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Start > > -> EM-Rente vor SG: Ablauf nach Begutachtung?

Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 31.03.2017, 10:04   #1
Nordmensch
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Beiträge: 2
Nordmensch
Standard EM-Rente vor SG: Ablauf nach Begutachtung?

Hallo,

ich habe eine Frage an das Forum.
Ich führe ein Klageverfahren auf EM-Rente, die Begutachtung ist Mitte Februar erfolgt (die Zeit des Wartens macht mich kirre, das nur am Rande). Wie geht es eigentlich weiter?
Werden beide Parteien zum Gerichtstermin geladen und dann surprise surprise wird das Ergebnis verkündet oder wird vorab das Ergebnis incl. Gutachtenübersendung mitgeteilt?
Zum Hintergrund: ich habe eine sehr seltene Knochenmarkerkrankung (ca. 1 Fall pro 100.000), die auch für viele Fachärzte (Onkologie+Hämatologie) nur eine Randerkrankung ist. Diesen fehlt häufig das Fachwissen über die Krankheitsgruppe (Myeloproliferative Neoplasien). Daher sind doch recht viele Miterkrankte bei den wenigen spezialisierten Praxen und Klinikambulanzen in Behandlung, ich auch.
Mein Gutachter war jetzt fachmäßig so in der Mitte, aufgrund meiner Erfahrung mit Gutachtern möchte ich aber gerne im Vorwege wissen, was niedergeschrieben wurde.

Danke für jeden Hinweis schon einmal. Ach ja: bin im VdK und auch zufrieden nur die Sprechzeiten sind etwas "amtsmäßig", daher dieser Weg.
Schönes Wochenende an alle vom

Nordmensch
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Alt 01.04.2017, 21:01   #2
Klausi111
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Ort: Norddeutschland
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Klausi111 Klausi111
Standard AW: EM-Rente vor SG: Ablauf nach Begutachtung?

Ein Gerichtstermin ist nicht zwingend notwendig. Es kann auch auf einen Vergleich hinauslaufen. Im Normalfall wirst Du vom Gericht benachrichtigt. Das kann dauuuuuuuuern. Dann weisst Du, was Sache ist.
Da Du im VdK Mitglied bist, müssten die dann auch die Korrspondenz abwickeln.
Aber wie gesagt: Das geht nicht so schnell, das dauuuuuuuuuuuert alles.
Klausi111 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.04.2017, 23:09   #3
AndreasB
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AndreasB Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: EM-Rente vor SG: Ablauf nach Begutachtung?

Zitat von Nordmensch Beitrag anzeigen
Wie geht es eigentlich weiter?
Beiden Parteien wird das Ergebnis der Begutachtung mitgeteilt und die Gelegenheit gegeben, sich zu äußern.
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Alt 02.04.2017, 03:37   #4
Doppeloma
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Ausrufezeichen AW: EM-Rente vor SG: Ablauf nach Begutachtung?

Hallo Nordmensch,

Zitat:
Ich führe ein Klageverfahren auf EM-Rente, die Begutachtung ist Mitte Februar erfolgt (die Zeit des Wartens macht mich kirre, das nur am Rande). Wie geht es eigentlich weiter?
In meinem Verfahren wurde auch über das SG begutachtet, mir wurde damals (direkt vom Gericht, trotz Anwaltlicher Vertretung) schriftlich mitgeteilt, dass die Gutachter 3 Monate Zeit hätten bist das Gutachten bei Gericht vorliegen muss (ab Erteilung des Auftrages), hast du ähnliche Informationen dazu erhalten ?

Welchen Eindruck hattest du so für dich von der Begutachtung, das muss natürlich nicht viel Bedeutung haben aber in meinem Falle waren es die ersten Gutachten, wo ich mich ernst genommen gefühlt habe von den Gutachtern (ich war bei 2).

Mein Vertrauen darin war allerdings (durch DRV-Reha und DRV-Gutachter) schon schwer geschädigt, da habe ich mir lieber keine großen Hoffnungen mehr gemacht.

Zitat:
Werden beide Parteien zum Gerichtstermin geladen und dann surprise surprise wird das Ergebnis verkündet oder wird vorab das Ergebnis incl. Gutachtenübersendung mitgeteilt?
Wie dir schon mitgeteilt wurde bekommen Kläger (also du selbst) und Beklagte (die DRV) das fertige Gutachten dann zunächst zur Einsichtnahme und haben Gelegenheit sich dazu wieder zu äußern, je nachdem ob es den Tatsachen entspricht oder nicht was darin geschrieben wird.

In der Regel schließen sich die Richter dann diesem Gutachten an, das kann auch "sehr böse" für die DRV enden, denn in meinem Falle wurde mir zusammen mit dem Gutachten (über meinen Anwalt) schon mitgeteilt, dass die "Verfügungen" des Richters an die DRV jetzt abzuwarten seien.

Theoretisch hätte ich noch Stellung nehmen können (bei Erfordernis) aber das war tatsächlich nicht nötig, ich bekam die Gutachten nur noch "zu meiner Kenntnis-Nahme" ... der Zeitrahmen war soweit eingehalten worden und die Inhalte gaben mir doch wieder neue Hoffnung, verbunden mit dem gerichtlichen Hinweis.

Zitat:
Daher sind doch recht viele Miterkrankte bei den wenigen spezialisierten Praxen und Klinikambulanzen in Behandlung, ich auch.
Das wird ja vom SG bereits im Vorfeld alles überprüft, ich gehe doch davon aus, dass man deine behandelnden Ärzte auch angeschrieben und um entsprechende Informationen ersucht hat ... da sind die deutlich fleißiger als die DRV im Antragsverfahren jemals sein wird.

Zitat:
Mein Gutachter war jetzt fachmäßig so in der Mitte, aufgrund meiner Erfahrung mit Gutachtern möchte ich aber gerne im Vorwege wissen, was niedergeschrieben wurde.
Das wirst du sicher bald erfahren, sobald das Gutachten am Gericht eingetroffen ist bekommen die Beteiligten in der Regel ein Exemplar davon, es kann natürlich sein, dass es vom Gericht an den VDK gegeben wird wenn das deine Rechtsvertretung ist, so wie es bei mir der Anwalt erhalten hat, aber um es mir zukommen zu lassen.

Eine Verhandlung gab es dann nicht mehr, die DRV musste (relativ zügig) einlenken und mir rückwirkend (fast 2 Jahre) die EM-Rente bewilligen, man hat aber trotzdem noch befristet und ich musste nach knapp 6 Monaten schon die Verlängerung beantragen.

Dann hatte man "Erbarmen" und hat bis zum Eintritt in die Altersrente verlängert ohne weitere Probleme zu machen, da war ich aber auch schon fast 60 Jahre alt ...

Meine Daumen sind gedrückt, ich denke schon dass der Gutachter dich korrekt begutachtet hat am Gericht kommt es zum Glück seltener vor, dass noch im Interesse der DRV gehandelt und entschieden wird ...

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
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Alt 02.04.2017, 19:32   #5
Muzel
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Bei mir hat man das Verfahren bei dem LSG vor der Begutachtung ausgesetzt. Das Gericht hat wirklich viel Zeit. Ich musste sogar noch für die Aussetzung zustimmen, sonst hätte das Gericht es ohne meine Zustimmung gemacht.

Ich wollte nur sagen, dass ein Gericht keine Skrupel hat ein Verfahren bis zum Sankt Nimmerleinstag zu verzögern. Mein Verfahren vor dem LSG läuft schon seit 2013.
__

Wer Rechtschreibfehler findet, kann sie behalten.

Geändert von Doppeloma (03.04.2017 um 00:59 Uhr) Grund: Das passt auch in EINEN Beitrag !
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Alt 20.04.2017, 14:50   #6
Nordmensch
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Nordmensch
Standard AW: EM-Rente vor SG: Ablauf nach Begutachtung?

Hallo zusammen,

danke für eure Antworten.

Möchte mich noch kurz vorstellen: bin männlich, 47 J., komme aus dem Raum Oldenburg/Bremen. Durch die Krankheit bin ich zum "low-performer" geworden (schreckliches neoliberales Wort von unsozialen AG`s, trifft es aber bei mir), beziehe mittlerweile ALG 2. Habe natürlich daran zu knabbern, von einem selbstbestimmten AN+Menschen zum Bittsteller geworden zu sein. Ich werde versuchen, meine Erfahrungen aus verschiedenen Bereichen hier einzubringen.
Also: das gutachterlichte Ergebniss habe ich vor Ostern bekommen. Das positive: im Gegensatz zu den DRV-GA (vollschichtig einsetzbar) sieht der vom SG beauftragte GA zahlreiche Einschränkungen (nur leichte körperliche Tätigkeit, keine Nacht-/Wechselschicht und noch paar andere Sachen). Der entscheidene Passus aus dem GA:

"Herr ....kann werktägliche Tätigkeiten des allgemeinen Arbeitsmarktes täglich bis zu sechs Stunden (30 Stunden Woche) ohne Schaden für seine Gesundheit verrichten."

D.h. also, mir fehlt eine besch....eidene Minute für die Gewährung einer Teil-EMR. Ist das nicht sehr ungewöhnlich, dass explicit sechs Std. genannt wurden? Sonst heisst es doch immer "mindestens sechs Stunden"?!
Das GA strotzt vor "Allgemeinplätzen", fragwürdigen Bewertungen und wieder einmal wurden wichtige Punkte der Anamnese falsch niedergeschrieben. Ich habe das Gefühl, der GA hat so eine Art "Kompromiss-GA" losgelöst von medizinischen Fakten erstellt, irgendwie so nach dem Motto:
die DRV hat mit ihrer "erhaltenen Leistungsfähigkeit" natürlich Unrecht, für eine EMR ist er mir zu gesund, also versuche ich `mal einen Mittelweg.
Meine Frage: kann ich zusammen mit dem VdK ein weiteres GA (was ich nicht vorstrecken muss, habe leider keine RS-Vers.) erwirken, wenn ich das SG durch entsprechende Argumention überzeuge?
Mittlerweile ist auch noch ein neuer Sachstand aufgetaucht. Aus unserem MPN-Selbsthilfeforum weiss ich, dass Hausärzte erhöhte Blutwerte häufig nicht abklären lassen, der "Rekord" in unserer SHG liegt bei zehn Jahren. Ich habe mir jetzt nachträglich die Blutwerte eines Check-Up`s von Jan.2011 besorgt und siehe da, sie waren fast identisch wie Anfang 2014.
Mein Hausarzt hatte erst 2010 in der Praxis angefangen (war seine erste Aufgabe als HA, vorher war er in einem KH als Rettungsmediziner tätig). Drei Jahre später mit mehr Erfahrung hat er die Blutuntersuchung vier Wochen nach dem Check-Up wiederholen lassen und mich an einen Hämatogen überwiesen, der dann die Krankheitsdiagnose stellte.
Ein Hauptargument des GA für die Bewertung von sechs Stunden ist die "relativ kurze Erkrankungsdauer". Lt. Auskunft meines Facharztes spricht vieles ("mit hoher Wahrscheinlichkeit") für eine Erkrankung seit mindestens 2010, was sich auch in den Symptomen niederschlägt.

Ich danke euch für entsprechende Hinweise.

LG vom
Nordmensch
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Alt 20.04.2017, 16:26   #7
doppelhexe
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Standard AW: EM-Rente vor SG: Ablauf nach Begutachtung?

wie doppeloma bereits schrieb, du als kläger hast das gutachten ja bekommen um jetzt, genauso wie die RV, dazu eine stellungnahme abgeben zu können...

greif doch auf, was dich an denm gutachten stört, stelle richtig, gib die jetzt "gefundenen" blutwerte dazu und schreib, das das darauf hindeute, das die krankheit eben nicht "relativ kurz dauert" ...

und lass evtl. noch deinen behandelnden arzt zu dem gutachen seine meinung schreiben (wenn er es tut).

mehr kannst du eh nicht tun. ein eignes gutachten kann zwischen 600 und 3000€ kosten und ob es vom gericht anerkannt wird ist fraglich, da du ja der "besteller" bist...
nich umsonst haben gerichte ihre eignen (unabhängigen - also unabhängig von RV und antragsteller) gutachter.

mehr ist eigentlich nicht möglich... erst nach dem "urteil"... wenn man denn in die verlängerung (höhere instanz) will - und kann...
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Alt 20.04.2017, 18:44   #8
Doppeloma
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Ausrufezeichen AW: EM-Rente vor SG: Ablauf nach Begutachtung?

Hallo Nordmensch,

Zitat:
Möchte mich noch kurz vorstellen: bin männlich, 47 J., komme aus dem Raum Oldenburg/Bremen.
Die Gegend ist mir nicht ganz unbekannt, mein Männe stammt aus der Ecke Oldenburg / Wilhelmshaven aber das nur nebenbei.

Zitat:
Durch die Krankheit bin ich zum "low-performer" geworden (schreckliches neoliberales Wort von unsozialen AG`s, trifft es aber bei mir), beziehe mittlerweile ALG 2. Habe natürlich daran zu knabbern, von einem selbstbestimmten AN+Menschen zum Bittsteller geworden zu sein.
Das kann ich dir sehr gut nachfühlen, wir mussten auch noch fast 2 Jahre ALG 2 in Anspruch nehmen, weil es sonst keine Leistungen mehr gab, das ist sehr bitter, besonders wenn man noch immer im festen Arbeitsvertrag ist ...

Zitat:
Also: das gutachterlichte Ergebniss habe ich vor Ostern bekommen. Das positive: im Gegensatz zu den DRV-GA (vollschichtig einsetzbar) sieht der vom SG beauftragte GA zahlreiche Einschränkungen (nur leichte körperliche Tätigkeit, keine Nacht-/Wechselschicht und noch paar andere Sachen).
Das interpretierst du aber ziemlich falsch, der sieht dich auch (rentenrechtlich) "Vollschichtig" mit Einschränkungen, auch wenn er nur bis 30 Wochenstunden schreibt, das hat KEINE Bedeutung, das ist für die EM-Rente ein "Totschlag-Argument".

Zitat:
"Herr ....kann werktägliche Tätigkeiten des allgemeinen Arbeitsmarktes täglich bis zu sechs Stunden (30 Stunden Woche) ohne Schaden für seine Gesundheit verrichten."
Das genügt ja bereits, ob man mit 30 Wochenstunden ein Einkommen erzielen kann, das zum Leben reicht muss ja die DRV nicht mehr weiter interessieren.

Zitat:
D.h. also, mir fehlt eine besch....eidene Minute für die Gewährung einer Teil-EMR. Ist das nicht sehr ungewöhnlich, dass explicit sechs Std. genannt wurden? Sonst heisst es doch immer "mindestens sechs Stunden"?!
Das ist nicht ungewöhnlich, der weiß sehr genau was er da geschrieben hat, es sieht "netter" aus ... besagt aber trotzdem, dass du keine EM-Rente bekommen wirst sonst wäre wenigstens eine Einschätzung "Mehr als 3 aber weniger als 6 Stunden" nötig gewesen ... die 6 alleine bedeutet IMMER = Voll Erwerbsfähig ...

Der Hinweis auf die 30 Wochenstunden soll auch nur "vernebeln" was das wirklich bedeutet, denn im regulären Arbeitsmarkt wäre das Teilzeit-Arbeit, bei der DRV ist es aber bereits die Vollzeit-Grenze, die man gerne auch überschreiten darf, um von dem Einkommen dann auch existieren zu können.

Erinnert mich an Männes letzten Reha-Bericht, in dem ihm "salbungsvoll und dringend" empfohlen wurde seine Tätigkeit auf täglich 8 Stunden zu begrenzen, sonst wäre seine Erwerbsfähigkeit stark gefährdet ...

Denen war durchaus bekannt, dass er im Sicherheitsdienst beschäftigt ist und schon lt. Arbeitsvertrag 12-Stunden-Schichten zu leisten hatte und unter 200 Arbeitsstunden monatlich generell nicht machbar waren.

Zitat:
Das GA strotzt vor "Allgemeinplätzen", fragwürdigen Bewertungen und wieder einmal wurden wichtige Punkte der Anamnese falsch niedergeschrieben.
Dann dürfte er sich wohl sein "Gutachter-Zubrot" auch gelegentlich bei der DRV "verdienen" und weiß das geschickt so zu formulieren, dass er keinem (außer dem Betroffenen) damit "auf die Füße treten wird", denn es gibt noch immer KEINE Vorschrift, die den Gutachtern das verbieten würde.

Sie müssen sich nicht mal dazu äußern, ob sie auch für die Gegenseite gelegentlich Gutachten schreiben, das sollte schon mal geregelt werden, aber es ist wohl nicht so besonders "wichtig" ... sie sollen ja (rein theoretisch) immer "neutral" sein aber wer beißt schon gerne in die (2.) Hand die ihn auch füttert ???

Zitat:
Ich habe das Gefühl, der GA hat so eine Art "Kompromiss-GA" losgelöst von medizinischen Fakten erstellt, irgendwie so nach dem Motto:
die DRV hat mit ihrer "erhaltenen Leistungsfähigkeit" natürlich Unrecht, für eine EMR ist er mir zu gesund, also versuche ich `mal einen Mittelweg.
Das ist aber KEIN "Mittelweg", das ist eine klare Ansage, dass der Richter die EM-Rente ablehnen wird, wollte davon oben nur noch nicht schreiben, um dir den Mut nicht zu früh zu nehmen.

Denn in Männes 1. EM-Rentenverfahren lief es genau so und es lief letztlich komplett "gegen den Baum" (gerichtlichen Gutachter) und endete dann mit der Klage-Rücknahme, denn auf ein Urteil (gegen dich) solltest du besser verzichten.

So hast du bessere Chancen mit neuen Argumenten und Befunden sehr bald einen neuen Antrag auf EM-Rente zu stellen, du hast doch NICHTS mehr zu verlieren, im ALGII bist du doch ohnehin schon gelandet.

Bleibe unbedingt weiter AU geschrieben, vielleicht gibt es eine Klinik für dein spezielles Problem, da solltest du das ALLES noch mal genau abklären und bestätigen lassen und danach DIREKT (mit weiteren aktuellen medizinischen Unterlagen) einen neuen Antrag auf EM-Rente stellen.

Zitat:
Meine Frage: kann ich zusammen mit dem VdK ein weiteres GA (was ich nicht vorstrecken muss, habe leider keine RS-Vers.) erwirken, wenn ich das SG durch entsprechende Argumention überzeuge?
Du wirst das SG NICHT mehr "überzeugen", das haben wir damals auch versucht, es gingen (über weitere Monate) noch mehrfach Stellungnahmen hin und her zu dem Gutachten was vom Richter beauftragt war damals für Männe ...
Es brachte absolut NICHTS, nur immer neue Begründungen dafür "wie Recht" doch der Gutachter hat, weil der Richter ihm doch seit vielen Jahren schon vertraut.

Da kommst du nicht mehr gegen an, denn den Richter interessieren deine medizinischen Argumente nicht, dafür wurde ja der Gutachter beauftragt und der VDK wird dir wohl auch bald anraten die Klage zurück zu nehmen, es wird KEIN weiteres Gutachten mehr geben.

Auch wenn du das Geld hättest, muss der Richter einem "Privat-Gutachten" (nach § 109 SGG) auch zustimmen (wollen), wie viele Gutachter kennst du denn so, die das übernehmen würden ???

Nicht falsch verstehen, das ist sinnlos, denn man wird so ein Gutachten dann auch als "Gefälligkeit" wieder in Zweifel ziehen, eben weil du es ja selbst bezahlen musst.

Auch eine RSV übernimmt das ungerne wenn der Ausgang eigentlich schon klar ist ... der Richter wird SEINEM Gutachter folgen (egal was du da noch richtig stellen willst) und du solltest dann besser (sobald der Richter das vorschlägt) die Klage zurücknehmen, damit ist der Weg frei für einen neuen Antrag auf EM-Rente.

Zitat:
Mittlerweile ist auch noch ein neuer Sachstand aufgetaucht.
Das und mögliche weitere Nachweise für die bisherige Dauer deiner Erkrankung solltest du ALLES einem neuen Antrag (in Kopie) beifügen, denn letztlich gelten die Tatsachen die zum Antragszeitpunkt vorgelegen haben, was später noch dazu kommt, war ja kein Anlass für den 1. Antrag auf EM-Rente.

Ich weiß, mein Ratschlag tut im Moment sehr weh, das haben wir damals nicht anders empfunden, immerhin hatte das erste Verfahren auch schon runde 3 Jahre gedauert.

Erst später haben wir verstanden, dass es die bessere Lösung war und am LSG wirst du auch weitere Jahre auf einen ungewissen Ausgang warten müssen, zudem hast du dann bereits das "verlorene" SG-Verfahren in deiner Renten-Akte ...

Das JC wird in beiden Fällen weiter zahlen müssen, weil du ja lt. DRV (angeblich) nicht Erwerbsgemindert bist.

Zitat:
Ich habe mir jetzt nachträglich die Blutwerte eines Check-Up`s von Jan.2011 besorgt und siehe da, sie waren fast identisch wie Anfang 2014.
Mein Hausarzt hatte erst 2010 in der Praxis angefangen (war seine erste Aufgabe als HA, vorher war er in einem KH als Rettungsmediziner tätig). Drei Jahre später mit mehr Erfahrung hat er die Blutuntersuchung vier Wochen nach dem Check-Up wiederholen lassen und mich an einen Hämatogen überwiesen, der dann die Krankheitsdiagnose stellte.
Ist dir bekannt ob diese Erkenntnisse auch dem Gutachter schon vorgelegen haben, das wird jetzt nachträglich aber nichts mehr ändern können, wir haben damals auch nicht verstanden, warum ein Orthopäde die Berichte von Spezial-Kliniken einfach ignorieren konnte, obwohl dort zu Fachbereichen geschrieben wurde, von denen er klar keine Ahnung haben konnte.

Geht (leider) alles und dem Richter war das auch egal, er vertraute seinem Gutachter und sei ja selber auch kein Arzt, um das anders beurteilen zu können.

Männe wurde dann sehr bald nach Rücknahme der Klage erneut in eine Spezialk-Klinik eingewiesen (von seiner Schmerztherapeutin, die das auch ALLES nicht fassen konnte) und mit diesem Bericht (die früheren Klinikberichte wurden auch wieder mitgeschickt ) und weiteren aktuellen Befunden wurde dann erneut EM-Rente beantragt.

Er musste dann einige Monate später noch Mal zum DRV-Gutachten und danach wurde ihm die EM-Rente bewilligt, nun sogar direkt bis zur Altersrente ... das hat insgesamt fast 5 Jahre gedauert, die ganze Zeit war er von der Hausärztin AU geschrieben.

Zitat:
Ein Hauptargument des GA für die Bewertung von sechs Stunden ist die "relativ kurze Erkrankungsdauer". Lt. Auskunft meines Facharztes spricht vieles ("mit hoher Wahrscheinlichkeit") für eine Erkrankung seit mindestens 2010, was sich auch in den Symptomen niederschlägt.
Dem wäre (vermutlich) jedes Argument recht gewesen, das zu begründen, Männe hatte seine erste Bandscheiben-OP schon vor über 20 Jahren gehabt und inzwischen die 2. und weitere schwerwiegende orthopädische Probleme, die bereits zur chronischen Schmerzkrankheit geführt hatten.

ALLES seit Jahren mehrfach belegt und immer in regelmäßiger Behandlung deswegen, der Gutachter hat ihm empfohlen mehr Tabletten zu nehmen (Morphine inzwischen), dann könne er auch Vollzeit arbeiten gehen ohne Schmerzen zu leiden ...

Wir haben dann u. A. darauf hingewiesen, dass er bei höherer Dosierung der BTM-Tabletten vermutlich zu GAR NICHTS mehr in der Lage sein wird ... als Antwort kam dann: "Millionen Menschen in D nehmen Tabletten und gehen auch arbeiten" ...

Das wussten wir allerdings auch vorher schon ...

Warte ab was der VDK dir anraten wird aber ich denke mal es wird auf Klage-Rücknahme hinauslaufen ...

MfG Doppeloma
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Alt 20.04.2017, 20:13   #9
Muzel
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Ich kann den gutachter nicht verstehen, der gefordert hat, dass dein Mann die Morphium-Dosis erhöhen sollte. Der Gutachter sollte eine entsprechende Verordnung ausstellen. Das würde er aber nicht tun, denn er müsste auch haften, wenn fatale Nebenwirkungen auftreten. Ich habe Voltaren resinat genommen. Das habe ich leider ohne den erforderlichen Magenschutz getan und nach mehreren Jahren der Tabletteneinnahme das ganze Waschbecken mit Blut voll gekotzt. Wegen dem Magenschutz habe ich die Ärztin angerufen und die wollte, dass ich auf die Intensivstation sollte. Den Magenschutz habe ich bekommen, aber in die Klinik bin ich nicht gegangen wegen meiner Panikattacken beim Anblick von Ärzten. Dann bekam ich Tilidin. Das wirkt als Aufputschmittel.Ich habe abends auch eine Pille geschluckt und war 12 Uhr so wach, dass ich gemeint habe, einen Wald roden zu können. Wie soll man dann am nächsten Tag arbeiten?
__

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