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Start > > -> Ist die Feststellung meines GdB so richtig oder sollte ich Widerspruch einlegen?

Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 20.01.2017, 18:04   #1
Gecyn
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Beiträge: 183
Gecyn
Standard Ist die Feststellung meines GdB so richtig oder sollte ich Widerspruch einlegen?

Huhu,

ich habe am 22.09.2016 einen Antrag auf Behinderung gestellt.

Heut ist endlich der Bescheid per Post bei mir eingetroffen, mir wurde hier 30% GDB Zugesprochen.
Nun wollte ich das mit euch mal abgleichen da ich das ganze nicht wirklich beurteilen kann.
Auch stellt sich mir die Frage, wo es nun die 30% gab? ich denke mal an der Funktionsstörung der Wirbelsäule?

Ich habe euch mal den Bescheid Hochgeladen, und freue mich wenn ihr mal darüber schaut.

Das eigentliche Problem ist, das ich aktuell sehr Stark Übergewichtig bin, dieses aber bereits Medizinisch angehe.
Ich bin dank meiner Skoliose und Kyphose, in meiner Bewegung beeinträchtigt, das bedeutet das ich Probleme habe mich nach Links bzw. Rechts mit dem Oberkörper zu drehen, dies kann ich etwa nur 3/4, ab da beginnt es sehr zu schmerzen.
Auch ist es mir kaum möglich, mich aus den Stand zu Bücken, das mach der Rücken nicht wirklich mit.

Ich lade euch zusätzlich noch den MRT Befund hoch, da könnt ihr euch ein Bild machen, welche Probleme ich habe, und ob diese Probleme den Grad der Behinderung übereinstimmt.

Falls ihr noch weitere Informationen Benötigt, gebt mir Bescheid, ich werde diese Zeitnah beantworten.

Ich bitte euch auf Überprüfung, da man es ja von den Ämtern leider so kennt, das die krumme Dinger drehen, daher möchte ich mich absichern und ggf. einen Widerspruch einlegen.

Auch werde ich darauf aufmerksam gemacht, das ich einen Antrag auf Gleichstellung bei der Agentur für Arbeit stellen könnte.
Ich bin gelernter Kaufmann im Einzelhandel, und genau diese Probleme beeinträchtigen mich in meinem Gelernter Beruf sehr, aktuell bin ich Arbeitssuchend, da ich laut Attest eines Orthopäden nicht mehr Lange Stehen und Schwer heben darf.
Würde solch ein Antrag sinn machen? bzw. beachtet werden?

Vielen Dank.

Miniaturansicht angehängter Grafiken (Klicken = große Ansicht)
s1.jpg   s2.jpg   mrt-.jpg   mrt-.jpg  
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Alt 20.01.2017, 18:17   #2
en Jordi
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Standard AW: Festellung meines GdB so richtig? oder Widerspruch einlegen?

Hallo!

Das können wir doch nicht beurteilen. Was sagen deine Ärzte dazu?
Es gibt eine Art Katalog, wo die Beurteilungskriterien aufgelistet werden. Da könntest du noch reinschauen.

Gleichstellung lohnt sich, wenn du eine Festanstellung hast (Kündigungsschutz). Auch gibt es möglicherweise bessere Eingliederungshilfen. Die Arbeitsgeber, die Behinderte anstellen müssen, können ihre Quote auch mit Gleichgestellten erfüllen. Du müsstest dort auch eingeladen werden.

Es macht also Sinn.
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Alt 20.01.2017, 18:26   #3
Gecyn
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Gecyn
Standard AW: Festellung meines GdB so richtig? oder Widerspruch einlegen?

Huhu,

könnte ja sein, das sich jemand mit der Einstufung auskennt.
Bzw. ungefähr die selben Symptome hat, aber eine höhere Einstufung ;)
Daher die Frage *grins*

Ich nehme mal an, das sowas auch abgelehnt werden kann.
Passiert das Oft?
Bzw welche Voraussetzungen wären den, eine Gleichberichtigung zu erlangen.

Meine Ärzte sagen bisher noch nichts, da ich das Schreiben erst heute erhalten habe ;)
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Alt 20.01.2017, 18:54   #4
en Jordi
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Beiträge: n/a
Standard AW: Festellung meines GdB so richtig? oder Widerspruch einlegen?

Hier im Forum kannst du einige Infos finden bezüglich Gleichstellung. Wenn du sie benötigst, wird sie in der Regel nicht abgelehnt.

https://www3.arbeitsagentur.de/web/c...lung/index.htm
--------------------------------------------------------------------------------------------------
Zitat:
mit schweren funktionellen Auswirkungen in einem Wirbelsäulenabschnitt
(Verformung, häufig rezidivierende oder anhaltende Bewegungseinschränkung oder Instabilität schweren Grades, häufig rezidivierende und Wochen andauernde ausgeprägte
Wirbelsäulensyndrome)
30

mit mittelgradigen bis schweren funktionellen Auswirkungen in zwei Wirbelsäulenabschnitten
30-40
Aus den Versorgungsmedizinischen Grundsätzen
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Alt 20.01.2017, 19:41   #5
Gecyn
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Gecyn
Standard AW: Festellung meines GdB so richtig? oder Widerspruch einlegen?

vielen Dank für den Link!

Kann man die Gleichberechtigung nur Stellen wenn man in Arbeit ist?
Oder auch als Arbeitssuchender?

Ich habe jetzt verschiedene Links gelesen, da geht es immer nur um mind. 18 Std/Woche Tätigkeiten?
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Alt 20.01.2017, 19:59   #6
Zerberus X
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Zerberus X Zerberus X Zerberus X
Standard AW: Festellung meines GdB so richtig? oder Widerspruch einlegen?

Zitat von Gecyn Beitrag anzeigen

Das eigentliche Problem ist, das ich aktuell sehr Stark Übergewichtig bin, dieses aber bereits Medizinisch angehe.
Da wird es nicht mehr als 30% geben da die Schäden nicht dauerhaft und wohl zu reparieren sind.
Aber frag doch mal deinen Hausarzt,was er meint wie die Krankheit sich entwickelt und ob ein Widerspruch angebracht ist.
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Alt 20.01.2017, 20:02   #7
Gecyn
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Gecyn
Standard AW: Festellung meines GdB so richtig? oder Widerspruch einlegen?

Der Punkt Übergewicht gehen wir aktuell schon an, habe nun in fast 3 Monaten 30KG Verloren,
ging mir eigentlich auch mehr um die Gelenke also Knie ;).
Da ich hier Probleme habe beim Treppen laufen z.B.
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Alt 20.01.2017, 20:14   #8
ZynHH
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Standard AW: Festellung meines GdB so richtig? oder Widerspruch einlegen?

Also ich habe auch einen GdB von 30.

Ich habe die ZUSICHERUNG der Gleichstellung beantragt und nicht die Gleichstellung, da ich so flexibler bin, wenn ich mich bewerb. Ein AG der noch Behinderte braucht, wird das Angebot gerne annehmen und bei AG die mich gesund wollen, muss ich von der Zusicherung nichts erwähnen. Und ich kann mich auf intern ausgeschriebene Stellen im öffentlichen Dienst bewerben.
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Alt 20.01.2017, 20:58   #9
Herbert Kroll
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Standard AW: Festellung meines GdB so richtig? oder Widerspruch einlegen?

Nein die Festlegung des GDB ist nicht korrekt .Hier sind einmal die paarigen Gliedmaßen betroffen .Hier konkret die Beine (Knie ) und das beidseitig .Dazu kommt noch die Wirbelsäule .Und auch noch die Oberkörperbeweglichkeit . Widerspruch und wenn nötig Klage vor dem Sozialgericht .Ich denke mal ein GDB von 50 ist hier auf jeden Fall angemessen .
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Alt 20.01.2017, 21:04   #10
Gecyn
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Gecyn
Standard AW: Festellung meines GdB so richtig? oder Widerspruch einlegen?

Über mein Knie, habe ich leider keine Befunde...
Da ich zuschwer für ein Röntgengerät sei... konntest du das aus den obigen Befund raus lesen?
Also das mit der Immobilität des Oberkörpers und der Knien?

Vielen Dank
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Alt 20.01.2017, 21:21   #11
Zerberus X
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Standard AW: Festellung meines GdB so richtig? oder Widerspruch einlegen?

Zitat von Herbert Kroll Beitrag anzeigen
Nein die Festlegung des GDB ist nicht korrekt .Hier sind einmal die paarigen Gliedmaßen betroffen .Hier konkret die Beine (Knie ) und das beidseitig .Dazu kommt noch die Wirbelsäule .Und auch noch die Oberkörperbeweglichkeit . Widerspruch und wenn nötig Klage vor dem Sozialgericht .Ich denke mal ein GDB von 50 ist hier auf jeden Fall angemessen .
Zusammenzählen gillt nicht,denn es wird nur die am höchsten bewertete Krankheit genommen.
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Alt 20.01.2017, 21:31   #12
Gecyn
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Gecyn
Standard AW: Festellung meines GdB so richtig? oder Widerspruch einlegen?

Wer ist eigentlich mein Ansprechpartner für den Bescheid und den Antrag zur Gleichstellung?

Das Jobcenter oder die Agentur für Arbeit?
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Alt 20.01.2017, 21:34   #13
en Jordi
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Standard AW: Festellung meines GdB so richtig? oder Widerspruch einlegen?

Zitat von Gecyn Beitrag anzeigen
vielen Dank für den Link!

Kann man die Gleichberechtigung nur Stellen wenn man in Arbeit ist?
Oder auch als Arbeitssuchender?
Das steht doch im Link:

Zitat:
Personen mit einem Grad der Behinderung von weniger als 50, aber mindestens 30, können auf Antrag von der Agentur für Arbeit schwerbehinderten Menschen gleichgestellt werden, wenn sie infolge ihrer Behinderung ohne die Gleichstellung einen geeigneten Arbeitsplatz nicht erlangen oder nicht behalten können.
Du musst halt begründen, was dir das genau bei der Arbeitssuche bringt.
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Alt 20.01.2017, 21:44   #14
Gecyn
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Gecyn
Standard AW: Festellung meines GdB so richtig? oder Widerspruch einlegen?

Das habe ich auch schon bereits gelesen, hatte es nur vergessen neu zu Editieren.

Aber danke noch einmal für den Hinweis.

Ich würde es es wie folgt Begründen:

Dadurch das ich aufgrund meiner Wirbelsäulen Einschränkungen laut Attest vom Orthopäden nicht mehr schwer heben und lange stehen darf, bin ich extrem in meinen Ausbildungsberuf als Kaufmann im Einzelhandel eingeschränkt, da ich nicht mehr die Waren verräumen kann, da diese überwiegend in gebückter Haltung ausgeführt werden, und dazu noch ein beachtliches Gewicht aufweisen können.
Zudem kommt noch dazu, das man im Verkauf sehr viel stehen muss, dies kann ich aufgrund der Wirbelsäulenschmerzen nicht mehr.

sowas in etwa?
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Alt 20.01.2017, 21:56   #15
ZynHH
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Standard AW: Festellung meines GdB so richtig? oder Widerspruch einlegen?

Nö.

Ich habe beschrieben, das ich die Zusicherung benötige um mich auf dem Arbeitsmarkt besser behaupten zu können und mich um intern ausgeschriebene Stellen des öd bewerben zu können.

Weitere Vorteile hat man durch die Gleichstellung eh nicht. Es gilt also abzuwägen.

Es geht ja nicht darum zu beschreiben was dir fehlt, das steht ja im Bescheid, sondern welche konkreten beruflichen Vorteile...Gleichstellung...Du hättest.
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Alt 21.01.2017, 08:07   #16
Dark Vampire
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Standard AW: Festellung meines GdB so richtig? oder Widerspruch einlegen?

Zitat von Zerberus X Beitrag anzeigen
Da wird es nicht mehr als 30% geben da die Schäden nicht dauerhaft und wohl zu reparieren sind.
Aber frag doch mal deinen Hausarzt,was er meint wie die Krankheit sich entwickelt und ob ein Widerspruch angebracht ist.
Die (Hyper)kyphose sind dauerhaft und die Skoliose genauso. Bleibt aber trotzdem bei GdB 30.

Nur fehlt der Zusatz dauerhafte Einbußen, der muss noch mit rein.
Bei mir steht der da und ist auch richtig so , habe selber Hyperkyphose und Skolisose.
Bringt wenigstens etwas mehr Geld wenn man wieder arbeit auf der Lohnsteuerkarte.......

https://www.berlin.de/lageso/behinde...t/merkzeichen/

siehe letzter Satz.


Zur Gleichstellung , man bekommt bei Arbeitslosigkeit eh nur die Zusicherung der Gleichstellung......
Dark Vampire ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.01.2017, 09:29   #17
en Jordi
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Beiträge: n/a
Standard AW: Festellung meines GdB so richtig? oder Widerspruch einlegen?

Zitat von Dark Vampire Beitrag anzeigen
Zur Gleichstellung , man bekommt bei Arbeitslosigkeit eh nur die Zusicherung der Gleichstellung......
Das ist falsch. Bitte den Link von der BA lesen.

In meinem Fall hätte eine Zusicherung überhaupt keinen Sinn gemacht, weil ich den AG ohnehin erklären muss, warum ich nur Teilzeit arbeiten und bestimmte Aufgabenbereiche überhaupt nicht ausführen kann. Quotenstellen gibt es in meinem Beruf so gut wie nicht.
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Alt 21.01.2017, 19:37   #18
LisaS
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Standard AW: Festellung meines GdB so richtig? oder Widerspruch einlegen?

Mein Mann hat eine Chronische inkomplette Querschnittlähmung (Spastische Tetraparese und Tetraplegie) und hat darauf nur einen GdB von 10, später 20 und nach einem Widerspruch 30 bekommen. Skoliose ist ganz weggefallen. Darauf hatte er früher einen GdB von 10. Für sein künstliches Kniegelenk bekommt er trotz Komplikationen nichts. Auch kein Merkzeichen G.

Insgesamt bekommt er mit einer anderen Erkrankung einen GdB von 50. Aber erst nach einem Widerspruch. - Nach Klageeinreichung wegen des Merkzeichens wird nun alles noch einmal überprüft. Sicher nicht zu seinem Vorteil.

Ich habe sehr viel mehr Gesundheitsstörungen als du und habe gestern einen ablehnenden Bescheid erhalten. Ich denke, du solltest dich über deinen GdB freuen. Damit kannst du dich immerhin innerbetrieblich im ö.D. bewerben.


Edit: Du könntest ggf. um Akteneinsicht bitten. Dann weißt du schon mal, wie sich dein GdB aufteilt. Bei Übergewicht bekommt man m.E. nämlich nichts.
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Alt 22.01.2017, 08:41   #19
Goldfield
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Goldfield Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Festellung meines GdB so richtig? oder Widerspruch einlegen?

Moin,
Zuerstmal wird nur das Bewertet wo es auch einen Befund für gibt, teilt man dir in dem Schreiben auch mit.
Desweiteren steht dort u.a eine Psychische Störung, was hat es damit auf sich? Hier besteht evtl.eine Möglichkeit noch etwas mehr raus zu holen, je nach Art und Schwere der Störung.

Hast du einen sogenannten"Jammerlappen" mitgeschickt oder nur die Befunde?
Dieser ist fast so wichtig, wie die Diagnosen selbst, dort beschreibt man sämtliche Einschränkungen die man hat, nicht nur Stichpunktartig.

Hast du VOR dem Antrag mit deinen Ärtzten gesprochen, wenn ja was sagten die dazu?Es ist wichtig das die Ärtzte hinter deinem Antrag stehen.

Ich empfehle dir einen Widerspruch zu schreiben, den kannst du immer noch zurück ziehen, so erfährste aber erstmal was wie Bewertet wurde, zudem ob deine Ärtzte überhaupt angeschrieben wurden, wenn ja was deine Ärtzte dem Amt mitteilten usw.
Wichtig du brauchst noch keine Begründung liefern, sondern forderst erstmal alles an, eine Begründung kannst du nachreichen.

Diesen Text kannst du nehmen:
Zitat:
Name
Anschrift
Versorgungsamt
Anschrift
Ort, den Datum
Widerspruch gegen Ihren Bescheid vom (Datum)
Aktenzeichen: ________________________________

Sehr geehrte Damen und Herren,
Am [Datum] habe ich Ihren Bescheid vom [Datum] erhalten, in dem Sie einen Grad der Behinderung von [Zahl] feststellen. Ich bin der Ansicht, dass dieser GdB zu niedrig angesetzt ist und der Art sowie Schwere der bei mir vorliegenden Behinderung nicht gerecht wird. Daher lege ich Widerspruch gegen den genannten Feststellungsbescheid ein.
Meinen Widerspruch erkläre ich zunächst fristwahrend. Gleichzeitig beantrage ich die Zusendung von Kopien aller Arztberichte und sozialmedizinischer Gutachten, inklusive der abschließenden Stellungnahme des Versorgungsärztlichen Dienstes, die Sie bei Ihrer Entscheidung berücksichtigt haben. Nach Einsicht in die Akten werde ich meine Widerspruchsbegründung schriftlich nachreichen.
Mit freundlichen Grüßen, [Unterschrift]


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Alt 22.01.2017, 10:42   #20
en Jordi
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Standard AW: Festellung meines GdB so richtig? oder Widerspruch einlegen?

Zitat von Goldfield Beitrag anzeigen
Desweiteren steht dort u.a eine Psychische Störung, was hat es damit auf sich? Hier besteht evtl.eine Möglichkeit noch etwas mehr raus zu holen, je nach Art und Schwere der Störung.
Denke ich nicht, dass man damit was rausholen kann. Psychische Diagnosen werden pauschal mit 20 abgefertigt, wenn es nicht schwerwiegende Anpassungsstörungen in mehreren Lebensbereichen sind und dass müsste man dann auch nachweisen.
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Alt 22.01.2017, 12:46   #21
Goldfield
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Standard AW: Festellung meines GdB so richtig? oder Widerspruch einlegen?

Zitat von en Jordi Beitrag anzeigen
Denke ich nicht, dass man damit was rausholen kann. Psychische Diagnosen werden pauschal mit 20 abgefertigt, wenn es nicht schwerwiegende Anpassungsstörungen in mehreren Lebensbereichen sind und dass müsste man dann auch nachweisen.
Deswegen je nach Art und Schwere, ich kenn viele wo dafür allein einen GdB von 50 und höher bekamen.
Zudem hat man die Störung ja Bewertet/Anerkannt, daher gibt es wohl schon einen Befund, kann mir vorstellen das hier der sogenannte "Jammerlappen"fehlt oder die Einschränkungen durch die Störung nicht ausgiebig beschrieben wurden, denn darauf kommt es fast genauso an wie auf die Diagnose selbst.

Edit: Zudem lohnt sich es sich insbesondere beim GdB Widerspruch einzulegen, da die gern erstmal weniger geben, spreche aus eigener Erfahrung und von vielen anderen, jeder Widerspruch ging bei mir durch.
Hab beim ersten Antrag auch einen GdB von 30 bekommen, alle Unterlagen angefordert, was stand in der Versorgungsärtztlichen Stellungsnahme? Es wurde ein GdB von 50 empfohlen, deswegen immer alles anfordern, in dem Fall war der Widerspruch natürlich ein leichtes.
Beim anderen mal hatten die nicht alle Ärtzte bzw.vor allem die wichtigen Fachärtzte nicht angeschrieben, alles das erkennt man aber nur wenn man alles anfordert.

Übrigens bei der DRV in etwa das selbe, EM Rente beantragt, die SB bewilligt für 6 Monate, alles angefordert, der externe beauftragte Gutachter der DRV und vom MDK hatte auf Dauer geschrieben, der interne DRV Arzt zwei Jahre, auch da war es ein leichtes zumindest erstmal die zwei Jahre zu erhalten, bei den Verlängerungen hat die SB dieses Spiel nicht nochmal versucht.
Goldfield ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.2017, 13:03   #22
en Jordi
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Standard AW: Festellung meines GdB so richtig? oder Widerspruch einlegen?

Ich kann es nur aus meiner Erfahrung berichten, dass es schwierig ist. Ich habe nach einem Jahr einen Vergleich unterschrieben, um wenigstens auf 30 zu kommen. Ein klärendes Gutachten wurde verweigert. Immerhin scheint der GdB jetzt unbefristet zu sein. Die Gutachterin hatte in ihrem Bericht noch etwas von einer Überprüfung in drei Jahren gefaselt.

Ich weiß natürlich nicht, wie die Befunde von Glecyn aussehen und möchte auch gar nicht von einem Widerspruch abraten! Man muss sich halt fragen, ob sich der Aufwand lohnt, da jahrelang zu kämpfen. Manchmal ist es auch einfacher, nach einiger Zeit eine Verschlechterung zu beantragen.
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Alt 22.01.2017, 13:11   #23
Goldfield
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Standard AW: Festellung meines GdB so richtig? oder Widerspruch einlegen?

Zitat von en Jordi Beitrag anzeigen
Manchmal ist es auch einfacher, nach einiger Zeit eine Verschlechterung zu beantragen.
Hab meinen obrigen Beitrag noch mit Bsp.ergänzt.
Mit diesem Satz hast du Recht bevor man vor ein SG zieht, aber nicht beim Widerspruch das ist ja nicht wirklich ein Aufwand ( Ein Schreiben ) und die Chancen sind oftmals hoch mehr zu erhalten, zumal man so erfährt was wie Bewertet wurde und wer überhaupt alles angeschrieben wurde und was dieser schrieb.Bevor ich vor ein SG ziehe, dann würde ich auch einen Veränderungsantrag stellen, da haste Recht.
Goldfield ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.2017, 15:42   #24
Gecyn
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Gecyn
Standard AW: Festellung meines GdB so richtig? oder Widerspruch einlegen?

Huhu,


hier mal der Befund,

da ja die 30% von der Wirbelsäule kommen, und der Rest nicht so tragisch ist.


Befund:
Betonte BWS-Kyphose. Ausgeprägte, kuzrstreckig rechtskonvexe Skoliose im mittleren BWS-Abschnitt. Reguläre Höhe sämmtlicher BWK. Der knöcherne Spinalkanal ist primär normal weit angelegt. Am thorakalen Myelon keine Auffälligkeiten.

BWK 7/8: Sauförmig rechts mediolaterale Bandscheibenherniation mit Pelottierung des Duralschlauches. Das thorakale Myelon wird erreicht, aber nicht erkennbar verlagert. Die Neuroforamina sind stenosiert.

BWK 8/9: Leichte Osteochondronse. Keine relevante Bandscheibenvorwölbung.

BWK 9/10: Saumförmige Bandscheibenherniation, diese leicht nach kranial umgeschlagen.
Pelottierung des Duralschlauches. Keine Myelon Verlagerung, keine Foramenstenose.
Die unmittelbar paravertebralen Weichteile regelrecht.
Im oberen Mediastinum findet sich im Niveau eines möglichen Lobus venae azygos eine große, kraniokaudal 6cm sowie maximal im axialen Diameter 8,5cm umfassende fettgewebsiosointense Raumforderung mit glatter Kontur und homogener Signalgebung.

Beurteilung:

Kein Nachweis einer Wirbelkörpersinterung. Im Vordergrund steht eine kurzstreckige, dabei relativ deutliche rechtskonvexe Skoliose der mittleren BWS. Ferner mehrsegmental umschriebene Bandscheibenherniotion mit Pelottierung des Duralschlauches wie oben beschrieben. Hier keine relevante spinale Enge, keine neuroforaminäre Stenosierung. Kein Nachweis wesentlicher osteodegenerativer Formveränderung.
Als Nebenbefund großes rechts paramedianes Lipom des oberen Mediastinums.
Gecyn ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.2017, 15:52   #25
Gecyn
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Gecyn
Standard AW: Festellung meines GdB so richtig? oder Widerspruch einlegen?

So hatte nun auch mal Zeit mir alles neu durchzulesen ;)

Widerspruch ist erst einmal eingereicht,
mit der Begründung das ich nicht mit dem Grad der Behinderung zufrieden bin, und das die Probleme nicht dauerhaft wären/sind.

Habe allerdings keine Akteneinsicht nun gefordert, dies kann man ja denke ich erneut machen wenn die Antwort auf den Widerruf kommt nehme ich an?

Einen sogenannten "Jammerlappen" habe ich nicht mit geschickt gehabt,
dies habe ich nun mit in meinen Widerspruch mit eingepackt, inwiefern ich in meinen Täglichen Alltag behindert bin.
Das Problem ist, das ich mit meinem Oberkörper nicht richtig nach Links bzw mich nach Rechts drehen kann, dieses geht nur zu 1/4 etwa, danach habe ich extreme Schmerzen und es geht nicht mehr weiter.
Zudem kann ich mich nicht mehr Bücken vom Stand aus, und wenn ich mich hinknie und wieder aufstehen möchte, wird mir meist Schwarz vor Augen und ich kippe fast um...
Auch bin ich aufgrund der Probleme nicht mehr in der Lage Lange zu stehen bzw laufen, und schwer zu heben...
Hierüber habe ich auch ein Attest von Orthopäden, dieser war damals nicht dabei.
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