Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 19.02.2017, 21:00   #1
Amidala
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Amidala
Standard EM-Rente beantragen? Meinungen und Erfahrungen gewünscht

Hallo zusammen,

ich habe lange überlegt, ob ich das hier im Forum schreiben soll, denn eigentlich kann mir da so direkt keiner mit Paragraphen, Anträgen oder ähnlichem weiterhelfen kann. Aber ich habe die Hoffnung, dass mir vielleicht der ein oder andere einen Rat geben oder von seinen Erfahrungen berichten kann.

Es ist so, dass ich seit über 10 Jahren wegen psychischer Problem in Behandlung bin, ca. 9 mal mehrere Wochen/Monate stationär und sehr häufig mehrere Monate bis zuletzt 1 Jahr lang krank geschrieben.
Ich habe 2015 von der Arbeitsagentur LTA bewilligt bekommen, da ich in meinem Beruf nicht mehr arbeiten konnte. Ende 2015 habe ich eine Umschulung begonnen, und mich bisher durchgeschlagen.
Während der Schulphase war ich zum Schluß krank geschrieben, weil ich es nicht mehr ertragen habe. Jetzt bin ich im 6 monatigen Praktikum und bin erneut krank geschrieben, weil es einfach nicht mehr geht.
Die Umschulung werde ich aber auf jeden Fall zu Ende bringen, es liegt nicht in meinem Naturell, etwas nicht zu Ende zu machen und die drei Monate werde ich noch irgendwie schaffen.

Allerdings habe ich festgestellt, dass es nicht an meinem früheren Beruf lag, dass ich ständig wieder ausgefallen bin, sondern es auch bei dem jetztigen Job so ist. Nach einer gewissen Zeit wird es einfach immer unerträglicher und ich muss mich zwingen, dort hinzugehen. Bis es irgendwann gar nicht mehr geht.

Nun habe ich darüber nachgedacht, ob es Sinn machen könnte, einen Antrag auf EM-Rente zu stellen. Allerdings denke ich, dass es keine große Chance gibt, dass der Antrag überhaupt bewilligt werden könnte.
Und ich habe auch Angst davor - mal angenommen, der Antrag würde bewilligt werden - wie mein Leben dann weitergehen würde. Die meisten Anträge werden ja nur für 2 Jahre befristet bewilligt.. Danach wäre es vermutlich noch schwerer als jetzt schon, wieder in einen Job zu kommen.
Und die EM-Rente, die ich bekäme, läge nur bei knapp über 1000 €, davon müsste ich ja auch noch Krankenversicherung & Pflegeversicherung zahlen und würde nicht in die Rentenversicherung einzahlen, es würde zum Leben vielleicht gerade so reichen.

Ich möchte ja auch gerne Arbeiten gehen, nur habe ich bisher noch keinen Job gefunden, den ich auch dauerhaft durchhalten kann. Wenn ich jetzt nochmal was Neues anfange, bin ich vermutlich bald auch zu alt, um irgendwo Fuß zu fassen (bin 35).

Meine große Angst ist, dass ich nach der Umschulung in den Harz4 Bezug komme und mich dann auch noch mit dem JC rumschlagen muss. Was man hier so liest, hört sich echt schlimm an. Das würde ich psychisch nicht lange durchhalten glaub ich. Ich müsste also schnell einen Job finden um dem zu entgehen, allerdings graut es mir bei dieser Vorstellung genauso.

Ich weiß, wirklich helfen kann man mir vermutlich nicht, aber vielleicht kann der eine oder andere mir ja zumindest einen Ratschlag geben oder hat vielleicht einen Tip oder eine Idee, an die ich noch nicht gedacht habe.
Wünsche allen einen schönen Abend
Amidala
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Alt 20.02.2017, 04:05   #2
Doppeloma
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Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma
Ausrufezeichen AW: EM-Rente beantragen? Meinungen und Erfahrungen gewünscht

Hallo Amidala,

Zitat:
Ich habe 2015 von der Arbeitsagentur LTA bewilligt bekommen, da ich in meinem Beruf nicht mehr arbeiten konnte. Ende 2015 habe ich eine Umschulung begonnen, und mich bisher durchgeschlagen.
Zahlt die AfA ALGI oder läuft das über die Rentenkasse (mit Übergangsgeld), wäre eigentlich der übliche Weg in deinem Alter ...

Zitat:
Während der Schulphase war ich zum Schluß krank geschrieben, weil ich es nicht mehr ertragen habe. Jetzt bin ich im 6 monatigen Praktikum und bin erneut krank geschrieben, weil es einfach nicht mehr geht.
In der Regel muss ja eine gewisse Anwesenheits-Zeit vorhanden sein, damit eine Aussicht besteht, die Prüfungen auch bestehen zu können.
Habe selbst mal eine Umschulung über die DRV gemacht, ist allerdings schon fast 20 Jahre her, die grundlegenden Bedingungen dürften aber noch immer etwa die gleichen sein.

Zitat:
Die Umschulung werde ich aber auf jeden Fall zu Ende bringen, es liegt nicht in meinem Naturell, etwas nicht zu Ende zu machen und die drei Monate werde ich noch irgendwie schaffen.
Genau dieser Gedanke wird dein größter Fehler werden, denn damit zeigst du ja "es geht schon, wenn ich nur WILL" ... du musst dafür sorgen, dass diese Umschulung (wegen zu langer AU / Fehlzeiten) vom Kostenträger offiziell abgebrochen wird ...

Du musst ja (vermutlich) auch die Abschluss-Prüfungen noch "irgendwie schaffen", es kann also noch so Einiges schief gehen, bis du tatsächlich einen anerkannten neuen Berufs-Abschluss hast.

Eine "vergeigte" Prüfung wird man allerdings eher nicht auf deine häufigen Krankheiten zurück führen wollen, man kann ja verpatzte Prüfungen wiederholen ... sonst stehst du ja trotz "durchhalten" vielleicht ohne greifbares Ergebnis da.

Hast du dich bis zum Schluss "durchgebissen" und bestehst sogar die Prüfungen, dann wird auch erwartet, dass du dir Arbeit suchst in diesem neuen Berufsbereich, der Stress dürfte dann noch deutlich ansteigen, wenn es dir schon jetzt Alles zu viel wird.

Zitat:
Allerdings habe ich festgestellt, dass es nicht an meinem früheren Beruf lag, dass ich ständig wieder ausgefallen bin, sondern es auch bei dem jetztigen Job so ist.
Wenn du das bereits erkannt hast wird es ja wenig Sinn machen da "über den eigenen Schatten" springen zu wollen, zudem suchen die AG ohnehin meist Mitarbeiter mit Berufserfahrung, es ist oft schon "trügerisch" anzunehmen, dass man nach einer Umschulung schnell wieder Arbeit finden wird ...

Zitat:
Nun habe ich darüber nachgedacht, ob es Sinn machen könnte, einen Antrag auf EM-Rente zu stellen. Allerdings denke ich, dass es keine große Chance gibt, dass der Antrag überhaupt bewilligt werden könnte.
Wenn du diese Umschulung (mit letzter Kraft) "brav" zu Ende bringst, dann hast du garantiert keine Aussichten auf eine EM-Rente, man hat dich ja umgeschult, um dir (möglichst vorerst) keine Rente zahlen zu müssen ...

Zitat:
Und ich habe auch Angst davor - mal angenommen, der Antrag würde bewilligt werden - wie mein Leben dann weitergehen würde. Die meisten Anträge werden ja nur für 2 Jahre befristet bewilligt.. Danach wäre es vermutlich noch schwerer als jetzt schon, wieder in einen Job zu kommen.
Das ist korrekt aber aktuell kann dir auch Niemand garantieren, dass du nach deinem Abschluss schnell einen Arbeitsplatz finden wirst und wenn du dann gesundheitlich wieder nicht weit kommst dabei, dann wirst du einen Arbeitsplatz auch nicht lange behalten können ... in welcher Branche liegt denn deine aktuelle Ausbildung ???

Zitat:
Und die EM-Rente, die ich bekäme, läge nur bei knapp über 1000 €, davon müsste ich ja auch noch Krankenversicherung & Pflegeversicherung zahlen und würde nicht in die Rentenversicherung einzahlen, es würde zum Leben vielleicht gerade so reichen.
Da gibt es deutlich schlechtere Aussichten, habe ich nach 40 Jahren Arbeit nicht mal als EM-Rente ... zur Not kann man auch Wohngeld dazu beantragen ...

Zudem kannst du bis zu 450 € im Monat unschädlich dazu verdienen mit einer EM-Vollrente, du hättest also die Möglichkeit deine Belastbarkeit schon mal für einige Wochenstunden bei einem AG zu testen ...

Vielleicht findet sich über so einen Minijob sogar der Wieder-Einstieg nach einer EM-Rente auf Befristung, die kann übrigens bis zu 3 Jahre am Stück bewilligt und bei Bedarf auch noch verlängert werden.

Zitat:
Meine große Angst ist, dass ich nach der Umschulung in den Harz4 Bezug komme und mich dann auch noch mit dem JC rumschlagen muss.
Das kann wohl leider passieren, wenn man nach einer Umschulung keine Arbeit findet, zudem ist es den JC dann eigentlich auch egal was du früher oder dort mal gelernt hast, du bist verpflichtet JEDE Arbeit anzunehmen, zu der du in der Lage bist ...

Soweit mir bekannt ist gibt es wohl keinen Anspruch auf ALGI, aber die sind inzwischen auch nicht mehr viel besser ...

Wenn diese Umschulung aus gesundheitlichen Gründen abgebrochen wird, kannst du wenigstens mit etwas berechtigter Hoffnung einen Antrag auf EM-Rente stellen.

Wenn es sich um eine DRV-Umschulung handelt könnte sogar eine "Umdeutung" dieser Maßnahme (nach dem offiziellen Abbruch) in Frage kommen, weil die Reha als gescheitert anzusehen ist ... und dich nicht wieder fitt und Erwerbsfähig machen konnte.

Nach "erfolgreichem" Abschluss besteht für solche Überlegungen bei der DRV natürlich kein Anlass mehr ...

Denk mal drüber nach, das ist dir bestimmt so noch nicht in den Sinn gekommen ... du darfst aber NICHT selber abbrechen, das muss vom Kostenträger kommen, in der Regel genügt es durchgehend länger als 6 Wochen AU zu sein ...

Bei uns wurden dann damals mit den zuständigen Sozial-Arbeitern (und dem Kostenträger) Gespräche dazu geführt wie man weiter vorgehen könnte, um das Umschulungsziel doch noch zu erreichen, manchmal wurde um 6 Monate zurück gestuft, aber oft wurde die Umschulung dann auch beendet, weil es einfach nicht mehr sinnvoll war für beide Seiten.

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
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Alt 20.02.2017, 09:47   #3
Amidala
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Amidala
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Hallo Doppeloma,

vielen Dank für Deine Antwort. Ich kann erstmal nur kurz antworten, da ich mit dem Handy schreibe.

Die Umschulung wurde über die AfA finanziert, da ich bei der DRV nicht die nötige Wartezeit erfüllt habe, da ich bis 25 studiert habe. Zur Zeit bekomme ich ALG1.
Das mit dem Abbruch durch Krankheit wird wohl leider nicht klappen, die Prüfung ist ja schon im Juni und ich habe auch noch 13 Tage Urlaub (ich wollte mir den Urlaub für den letzten Monat aufheben.
So oft war ich bisher nicht krank geschrieben (in der Praktikumsphase insgesamt 3 Wochen bis jetzt) und sich während der Schulphase nicht so oft.
Viele Teilnehmer haben häufiger gefehlt und es wurde trotzdem nicht abgebrochen.
Zudem waren meine Noten auch noch die besten der Klasse. Bis die das abbrechen muss glaub ich schon viel passieren.
Zwei Leute haben zu viele Fehlzeiten auf Grund von Krankheit gehabt und die durften im nächsten Kurs nochmal von vorne anfangen.
Die einzige Möglichkeit wäre vielleicht, gar nicht erst zur Prüfung anzutreten auf Grund von Krankheit. Dann könnte ich die nächst Prüfung erst 6 Monate später machen.

Eine Möglichkeit, die ich zur Zeit am ehesten in Erwägung ziehe ist folgende:
Da ich momentan sehr mit meinem Leben hadere und ich zur Zeit vor privaten Problemen stehe mit denen ich nicht gut umgehen kann, habe ich überlegt, nach der Prüfung in eine Tagesklinik zu gehen.
Einen neuen Anspruch auf Krankengeld müsste ich nach meiner Recherche haben, da die blcokfrisz im Januar 2016 neu beginnen hat.
Von da aus könnte ich dann vielleicht den rentenantrag stellen.
Da ich bisher noch nie Leistungen von der DRV bekommen habe könnte es sein, dass die mir dann erstmal ne Reha empfehlen?!
Würde ich auch machen, wenn es hilft...
Oder ist mit der Umschulung schon der letzte Versuch von deren Seite unternommen worden?
Auch wenn es nicht über sie finanziert wurde?

Lg
Amidala
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Alt 20.02.2017, 10:13   #4
mucel
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Standard AW: EM-Rente beantragen? Meinungen und Erfahrungen gewünscht

Zitat von Amidala Beitrag anzeigen
Die Umschulung wurde über die AfA finanziert, da ich bei der DRV nicht die nötige Wartezeit erfüllt habe, da ich bis 25 studiert habe. Zur Zeit bekomme ich ALG1.
Hallo Amidala,

du schreibst in deinem Ausgangspost, dass du im Fall der Fälle knapp 1.000 Euro Erwerbsminderungsrente bekommen würdest. Da schreibst du auch, dass du 35 Jahre alt bist und hier jetzt, dass du studiert hast bis du 25 Jahre alt warst.

Wie kommst du dann, selbst mit Zurechnungszeiten, auf eine Erwerbsminderungsrente von 1.000 EURO?
Ich würd sie dir ja gönnen, hoffe jetzt aber mal für dich, dass du da nicht etwas falsch verstanden hast oder irgendwo beim Lesen einer Rentenauskunft etc. in die falsche Zeile gerutscht bist.

Viel Glück bei denem weiteren Weg!
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Alt 20.02.2017, 10:32   #5
Amidala
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Amidala
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Hallo Mucel,

in der Renteninformation von letztem Jahr (hab sie jetzt leider nicht vorliegen) steht drin:
Ihre Rente wenn sie so weiter arbeiten würden wie bisher: ca. 1200,
Ihre Rente wenn sie erwerbsunfähig wären: 947 €,
Ihre Altersrente bisher (wenn ich nicht mehr arbeiten würde bis zur Rente): ca. 350 €.
Dieses Jahr müsste es eigentlich ca 70 Euro mehr sein als letztes Jahr, da der Wert in den letzten beiden Jahren immer so um ca 70 Euro gestiegen ist.

Oder habe ich die Information immer falsch interpretiert?
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Alt 20.02.2017, 10:36   #6
en Jordi
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Standard AW: EM-Rente beantragen? Meinungen und Erfahrungen gewünscht

Zitat von Amidala Beitrag anzeigen
Meine große Angst ist, dass ich nach der Umschulung in den Harz4 Bezug komme und mich dann auch noch mit dem JC rumschlagen muss. Was man hier so liest, hört sich echt schlimm an. Das würde ich psychisch nicht lange durchhalten glaub ich. Ich müsste also schnell einen Job finden um dem zu entgehen, allerdings graut es mir bei dieser Vorstellung genauso.
Hallo Amidala,

lass dich bitte nicht verrückt machen. Die JC behandeln Rehafälle überwiegend recht gut. Natürlich wird es die eine oder andere Schererei mit der Leistungsabteilung geben, aber da können wir dir hier schon weiterhelfen.

Vermittlungstechnisch hast du zahlreiche gesundheitlich Einschränkungen und damit eine gute Verhandlungsposition, was die Stellensuche angeht. Natürlich wird man auch beim JC deine Erwerbsfähigkeit begutachten.

Du müsstest jetzt wissen, was du noch vom Arbeitsleben erwartest. Könntest du dir vorstellen, in Teilzeit zu arbeiten und gibt der Arbeitsmarkt das auch her? Daneben wäre eine halbe EM-Rente (3 - 6 Stunden erwerbsfähig) möglich. Sollte es keine geeigneten Stellen geben auch eine Arbeitsmarktrente.

Wenn du wirklich EM-Rente beantragen willst, wäre die Tagesklinik eine gute Idee. So viele Befunde wie möglich ansammeln, dann kann die RV nicht einfach irgendwas entscheiden.

Überlege dir gut und gründlich, was du erreichen möchtest und dann leite die nötigen Schritte ein. Wenn du noch Krankengeld bekommst, kannst du dir ja ein wenig Zeit lassen.
Übrigens dürftest du während der Umschulung Übergangsgeld von der AfA bekommen, kein Alg-I. Was die Rentenhöhe angeht, hast du sicher eine aktuelle Renteninformation vorliegen, oder?

saludes

p.s. Die EM-Rente für Neuanträge wird bald etwas steigen, weil sie anstatt auf 62 Jahre wieder auf 65 hochgerechnet wird. Es könnte daher Sinn machen, den Antrag noch etwas hinauszuschieben.
__

paranoid querulatorisch
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Alt 20.02.2017, 11:37   #7
AndreasB
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Standard AW: EM-Rente beantragen? Meinungen und Erfahrungen gewünscht

Zitat von en Jordi Beitrag anzeigen
p.s. Die EM-Rente für Neuanträge wird bald etwas steigen, weil sie anstatt auf 62 Jahre wieder auf 65 hochgerechnet wird. Es könnte daher Sinn machen, den Antrag noch etwas hinauszuschieben.
Wenn der Gesetzesentwurf durchgeht, dann steigt die Zurechnungszeit 2018 gerade mal um 3 Monate. Erst 2024 ist die Erhöhung auf 65 Jahre erreicht.

Es mach definitiv keinen Sinn, mit dem Rentenantrag darauf zu warten.
AndreasB ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2017, 13:51   #8
mucel
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mucel mucel
Standard AW: EM-Rente beantragen? Meinungen und Erfahrungen gewünscht

Zitat von Amidala Beitrag anzeigen
Ihre Rente wenn sie erwerbsunfähig wären: 947 €
Oder habe ich die Information immer falsch interpretiert?
Nö, dass dürfte dann schon so passen. Da mußt du allerdings auch gut, bzw. sehr gut verdient haben.
Was hast du im ersten Beruf gemacht und welcher Berufsabschluss ist das Ziel der aktuellen Umschulung?

Ich war vor gut 2 Jahren in einer medizinischen Reha. Auch wegen Depressionen etc., wir waren mit 14 Leuten. Ich wurde damals noch als teilweise erwerbsfähig, also bis zu 6 Stunden täglich, eingeschätzt. Die anderen 13 wurden alle als voll erwerbsfähig entlassen. In einer anschließenden beruflichen Reha wurde dann aber festgestellt, dass ich nicht mal mehr 3 Stunden am Tag arbeiten kann bzw. sollte. Mir wurde dann auch mittlerweile die Rente rückwirkend ab Reha Antrag, befristet bis Ende 2018, zugesprochen.

Also, ich muss sagen, bei mir hat sich das zwar alles über einen laaaaaangen Zeitraum hingezogen, letztlich und endlich hatte ich aber null Probleme, die Rente dann doch zu bekommen. Wobei lang natürlich auch wieder relativ ist. Vom Reha Antrag bis zum Rentenbescheid waren es ca. 2 Jahre. Andere User hier "streiten" sich 5 Jahre lang vor Gericht mit der DRV, bevor sie ihr Recht und die Rente bekommen. Da sind meine "langen 2 Jahre" schon wieder relativ.
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Alt 20.02.2017, 16:54   #9
Rübennase
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Rübennase Rübennase Rübennase
Standard AW: EM-Rente beantragen? Meinungen und Erfahrungen gewünscht

Du hast bis 25 studiert, bist jetzt 35 und seitdem hast du soviel in die Rentenkasse eingezahlt dass du einen Anspruch auf 947€ EU Rente hast?
Rübennase ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2017, 17:55   #10
RobbiRob
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Standard AW: EM-Rente beantragen? Meinungen und Erfahrungen gewünscht

So wie Du das denkst, funktioniert Rentenrecht in dem Fall nicht.

Vereinfacht werden seine erreichten durchschnittlichen Entgeltpunkte incl. Ausbildung bis zum 62. Lebensjahr weiter gerechnet und dann gibt es darauf noch den Abzug von 10,8%.

Wenn einer in jungen Jahren viel verdient hat, ist das also möglich.
Ist auch sinnig, da ja keiner vorher weiß, wann er krank wird.

In der Praxis haben natürlich die meisten gerade wenn sie jung sind erheblich niedrigere EMR Renten, da in den ersten Berufsjahren in der Regel weniger verdient wird und dadurch der Schnitt an Entgeltpunkten sinkt.

Hoffe das versteht man einigermaßen ;-) ..
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Alt 20.02.2017, 18:28   #11
en Jordi
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Standard AW: EM-Rente beantragen? Meinungen und Erfahrungen gewünscht

Zitat von AndreasB Beitrag anzeigen
Wenn der Gesetzesentwurf durchgeht, dann steigt die Zurechnungszeit 2018 gerade mal um 3 Monate. Erst 2024 ist die Erhöhung auf 65 Jahre erreicht.

Es mach definitiv keinen Sinn, mit dem Rentenantrag darauf zu warten.
Das ist zu befürchten. Ich hatte es nur beiläufig im Radio oder TV aufgeschnappt und da "vergisst" man solche Zusatzinfos doch mal gerne.

Woher hast du diesen Entwurf und von wann ist er?
__

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Alt 20.02.2017, 18:35   #12
RobbiRob
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RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob
Standard AW: EM-Rente beantragen? Meinungen und Erfahrungen gewünscht

Den kann man direkt beim Ministerium für Arbeit und Soziales runterladen, siehe Link.
Das Problem sind die Medien:

Fast alle machen nur Kurzberichte, wo dann nur von der Anhebung auf 65 gesprochen wird.
Dass das nur für Neurentner und dann auch noch stufenweise gilt, berichtet die Fachpresse nicht.

Typische Oberflächlichkeit unserer Medienelite.
RobbiRob ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2017, 18:54   #13
en Jordi
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Standard AW: EM-Rente beantragen? Meinungen und Erfahrungen gewünscht

Ja, die pdf ohne jeden Bezug. Auf der Webseite finde ich den Downloadlink gerade nicht.

Offensichtlich wurde heute etwas beschlossen:

https://twitter.com/BMAS_Bund/status/833716822692216833
__

paranoid querulatorisch
en Jordi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2017, 19:12   #14
Amidala
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Amidala
Standard AW: EM-Rente beantragen? Meinungen und Erfahrungen gewünscht

Hallo zusammen,

ich bin jetzt wieder zu Hause und habe mir nochmal meine Rentenauskunft von August 2016 angeguckt, weil ich etwas verunsichert war.

Aber ich habe mich zum Glück nicht vertan, da steht:

Rente wegen voller Erwerbsminderung.
Wären sie heute wegen gesundheitlicher Einschränkungen voll erwerbsgemindert, bekämen Sie von uns eine monatliche Rente von 944 €.
Bisher habe ich 10,53 Rentenpunkte erworben.

Wie man die das berechnen habe ich mir nur mal kurz angeguckt, aber es wird hoffentlich stimmen.

Ich habe nach meinem Studium ca. 8 Jahre im öffentlichen Dienst gearbeitet. Meinen genauen Werdegang möchte ich ungern öffentlich darlegen, da er etwas ungewöhnlich ist. Jeder der mich kennt und das lesen würde, würde mich erkennen.
Nachdem ich gemerkt habe, dass ich meinen Job nicht mehr machen kann, habe ich zunächst eine 6 monatige Weiterbildung in einem weiter entfernten Bereich gemacht, aber auch dies hat nicht geklappt, im Anschluß daran war ich knapp 1 Jahr krank.
Die jetzige Umschulung ist etwas total anderes, es ist im weitesten Sinne ein kaufmännischer Beruf.

Zitat:
mucel
Also, ich muss sagen, bei mir hat sich das zwar alles über einen laaaaaangen Zeitraum hingezogen, letztlich und endlich hatte ich aber null Probleme, die Rente dann doch zu bekommen. Wobei lang natürlich auch wieder relativ ist. Vom Reha Antrag bis zum Rentenbescheid waren es ca. 2 Jahre. Andere User hier "streiten" sich 5 Jahre lang vor Gericht mit der DRV, bevor sie ihr Recht und die Rente bekommen. Da sind meine "langen 2 Jahre" schon wieder relativ.
So lange dauert das im Durchschnitt? Meine Vorstellung war wohl doch ziemlich naiv

Zitat:
Ich war vor gut 2 Jahren in einer medizinischen Reha. Auch wegen Depressionen etc., wir waren mit 14 Leuten. Ich wurde damals noch als teilweise erwerbsfähig, also bis zu 6 Stunden täglich, eingeschätzt. Die anderen 13 wurden alle als voll erwerbsfähig entlassen.
Ich habe hier schon öfters gelesen, dass die Reha-Kliniken die meisten Leute als voll erwerbsfähig entlassen, weil das von der DRV als Erfolg gewertet wird. Mit so einer Vorahnung stelle ich es mir schwer vor sich da auf eine Therapie einzulassen und den Therapeuten zu vertrauen. Wenn vorher eh schon feststeht wie das ganze ausgeht...

Zitat:
en Jordi
lass dich bitte nicht verrückt machen. Die JC behandeln Rehafälle überwiegend recht gut. Natürlich wird es die eine oder andere Schererei mit der Leistungsabteilung geben, aber da können wir dir hier schon weiterhelfen.
Ich habe hier nur so viele schlimme Geschichten gelesen wie Leute von ihren SBs behandelt werden... das zu erleben stelle ich mir furchtbar vor. Es ist auf jedenfall keine Erfahrung, die ich in meinem Leben unbedingt machen muss wenn es sich irgendwie vermeiden ließe.
Falls das mit der Tagesklinik eine Option werden sollte, würde ich ja erstmal wieder Krankengeld bekommen.
Wenn man dann einen Rentenantrag stellt, zahlt die Krankenkasse dann erstmal weiter Krankengeld? Oder können die einen dann zum MDK schicken, damit sie sagen können, man wäre ihrer Ansicht nach nicht mehr arbeitsunfähig und fliegt aus dem KG raus?

Zitat:
Du müsstest jetzt wissen, was du noch vom Arbeitsleben erwartest. Könntest du dir vorstellen, in Teilzeit zu arbeiten und gibt der Arbeitsmarkt das auch her? Daneben wäre eine halbe EM-Rente (3 - 6 Stunden erwerbsfähig) möglich. Sollte es keine geeigneten Stellen geben auch eine Arbeitsmarktrente.
In letzter Zeit habe ich öfters gedacht, dass es vielleicht mit der Arbeit gehen würde, wenn ich nur so ca. 20 Stunden pro Woche arbeiten müsste. Aber kann man denn auch nur eine halbe EM-Rente beantragen? Ich hatte das so verstanden, dass man die EM-Rente beantrag und dann in einem Gutachten entschieden wird, wieviel man noch kann und davon hängt es ab, ob man die volle oder die Teil-EM-Rente bkommt..

Liebe Grüße und einen schönen Abend
Amidala
Amidala ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2017, 19:32   #15
Amidala
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Amidala
Standard AW: EM-Rente beantragen? Meinungen und Erfahrungen gewünscht

Zitat von en Jordi Beitrag anzeigen
Ja, die pdf ohne jeden Bezug. Auf der Webseite finde ich den Downloadlink gerade nicht.

Offensichtlich wurde heute etwas beschlossen:

https://twitter.com/BMAS_Bund/status/833716822692216833
Vielen Dank für den Link mit dem Video, jetzt bin ich wieder etwas schlauer.
Zu einer Sache habe ich eine Frage. Dort wurde gesagt, dass die letzten 5 Jahre nicht berücksichtigt werden, wenn sie für einen nachteilig sind, weil man krank war o.ä.

Gilt das auch, wenn man ALGII bezieht? Also für den Fall, dass ich bald ALGII beantragen müsste und einen Antrag auf EM-Rente stellen würde.. würde die DRV dann trotzdem von meinem vorherigen Gehalt/ALG1 ausgehen?
Amidala ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2017, 19:56   #16
mucel
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mucel mucel
Standard AW: EM-Rente beantragen? Meinungen und Erfahrungen gewünscht

Zitat:
Rente wegen voller Erwerbsminderung.
Wären sie heute wegen gesundheitlicher Einschränkungen voll erwerbsgemindert, bekämen Sie von uns eine monatliche Rente von 944 €.
Bisher habe ich 10,53 Rentenpunkte erworben.
Na dann passt doch zumindest das schonmal. Du kann dir auf der Seite der DRV auch jederzeit eine aktuelle Auskunft anfordern. Wenn du im Öffentlichen Dienst warst, könntest du ja evtl. noch Glück haben, dass du von dort eine Zusatversorgung bekommen würdest/könntest?

Zitat:
So lange dauert das im Durchschnitt? Meine Vorstellung war wohl doch ziemlich naiv
Ja, also so schnell wie ein Antrag auf Krankengeld oder Arbeitslosengeld erledigt sich das nicht.

Zitat:
Ich habe hier schon öfters gelesen, dass die Reha-Kliniken die meisten Leute als voll erwerbsfähig entlassen, weil das von der DRV als Erfolg gewertet wird. Mit so einer Vorahnung stelle ich es mir schwer vor sich da auf eine Therapie einzulassen und den Therapeuten zu vertrauen. Wenn vorher eh schon feststeht wie das ganze ausgeht...
Also was die Therapie(n) in so einer Reha Klinik angeht, gibt es sicherlich Unterschiede. In der, in der ich war, war es was die Therapie(n) angeht ein Witz. Ich hab halt das Glück gehabt, früh genug zu merken, dass wir unterschiedliche Ziele hatten und hab das Spiel dann mitgespielt. In der Klinik mit "halbem Erfolg", in der beruflichen Reha dann mit "vollem Erfolg".
mucel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2017, 20:03   #17
RobbiRob
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RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob
Standard AW: EM-Rente beantragen? Meinungen und Erfahrungen gewünscht

Man geht nicht von Deinem vorigen Gehalt, sondern von in Deinem bisherigen Erwerbsleben im Schnitt erreichten Entgeltpunkte aus.
Die 5 Jahre sind halt deswegen, damit der Schnitt nicht unnötig durch Krankheit, die ja faktisch die EMR auslöst, sinkt.

Alg2 wird seit 2011 nicht mehr rentenrechtlich berücksichtigt.
Somit fällt das nicht in die Bemessung.
RobbiRob ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2017, 20:09   #18
AndreasB
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Standard AW: EM-Rente beantragen? Meinungen und Erfahrungen gewünscht

Zitat von en Jordi Beitrag anzeigen
Woher hast du diesen Entwurf und von wann ist er?
Den Link habe ich von der Seite:
BMAS - Kabinett beschließt Gesetzentwürfe für höhere Erwerbsminderungsrente und einheitliches Rentenrecht
Die Meldung war vom 15.02.2017
AndreasB ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2017, 20:12   #19
Amidala
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Amidala
Standard AW: EM-Rente beantragen? Meinungen und Erfahrungen gewünscht

Zitat von mucel Beitrag anzeigen
Na dann passt doch zumindest das schonmal. Du kann dir auf der Seite der DRV auch jederzeit eine aktuelle Auskunft anfordern. Wenn du im Öffentlichen Dienst warst, könntest du ja evtl. noch Glück haben, dass du von dort eine Zusatversorgung bekommen würdest/könntest?
Dann werde ich mir gleich mal eine aktuelle Rentenauskunft anfordern. Ich habe damals in diese VBL classic Versicherung eingezahlt, war ja eine Pflichtversicherung im öffentlichen Dienst. Zum Glück habe ich die 60 Monate Anwartschaft erfüllt und würde dort auch noch im Rentenfall etwas bekommen.

Bezüglich der Therapien in der Reha-Klinik hatte ich früher immer die Vorstellung, dass dort die Therapien vielleicht besser sind und man häufiger Therapiesitzungen hat als in normalen psychosomatischen Kliniken. Aber eigentlich würde es ja keinen Sinn machen, wenn die DRV mir jetzt nochmal ne medizinische Reha vorschlagen würde.
Ich habe jetzt so viele Kliniken und Therapien hinter mir, da würden die paar Wochen jetzt auch das Ruder nicht mehr rumreißen.

Vielleicht sollte ich mal zum VDK zur Rentenberatung gehen? Ich bin vor einiger Zeit dort eingetreten. Allerdings habe ich auch hier unterschiedliche Erfahrungen über den Verein gelesen/gehört.
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Alt 20.02.2017, 20:19   #20
Amidala
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Amidala
Standard AW: EM-Rente beantragen? Meinungen und Erfahrungen gewünscht

Zitat von RobbiRob Beitrag anzeigen
Man geht nicht von Deinem vorigen Gehalt, sondern von in Deinem bisherigen Erwerbsleben im Schnitt erreichten Entgeltpunkte aus.
Die 5 Jahre sind halt deswegen, damit der Schnitt nicht unnötig durch Krankheit, die ja faktisch die EMR auslöst, sinkt.

Alg2 wird seit 2011 nicht mehr rentenrechtlich berücksichtigt.
Somit fällt das nicht in die Bemessung.
Sorry, aber ich hab es immer noch nicht kapiert

Angenommen jemand hat aktuell 10 Entgeltpunkte und stellt einen Rentenantrag. Dann dauert das ganze 5 Jahre und in der Zeit bezieht derjenige dann ALG2. Dann würde er in der Zeit also keine weiteren Rentenpunkte sammeln und bei 10 stehenbleiben?
Oder nimmt man dann für die 5 Jahre die fiktiven Punkte, die derjenige bekommen hätte, wenn er weitergearbeitet hätte wie vorher?
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Alt 20.02.2017, 20:31   #21
mucel
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mucel mucel
Standard AW: EM-Rente beantragen? Meinungen und Erfahrungen gewünscht

Zitat von Amidala Beitrag anzeigen
Bezüglich der Therapien in der Reha-Klinik hatte ich früher immer die Vorstellung, dass dort die Therapien vielleicht besser sind und man häufiger Therapiesitzungen hat als in normalen psychosomatischen Kliniken. Aber eigentlich würde es ja keinen Sinn machen, wenn die DRV mir jetzt nochmal ne medizinische Reha vorschlagen würde.
Ich habe jetzt so viele Kliniken und Therapien hinter mir, da würden die paar Wochen jetzt auch das Ruder nicht mehr rumreißen.
Also, in der Klinik in der ich war, gab es 2 mal die Woche eine Einzelsitzung zu je 45 Minuten, 3 mal eine Gruppenrunde zu je 90 Minuten. Die Gruppenrunden waren aber mehr oder weniger Vorträge der Therapeuten mit anschliessender Fragerunde. Dann gab es noch 2 mal 90 Minuten Kunsttherapie und jeden Tag irgendwas mit Bewegung oder Sport.

Zitat von Amidala Beitrag anzeigen
Vielleicht sollte ich mal zum VDK zur Rentenberatung gehen? Ich bin vor einiger Zeit dort eingetreten. Allerdings habe ich auch hier unterschiedliche Erfahrungen über den Verein gelesen/gehört.
Also ich bin aus München und kann daher nur den VDK hier beurteilen. Ich hatte 2 mal bzgl. Arbeitslosengeld und 3 oder 4 mal wegen Rente/Antrag dort angefragt. Ich bekam jedesmal andere Antworten als die, die mir vom Arbeitsamt bzw. der Rentenversicherung gegeben wurden. Und bei wirklich jedem Fall hatten die Mitarbeiter des Arbeitsamtes/der DRV recht. Selbst die "freiwilligen" Ratschläge von dort waren besser!
mucel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2017, 20:40   #22
Amidala
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Amidala
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Zitat von mucel Beitrag anzeigen
Also, in der Klinik in der ich war, gab es 2 mal die Woche eine Einzelsitzung zu je 45 Minuten, 3 mal eine Gruppenrunde zu je 90 Minuten. Die Gruppenrunden waren aber mehr oder weniger Vorträge der Therapeuten mit anschliessender Fragerunde. Dann gab es noch 2 mal 90 Minuten Kunsttherapie und jeden Tag irgendwas mit Bewegung oder Sport.
Das hört sich fast genauso an wie in einer normalen Klinik die nicht über die DRV läuft. Wobei man da meistens sogar noch mehr Programm hat.
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Alt 20.02.2017, 20:55   #23
RobbiRob
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RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob
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Zitat von Amidala Beitrag anzeigen
Sorry, aber ich hab es immer noch nicht kapiert

Angenommen jemand hat aktuell 10 Entgeltpunkte und stellt einen Rentenantrag. Dann dauert das ganze 5 Jahre und in der Zeit bezieht derjenige dann ALG2. Dann würde er in der Zeit also keine weiteren Rentenpunkte sammeln und bei 10 stehenbleiben?
Oder nimmt man dann für die 5 Jahre die fiktiven Punkte, die derjenige bekommen hätte, wenn er weitergearbeitet hätte wie vorher?
In dem Fall bleibt es bei den 10 Punkten.
Diese 10 Punkte hat man aber in einem Zeitraum erarbeitet.

Beispiel: 10 Punkte / 10 Jahren = 1 Entgeltpunkt pro Jahr
Nun wird bis zum 62. Lebensjahr jedes Jahr mit 1 Entgeltpunkt hinzugerechnet.

Tabelle 2 auf Seite 9:

http://www.deutsche-rentenversicheru...oGeldII_DL.pdf
RobbiRob ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2017, 21:46   #24
en Jordi
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Beiträge: 6.669
en Jordi Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: EM-Rente beantragen? Meinungen und Erfahrungen gewünscht

Zitat von Amidala Beitrag anzeigen
In letzter Zeit habe ich öfters gedacht, dass es vielleicht mit der Arbeit gehen würde, wenn ich nur so ca. 20 Stunden pro Woche arbeiten müsste. Aber kann man denn auch nur eine halbe EM-Rente beantragen? Ich hatte das so verstanden, dass man die EM-Rente beantrag und dann in einem Gutachten entschieden wird, wieviel man noch kann und davon hängt es ab, ob man die volle oder die Teil-EM-Rente bkommt..

Liebe Grüße und einen schönen Abend
Amidala
Ich mach das seit einigen Jahren so. Schon im Praktikum während der Ausbildung habe ich auf eine halbe Stelle reduziert, weil es mir zu stressig wurde.
Leider habe ich kaum Ansprüche auf eine EM-Rente und beantrage sie daher auch nicht. Daher bekomme ich noch einen Mietzuschuss vom Jobcenter als Aufstocker.

Ich denke, wenn du dir einen Teilzeit-Job suchst und dann Rente beantragst, läuft es automatisch auf die Teil-EM-Rente hinaus. Hast du keinen Job wird deine Einschätzung abgefragt. Ob die Gutachter es auch so sehen, weiß man vorher natürlich nicht. Wirst du auf 3-6 Stunden eingestuft und findest keinen geeigneten Job, bekommst du dennoch die volle EM-Rente (Arbeitsmarktrente).

Natürlich ist das alles nicht endgültig. Wenn du dich irgendwann mal wieder fit fühlst, kannst du auch wieder länger arbeiten.

Schöne Grüße
__

paranoid querulatorisch
en Jordi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.02.2017, 17:31   #25
Muzel
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Registriert seit: 15.12.2008
Beiträge: 11.091
Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel
Standard AW: EM-Rente beantragen? Meinungen und Erfahrungen gewünscht

Von der Beantragung einer Teil-EM hat mich das Servicezentrum, abgeraten. Wer halbtags arbeiten kann, der kann auch Volltags arbeiten. Das ist nicht meine Meinung. Leider wird es so gesehen.
__

Wer Rechtschreibfehler findet, kann sie behalten.
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