügung nicht gilt, das musten wir nun erfahren.
Ärzte, Pfleger, Richter, Rechtspfelger, Betreuerin und wir Töchter drehen uns um diese Verfügung und das seit gut 7 Monaten. Es mussten mehrere Gutachten her, dass es wirklich das Endsatdium ist und somit setzte der Richter fest, dass die Verfüung gilt. Doch meine Mutter musste dann in die geschlossene Psychiatrie und da ging das Drama los. Sie wechselt monatlang zwischen Klinik und Heim hin und her, das eine Heim konnte sie nicht weiter behalten weil sie aggresiv war und somit musste sie in ein anderes. Die Verüfung wurde ständig missachtet oder nicht mitgegeben war nicht auffindbar usw, das alllein war schon teilweise unglaublich. Kann gar nicht mehr zählen wie oft dieses Schriftstück durch das Faxgerät gejagt wurde, doppelt und dreifach. Das Gerangel ging los, wann gilt die Vefügung und wann nicht, ist sie im Sterbestadium oder nicht, was mehrmals gesagt wurde und dann berappelte sie sich doch wieder. Ständig wollten andere Ärzte erneute Beweise, dass die Vefügung gelten soll. Der eine sagte, ja sie gilt weil sie im Sterbestadium ist, der nächste sagte, aber sie ist doch nicht im Sterbestadium. Der nächste kam und meinte, die Verfügung muss immer gelten.
Gerade in der Pychiatrie ist das Problem, wenn jemand fixiert ist, weil er eine Gefahr für sich und andere ist, dann darf man Flüssigkeit und Nahrung nicht verweigert. Also Infusionen und Zwangsernährung. Wenn man aber nicht fixiert ist, wird die Verfügung beachtet in der steht, keine Zwangsernährung und Flüssigkeitsgabe, aber dann natürlich auch nur, wenn man sieht, dass der Tod nicht mehr fern ist. Meine Mutter ist bettlägering, Dauerkatheter, Dekubitus Grad 3, Morphiumpflaster, und und und. Ganz ehrlich, es gab zwei mal den Punkt, hätte man sie da nicht zwangsernährt, dann wäre sie jetzt schon erlöst und müsste nicht in einem Schrottheim liegen wo man Menschen teilweise nicht wie Menschen behandelt.

Hätte meine Mutter uns nicht, die für die Beachtug der Verfügung kämpfen, hätte man sie einfach nicht gelesen und befolgt. Noch gerade vor 14 Tagen fand ich meine Mutter wieder mit einer Infusion vor und wieder gab es Streit mit dem Pflegedienstleiter des Heims. Er wollte erneut eine Bestätigung für die Verfügung, obwohl die seit Monaten von x Stellen vorlag. Erst als man ihm deutich sagte, dass er sich gerade strafbar macht, wurde die Infusion ganz fix gezogen. Dieser ständig Kampf ist schrecklich sage ich euch.
Und ich, die immer eine Vefügung aufsetzten wollte, denke mir nun, für was soll ich das machen? Ich habe keine Kinder und ein überforderter Betreuer später mal wird sich dafür nicht interessieren. Wir mussten auch mit der Betreuerin oft reden, weil sie uns ständig erklären wollte, was es bedeudet wenn man keine Flüssigkeit mehr bekommt, dabei wissen wir dies mehr als gut, meine Schwester war z.b. ebenfalls Altenpfelgerin. Also kämpfe ich weiter, das meine Mutter nicht zwangsweise am Leben erhalten wird, weil sie dies niemals wollte. Es ist ein Drama.

Wenn ich nun lese, dass Ärzte da das letzte Wort haben sollen und der Betreuer weniger Rechte hat, wird mir übel. Denn ich stand da teilweise Ärzten gegenüber die letzten Monate, an deren Verstand ich zweifelte. z.b. der Oberarzt der Geschlossenen der ein Gutachten schrieb, dass meine Mutter im Endstadium Demenz ist und die nächsten Wochen nicht überlebt und der mir dann 4 Wochen später sagte, das Gutachten kenne er nicht, meine Mutter hätte doch gar kein Demenz und ihr ginge es doch prima.
Das Gerangel zwischen, Gericht, Betreuerin, Kliniken und Heimen hat uns an den Rand der Verzweiflung geführt, aber man sieht daran eben, dass sich nicht nur auf einen Arzt verlassen wird, das halte ich also für gut. Aber den Ablauf, ja den muss man noch üben... seufz.

Und was ich noch vergessen habe ist das monatelange testen verschiedener Medikamente, wo es auch immer wieder Ärger und Streitigkeiten innerhalb der Ärzteschaft gab und nun eine vom Richter abgesegnete Zwangsmedikation.
War sie auf Station A der Klinik bekam sie Medi 1, dann 3 Wochen ins Heim zurück deren Hausarzt das Medi einfach absetzte. Wieder in die Klinik Station B wo sie Medi 2 erhielt. Zuürck ins Heim. 2 Wochen später wieder Station A wo wieder Medi 1 ins Spiel kam und immer so weiter.

good night.

Geändert von Matricaria (27.04.2017 um 22:06 Uhr)
Matricaria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.04.2017, 01:44   #10
Atze Knorke
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von Atze Knorke
 
Registriert seit: 28.02.2009
Beiträge: 1.463
Atze Knorke Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Unglücklich AW: zwangsbehandlung auch bei körperlichen leiden in planung, wie kann man das verhinder

Jute Nacht Deutschland!

Ich lese @Matricaria deine Ohnmacht und Ruhelosigkeit heraus. Ein großes Dilemma an sich und eine ethische Gratwanderung.

Was mir dabei auffällt, ist der Inhalt Patientenverfügung nicht aktuell zu halten, also rechtsgültig und ggf. abzuändern, dann neu zu datieren/zu unterschreiben?
PatVerfü | Die schlaue Patientenverfügung

Besonders wichtig ist für die unkalkulierbare Lebenssituation dann die Vorsorgevollmacht.
100 Antworten zur Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Betreuungsverfügung, Kontovollmacht, Testament & Vorsorge - ERBMANUFAKTUR

Ich verabscheue diesen menschenunwürdigen Umgang mit dem (alten) MENSCHEN.

So sieht es aus gestern entmündigt, heute betreut. Die Rhetorik ist trügerisch.
Die Reformen sind ohne Wirkung und Augenwischerei, ausgelaugt werden die Angehörigen unter Druck zwischen Emotionalität und Finanzierung.
Fakt ist, gegen die meisten Demenzformen gibt es weder ein Mittel zur Prävention noch eines zur Heilung.

Die Zeit drängt auf pragmatische und menschenwürdige Lösungen!

https://www.tz.de/muenchen/stadt/mae...g-6465463.html
__

Icke grüß' mal, Atze Knorke

Die Beiträge sind reiner, persönlicher Erfahrungsschatz keine Rechtsberatung.

"Man braucht zwei Jahre, um sprechen zu lernen, fünfzig, um schweigen zu lernen." (Ernest Hemingway)

"Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier." (Mahatma Gandhi)
Atze Knorke ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.04.2017, 08:27   #11
en Jordi
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: zwangsbehandlung auch bei körperlichen leiden in planung, wie kann man das verhinder

Es bringt die beste rechtliche Absicherung nichts, wenn das Gesundheitssystem korrupt und unterfinanziert ist.

Ethik schein auch in der Ärzteausbildung kein Thema zu sein, wobei man auch nicht weiß, wo Krankenhausärzte ihre Ausbildung genossen haben, da das ja immer mehr ein Job wird, den Deutsche nicht mehr machen wollen.

Ich kannte sogar einen ambulanten Psychiater, der überhaupt nicht richtig Deutsch sprach und der durfte dann Gutachten schreiben.
  Mit Zitat antworten
Alt 28.04.2017, 22:30   #12
Caye
Elo-User/in
 
Registriert seit: 10.03.2011
Beiträge: 715
Caye Caye Caye Caye Caye
Standard AW: zwangsbehandlung auch bei körperlichen leiden in planung, wie kann man das verhinder

Zitat von en Jordi Beitrag anzeigen
Ethik schein auch in der Ärzteausbildung kein Thema zu sein, wobei man auch nicht weiß, wo Krankenhausärzte ihre Ausbildung genossen haben, da das ja immer mehr ein Job wird, den Deutsche nicht mehr machen wollen.
Das kann ich so nicht bestätigen. Ich hatte im Medizinstudium einen sehr spannenden Ethik-Kurs, der auch im späteren Studium noch hätte fortgeführt werden können, wenn ich es denn gewollt hätte. Allerdings war dies mein vorklinisches Wahlpflichtfach und spannenderweise das, für das die wenigsten Anmeldungen seitens der Studenten vorlagen... Von den Krankenpflegeschülern, mit denen wir diesen Kurs gemeinsam hatten (was übrigens auch eine großartige Idee war), war das Interesse weitaus größer.
Inhaltlich haben wir uns - häufig mit Rollenspielen als Einstieg - mit Fallbeispielen der Ethikkommission der Uniklinik und deren rechtlichen Hintergründen beschäftigt.
Hätte ich nach dem Physikum weitergemacht, hätte es weitere Wahlpflichtfächer in diesem Bereich gegeben.

Natürlich geht da noch einiges, wenn man bedenkt, dass von über 300 Studenten gerade mal 15 daran teilgenommen haben, aber der Kurs war didaktisch einer der besten, den wir hatten, mit dem eindeutig engagiertesten Prof.
Immerhin. Es wird versucht, auch wenn der Anklang in der Studentenschaft ziemlich erbärmlich ist.

Und was ausländische Mediziner angeht: Einfach so wird eine ausländische Approbation in Deutschland auch wieder nicht anerkannt. Um die medizinische Ausbildung ausländischer Ärzte mache ich mir keine Sorgen - im Gegenteil, in manchen Dingen sind sie deutschen Ärzten eindeutig überlegen. Gerade in Sachen Ethik würde ich Ärzten aus bestimmten Ländern wesentlich eher trauen als deutschen Ärzten.
Was die Sprachfähigkeiten betrifft, das wird inzwischen ziemlich hart geprüft (hier kenne ich aus dem Bekannenkreis entsprechende Berichte bzw. Ärzte, deren Anamnesegespräch-Übungsobjekt ich als Prüfungsvorbereitung gespielt habe). Das war nicht immer so, die Ärzte, die nicht gut Deutsch sprechen, sind sozusagen noch "Altlasten" von einer Zulassungsprozedur, bei der die Sprachkenntnisse nicht so berücksichtigt werden, wie es heute der Fall ist.
Caye ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Themen-Optionen
Ansicht


Ähnliche Themen

Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Wie kann ich eine unberechtigte Gaszählersperre verhindern? hutzelmann77 Allgemeine Fragen 35 14.02.2017 08:10
[Bln] Mitmachtreffen 22.05 ZWANGSRÄUMUNGEN VERHINDERN – AUCH DU BIST GEFRAGT! ethos07 Austausch von regionalen / überregionalen Aktivitäten 6 21.05.2013 15:24
kann ich strom und gaszählersperrung verhindern? hutzelmann77 KDU - Heiz-, Energie- und Nebenkosten 96 28.01.2012 11:07
kann Jobcenter Erziehungszeit verhindern? celticmoon ALG II 11 11.05.2011 15:44
Kann 401.-€ Job Teilnahme an Maßnahme verhindern? sauberwisch1 Weiterbildung/Umschulung/Sinnlose Maßnahmen 2 12.11.2008 15:11


Es ist jetzt 13:45 Uhr.


Powered by vBulletin® (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2017, Jelsoft Enterprises Ltd.
Search Engine Optimisation provided by DragonByte SEO (Pro) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2017 DragonByte Technologies Ltd.
Feedback Buttons provided by Advanced Post Thanks / Like (Pro) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2017 DragonByte Technologies Ltd.
ELO-Forum by Erwerbslosenforum Deutschland