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Start > > -> Antrag Erwerbsminderungsrente, muss ich die Befunde für Gutachter besorgen

Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 17.01.2017, 23:39   #1
kumquat
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Beiträge: 13
kumquat
Standard Antrag Erwerbsminderungsrente, muss ich die Befunde für Gutachter besorgen

Hallo zusammen,

Ende dezember 2016 hab ich einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt und letzte Woche schon den Termin für einen Gutachter für Anfang Februar bekommen. Es geht hauptsächlich um 30 Jahre PTBS, Depression und Angststörung nur als Zusatz noch div. Nebenschauplätze.

Auf der "Einladung" des Gutachters steht, ich soll Befunde mitbringen. Bis auf 2 für die Arthrose hab ich nicht einen Befund.
Weder aus der Tagesklinik oder Kur (lange her), der letzten Therapeuten oder so. Hab die bisher nie benötigt. Klar kann ich die therapeuten und den Hausarzt bitten mir Befunde auszustellen, aber macht das nicht die DRV? Hab doch unterschrieben, dass die die Ärzte/Therapeuten befragen dürfen.

Nochwas: gibt es irgendwen, der keine schlechten Erfahrungen beim Gutachter gemacht hat und mir Mut machen kann?

Danke :)
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Alt 18.01.2017, 00:23   #2
doppelhexe
Forumnutzer/in
 
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Beiträge: 3.364
doppelhexe Enagagiertdoppelhexe Enagagiertdoppelhexe Enagagiertdoppelhexe Enagagiertdoppelhexe Enagagiertdoppelhexe Enagagiertdoppelhexe Enagagiertdoppelhexe Enagagiertdoppelhexe Enagagiertdoppelhexe Enagagiertdoppelhexe Enagagiert
Standard AW: Antrag Erwerbsminderungsrente, muss ich die Befunde für Gutachter besorgen

das man gutachten/befunde mitbringen soll gilt nur für bereits vorhandenes...
oder für sachen, die man besorgen könnte... aber nicht muss...

dafür hast du dann die schweigepflichtsentbindungen ausgestellt (hoffentlich zeitlich befristet?)

das problem ist, das du keinen einfluss darauf hast, was die DRV dann wirklich anfordert, die "vergessen" gerne sachen, die evtl. für die rente sprechen könnten. so hat man nach meinem antrag lediglich den hausarzt angeschrieben und 1 krankenhausbericht gehabt, den ICH mitgeschickt hatte. facharzt und psychologe sowie 2 weitere KH-berichte wurden garnicht erst angefordert... der rentenantrag daraufhin natürlich abgelehnt...
daraufhin hat mein facharzt alle berichte angefordert und mir für den widerspruch in kopie zur verfügung gestellt...

in den 2 wochen wirst du die (alten) berichte wohl nicht mehr kriegen, also musst du hoffen, oder dich schon mal kümmern für einen evtl. widerspruch.

gutachter der DRV sind ein kapitel für sich die wollen natürlich weiter gutachten schreiben dürfen... aber es soll auch wirklich MENSCHEN darunter geben... wird nur schwer, wenn er so garnichts aus der vergangenheit zu lesen bekommt...

von jetzt ab lass dir von ALLEM, was iwer an befunden macht eine kopie geben und bewahre sie gut auf... ich hab hier eine fast komplette krankenakte...
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Alt 18.01.2017, 01:47   #3
liesa
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liesa liesa liesa liesa liesa liesa
Standard AW: Antrag Erwerbsminderungsrente, muss ich die Befunde für Gutachter besorgen

Normalerweise bekommt man kurz nach der Antragstellung von der DRV den sogenannten Befundbericht zugeschickt den man dann bei seinem Facharzt abgeben muss das dieser ihn ausgefüllt an die DRV zurückschickt.

Selbiger kann auch anstatt den Befundbericht zu verwenden eine Art "Gutachten" erstellen, wo alle relevanten Befunde, Diagnosen, Krankheitsgeschichte, Behandlungsdauer etc. ausführlicher drin stehen und er kann auch ihm vorliegende andere bekannte Unterlagen mit zurück senden. (so hat es mein Facharzt gemacht)

Das alles bekommt/hat dann auch der Gutachter vorliegen. (normalerweise)

Das der Gutachter keinerlei Informationen/Befunde was deine Krankheitsgeschichte betrifft vorliegen hat kann ich mir eigentlich nicht vorstellen...

Betreffs den Gutachtern gibt es hier viele Erfahrungen jeglicher Art, wobei ich wohl an einen "guten" geraten bin der alle medizinischen Erkenntnisse meiner Ärzte in seinem Gutachten auch noch untermauert hat und mein Antrag auf EM-Rente beim ersten mal ohne Probleme bewilligt wurde. (allerdings seit nunmehr 37 jährigem Krankheitsverlauf, bin jetzt Mitte 50...)


liesa
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Alt 18.01.2017, 02:46   #4
goodwill
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goodwill goodwill goodwill goodwill goodwill goodwill
Standard AW: Antrag Erwerbsminderungsrente, muss ich die Befunde für Gutachter besorgen

Beim ersten Mal habe ich meinem Neurologen den Bogen der DRV vorbei gebracht. Dieser hat ihn dann ausgefüllt und zur DRV geschickt. Die Gutachterin war informiert.
Beim 2. Mal habe ich einfach angekreuzt, dass die DRV sich an die entsprechenden Stellen wenden soll- auch hier hatte der Gutachter eine dicke Mappe von mir auf dem Tisch. Alles lief glatt.
Anschlie0end wurde nur noch nach Aktenlage entschieden.
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Alt 18.01.2017, 05:08   #5
Doppeloma
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Frage AW: Antrag Erwerbsminderungsrente, muss ich die Befunde für Gutachter besorgen

Hallo kumquat,

Zitat:
Ende dezember 2016 hab ich einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt und letzte Woche schon den Termin für einen Gutachter für Anfang Februar bekommen. Es geht hauptsächlich um 30 Jahre PTBS, Depression und Angststörung nur als Zusatz noch div. Nebenschauplätze.
Zum Antrag hast du dann (sehr wahrscheinlich) auch keine (wenigstens aktuellen) Arztberichte mit eingereicht ?

Zitat:
Auf der "Einladung" des Gutachters steht, ich soll Befunde mitbringen. Bis auf 2 für die Arthrose hab ich nicht einen Befund.
Die kurze Zeit seit der Antragstellung lässt zumindest erahnen, dass die DRV sich (noch) nicht viel Mühe gemacht hat, sich selbst entsprechende Unterlagen irgendwo einzufordern, das geht in der Regel nicht so schnell ...
Da dürfte eigentlich noch gar kein Gutachten beauftragt werden, womit soll sich denn dieser Arzt (Fachrichtung ?) auf dich vorbereiten können ???

Bist du mal in Reha-Kliniken über die DRV gewesen, könnte ja das Einzige sein was die selber vorliegen haben und das "genügt" denen leider oft schon wenn du dort als "Erwerbsfähig" irgendwann mal entlassen wurdest.

Zitat:
Weder aus der Tagesklinik oder Kur (lange her), der letzten Therapeuten oder so. Hab die bisher nie benötigt.
Wann warst du in der Tagesklinik, wer hat dich dort eingewiesen, dort sollte ja der Bericht vorliegen, vielleicht kannst du den auch dort noch direkt anfordern wenn es nicht zu lange her ist.
Wenn du mit "Kur" eine DRV-Reha meinst, dann haben die den Bericht selber vorliegen, war es über die KK kannst du versuchen bei der Klinik den Bericht anzufordern wenn du noch einige Eckdaten weißt (Jahr / Zeitraum / Klinik / Ort) allerdings werden Patienten-Unterlagen auch irgendwann vernichtet.

Schon erstaunlich, dass du das nie benötigt hast, inzwischen sollte man sich wirklich eine eigene Kranken-Akte anlegen und alle wichtigen Befunde und Klinik-Berichte darin in Kopie sammeln.
Wenn du in Kliniken warst kann ich das allerdings nicht verstehen, dass nie nach früheren Arztberichten gefragt wurde ...

Zitat:
Klar kann ich die therapeuten und den Hausarzt bitten mir Befunde auszustellen, aber macht das nicht die DRV? Hab doch unterschrieben, dass die die Ärzte/Therapeuten befragen dürfen.
Das ist schon richtig aber wie du schon lesen konntest, ist die DRV damit nicht besonders "fleißig", sich solche Unterlagen auch tatsächlich umfassend zu besorgen und so wird die "Akte" die dein Gutachter bekommt vermutlich sehr mager sein ...

Also versuche noch aufzutreiben was dir möglich ist und behalte dir auch gleich was (Kopien machen) für einen vielleicht notwendigen Widerspruch wenn du jetzt nicht mehr viel bekommen kannst, damit wäre dann zumindest zu beweisen, dass die DRV sich nicht viel Mühe damit gemacht hat.

Immerhin sollte man bei einer so langen Krankengeschichte auch bedenken, dass es manche Kliniken oder Ärzte irgendwann nicht mehr gibt aber wir hatten sogar mal Glück einen Klinikbericht zu einer Bandscheiben-OP (für Männe) noch zu bekommen, obwohl das schon länger als 20 Jahre zurück lag.

Wichtiger sind zwar die letzten Jahre vor der Antragstellung aber manche Gutachter wollen ja auch wissen wie lange man schon krank ist und welcher Arzt das mal diagnostiziert hat ... es genügt ja nicht ganz das nur selber zu wissen.

Allerdings könnte dieses Tempo der DRV auch damit zusammenhängen, dass du keinen regulären Geld-Anspruch auf EM-Rente (mehr) hast, wie steht es denn um deine Versicherungszeiten bei der Rentenkasse, hast du mal eine Renten-Information bekommen ?

Zitat:
Nochwas: gibt es irgendwen, der keine schlechten Erfahrungen beim Gutachter gemacht hat und mir Mut machen kann?
Dazu wurde dir ja schon geschrieben, die Erfahrungen sind sehr "durchwachsen", um das mal vorsichtig auszudrücken, die DRV-Gutachter haben mich (an sich) nicht schlecht behandelt aber die EM-Rente wurde nach den Gutachten trotzdem abgelehnt und ich hatte schon reichlich medizinische Unterlagen parat ... davon alleine hängt das also auch nicht ab.

Viel Glück !

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
Doppeloma ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.01.2017, 13:58   #6
kumquat
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kumquat
Standard AW: Antrag Erwerbsminderungsrente, muss ich die Befunde für Gutachter besorgen

Danke doppelhexe :-)

Zitat von doppelhexe Beitrag anzeigen
das man gutachten/befunde mitbringen soll gilt nur für bereits vorhandenes...
oder für sachen, die man besorgen könnte... aber nicht muss...

dafür hast du dann die schweigepflichtsentbindungen ausgestellt (hoffentlich zeitlich befristet?)
So ungefähr hatte ich das auch verstanden. Die Schweigepflichtentbindung ist nicht zeitlich befristet. Warum?
Von mir aus können die Ärzte und die DRV wissen was mit mir ist.


Zitat von doppelhexe Beitrag anzeigen
in den 2 wochen wirst du die (alten) berichte wohl nicht mehr kriegen, also musst du hoffen, oder dich schon mal kümmern für einen evtl. widerspruch.

von jetzt ab lass dir von ALLEM, was iwer an befunden macht eine kopie geben und bewahre sie gut auf... ich hab hier eine fast komplette krankenakte...
ich versuch noch zumindest was von meinem Hausarzt zu kriegen. Das geht bestimmt zeitnah.

Ich war grad noch beim VDK- die hatten heute zufällig Sprechstunde hier. Man sagte mir, dass ich den vom Hausarzt vorsichtshalber noch besorgen soll und der Rest müsste eigentlich von der DRV angefordert werden. Außerdem würde der Gutachter eh meist seine eigene Meinung bilden, ob mit oder ohne Befunde.Und die Dame dort sagte, dass das so schnell geht, heißt nicht, dass das negativ sein muss. Das hinge oft vom Sachbearbeiter ab.
Schaun wir mal. Aber ich besorg schon mal was ich kann für einen eventuellen Widerspruch.
kumquat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.01.2017, 14:09   #7
kumquat
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kumquat
Standard AW: Antrag Erwerbsminderungsrente, muss ich die Befunde für Gutachter besorgen

Zitat von liesa Beitrag anzeigen
Normalerweise bekommt man kurz nach der Antragstellung von der DRV den sogenannten Befundbericht zugeschickt den man dann bei seinem Facharzt abgeben muss das dieser ihn ausgefüllt an die DRV zurückschickt.
Hab ich nicht bekommen von der DRV. Wer weiß was da ist. Ich hab beim VDK erfahren, dass der Gutachter zu dem ich muss, auch von der DRV für Gerichtsgutachten rangezogen wird. Vielleicht trauen die allein schon seinem Urteil. Da ist der Druck für mich ja gleich geringer ;-)

Zitat von liesa Beitrag anzeigen
Selbiger kann auch anstatt den Befundbericht zu verwenden eine Art "Gutachten" erstellen, wo alle relevanten Befunde, Diagnosen, Krankheitsgeschichte, Behandlungsdauer etc. ausführlicher drin stehen und er kann auch ihm vorliegende andere bekannte Unterlagen mit zurück senden. (so hat es mein Facharzt gemacht)

Das alles bekommt/hat dann auch der Gutachter vorliegen. (normalerweise)
Meine letzte Therapeutin ist nur ärztliche Psychotherapeutin und keine Psychiaterin. Und Sie hat ihre Praxis Anfang des Jahres geschlossen. Hab aber vor dem Gutachtertermin noch einen Termin bei einer neuen Psychiaterin/Neurologin. Mal sehen, ob die da noch was zu sagt.


Zitat von liesa Beitrag anzeigen
Betreffs den Gutachtern gibt es hier viele Erfahrungen jeglicher Art, wobei ich wohl an einen "guten" geraten bin der alle medizinischen Erkenntnisse meiner Ärzte in seinem Gutachten auch noch untermauert hat und mein Antrag auf EM-Rente beim ersten mal ohne Probleme bewilligt wurde. (allerdings seit nunmehr 37 jährigem Krankheitsverlauf, bin jetzt Mitte 50...)

liesa
Ich krieg schon Panik, wenn ich so lese, wie manche Gutachter so mit den Antragstellern umgehen. Gott sei Dank begleitet mein Mann mich. Alleine würde ich das nicht hinkriegen.
Ich freu mich, dass es bei dir so gut funktioniert hat.
Das erste Mal, dass ich bewiesenermaßen Depris und Angststörung hatte, ist jetzt auch 30 Jahre her. Vorher hatte ich keine Ahnung, dass das was ich habe nicht normal ist.Bin auch Mitte 50. :-)

Danke dir für deine aufbauende Antwort
kumquat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.01.2017, 14:37   #8
kumquat
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kumquat
Standard AW: Antrag Erwerbsminderungsrente, muss ich die Befunde für Gutachter besorgen

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Hallo kumquat,



Zum Antrag hast du dann (sehr wahrscheinlich) auch keine (wenigstens aktuellen) Arztberichte mit eingereicht ?
Hallo Doppeloma, nein hab ich nicht. Mir wurde bei der Rentenberatung gesagt, dass das nicht nötig ist, da diese angefordert werden

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen

Die kurze Zeit seit der Antragstellung lässt zumindest erahnen, dass die DRV sich (noch) nicht viel Mühe gemacht hat, sich selbst entsprechende Unterlagen irgendwo einzufordern, das geht in der Regel nicht so schnell ...
Da dürfte eigentlich noch gar kein Gutachten beauftragt werden, womit soll sich denn dieser Arzt (Fachrichtung ?) auf dich vorbereiten können ???
Keine Ahnung, ich war so überrascht, weil das so schnell ging. Da meine letzte Therapeutin ihre Praxis geschlossen hat, geh ich wieder zu meiner vorletzten. Die bezahle ich aber schon all die Jahre selber, da sie für einen Verein arbeitet , der sich für Frauen einsetzt, die Opfer von Gewalt wurden. Aber sie ist auch keine Psychiaterin und kann dementsprechend nix ausfüllen obwohl ich bei Ihr seit Ende der 90 er bin. Dementsprechend keine Befunde Überweisungen etc. Hab aber einen Termin bei einer Psychiaterin gemacht, damit ich jemanden an meiner Seite habe, der auch "Arzt" ist. Den Termin hab ich nächste Woche. War eigentlich davon ausgegangen, dass ich da jetzt mehrfach hingehen kann, bevor der Gutachtertermin dann irgendwann mal kommt. Das ging jetzt echt so schnell, dass ich kaum nachkomme.

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Bist du mal in Reha-Kliniken über die DRV gewesen, könnte ja das Einzige sein was die selber vorliegen haben und das "genügt" denen leider oft schon wenn du dort als "Erwerbsfähig" irgendwann mal entlassen wurdest.
Wann warst du in der Tagesklinik, wer hat dich dort eingewiesen, dort sollte ja der Bericht vorliegen, vielleicht kannst du den auch dort noch direkt anfordern wenn es nicht zu lange her ist.
Wenn du mit "Kur" eine DRV-Reha meinst, dann haben die den Bericht selber vorliegen, war es über die KK kannst du versuchen bei der Klinik den Bericht anzufordern wenn du noch einige Eckdaten weißt (Jahr / Zeitraum / Klinik / Ort) allerdings werden Patienten-Unterlagen auch irgendwann vernichtet.
Keine Reha. Ende der 80er 4 Monate Tagesklinik, Anfang 2000er Mutter Kind Kur wegen totaler Erschöpfung (heute sagt man wohl Burnout) und 2010 Burnout ambulant behandelt mit Wiedereingliederung.Dazwischen immer wieder (anfangs verschiedene) Therapeuten.Die Tagesklinik und die beiden folgenden Therapiestellen hatte ich im Vorfeld bereits angeschrieben. Die Tagesklinik rückt nichts an mich raus. Nur an die DRV direkt und die beiden anderen Stellen haben keine Unterlagen mehr. Zu lang her.
Die DRV hat von mir eine komplette Liste mit ALLEN Stellen, Adressen, Ansprechpartnern, Therapiezeiten und Telefonnummern bekommen und brauchen nur anzurufen/zu schreiben.

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Schon erstaunlich, dass du das nie benötigt hast, inzwischen sollte man sich wirklich eine eigene Kranken-Akte anlegen und alle wichtigen Befunde und Klinik-Berichte darin in Kopie sammeln.
Wenn du in Kliniken warst kann ich das allerdings nicht verstehen, dass nie nach früheren Arztberichten gefragt wurde ...
Doch das geht.:-) Ich denke von meinem Hausarzt kann ich aber noch ne Menge zusammen kriegen. Der kennt mich schon seit Ende der 90er.



Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Allerdings könnte dieses Tempo der DRV auch damit zusammenhängen, dass du keinen regulären Geld-Anspruch auf EM-Rente (mehr) hast, wie steht es denn um deine Versicherungszeiten bei der Rentenkasse, hast du mal eine Renten-Information bekommen ?
Kontenklärung hatte ich. Seit 77 durchgehend. Dieses Jahr also 40 Jahre
War ja bei der Rentenberatung und ich hab keine Lücken in den ganzen Jahren. Daran kann es definitiv nicht liegen.


Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen

Dazu wurde dir ja schon geschrieben, die Erfahrungen sind sehr "durchwachsen", um das mal vorsichtig auszudrücken, die DRV-Gutachter haben mich (an sich) nicht schlecht behandelt aber die EM-Rente wurde nach den Gutachten trotzdem abgelehnt und ich hatte schon reichlich medizinische Unterlagen parat ... davon alleine hängt das also auch nicht ab.

Viel Glück !
Ja leider ist das sehr unsicher auf wen man so trifft und wie der so entscheidet.
Glück kann ich gebrauchen, danke!!!



Vielen Dank auch nochmals an alle, die so hilfreich geantwortet haben.

LG kumquat
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Alt 18.01.2017, 15:03   #9
Ines2003
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Beiträge: 1.325
Ines2003 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Antrag Erwerbsminderungsrente, muss ich die Befunde für Gutachter besorgen

Die DRV übernimmt allgemein nur die Kosten für einen Befundbericht, das steht seit neusten wohl auch auf der Anforderung und mann soll sich daher überlegen, welcher behandelte Arzt am meisten über die Erkrankungen zu berichten hat.
Die Formulierung auf dem Formular ist anders, aber im Ergebnis ist es dasselbe.
Nur wenn der Arzt, für den man sich entschieden hat, aus Gründen, die man nicht zu verantworten hat, übernimmt die DRV die Kosten für weitere Befundberichte, so die Ausge zu mir´, da mein behandelten Arzt aufgrund von Krankheit den Befundbericht nicht ausfüllen konnte.
Ines2003 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.01.2017, 15:36   #10
Kerstin_K
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Standard AW: Antrag Erwerbsminderungsrente, muss ich die Befunde für Gutachter besorgen

Meine Guete, die zahlen dem Arzt doch eh nur 26 Euro oder so, da gibt es sicher andere Stellen mit mehr Sparpotential.
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Alt 18.01.2017, 17:49   #11
Doppeloma
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Ausrufezeichen AW: Antrag Erwerbsminderungsrente, muss ich die Befunde für Gutachter besorgen

Hallo kumquat,

Zitat:
Hallo Doppeloma, nein hab ich nicht. Mir wurde bei der Rentenberatung gesagt, dass das nicht nötig ist, da diese angefordert werden
Habe ich mir fast gedacht, das sagen die dort wohl öfter mal, allerdings ist es DEIN Antrag und wenn du was beifügen willst ist das auch deine Angelegenheit, denn die fordern sich eben (leider) nicht alles an, was sie besorgen könnten (und eigentlich auch müssten) ...

In meinem Falle gab es durchaus genug Material bei der Hausärztin UND bei einigen mitbehandelnden Fachärzten (Kardiologen / Psychiater / Herz-Klinik) aus langjähriger Behandlung, war offenbar alles "nicht so wichtig", wie der eigene Reha-Bericht, in dem ich (gut 1 Jahr zuvor) als VOLL Erwerbsfähig entlassen wurde.

Denn es wurde in 4 Monaten bis zu den DRV-Begutachtungen (Kardiologe/ Psychiater) KEIN einziger Arzt angeschrieben ... kann man ja bei den Arzt-Terminen problemlos nachfragen.

Diese erwähnten Befund-Berichte bekam ich übrigens erst im Widerspruchs-Verfahren, aber darin kann (und soll ???) der angefragte Arzt eigentlich auch nur (vom Platz her sehr knapp bemessen) beantworten was die DRV ihm vorgibt.

Viele Ärzte wissen gar nicht genau wie sie das ausfüllen sollten (und Viele haben auch gar keine Zeit mehr das genauer zu ergründen), damit sie ihrem Patienten nicht sogar noch schaden ("mein Patient kann nur noch Teilzeit arbeiten", mein Patient kann höchstens noch 3 Stunden arbeiten"), na prima, da gibt es (wenn überhaupt) höchstens eine teilweise Erwerbsminderung ...

Mein Widerspruch wurde danach auch wieder abgelehnt, diese Berichte sollten wohl nur als Beschäftigungs-Therapie (für mich und die Ärzte) dienen, erst später vom Gericht wurden dann dazu präzise Fragen bei allen meinen Ärzten gestellt, die wurden aber von der DRV auch (in der Stellungnahme für das Gericht) als "wenig aussagefähig" bezeichnet.

Merkwürdigerweise konnten die gerichtlichen Gutachter mehr damit anfangen und stimmten u.A. den Berichten meiner Ärzte uneingeschränkt zu, danach musste die DRV dann ein Angebot zur Berentungg (ab Antragstellung) machen, leider hat das alles fast 3 Jahre gedauert, in denen es mir damit (ungewisse Zukunft) nicht wirklich besser gehen konnte.

Zitat:
Keine Ahnung, ich war so überrascht, weil das so schnell ging. Da meine letzte Therapeutin ihre Praxis geschlossen hat, geh ich wieder zu meiner vorletzten. Die bezahle ich aber schon all die Jahre selber, da sie für einen Verein arbeitet , der sich für Frauen einsetzt, die Opfer von Gewalt wurden. Aber sie ist auch keine Psychiaterin und kann dementsprechend nix ausfüllen obwohl ich bei Ihr seit Ende der 90 er bin.
Dementsprechend keine Befunde Überweisungen etc.
Damit kenne ich mich zwar nicht so aus, aber ich denke mal die haben auch eine Dokumentationpflicht was die Patienten-Termine und die Ergebnisse ihrer Therapien betrifft, diese Unterlagen aus geschlossenen Praxen müssen auch noch mindestens 10 Jahre aufbewahrt werden, leider weiß ich nicht genau wer dazu Auskunft geben kann, gibt es da keine zentrale Stelle für private Psychotherapeuten ???

Bei Kassenärzten ist das die Kassenärztliche Vereinigung, die zumindest wissen sollte wo man ältere Unterlagen bekommen kann, sofern sie nicht bereits vernichtet wurden.
Man kann den aktuellen Arzt / Therapeuten auch mal bitten sich um die bisherigen Unterlagen (vom Vorgänger der Praxis) zu kümmern, es ist ja nicht so, dass man als Patient keinen Anspruch auf solche Unterlagen hat.

Es gibt sogar ein Gesetz dafür inzwischen ...

http://www.bundesaerztekammer.de/rec...nrechtegesetz/

Gerade wenn du das alles privat bezahlt hast, besteht ja auch ein berechtigter Anspruch darauf zu wissen (Nachweise zu fordern), wofür genau du bezahlt hast ... sogar die Physio-Therapie-Praxen müssen entsprechende (laufende) Behandlungsberichte schreiben, das sind ja auch keine Ärzte ...

Zitat:
Hab aber einen Termin bei einer Psychiaterin gemacht, damit ich jemanden an meiner Seite habe, der auch "Arzt" ist. Den Termin hab ich nächste Woche. War eigentlich davon ausgegangen, dass ich da jetzt mehrfach hingehen kann, bevor der Gutachtertermin dann irgendwann mal kommt. Das ging jetzt echt so schnell, dass ich kaum nachkomme.
Das ist natürlich ein wichtiger Schritt (für dich und deine Behandlung) aber es könnte schwierig werden, wenn du diesen Facharzt nun erst NACH der Antragstellung beginnst aufzusuchen, letztlich geht es um die Zeit bis zur Antragstellung, denn man stellt den EM-Renten-Antrag ja nicht "vorsichtshalber", sondern weil man bereits annimmt (nachweislich) Erwerbsgemindert zu sein.

Diesen Schritt kann die DRV also auch zu deinem Nachteil deuten und dir anraten zunächst mal die weiteren Behandlungen beim Facharzt anzuwarten, weil du ja noch gar nicht alle Möglichkeiten genutzt hast, also schon "austherapiert" sein sollst, wenn du jetzt erst zum Facharzt gehst ...

Zitat:
Keine Reha. Ende der 80er 4 Monate Tagesklinik, Anfang 2000er Mutter Kind Kur wegen totaler Erschöpfung (heute sagt man wohl Burnout) und 2010 Burnout ambulant behandelt mit Wiedereingliederung.
Dazu muss es ja zumindest was bei der KK geben, die werfen so schnell nichts weg ... das werden aber nur Hinweise sein, dass du schon früher mal solche Probleme hattest, denn einen Antrag auf EM-Rente hättest du ja sonst schon damals stellen können.

Zitat:
Dazwischen immer wieder (anfangs verschiedene) Therapeuten.Die Tagesklinik und die beiden folgenden Therapiestellen hatte ich im Vorfeld bereits angeschrieben. Die Tagesklinik rückt nichts an mich raus.
Das ist aber nicht korrekt, man (Klinik /Arzt/Gutachter) kann das zwar einschränken, dass ein Arzt das anfordern soll und dir dann erst erklären muss aber du hast trotzdem das RECHT auf eine eigene Kopie davon, warum bitte soll die DRV mehr über dich und deinen Gesundheitszustand wissen dürfen als du selber ???

Nur in ganz besonderen Fällen kann dieses Recht gerichtlich eingeschränkt/ausgeschlossen werden, das ist ja nicht der Fall bei dir, du solltest das erneut (nachweislich /schriftlich) einfordern mit Hinweis auf deinen Rechts-Anspruch nach dem BGB und einen Arzt deiner Wahl angeben, falls eine "Eröffnung" nur im Beisein eines Arztes erfolgen soll.

Mehr darf die Klinik nicht verlangen, ohne richterliche Entscheidung dazu haben die NICHT eigenmächtig zu entscheiden, ob du das bekommen darfst oder nicht und die werden sie nicht bekommen, weil du ja freiwillig dort gewesen bist.

Zitat:
Nur an die DRV direkt und die beiden anderen Stellen haben keine Unterlagen mehr. Zu lang her.
Die DRV darf das "direkt" aber auch nur bekommen wenn DU damit einverstanden bist, man kann das durchaus auch ausschließen, auch wenn das im Moment wenig sinnvoll erscheint, ich finde diese Aussage (in Anbetracht der Rechtslage) ziemlich unverschämt.

Falls die DRV das also nicht für nötig hält sich das dort anzufordern, dann erfahren die eben wichtige Dinge nicht ... denn die Klinik selbst darf das auch nicht ohne DEIN Einverständnis weitergeben ...
ALLE dürfen also wissen wie der Klinik-Aufenthalt gelaufen ist, NUR der Betroffene selber nicht, genau das soll ja mit den Patientenrechten geregelt werden ...

WEM nützen diese Erkenntnisse dann noch irgendwas, der Bericht gilt doch nicht dem "Selbstzweck" der Tagesklinik ... zumindest der Arzt der dich dort mal eingewiesen hat sollte doch den Bericht auch bekommen haben ???

Zitat:
Die DRV hat von mir eine komplette Liste mit ALLEN Stellen, Adressen, Ansprechpartnern, Therapiezeiten und Telefonnummern bekommen und brauchen nur anzurufen/zu schreiben.
Genau das wird die DRV aber NICHT machen, die wollen das (meist) gar nicht so genau wissen, aber vielleicht ist man ja in deinem Falle auch bereits überzeugt, das alles gar nicht mehr zu benötigen ... es ist schwer die Aktionen der DRV nach einer Antragstellung auf EM-Rente wirklich einzuordnen.

Ich kenne sogar einen Fall, da war nach 9 (NEUN) Kalendertagen schon die Ablehnung im Briefkasten, einzige Grundlage dafür war ein 7 JAHRE alter Reha-Bericht ... mehr war auch in der kurzen Zeit gar nicht möglich ... den brauchte man ja nur aus dem Archiv der DRV auszugraben.

Zitat:
Doch das geht.:-) Ich denke von meinem Hausarzt kann ich aber noch ne Menge zusammen kriegen. Der kennt mich schon seit Ende der 90er.
Dann halte dich zunächst an deinen Hausarzt, der sollte ja auch Fremdbefunde vorliegen haben, die sonst vielleicht nicht mehr aufzutreiben sind ...
Unsere frühere Hausärztin hat jedenfalls (aus ca. 20 Jahren) ein ziemliches Paket an unseren neuen Hausarzt geschickt, weil wir vor 3 Jahren (400 km weit) umgezogen sind mussten wir leider wechseln ...

Sie meinte noch zu uns, dass sie froh sei, das dann nicht selbst irgendwo sicher aufbewahren zu müssen und der neue Arzt kann in Ruhe nachlesen, mit wem er es so zu tun bekommen wird ... hat prima geklappt ...

Zitat:
War ja bei der Rentenberatung und ich hab keine Lücken in den ganzen Jahren. Daran kann es definitiv nicht liegen.
Das freut mich für dich, es war nur so ein Gedanke, denn manchmal "strampeln wir uns hier tagelang ab" und irgendwann später stellt sich dann erst heraus, dass der TE ohnehin keine EM-Rente zu erwarten hat, da hätte man sich (leider) so einige Schreiberei ersparen können.

Dann bleiben die Daumen mal weiter kräftig gedrückt, dass sich diese DRV-Eile für dich als positiv erweisen wird.

MfG Doppeloma
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Doppeloma ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.01.2017, 19:36   #12
kumquat
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Beiträge: 13
kumquat
Standard AW: Antrag Erwerbsminderungsrente, muss ich die Befunde für Gutachter besorgen

Zitat von Ines2003 Beitrag anzeigen
Die DRV übernimmt allgemein nur die Kosten für einen Befundbericht, das steht seit neusten wohl auch auf der Anforderung und mann soll sich daher überlegen, welcher behandelte Arzt am meisten über die Erkrankungen zu berichten hat.
Die Formulierung auf dem Formular ist anders, aber im Ergebnis ist es dasselbe.
Nur wenn der Arzt, für den man sich entschieden hat, aus Gründen, die man nicht zu verantworten hat, übernimmt die DRV die Kosten für weitere Befundberichte, so die Ausge zu mir´, da mein behandelten Arzt aufgrund von Krankheit den Befundbericht nicht ausfüllen konnte.
Danke für die Info. Wenn dem so ist, sollte die DRV mir das auch mitteilen. Woher sollte ich wissen, welche Sachen ich selber besorgen und/oder bezahlen muss. Ich weiß jetzt zumindest, dass meine letzte Therapeutin von der DRV nicht angeschrieben wurde und dementsprechend auch keine Befunde weiter gegeben hat. Den Hausarzt frag ich nächste Woche.
kumquat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.01.2017, 20:56   #13
kumquat
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kumquat
Standard AW: Antrag Erwerbsminderungsrente, muss ich die Befunde für Gutachter besorgen

Hallo Doppeloma,
Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen

In meinem Falle gab es durchaus genug Material bei der Hausärztin UND bei einigen mitbehandelnden Fachärzten (Kardiologen / Psychiater / Herz-Klinik) aus langjähriger Behandlung, war offenbar alles "nicht so wichtig", wie der eigene Reha-Bericht, in dem ich (gut 1 Jahr zuvor) als VOLL Erwerbsfähig entlassen wurde.

Denn es wurde in 4 Monaten bis zu den DRV-Begutachtungen (Kardiologe/ Psychiater) KEIN einziger Arzt angeschrieben ... kann man ja bei den Arzt-Terminen problemlos nachfragen.

Diese erwähnten Befund-Berichte bekam ich übrigens erst im Widerspruchs-Verfahren, aber darin kann (und soll ???) der angefragte Arzt eigentlich auch nur (vom Platz her sehr knapp bemessen) beantworten was die DRV ihm vorgibt.

Viele Ärzte wissen gar nicht genau wie sie das ausfüllen sollten (und Viele haben auch gar keine Zeit mehr das genauer zu ergründen), damit sie ihrem Patienten nicht sogar noch schaden ("mein Patient kann nur noch Teilzeit arbeiten", mein Patient kann höchstens noch 3 Stunden arbeiten"), na prima, da gibt es (wenn überhaupt) höchstens eine teilweise Erwerbsminderung ...

Mein Widerspruch wurde danach auch wieder abgelehnt, diese Berichte sollten wohl nur als Beschäftigungs-Therapie (für mich und die Ärzte) dienen, erst später vom Gericht wurden dann dazu präzise Fragen bei allen meinen Ärzten gestellt, die wurden aber von der DRV auch (in der Stellungnahme für das Gericht) als "wenig aussagefähig" bezeichnet.

Merkwürdigerweise konnten die gerichtlichen Gutachter mehr damit anfangen und stimmten u.A. den Berichten meiner Ärzte uneingeschränkt zu, danach musste die DRV dann ein Angebot zur Berentungg (ab Antragstellung) machen, leider hat das alles fast 3 Jahre gedauert, in denen es mir damit (ungewisse Zukunft) nicht wirklich besser gehen konnte.
Es ist wirklich unglaublich, was da so rausgezögert, verschoben etc wird. Und das mit Menschen, denen eh die Kraft fehlt. Ich kann ja nachvollziehen, dass die DRV vermeiden will, Simulanten und Schmarotzern mit einer EMR das Leben zu verschönern (ist ja im Interesse aller), aber .....naja.


Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen

Damit kenne ich mich zwar nicht so aus, aber ich denke mal die haben auch eine Dokumentationpflicht was die Patienten-Termine und die Ergebnisse ihrer Therapien betrifft, diese Unterlagen aus geschlossenen Praxen müssen auch noch mindestens 10 Jahre aufbewahrt werden, leider weiß ich nicht genau wer dazu Auskunft geben kann, gibt es da keine zentrale Stelle für private Psychotherapeuten ???

Bei Kassenärzten ist das die Kassenärztliche Vereinigung, die zumindest wissen sollte wo man ältere Unterlagen bekommen kann, sofern sie nicht bereits vernichtet wurden.
Man kann den aktuellen Arzt / Therapeuten auch mal bitten sich um die bisherigen Unterlagen (vom Vorgänger der Praxis) zu kümmern, es ist ja nicht so, dass man als Patient keinen Anspruch auf solche Unterlagen hat.

Es gibt sogar ein Gesetz dafür inzwischen ...

http://www.bundesaerztekammer.de/rec...nrechtegesetz/

Gerade wenn du das alles privat bezahlt hast, besteht ja auch ein berechtigter Anspruch darauf zu wissen (Nachweise zu fordern), wofür genau du bezahlt hast ... sogar die Physio-Therapie-Praxen müssen entsprechende (laufende) Behandlungsberichte schreiben, das sind ja auch keine Ärzte ...
Wie gesagt, die Tagesklinik hat nochUnterlagen. Ist also nachzuweisen. Die nächsten beiden Therapien sind weit über 10 Jahre her und da gibt's nichts mehr. Wie dem auch sei, die DRV macht eh was sie für richtig befindet. Die selbst bezahlte Therapie kann ich nachweisen, da mir die Stunden bestätigt wurden. Aber Befunde gibt's da nicht und ich wage mal zu bezweifeln, dass die DRV einen dort anfordert.


Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Das ist natürlich ein wichtiger Schritt (für dich und deine Behandlung) aber es könnte schwierig werden, wenn du diesen Facharzt nun erst NACH der Antragstellung beginnst aufzusuchen, letztlich geht es um die Zeit bis zur Antragstellung, denn man stellt den EM-Renten-Antrag ja nicht "vorsichtshalber", sondern weil man bereits annimmt (nachweislich) Erwerbsgemindert zu sein.

Diesen Schritt kann die DRV also auch zu deinem Nachteil deuten und dir anraten zunächst mal die weiteren Behandlungen beim Facharzt anzuwarten, weil du ja noch gar nicht alle Möglichkeiten genutzt hast, also schon "austherapiert" sein sollst, wenn du jetzt erst zum Facharzt gehst ...
Die DRV weiß davon nichts und die Psychiaterin ist nur dafür da, eventuell ein Gegengutachten zu stellen bzw mir zur Seite zu stehen. Sie hat eh keine Therapiestunden frei sondern nur Zeit als Psychiaterin/Neurologin. Wann ist man schon austherapiert? Da geht doch immer noch was.

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen

Das freut mich für dich, es war nur so ein Gedanke, denn manchmal "strampeln wir uns hier tagelang ab" und irgendwann später stellt sich dann erst heraus, dass der TE ohnehin keine EM-Rente zu erwarten hat, da hätte man sich (leider) so einige Schreiberei ersparen können.

Dann bleiben die Daumen mal weiter kräftig gedrückt, dass sich diese DRV-Eile für dich als positiv erweisen wird.

MfG Doppeloma
Wie kann man denn einen Rentenantrag stellen, ohne die Zeiten zu erfüllen. Da müßte doch sofort eine Absage der DRV kommen. Nee nee. Hab schon Anspruch :-) Vielen Dank für die Infos und fürs Daumen drücken . Ich sag auf jeden Fall Bescheid.

Gruß Kumquat
kumquat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.01.2017, 21:16   #14
doppelhexe
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Standard AW: Antrag Erwerbsminderungsrente, muss ich die Befunde für Gutachter besorgen

ein rentenantrag kann, wie jeder andere antrag auch, IMMER gestellt werden, unabhängig davon, ob man die ansprüche erfüllt...

die DRV ist auch dafür zuständig, die erwerbsfähigkeit/-unfähigkeit festzustellen...

denn auch ohne rentenanspruch kann man erwerbsunfähig sein und damit aus dem SGB2 fallen und zum sozialamt müssen...

...................

übrigends kann auch ein psychologe gutachten schreiben, bzw. dazu aufgefordert werden, im zuge eines rentenverfahrens fragen zu beantworten (mehr ist das ja nicht, als ein fragebogen)
und auch der behandelnde psychiater kann vom psychologen so eine art bericht anfragen... also wegen der feststellung, ob die krankheit schon länger besteht...
doppelhexe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.01.2017, 13:15   #15
kumquat
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kumquat
Standard AW: Antrag Erwerbsminderungsrente, muss ich die Befunde für Gutachter besorgen

Zitat von doppelhexe Beitrag anzeigen
ein rentenantrag kann, wie jeder andere antrag auch, IMMER gestellt werden, unabhängig davon, ob man die ansprüche erfüllt...

die DRV ist auch dafür zuständig, die erwerbsfähigkeit/-unfähigkeit festzustellen...

denn auch ohne rentenanspruch kann man erwerbsunfähig sein und damit aus dem SGB2 fallen und zum sozialamt müssen...
Echt? Das wusste ich tatsächlich nicht. Dank für die Info!

Zitat von doppelhexe Beitrag anzeigen
... auch ein psychologe gutachten schreiben, bzw. dazu aufgefordert werden, im zuge eines rentenverfahrens fragen zu beantworten (mehr ist das ja nicht, als ein fragebogen)
und auch der behandelnde psychiater kann vom psychologen so eine art bericht anfragen... also wegen der feststellung, ob die krankheit schon länger besteht...
Also, wie gesagt, meine ärztliche Therapeutin hat keine Anfrage der DRV vorliegen. Zum Schwerbehinderungs-Antrag (oder wie man das auch immer nennt), wurde sie bereits angefragt. Hier steht aber eine Entscheidung noch aus. Läuft ja auch grad erst seit einem Monat.

Ihre Aussage mir gegenüber ist übrigens gar nicht so doof: Sie schreibt keine Befunde solang sie nicht von einer Stelle oder einem Arzt darum gebeten wird. Wenn sie das für mich schreibt, könnte das vom Gutachter als Gefälligkeitsgutachten ausgelegt werden und das sehen Gutachter nicht so gerne. Das wiederum habe ich tatsächlich schon mehrfach im Netz (auch hier im Forum) gelesen.
Und das meine Probleme bereits seit Ende der 80er bestehen ist einfach zu beweisen, da die Tagesklinik mir auf Anfrage bereits mitgeteilt hat, dass sie Unterlagen haben, die sie auf Anfrage an den Gutachter/DRV weiterleiten. Aber eben nicht an mich. Ich lass mich jetzt erstmal überraschen was der Gutachter so entscheidet und notfalls muss die neue Psychiaterin das eben anfordern.
Ein Problem ist, dass der Hausarzt Ende der 90er aufgehört hat. Muss meinen derzeitigen Hausarzt mal fragen, ob er seine Unterlagen übernommen hat.

Notfalls reich ich meine Tagebücher mit ein, da steht alles drin. Und man kann sehen, dass ich schon Ende der 70er einen an der Schüssel hatte
Danke für die Hilfe :-)
kumquat ist offline   Mit Zitat antworten
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