Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 12.02.2017, 20:44   #1
Paul51
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Paul51
Standard Ausgesteuert von der Krankenkasse, Erwerbsminderungsrente nicht bewilligt

Hallo,

ich habe nun Bescheid bekommen, das ich ab Mitte Mai 2017 bei der Krankenkasse ausgesteuert bin. Bin seit Mitte Nov. 2015 AU und auch weiterhin. Nun werde ich mich dann jetzt schon bei der AfA anmelden, wegen ALG 1 für die Nahtlosigkeitsregelung bzw. werde dann einen Antrag auf ALG 1 stellen mit der Nahtlosigkeitsregelung.
Bin noch in ungekündigter Anstellung in der Firma und bin weiterhin Krankgeschrieben bzw. Arbeitsunfähig geschrieben. Diese Krankschreibung wird sich noch einige Zeit hinziehen. werde erst im Mai o. Juni operiert.
Habe gleichzeitig einen Antrag zu laufen, beim Versorgungsamt für Grad der Behinderung. Auch wurde mein Antrag auf Erwerbsminderung nicht bewilligt, da werde ich jetzt ein Widerspruch schreiben.
Werde erst den widerspruch schreiben und zur DRV schicken und dann zur AfA gegen. Was meint Ihr?

Wie muß ich mich bei der AfA verhalten in der Sache mit der Aussteuerung? Was muß ich da alles Beachten usw.?
Für mich ist das alles Neuland.

Gruß Paul51

Geändert von axellino (20.02.2017 um 03:26 Uhr) Grund: Themen zusammengeführt und Überschrift den Thema angepasst
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Alt 12.02.2017, 23:39   #2
Kerstin_K
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Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K
Standard AW: Ausgesteuert von der Krankenkasse, was nun?

Also wenn Du erst mitte Mai ausgesteuert wirst, hat das mit der Afa noh Zeit, frühestens im April, sonst nerven die jetzt schon rum.

Zum Thema Aussteuerung und Nahtlosigkeit gibt es hier schon viele Beiträge, schmeiss mal die Suchfunktion an. Ich empfehle besonders die Beiträge von Doppeloma.
__

Viele Grüße aus Hannover
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Alt 13.02.2017, 04:00   #3
Doppeloma
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Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma
Ausrufezeichen AW: Ausgesteuert von der Krankenkasse, was nun?

Hallo Paul51,

Zitat:
ich habe nun Bescheid bekommen, das ich ab Mitte Mai 2017 bei der Krankenkasse ausgesteuert bin. Bin seit Mitte Nov. 2015 AU und auch weiterhin.
Dann genügt es wenn du dich deswegen ENDE April bei der AfA meldest, wegen der Aussteuerung aus dem Krankengeld und NICHT wegen "Arbeitslosigkeit" (zumal das ja bei dir auch gar nicht zutreffend wäre) ...

Zitat:
Nun werde ich mich dann jetzt schon bei der AfA anmelden, wegen ALG 1 für die Nahtlosigkeitsregelung bzw. werde dann einen Antrag auf ALG 1 stellen mit der Nahtlosigkeitsregelung.
Soweit DANN richtig, es ist wirklich so, dass man dich nur frühzeitig "nerven" wird, obwohl die Aussteuerung ja tatsächlich noch gar nicht eingetreten ist.
Habe deinen Beitrag mal in einen besseren Bereich verlegt, da kannst du auch schon viele Themen dazu finden, wie das nach der Aussteuerung so laufen soll, aber leider auch (weniger angenehm) laufen "kann" ...

Etwas "Überblick" kannst du schon aus diesem Beitrag ziehen ... auch wenn nicht alles auf dich zutreffend ist ... frage bitte nach wenn du was nicht verstehst aus deiner Situation heraus.

https://www.elo-forum.org/alg/176046...ml#post2125776

Zitat:
Bin noch in ungekündigter Anstellung in der Firma und bin weiterhin Krankgeschrieben bzw. Arbeitsunfähig geschrieben. Diese Krankschreibung wird sich noch einige Zeit hinziehen. werde erst im Mai o. Juni operiert.
Bestehen denn nach der OP berechtigte Aussichten auf komplette Genesung und eventuelle Wiederaufnahme deiner Arbeit zu einem späteren Zeitpunkt ?
Der vorhandene Arbeitsplatz ist jedenfalls KEIN Grund die Anwendung der Nahtlosigkeit (§ 145 SGB III) abzulehnen, dein aktuelles Arbeitsverhältnis "ruht" in dieser Zeit.

Du solltest dir schon mal die Lohnbescheinigung ausfüllen lassen von deinem AG, dann hast du das parat wenn du den Antrag bei der AfA stellen musst, die AG brauchen ja manchmal auch etwas länger dafür.

Zitat:
Habe gleichzeitig einen Antrag zu laufen, beim Versorgungsamt für Grad der Behinderung.
Danach wird wohl im ALGI-Antrag gefragt aber vielleicht hast du ja bis dahin schon einen Bescheid dazu bekommen.
Für den Anspruch auf ALGI nach der Aussteuerung hat das zunächst mal keine Bedeutung weiter.

Zitat:
Auch wurde mein Antrag auf Erwerbsminderung nicht bewilligt, da werde ich jetzt ein Widerspruch schreiben.
Wann hast du denn diesen Antrag gestellt und mit welcher Begründung wurde der (Wann ?) abgelehnt, bist du davor (wenn ja wann) in einer med. Reha gewesen ???

Zitat:
Werde erst den widerspruch schreiben und zur DRV schicken und dann zur AfA gegen. Was meint Ihr?
Für den Widerspruch hast du nach dem Ablehnungsbescheid nur einen Monat Zeit, zunächst genügt es fristwahrend Widerspruch einzulegen und die Unterlagen zu verlangen (in Kopie) die für diese Entscheidung maßgeblich gewesen sind (Rehaberichte/ Gutachten die gemacht wurden/ Arztberichte) ...

Nach Erhalt und Prüfung dieser Unterlagen wirst du dann die Begründung zum Widerspruch schreiben, dafür brauchst du ja diese Unterlagen (Akteneinsicht nach § 25 SGB X).

Das schickst du bitte unbedingt per "Übergabe-Einschreiben", damit du später auch einen Beweis für den fristgerechten Widerspruch hast.

Es ist leider sehr ungünstig, dass es bereits eine Ablehnung zur EM-Rente gibt, das wird die AfA zur Überlegung führen, dass man dich (relativ) uneingeschränkt in Arbeit vermitteln kann, denn die sehen das bereits als "verbindliche" Entscheidung der DRV, dass du voll "Erwerbsfähig" bist.

Zitat:
Wie muß ich mich bei der AfA verhalten in der Sache mit der Aussteuerung? Was muß ich da alles Beachten usw.?
Lies dir bitte schon mal einige Beiträge dazu durch, den Ablauf habe ich schon mehr als einmal beschrieben ... mach dir Notizen dazu oder druck dir aus was dir wichtig erscheint und frage unbedingt nach wenn du was nicht verstehst.

Allerdings kann man auch nicht alles erklären und verstehen (wollen) was inzwischen mit den Ausgesteuerten so angestellt wird, damit die AfA das ALGI vielleicht sparen könnte also merke dir zuerst, dass du NUR auf dem Postwege an deiner Meldeanschrift erreichbar sein musst.

Gib daher KEINE Telefon-Nummern/Handy-Nummern oder Mail-Adressen an ... das ist ALLES freiwillig aber man wird es ganz selbstverständlich abfragen, ohne dir das mitzuteilen, dass du das gar nicht angeben musst.

Zitat:
Für mich ist das alles Neuland.
Verständlich, mir ging es nicht anders als ich mit Mitte 50 zum ersten Mal so lange krank war, dass die Lohnfortzahlung vom AG vorbei war ... ich wußte damals noch nicht mal, wie es danach weitergehen wird ...

Den Rest (über KK / AfA / JC und DRV) musste ich dann in den folgenden Jahren lernen, damit man mir nicht überall "was vom Pferd" erzählen konnte ... ich kenne das also ALLES aus eigener Erfahrung ... leider ist es inzwischen nicht besser sondern viel schlimmer geworden, wie ich hier im Forum immer wieder lesen muss ...

Deine AU-Bescheinigung führst du weiter wie bisher, dein AG bekommt die (wenn er sie haben will) und die KK auch, den Rest sammelst du zu Hause, die AfA bekommt KEINE AU-Bescheinigung nach einer Aussteuerung.

Das wäre schon die 2. sehr wichtige Sache für dich, denn in der Regel wird ALGI nach 6 Wochen wieder aufgehoben, wenn man eine AU-Bescheinigung (als normaler Arbeitsloser) abgibt ... dann soll die KK (Krankengeld) zahlen, wird sie aber nicht mehr machen, weil dein Anspruch dort ja beendet ist.

Die KK ist wieder (NUR) für das zuständig, was auch vorher ihre Aufgabe war, deine Ärzte / Behandlungen und deine Medikamente bezahlen ...

Soweit für jetzt.

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
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Alt 13.02.2017, 17:23   #4
Machts Sinn
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Standard AW: Ausgesteuert von der Krankenkasse, was nun?

.
Hallo Paul51,

welche Tätigkeit ist Gegenstand deines Arbeitsverhältnisses und
wie wurde die Ablehnung des EM-Renten-Antrages begründet?

Schönen Gruß
Machts Sinn
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Alt 13.02.2017, 21:35   #5
Paul51
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Paul51
Standard AW: Ausgesteuert von der Krankenkasse, was nun?

Hallo Machts Sinn,

also ich war vor der AU als Schweißer beschäftigt.

Folgende Begründung zur Ablehnung des EU-Antrages:

" Ihren Antrag auf Rente wegen Erwerbsminderung können wir leider nicht entsprechen, weil Sie die medizinischen Voraussetzungen nicht erfüllen.

Begründung:

Um über Ihren Antrag entscheiden zu können , haben wir uns eingehend mit Ihrem Gesundheitszustand befasst und geprüft, wie dieser sich auf Ihre Erwerbsfähigkeit auswirkt. Wir haben für unsere Entscheidung die Angaben in Ihrem Rentenantrag berücksichtigt und auch die Ergebnisse unserer medizinischen Ermittlungen zugrunde gelegt.

Danach liegen bei Ihnen vor allem die folgenden Krankheiten oder Behinderungen vor:
3 Diagnosen, die möchte ich hier nicht veröffentlichen.


Die Einschränkungen, die sich aus Ihren Krankheiten oder Behinderungen ergeben, führen nicht zu eine, Anspruch auf eine Rente wegen Erwerbsminderung. Denn nach unserer medizinischen Beurteilung können Sie noch mindestens 6 Stunden täglich unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes erwerbstätig sein.

Eine Voraussetzung für Rente wegen Erwerbsminderung ist jedoch, dass Sie nicht mehr in der Lage sind, mindestens 6 Stunden täglich zu arbeiten (§ 43 Sechtes Buch Sozialgesetzbuch - SGB VI) Wir dürfen dabei nicht berücksichtigen, ob Sie Ihre letzte Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben können. Es kommt nur darauf an, ob Sie irgendeine Tätigkeit ausüben können, die es auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt gibt. "


Das stand im Ablehnungsbescheid drin.

Folgendes dazu:

Ich habe eine Bescheinigung von den Chirurgen, die mich mal dann operieren, die jetzt schon Bestätigen das ich nach der Operation und Genesungsphase meinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Ich darf dann nicht mehr wie 10 kg heben und bewegen und langfristig bzw. dauerhaft nicht mehr wie 20 kg. Und das mache mal als Schweißer im Stahlbaubetrieb.

So das war erstmal die Antwort darauf.

Gruß Paul51
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Alt 13.02.2017, 22:00   #6
Machts Sinn
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Standard AW: Ausgesteuert von der Krankenkasse, was nun?

Hallo Paul51,

Schweißer - so oder ähnlich?: https://berufenet.arbeitsagentur.de/...ekte&dkz=15545

Der Ablehnungsbescheid gibt zwar fast nichts her. Hältst du auch leichtere Tätigkeiten mindestens
6 Stunden täglich für gesundheitlich unzumutbar?

Wenn du vor dem 2. Januar 1961 geboren bist, stellt sich außerdem die Frage der Berufsunfähigkeit:
https://dejure.org/gesetze/SGB_VI/240.html

Dein Alg1-Anspruch dürfte jedenfalls eindeutig sein, wenn du dich im Rahmen deines objektiven
Leistungsvermögens zur Verfügung stellst.

Schönen Gruß
Machts Sinn
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Alt 13.02.2017, 22:01   #7
Paul51
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Paul51
Standard AW: Ausgesteuert von der Krankenkasse, was nun?

Hallo Doppeloma,

Danke erstmal für Deine Antwort.

Also folgender Verlauf meiner Krankengeschichte.

Ich bin seit Nov. 2015 Krankgeschrieben, wegen eines etwas sehr großen Leistenbruchs. Der wurde nicht als Gefährlich von den Ärzten der Uniklinik Berlin eingestuft.

Nun habe ich einige Untersuchungen im Laufe des Jahres 2016 hinter mir gebracht.
So daß ich im August 2016 gedacht hatte, das nun endlich das operiert wird. Aber denk-ste. Ich mußte erstmal einige Kilogramm Körpergewicht verlieren um Operationsfähig zu werden. Da habe ich zu Hause begonnen das Programm zu starten, was da alles zugehört. Nun bekam ich den Hinweis, das ich doch eine Reha-Kur zu machen. Das wurde auch von der DRV genehmigt und ich war nun 6 Wochen von Anfang Nov. 2016 bis eine Woche vor Weihnachten in der Reha-Klinik und wurde als arbeitsunfähig entlassen. Weil ja , im Monat Januar o. Feb. 2017 die Operation stattfinden sollte. Nun hat man mir einen Antrag auf LTA in die Hand gedrückt, von der Sozialberaterin der Kurklinik. Diesen habe ich auch gestellt und dieser wurde genehmigt, Leistungen zur Erhalt des Arbeitsplatzes und zu Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben. Dort wurde festgestellt, das für mich ein innerbetrieblicher Arbeitsplatz in Frage kommt. Dafür habe ich nun am Donnerstag, ein Gespräch mit meinem Arbeitgeber. Das Gespräch habe ich gesucht, vom Chef wäre nichts gekommen. mal sehen was da rauskommt. Auch habe ich zwei unabhängige ärztliche Bescheinigungen, von der Chefärztin der Kurklinik und vom Arzt der Uniklinik Berlin. Beide bestätigen, unabhängig von einander, das ich nach der Operation und Genesungsphase meinen Beruf als Schweißer nicht mehr ausüben darf. Ich darf keine Gewichte mehr heben die ersten 6 Monate nach OP nicht mehr wie 10 kg und dauerhaft nicht mehr wie 20 kg. Das geht nicht als Schweißer im Stahlbaubetrieb. Hatte auch eine Untersuchung bei der Betriebsärztin, die hat das selbe gemeint wie die anderen beiden Ärzte, das ich den Job als Schweißer nicht mehr ausüben kann und darf.
Meine Hausärztin empfahl mir, einen Antrag auf EU-Rente bzw. Teil-EU-Rente zu stellen, wegen der finanziellen Absicherung nach der Aussteuerung vom Krankengeld. Das ich nicht in ein finanzielles Loch Falle.
Ende januar hatte ich nochmals ein Gespräch bzw. Untersuchung mit dem Chirurgen in Berlin, wegen der geplanten Op. Diese wurde nochmals abgeblasen. Mein Derzeitiges Gewicht reicht noch nicht aus, um die Op durchzuführen. Ich muß nochmals eine Gewichtsreduzierung durchführen, um Operationsfähig zu sein. Soll nochmals dafür eine Kur beantragen, weil die aus medizinischen Gründen sehr notwendig ist und davon die OP abhängt. Dafür brauche ich nochmals ca. 4 Monate. Also wird die OP erst im Sommer 2017 stattfinden. Also nach meiner Aussteuerung vom Krankengeld. Darum jetzt schon die ganzen Vorsorge Beantragungen.

So ist der Stand der Dinge.

Ist zur Zeit alles etwas kompliziert in meiner Sache.

Nun könnt Ihr Euch mal ein Bild machen, was zur Zeit bei mir los ist.

Gruß Paul51
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Alt 13.02.2017, 22:09   #8
Paul51
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Paul51
Standard AW: Ausgesteuert von der Krankenkasse, was nun?

Hallo Machts Sinn,

also ich bin leider nach dem 02.01.1961 geboren.

Und wenn ich laut AA im berufsnet die Anforderungen als Schweißer sehe, halte ich die 6 Std. nicht durch. Muß ich ja wissen, war ja selber 30 Jahre in der Branche tätig bis zur AU.
Bloß das muß mir ein Arzt bestätigen, das es nicht mehr wie 6 Stunden sein dürfen. Außerdem mit meiner Erkrankung, Leistenbruch, darf ich wieso nichts mehr heben und bewegen was nicht mehr wie 10 Kg und dauerhaft bis zu 20 Kg hat.

Gruß Paul51
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Alt 13.02.2017, 23:00   #9
Machts Sinn
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Standard AW: Ausgesteuert von der Krankenkasse, was nun?

.
Schweißer ist also so oder so nicht (mehr) die Frage.
Deswegen kommt es sehr darauf an, ob leichtere Tätig-
keiten mindestens 6 Stunden täglich möglich sind. Da-
bei liegt eine Lösung über den jetzigen Arbeitgeber
natürlich viel näher als über die Arbeitsagentur.
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Alt 17.02.2017, 17:22   #10
Paul51
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Paul51
Standard AW: Ausgesteuert von der Krankenkasse, was nun?

Hallo,

nun habe ich heute von meinem Chef einen schuß vor den Bug bekommen. Ich hatte ihm eine persönliche Nachricht gesendet, den geforderten Termin hat ja die Geschäftsführung komplett abgesagt.
Nun dachte ich gestern, werde mal den einen Geschäftsführer eine persönliche Mail schreiben, ihn kenne ich schon seit 20 Jahren. habe mit ihm quasi die Firma dazumal mit aufgebaut.

Ich wollte eine Bescheinigung haben von ihm, das ich nach der OP und der Genesungphase wieder einsteigen kann in die Firma, aber mit einem anderen Arbeitsplatz. Den Job als Schweißer kann ich ja nicht mehr ausüben. Darum hat mir ja die DRV die LTA genehmigt. Hier wurde festgestellt das für mich nur ein innerbetrieblicher Arbeitsplatz in Frage kommt. Nun welchen Arbeitsplatz? Muß er mir jeden Platz anbieten?
Oder muß der dem Entsprechen, der meinen Fachkenntnissen und Berufserfahrungen entspricht?

Nun er schrieb mir, das er für mich keinen anderen Posten hat bzw. vorgesehen oder machbar ist.

Er räumte mir ein, das er bereit wäre und mit sich reden lies, eine Arbeitserleichterung an meinem Schweißarbeitsplatz vorzunehmen. Aber er weiß auch, das ich den Job nicht mehr ausüben kann so wie er mal war.

Was mache ich jetzt?

Gruß Paul51
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Alt 17.02.2017, 20:03   #11
saurbier
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saurbier saurbier saurbier saurbier saurbier saurbier saurbier saurbier saurbier saurbier
Standard AW: Ausgesteuert von der Krankenkasse, was nun?

Hallo Paul51,

wenn dein Arbeitgeber dir keinen anderen leidensgerechten Arbeitsplatz anbieten kann/will, dann bleibt dir leider nicht mehr viel übrig.

Hier wäre dann schon interessant zu wissen wie Alt du jetzt bist.

Zum einen käme dann natürlich zuerst einmal der Widerspruch gegen die Ablehnung deines EMR-Antrages in Betracht. Dies vor allem, da man ja aktuelle noch gar nicht weiß, was nach der noch zu erfolgenden Leisten-OP so abgeht.

Ich will dir natürlich keine Angst machen, aber wir sind ja alle Alt genug und haben so eine gewisse Lebenserfahrung um zu wissen, das bei einer OP so alles mögliche passieren kann (was keiner einem wünschen will), aber dennoch so ist eben das Leben.

Vor allem kann die DRV heute hierzu also auch keine zukünftige Prognose abgeben.

Ohne Arbeitsplatz, was bliebe dir denn da überhaupt noch, wenn du ja selber schreibst das du in deinem Beruf keine 6 Std./tägl. mehr arbeiten kannst.

Wer soll dich denn da einstellen.

Wie sehen denn deine Chancen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt aus, z.B. etwas Artverwandtes im Maschinenbau, ginge das überhaupt.

Für eine Umschulung spielt natürlich dein Alter eine sehr wesentliche Rolle, denn heutzutage haben es bereits ü40 sehr schwer eine Umschulung zu bekommen, mal ganz abgesehen ob man überhaupt in der Lage wäre etwas neues zu erlernen.

Letzten Endes bliebe dir ggf. noch der Weg deine Firma vielleicht mit (falls du einen SchwerB-Ausweis bekommen würdest) der finanziellen Unterstützung für SchwerB zu locken um vielleicht doch etwas möglich zu machen (§ 33 SGB IX, § 34 SGB IX) Schau mal hier: Finanzierung von Hilfsmitteln und technischen Arbeitshilfen für den Arbeitsplatz - REHADAT-Hilfsmittel.

Für sowas wäre dann ein SchwerB-Ausweis bzw. eine Gleichstellung natürlich nur von Vorteil.

Seitens der AfA dürfte eher nicht viel kommen, denn die Chancen das du von denen erfolgreich in eine passende Stelle Vermittelt wirst, dürfte eher mau aussehen. Dort schiebt man heute liebend gerne an die ZAF´s ab und was die so verlangen, na das kannst du dir sicherlich selbst ausmalen (weniger Lohn, flexible Arbeitszeiten, wechselnde Arbeitsstellen etc.). Mich persönlich wollten die ZAF´s schon damals mit meinen 30% SchwerB nicht haben, weil da ja ein besonderer Kündgungsschutz durch Gleichstellung besteht. Sowas ist denen bei Heuer fund Feuer im Weg.

Also bliebe hier zuerst abzuwarten wie die OP ausgeht. Vielleicht hast du ja wieder erwarten nach der OP ggf. mit nochmals anschließender Reha plötzlich eine viel positivere Perspektive, wer weiß das heute schon.


Grüße saurbier
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Alt 17.02.2017, 20:19   #12
Paul51
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Paul51
Standard AW: Ausgesteuert von der Krankenkasse, was nun?

Hallo saurbier,

also ich bin 51.

ja jetzt werde ich erstmal abwarten, was der Reha-Berater noch so weiß. Habe jetzt ein Termin erwirkt bzw. ein Termin angefordert. Mal sehen was der zu dieser Lage meint.

Oder über die DRV über die LTA eine Weiterbildung machen in meiner Branche. GdB ist beantragt, das läuft.

Gut Du hast schon recht, man weiß nicht, wie es nach der OP ist. Aber auf alle Fälle steht jetzt schon mal fest das ich die ersten 6 Monate danach keine Gewichte heben und bewegen darf nur bis 10 kg. Und langfristig nicht mehr wie 20 kg. Weil dort ein großer Bauchschnitt gemacht wird. Das wurde mit mir schon besprochen, vom Chirurgen.

Gruß Paul51
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Alt 18.02.2017, 16:19   #13
saurbier
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saurbier saurbier saurbier saurbier saurbier saurbier saurbier saurbier saurbier saurbier
Standard AW: Ausgesteuert von der Krankenkasse, was nun?

Hallo Paul51,

nun ja in deinem Alter dürfte es sicherlich eher schwer werden von der DRV eine Umschulung angeboten zu bekommen.

Schwer ist allerdings nicht gleich zu setzen mit unmöglich. Das käme dann eher mal auf einen Versuch an, vor allem was dir so als neue Arbeit für die Zukunft dann vorschwebt. Da ist es dann schon eher von Bedeutung was die Psychologen bzw. Arbeitsmediziner dazu an Beurteilung abgeben.

Beim LTA halte ich mich zurück, denn da dürfte sich @Doppeloma wohl besser auskennen, zumal ich persönlich davon eh nicht viel halte. Bei einer Weiterbildung wäre dann auch zu überlegen in welche Richtung das machbar wäre, denn körperliche Arbeit sollte es ja nicht mehr sein. Aus meiner eigenen Erfahrung im Maschinenbau weiß ich z.B. das da das eine oder andere Mal einem immer wieder mal etwas schwereres unterkommen kann.

Auf jeden Fall solltest du schon jetzt im Hinterkopf bedenken, daß wenn eine Teil-EMR (3-6Std./tägl. Arbeit) in Betracht gezogen werden muß, es sich für dich ggf. finanziell nicht gerade rosig aussieht. Neben den grundsätzlichen 10,8% Rentenverlust käme es da dann aber auch auf deine bisherigen Beitragszahlungen an. Hast du in der Vergangenheit immer sehr gut verdient, wäre dies vorteilhaft, hast du eher nur durchschnittlich verdient, wäre es eher bescheiden. Man sollte da immer bedenken, daß eine Frührente leider meist (nicht immer) auch mit einem sozialen Abstieg verbunden ist.

Zwar darf man bei einer Teil-EMR noch eine Arbeit nachgehen und somit vieles finanziell ausgleichen, nur stellt sich da dann aber meist die Frage - welche Arbeit -. Für den bisherigen Beruf ist man ja zu sehr eingeschränkt und da dürfte es schon sehr schwer werden einen neuen Arbeitgeber zu finden der einen zumindest halbtags beschäftigen will/wird. Bei einer Artfremden Arbeit hingegen die man nicht gelernt hat geht es zumeist dann wieder zu Lasten der bereits angeschlagenen Gesundheit, ausser man hat mit sehr viel Glück auf eigenes Betreiben doch noch etwas besseres gefunden.

Hier muss man sich dann selbst echt die Frage stellen, wie man sich seine Zukunft weiterhin vorstellt und dann abwägen.

Zuerst mal würde ich jetzt dann die OP abwarten und wenn möglich im Anschluss nochmals eine Reha versuchen, sofern dies von den Ärzten dann auch empfohlen wird.

Vielleicht hast du aber auch soweit etwas Glück das dir die DRV aufgrund deines Widerspruches doch noch eine Teil-EMR anbietet, denn dein Leistenbruch in Verbindung mit deinem Übergewicht u.ggf. noch anderen Einschränkungen sind ja nicht gerade die aller Besten zukunftsaussichten, genauso wenig wie das dir dein derzeitiger Arbeitgeber keinen leichteren Arbeitsplatz anbieten will.


Gruß saurbier
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Alt 18.02.2017, 20:14   #14
Paul51
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Paul51
Standard AW: Ausgesteuert von der Krankenkasse, was nun?

Hallo saurbier,

gut Maschinenbau und Stahlbau ist fast das gleiche, also täglich mit schweren Gewichten zu hantieren.

Nun ich bin von Beruf Schweißer und diesen kann ich nun mal nach der OP und Genesungsphase nicht mehr ausüben. Das haben mir ja die Ärzte jetzt schon Attestiert. Darum wurde ja die LTA genehmigt durch die DRV. Und das für mich nur ein innerbetrieblicher Arbeitsplatz in Frage kommt.
Darum wollte ich ja nur eine Bescheinigung vom Arbeitgeber haben, das ich über die LTA diese gewissen Weiterbildungslehrgänge der Schweiß-und Prüftechnik beantragen. Also sprich, eine Weiterbildung vom Schweißfachmann zum Schweißtechniker. Weil das diese Lehrgänge sind , die mich Beruflich etwas weiterbringen. Das ist für mich kein Neuland, als ausgebildeter Schweißfachmann. Das waren und sind meine Vorstellungen für einen innerbetrieblichen Arbeitsplatzwechsel. In diesem Bereich habe ich 30 Jahre Berufserfahrung und auch die dementsprechenden Fachkenntnisse.

Darum ging bzw. geht es mir. In dieser

Gruß Paul51
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Alt 19.02.2017, 12:58   #15
Paul51
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Paul51
Standard AW: Ausgesteuert von der Krankenkasse, was nun?

Hallo,

nun mal was anderes.

Ich hatte mich am 09.02.2017 telefonisch bei der AfA arbeitsuchend gemeldet, war das ein Fehler? Nun wurden da schon einmal die üblichen Daten aufgenommen.
Man sagte mir, ich könnte auch den Antrag auf ALG1 online stellen und bräuchte gar nicht zur Agentur erscheinen. Oder muß ich doch noch persönlich dort hin?
Man hat mir jetzt von der Servicestelle einige Unterlagen zu gesendet, wie:
1. Gesundheitsfragebogen + Entbindungsschreiben der Schweigepflicht der Ärzte
2. Arbeitsbescheinigung
3. Liste der Lernmedien
4. Besucherkarte
5. Veränderungsmitteilung
6. Fragebogen zur Erhebung des Migrantionshintergrundes
7. Bestätigung meines Termins in der Eingangszone der AfA, hier wurde Bestätigt das ich mich
arbeitssuchend nach § 38 Abs. 1 SGB III ( hatte aber am Telefon gesagt, das ich einen Antrag auf
ALG 1 nach § 125 SGB III stellen will bzw. möchte, weil ich am 15.05.2017 vom Krankengeld ausgesteuert bin.)


Irgendwie muß da alles falsch angekommen sein. Oder vielleicht hätte ich alle Papiere zusammengesucht und wäre dann persönlich hingefahren. Außerdem haben Sie alle Daten verkehrt aufgenommen, wie Geburtsdatum etc.

Dann können Sie mir auch gleich den richtigen Antrag auf ALG 1 nach § 125 SGB III mitgeben zum ausfüllen und zum Prüfen für zu Hause. Auch die anderen dazugehörigen Papiere bzw. Formulare.

Das werde ich morgen erstmal bei denen richtig Stellen, was da falsch gelaufen ist.
Habe ich noch was Vergessen, bitte um Ergänzung wenn was fehlen sollte.

Gruß Paul
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Alt 19.02.2017, 13:10   #16
Paul51
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Paul51
Standard EM-Rentenantrag abgelehnt, will Widerspruch schreiben, wer kann helfen?

Hallo,

Mein Antrag auf EM-Rente wurde jetzt abgelehnt mit der Begründung das ich die medizinischen Voraussetzungen nicht erfülle.

Oder soll ich erst einmal den fristgemäßen Widerspruch schreiben und abschicken, und dann verweisen, das ich die ausführliche Begründung hinterher sende?

Auch bei der ausführlichen Begründung habe ich schwierigkeiten das richtig zu formulieren. Wer könte mir hier vielleicht einige Tipps geben? Oder wer könnte nach Eurer meinung noch alles eingeschaltet werden, wie Ärzte und die Hausärztin?


Gebt mir mal bitte einige Tipps.

Gruß Paul
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Alt 19.02.2017, 13:48   #17
froque
 
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froque
Standard AW: EM-Rentenantrag abgelehnt, will Widerspruch schreiben, wer kann helfen?

Hallo Paul!

Ich frage mich langsam was du willst? Ich hatte mich ja im Teilhabe Thread beteiligt, jetzt geht es um Rente?

Ja, was denn nu?

Viele Grüße!
froque
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Alt 19.02.2017, 16:08   #18
Rübennase
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Rübennase Rübennase Rübennase
Standard AW: EM-Rentenantrag abgelehnt, will Widerspruch schreiben, wer kann helfen?

Warst du denn beim Gutachter?
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Alt 19.02.2017, 18:05   #19
schnuckelfürz
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schnuckelfürz Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: EM-Rentenantrag abgelehnt, will Widerspruch schreiben, wer kann helfen?

Zitat von Paul51 Beitrag anzeigen
Hallo,

Mein Antrag auf EM-Rente wurde jetzt abgelehnt mit der Begründung das ich die medizinischen Voraussetzungen nicht erfülle.

Oder soll ich erst einmal den fristgemäßen Widerspruch schreiben und abschicken, und dann verweisen, das ich die ausführliche Begründung hinterher sende?
Es gibt eine Widerspruchsstelle bei der Rentenversicherung. Da kann man den Widerspruch niederschreiben lassen.

https://www.vdk.de/ov-weilheim-teck/ID99121

Einspruch Rentenbescheid - Überprüfen und richtig vorgehen
schnuckelfürz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.02.2017, 19:05   #20
Klausi111
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Klausi111 Klausi111
Standard AW: EM-Rentenantrag abgelehnt, will Widerspruch schreiben, wer kann helfen?

Naja, einfach wird das nicht. Die EM-Rente zu bekommen ist schon eine Herkules-Aufgabe.
Die DRV wird immer versuchen, Leute, die eine Rente beantragen, abzuwimmeln.
Auch wenn die sogenannten versicherungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind, kommen jetzt die medizinischen Voraussetzungen zum Tragen. Und was macht die DRV ? Ablehnen, damit sie nicht zahlen müssen. Also bleibt ja nur der Widerspruch. Wird meist auch abgelehnt. Dann die Klage vor dem Sozialgericht. Wird auch abgelehnt. Es wird also alles abgelehnt. Und um dagegen anzugehen, brauchst Du Hilfe von kompetenten (Fach-)Leuten. Alleine kommst Du da nicht gegen an. Also musst Du einem Sozialverband (SoVD oder VdK) beitreten, 6 € im Monat. Oder Du suchst Dir einen Fachanwalt für Sozialrecht, der ist aber um ein Vielfaches teurer. Ich bin mit dem SoVD gut gefahren.
Das ganze Prozedere ist aber nervig und meist langwierig. Bei mir hat alles 5 Jahre gedauert, da war die Rente durch. Es gibt nur eines: Kämpfen. Und nicht aufgeben. Das ist nämlich die Strategie der DRV: Die hoffen, dass Du aufgibst.
Klausi111 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.02.2017, 19:12   #21
Paul51
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Paul51
Standard AW: EM-Rentenantrag abgelehnt, will Widerspruch schreiben, wer kann helfen?

Zitat von froque Beitrag anzeigen
Hallo Paul!

Ich frage mich langsam was du willst? Ich hatte mich ja im Teilhabe Thread beteiligt, jetzt geht es um Rente?

Ja, was denn nu?

Viele Grüße!
froque

Bei mir ist es etwas verzwickt. Ich werde ab Mitte Mai 2017 vom Krankengeld ausgesteuert, dann muß ich wieso parallel einen EM-Rentenantrag stellen, weil das Pflicht ist. Sonst werde ich von der AfA draufhingewiesen. Weil ich ja ALG 1 nach § 125 SGB III beantrage und wegen der Nahtlosigkeitsregelung bin weiterhin AU.

Den Antrag auf LTA hatte ich schon im Dezember 2016 gestellt, weil man mir dazu geraten hat von der Sozialarbeiterin der Kurklinik. Da wuste ich aber noch nicht, das ich Mitte Mai 2017 Ausgesteuert werde. Diesen Bescheid habe ich erst Anfang Februar 2017 bekommen. Da waren aber die anderen Anträge schon am Laufen. Man Stellte fest das für mich ein innerbetriebliche Arbeitsplatzwechsel in Frage kommt. Also der LTA- Antrag wurde auch Ende 2016 genehmigt. Den Rest hast Du ja schon gelesen. Nun mit dem EM-Rentenantrag habe ich schon mal etwas vorgegriffen, bevor die AfA das macht. Das mit dem Rentenantrag, das man den gleichzeitig stellen sollte wenn man ALG 1 beantragt, habe ich erst hier erfahren, wie der Werdegang ist. Meine mich dazu auffordert. Nun der wurde jetzt erstmal Abgelehnt, darum schreibe ich jetzt erstmal ein Widerspruch. Das ist der Stand der Dinge

Gruß Paul
Paul51 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.02.2017, 19:26   #22
Paul51
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Beiträge: 55
Paul51
Standard

Hallo Klausi111,

das glaube ich Dir. Aber ich bin seit 35 Jahren in der Gewerkschaft und da haben sie auch gute Leute die sich im Sozialrecht auskennen. Die werde ich jetzt erstmal zu Rate ziehen. Ich weiß, das es ein sehr harter weg wird. Sehe ich an meinem Obermieter, der hat 10 Jahre gekämpft wegen Rente, ist aber durchgekommen.

Wie Du schon schreibst, die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen sind bei mir auch erfüllt, jetzt reiten sie auf den medizinischen Voraussetzungen rum. Um nicht´s zu zahlen.

Darum wollte ich mal hier Fragen, wer schon einmal so einen Widerspruch geschrieben hat oder schreiben lassen hat. Wo ich mich mal so ungefähr Anlehnen kann oder Inspirationen oder Formulierungen holen kann. Es kann mir auch dazu einer eine PN schreiben.

Gruß Paul

Zitat von Rübennase Beitrag anzeigen
Warst du denn beim Gutachter?

Nein war ich noch nicht. Warum?

Geändert von axellino (19.02.2017 um 19:39 Uhr)
Paul51 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.02.2017, 19:38   #23
axellino
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axellino axellino axellino axellino axellino axellino axellino axellino axellino axellino axellino
Standard AW: EM-Rentenantrag abgelehnt, will Widerspruch schreiben, wer kann helfen?

Zitat von Paul51 Beitrag anzeigen
Hallo,

Mein Antrag auf EM-Rente wurde jetzt abgelehnt mit der Begründung das ich die medizinischen Voraussetzungen nicht erfülle.

Oder soll ich erst einmal den fristgemäßen Widerspruch schreiben und abschicken, und dann verweisen, das ich die ausführliche Begründung hinterher sende?l
Guten Abend Paul51,

damit die User dein gesamten Werdegang und Anliegen nachvollziehen können, habe ich deine Themen mal zusammengeführt und die Themenüberschrift ein wenig angepasst.

Desweiteren hast Du am 12.02.2017 20:44 geschrieben,

Zitat:
Auch wurde mein Antrag auf Erwerbsminderung nicht bewilligt, da werde ich jetzt ein Widerspruch schreiben.
Werde erst den widerspruch schreiben und zur DRV schicken und dann zur AfA gegen. Was meint Ihr?
Daraufhin hat Dir @Doppeloma ein Tag später geschrieben,

Zitat:
Für den Widerspruch hast du nach dem Ablehnungsbescheid nur einen Monat Zeit, zunächst genügt es fristwahrend Widerspruch einzulegen und die Unterlagen zu verlangen (in Kopie) die für diese Entscheidung maßgeblich gewesen sind (Rehaberichte/ Gutachten die gemacht wurden/ Arztberichte) ...
Ich hoffe mal die Widerspruchsfrist ist dann auch noch einzuhalten.

Zitat:
Auch bei der ausführlichen Begründung habe ich schwierigkeiten das richtig zu formulieren. Wer könte mir hier vielleicht einige Tipps geben? Oder wer könnte nach Eurer meinung noch alles eingeschaltet werden, wie Ärzte und die Hausärztin?
Sowas sollte man meiner Meinung nach nicht alleine machen, sondern sich zur Widerspruchsbegründung, ein Sozialverband oder Anwalt mit ins Boot nehmen.
__

Wer Rechtschreibfehler findet,darf sie gerne behalten !!!!

Geändert von axellino (19.02.2017 um 19:51 Uhr)
axellino ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.02.2017, 21:44   #24
froque
 
Registriert seit: 06.08.2016
Beiträge: 141
froque
Standard AW: EM-Rentenantrag abgelehnt, will Widerspruch schreiben, wer kann helfen?

Zitat von Paul51 Beitrag anzeigen
Bei mir ist es etwas verzwickt. Ich werde ab Mitte Mai 2017 vom Krankengeld ausgesteuert, dann muß ich wieso parallel einen EM-Rentenantrag stellen, weil das Pflicht ist.
Aha, OK, damit kenne ich mich ja nicht aus. Nur eine LTA in Gange haben und Widerspruch des Rentenbescheides klang mir einfach widersprüchlich.

LG froque
froque ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2017, 03:03   #25
Doppeloma
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Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma
Frage AW: Ausgesteuert von der Krankenkasse, Erwerbsminderung nicht bewilligt

Hallo Paul51,

Zitat:
Bei mir ist es etwas verzwickt. Ich werde ab Mitte Mai 2017 vom Krankengeld ausgesteuert, dann muß ich wieso parallel einen EM-Rentenantrag stellen, weil das Pflicht ist. Sonst werde ich von der AfA draufhingewiesen. Weil ich ja ALG 1 nach § 125 SGB III beantrage und wegen der Nahtlosigkeitsregelung bin weiterhin AU.
Das weißt du doch noch gar nicht wozu dich die AfA so auffordern könnte nach der Aussteuerung ... den § 125 gibt es schon einige Jahre nicht mehr, das ist jetzt § 145 SGB III und dazu gibt es nun wirklich schon reichlich Beiträge ...

Zitat:
Den Antrag auf LTA hatte ich schon im Dezember 2016 gestellt, weil man mir dazu geraten hat von der Sozialarbeiterin der Kurklinik.
Das war eine Reha-Klinik der DRV vermute ich mal und die haben das gerne wenn man LTA beantragt, weil man dann vorerst mit einer EM-Rente nicht rechnen muss, LTA bekommt man ja nur, wenn man Vollzeit Erwerbsfähig aus einer Reha kommt ...

Zitat:
Da wuste ich aber noch nicht, das ich Mitte Mai 2017 Ausgesteuert werde. Diesen Bescheid habe ich erst Anfang Februar 2017 bekommen.
Das hat doch miteinander gar nichts zu tun, was hast du dir denn vorgestellt was "besser" ist an LTA wenn du noch weiter Krankengeld bezogen hättest, LTA ist eine Leistung der Renten-Kasse und dient vorwiegend der Vermeidung EM-Rente zahlen zu müssen.

Ob du noch Geld von der KK oder schon von der AfA bekommst (wegen Aussteuerung), das ist der DRV dabei ziemlich egal ...

Zitat:
Da waren aber die anderen Anträge schon am Laufen. Man Stellte fest das für mich ein innerbetriebliche Arbeitsplatzwechsel in Frage kommt. Also der LTA- Antrag wurde auch Ende 2016 genehmigt. Den Rest hast Du ja schon gelesen.
Richtig, das mit dem anderen Arbeitsplatz wird ja nun auch nicht so einfach klappen, damit könnte die LTA eventuell als "gescheitert" bezeichnet werden, nur muss die DRV darauf kommen (wollen) es genügt nicht, dass du das gerne so hättest.

Zitat:
Nun mit dem EM-Rentenantrag habe ich schon mal etwas vorgegriffen, bevor die AfA das macht.
Das war nun leider nicht die richtige Taktik, es hätte doch genügt den Antrag zu stellen wenn die AfA das nach der Aussteuerung fordert, so hättest du nicht aktuell schon mit der Ablehnung zu kämpfen.

Und die AfA sieht sich bestätigt, dass du wohl gar nicht EM sein wirst, weil die DRV das ja schon abgelehnt hat ... man erwartet also, dass du dich der Vermittlung zur Verfügung stellst ...

Zitat:
Nun der wurde jetzt erstmal Abgelehnt, darum schreibe ich jetzt erstmal ein Widerspruch. Das ist der Stand der Dinge
Wäre schon schön, wenn du mal mitteilen würdest WANN der Bescheid von der DRV (EM-Renten-Ablehnung) bei dir eingegangen ist ... du hast NICHT ewig Zeit für den Widerspruch, das wurde dir ja nun schon mehrmals geschrieben ...

Einen Monat nach Erhalt des Bescheides ist dieser Zug abgefahren, dann wird die Ablehnung rechtskräftig und du hast gar keine Rechtsmittel mehr dagegen ...

Das bedeutet dann auch für die AfA, dass du diese Ablehnung akzeptierst und du hast keinen Anspruch mehr auf Anwendung der Nahtlosigkeit, jedenfalls nicht mehr aus dem Renten-Antrag, nur noch aus der bewilligten LTA und die verlangt, dass du dir (andere) Arbeit suchen sollst oder zu deinem AG zurück musst.

Die Formulierung habe ich dir doch oben schon gegeben, mehr brauchst du dafür aktuell nicht zu schreiben, für die Begründung brauchst du erst die angeforderten Unterlagen, wichtig ist aktuell nur die FRIST für den Widerspruch einzuhalten ...

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

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