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Alt 08.02.2017, 10:26   #1
en Jordi
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Standard Integration in den Arbeitsmarkt als behinderter Aufstocker

Hallo,

es wurde mir beim JC gesagt, wenn ein Gutachter des ÄD meine Einschätzung bezüglich der Belastbarkeit teile, würde ich als integriert gelten und aufstockendes Alg-II ohne Verpflichtungen wie Vorsprachen beim Amt oder Meldung der Ortsabwesenheit erhalten.

Der Hintergrund:Ich habe nach meiner beruflichen Reha eine halbe Stelle angenommen und bin damit ausgelastet, eine unbefristete Gleichstellung liegt vor.

Nun suche ich nach rechtlichen Hintergründen. Ich höre das zum ersten Mal und konnte bisher nichts finden.

Vielleicht hat jemand das schon mitgemacht und kann Näheres erläutern.

Beste Grüße

Jordi
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Alt 08.02.2017, 10:34   #2
Dark Vampire
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Dark Vampire Dark Vampire Dark Vampire Dark Vampire Dark Vampire Dark Vampire Dark Vampire Dark Vampire
Standard AW: Integration in den Arbeitsmarkt als behinderter Aufstocker

Das heisst im Prinzip der ÄD erstellt ein Gutachten und wenn der ÄD dich auf 3-6 Std leistungsfähig einstuft bist du mit deinem Teilzeitjob voll integriert. Sprich du hast Ruhe. Wenn er dich 6-8 Std leistungsfähig hält wirste weiter genervt dir nen Vollzeitjob zu suchen.
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Alt 09.02.2017, 10:08   #3
en Jordi
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Standard AW: Integration in den Arbeitsmarkt als behinderter Aufstocker

Mich würde eine gesetzliche Grundlage dafür interessieren.

Nerven können die, soviel sie wollen. Solange sie keine behindertengerechten Stellen anbieten können, können sie auch nicht von mir verlangen, eine zu finden.
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Alt 09.02.2017, 14:10   #4
saurbier
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Standard AW: Integration in den Arbeitsmarkt als behinderter Aufstocker

Sorry en Jordi,

Zitat:
Mich würde eine gesetzliche Grundlage dafür interessieren.
Beim JC gilt § 8 SGB II, der regelt für die Herrschaften ob jemand in welchem Umfang Arbeitsfähig ist, immer ausgehend von einer vorherigen äD Begutachtung, denn letzter ist ja grundsätzlich vor einer EinV bei entsprechendem Verdacht abzuklären.

Zitat:
Nerven können die, soviel sie wollen. Solange sie keine behindertengerechten Stellen anbieten können, können sie auch nicht von mir verlangen, eine zu finden.
Na ja das wird auch je nach JC SB wohlmöglich auch geschehen, schau dir dazu nur mal das Theater von @Rechtens hierzu an.

Da würde ich mich dann auch wieder nicht drauf verlassen. Für die JC gilt nämlich nur eins, kosten reduzieren. Wir haben hier ja schon die unmöglichsten Dinge gehört was die so alles verlangen.

Ich würde mich da auch nicht so einfach auf eine Aussage eines SB verlassen, denn wie mag es aussehen, wenn der SB mal gewechselt wird.


Grüße saurbier
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Alt 09.02.2017, 18:56   #5
en Jordi
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Standard AW: Integration in den Arbeitsmarkt als behinderter Aufstocker

Hallo Saurbier,

du hast vielleicht nicht alles gelesen. Ich bin erwerbsfähig und arbeite. Es geht darum, ob ich mit dem vorhandenen Leistungsvermögen als in den Arbeitsmarkt integriert geführt werde und wie das gesetztlich geregelt ist. Ich will es schwarz auf weiß, um mich eben nicht auf die mündliche Aussage verlassen zu müssen.

Der SB wird das ja nicht erfunden haben.

Mich nerven die nicht mehr, seitdem ich arbeite. Man muss den Menschen auch nicht unnötig Angst machen, weil jemand schlechte Erfahrungen macht. Die meisten Rehakunden, die ich kennengelernt habe, wurden recht fair behandelt.

Gruß
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Alt 09.02.2017, 19:28   #6
Rübennase
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Rübennase Rübennase Rübennase
Standard AW: Integration in den Arbeitsmarkt als behinderter Aufstocker

Meinste das § 10 SGB II Zumutbarkeit ?
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Alt 09.02.2017, 19:41   #7
JulieOcean
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Standard AW: Integration in den Arbeitsmarkt als behinderter Aufstocker

Eine rechtliche Grundlage kenne ich leider auch nicht. Allerdings bin ich in einer ähnlichen Situation: Ich habe etliche gesundheitliche Einschränkungen und arbeite in sehr geringem Umfang freiberuflich.

Ein Gutachten sagt, ich sei vollschichtig erwerbsfähig, aber nur, wenn meine vielen Einschränkungen berücksichtigt werden.

Beim JC hieß es dann, ich sei "integriert aber nicht vermittelbar". Die SB machte auch keine EGV. (Allerdings hatte ich einige EGVen vorher nicht unterschrieben. Vielleicht wollte sie sich in dieser Hinsicht nur nicht die Statistik verhageln.)
Dann sagte sie noch, ich bekäme halt weiter meine Leistung, aber - so wörtlich - "Wir lassen Sie in Ruhe". Außerdem sagte sie, ich würde alle halbe Jahre von ihr eingeladen, dass müsse so sein.

Dieser erfreuliche Zustand geht jetzt seit einigen Wochen, aber ich habe natürlich auch Befürchtungen, dass er nicht andauern könnte.
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Alt 09.02.2017, 20:02   #8
en Jordi
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Standard AW: Integration in den Arbeitsmarkt als behinderter Aufstocker

Zitat von Rübennase Beitrag anzeigen
Nein, ich habe doch eine Stelle und suche keine.

Ich denke eher sowas wie Randziffer 7.124 in den fachlichen Weisungen SGB II:

Zitat:
(3) Die Regelungen der EAO gelten nicht für erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die nicht arbeitslos sind (z. B. bei bestehender sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung; während Maßnahmen zur Eingliederung in Arbeit). Jedoch ist es zweckmäßig, auch während der Teilnahme an Maßnahmen zur Eingliederung die voraussichtliche Dauer einer Abwesenheit zu erheben, da auch während einer solchen Maßnahme die Eingliederung in den allgemeinen Arbeitsmarkt grundsätzlich möglich ist.
Mehr gibt es dazu wohl auch nicht.

p.s. Wenn ich das richtig verstanden habe, soll ich dann auch nicht mehr eingeladen werden.
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Alt 10.02.2017, 01:22   #9
Doppeloma
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Cool AW: Integration in den Arbeitsmarkt als behinderter Aufstocker

Hallo en Jordi,

Zitat:
Mehr gibt es dazu wohl auch nicht.
Ich denke schon dass ein ÄD-Gutachten hier zumindest eine Sicherheit gegenüber deinen SB geben kann, denn dieser Leistungseinschätzung haben die Vermittler sich ja zu beugen.

Eine solche Bestätigung (vom ÄD) zur Erwerbsfähigkeit sieht man ja sonst auch als maßgeblich an, wenn es nicht andere Entscheidungen (Widerspruch) durch die DRV geben würde dazu und das ist ja in deinem Falle nicht zu erwarten.

Die OAW ist doch schon durch die Tatsache deiner versicherungspflichtigen Teilzeit-Tätigkeit "zu lockern", schließlich hast du mit deinem AG abzustimmen wann du Urlaub machen kannst und nicht mit dem JC ...

Zitat:
p.s. Wenn ich das richtig verstanden habe, soll ich dann auch nicht mehr eingeladen werden.
Dazu wird es wohl keine konkrete Rechtsgrundlage geben (können), denn es kann ja immer mal was zu besprechen sein ... selbst "Aufstocker" mit Vollzeit - Job werden doch noch eingeladen ... das wird man dir sicher nicht schriftlich geben (müssen).

Dein aktueller SB mag ja davon dann Abstand nehmen, was mal ein Anderer meinen könnte dazu, hat sicher nicht der ÄD zu bestimmen ... das meine ich mal einfach so, ohne direkt "Horror-Visionen" zu haben.

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
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Alt 10.02.2017, 09:22   #10
en Jordi
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Standard AW: Integration in den Arbeitsmarkt als behinderter Aufstocker

Hallo Doppeloma!

Na ja ab und an mal die drei Meter zur Rehaabteilung zu gehen, wird mich nicht nerven.

Natürlich könnte es jederzeit jemanden einfallen, den Rentenantrag einzufordern. Dann hätten wir schlimmstenfalls eine widersprüchliche Gutachtenlagen, aber daran will ich jetzt gar nicht denken. Ein bisschen Verdrängung tut nur gut.

Gruß

Jordi
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Alt 10.02.2017, 15:28   #11
saurbier
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saurbier saurbier saurbier saurbier saurbier saurbier saurbier saurbier saurbier saurbier
Standard AW: Integration in den Arbeitsmarkt als behinderter Aufstocker

Hallo en Jordi,

also mir ist schon klar das du einen Teilzeitjob nachgehst.

Aber auch wie @Doppeloma es sieht, stimme ich ihr da uneingeschränkt zu, du bist da immer noch den SB´s bzw. vielleicht sogar etwas schlimmer den Sachgebietsleistern ausgeliefert.

Heute magst du ja einen erwischt haben, der die Sache etwas locker sieht aber was morgen kommt kann von hier genauso wenig wie vor dir selbst eingeschätzt werden.

Ich z.B. hatte beim letzten Besuch bei der AfA auch eine spezielle SB, welche mich eben nicht mehr als Vermittelbar ansah und mich deshalb aus dem System nahm. Das war eben eine Entscheidung von ihr und so mag es bei dir der SB (so vermute ich mal) dann auch gemacht haben. Bei der AfA sieht man sowas eh etwas gnädiger als beim JC.

Also einen reinen Gesetzestext konnte ich da leider in direktem Zusamenhang mit der Aussage des SB´s eben auch nicht finden, deshalb hab ich ja etwas allgeim gehalten auf den § 8 SGB II verwiesen, denn dieser regelt ja sowas.

Und wie @Doppeloma es so schön formulierte, bist du als Aufstocker leider noch immer vom JC Leistungsabhängig. Da ist ein äD-Gutachten was deine gesundheitlichen Einschränkungen erfasst nach welchem du eben nur noch vermittelt werden darfst/kannst ein ganz erheblicher Vorteil für den Fall der Fälle.

Und noch eins abschließend, auch ich hab nicht nur schlechte Erfahrungen gemacht, weder bei den AfA SB´s noch bei den SB´s des JC. Ganz im Gegenteil - um mich und meine Belange kümmerte sich sogar ein Sachgebietsleider sehr leidenschaftlich, wohl auch sehend wie schlecht es mir damals gesundheitlich ging und nachvollziehend das man als "Laie" bei den Gesetzeswust nicht so einfach weiter kommen kann.

Ich wünsche dir nun alles Gute für deine berufliche Zukunft.


Grüße saurbier
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Alt 10.02.2017, 18:47   #12
JulieOcean
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Standard AW: Integration in den Arbeitsmarkt als behinderter Aufstocker

Nochmal eine Frage dazu: Ist man eigentlich aus der Statistik raus, wenn man als nicht vermittelbar gilt? Das dürfte dürfte für das JC bzw. SBs ein durchaus interessanter Aspekt sein.
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Alt 10.02.2017, 18:52   #13
en Jordi
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Standard AW: Integration in den Arbeitsmarkt als behinderter Aufstocker

Ich bin grundsätzlich niemandem ausgeliefert. Wenn es hart auf hart käme, müsste ich halt von meinem Gehalt leben.

Ich sehe da aber großen Angriffsflächen mehr, es sei denn der ÄD sagt etwas anderes als ich über mein Leistungsvermögen. Dann kann man ja immer noch in die Reha gehen.

Ich denke nicht, dass es eine Entscheidung einzelner SB ist. Da wird es schon interne Richtlinien geben. Die Problembereiter unter den AV findest man eher nicht im Rehabereich oder beim AG-Service. Es reicht ja, dass man immer noch mit der Leistung so seine Reibereien hat.

Dass mal am Rande. Es ging hier ja eher um diesen Status integriert in den Arbeitsmarkt und die Rahmenbedingungen.

Zitat von JulieOcean Beitrag anzeigen
Nochmal eine Frage dazu: Ist man eigentlich aus der Statistik raus, wenn man als nicht vermittelbar gilt? Das dürfte dürfte für das JC bzw. SBs ein durchaus interessanter Aspekt sein.
Wenn du erwerbsfähig bist nicht.
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