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Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 16.01.2017, 11:55   #1
beimi
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Registriert seit: 10.12.2015
Beiträge: 163
beimi
Standard 3-stündige Arbeitsbelastungserprobung DRV

Hallo liebe Forum-Mitglieder,
zuerst wünsche ich allen ein gutes, gesundes, erfolgreiches neues Jahr.

Meine Frage ist, wann gilt es, dass man 3 und mehr Stunden arbeitsfähig ist?
Wenn die 3-stündige Arbeitsbelastungserprobung mit Pause oder ohne Pause vollzogen wurde?
Gelten die 3 Stunden Arbeitsfähigkeit als erfüllt, wenn man eine Pause benötigt?
Oder ist dies unrealewand?
Die Arbeitserprobung fand während einer Reha statt mittels IDA-Verfahren.

Für Antworten und Hinweise wäre ich sehr dankbar.
LG beimi
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Alt 16.01.2017, 15:38   #2
saurbier
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saurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiert
Standard AW: 3-stündige Arbeitsbelastungserprobung DRV

Hallo beimi,

wenn ich mich an meine ABE´s zurück erinnere, dann ging es darum einen Arbeitstag durchzustehen.

Damals gab es leider oder besser zum Glück noch nicht diese unsägliche Regelung mit 3Std. (altes Recht) wie heute.

Ungeachtet dessen möchte ich aber mal behaupten, daß deine Arbeitsfähigkeit über mindestens 3 Std./tägl. ohne Pausen durchzuhalten ist.

Wenn ich an meine frühere Arbeitszeit zurück denke, dann arbeiteten wir 2 Std. bis zur 15min. Frühstückspause und dann weitere 3 Std. bis zur 30min (45min.) Mittagspause und danach bis zum Feierabend.

Wenn du schon 3Std. nicht ohne eine Erholungspause durchhalten kannst, dann möchte ich mal behaupten das du wie vom Gesetz ja vorgesehen nicht in der Lage bist mindestens 3Std. zu arbeiten.

Es heißt ja im Rentengesetz: mindestens 3Std./tägl. Arbeitsfähigkeit und nicht 1Std. Arbeiten und 15min. Pause und 1 Std. Arbeiten und 15min. Pause und nochmals 1 Std. Arbeiten und 15min. Pause.

Wer nicht mindestens 3 Std./tägl. arbeiten kann, der fällt unter die Regelung der vollen EMR nach

§ 43 SGB VI
Zitat:
... Voll erwerbsgemindert sind Versicherte, die wegen Krankheit oder Behinderung auf nicht absehbare Zeit außerstande sind, unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens drei Stunden täglich erwerbstätig zu sein. Voll erwerbsgemindert sind auch

1.
Versicherte nach § 1 Satz 1 Nr. 2, die wegen Art oder Schwere der Behinderung nicht auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein können, und

2.
Versicherte, die bereits vor Erfüllung der allgemeinen Wartezeit voll erwerbsgemindert waren, in der Zeit einer nicht erfolgreichen Eingliederung in den allgemeinen Arbeitsmarkt.

Gruß saurbier
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Alt 16.01.2017, 16:55   #3
Doppeloma
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Frage AW: 3-stündige Arbeitsbelastungserprobung DRV

Hallo beimi,

kann mich den Verweisen auf die rechtlichen Regelungen dazu eigentlich nur anschließen, es genügt ja nicht "mit Ach und Krach" (und zusätzlichen Pausen?) diese 3 Stunden irgendwie zu überstehen (einmalig oder an 5 Arbeitstagen der Woche?).

Seinen Lebensunterhalt könnte man ja auf diese Weise ganz sicher nicht verdienen.

Zitat:
Meine Frage ist, wann gilt es, dass man 3 und mehr Stunden arbeitsfähig ist?
Wenn die 3-stündige Arbeitsbelastungserprobung mit Pause oder ohne Pause vollzogen wurde?
Im "normalen" Arbeitsleben hat man rechtlich gesehen Anspruch auf eine Pause (15 Minuten) wenn man 4,5 Stunden durchgehend gearbeitet hat, bei einer Arbeitszeit von mehr als 6 Stunden (täglich) hat man Anspruch auf eine Pause von mindestens 30 Minuten, das ist so hängen geblieben aus meiner letzten Tätigkeit.

Ich hatte also in der Regel irgendwann (aber spätestens nach Ablauf von 4,5 Stunden) einen Anspruch 30 Minuten Pause zu machen, zumindest bei meinem AG wurde darauf auch geachtet, obwohl uns die Pausenzeiten "zugeteilt" wurden, um die generellen Arbeits-Abläufe (übliche Arbeits-Bedingungen in einem CallCenter) aufrecht zu erhalten.

Zitat:
Gelten die 3 Stunden Arbeitsfähigkeit als erfüllt, wenn man eine Pause benötigt?
Oder ist dies unrealewand?
Die Arbeitserprobung fand während einer Reha statt mittels IDA-Verfahren.
Was steht denn dazu konkret in deinem Reha-Bericht, wenn du bei 3 Stunden schon eine Pause brauchst (dazwischen) ist das ja nicht mehr realistisch, "unter den üblichen Bedingungen am allgemeinen Arbeitsmarkt" auch arbeiten zu können, das wären dann sogenannte "unübliche / häufigere" Pausen.

Diese "am Arbeitsmarkt üblichen Bedingungen" habe ich ja oben beschrieben.

Das "IDA" - Verfahren kenne ich nicht, aber in den Rehas wird ja viel gemacht und "getestet" was mit der Realität am Arbeitsmarkt nicht wirklich was zu tun hat und nur selten verwertbare Ergebnisse bringt.

Bereits die langen "Ausschlusslisten" in vielen Reha-Berichten lassen arge Zweifel daran aufkommen in welcher konkreten Tätigkeit man das überhaupt (6 und mehr Stunden Erwerbsfähig entlassen = Vollzeit bei der DRV) umsetzen können soll ...

Denn die AG nehmen eben KEINE besonderen Rücksichten "unter den üblichen Arbeitsbedingungen", das ist der DRV und den Reha-Kliniken allerdings ziemlich egal dabei ...

Ich sollte fast ALLES unbedingt "vermeiden", was in der heutigen Arbeitswelt als "üblich" anzusehen ist von Stress über Zeitdruck/ Leistungsdruck bis zu fehlender Umstellungs- / Anpassungs- und mangelhafter Merk- und Konzentrationsfähigkeit war eigentlich ALLES vertreten, besser nicht vorhanden, was man mitbringen muss im heutigen Arbeitsleben.

Trotzdem wurde ich Vollzeit Erwerbsfähig entlassen, sollte mir "nur" eine andere Arbeit suchen (müssen) = EM-Rente nicht nötig ... kann mit den benannten Einschränkungen am "allgemeinen Arbeitsmarkt unter den ÜBLICHEN Bedingungen" eingesetzt werden ...

Das hat man bei mir aber auch ohne "Arbeits-Erprobung nach IDA" herausgefunden ... ist eigentlich ein Widerspruch in sich, denn der Arbeitsmarkt nimmt keine Rücksichten auf diese genannten Einschränkungen, also doch nicht "ganz üblich" einsatzfähig ...

Interessiert aber Niemanden wirklich, man fügt ja den Reha-Bericht (mit den Ausschlüssen) nicht einem Bewerbungsschreiben bei ... damit der AG gleich Bescheid weiß worauf er so "Rücksicht" zu nehmen hat ... war mir aber auch schon EGAL, ich wusste ja nicht mal WO und WOFÜR ich mich überhaupt noch bewerben sollte und habe es dann auch bleiben lassen.

Schon für die Anforderungen in den Stellenangeboten (flexibel / stressresistent / behält den Überblick usw. ) war ich ein völlig ungeeigneter Bewerber in meinem Zustand ...

MfG Doppeloma
__

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Alt 16.01.2017, 22:28   #4
dagobert1
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Standard AW: 3-stündige Arbeitsbelastungserprobung DRV

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Im "normalen" Arbeitsleben hat man rechtlich gesehen Anspruch auf eine Pause (15 Minuten) wenn man 4,5 Stunden durchgehend gearbeitet hat
No, steht im Arbeitszeitgesetz nix von drin.
Mit 4,5 Stunden war irgendwas im DDR-Arbeitsrecht, aber die DDR gibt's ja nicht mehr.
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Alt 17.01.2017, 00:27   #5
beimi
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beimi
Standard AW: 3-stündige Arbeitsbelastungserprobung DRV

Hallo, herzlichen Dank für euere Antworten,

meine Intuition sagte mir ja, wie auch du Doppeloma, schon einmal geschrieben hast, dass das bei mir mit der DRV am stinken ist.
Habe den Reha-Bericht studiert und einiges gefunden.

Das IDA-Verfahren ist ein Simulationstest, wie wenn man arbeiten würde. Daran gekoppelt ist das MELBA-Verfahren. Dies ist eine Beobachtungsauswertung. Nur wann die Testleiterin mich beobachtet hatte, da sie lange Zeit nicht anwesend war??? Dies muss wohl anders gelaufen sein???

Aber in meinem Rehabericht steht geschrieben, dass ich die 3-Stunden Arbeitserprobung mit Pause gemacht habe. Es steht auch darin, dass ich die Reha auf ärztliche Anordnung (weil meine gesundheitlichen Probleme sich verschlechterten) vorzeitig entlassen werden musste. Ich wurde zwar arbeitsunfähig entlassen, aber mit einer Leistungsfähigkeit bis 8 Stunden. Das war der Trick dabei.
Denn bei der Weiterbewilligung meiner EMR und der angeforderen Befundberichte durch die DRV ist mein Hausarzt davon ausgegangen dass ich eben nicht mehr leistungsfähig bin und hat bei Arbeitsunfähigkeit "nein" angekreuzt. Hat aber ergänzt, dass ich ja bereits berentet bin.
Dann wollte die DRV ja ungedingt einen Arztbericht von einem Neurologen (obwohl ich ja keine neurologische Erkrankung habe), haben mir mit der Mitwirkungspflicht gedroht und schon hatten die einen zweiten Befundbericht (da die Ärztin ja nicht viel schreiben konnte, bei einem einmaligen Termin und dann auch noch falsche ärztliche Fachrichtung) musste dass mit der Weiterbewilligung in die Hose gehen.
Dass sieht danach aus, als wäre es schon vorprogrammiert gewesen.
Dass ich über die Arbeitsmarktrente stolpere, damit haben die glaube ich nicht gerechnet, denn das Finanzile bleibt ja sowieso gleich, ob SGB XII oder SGB II.
Den Widerspruch kann ich nun gut begründen.
Das mit der momentanen Arbeitsmarktrente und dem Berufsschadensausgleich in meiner Opferentschädigungsklage kann ich auch gelassen sehen, denn in diesem Rehe-Bericht bzw. aufgrund
dieser Arbeitserprobungsbelastung, schreibt die Testleiterin, dass ich noch nicht einmal mehr rechnen kann.
Dass dürfte nun als ehemalige Bilanzbuchhalterin doch schon sehr gravierend sein.
Wie sie allerdings darauf kommt ist mir schleicherhaft, aber das ist mir egal. ich kann dies gut für den Berufsschadensausgleich verwenden.
Da ich es nun auch unter wohl erheblichen Belastungen ereicht habe, einen Befundbericht von einem Professoren in den Händen zu haben, dass ich unter anderem auch unter einer komplexen Posttraumatischen Belastungsstörung leide (was schon für mich auch erst einmal sehr heftig war), habe ich plötzlich Ärzte die mir behilflich sind. Mein Hausarzt steht plötzlich hinter mir und gibt mir Ratschläge, auch die Neurologin bei der ich nur einmal war, will mir helfen. Sagte mir aber dass ich für die Zukunft eine andere
Ärztliche Betreuung benötige und gab mir auch eine Empfehlung.
Das hat mich erst einmal alles verwundert, da ich das in der Vergangenheit definitiv nicht hatte, sondern irgendwie noch boykottiert wurde. Das scheint sich jetzt zu ändern.
Auch habe ich während meines Krankenhausaufenthaltes im Sept/Okt. eine nette Dame kennengelernt. Ich habe jetzt jemanden gefunden mit dem ich reden kann und wir gehen Sonntags zusammen spazieren. Das Spazieren gehen fällt mir allerdings wegen meinen Schmerzen nicht leicht. Aber dadurch dass wir uns unterhalten vergisst man die Schmerzen etwas.

Nun ich Danke von Herzen für eure Antworten, die mich auch bestärken in dem was meine Intuition mir mitteilen will und das ich mich auf einem richtigen Weg befinde und für meine Rechte kämpfe auch wenn ich es momentan nur mit meiner Beharrlichkeit schaffe und natürlich mit eurer suveränen Unterstützung.
Liebe Grüße
beimi
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Alt 17.01.2017, 01:05   #6
Doppeloma
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Frage AW: 3-stündige Arbeitsbelastungserprobung DRV

Hallo dagobert1,

wie gut, dass du uns jetzt dazu "aufgeklärt" hast, das macht es ja nicht besser für den TE, wenn er schon innerhalb 3 Stunden eine Pause (mindestens) benötigt ?

Zitat:
1Die Arbeit ist durch im voraus feststehende Ruhepausen von mindestens 30 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs bis zu neun Stunden und 45 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als neun Stunden insgesamt zu unterbrechen. 2Die Ruhepausen nach Satz 1 können in Zeitabschnitte von jeweils mindestens 15 Minuten aufgeteilt werden. 3Länger als sechs Stunden hintereinander dürfen Arbeitnehmer nicht ohne Ruhepause beschäftigt werden.
Quelle

https://www.buzer.de/gesetz/5320/a73352.htm

Du hast natürlich so was von Recht und den Nachsatz hättest du dir sparen können, was glaubst du wohl warum ich (wenigstens) versuche mich den neuen ("humaneren"?) Regelungen anzupassen, oder es versucht habe ... ohne ständig dieses Thema aufzuwärmen ...

Dem TE kann es ziemlich egal sein, ob er nun 4,5 oder sogar volle 6 Stunden durcharbeiten "müsste" wenn er nicht mal 3 schaffen kann.

Es gibt zudem durchaus Arbeitsbereiche wo andere (bessere) Arbeitsschutz- und Pausen-Vorschriften angewendet werden, das steht nicht alles nur im Arbeitszeitgesetz.

Es dürfen nur keine Bestimmungen sein die schlechter wären, als im allgemein gültigen Gesetz ... wir hatten sogar "Bildschirmpausen" ... allerdings auch nur nach "Absprache", was so (eigentlich) nicht gedacht ist, wenn die Augen anfangen zu brennen.

Wenn ich solche Einwürfe lese, dann brennen meine Augen immer noch, auch wenn du es extra (schlecht leserlich) "abgesetzt" hast, was hat das bitte hier mit dem Thema zu tun ???

Wenn du sonst keine konstruktive Hilfe anzubieten hast, dann halte dich hier raus ...

MfG Doppeloma
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Alt 17.01.2017, 15:32   #7
saurbier
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Standard AW: 3-stündige Arbeitsbelastungserprobung DRV

Ich möchte mich hier mal wieder Doppeloma voll anschließen.

Aus meinem eigenen langen Arbeitsleben bei einigen Arbeitgebern komme ich immer auf selbe Ergebnis,
bei einem Arbeitstag von 8 Std. sind 45min. Pause gegeben gewesen, womit ich dann 8Std. und 45min. Gesamtarbeitszeit hatte.

Die pausen sind genauso bei jedem vernünftigen Arbeitgeber vorgegeben wie nach 2 Std. 15min. Frühstückspause und nach weiteren 3 Std. 30min. Mittagspause. Sollte da ein Betrieb noch Gewerkschaftlich organisiert sein, können sogar mehr Pausen vorhanden sein.

Bei mehreren Arbeitbegern wurde demzufolge bei mir sogar eine Pausenregelung für die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr gesondert geregelt, als das wir dafür auf 15min. von der Pause verzichteten oder aber 15min. tägl. länger arbeiteten. Das aber sind Betriebsinternas.

Ich bin der Meinung das der TE überhaupt keine Möglichkeit auf eine reguläre Arbeitsstelle hat, ausgenommen man versucht ihn in eine Behindertenwerkstatt (Arbeit für Schwerb) unter zu bringen was ich ihm schon aus Lohngründen niemals empfehlen würde.


Gruß saurbier
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Alt 18.01.2017, 09:17   #8
Dark Vampire
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Standard AW: 3-stündige Arbeitsbelastungserprobung DRV

ich brauche auch viele Pausen bin aber immer noch ü6 Stunden leistungsfähig...nur gibt es keine Stellen mit den Ansprüchen des Gutachtens......hab seitdem Ruhe vorm JC
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Alt 18.01.2017, 13:08   #9
saurbier
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Standard AW: 3-stündige Arbeitsbelastungserprobung DRV

Das ist ja auch nichts neues.

Als ich 2003 mit meiner BU-Rente wieder einen Arbeitgeber (alte Firma) gefunden hatte, kam die DRV und prüfte den Arbeitsplatz als auch den Arbeitsvertrag. Letzteren unter anderem darauf, daß mir die Möglichkeit auf Pausen nach freier gestaltung entsprechend meinem Gesundheitszustand ermöglicht wurden.

Ist schon Quatsch, oder, denn man soll ja mindestens bis zu 6Std./tägl. auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeitsfähig sein.

Wie soll das denn möglich sein, wenn man mehr Erholungspausen benötigt als andere Arbeitnehmer. Welcher Arbeitgeber macht sowas schon freiwillig mit.

Genau dafür hat der Gesetzgeber ja auch die Lohnzuschüsse bei Wiedereingliederung für Kranke und SchwerB erfunden. Eber damit dem Arbeitgeber keinerlei zusätzliche Belastung entstehen.

Und bei alledem sollte niemand übersehen, daß wenn man als solch eingeschränkter Arbeitnehmer wieder eine Arbeit ausführt, damit noch nicht einmal ausreichende Renteneckpunkte erwirtschaftet werden können, man bleibt selbst mit einer Arbeit auf dem Rentenniveau stehen bzw. wird bestenfalls 2 oder 3 Rentenpunkte erwirtschaften, eben weil der Verdienst durch die Halbtagsarbeit immer unter dem Durchschnittsverdienst liegen wird. Einzelfälle hier mal ausgenommen.

Ich z.B. hab das ganze gut 10 Jahre gemacht und bei mir kamen damit wie gesagt insgesamt 2 zusätzliche Renteneckpunkte hinzu. Aber da ich ja schon recht früh in BU ging kam selbst bei der Begünstigungsrrechnung am Ende NULL heraus, womit sich meine Renteneckpunkte nicht erhöhten.

Da darf doch sicherlich einmal die Frage gestellt werden, was sowas bringen soll, außer das man seine Gesundheit eher noch mehr ruiniert.

Wohl nur den Sozialkasse einen zeitlich betrachteten finanziellen Vorteil, weil man jetzt die volle EMR um die Jahre verschieben konnte. Rechnet man jedoch mal die Kosten der Krankenkasse und der AfA dagegen, war es sogar ein sattes Minus für das System, denn hier müssen ja alle Kosten gegengerechnet werden und die summieren sich schnell hoch (Krankenhaus/OP´s, Reha, Ärztekosten, Gutachterkosten etc.). Aber so rechnen unsere Beamten ja nicht.

So wie sie den Abriss und Neubau eines öffentlichen Gebäudes nach 30 Jahren als billiger erachten als eine ständige Investition in Instandhaltung, so betrachten sich das ganze auch im Sozialsystem.


Grüße saurbier
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Alt 18.01.2017, 13:29   #10
saurbier
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Standard AW: 3-stündige Arbeitsbelastungserprobung DRV

Hallo bemi,

mal vorab, es freut mich wenn du nun auch noch etwas aufgemuntert wirst. Somas kann wohl jeder gebrauchen der in diesem System gefangen ist.

Ich z.B. hab dadurch auch einen Freund gefunden, der mich seit meiner ersten Reha mit annähernd dem selben Leiden (damals noch) begleitet. Wir haben sogar den selben Kampf mit der DRV hinter uns (Klage/Gutachter etc.) und Prozeßgewinn zu unseren Gunsten bei (SG/LSG).

Also das mit der Arbeitsmarktrente ist letztendlich für die DRV ein Gewinn, denn da der Gesetzgeber damals ja mal wieder in unser SGB eingegriffen hat, kam die Arbeitsmarktrente mehr oder weniger auf Druck der Urteiel der Sozialgerichte zustande, denn die Richter merkten so langsam das die ständigen Versuche die Betroffenen in eine Arbeit auf den allgemeinen Arbeitsmarkt in Jobs als Pförtner oder Telefonist zu drücken nur um eine volle EMR abzuwenden, wohl mangels der Arbeitsplätze (Zeitenwandel) irgendwie nicht mehr ging.

Also kam in den Berliner Behörden die Idee mit der Arbeitsmarktrente. Da man ja noch bedingt Arbeitsfähig war, es aber keine ausreichenden Arbeitstellen gab und die BA Statistik ja auch weiterhin geschönt werden mußte, die DRV aber keine volle Rente zahlen will erfand man die Arbeitsmarktrente. Da werden dann die Kosten für den Betroffenen zum einen Teil von der AfA übernommen (fiktive Arbeitsvermittlungsmöglichkeit) und zum anderen Teil von der DRV (mangels Arbeitsplatz eine volle Rente).

Jetzt stimmt wieder die geschönte Statistik und keine Behörde wird über Gebühr finanziell belastet, vor allem nicht die DRV, welche ja zumindest sowieso eine Teil-EMR zahlen müßte.

In meinem persönlichen Fall sieht die sogar noch besser für die DRV aus, denn ich habe einen Anspruch auf eine 2/3 Rente da vor 1961 geb.. Hier macht die DRV sogar noch ein Geschäft, weshalb man wohl auch damals unter anderem (die Verrechnungsmethode bei der Leistungsträgererstattung (KV/AfA) mal dahin gestellt) so schnell mit der Bewilligung der vollen EM-Arbeitsmarktrente bei mir war (3 Monate Wartezeit).

Ganz so dumm ist die DRV eben auch nicht.


Grüße saurbier
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Alt 18.01.2017, 14:19   #11
beimi
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beimi
Standard AW: 3-stündige Arbeitsbelastungserprobung DRV

Zitat von saurbier Beitrag anzeigen
Hallo bemi,

In meinem persönlichen Fall sieht die sogar noch besser für die DRV aus, denn ich habe einen Anspruch auf eine 2/3 Rente da vor 1961 geb.. Hier macht die DRV sogar noch ein Geschäft, weshalb man wohl auch damals unter anderem (die Verrechnungsmethode bei der Leistungsträgererstattung (KV/AfA) mal dahin gestellt) so schnell mit der Bewilligung der vollen EM-Arbeitsmarktrente bei mir war (3 Monate Wartezeit).

Ganz so dumm ist die DRV eben auch nicht.

Hallo saurbier,
könntest du diesen Absatz näher erklären, denn soviel ich weis zahlt die AFA bei einer Arbeitsmarktrente die Hälfte davon an die DRV.
Verstehe deinen Absatz im Moment nicht.
Grüße beimi
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Alt 19.01.2017, 15:25   #12
saurbier
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Standard AW: 3-stündige Arbeitsbelastungserprobung DRV

Na dann rechne mal nach.

Ich hab vorher eine 2/3 Rente nach alter BU Regelung erhalten.

Heutzutage nennt man es im Rentenrecht nur noch Teil-EMR oder volle EMR.

Bei der Teil-EMR bekommt man, sofern man keiner Tätigkeit nachgeht 50% Rente, bzw. wer arbeitet halt eben entsprechend gemindert anhand der Anrechenbarkeit des erziehlten Einkommens.

Fällt nur meine 2/3 BU-Rente für die DRV weg und ich bekomme mangels Arbeitsplatz eine volle EM-Arbeitsmarktrente, dann teilen sich die Kosten ja die DRV und die AfA (50 zu 50).

Vorher mußte mir die DRV aber 66,66% Rente zahlen.

Somit macht die DRV einen Nettogewinn von 16,66% pro Monat.

So einfach ist das, wenn jemand mit einer alten BU-Rente heutzutage plötzlich in die Arbeitsmarktrente abgeschoben werden kann bzw. wird.

Würde mir die DRV eine volle EMR aus rein gesundheitlichen Gründen zahlen, wäre es natürlich viel teurer. Also verweigert man mir die volle EMR aus gesundheitlichen Gründen und bewilligt mir stattdessen lieber die Arbeitsmarktrente, welche für mich unter Strich das gleich ist.

Einzig noch der Unterschied, daß die Arbeitsmarktrente eben nur auf Zeit geht, während die volle EMR aus gesundheitlichen Gründen auch auf Dauer möglich ist.

Aber bei jemanden der kurz vor 60 ist und eh nur bis 66 arbeiten muß, spelt dies wohl eine untergeordnete Rolle (3*3 Jahre Verlängerung) wären ja schon 9 Jahre. Man kann mich dann ja auch noch ein paar Jahre früher in die SchwerB-Rente (mit 64 Jahre) schicken und es paßt dann.


Gruße saurbier
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