Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 11.01.2017, 18:42   #1
Karla78
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Karla78
Standard Aussteuerung steht bevor- EMR nicht sinnvoll - wie verhalten?

Hallihallo und einen schönen Abend euch.

Vielleicht könnt ihr mir ein wenig weiterhelfen, hier mein Problem:

Ich bin seit fast zwei Jahren Arbeitslos und seit gut einem Jahr durchgehend krankgeschrieben. In dem Jahr davor war ich schonmal für einige Monate AU, dazwischen aber wieder in ALG1-Bezug. Nun wurde mir die Einstellung des Krankengeldes in einigen Wochen angekündigt, da der ältere Krankenschein laut Krankenkasse zum aktuellen hinzugerechnet wird.
Ich habe da auch schon Widerspruch eingelegt und werde dies weiter verfolgen. Allerdings kann es, nach meinen Recherchen, tatsächlich sein, das ich mit meinem Widerspruch scheitern werde.

Ich rechner damit, das mir die Aussteuerung aus dem Krankengeld bevorsteht und ich habe keine Ahnung wie ich mich nun verhalten soll.

Ich schätze meine Lage selbst so ein, das ich noch einige Monate krank sein werde. Ich hoffe aber dann auch wieder Arbeiten zu können. Zumindest in Teilzeit, eventuell aber auch Vollzeit.
In Bezug auf EMR glaube ich nicht, das diese bewilligt werden würde und selbst wenn: Mein Anspruch liegt irgendwo bei 200€ (bin noch recht jung). Diese Rente würde mir also quasi garnichts bringen, oder?
Hartz 4 oder Grundsicherung kommt nicht in Frage, schon alleine da ich erst einmal eigenes Vermögen aufbrauchen müßte, das eigentlich für später gedacht ist.
Bleibt mir nur, irgendwie und irgendwann wieder arbeiten gehen zu können.

Nun habe ich, wie ich das sehe, mehrere Möglichkeiten:

1. Ich melde mich bei der AfA mit der Info "Ausgesteuert"
- Ich sage, das ich, soweit mir gesundheitlich möglich, der Vermittlung zur Verfügung steht
- Ich werde voraussichtlich zum ÄD geschickt. Der stellt fest:
--> ENTWEDER: Restleistungsvermögen weniger als 15 Stunden wöchentlich = 3 Stunden täglich für voraussichtlich mehr als sechs Monate -> Anspruch auf ALG 1 durch Nahtlosigkeitsregelung (ist das korrekt?)
--> ODER Restleistungvermögen mehr als 15 Stunden wöchentlich -> Was passiert dann? Auch ALG 1 - Bezug da ja vermittelbar? Aber in der Höhe Abhängig vom Restleistungsvermögen (d.h. teilzeit oder vollzeit)?
So gesehen wäre ja eine Einschätzung des ÄD der vollen AU am Günstigsten, da hier auf jeden Fall voller ALG1-Bezug, oder?
Aber was passiert dann, bekomme ich dann eine Aufforderung zur Antragstellung EMR? Ich kann den Antrag natürlich stellen, aber was ist mit dem ALG 1 wenn diese abgelehnt wird?
Und ich würde ja in der ganzen Zeit weiter AU-Bescheinigungen vom Arzt bekommen, die aber der AfA nicht vorlegen, der Krankenkasse aber schon, da ja mein Widerspruch gegen deren Einstellung des Krankengeldes weiter läuft. Das ist paradox, aber wohl nicht anders möglich?


Andere Möglichkeit die ich sehe:

2. Ich werde die AU nicht bis zum letzten Tag des möglichen Krankengeldbezuges verlängern lassen, sondern nur bis wenige Wochen vorher.
- Dann gehe ich "gesund" zur AfA, melde mich dort Arbeitssuchend, bekomme das ALG 1 und versuche irgendwie in der mir verbleibenden ALG 1 - Zeit einen Job zu finden den ich versuche durchzuhalten.
Vorteil hier: Ich habe keine Auseinandersetzung mit der AfA wegen des ALG1 und dessen Höhe, da ich ja dort "gesundet" auftauche und nicht durch Aussteuerung. Gibt es hier Nachteile außer das ich mir den Widerspruch gegen die KK verbaue, da ich keine AU-Bescheinigungen mehr habe?


Super Kompliziert das Ganze :/
Hoffe ihr könnt mir helfen!
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Alt 11.01.2017, 21:38   #2
Machts Sinn
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Machts Sinn Machts Sinn Machts Sinn Machts Sinn Machts Sinn Machts Sinn Machts Sinn
Standard AW: Aussteuerung steht bevor- EMR nicht sinnvoll - wie verhalten?

Zitat von Karla78 Beitrag anzeigen

Hoffe ihr könnt mir helfen!

Nicht ganz einfach, die Abgrenzung zwischen Hilfe und "Beihilfe" ....
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Alt 11.01.2017, 23:59   #3
Zwergin
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Zwergin Zwergin
Standard AW: Aussteuerung steht bevor- EMR nicht sinnvoll - wie verhalten?

1. Die Nahtlosigkeit überbrückt doch nur von Aussteuerung bis Bescheid von der DRV über Rente ja / nein eintrifft? Und sobald man als Nahtlosigkeitsfall kommt, wird auch sehr bald zur Stellung des Rentenantrages aufgefordert...

Und ansonsten würde ich sagen, immer bei der Wahrheit bleiben..... Es nützt dir nichts, wenn du irgendwelche Gutachter dazu bringst, dir etwas zu bescheinigen, was in deinem Zustand unrealistisch ist. Und ich denke, die merken das auch...


Wenn du dich gesund zurück meldest, musst du dann die Jobangebote , die dir gemacht werden auch annehmen oder läuft das bei ALG 1 anders?
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Alt 12.01.2017, 04:28   #4
Doppeloma
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Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma
Ausrufezeichen AW: Aussteuerung steht bevor- EMR nicht sinnvoll - wie verhalten?

Hallo Karla78,


Zitat:
In dem Jahr davor war ich schonmal für einige Monate AU, dazwischen aber wieder in ALG1-Bezug. Nun wurde mir die Einstellung des Krankengeldes in einigen Wochen angekündigt, da der ältere Krankenschein laut Krankenkasse zum aktuellen hinzugerechnet wird.
Wenn es sich um die gleiche Krankheit (gleicher Diagnosebereich) gehandelt hat dürfte das wohl seine Richtigkeit haben, bei der ersten Erkarnkung beginnt eine Blockfrist (3 Jahre) dafür, in der du Krankengeld für 78 Wochen beziehen kannst auf diese Diagnose.

Zitat:
Ich habe da auch schon Widerspruch eingelegt und werde dies weiter verfolgen. Allerdings kann es, nach meinen Recherchen, tatsächlich sein, das ich mit meinem Widerspruch scheitern werde.
Denke ich auch, dass der Widerspruch scheitern wird, denn es wird auch Lohnfortzahlung (6 Wochen vom AG) und die Leistungsfortzahlung der AfA mit einberechnet.

Zitat:
Ich rechner damit, das mir die Aussteuerung aus dem Krankengeld bevorsteht und ich habe keine Ahnung wie ich mich nun verhalten soll.
Auf der Bescheinigung der KK sollte ja angegeben sein, ab welchem Zeitpunkt das gerechnet wird ...
Zum Thema Aussteuerung findest du hier schon sehr viele Beiträge, bitte auch mal dort nachlesen ... hier mal einige Links in aktuelle Themen ... das konkrete Alter der Betroffenen ist dabei erst mal nebensächlich.

https://www.elo-forum.org/schwerbehi...losengeld.html

https://www.elo-forum.org/50/179157-...kk-ra-alg.html

https://www.elo-forum.org/alg/179224...hin-krank.html

Zitat:
Ich schätze meine Lage selbst so ein, das ich noch einige Monate krank sein werde. Ich hoffe aber dann auch wieder Arbeiten zu können. Zumindest in Teilzeit, eventuell aber auch Vollzeit.
Bist du mal in einer med. Reha gewesen, das wäre eine Möglichkeit statt EM-Rente zu beantragen, wenn man dich wirklich (vorerst) aus der Vermittlung nehmen würde ...
Dass du vielleicht nur Teilzeit arbeiten möchtest solltest du besser für dich behalten, dann kann dein ALGI auch auf Teilzeit-Vermittlung reduziert werden ...

Zitat:
In Bezug auf EMR glaube ich nicht, das diese bewilligt werden würde und selbst wenn: Mein Anspruch liegt irgendwo bei 200€ (bin noch recht jung). Diese Rente würde mir also quasi garnichts bringen, oder?
Ob die bewilligt wird ist dabei fast unwichtig, woher meinst du zu wissen, dass du um die 200 € bekommen würdest, jüngere Leute bekommen durch die "Hochrechnungen" (man wird fiktiv so gestellt, als hätte man bis zum 62. Lebensjahr das bisherige Durchschnittseinkommen weiter verdienen können) oft mehr als Ältere nach vielen Berufsjahren.

Zitat:
1. Ich melde mich bei der AfA mit der Info "Ausgesteuert"
- Ich sage, das ich, soweit mir gesundheitlich möglich, der Vermittlung zur Verfügung steht
- Ich werde voraussichtlich zum ÄD geschickt.
Das wirst du generell müssen und zum ÄD wird man dich auch schicken (oder nach Aktenlage begutachten) mehr dazu auch in den anderen Beiträgen, es ist vorgeschrieben dich vom ÄD begutachten zu lassen nach der Aussteuerung.

Man wird aber auch bei längerer AU (ohne Aussteuerung) lieber selbst prüfen wollen, ob du wirklich voll Erwerbsfähig vermittelt werden kannst ... das schon mal zu deinem 2. Gedankengang ...
Letztlich hat die AfA dann die Verantwortung dafür, dass man dir nur "zumutbare" VV machen darf ... im Rahmen deiner aktuellen gesundheitlichen Leistungsfähigkeit.

Zitat:
Der stellt fest:
--> ENTWEDER: Restleistungsvermögen weniger als 15 Stunden wöchentlich = 3 Stunden täglich für voraussichtlich mehr als sechs Monate -> Anspruch auf ALG 1 durch Nahtlosigkeitsregelung (ist das korrekt?)
Soweit korrekt aber trotzdem musst du dich IMMER mit deiner "Restleistungsfähigkeit" der Vermittlung zur Verfügung stellen (wollen) keine subjektive /fiktive Arbeitsbereitschaft = Kein ALGI ...

In diesem Falle wird man auch (schriftlich) einen Antrag auf Reha/ EM-Rente oder LTA an die DRV von dir einfordern, sonst erlischt der Anspruch auf ALGI nach § 145 SGB III ...

Zitat:
--> ODER Restleistungvermögen mehr als 15 Stunden wöchentlich -> Was passiert dann? Auch ALG 1 - Bezug da ja vermittelbar? Aber in der Höhe Abhängig vom Restleistungsvermögen (d.h. teilzeit oder vollzeit)?
Da du generell der Vermittlung zur Verfügung stehen MUSST, lässt du dich eben "vermitteln", wenn du kein ALGI einbüßen willst natürlich Vollzeit ... es steht dir ja frei dir selbst einen passenden Teilzeitarbeitsplatz zu suchen ... von der AfA wird sowieso NICHTS kommen ...

Dabei ist immer § 140 SGB III zu beachten, das gilt auch nach einer Aussteuerung aus dem Krankengeld.

§ 140 SGB III Zumutbare Beschäftigungen

Zitat:
Aber was passiert dann, bekomme ich dann eine Aufforderung zur Antragstellung EMR? Ich kann den Antrag natürlich stellen, aber was ist mit dem ALG 1 wenn diese abgelehnt wird?
Bitte lies dir dazu entsprechende Themen durch, wenn du Widerspruch einlegst (gegen die Renten-Ablehnung) ist in der Regel weiter zu zahlen, zumindest bis dein Anspruch bei der AfA abgelaufen ist ... das geht meist schneller als man denken würde ... nach 12 Monaten (höchstens) ist ja U 50 Schluss damit ...

Zitat:
Und ich würde ja in der ganzen Zeit weiter AU-Bescheinigungen vom Arzt bekommen, die aber der AfA nicht vorlegen, der Krankenkasse aber schon, da ja mein Widerspruch gegen deren Einstellung des Krankengeldes weiter läuft.
Das macht man in jedem Falle so, denn es ist wichtig falls man einen Antrag auf EM-Rente auch mal durchbringen will oder muss, wer nicht AU ist braucht sicher auch keine Rente wegen Erwerbsminderung ... ganz unabhängig davon wie der Widerspruch bei der KK enden wird.

Zitat:
Das ist paradox, aber wohl nicht anders möglich?
Das ist nicht paradox, in der Regel sind die Ausgesteuerten ja tatsächlich noch weiter Arbeits-UNFÄHIG (auf die ausgesteuerte Krankheit), es gibt ja durchaus auch noch welche die MIT Arbeitsplatz ausgesteuert werden, die müssten ja zur Arbeit gehen, wenn sie dann keine AU-Bescheinigung mehr nachweisen können.

Bei der AfA muss man sich aber trotzdem "mit den Resten" der Vermittlung zur Verfügung stellen und diese "Reste" dürfen (offiziell) nicht zur AU führen, darum KEINE AU an die AfA nach einer Aussteuerung aus dem Krankengeld.

Zitat:
- Dann gehe ich "gesund" zur AfA, melde mich dort Arbeitssuchend, bekomme das ALG 1 und versuche irgendwie in der mir verbleibenden ALG 1 - Zeit einen Job zu finden den ich versuche durchzuhalten.
Dass du dann "gesund" bist wird man bei der AfA selbst überprüfen wollen (siehe oben) und einen Job suchen kannst du dir doch auch bei Variante 1, da verstehe ich gerade deine Logik nicht ...

Wenn du wieder Arbeit findest und aufnimmst enden die Zahlungen von ALGI sofort, ganz gleich aus welchem Grund du dort Geld bezogen hast bis dahin.

Auch mit Anwendung der Nahtlosigkeit wird nicht länger / höher gezahlt als ohne ...

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
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Alt 23.01.2017, 13:16   #5
Karla78
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Karla78
Standard AW: Aussteuerung steht bevor- EMR nicht sinnvoll - wie verhalten?

Hallo und Entschuldigung für die lange Wartezeit bis zu meiner Antwort. Das ist grade alles etwas viel für mich und ich versuche durch den Behördendschungel zu gucken.

Vielen Dank Doppeloma für deine ausführliche Antwort und die Links, ich gehe jetzt mal nur auf die Stellen ein, die ich noch nicht verstanden habe:

Zitat:
Bist du mal in einer med. Reha gewesen, das wäre eine Möglichkeit statt EM-Rente zu beantragen, wenn man dich wirklich (vorerst) aus der Vermittlung nehmen würde ...
Ja, in Reha bin ich schon gewesen.

Zitat:
Ob die bewilligt wird ist dabei fast unwichtig, woher meinst du zu wissen, dass du um die 200 € bekommen würdest, jüngere Leute bekommen durch die "Hochrechnungen" (man wird fiktiv so gestellt, als hätte man bis zum 62. Lebensjahr das bisherige Durchschnittseinkommen weiter verdienen können) oft mehr als Ältere nach vielen Berufsjahren.
Was meinst du mit "ob die bewilligt wird ist dabei fast unwichtig"?
Ansonsten: Ich habe eine Kontenklärung machen nud dabei meinen EMR-Anspruch (falls die Rente heute anlaufen würde) berechnen lassen bei der DRV. Laut dem Bescheid liegt diese bei genannten rund 200€ bei voller EMR.

Also im Moment denke ich es wird so laufen:

- Ich werde weiterhin AU geschrieben von meinem Arzt

- Ich werde also ausgesteuert werden
-> Ich lege hiergegen Widerspruch bei der KK ein (das werde ich auf jeden Fall probieren, aber da mangels Aussicht auf Erfolg nur nebenbei).

- Ich melde mich alsbald bei der AfA, melde mich dort "ausgesteuert" und "mit Restleitungsvermögen zur Verfügung".
--> Hier meine Frage: Was teile ich der AfA mit, wenn der Mitarbeiter dort mich persönlich fragt, ob ich von meinem Arzt noch weiter AU geschrieben bin? Soll ich dem dann sagen, das ich dazu nix sage?

- Ich lass mich weiter alle paar Wochen von meinem Arzt AU schreiben
--> Wenn ich das richtig verstanden habe, bekommt die Bescheinigungen nur weiterhin die KK, aber nicht die AfA.

- Ich werde mich vom ÄD der AfA untersuchen lassen müssen (oder Beshceid nach Aktenlage)
--> Hier meine Frage (ein Fall den ich oben vergessen hatte): Was passiert bei Restleistungsvermögen weniger als 15 Stunden wöchentlich = 3 Stunden täglich für voraussichtlich WENIGER als sechs Monate -> Bekomme ich dann kein ALG1 mehr, da ja zur Zeit nicht vermittelbar und hab auch kein Anspruch auf Nahtlosigkeitsregelung? Stimmt das so?


Ein erneutes großes Dankeschön! :)
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Alt 23.01.2017, 16:01   #6
Karla78
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Karla78
Standard AW: Aussteuerung steht bevor- EMR nicht sinnvoll - wie verhalten?

Ich muss nochmal was dranhängen. Das ist ja unglaublich komplex und die Infos im Netz auch sehr verstreut. Also was ich nun glaube herausgefunden zu haben ist, das wenn ich mit meinem Aussteuerungsbescheid bei der AfA auftauche, eine der folgende Möglichkeiten passieren wird:

- ÄD sagt, ich bin voraussichtlich LÄNGER als 6 Monate nicht mehr in der Lage mehr als 3 Stunden pro Tag zu arbeiten. Resultat: Nach Nahtlosigkeitsregelung bekomme ich ALG 1 und werde sehr wahrscheinlich aufgefordert einen Rentenantrag zu stellen. Das ALG 1 muss weitergezahlt werden bis entgültig über den Rentenantrag (inklusive Widerspruch) entschieden ist. Sollte der Rentenantrag abgeleht werden weiß man nicht so genau was passiert, manchmal wird ALG 1 nach Nahtlosigkeit doch weiter gezahlt, in anderen Fällen wird die Weiterzahl abgelehnt (auch rückwirkend?). Aber wahrscheinlich läuft das ALG1 eh aus, bevor der Rentenantrag entschieden ist.

- ÄD sagt, ich bin voraussichtlich WENIGER als 6 Monate nicht mehr in der Lage mehr als 3 Stunden zu arbeiten. Resulatet: Ich bekomme kein ALG 1, da nicht vermittlungsfähig aber auch nicht in Nahtlosigkeitsregelung. Das heißt ihc kann nur noch Harz4 beantragen.

- ÄD sagt, ich bin fähig 3-6 Stunden am Tag zu arbeiten. Resultat: Ich bekomme "normales" ALG 1, allerdings NUR einen Teil und nicht das volle ALG 1. Bemühungen um Job müssen wahrscheinlich folgen.

- ÄD sagt, ich bin fähig mehr als 6 Stunden am Tag zu arbeiten. Resultat: Ich bekomme "normales" ALG 1 voll. Bemühungen um Job müssen wahrscheinlich folgen.

Ist das denn soweit korrekt?

Und gibt es noch weitere Möglichkeiten die ich noch nicht gesehen hab?
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Alt 23.01.2017, 22:02   #7
saurbier
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saurbier saurbier saurbier saurbier saurbier saurbier saurbier saurbier saurbier saurbier
Standard AW: Aussteuerung steht bevor- EMR nicht sinnvoll - wie verhalten?

Also Doppeloma hat ja vieles bereits geschrieben.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, daß wenn du dich jetzt als bei der KK ausgesteuerter meldest, die AfA dich zum äD-Gutachten schicken wird. Das dauert aber auch seine Zeit.

Was der Gutachter dort dann feststellt ist für die SB der AfA hinsichtlich der Vermittlungstätigkeit relevant im Bezug auf eventuelle Arbeitsangebote.

Sollte dich der Gutachter für mehr als 6 Monate unter 3 Std./tägl. einstufen, dann wirst du von der AfA dazu aufgefordert werden einen EMR-Antrag zu stellen.

Sollte hingegen tatsächlich herauskommen das du weniger als 6 Monate unter 3Std./tägl. arbeitsfähig wärst, dann würdest du auch von der AfA dein ALG-I erhalten, denn du hast dich ja im Gesundheitsbogen mit deinem Restleistungsvermögen zur Vermittlung zur Verfügung gestellt.

As meiner Sicht wäre für dich sofern du dich ja selbst nach dem Auslaufen des KG noch längere Zeit als AU ansiehst der bessere Weg, zumindest mal einen Antrag bei der DRV auf EMR zu stellen.

Du solltest dabei nicht immer gleich von einer vollen EMR ausgehen.

Die DRV kann auch eine zeitlich befristete Rente aussprechen, sowohl bei der Teil-EMR als auch bei der vollen EMR.

Dies hätte dann für dich zumindest mal den Vorteil (immer vorausgesetzt die DRV sieht dich überhaupt so Krank unter Berücksichtigung auf deinen Rehabefund), daß du dich auskurieren könntest.

Genauso kannst du auch als EMR jederzeit eine vollschichtige Beschäftigung aufnehmen, dann würde allerdings deine Rente gekürzt bzw. vollständig aufgehoben. Eben weil du ja wieder gesund bist bzw. gesund genug für eine vollschichtige Beschäftigung.

Am Rande steht aber doch die Frage, wieso du in deinen jungen Jahren nur einen Anspruch auf ca. 200,-€ Rente haben sollst. Wir haben hier schon junge Hilfesuchende gehabt die sogar weit mehr Rente bekamen als ich, denn wie Doppeloma schon ausführte, wird die Rente ja so hoch gerechnet als wenn du bis zum regulären Renteneintritt voll gearbeitet hättest abzgl. natürlich der 10,8%.

Ein Rentenrechner um die Rentenauskunft der DRV mal gegenzuprüfen wäre z.B. hier: Rentenrechner Rente berechnen Berechnung gesetzliche Rentenversicherung Deutschland und der kommt einiger Maßen hin.


Grüße saurbier
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Alt 24.01.2017, 09:33   #8
liesa
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Standard AW: Aussteuerung steht bevor- EMR nicht sinnvoll - wie verhalten?

Hallo saurbier,


es wird ja kein Einkommen hochgerechnet sondern die Entgeltpunkte die man im Laufe seines Lebens erwirtschaftet hat, das bringen die meisten durcheinander...

Selbiges hat mir mal Rübennase anschaulich erklärt weil ich nämlich auch eine geringe EM-Rente bekomme und immer gedacht hatte warum bei mir dann solch eine (geringe) Summe dasteht wenn "hochgerechnet" wird...

Für einen Entgeltpunkt braucht man ein jährliches Einkommen von ca. 40000 Euro. (bemisst sich am Durchschnittseinkommen) Danach errechnet sich die Rentenhöhe. Monatliche Rentenhöhe = Entgeltpunkte x Zugangsfaktor x Aktueller Rentenwert x Rentenfaktor...

Beispiel: 1 Jahr lang 40000 Euro verdient, dann in EM Rente gehen wenn man vorher 20 Jahre nix eingezahlt hat wären in dem Fall 20 x 0 + 1. Das geteilt durch 21 Jahre ergibt ganze 0,04 Entgeltpunkte.

Und diese werden dann hochgerechnet bis zum 62 Lebensjahr. Also bei einem 40 jährigen mal 22. Das macht dann gerade mal einen Entgeltpunkt mit ca. 30 Euro Rente...



liesa
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Alt 24.01.2017, 14:20   #9
saurbier
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Standard AW: Aussteuerung steht bevor- EMR nicht sinnvoll - wie verhalten?

Hallo liesa,

wo habe ich das geschrieben:

Zitat:
es wird ja kein Einkommen hochgerechnet
Ich habe Karla78 einen Rechner anhand gegeben, womit sie grob einen Rentenanspruch nachrechnen kann!

Und zu deinen Ausführungen, ja es werden die Rentenendgeldpunkte bis zum Rentenbeginn zusammen gerechnet, dazu zählen dann aber auch noch die Ausbildungszeit und Krankenzeiten sowie ALG-I Bezugszeiten, zu denen dann aber die Zurechnungszeit bis zum 62. Lebensjahr aus dem Durchschnitt des bisherigen Endgeldeckpunktes hinzugerechnet wird. Auch wenn die mit einem geringeren Punktwert berechnet werden.

Es ist ja auch nur eine grobe Einschätzung.

Irgendwie kann deine Berechnung leider nicht aufgehen, denn wenn hier 20 jahre nichts eigezahlt wurde weil keine Rentenpflicht bestand, kann auch nichts berechnet werden. Die Rentenversicherung kann nur Werte berücksichtigen für die Pflichtbeiträge bzw. Beitragsfreie- oder Beitragsgeminderte Zeiten aufgeführt sind oder Ausbildungszeiten. Wenn jetzt erstmalig in der Rentenversicherung ein Einkommen zugrunde liegt, dann ist dies die Berechnungsgrundlage auf die alles aufbaut eben auch die Zurechnungszeit bis zum 62. Lebensjahr. Genau das aber würde eine viel bessere Rente ergeben.

Die Frage wäre hier rein Hypothetisch also 1. wie Alt ist der TE, 2. wann begann die Ausbildung, 3. wann fing er an zu arbeiten und damit volle Pflichtbeiträge in die DRV zu zahlen.

Genau das aber kann er für sich im kleinen Kämmerlein mit dem von mir verweisten Rentenrechner ausrechnen. Dazu auch die notwendigen Renteneckpunkte. Es wäre alles vorhanden.

Bei lediglich 200,-€ Rentenanspruch kämen für mich nur nachfolgende Fakten in Betracht:
1. viel zu geringes Durchschnittseinkommen
2. oder zwischenzeitliche Selbstständigkeit ohne Pflichtbeiträge

Das aber sind eher spekulationen außerhalb der eigentlichen Frage des TE.


Grüße saurbier
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Alt 24.01.2017, 14:45   #10
AndreasB
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Zitat von saurbier Beitrag anzeigen
Irgendwie kann deine Berechnung leider nicht aufgehen, denn wenn hier 20 jahre nichts eigezahlt wurde weil keine Rentenpflicht bestand, kann auch nichts berechnet werden. Die Rentenversicherung kann nur Werte berücksichtigen für die Pflichtbeiträge bzw. Beitragsfreie- oder Beitragsgeminderte Zeiten aufgeführt sind oder Ausbildungszeiten.
Die Rentenversicherung berücksichtigt alle Zeiten ab dem 17. Lebensjahr. Wenn es dabei Zeiten gibt, für die keine Versicherungspflicht bestand, dann werden diese trotzdem für die Ermittlung des Durchschnittswertes berücksichtigt. Aus diesem Grund gibt es ja auch die Möglichkeit freiwillige Beiträge zu entrichten. Auch kann man bis zum 45. Lebensjahr Beiträge für Ausbildungszeiten nachträglich zahlen.

Das Beispiel ist also vom Prinzip her korrekt.
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Alt 25.01.2017, 06:52   #11
DieElla
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Zitat von saurbier Beitrag anzeigen
Sollte hingegen tatsächlich herauskommen das du weniger als 6 Monate unter 3Std./tägl. arbeitsfähig wärst, dann würdest du auch von der AfA dein ALG-I erhalten, denn du hast dich ja im Gesundheitsbogen mit deinem Restleistungsvermögen zur Vermittlung zur Verfügung gestellt.
Wie sieht es denn in dem Fall mit der Höhe der ALG 1 Leistungen aus. Werden die auf die Leistungsfähigkeit gekürzt oder bleiben die in voller Höhe. Bei unter 3 Stunden ist mir das ja klar aber in dem Fall das man zwischen 3-6 Stunden leistungsfähig eingestuft wird nicht.
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Alt 25.01.2017, 08:59   #12
AndreasB
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Standard AW: Aussteuerung steht bevor- EMR nicht sinnvoll - wie verhalten?

Zitat von DieElla Beitrag anzeigen
Wie sieht es denn in dem Fall mit der Höhe der ALG 1 Leistungen aus. Werden die auf die Leistungsfähigkeit gekürzt oder bleiben die in voller Höhe.
§ 151 SGB III
Zitat:
(5) Ist die oder der Arbeitslose nicht mehr bereit oder in der Lage, die im Bemessungszeitraum durchschnittlich auf die Woche entfallende Zahl von Arbeitsstunden zu leisten, vermindert sich das Bemessungsentgelt für die Zeit der Einschränkung entsprechend dem Verhältnis der Zahl der durchschnittlichen regelmäßigen wöchentlichen Arbeitsstunden, die die oder der Arbeitslose künftig leisten will oder kann, zu der Zahl der durchschnittlich auf die Woche entfallenden Arbeitsstunden im Bemessungszeitraum.
Man sollte daher vermeiden von sich aus anzugeben, dass man nicht in der Lage oder gewillt ist Vollzeit zu arbeiten.

Mir ist kein Fall bekannt, bei dem die Agentur für Arbeit nur teilweise Erwerbsfähigkeit festgestellt und entsprechend das ALG I reduziert hat. Auch konnte ich kein entsprechendes Gerichtsurteil finden.
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Alt 25.01.2017, 21:27   #13
saurbier
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Hallo AndreasB,

dann schaue bitte mal beim Rentenrechner vorbei.

Gib da mal heute 40.000,-€ Jahresgehalt ein bei einem Geburtsdatum 1970 und bisher 3 Renteneckpunkten.

Na was mag da wohl heraus kommen.

Tja, irgendwie schon komisch das man dann mit 67 einen Rentenanspruch von 961,-€ haben soll.

Irgendwie scheint es wohl so zu sein, daß da auf das letzte Einkommen und den bisher erwirtschafteten 3 Renteneckpunkten hoch gerechnet wird, wohl nichts anderes als die Rentenkasse es ja auch mit der EMR macht - hoch rechnen auf das 62. Lebensjahr -.

Das jetzt erst ab dem 17. Lebensjahr berechnet wird ist einer Rentenreform zu verdanken, deshalb werden/wurden meine Lehrjahre (ab 13 1/2) ja auch nicht mehr voll berechnet. So kann man dann auch die Rente senken, denn mein Jahrgang fing nicht erst wie heute mit 18 oder die Studierten gar mit 25 und später an zu arbeiten. Aber das ist ein anderes Thema!


Gruß saurbier
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Alt 26.01.2017, 02:22   #14
AndreasB
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Standard AW: Aussteuerung steht bevor- EMR nicht sinnvoll - wie verhalten?

Zitat von saurbier Beitrag anzeigen
Gib da mal heute 40.000,-€ Jahresgehalt ein bei einem Geburtsdatum 1970 und bisher 3 Renteneckpunkten.

Na was mag da wohl heraus kommen.

Tja, irgendwie schon komisch das man dann mit 67 einen Rentenanspruch von 961,-€ haben soll.
Was ist daran komisch? Bei 40000 € Jahresgehalt kommt man knapp auf 1,1 Entgeltpunkte pro Jahr. Das über 20 Jahre aufsummiert macht 22 Entgeltpunkte. Dazu die 3 bereits vorhandenen Entgeltpunkte addiert macht 25 Entgeltpunkte.
Das wäre im Jahr 2017 eine Rente von 31,11 € * 25 = 777,75 €. Der Rentenrechner kalkuliert dazu jährlich eine Rentensteigerung von 1,1 % das macht nach 20 Jahren 967,97 €. Wenn man davon ausgeht, dass die 1,1 Entgeltpunkte / Jahr von mir gerundet waren, stimmt das ziemlich gut überein ...

Zitat von saurbier Beitrag anzeigen
Irgendwie scheint es wohl so zu sein, daß da auf das letzte Einkommen und den bisher erwirtschafteten 3 Renteneckpunkten hoch gerechnet wird, wohl nichts anderes als die Rentenkasse es ja auch mit der EMR macht - hoch rechnen auf das 62. Lebensjahr -.
Das sind zwei grundsätzlich verschiedene Dinge.

Der Rentenrechner kalkuliert, dass man bis zur Rente in Arbeit bleibt, mit kontinuierlich steigendem Lohn. Der berechnet nur, wieviele EP der Betreffende dann bis zur Rente noch erreichen kann.

Bei der EM-Rente dagegen wird der bisherige Durchschnitt an Entgeltpunkte / Jahr genommen und dann bis 62 hochgerechnet. Deswegen ist der Rentenrechner für eine EM-Rente nicht zu gebrauchen.

Hier gibt es übrigens einen Rentenrechner, der auch die Rente bei Erwerbsminderung kalkuliert:
Renten-Rechner 2017
Ich habe da mal den folgenden Fall eingegeben:
1970 geboren
6 Jahre Ausbildung nach dem 17 Lebensjahr
2016 Eintritt ins Berufsleben
3300 € Monatsgehalt (12 Monatsgehälter, macht also 39600 € Jahresgehalt)
10 Jahre ohne Beiträge

Das ergibt eine volle Erwerbsminderungsrente von 217 €
(Das Beispiel von liesa lässt sich nicht 100%ig eingeben, da man 5 Beitragsjahre benötigt, um einen Anspruch auf EM-Rente zu haben.)
AndreasB ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.01.2017, 09:19   #15
liesa
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liesa Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Aussteuerung steht bevor- EMR nicht sinnvoll - wie verhalten?

Je später man (vom erreichten Lebensalter in Verbindung mit dem tatsächlichen Erwerbsleben) eine EM-Rente zuerkannt bekommt ist der "fiktive" Anteil (Zurechnungszeit) in der EM-Rente immer niedriger denn die Rente basiert dann weitgehend auf den "echten" Beiträgen. (Zitat von Experten-Antwort im ihre-vorsorge.de Forum)



liesa
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Alt 26.01.2017, 12:30   #16
Matricaria
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Matricaria Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Aussteuerung steht bevor- EMR nicht sinnvoll - wie verhalten?

Hey,
will nicht lange stören, ich wollte nur einwerfen, dass ich aus meiner Erfahrung da ja irgendwie nichts auf diese Rentenauskunft gebe, da es bei mir und auch bei zwei, drei Leuten die ich kenne, dann ganz andere Beträge ergab als man dort genannt bekam.
Ich bin Jahrgang 1982. Ich habe eine Ausbildung von 2001 bis 2004 gemacht und 2008/2009 16 Monate 1 Eurojobs, ansonsten habe ich noch nie gearbeitet (da ich schon seit 1995 krank bin). 2011 bekam ich die EMRente bewilligt, rückwirkend ab 2008 (weil ich da schon mal einen Rentenantra gestellt hatte der abgelehnt worden war). Als ich die Rente beantragte besagte die Rentenauskunft , mein Anspruch wäre um die 200 Euro Und was ist? Ich erhalte 590 Euro Rente. Nach zweimaliger Verlängerung gab es dann auch die unbefristete . Gut, man muss noch die letzten Rentenerhöhungen miteinrechnen, aber über 500 waren es immer. Wie dieser Betrag zustande kam weiss ich bis heute nicht, da ich gedacht hätte, dass man nicht viel bekommt, wenn man nie großartig gearbeitet hat und weil diese Rentenauskunft eben was ganz anderes sagte.

Alles Gute Karla.
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Alt 26.01.2017, 12:57   #17
AndreasB
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AndreasB Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Aussteuerung steht bevor- EMR nicht sinnvoll - wie verhalten?

Zitat von Matricaria Beitrag anzeigen
Hey,
Wie dieser Betrag zustande kam weiss ich bis heute nicht, da ich gedacht hätte, dass man nicht viel bekommt, wenn man nie großartig gearbeitet hat und weil diese Rentenauskunft eben was ganz anderes sagte.
Wie dieser Betrag zustande kommt, müsste eigentlich im Rentenbescheid stehen. Wenn Du den anonymisiert einstellen würdest, könnte ich versuchen es Dir zu erklären.

Ansonsten lässt Deine Schilderung zu viele Fragen offen, als dass man eine Aussage dazu tätigen kann. Zum Beispiel wäre die Frage, ob während der Ausbildung Beiträge an die DRV gezahlt wurden. Oder was war zwischen 2004 und 2008 ...

Rentenauskünfte können nur so gut sein, wie die bei der DRV vorliegenden Informationen. Bei mir machte der Unterschied vor/nach Kontenklärung etwa 300 € aus.
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Alt 26.01.2017, 13:10   #18
liesa
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liesa Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Aussteuerung steht bevor- EMR nicht sinnvoll - wie verhalten?

Ja das ist eben das komplizierte weil eine EM-Rente sehr komplex berechnet wird und bei jedem individuell zu ermitteln ist, da kann man eben keine Verallgemeinerungen oder Vergleiche treffen...


Bei mir zB in der damaligen DDR mit dementsprechendem Verdienst (die meisten hatten unter 1000 DDR-Mark, eher so um die 600 bis 800) kann nix groß rum kommen...



liesa
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Alt 26.01.2017, 13:13   #19
Matricaria
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Matricaria Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
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Danke dir,aber mir ist ja gar nicht wichtig wie der Betrag zustande komnt, hauptsache ist, dass ich es bekomme ;-). Also 2004 bis 2008 habe ich nichts gemacht, war viel im Krankenhaus oder eben daheim und bekam AlGII. Also ich denke schon,dass in meiner Ausbildung Rentenbeiträge gezahlt wurden, war bei einer öffentlichen Behörde.

Wollte ja gar nicht mitdiskutieren, wollte einfach nur mitteilen,dass man sich nicht ausschließlkch auf die Rentenauskunft verlassen darf.
Das war's schon.
Alles Gute.
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