Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 15.03.2017, 23:08   #1
Clara777
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Clara777
Standard Umgang mit Finanzen während voller Erwerbsminderungsrente

Hallo zusammen,

ich bin seit Anfang diesen Jahres in voller Erwerbsminderungsrente, diese endet - wenn ich nicht die Verlängerung beantrage/bekomme - im Juni 2018. Davor war ich einige Zeit arbeitslos, weil ich krank wurde und bekam H4 und kam dann aufgrund der Krankheit in Rente.

Letztes Jahr gab es eine saftige Nebenkostenabrechnung vom Vermieter, die ich bis November in Raten abzahlen muss. Inzwischen bin ich mit all den Kosten, die von der Rente bestritten werden müssen, mehr als nur ausgelastet. Im August steht die nächste Nebenkostenabrechnung an und ich habe jetzt schon Angst, wie ich diese bezahlt bekomme. Ich habe meinen Verbrauch soweit runtergefahren, wie mir nur möglich war. Leider ist die Wohnung schlecht gedämmt und ich wohne in der Stadt, wo es eh teurer ist.

Jetzt mal die Frage an euch, wie macht ihr das mit den ganzen Kosten, die man von der Rente bestreiten muss? Bei mir liegt die Rente 60 Euro über Hartz IV-Satz - allerdings kann ich bei Hartz IV die Abrechnung einreichen, bei der Rente nicht.

Einen Nebenjob finde ich mit der Rente auch einfach nicht - egal wo ich mich bewerbe, ich bekomme nur Absagen und ich habe von meinen vorigen Arbeitgebern nur gute Zeugnisse.

Falls das hier im Thread falsch ist, bitte ich um Entschuldigung und darum, den Post an den passenden Platz zu verschieben.

Danke im Voraus
Clara777
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Alt 16.03.2017, 03:09   #2
Doppeloma
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Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma
Ausrufezeichen AW: Umgang mit Finanzen während voller Erwerbsminderungsrente

Hallo Clara777,

Zitat:
ich bin seit Anfang diesen Jahres in voller Erwerbsminderungsrente, diese endet - wenn ich nicht die Verlängerung beantrage/bekomme - im Juni 2018. Davor war ich einige Zeit arbeitslos, weil ich krank wurde und bekam H4 und kam dann aufgrund der Krankheit in Rente.
Wenn du aktuell gerade erst in EM-Rente bist ist das ja nicht besonders lange, meinst du denn, dass du da schon auf den Antrag zur Verlängerung verzichten solltest ?
Darüber solltest du erst nachdenken wenn du die Formulare bekommen hast (etwa Anfang 2018 wird das sein) und du weißt wie es dir dann gesundheitlich so geht.

Sollte die DRV eine Verlängerung ablehnen müsstest du wieder Hartz 4 beantragen, weil du das zuletzt bezogen hast, es sei denn du würdest "pünktlich" eine Arbeit finden von der du ohne Amt dann leben könntest (darf ich fragen wie alt du bist?).

Zitat:
Letztes Jahr gab es eine saftige Nebenkostenabrechnung vom Vermieter, die ich bis November in Raten abzahlen muss.
Das verstehe ich gerade nicht, wenn du letztes Jahr Hartz 4 bezogen hast (zum Zeitpunkt der Nebenkosten-Abrechnung ?), dann hast du doch Anspruch auf Übernahme dieser Nachzahlung durch das JC gehabt, hast du das dort nicht eingereicht ???

Wenn du jetzt noch bis November 2017 daran abzahlen musst, wäre es schon interessant diese Abrechnung auch mal gründlicher zu überprüfen, das muss ja eine enorme Summe sein ... zahlst du immer so viel nach und wird das dann auch auf die nachfolgende Monatsmiete drauf gerechnet ???

Wir hatten auch mal regelmäßig sehr hohe Nachzahlungen (in unserer vorigen Wohnung), dadurch wurde auch die Voraus-Zahlung dann immer höher (war zuletzt höher als die Grundmiete), hat leider nicht viel gebracht, denn die nächste Nachzahlung war auch nicht geringer, lag dort auch mit an der schlechten Isolierung der Wohnung (eigentlich des ganzen Hauses).

Als wir das Geld vom JC bekommen haben mussten die das allerdings übernehmen und konnten auch nicht viel machen, weil es schon eine "Sozial-Wohnung" gewesen ist ... und sie wussten, dass wir nicht mehr lange LE bleiben werden, es fehlte auch "nur" noch meine Bewilligung zur EM-Rente.

Zitat:
Inzwischen bin ich mit all den Kosten, die von der Rente bestritten werden müssen, mehr als nur ausgelastet.
So pauschal kann man natürlich kaum beurteilen, ob all deine Kosten tatsächlich unbedingt "sein müssen", zumal uns weder dein Rentenbetrag noch deine sonstigen Fix-Kosten bekannt sind.
Das Problem mit kleinen Renten (knapp über Hartz 4) irgendwie hinkommen zu müssen, ist mir allerdings nicht unbekannt, das "trainieren" wir inzwischen seit 2012 zu Zweit.

Wie wird dort konkret geheizt, Fernwärme soll ja (angeblich) aktuell (und 2016) günstiger gewesen sein, als die Jahre davor, was etwas Hoffnung für die nächste Abrechnung machen könnte.

Welche besonders teueren Posten gibt es denn in deiner Abrechnung sonst noch, das sollte man wirklich immer genau prüfen, diese Abrechnungen sind oft falsch oder es gibt einfach "Rechenfehler" darin ... schon die erfolgten Vorauszahlungen werden häufiger nicht korrekt abgezogen.

Ob es noch möglich ist das Geld für die Abrechnung beim JC nachträglich einzufordern weiß ich nicht genau, dazu melden sich vielleicht noch User, die davon mehr Ahnung haben als ich.
Das gilt natürlich NUR wenn du zum Zeitpunkt der Abrechnung (also Zugang bei dir) noch im Leistungsbezug gewesen bist.

Zitat:
Im August steht die nächste Nebenkostenabrechnung an und ich habe jetzt schon Angst, wie ich diese bezahlt bekomme.
Glaube ich dir gerne, wenn du noch die letzte Abrechnung bis November zahlen musst, wie soll das funktionieren können, vielleicht solltest du mal zum Sozial-AMT gehen wegen "Hilfe in besonderen Lebenslagen", ich gebe aber zu, dass ich die konkreten Bedingungen dafür nicht kenne.

Ich weiß nur, dass es solche Leistungen gibt (aus dem SGB XII), gerade wenn man sonst für den laufenden Lebensunterhalt keine Berechtigung hat ... fragen kostet ja zunächst mal nichts und gerade der Wohnbedarf soll und muss ja irgendwie gedeckt werden.

Denn aktuell und für eine neue Abrechnung während laufendem EM-Renten-Bezug ist das JC nicht mehr zuständig zu machen.

Zitat:
Ich habe meinen Verbrauch soweit runtergefahren, wie mir nur möglich war. Leider ist die Wohnung schlecht gedämmt und ich wohne in der Stadt, wo es eh teurer ist.
Irgendwann ist aber auch mal die natürliche Grenze der Sparsamkeit erreicht, ich zumindest bin nicht bereit zu frieren, das wäre auch nicht gut für meine Gesundheit, so haben wir die letzte Abrechnung auch über 3 Monate "abstottern" müssen und am Ende des Geldes ist meist noch "zu viel Monat übrig".

Zitat:
Jetzt mal die Frage an euch, wie macht ihr das mit den ganzen Kosten, die man von der Rente bestreiten muss?
Wir haben frühzeitig alle unnötigen Versicherungen gekündigt, haben jetzt nur noch eine günstige Privat-Haftpflicht und eine Hausrat-Versicherung, dazu läuft allerdings eine Reparatur-Versicherung für die Waschmaschine, denn alles was anfällt mit der Hand waschen schaffe ich nicht mehr.
Davon werden aber alle notwendigen Reparaturen übernommen, wenn es sich mal nicht mehr lohnen sollte, bekommt man einen Zuschuss für den Kauf einer neuen Maschine, je nach Modell / Preislage genügt das auch für eine Neue.

So muss ich keine Angst mehr haben bei einem Defekt auf den Wäschebergen sitzen zu bleiben, die knapp 10 € ist mir das wert im Monat.

Aktuell haben wir sogar noch ein ziemlich altes Auto, das behalten wir auch noch so lange bis es nicht mehr fährt, bringt natürlich auch laufende Kosten mit sich (Sprit/ Steuer/ Versicherung/ TÜV) bei einer teuren Reparatur müssten wir es allerdings sofort abmelden.

Betankt wird nur einmal im Monat, genügt aber auch für unsere Fahrten vor Ort (Arzt-Termine / Einkäufe) oder wenn Männe im nächsten größeren Ort zum Facharzt muss.

Ansonsten versuchen wir Strom zu sparen, wo es möglich ist auch durch die entsprechenden technischen Möglichkeiten, ich koche auch nicht täglich, backe nur noch selten und die Maschinen (für Geschirr und Wäsche) werden nur voll beladen eingeschaltet, überall sind sparsame Beleuchtungskörper drin.

Bekleidung kaufen wir nur (noch) bei Notwendigkeit und Lebensmittel / Reinigungsmittel / Badartikel überlegt und soweit möglich (von der Haltbarkeit) auf Vorrat einmal im Monat (nach dem Eingang der Renten), danach nur noch Brot / Brötchen und frisches Gemüse / Belag usw. was sich nicht so lange hält, bei Bedarf aber NICHT täglich.

Es kommt sehr selten vor, das was weggeworfen wird, weil es wirklich nicht mehr genießbar ist, aber es kommt durchaus auch mal vor.
Unser "Luxus" ist Kaffee, der muss IMMER ausreichend vorrätig sein aber wir brauchen nicht die Marken aus der Werbung, der aus dem Dicounter ist auch nicht schlechter.

"Billig einkaufen" ist nicht unbedingt besonders "geil" bei uns, sondern eine Notwendigkeit aber wir essen trotzdem das was uns schmeckt, wenigstens daran wollen wir nicht zu sehr sparen (müssen).
In unsere Lieblings-Gaststätte (Fischrestaurant) können wir leider nur noch sehr selten gehen zu besonderen Gelgenheiten machen wir das (meist) trotzdem (Geburtstage/ Hochzeitstag), dann wird das anderswo eingespart ...

Falls du noch nicht daran gedacht hast, solltest du die Befreiung von den Zuzahlungen bei deiner KK beantragen, in der Regel hat man den notwendigen "Belastungsbetrag" um diese Zeit bereit bezahlt und dann bekommst du einen Befreiungs-Ausweis und deine Medikamente auf Rezepte auch ohne zuzahlen zu müssen.

Wir können das inzwischen schon voraus bezahlen bei unserer KK (immer zum Jahresende für das neue Jahr) und sind dann ab 01.01. schon von Zuzahlungen befreit, das ist besonders wichtig wenn mal einer ins Krankenhaus muss, die wollen ja sonst auch 10 € pro Tag haben.

Zitat:
Bei mir liegt die Rente 60 Euro über Hartz IV-Satz - allerdings kann ich bei Hartz IV die Abrechnung einreichen, bei der Rente nicht.
Das ist richtig, mit EM-Rente besteht ohnehin kein Anspruch mehr auf ALGII, du bist ja aktuell nicht Erwerbsfähig für wenigstens 3 Stunden, aber im Notfall sollte das Sozial-AMT da einspringen müssen auch ohne dort einen regelmäßigen Anspruch zu besitzen ...

Zitat:
Einen Nebenjob finde ich mit der Rente auch einfach nicht - egal wo ich mich bewerbe, ich bekomme nur Absagen und ich habe von meinen vorigen Arbeitgebern nur gute Zeugnisse.
Kommt ja darauf an, was du machen möchtest / kannst als Minijob in vielen Geschäften werden Leute gesucht die Regale auffüllen, das ist natürlich keine besonders leichte Beschäftigung, das kommt für uns daher auch nicht in Frage.

Andere gehen in Privat-Haushalten putzen oder kaufen ein für ältere Menschen die das nicht mehr alleine schaffen, passen auf Kinder auf usw.

Ich selbst würde lieber was machen zu Hause am PC, ich kann es nicht immer ertragen mit anderen Menschen direkt was zu tun zu haben, etwas mehr Geld könnten wir auch gebrauchen aber das wird wohl nichts mehr werden, es sei denn wir gewinnen doch mal im Lotto ...

Das ist unser 2. kleiner "Luxus", wir spielen (fast) jede Woche 2 Bingo-Lose, (kein ABO) und wer spielt soll ja vor einem Gewinn nicht ganz sicher sein ...

Zitat:
Falls das hier im Thread falsch ist, bitte ich um Entschuldigung und darum, den Post an den passenden Platz zu verschieben.
Passt schon, ich finde das ist hier sehr gut untergebracht und hoffe, dass du noch genauere Antworten zu deinem Nebenkosten-Problem bekommen wirst, wir lassen uns dieses Jahr auch überraschen, ob es bei Fernheizung wirklich "netter" aussehen wird für das Jahr 2016.

Ansonsten müssen wir halt wieder "abstottern" ... und werden in der Zeit kein Lotto spielen und nicht "außer Haus" Fisch essen gehen können und der Großeinkauf wird etwas bescheidener sein (müssen) ... und im Juli gibt es ja wieder ein wenig mehr Rente ...
Noch bekommen wir das auf diesem Wege dann in den Griff und unser Vermieter kennt das auch von anderen Bewohnern hier und hat uns das sogar angeboten, die Abrechnung auf Raten zu zahlen.

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
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