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Alt 31.03.2017, 10:00   #1
Caye
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Caye Caye Caye Caye Caye
Standard EM-Rentenantrag - ab wann darf ich ungeduldig werden?

Hallo allerseits,

ich wollt nun doch mal einen Thread aufmachen, um meine Ungeduld bzgl. des laufenden EM-Rentenantrags ein wenig in den Griff zu kriegen...
Die Antragstellung ist ziemlich genau einen Monat her, und auch wenn mir klar ist, dass das für ein Amt noch nicht viel Zeit ist, scharre ich so langsam mit den Hufen.
Ein paar Tage nach der Antragstellung habe ich direkt Post von meiner Krankenversicherung bekommen, dass die über den Antrag informiert wurden und nun prüfen, ob ich in die KVdR komme oder nicht.
Noch ein paar Tage später habe ich noch fehlende Unterlagen (natürlich persönlich und nachweislich) nachgereicht.

Aktuell habe ich eine nigelnagelneue Schwerbehinderung vorliegen, die ich auch nachreichen muss, sobald ich mich entschieden habe, ob ich da nochmal widerspreche oder nicht (vermutlich nicht, will mir das aber noch bis Ende Widerspruchsfrist offen lassen und begrübeln).

Bis auf die Abgabebestätigungen und eine Bearbeitungsnummer, die ich direkt bei der Rentenberatungsstelle bekommen habe, habe ich bisher nix. Nichtmal eine Eingangsbestätigung des zuständigen RV-Trägers (war zur Beratung bei einem andren DRV-Teil).
D.h. im Endeffekt weiß ich ja noch nichtmal, wo genau ich anrufen und nachfragen müsste. Immerhin weiß ich aber durch den vorherigen Reha-Antrag, dass es tatsächlich kein nerviges Callcenter gibt, sondern man tatsächlich direkt beim zuständigen SB-Team landet, dessen Telefonnummer man sogar bekommt (was schon ziemlich großartig ist in der heutigen Zeit...).

Andrerseits denke ich, dass es gar nicht so schlecht ist, dass ich so schnell noch nichts höre. Die RV könnte meinen Antrag relativ schnell über eine Datierung des Renteneintritts auf den Krankheitsbeginn ablehnen, da zu dem Zeitpunkt die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen noch nicht erfüllt waren. Natürlich würde ich dem widersprechen, aber... man kennt das ja.
Mit einer Ablehnung über diese Begründung wäre der Antrag erstmal schnell vom Tisch, daher denke ich, dass die das auch schnell tun würden - wenn sie sich also nicht melden, scheinen sie irgendwas zu bearbeiten... Hoffe ich zumindest mal.

Jedenfalls... meine Frage an die Forenintelligenz wäre, ab wann ich tatsächlich mal unruhig werden sollte und versuchen sollte, den Bearbeitungsstand zu erfragen. Wie lang hat es bei euch so gedauert, bis die DRV sich mal von sich aus gemeldet hat?
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Alt 31.03.2017, 10:27   #2
Anna B.
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Anna B. Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: EM-Rentenantrag - ab wann darf ich ungeduldig werden?

bei mir ist das so lange her...ich habe, glaub ich im Oktober den Antrag gestellt und war dann das 1. mal im Februar beim Gutachter.
__

Gruß
Anna

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Alt 31.03.2017, 11:49   #3
aidafan301
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Standard AW: EM-Rentenantrag - ab wann darf ich ungeduldig werden?

Hallo Caye,

ich musste gerade etwas schmunzeln, als ich las, dass Dein Antrag gerade einmal 4 Wochen weg ist.

Also.....meinen Antrag habe ich am 20.06.2012 abgegeben, direkt in der Sprechstunde der DRV hier vor Ort. Zum Gutachter brauchte ich zum Glück nicht; trotzdem ging es nicht sehr viel schneller. Im Oktober bekam ich dann eine Mitteilung, dass ich mich für einen Rentenbeginn entscheiden sollte. Habe der DRV sofort meine Entscheidung mitgeteilt. Der Rentenbescheid kam letztendlich 1 oder 2 Tage vor Heiligabend. Du siehst, selbst wenn alles in Ordnung ist und keine weiteren Unterlagen erforderlich sind, braucht es seine Zeit.

LG
Gaby
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Alt 31.03.2017, 12:08   #4
liesa
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Standard AW: EM-Rentenantrag - ab wann darf ich ungeduldig werden?

Wenn die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen nicht gegeben sind kommt in der Tat sehr schnell die Ablehnung. Das war bei mir bei ersten EM-Rentenantrag vor der Einführung von AGLII als ich selbige nicht hatte der Fall das dauerte keine 14 Tage.

Erst im SGBII dann 2013 der zweite Antrag als die Anwartschaftszeit (bis 2011 wurde ja im Bezug von ALGII Beiträge gezahlt) nun erfüllt war. Antrag Juni 2013 abgegeben, Gutachtertermin Januar 2014, Bescheid März 2014...

Also Geduld du musst haben...


liesa
__

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Alt 31.03.2017, 14:27   #5
Caye
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Caye Caye Caye Caye Caye
Standard AW: EM-Rentenantrag - ab wann darf ich ungeduldig werden?

Das ist schwierig mit der Geduld. Aber ich gebe mir große Mühe.
Dass ein Monat knapp ist, ist mir ja auch klar. Allerdings war es für mich auch ein seeeeeehr langer Monat. Irgendwie war so viel los bei mir, dass es sich sowieso anfühlt, als sei die Antragstellung schon viel länger her.

Jedenfalls, vor allem dir, liesa, vielen Dank! Das macht mir wirklich Hoffnung. Ich habe zwar auch ziemliche Angst davor, zu nem Gutachter zu müssen, aber an sich ist die nur knappe Erfüllung der Voraussetzungen meine größte Hürde, denke ich.
Ich habe einen ziemlich "vernichtenden" Reha-Bericht, laut dem ich auch langfristig nicht für 3 oder mehr Stunden belastbar bin und tolle Ärzte, die mich unterstützen.

Habt ihr zwischendrin mal was von der DRV gehört, z.B. dass die eure behandelnden Ärzte anschreiben o.ä.? Oder machen die das einfach (oder auch nicht) und melden sich wirklich so rein gar nicht?
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Alt 31.03.2017, 14:30   #6
Tasha
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Tasha
Standard AW: EM-Rentenantrag - ab wann darf ich ungeduldig werden?

Geduld Geduld.......Rentenantrag April 2016 ....März 2017 Einladung zum Gutachter........

LG Tasha
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Alt 31.03.2017, 15:59   #7
Doppeloma
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Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma
Frage AW: EM-Rentenantrag - ab wann darf ich ungeduldig werden?

Hallo Caye,

Zitat:
Das ist schwierig mit der Geduld. Aber ich gebe mir große Mühe.
Dass ein Monat knapp ist, ist mir ja auch klar. Allerdings war es für mich auch ein seeeeeehr langer Monat. Irgendwie war so viel los bei mir, dass es sich sowieso anfühlt, als sei die Antragstellung schon viel länger her.
Das "fühlt" sich immer so an wenn man auf wichtige Entscheidungen warten muss, von denen das weitere (besonders auch finanzielle) Schicksal abhängt und man hat selbst fast KEINEN Einfluss auf diese Entscheidungen.

Gesetzlich gesehen hat die DRV volle 6 Monate Zeit deinen Antrag zu bearbeiten, ehe du per "Untätigkeitsklage" am SG da wirklich berechtigt was machen könntest.

Es kann dir natürlich Niemand verbieten mal eine "Sachstand-Anfrage" zustellen ...

Richtig ist auch, dass die Ablehnungen relativ schnell erfolgen, wenn sich aus dem Versicherungs-Konto kein Anspruch ergibt, das wird ja zuerst geprüft, schon um sich überflüssige Arbeit zu ersparen, KEINE ausreichenden Versicherungszeiten = KEINE EM-Rente ...

Deine Zuordnung zur KvdR erfolgt ja bereits mit der Antragstellung auf EM-Rente, weil die KK eben auch erst mal prüft, ob du später (bei Bewilligung der Rente) dann dort weiter gesetzlich versichert bleiben kannst.

Das ist zunächst mal unabhängig davon zu sehen, ob es wirlich eine EM-Rente geben wird, Männe hatte da auch schon Nachfragen von der KK weil denen irgendwelche KV-Nachweise gefehlt haben (angeblich), die sich dann aber schnell wieder angefunden haben, als wir die Nachweise selbst herausgesucht hatten.

Da müssen auch bestimmte Zeiten vorliegen, sonst kann man (als Rentner) nicht "automatisch" gesetzlich KV versichert bleiben und muss sich dann selbst um die Beiträge kümmern.

Sonst macht das ja komplett die DRV aus der "Brutto-Rente", so wie früher der AG und überwiesen wird das "Netto", was man dann auch ausgeben kann.

Zitat:
Das macht mir wirklich Hoffnung. Ich habe zwar auch ziemliche Angst davor, zu nem Gutachter zu müssen, aber an sich ist die nur knappe Erfüllung der Voraussetzungen meine größte Hürde, denke ich.
Habe dazu deine Einzelheiten gerade nicht mehr im Kopf, aber für welchen konkreten Zeitraum die Versicherungs-Bedingungen erfüllt sein müssen ergibt sich ja erst wenn die DRV ab Tag "X" eine Erwerbsminderung (Leistungsfall) anerkennt und diesen Tag "X" kann sie selbst festlegen, das muss nicht unbedingt der Antragstag sein.

Ausgehend von diesem Tag "X" (Eintritt des Leistungsfalles) müssen dann rückwirkend die ominösen 5 Jahre mit wenigstens 36 Pflicht-Monaten belegt sein.

Ich schreibe absichtlich nichts von Beiträgen, denn es sind inzwischen oft gar keine "Pflicht-Beiträge" mehr gezahlt worden, wie aus Hartz 4 z.B. seit 2011, es gilt aber trotzdem weiter die "Anwartschaft" auf eine EM-Rente als gesichert, wenn man direkt aus Erwerbseinkommen und/ oder Lohnersatz-Leistungen ( KG/ ALGI) im ALG II gelandet ist.

Auch durchgehende AU-Zeiten (mit entsprechender Bescheinigung vom Arzt) halten diesen Anspruch aufrecht, selbst wenn man aus verschiedenen Gründen mal KEINE Leistungen mehr bekommen hat, ergeben sich daraus "Anrechnungszeiten / Ersatzzeiten" wegen "Krank/ Gesundheits-Maßnahme" im Rentenkonto.

Darum weise ich ja immer wieder darauf hin, wie wichtig diese (durchgehenden !!!) Bescheinigungen vom Arzt sind, selbst wenn sie zunächst Keiner mehr haben will (nach der Aussteuerung z.B.), die beweisen aber, dass man KRANK gewesen ist mit Bescheinigung.

Zitat:
Ich habe einen ziemlich "vernichtenden" Reha-Bericht, laut dem ich auch langfristig nicht für 3 oder mehr Stunden belastbar bin und tolle Ärzte, die mich unterstützen.
Der ist ja noch relativ "frisch" wenn ich mich recht erinnere und den wird die DRV ganz sicher gründlich studieren, was "Besseres" kann ihr gar nicht in die Finger kommen, wenn ein Antrag auf EM-Rente gestellt wird.

Daraus müsste sich (theoretisch) ja bereits eine "Umdeutung" dieser Reha ergeben, wenn das bei der DRV genau so gesehen wird wie in der Reha-Klinik, vielleicht wäre sogar ohne deinen Antrag demnächst ein entsprechendes Schreiben von der DRV gekommen, dass du aus diesem Grunde die EM-Rente beantragen sollst.

Seit wann liegt denn der Reha - Bericht schon vor, das dauert ja auch oft einige Wochen, dann prüft der med. Dienst der DRV und danach wird entschieden, ob eine "Umdeutung" vorzunehmen ist ... da wäre der Tag "X" (Eintritt des Leistungsfalles EM) z.B. schon der Antrag auf diese Reha.
Der Formular-Antrag auf EM-Rente ist dann wirklich nur noch lästiges "Beiwerk", die Entscheidung der DRV steht eigentlich schon fest.

Ob der DRV das wirklich genügt und schon schlüssig genug ist kann ich nicht beurteilen, denn die sind ja an diese Berichte trotzdem nicht "gebunden", können das also auch noch gutachterlich nachprüfen lassen, wenn ein Reha-Bericht (eigentlich) bereits sehr eindeutige Aussagen macht.

Zitat:
Habt ihr zwischendrin mal was von der DRV gehört, z.B. dass die eure behandelnden Ärzte anschreiben o.ä.? Oder machen die das einfach (oder auch nicht) und melden sich wirklich so rein gar nicht?
Die Ansichten der behandelnden Ärzte sind leider meist "nebensächlich" und du kannst natürlich auch deine Ärzte selbst fragen, ob sie von der DRV angeschrieben wurden, manchmal bekommt man auch Formulare zugeschickt ( Befundberichte), die man selbst bei den Ärzten ausfüllen lassen soll.

War bei mir erst im Widerspruch der Fall, bis zur Ablehnung wurden meine Ärzte gar nicht kontaktiert, es gab ja einen so "tollen" Reha-Bericht (inzwischen schon älter als 1 Jahr), da hat man das nicht für nötig gehalten, mitgeschickt hatte ich das ÄD-Gutachten der AfA, aber das hat die auch nicht interessiert.

Das war sehr "frisch" (nach der Aussteuerung) und die Aussagen hatten mit dem angeblich guten Reha-Ergebnis NICHTS mehr zu tun, das stimmte ja schon nach der Reha NICHT ... aber das nur nebenbei.

Ob und wann sich die DRV mal äußert kann sehr unterschiedlich lange dauern, sogar bei den gleichen Personen und mehreren Anträgen ist da keine "Linie" zu erkennen.

Im 1. Antrag bei Männe wurde recht zügig abgelehnt (er hatte auch gerade eine angeblich erfolgreiche Reha absolviert), da wurde nicht mal ein Gutachter beauftragt und auch kein Arzt angeschrieben.

Begutachtet wurde erst im Widerspruchsverfahren und danach wieder abgelehnt ... die Klage musste ja später zurück genommen werden, weil auch der gerichtliche Gutachter (Orthopäde in beiden Fällen) der Ansicht der DRV voll zugestimmt hatte ... mehrere Spezial-Klinik-Berichte wurden einfach ignoriert.

Beim 2. Antrag haben wir diese Berichte und einen ganz Frischen (spezielle Schmerzkliniken mit hohem Ansehen auch bei der DRV "eigentlich") wieder mitgeschickt, es folgte knapp 6 Monate "Totenstille" und dann kam ein Termin zum DRV-Gutachter ... zum psychiatrischen Gutachter ...

Keiner seiner behandelnden Ärzte (Schmerztherapie / Orthopäde / Kardiologe / Lungenfacharzt usw.) war in der Zeit angeschrieben worden, auch nicht unsere Hausärztin, die ihn bereits seit fast 5 Jahren durchgehend AU geschrieben hat und ALLE anderen Facharzt- / Klinikberichte komplett vorliegen hatte.

Den Rest schenke ich mir mal, hat mit deiner Frage nicht viel zu tun ...

In meinem Falle kamen nach ca. 3 Monaten die ersten DRV-Gutachter-Termine, nach wenigen Wochen dann die Ablehnung ... erst am Gericht wurden diese Gutachten dann korrigiert und die EM-Rente (rückwirkend ab Antragstellung) bewilligt.

Eine sehr gute Bekannte von mir bekam die Ablehnung bereits nach 9 (neun) Kalendertagen, man hatte (angeblich) ihren Gesundheitszustand gründlichst geprüft, um zu dieser Entscheidung zu kommen.

"Geprüft" wurde dafür EIN Reha-Bericht der schon 7 Jahre alt war und schon sehr zweifelhafte Aussagen zu ihrer gesamten Erwerbsfähigkeit gemacht hatte ... im Klartext hätte diese Reha bereits in EM-Rente "umgedeutet" werden MÜSSEN.

Soviel mal von mir dazu.

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!

Geändert von Doppeloma (31.03.2017 um 16:35 Uhr)
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Alt 31.03.2017, 18:16   #8
Caye
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Caye Caye Caye Caye Caye
Standard AW: EM-Rentenantrag - ab wann darf ich ungeduldig werden?

Huhu Doppeloma,

Zitat:
Das "fühlt" sich immer so an wenn man auf wichtige Entscheidungen warten muss, von denen das weitere (besonders auch finanzielle) Schicksal abhängt und man hat selbst fast KEINEN Einfluss auf diese Entscheidungen.
Diesbezüglich ist bei mir ne Menge los - Schwerbehinderung ist ja nun durch, Kostenübernahme für Psychotherapie immer noch nicht (müsste aber nächste Woche kommen), zwischendrin lief noch ein ALG II-Weiterbewilligungsantrag, der natürlich nicht lief... Kein Wunder, dass der März ein langer Monat war.

Zitat:
Deine Zuordnung zur KvdR erfolgt ja bereits mit der Antragstellung auf EM-Rente, weil die KK eben auch erst mal prüft, ob du später (bei Bewilligung der Rente) dann dort weiter gesetzlich versichert bleiben kannst.

Das ist zunächst mal unabhängig davon zu sehen, ob es wirlich eine EM-Rente geben wird, Männe hatte da auch schon Nachfragen von der KK weil denen irgendwelche KV-Nachweise gefehlt haben (angeblich), die sich dann aber schnell wieder angefunden haben, als wir die Nachweise selbst herausgesucht hatten.
Die haben bei mir eigentlich alles. Eine Entscheidung haben sie mir aber bisher noch nicht mitgeteilt, nur, dass sie prüfen. Wenn meine bisherigen Infos stimmen, werde ich auch nicht in der KVdR versichert sein können. Aber da lasse ich mich überraschen. Ist im Endeffekt ja auch egal bzw. eh nicht zu ändern.

Zitat:
Habe dazu deine Einzelheiten gerade nicht mehr im Kopf, aber für welchen konkreten Zeitraum die Versicherungs-Bedingungen erfüllt sein müssen ergibt sich ja erst wenn die DRV ab Tag "X" eine Erwerbsminderung (Leistungsfall) anerkennt und diesen Tag "X" kann sie selbst festlegen, das muss nicht unbedingt der Antragstag sein.
Genau das ist der Punkt. Würde man den Leistungsfall auf den Beginn der AU legen, würde ich die Voraussetzungen nicht erfüllen. Ich brauche übrigens nur zwölf Monate, wegen Azubi-Sonderregelung. Aber selbst die hätte ich dann eben nicht ganz voll. Danach gabs Krankengeld, ALG I und aktuell ALG II, ohne Lücken. In der ALG I-Zeit habe ich mich nicht weiter krankschreiben lassen, weil die AfA bis zur Reha nix von mir wollte. Hatte zwar deinen Rat im Hinterkopf, aber war zu antriebslos und depressiv, um mich darum wirklich zu kümmern. In meinem Fall aber wohl auch nicht das Schlechteste.

Zitat:
Seit wann liegt denn der Reha - Bericht schon vor, das dauert ja auch oft einige Wochen, dann prüft der med. Dienst der DRV und danach wird entschieden, ob eine "Umdeutung" vorzunehmen ist ... da wäre der Tag "X" (Eintritt des Leistungsfalles EM) z.B. schon der Antrag auf diese Reha.
Die Reha lief von Anfang November '16 bis Ende Januar '17 und den Bericht hatte ich wenige Tage vor dem Antragstermin bekommen und dorthin auch mitgenommen und mit eingereicht (über die Logik wundere ich mich lieber gar nicht mehr...).
Da mir ja in der Reha zum Rentenantrag geraten wurde, wollte ich den Antrag möglichst schnell hinter mich bringen. Die Umdeutung wäre okay, zum Zeitpunkt des Reha-Antrages habe ich die Pflichtmonate ja durchs KG schon zusammen gehabt.

Ich vermute mal, dass die DRV dir aber nicht zustimmen wird, dass ihnen nichts besseres in die Finger kommen könnte - die hätten sicherlich lieber einen Bericht, der mich für erwerbsfähig erklärt.
Aussage des behandelnden Therapeuten war, dass er den Bericht so schreibt, dass die Rente durchgeht (er ist ein sehr zuversichtlicher Mensch...), und ich finde ihn eindeutig genug. Es ist von "gar keine Belastbarkeit" die Rede und davon, dass "signifikante Verbesserungen selbst bei adäquater Behandlung nicht innerhalb der nächsten 12 Monate zu erwarten sind" (und die adäquate Behandlung habe ich nicht, was auch drinsteht und was die Krankenkasse auch nicht wirklich ändern will).
Allerdings bin ich ja noch recht jung und ich hoffe ja durchaus auch selbst, dass ich die Rente nicht für immer brauche. Evtl. könnte die DRV ja auch darauf spekulieren, das Verfahren schön in die Länge zu ziehen, in der Hoffnung, dass ich dann doch noch spontan gesunde.

Na ja... solange das Jobcenter mich in Frieden lässt (und das tut es derzeit), habe ich eigentlich Zeit...
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Alt 31.03.2017, 19:09   #9
Muzel
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Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel
Standard AW: EM-Rentenantrag - ab wann darf ich ungeduldig werden?

Ich hab am 18. August den EM-Antrag gestellt und war am 30. September beim Gutachter. Dann musste ich ein Jahr auf die Entscheidung warten.
__

Wer Rechtschreibfehler findet, kann sie behalten.
Muzel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.03.2017, 19:31   #10
cerebellum
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cerebellum
Standard AW: EM-Rentenantrag - ab wann darf ich ungeduldig werden?

hallo caye,

wie alt bist du denn?
da du auch von azubi und so schreibst.

ich weiß nicht, wie da die voraussetzungen für eine emr sind....aber du scheinst
dich ja gut auszukenen.

viel erfolg!
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Alt 31.03.2017, 20:05   #11
aidafan301
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Standard AW: EM-Rentenantrag - ab wann darf ich ungeduldig werden?

Zitat von Muzel Beitrag anzeigen
Ich hab am 18. August den EM-Antrag gestellt und war am 30. September beim Gutachter. Dann musste ich ein Jahr auf die Entscheidung warten.
Ein ganze Jahr, ohne was zu hören, oder hast Du zwischendurch eine Ablehnung erhalten? Das ist ja echt heftig.

LG
Gaby
aidafan301 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.04.2017, 11:50   #12
Caye
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Caye Caye Caye Caye Caye
Standard AW: EM-Rentenantrag - ab wann darf ich ungeduldig werden?

Ein Jahr so ganz ohne Info... Ich würd wahnsinnig werden... Hoffentlich hoffentlich hoffentlich wirds bei mir nicht so schlimm.

Cerebellum, ich bin Mitte 30. Habe nach der Schule ein FSJ gemacht, dann ziemlich lang (und leider erfolglos - war ja eigentlich schon immer krank) studiert und dann mit 30 eine Ausbildung angefangen. Sozusagen letzte Hoffnung. War eigentlich klar, dass das nicht klappen würde, aber für den Rentenanspruch war es ganz gut so.
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Alt 01.04.2017, 12:07   #13
Domino
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Standard AW: EM-Rentenantrag - ab wann darf ich ungeduldig werden?

Ich warte auch seit Anfang November auf eine Entscheidung.
Domino ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.04.2017, 12:26   #14
JulieOcean
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JulieOcean JulieOcean JulieOcean JulieOcean JulieOcean
Standard AW: EM-Rentenantrag - ab wann darf ich ungeduldig werden?

Ich hatte Anfang Februar 2014 einen Antrag gestellt. Anfang April war ich beim Gutachter. Mitte Mai kam dann die Ablehnung. Wobei ich natürlich hoffe, dass du deine Rente bekommst.
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Alt 01.04.2017, 17:35   #15
Muzel
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Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel
Standard AW: EM-Rentenantrag - ab wann darf ich ungeduldig werden?

Nein ich habe keine Ablehnung bekommen. Bei mir hat die KK die Entscheidung der DRV im Mai angemahnt, was die Sache nicht beschleunigt hat.
__

Wer Rechtschreibfehler findet, kann sie behalten.
Muzel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.04.2017, 18:24   #16
Tasha
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Tasha
Standard AW: EM-Rentenantrag - ab wann darf ich ungeduldig werden?

Ich habe im April 2016 meinen EM-Rentenantrag gestellt und bis zum heutigen Tag nichts mehr von der DRV gehört/gelesen.
Zwischendrin wurde ich mal nervös, aber bekomme noch ALG I und die AfA lässt mich in Ruhe.
Nun darf ich "endlich" nächste Woche zum Gutachter der DRV. Dann heißt es wieder warten.
Bin eigentlich auch kein Typ die gut warten kann, habe es lernen müssen.

"Gras wächst nicht schneller, wenn man dran zieht"

LG Tasha
Tasha ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.04.2017, 20:09   #17
cerebellum
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cerebellum
Standard AW: EM-Rentenantrag - ab wann darf ich ungeduldig werden?

Zitat von Caye Beitrag anzeigen
Cerebellum, ich bin Mitte 30. Habe nach der Schule ein FSJ gemacht, dann ziemlich lang (und leider erfolglos - war ja eigentlich schon immer krank) studiert und dann mit 30 eine Ausbildung angefangen. Sozusagen letzte Hoffnung. War eigentlich klar, dass das nicht klappen würde, aber für den Rentenanspruch war es ganz gut so.
gib die hoffnung nicht so schnell auf! ich weiß zwar nicht was du hast, sorry falls ich es überlesen habe...

ich habe die diagnose mit 34 jahren bekommen!
2 jahre später wurde ich berentet, teil emr, weitere 2 jahre später erhielt
ich die volle emr.

bei mir ging es ziemlich schnell. ich war zur reha, einige monate später schickte
mir die drv einen rentenantrag zu. ich wußte von nichts, und war sehr überrascht
darüber. 6 monate später war ich berentet.

also das alter spielt nicht unbedingt eine rolle!

geduld und alles gute!
cerebellum ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.04.2017, 13:41   #18
Caye
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Standard AW: EM-Rentenantrag - ab wann darf ich ungeduldig werden?

Inzwischen sinds zwei Monate.
Zwei Mitpatientinnen, die mit mir in der Reha waren und eine bzw. zwei Wochen nach mir entlassen wurden, haben inzwischen jeweils die Aufforderung erhalten, den Renteneintrag einzureichen. Ich freue mich für die zwei, aber ich will auch... *jammer* Mein Facharzt, bei dem ich letzte Woche war, hat auch nix von der DRV gehört.
Immerhin wirds so langsam wirklich mit jedem Tag wahrscheinlicher, dass man keine Rückdatierung versuchen wird - so langsam isses echt unwahrscheinlich, dass sie eine Ablehnung mit der Begründung, dass ich nicht lang genug eingezahlt habe, noch rausschicken werden. Dafür müsste man sich nun wirklich nicht so viel Zeit lassen.

Es ist schlimm, wie sehr die Zeit momentan einerseits rennt, sich aber andrerseits anfühlt wie zähes Kaugummi, wenn es um diesen Rentenantrag geht...
Caye ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.04.2017, 04:58   #19
aidafan301
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Standard AW: EM-Rentenantrag - ab wann darf ich ungeduldig werden?

Zitat von Caye Beitrag anzeigen
Immerhin wirds so langsam wirklich mit jedem Tag wahrscheinlicher, dass man keine Rückdatierung versuchen wird :
Ich hoffe, ich habe Dich richtig verstanden, aber ich hatte meinen Rentenantrag ja auch nach der Reha gestellt; der Bescheid kam dann etwa 6 - 7 Monate später. Trotzdem wurde er bei mir um 1,5 Jahre zurückdatiert (also man ließ mich entscheiden, welcher Termin als Rentenbeginn gesetzt werden sollte). Von daher denke ich nicht, dass das unbedingt etwas mit der Bearbeitungsdauer zu tun haben muss. In jedem Fall ist das Warten alles andere als schön, ist aber noch im normalen Zeitfenster.

LG
Gaby
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Alt 26.04.2017, 18:29   #20
Caye
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Standard AW: EM-Rentenantrag - ab wann darf ich ungeduldig werden?

Mit einer Rückdatierung des Leistungsfalls auf die AU, die zur Aussteuerung und darüber zu Reha führte, wären in meinem Fall die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen nicht erfüllt. Daher wäre das für die DRV die einfachste aller Möglichkeiten, sich um die Zahlung zu drücken.

Ich hoffe halt, dass es ein gutes Zeichen ist, dass sie mir nicht quasi sofort eine Ablehnung mit eben dieser Begründung zugeschickt haben.

Ansonsten dürfen sie gerne rückdatieren, wie sie lustig sind - gern auf den Reha-Antragstermin zum Beispiel.
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Alt 13.06.2017, 11:14   #21
Caye
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Soooo. Dreieinhalb Monate ohne irgendeine Reaktion.

Dafür geht mir jetzt das Jobcenter auf den Keks - habe das erste Mal seit ich ALG II bekomme nun einen Termin bekommen mit dem Hinweis, dass eine einfache AU nicht ausreiche. Nervtröten. Werde ihnen meine Hausärztin auf den Hals hetzen. Aber es ist Stress, der echt nicht sein müsste.
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Alt 21.06.2017, 10:53   #22
Caye
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Standard AW: EM-Rentenantrag - ab wann darf ich ungeduldig werden?

Heute kam die Ablehnung. Begründung - leider, trotz der langen Bearbeitungsdauer - dass ich die Voraussetzungen nicht erfülle, da Rentenbeginn auf Beginn der AU zurückdatiert.

Bin nun am Überlegen, ob ich den Widerspruch noch selbst (mit Arzt und Therapeut natürlich) schreibe oder ob ich das direkt an nen Anwalt / SoVD abgebe... Einerseits fällt es mir sehr schwer, sowas abzugeben, weil ich niemandem vertraue, andrerseits tut es mir auch nicht gut, mich damit selbst zu beschäftigen.
Nun ja... zumindest den Widerspruch werd ich wohl selbst die Tage hinbringen. Für ne Begründung wird der Monat zu knapp, egal ob mit Anwalt oder ohne.
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Alt 21.06.2017, 16:45   #23
Doppeloma
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Ausrufezeichen AW: EM-Rentenantrag - ab wann darf ich ungeduldig werden?

Hallo Caye,

Zitat:
Heute kam die Ablehnung. Begründung - leider, trotz der langen Bearbeitungsdauer - dass ich die Voraussetzungen nicht erfülle, da Rentenbeginn auf Beginn der AU zurückdatiert.
Das haben die doch wieder mal "geschickt eingefädelt", wie war das jetzt, liegt dir der Reha-Bericht schon selber vor ???

Das wäre doch mal interessant darin genauer zu forschen, ob man das in der Reha-Klinik auch schon so gesehen hat, dass deine Erwerbsminderung bereits seit Beginn der AU bestehen wird ???

In der Regel ist zu Beginn einer AU noch (lange) NICHT absehbar wie das mal "enden" wird, so ist es schon sehr wichtig direkt im fristwahrenden Widerspruch die (bei der DRV) vorliegenden medizinischen Unterlagen einzufordern (Akteneinsicht nach § 25 SGB X), die maßgeblich für diese Erkenntnis gewesen sein sollen.

Zitat:
Bin nun am Überlegen, ob ich den Widerspruch noch selbst (mit Arzt und Therapeut natürlich) schreibe oder ob ich das direkt an nen Anwalt / SoVD abgebe...
Diesen fristwahrenden Widerspruch kannst du problemlos selbst einlegen und dabei unbedingt schon die entscheidungsrelevanten Unterlagen direkt mit anfordern.
Die Begründung wird "zeitnah" erfolgen wenn du diese Unterlagen erhalten und geprüft hast.

Oft geben die dann gleich einen Termin vor für die Begründung aber dafür gibt es keine Rechtsgrundlagen und daher kannst du diesen Termin problemlos verlegen (lassen) ... wenn du bereits einen Anwalt hast bis dahin, wird der sich um solche Terminfragen selber kümmern.

In letzter Zeit wird dann (der Antragsteller) gerne zum "Ortstermin" gebeten, um die Akteneinsicht zu nehmen, du solltest also auch direkt erwähnen, dass du um Zusendung von Kopien bittest, weil dir sonst die Akteneinsicht gesundheitlich NICHT möglich ist.

Leider musst (solltest) du dann auch direkt die Übernahme der Kopier-Kosten (nach Rechnungslegung) anbieten, es kann dir trotzdem passieren, dass man sich darauf nicht einlassen möchte.
Ein Anwalt wird sich darum dann zuerst kümmern.

Wie immer per Übergabe-Einschreiben oder bei Abgabe in der Beratungsstelle mit Eingangs.Bestätigung auf einer Kopie deines Widerspruches.

Lass dich auch dort nicht "belabern", dass man das "für dich aufnehmen und weiterleiten wird", damit machst du "den Bock zum Gärtner", die haben das genau so weiterzuleiten wie DU das möchtest ...

Zitat:
Einerseits fällt es mir sehr schwer, sowas abzugeben, weil ich niemandem vertraue, andrerseits tut es mir auch nicht gut, mich damit selbst zu beschäftigen.
Gerade bei deiner Konstellation kann ich dir nur dringend raten, einen Anwalt für Sozialrecht zu nehmen, der sich mit solchen EM-Rentensachen auch schon auskennt, zu den "Sozial-Verbänden" gibt es sehr unterschiedliche (und eher selten Gute) Erfahrungen dabei.

In der Regel bekommst du da nur viel zu wenige Informationen zum Gang der Dinge und siehst auch nicht unbedingt alles vorher, was dann an die DRV (oder später an das Gericht) geschickt wird ... vergiss nicht, dass es letztlich DEIN Verfahren ist und man dir da falsche oder unkomplette Informationen später anlasten könnte.

Ganz ohne deine Zuarbeit KANN auch ein Anwalt nicht erfolgreich für dich tätig werden, der bekommt aber schon mal umfangreichere Akten-Einsicht bei der DRV als man sie dir selber geben wird ... zudem sollte er JEDEN schriftlichen Schritt mit dir abstimmen, damit du immer weißt was gerade läuft.

Die medizinischen Probleme musst du ihm schon halbwegs verständlich erklären können, der ist Anwalt und kein Arzt und kann selbst nicht überprüfen, ob die "Einlassungen" der DRV zu deinem tatsächlichen Zustand passen können oder nicht.

Es wird aber auch immer mal "Leerlauf" geben, wo du wieder viel Geduld aufbringen musst, ein guter Anwalt findet bereits im Widerspruch die "Pferdefüße" der Ablehnungsbegründung und kann vielleicht, schon eine Änderung herbeiführen ABER ein guter Anwalt gibt auch offen zu, dass es im Widerspruch meist (bis 80 %) NICHT gelingt, die DRV von ihrem Standpunkt abzubringen.

Er wäre dann aber schon drin im Thema wenn es zur Klage kommen muss ... und kann dann darauf aufbauen ...

Zitat:
Nun ja... zumindest den Widerspruch werd ich wohl selbst die Tage hinbringen. Für ne Begründung wird der Monat zu knapp, egal ob mit Anwalt oder ohne.
Mach das mit dem Widerspruch wie oben beschrieben, für die Begründung (von Widersprüchen) gibt es KEINE gesetzliche Frist, da wird die DRV dann warten MÜSSEN, bis du (oder dein Anwalt) soweit sind ...

Zunächst mal liegt es ja dann an ihr selber, wie schnell sie die (dafür notwendige) Akten-Einsicht ermöglicht / Unterlagen zusendet ...

Irgendwelche medizinischen Unterlagen /Stellungnahmen muss es ja dort geben, aus denen geschlossen wurde, dass du bereits ab Beginn der AU Erwerbsgemindert gewesen sein sollst ...
Es ist ganz klar ein "Schachzug" der DRV, der meist nur genutzt wird, wenn sich daraus ergeben wird, das keine EM-Rente gezahlt werden muss ...

Meine gesundheitlichen Probleme waren auch bereits die Gleichen zum Beginn der letzten "Langzeit-AU", trotzdem kam Niemand bei der DRV auf die Idee mich ab da, bereits für EM zu erklären ...

Man hätte ja direkt "unbefristet" geben müssen und für fast 4 Jahre EM-Rente nachzahlen ... so hat man bei mir sogar noch am Antragsdatum "herumgefeilt", damit noch "befristet" möglich wurde am Sozialgericht, fast 3 Jahre nach der tatsächlichen Antragstellung.

Die wissen sehr genau was sie warum machen in der Hinsicht, leider wird man es nur sehr schwer beweisen können, aber manchmal finden gute Anwälte genau diese Beweise bei der intensiven Akten-Einsicht in deiner Renten-Akte ...

Im Moment kann man dir dafür nur noch viel Glück und weiter die notwendige Geduld wünschen ... und einen GUTEN Anwalt natürlich ...

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

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Alt 21.06.2017, 20:52   #24
Caye
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Standard AW: EM-Rentenantrag - ab wann darf ich ungeduldig werden?

Hallo Doppeloma,

der Hinweis mit der Akteneinsicht war gut, vielen Dank. Das hätte ich sonst vergessen.
Den Reha-Bericht habe ich schon eine Weile, da steht nichts darüber, seit wann ich erwerbsunfähig war (warum auch...), nur dass ich es bin und längerfristig bleiben werde.

Mit meinem behandelnden Facharzt, der mich AU schreibt, war immer Stand der Dinge, dass es mir nach einer Behandlung besser gehen würde und ich wieder erwerbsfähig werden könnte. Nur war es eben schwierig, eine Behandlung zu bekommen ("komplizierte" psychische Erkrankung). Die Reha war seit Beginn der AU der erste zielführende Behandlungsversuch überhaupt (der Versuch, ambulant was zu finden, war sinnlos, stationär war ich auf ner Warteliste von mehreren Jahren, Ambulanz passte nicht, da ging also nix). Nur hat sich dann eben in der Reha ergeben, dass diese nicht "nur" der zeitweisen Stabilisierung dienen würde, sondern Startschuss zu einer umfangreicheren Aufarbeitung sein würde. Damit dann eben auch die Entlassung als erwerbsunfähig.

Bin gespannt, was die da also für Unterlagen haben wollen, die das beweisen. Weder meine Ärzte noch mein Therapeut noch die Rehaklinik hatten diesbezüglich Kontakt mit der DRV.

Das macht mir nun schon wieder etwas Mut... Natürlich ist diese Rückdatierung Blödsinn.

Caye
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Alt 28.07.2017, 15:04   #25
Caye
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Standard AW: EM-Rentenantrag - ab wann darf ich ungeduldig werden?

Sooo.

Gestern war der Termin bei der Anwältin. Sie hat klar gesagt, dass der Widerspruch ein Versuch ist und sie für nix garantieren kann. Ist mir ja auch klar.

Pünktlich für den Termin kam vorgestern dann meine Antwort auf Widerspruch und Antrag auf Akteneinsicht und damit das einseitige sozialmedizinische Gutachten, das nach Aktenlage (definitiv auf dem Rehabericht und evtl. einem GA der AfA basierend, das ist weiterhin unklar, aber auch egal, ich weiß ja, dass meine Behandler nicht angeschrieben wurden).
Die Anwältin nimmt nun weitere Akteneinsicht, wobei ich da auch nichts Spannendes erwarte - mehr Pflichtmonate kann ich nicht aus dem Hut zaubern und die Berechnung, welcher Zeitraum betrachtet werden muss, wurde mir schon in dem Schreiben aufgeschlüsselt und das ist ja auch alles korrekt. Es hängt allein am Datum, zu dem der Versicherungsfall eingetreten ist.

Ich habe den Rehabericht nochmal genau gelesen, implizit steht in diesem sogar drin, dass die Erwerbsunfähigkeit erst in der Reha mit der Entscheidung für einen Behandlungsweg entstanden ist, was auch durchaus den Tatsachen entspricht. Natürlich ging es mir auch vorer schon schlecht, aber das ist erstens bei fehlender Behandlung kein Wunder (und auf einen Behandlungsplatz wartet man nunmal Jahre und muss dann immer noch Glück haben, einen zu bekommen...) und hing zweitens ja auch konkret mit dem Arbeitsplatz, den ich hatte, zusammen - wäre das ein anderer Job gewesen, hätte ich länger arbeiten können.

Praktischerweise hat die DRV von sich aus keine Frist gesetzt, bis zu der sie die Begründung des Widerspruchs haben wollen. Das ist ganz gut, da ein Teil der Behandler, von denen ich nun für den Widerspruch Aussagen sammeln werde, erst im Oktober wieder erreichbar ist.
Neben dem Facharzt, der mich schon lange behandelt und auch AU geschrieben hat, und meinem Therapeuten werde ich auch versuchen, seitens der Rehaklinik die o.g. implizite Äußerung im Rehabericht nochmal deutlich und auf den Punkt gebracht zu bekommen. Gerade das wäre natürlich richtig super.

Nächste Woche setze ich meinen Facharzt auf einen Text dazu an, der ist damit immer sehr fix. Vermutlich wird es dann aber bis Oktober dauern, bis wir den Widerspruch komplett begründen können, da ich weiteren Papierkram erst dann bekommen kann. Ich hoffe mal, die DRV quengelt in der Zeit nicht zu sehr herum - aber da wird sich dann ja die Anwältin drum kümmern.

Gibt es eigentlich irgendwo die Möglichkeit, finanzielle Hilfe für die Kosten dieses Papierkrams zu bekommen? Besonders hohe Rechnungen erwarte ich da zwar nicht (eher im Gegenteil, so wie ich Facharzt und Therapeuten kenne...), aber im ALG II-Bezug reißt halt auch Kleinvieh ein finanzielles Loch... Bei erfolgreichem Widerspruch bzw. erfolgreicher Klage würde das dann irgendwann einmal die DRV übernehmen, ansonsten ist es aber mein Problem, oder?
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