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Start > > -> Kann die ARGE/RV zu rehabilitierungsmaßnahmen zwingen ?

Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 26.03.2017, 18:16   #1
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Frage Kann die ARGE/RV zu rehabilitierungsmaßnahmen zwingen ?

Hallo,

ich bin derzeit in einer Lage mit der ich nicht wirklich umzugehen weiss.
Beim Amtsarzt der ARGE wurde festgestellt (was eigentlich kein Geheimnis war) das ich nur unter 3 Stunden täglich arbeitsfähig bin. Darauf hin wurde über die ARGE eine Berentung in Auftrag gestellt. Ich war dazu auch bei einem neutralen Arzt und bekam nun ein Schreiben, dass die RV (Rentenversicherung) eine Maßnahme zur Rehabilitierung in den Arbeitsmarkt für mich hat. Nun steht auf dem Schreiben, dass dies "optional" sei, jedoch habe ich, bis jetzt glücklicherweise nur bei Anderen, mehrfach gesehen was "optional" vom Amt heisst. Nun wollte ich einmal fragen ob die ARGE bzw. RV einen zu einer solchen Maßnahme zwingen kann/darf ?

Da ein Amt auch nicht wartet, wenn es etwas möchte, so hatte ich in kürzester Zeit die Einladung. Die Maßnahme soll 3 Monate gehen.

Diese Unterlagen kamen mit der Anfrage auf eine Bescheinigung für Rehabilitierbarkeit (Grausames Wort... Falls es das überhaupt gibt?) einher. Meine Psychiaterin schrieb der RV, dass sie wie Arbeitseinheiten und Vorgehensweisen nicht kenne und daher keine Aussage zur Rehabilitierbarkeit machen kann, sie stehe dem ganzen jedoch sehr skeptisch gegenüber.

Daher gab es nun am Freitag ein Vorgespräch in dem mir das Zentrum gezeigt wurde und was dort als Arbeitsmaßnamen geplant sind. Danach ging es zum eigentlichen Vorgespräch mit der Ärztin und diese Teilte mir im Endefekt nur mit, dass meine Ärztin nicht klar "Nein" gesagt hat und damit nichts im Wege stehe das zu starten und sie wollten mich mich schon sofort am Dienstag dort einquartieren. Den Termin hab ich erst einmal um 14 Tage verlegen können um noch mal mit meiner Psychologin und Psychiaterin darüber sprechen zu können und auch mein Umfeld dafür vorbereiten zu können überhaupt mal eben 3 Monate von Montag bis Freitag weg zu sein (Haustier und so Sachen).

Ich selbst stehe dem mehr als Kritisch gegenüber und habe derzeit weder die psychische, noch die physische Kraft da mitzumachen. Das sagte ich auch der Ärztin. Ich habe starke Schlafstörungen, Angstzustände, eine soziale Phobie... Aber all das interessierte dort niemanden. Ich kam mir vor wie auf einem Präsentierteller ganz nach dem Motto "Hier, ein neuer Patient, das heisst mehr Geld für uns". Was mit mir ist, wie es mir dabei geht und sonstiges war komplett egal.

Nun zu meiner eigentlichen Frage (Entschuldigung das es so eine Textwand geworden ist)...
Kann mich die ARGE bzw. die RV dazu zwingen? Die Ärztin vor Ort meinte immer wieder "Wenn ich das nicht wolle, kann ich das auch ablehnen."... aber wenn es von einem Amt "optional" heisst wissen wir doch alle was es in der Regel heisst: "Mach es, oder es gibt Kürzungen". So eine Kürzung könnte ich mir in Sachen Rechnungen etc. nicht leisten, es würde mir komplett das Rückgrat brechen, ich würde wahrscheinlich auch Mietschulden machen...

Was kann ich dagegen tun? Oder kann ich zu der ganzen Sache auch, ohne Angst vor Geldkürzungen zu haben, NEIN sagen ?

Ich bin mit den Nerven komplett am Ende... Hoffe ich kann hier etwas Rat finden.

MfG
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Alt 26.03.2017, 18:29   #2
doppelhexe
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Standard AW: Kann die ARGE/RV zu rehabilitierungsmaßnahmen zwingen ?

ich weiss jetzt immer noch nicht genaus, WAS für eine maßnahme das sein soll???

hört sich für mich iwie nach psychosomatische/psychiatrische reha ... also stationäre therapie an?
andererseits auch wieder nicht, weil du am wochenende nach hause kannst?

du hast dir alles ansehen können, ist das ne art arbeitserprobung? also werkstätten lehrküche usw?

du müsstest schon etwas genauer werden.

meine psychologin und auch mein psychiater haben mir immer gesagt, das solche "rehas" nur gehen, wenn patient das will und auch die behandler reha-fähigkeit sehen, das heisst, patient muss auch stabil genug sein.

je nachdem, was genau dort nun passieren soll, müsstest du zumindest deinen darüber arzt informieren und das mit ihm diskutieren... immerhin muss er "ausbügeln" oder graderücken, was in solchen therapien oft/manchmal am bisherigen behandlungserfolg kaputtgemacht wird. zumindest wenn patient schon mit widerwillen dahin geht. das ist nicht abwertend gemeint, aber wenn panik-/angsstörungen und soziale phobie nicht ein best. positives level erreicht haben, dann kann so eine zwangstherapie zum falschen zeitpunkt alles zunichte machen, was vorher sorgsam aufgebaut wurde.

und genau aus dem grund muss der behandelnde arzt vor rehamassnahmen auch therapie- und/oder rehafähigkeit attestieren...
tu nichts ohne deine behandler...
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Alt 26.03.2017, 18:40   #3
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Standard AW: Kann die ARGE/RV zu rehabilitierungsmaßnahmen zwingen ?

Hallo,

danke schon einmal für die Antwort. Ich bin in diese Situation so schnell reingeworfen worden, dass ich kaum weiss wo vorn und hinten ist, also wenn Fragen offen sind, einfach raus damit.

DAS hier ist die offizielle Seite/Beschreibung zum ATZ. Wüsste jetzt sonst nicht wie ich es beschreiben soll. Was die Aktivitäten angeht, so soll ich z. B. in den ersten 1-3 Wochen in der Werkstatt Körbe flechten (Bei der Führung wurde das Ergo-Therapie genannt), später dann je nach dem in einer Holzwerktstatt irgendwelche Holzsachen bauen oder in einer Elektrowerkstatt irgendwelchen Technikkram zusammenbauen oder am Computer irgendwelche (Wurde nicht genannt) "Büroaufgaben" erledigen.

Dazu kommen dann noch diverse Psychotherapien. Groß weiter drauf eingegangen wurde nicht.

Das Problem was ich halt habe, werde da aber noch mal mit meiner Psychologin und Psychiaterin darüber reden, ist dieser Konflikt das es heisst es sei "Optional".
Nur dieses Optional von Ämtern kenne ich zu gut... Es heisst immer "Mach es, oder wir kürzen dir das Geld" und das ist das wovor ich am meisten Angst habe. Ich kann und will nicht in dieses ATZ.

Ich habe der Ärztin vor Ort auch gesagt was ich denke, dass ich mich nicht dazu in der Lage sehe dort wirklich hinzugehen, aber es hies nur, dass von der Ärztin kein klares "Nein" gekommen ist, daher ist das einzige was sie dazu sagen können "Es ist ihre Option, ob sie zu uns kommen, wir zwingen sie nicht.". Dabei hiess es vorher noch, dass wenn ich da nicht hineinpasse, würde es von dort aus schon beendet werden, die Realität jedoch sagt einfach: "Wir nehmen dich, so lang wir kein klares Nein vom Arzt haben" und komme mir damit einfach nur wie ein "Stück Fleisch" vor, dass behalten wird weil es Geld/Quote bringt.

Geändert von Unregistrierter (26.03.2017 um 19:18 Uhr)
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Alt 26.03.2017, 18:43   #4
liesa
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liesa liesa liesa liesa liesa liesa
Standard AW: Kann die ARGE/RV zu rehabilitierungsmaßnahmen zwingen ?

Das ist die ganz normale Vorgehensweise von der DRV bei einem EM-Rentenantrag denn es heißt Reha vor Rente. (äußerst selten wird auf eine Reha verzichtet nämlich dann wenn die Erwerbsfähigkeit dadurch von vornherein nicht mehr hergestellt bzw. gebessert werden könnte...)

Wenn du nicht Reha-Fähig bist hätte das deine Ärztin richtig deutlich bescheinigen/begründen müssen...

Und ablehnen kannst du eine Reha im Rentenverfahren nur über den oben beschriebenen Weg denn diese ist keinesfalls freiwillig da musst du deiner Mitwirkungspflicht nachkommen ansonsten kommt eine Ablehnung des Rentenantrages wegen Verletzung der Mitwirkungspflicht...

liesa
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Alt 26.03.2017, 18:53   #5
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Standard AW: Kann die ARGE/RV zu rehabilitierungsmaßnahmen zwingen ?

Zitat von liesa Beitrag anzeigen
Wenn du nicht Reha-Fähig bist hätte das deine Ärztin richtig deutlich bescheinigen/begründen müssen...
Sie hat nur ehrlich geschrieben was sie zu dem Thema sagen konnte. Sie kennt das ATZ und deren entgültigen Anforderungen an den Patienten nicht, daher könne sie eine Rehabilitierungsfähigkeit nicht einschätzen, stehe aber dem ganzen aber sehr skeptisch gegenüber.

Zitat von liesa Beitrag anzeigen
Und ablehnen kannst du eine Reha im Rentenverfahren nur über den oben beschriebenen Weg denn diese ist keinesfalls freiwillig da musst du deiner Mitwirkungspflicht nachkommen ansonsten kommt eine Ablehnung des Rentenantrages wegen Verletzung der Mitwirkungspflicht...
Genau das denk ich mir die ganze Zeit und sagte ich auch der Ärztin im ATZ, aber es hiess immer wieder "Nein es ist ihre eigene Entscheidung"... Also wie ich mir dachte super dreist ins Gesicht gelogen...
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Alt 26.03.2017, 19:09   #6
doppelhexe
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Standard AW: Kann die ARGE/RV zu rehabilitierungsmaßnahmen zwingen ?

Zitat von liesa Beitrag anzeigen
Das ist die ganz normale Vorgehensweise von der DRV bei einem EM-Rentenantrag denn es heißt Reha vor Rente. (äußerst selten wird auf eine Reha verzichtet nämlich dann wenn die Erwerbsfähigkeit dadurch von vornherein nicht mehr hergestellt bzw. gebessert werden könnte...)

Wenn du nicht Reha-Fähig bist hätte das deine Ärztin richtig deutlich bescheinigen/begründen müssen...

Und ablehnen kannst du eine Reha im Rentenverfahren nur über den oben beschriebenen Weg denn diese ist keinesfalls freiwillig da musst du deiner Mitwirkungspflicht nachkommen ansonsten kommt eine Ablehnung des Rentenantrages wegen Verletzung der Mitwirkungspflicht...

liesa
wie soll die behandelnde ärztin etwas deutlich bescheinigen/begründen? dazu muss sie erst mal wissen, um was es geht. bei einer psychosomatischen reha weiss sie, was das ist. bei einem erprobungscenter weiss sie es auch... aqber HIER in dem fall weiss wohl keiner ausser denen im ATZ (was immer das ist) was genau dort passieren soll...

und entschuldige, aber ein reha der DRV über 3 monate?

ich bin im rentenverfahren ... aber eine deartig lange Reha kam von da nicht, das längste war 6 wochen ...
und in einer reha-maßnahme der DRV muss ich auch nicht wochenlang kochen und töpfern... da gehts vorrangig um therapie und nicht um arbeiten...

kochen, töpfern, basteln und so kram sind bei solchen reha´s meist um die 2 - 4 STUNDEN wöchentlich, also nicht mal täglich


für mich hört sich das eher nach nem arbeitserprobungscenter an... oder berufsförderungswerke...

ob und wann TE so eine maßnahme sanktionsfrei ablehnen kann hängt einzig und allein davon ab, wie "die zuweisung" erfolgt... nur mal so ein "optional" in den raum schmeissen, ohne über irgendwelche konsequenzen aufzuklären kann meiner meinung nach nicht zu sanktionen führen. bzw sind diese eben aufgrund der unbestimmten aussage sicher abzuwehren.

und auch wenn die DRV ihr reha-vor rente-programm abzieht gibts dafür VORHER schriftstücke, die über die konsequenzen aufklären.

ich persönlich würde, wenn mir so ein unbestimmtes angebot auf den tisch käme, dankend ablehnen.

Zitat:
...DAS hier ist die offizielle Seite/Beschreibung zum ATZ...
fehlt der link, ich weiss also noch immer nicht, was das ist
doppelhexe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.03.2017, 19:17   #7
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Standard AW: Kann die ARGE/RV zu rehabilitierungsmaßnahmen zwingen ?

Zitat von doppelhexe Beitrag anzeigen
entschuldige, aber ein reha der DRV über 3 monate?
Ja es geht 3 Monate...

Zitat von doppelhexe Beitrag anzeigen
ich bin im rentenverfahren ... aber eine deartig lange Reha kam von da nicht, das längste war 6 wochen ...
und in einer reha-maßnahme der DRV muss ich auch nicht wochenlang kochen und töpfern... da gehts vorrangig um therapie und nicht um arbeiten...
Bei der Führung durch das ATZ wurden mir halt nur die Arbeitsbereiche gezeigt und einmalig was von Therapie gesagt. Mehr Informationen hab ich da nicht bekommen...

Zitat von doppelhexe Beitrag anzeigen
kochen, töpfern, basteln und so kram sind bei solchen reha´s meist um die 2 - 4 STUNDEN wöchentlich, also nicht mal täglich
Das wäre auch eher der Umfang den ich erwartet hätte, da ich vom Amtsarzt aus ja schon weniger als 3 Stunden täglich als belastbar angesehen werde.


Zitat von doppelhexe Beitrag anzeigen
ob und wann TE so eine maßnahme sanktionsfrei ablehnen kann hängt einzig und allein davon ab, wie "die zuweisung" erfolgt... nur mal so ein "optional" in den raum schmeissen, ohne über irgendwelche konsequenzen aufzuklären kann meiner meinung nach nicht zu sanktionen führen. bzw sind diese eben aufgrund der unbestimmten aussage sicher abzuwehren.
Das Problem hierbei ist dann wieder, dass der kleine Antragsteller (lustig da der Antrag ja vom Amt kommt bin ich es trotzdem...) erstmal beweisen muss, dass er "falsch" aufgeklärt wurde... :/

Zitat von doppelhexe Beitrag anzeigen
und auch wenn die DRV ihr reha-vor rente-programm abzieht gibts dafür schriftstücke, die über die konsequenzen aufklären.
Ich habe hier einen Stapel an Papieren bekommen und mir ist die Flut an Informationen und Antragsblättern zu viel input...

Zitat von doppelhexe Beitrag anzeigen
ich persönlich würde, wenn mir so ein unbestimmtes angebot auf den tisch käme, dankend ablehnen.
Das ist das worauf ich es anlegen möchte... aber wie schon erwähnt wurde die Sache mit der "Mitwirkungspflicht"...

Edit: Link zum ATZ im Post nachträglich eingefügt... Vergessen... Aber auch hier noch mal: https://reha.shg-kliniken.de/index.php?id=5987
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Alt 26.03.2017, 19:21   #8
doppelhexe
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Standard AW: Kann die ARGE/RV zu rehabilitierungsmaßnahmen zwingen ?

Zitat von Unregistrierter Beitrag anzeigen
... Ich habe hier einen Stapel an Papieren bekommen und mir ist die Flut an Informationen und Antragsblättern zu viel input...


Das ist das worauf ich es anlegen möchte... aber wie schon erwähnt wurde die Sache mit der "Mitwirkungspflicht"...
dazu muss dann doch was in den papieren stehen. ohne das da mal einer nen blick drauf werfen kann ist es wohl unmöglich festzustellen, ob du da iwelche pflichten hast. und wie du reagieren kannst.

dein behandelnder arzt muss auch einen blick drauf werfen. meiner hat die rehafähigkeit für die reha der DRV nicht bescheinigt. dann war die vom tisch...
ich bin lieber in eine schmerzklinik über die KK gegangen...
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Alt 26.03.2017, 19:25   #9
liesa
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Standard AW: Kann die ARGE/RV zu rehabilitierungsmaßnahmen zwingen ?

Zitat von Unregistrierter Beitrag anzeigen
Darauf hin wurde über die ARGE eine Berentung in Auftrag gestellt. Ich war dazu auch bei einem neutralen Arzt und bekam nun ein Schreiben, dass die RV (Rentenversicherung) eine Maßnahme zur Rehabilitierung in den Arbeitsmarkt für mich hat.
Sorry aber für mich ist das von der DRV eine Reha im Rentenverfahren...


liesa
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Alt 26.03.2017, 19:40   #10
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Standard AW: Kann die ARGE/RV zu rehabilitierungsmaßnahmen zwingen ?

Im Willkommensschreiben heisst es "Ihre Rentenversicherung hat Ihnen die Teilnahme an einer medizinischen Arbeitstherapie (mAt), für die Dauer von voraussichtlich 3 Monate, in unserer Einrichtung bewilligt. Die Ma0nahme erfolgt mit Internatsunterbringung."

Das ist Buchstabe für Buchstabe der Wortlaut aus dem Schreiben.
Ich blättere auch gerade alles durch um irgendwas zu finden was Ablehnung und co. für Auswirkungen haben. Kann auch gern diverse Fotos von den Schreiben machen (inkl. Zensur privater Daten natürlich)

Nachtrag: Danke übrigens schon Mal für eure Posts!
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Alt 26.03.2017, 19:49   #11
Muzel
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Standard AW: Kann die ARGE/RV zu rehabilitierungsmaßnahmen zwingen ?

Bei mir standen die §§ über die Mitwirkungspflicht in der Zusagebescheinigung der Reha-Maßnahme.
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Wer Rechtschreibfehler findet, kann sie behalten.
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Alt 26.03.2017, 22:39   #12
Interesierter
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Interesierter Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard

Das ist aber eine med./berufliche Reha. und da würde ich jetzt stutzig werden. Was mich wundert ist eigentlich der Ablauf. Normalerweise kommt zu erst die Belastungserprobung und dann das Training. Hattest du die Erprobung schon?

Normalerweise geht man ins ATZ insoweit man einen LTA-Antrag stellt und die DRV Zweifel an der aktuellen Belastbarkeit für LTA hat.

Ich glaube deine Rententräger geht davon aus, dass du da nach mit LTA wieder ins Erwerbsleben eingegliedert werden kannst.

Klar kannst du das ablehnen und die DRV wird über deinen Rentenantrag entscheiden, wohl dann mit negativen Ergebnis.
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Alt 26.03.2017, 23:05   #13
doppelhexe
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Standard AW: Kann die ARGE/RV zu rehabilitierungsmaßnahmen zwingen ?

also erstens würde ich das mit dem behandelnden arzt besprechen. er muss wissen, ob er seinen patienten in so ei9ner maßnahme bestehen sieht.

wie es sich liest geht es mit ca. 3 stunden täglich los und soll dann gesteigert werden.
ich würde nicht mal 3 stunden schaffen, mein arzt entsprechend das ablehnende attest schreiben. nicht reha-fähig.

wenn man so eine massnahme macht, sollte man zwar zeigen, das man gewillt ist, den anforderungen gerecht zu werden, aber nicht um jeden preis. dann eben erstens sich selbst eingestehen, das es nicht geht (wenn es nicht geht) und dann auch den mut aufbringen, das zu kommunizieren... auch wenn immer gedrängelt wird, es doch noch weiter zu versuchen, wenigstens ne halbe stunde.

und sich nicht kirre machen lassen, wenn gedroht wird.
schon erlebt, das dann unterstellt wird, das man nicht mitmacht, verweigert, garnicht gewillt ist gesund zu werden. und das das dann entsprechend in den abschlussberichten steht, oder die reha von der klinik abgebrochen wird und man die konsequenzen tragen muss...

deswegen habe ich damals angefangen, reha-tagebuch zu schreiben. auf dem laptop und dann per mail gleich nach hause... täglich. da geht dann nichts mehr verloren und man hat munition wür eine evtl. gegendarstellung.

reha-kliniken der DRV sind das was sie sind, sie arbeiten für die DRV.
deshalb ist es wichtig, wie der behandelnde arzt vor ort einschätzt, was patient zu leisten vermag und wie er mit möglichen problemen umgehen kann.

und grade bei angst-/panikattacken/sozialphobie geht es doch garnicht darum, ob der patient 8 stunden körbe flechten/schwibbögen aussägen kann, sondern wie er seine psychischen beschwerden in den griff bekommt, wenn er gezwungen ist, täglich mit den auslösern der krankheit konfrontiert zu werden.
doppelhexe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.03.2017, 00:33   #14
Caye
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Caye Caye Caye Caye Caye
Standard AW: Kann die ARGE/RV zu rehabilitierungsmaßnahmen zwingen ?

Ich war gerade 11 Wochen in einer Reha über die DRV. Das waren natürlich dann von dort aus beantragte Verlängerungen, aber möglich sind so lange Rehas auf jeden Fall. ;) War übrigens auch ne sehr gute (psychotherapeutische) Reha. Wer Infos zur Klinik möchte, darf sich gern per PN melden (mag es nicht öffentlich schreiben wegen Anonymität und so) - ich hatte vor der Reha tierisch Angst und wurde dort wirklich sehr positiv überrascht.

So, genug Werbung. ^^

Was genau soll denn das nun sein? Med. Reha? Berufliche Reha? LTA? Das kapier ich auch nach dem Zitat aus dem Schreiben nicht. Imho von der Webseite her für jemanden, der im Rentenantragsverfahren steckt, total ungeeignet. Man kann doch nicht ein Belastungstraining vor ein medizinisches Rehaverfahren setzen. Totaler Blödsinn. Und wenn es "nur" um eine Belastungserprobung ginge, bräuchte das keine drei Monate.

Abgesehen davon, ob du da nun mitmachen musst oder nicht (dazu äußert sich sicher jemand mit mehr Ahnung, für mich war das nicht relevant, da ich nach der Aussteuerung eh "nur" die Reha beantragt hatte), grundsätzlich hast du ein Wahlrecht, was die Einrichtung angeht, in der du eine Rehamaßnahme absolvierst. Sobald also klar ist, was genau das sein soll, was dir da bewilligt wurde, könntest du mit Argumentationshilfe des Arztes zu einer Einrichtung mit einem passenderen Konzept wechseln. Wenn das Ganze nun natürlich als berufliche Reha läuft und du aber eben ne medizinische brauchst, hilft das erstmal nicht viel. Wenn dieses... Ding (mir kräuseln sich da nur beim lesen die Fußnägel hoch, da würden mich keine zehn Pferde hinbekommen) eine seltsame Auslegung einer medizinischen Reha ist, könntest du widersprechen und eine Klinik (oder ambulante Einrichtung) mit passenderem Konzept benennen.

Wie oben gesagt, vor ein paar Monaten hätt ich das niemals vorgeschlagen, hab viel zu viel schlechtes über ganz furchtbare Rehakliniken gelesen, aber nun weiß ich aus eigener Erfahrung, dass es auch gute gibt, die einem echt helfen (und einen trotzdem AU/EU entlassen). Vielleicht ist das ja für dich ne Überlegung wert.

Ansonsten bleibt nur die Rehaunfähigkeit durch den behandelnden Arzt. Sollte ja kein Problem sein, da du ja jetzt weißt, was da passieren soll und du es dem Arzt berichten kannst.
Caye ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.03.2017, 08:07   #15
Dark Vampire
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Standard AW: Kann die ARGE/RV zu rehabilitierungsmaßnahmen zwingen ?

Natürlich können solche Belastungserprobungen auch durchaus 3 Monate gehen, das Angebot hatte ich auch von meiner DRV, was ich aber leider ablehnen mußte aufgrund von Agoraphobie und meinem Haustier für die ich KEINE Betreuung habe, das war schon ein Akt bei der letzten Reha jemand zu finden der aber diesmal aufgrund privater Umstände nicht kann.

Die Klinik scheint alles in einem zu haben sprich du wirst dann entsprechend dort eingeteilt. Ich würde das sofort mitmachen wenn ich könnte, wenn die dort dann sagen du kannst wirklich nicht, stehen die Chancen ganz gut wenn du die EM Rente haben willst.

Ich versuche meine EM über die nächste psychische Reha zu bekommen, da stehen die Chancen recht gut wenns immer noch so bleibt wie beim letzten mal was letztes Jahr war. War im übrigen in einer Klinik der DRV. Und selbst wenn nicht, auch gut, Jobs gibts hier eh nicht mit meinem Gutachten und aus der Vermittlung bin ich auch genommen worden.
Dark Vampire ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.03.2017, 11:54   #16
Anna B.
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Anna B. Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Kann die ARGE/RV zu rehabilitierungsmaßnahmen zwingen ?

Besprich das erneut mit deiner beh. Ärztin...schildere ihr die Lage...und sie möge dann überlegen, ob du für diese Form der REHA überhaupt "reha-fähig" bist..und das dann ggf. eindeutig bescheinigen.

Einige Ärzte scheuen sich, einfach mal klar und deutlich eine Aussage zu machen...
in der Hoffnung, der Patient merkt das nicht und die Behörde am anderen Ende weiß dann schon Bescheid.

Gibt so schöne Formulierungen:

sollte, könnte, hätte, möglicherweise, vermutlich usw. usw.

wenn eine Behörde eine solche ärztliche Bescheinigung bekommt, kann sie die eigentlich gleich in den Papierkorb werfen, weil man damit nichts anfangen kann.

Deine Ärztin soll klipp und klar schreiben, ob du geeignet und fähig bist, oder nicht.

Wenn sie rumeiert, dann könnte ich mir vorstellen,d ass du tatsächlich zusagst..dir das Spektakel ein oder zwei Tage anschaust und dann einfach zu Hause bleibst...natürlich mit Abstimmung deines beh. Arztes.

dann ist das Thema erledigt..aus Krankheitsgründen gehts nicht mehr..
__

Gruß
Anna

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Anna B. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.03.2017, 13:26   #17
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Standard AW: Kann die ARGE/RV zu rehabilitierungsmaßnahmen zwingen ?

Hallo,

danke erst einmal für die vielen Antworten!

Ich war gerade bei meiner Psychiaterin und hab ihr die Lage geschildert, aber eine klare Bescheinigung für eine Rehaunfähigkeit will sie mir nicht ausstellen...

Mit meinem kleinen Haustierchen weiss ich derzeit auch nicht wohin, da ich niemanden kenne/finde der die Kleine aufnehmen würde... :(

Zitat:
Was genau soll denn das nun sein? Med. Reha? Berufliche Reha? LTA?
Ich habe absolut keine Ahnung wie man das nun nennt. Ich habe selbst an sich nur minimalste Aussagen. Mir wurden nur die Arbeitsbereiche gezeigt, nichts über Therapien gesagt, keine Besichtigung der Zimmer in denen man wohnt... nichts.

Zitat:
Das ist aber eine med./berufliche Reha. und da würde ich jetzt stutzig werden. Was mich wundert ist eigentlich der Ablauf. Normalerweise kommt zu erst die Belastungserprobung und dann das Training. Hattest du die Erprobung schon?
Da ich absolut keine Ahnung habe was das ist, wohl nicht. Wurde im Auftrag der RV nur von einem "neutralen" Arzt begutachtet.

Zitat:
LTA
Was ist das?

Zitat:
was ich aber leider ablehnen mußte aufgrund von Agoraphobie und meinem Haustier für die ich KEINE Betreuung habe
Ich hab eine Soziophobie. Ich HASSE andere und besonders fremde Menschen. Ich komme mit ihnen nicht klar und sie mit mir zumeist auch nicht. Mein kleines Fellknäul hat bis jetzt auch keine Unterkunft...
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Alt 27.03.2017, 16:16   #18
Tica
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Standard AW: Kann die ARGE/RV zu rehabilitierungsmaßnahmen zwingen ?

Also ich verstehe Deine Psychiaterin nicht. Sie muss doch eine Meinung haben, ob Du momentan überhaupt in der pychischen Verfassung bist, für 3 Monate Dein gewohntes Umfeld zu verlassen und Dich dort mit vielen neuen Menschen arrangieren musst.

Die Beschwerden die Du hast sind garantiert für eine berufliche Reha nicht förderlich. Erst einmal solltest Du stabil sein.

Mein Psychiater hatte mich Reha-Unfähig geschrieben, da er es für meine Verfassung kontraproduktiv fand und meinte ich würde da "erst richtig einen weg bekommen".

Geändert von Tica (27.03.2017 um 16:41 Uhr)
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Alt 27.03.2017, 16:27   #19
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Zitat von Tica Beitrag anzeigen
Also ich verstehe Deine Psychiaterin nicht. Sie muss doch eine Meinung haben, ob Du momentan überhaupt in der pychischen Verfassung bist, für 3 Monate Dein gewohntes Umfeld zu verlassen und Dich dort mit vielen neuen Menschen arrangieren musst.
Das versteh ich auch absolut nicht...

Zitat von Tica Beitrag anzeigen
Die Beschwerden die Du hast sind garantiert für eine berufliche Reha förderlich. Erst einmal solltest Du stabil sein.
Ich denke mal der erste Part ist sarkasmus?
Ja... stabil sein... das wär mal was schönes...
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Alt 27.03.2017, 16:40   #20
Tica
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Tica Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Kann die ARGE/RV zu rehabilitierungsmaßnahmen zwingen ?

Habe NICHT vergessen und jetzt eingefügt!!
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Alt 27.03.2017, 23:38   #21
Caye
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Caye Caye Caye Caye Caye
Standard AW: Kann die ARGE/RV zu rehabilitierungsmaßnahmen zwingen ?

Zuallererst ist mir da was aufgefallen! Du zitierst ein Schreiben, das offenbar von diesem Rehadingsbumsträger kommt. Natürlich stehen da keine Rechtsgrundlagen drin, das ist doch gar kein Bescheid! Irgendwo muss da etwas verloren gegangen sein, du müsstest von der DRV direkt auch etwas dazu bekommen haben. Das müsste sogar ein dickerer Brief sein, weil die da direkt x Formulare für Fahrtgeld, Übergangsgeld usw. mit beifügen.
Da müssten Rechtsgrundlagen drinstehen, was genau dir bewilligt wurde und auch, dass es eben in dieser Einrichtung durchgeführt werden soll.
Diesem Bescheid der DRV kann man man widersprechen und eine andere Einrichtung benennen, in der man behandelt werden möchte. Um "Reha vor Rente" kommt man glaube ich kaum herum - das kann man zwar ablehnen, aber dann wird die Rente eben auch abgelehnt. Es ist vermutlich zielführender, sich eine geeignete und gute Rehaeinrichtung zu suchen und die dort durchzuziehen. Das geht übrigens auch ambulant.
Da du dabei aber wohl komplett das Behandlungskonzept wechseln müsstest (und wolltest) bräuchtest du vermutlich Hilfe von der Ärztin dazu.
Aber such erstmal diesen Bescheid bzw. melde dich bei der DRV, wenn du wirklich gar nix dazu bekommen hast.
Wenn du den hast und magst, helfe ich dir gern bei der Formulierung eines Widerspruchs (auch gern per PN, weil persönlich und so). Ich bin ganz gut in "Arztsprech" und kenn mich mit dem Verfahren zumindest ein klein wenig aus.

Und ja, widersprechen darfst du in jedem Fall. Das können dir weder JC noch AfA verbieten.

Ich hab grad nochmal Google bemüht, weil mir das doch keine Ruhe gelassen hat. Hier habe ich eine Info der DRV gefunden, was dieses RPK eigentlich ist.
Ich zitiere:
Zitat:
"RPK-Maßnahmen sind vor allem bei jüngeren Menschen mit Psychosen oder schweren Persönlichkeitsstörungen indiziert bei denen die Erkrankung zur dauerhaften Behinderung zu führen droht und die bereits mehrfache längere psychiatrische Erkrankung und Krankenhausaufenthalte hinter sich haben."
und
Zitat:
"Diese Maßnahmen unterscheidet sich in Indikation und Behandlungsspektrum deutlich von der psychosomatischen Rehabilitation. Dort werden in einem Zeitraum von 4 bis 6 Wochen vorrangig psychotherapeutische Behandlungselemente eingesetzt. Hauptdiagnosegruppen sind hier Depressionen, Ängste, Anpassungsstörungen und Somatisierungsstörungen."
Ich kenne dich ja nun nicht näher, Unregistrierter, aber ich vermute, dass Zweifel daran, ob dieses RPK für dich das Richtige ist, durchaus berechtigt sind.
Wie viel Therapie hattest du schon? Wie lange bist du in psychiatrischer Behandlung? Wie viele stationäre/teilstationäre Therapien? Wie viele davon waren Rehas? Hast du evtl. ne diagnostizierte Persönlichkeitsstörung neben der Soziophobie?
Hast du den Bericht von dem Gutachter, bei dem du warst?

Wenn du durch diese Beschreibung von der DRV-Seite zu dem Schluss kommst, dass diese Maßnahme für dich total ungeeignet ist, dann druck dir das aus, trage es nochmal zur Ärztin und erkläre ihr ganz genau, für welche Indikationen so eine RPK ist und wieso du die mal überhaupt nicht erfüllst. Und wenn sie dich schon nicht allgemein für rehaunfähig erklären will, dann sollte sie evtl. mal überdenken, ob diese RPK dich weiterbringen wird, das Ergebnis dieser Überlegung der RV darlegen und denen erklären, dass du vielleicht nicht vollständig rehaunfähig bist, das RPK-Konzept für dich aber total ungeeignet ist und dich eher noch kränker machen wird.
Ich weiß nicht, wie es zwischen dir und deiner Ärztin läuft, aber ich kenne es von mir, dass ich nur sehr schlecht ausdrücken kann, wenn mir etwas nicht gut tut oder mich belastet. Ich zeige nicht, wie mich etwas mitnimmt und mir fehlen die Worte dafür. Glücklicherweise habe ich Behandler, die das komplett durchschaut haben, allerdings gibt es sicher auch viele taugliche Ärzte, die das vielleicht nicht hinbekommen.
Hast du dir das schonmal durch den Kopf gehen lassen? Evtl. musst du der Ärztin noch deutlicher sagen und zeigen, dass allein schon der Gedanke an diese RPK bei dir eine Krise auslöst. Aber vielleicht bin ich da auch auf dem Holzweg, wollt nur die Idee mal in den Raum geworfen haben. ;)

Mich würden da wirklich wirklich wirklich keine zehn Pferde hinkriegen. Ich krieg schon ein flaues Gefühl im Bauch, wenn ich nur deren Seite lese (auch wenns mich ja gar nicht betrifft). Unter solchen Voraussetzungen wäre wohl erstmal eine rein medizinische Reha in einer Psychosomatisch-psychotherapeutischen Klinik angebracht.

Es gibt übrigens einige wenige Rehakliniken in Deutschland, in die man sein Haustier mitnehmen darf. Habe zumindest von einer dieser Kliniken auch eher schlechtes gehört, aber wenn die Fellnase so wichtig ist, wäre das evtl. eine Überlegung wert?

Geändert von Curt The Cat (28.03.2017 um 20:47 Uhr) Grund: Zitate bitte als solche kenntlich machen ...!
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Alt 28.03.2017, 01:09   #22
Zwergin
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Zwergin Zwergin
Standard AW: Kann die ARGE/RV zu rehabilitierungsmaßnahmen zwingen ?

Ich habe eine RPK-Maßnahme gemacht​, neun Monate stationär. Mir hat es geholfen, zumindest dabei, herauszufinden, was geht und was nicht. Ich hatte mich freiwillig um diese Maßnahme bemüht, bzw. hat die AfA mich eh zum Reha-Antrag aufgefordert, da hatte ich aber die RPK schon beantragt auf eigenen Wunsch. Ich war vorher schon mehrmals in Kliniken und von dort wurde mir das auch dann empfohlen.

In dem Umfeld über so lange Zeit können die Patienten auch viel besser eingeschätzt werden. Dort werden auch ausführliche Gutachten für die DRV geschrieben. Wenn dann arbeitsmäßig wirklich nichts mehr geht, können diese Gutachten natürlich auch hilfreich beim Rentenantrag sein. In der Einrichtung, wo ich war, waren fast alle Patienten froh, diese Maßnahme genehmigt bekommen zu haben. Alle drei Monate wurde eine Verlängerung beantragt. Maximum war wohl 12 Monate. Viele konnten beruflich wieder Fuß fassen, bei einigen ging es in Richtung Rente. Von den Ärzten und Therapeuten habe ich mich dort sehr gut verstanden gefühlt und ich hatte zudem jederzeit Hilfe bei dem ganzen Papierkram.. Ich kann es nur empfehlen. Letztendlich kommt es aber wohl immer auch etwas auf die Einrichtung an. Und natürlich​, ob man selbst bereit ist, Hilfe anzunehmen. Ich würde es nochmal in Ruhe mit der Ärztin besprechen. Obwohl sie ja keine generelle Rehaunfähigkeit bei dir zu sehen scheint. Es kann eine Chance sein und vielleicht auch den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen.

Geändert von Zwergin (28.03.2017 um 01:21 Uhr)
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Alt 28.03.2017, 11:09   #23
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Standard AW: Kann die ARGE/RV zu rehabilitierungsmaßnahmen zwingen ?

Zitat von Caye Beitrag anzeigen
[/I]Ich kenne dich ja nun nicht näher, Unregistrierter, aber ich vermute, dass Zweifel daran, ob dieses RPK für dich das Richtige ist, durchaus berechtigt sind.
Wie viel Therapie hattest du schon? Wie lange bist du in psychiatrischer Behandlung? Wie viele stationäre/teilstationäre Therapien? Wie viele davon waren Rehas? Hast du evtl. ne diagnostizierte Persönlichkeitsstörung neben der Soziophobie?
Hast du den Bericht von dem Gutachter, bei dem du warst?
Hallo, danke erstmal schon mal für deine Antwort!
Als Kind/Jugendlicher war ich einmal in einer stationären Einrichtung, habe aber bis heute keine Ahnung was das genau für eine war und was der offizielle Sinn dahinter war. Der offensichtliche Grund den ich bis heute als solchen sehe würde hier das Thema glaub ich gewaltig sprengen und zu sehr abweichen. Jedenfalls habe ich von dort her schon EXTREM schlechte Vorerfahrungen was so etwas angeht.
Ansonsten bin ich seit... puh... gute Frage... 2? oder 3? Jahre in psychiatrischer Behandlung und sind auch die ganzen Medikamentenpalette durch... Falls interessiert: Aktuell bin ich bei Trimipramin + Zopiclon + Milna Neurax. Dann bin ich noch in einer Psychotherapie die allerdings ausläuft und ich habe nur noch 2 oder 3 Stunden dort... Wobei ich HIER eher noch gern mehr Stunden hätte, aber leider ist das Maximum schon ausgereizt...
Alles von meinen Problemen hab ich nicht im Kopf, aber darunter fallen: Schlafprobleme, Angstzustände, Verfolgungsängste, Soziophobie, Konzentrationsschwächen... difinitiv noch mehr aber kann das gerade nicht wirkllich beititeln.

Ein Gutachten vom Arzt habe ich selbst nicht vorliegen. Ging wohl direkt an die RV.

Zitat:
Ich würde es nochmal in Ruhe mit der Ärztin besprechen. Obwohl sie ja keine generelle Rehaunfähigkeit bei dir zu sehen scheint. Es kann eine Chance sein und vielleicht auch den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen.
Habe ich gestern versucht. Sie hat mir zwar gesagt sie kann meine Sorgen verstehen, aber sie könne das ATZ und deren Anforderungen einstufen und möchte, auch wenn sie den Erfolg eher kritisch sieht, keinen kompletten ausschluss an Ausschliessen. Oder irgendwie so.
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Alt 28.03.2017, 12:19   #24
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Ich würde es als Chance sehen. Immerhin hast du dort dann auch über einen längeren Zeitraum Therapie, wo du ja selbst sagst, da ist noch mehr nötig. Und ich kenne es aus der Einrichtung, in der ich war so, dass auf die Bedürfnisse der einzelnen Patienten eingegangen wird. Wenn was nicht ging, dann ging es nicht. Und wenn die Ärzte und Therapeuten keinen Sinn in der Maßnahme sehen, wird halt auch keine Verlängerung beantragt.

Wenn deine Ärztin dir keine Rehaunfähigkeit bescheinigt, dann wird es wohl darauf hinauslaufen. Ich kenne wie gesagt viele, die glücklich sind, diese Maßnahme bewilligt bekommen zu haben. Ich würde da allerdings nicht hingehen, wenn du eh alles abblockst.
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Alt 28.03.2017, 12:42   #25
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Standard AW: Kann die ARGE/RV zu rehabilitierungsmaßnahmen zwingen ?

Ich würde es auch wirklich zu gern als Chance sehen...
Aber dieses "Vorgespräch" in dem mir nur die Arbeitsstellen gezeigt wurden und über nichts anderes geredet wurde, mir nichts über die dortigen Therapien gesagt wurde (Ausser, dass das in den ersten 1-3 Wochen Körbe flechten als Ergo-Therapie gesehen wird), mir nichts über einen Tagesablauf erzählt wurde und auf nichts das ich sagte oder fragte eingegangen wurde und dazu meine Erfahrung als Kind/Jugendlicher in einer solchen Einrichtung... Es klingeln bei mir im Kopf einfach nur noch Alarmglocken.
Ich möchte es wirklich als Möglichkeit sehen irgendwas ändern zu können, es wäre schon ein paar meiner Ängste oder sonstigen Probleme loswerden zu können... aber es geht einfach nicht...
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