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Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 08.09.2016, 14:59   #1
Apfelschorle1
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Registriert seit: 08.09.2016
Beiträge: 14
Apfelschorle1
Standard Übergang von der EU-Rente wieder ins Arbeitsleben

Hallo ich bin neu hier und weiß nicht so recht in welche Kategorie mein Anliegen passt.

Ich bin froh, dass ich wieder Lust und Ziele im Leben habe, zweifel aber ob ich das alles so umsetzen kann. Zeitdruck habe ich nicht, aber ich möchte vorsorglich alles was ich beeinflussen kann planen, damit ein möglichst reibungsloser Übergang ins Arbeitsleben stattfinden kann.
Habe das Gefühl etwas bei der Planung dazu zu vergessen.

Kurz zu mir:
- derzeit volle EU-Rente befristet bis zum 30.9.2017 (also fast noch 1 Jahr)
- 25 und gelernter Bürokaufmann
- Arbeitsvertrag scheint nur zu ruhen, also noch zu bestehen
- vor 1,5 Jahren vom Dorf in die Stadt gezogen (während der Erkrankung)
- kein Führerschein

Ich merke, dass es mir langsam besser geht und ich beginne Pläne zu machen:
Ich möchte wenn möglich 2017 wieder arbeiten, allerdings nicht bei meinem Arbeitgeber und auch nicht mehr im Büro.
Als Schüler war ich fast 4 Jahre im Einzelhandel tätig und dies hat mir Spaß gemacht. Auf jedenfall sollte auch körperliche Arbeit anfallen.
Auch fühle ich mich in der Stadt nicht wohl und möchte zurück in mein Heimatdorf oder Umgebung, wo Freunde/Bekannte und Vereine in denen ich Mitglied bin sind.
Dort fahren Busse jede Std. und dies reichte mir bislang meistens auch.

Dies ist keine direkte Frage, sondern ich möchte gerne wissen was bei dem Übergang wichtig ist und nicht vergessen/versaut werden darf.
Über Tipps, Ratschläge, Hinweise würde ich mich freuen.
Wenn ihr mehr Infos braucht einfach melden. Ich habe das sehr kurz Zusammengefasst.
Apfelschorle1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.09.2016, 01:37   #2
Doppeloma
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Registriert seit: 30.11.2009
Ort: Insel Rügen
Beiträge: 9.329
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Ausrufezeichen AW: Übergang von der EU-Rente wieder ins Arbeitsleben

Hallo Apfelschorle1,

ist schon in Ordnung und passt auch hier rein, zunächst mal herzlich Willkommen im ELO-Forum ...

Zitat:
Ich bin froh, dass ich wieder Lust und Ziele im Leben habe, zweifel aber ob ich das alles so umsetzen kann. Zeitdruck habe ich nicht, aber ich möchte vorsorglich alles was ich beeinflussen kann planen, damit ein möglichst reibungsloser Übergang ins Arbeitsleben stattfinden kann.
Habe das Gefühl etwas bei der Planung dazu zu vergessen.
Vielleicht solltest du bei deiner Planung versuchen nicht von "Null" auf 100 % Berufstätigkeit durchstarten zu wollen ???
Ich finde es sehr gut, dass du dir rechtzeitig Gedanken darum machst und es ist ja sehr wichtig, dass du selbst das Gefühl hast wieder belastbarer zu sein ... nur sollte man es nicht direkt wieder "übertreiben" ...

Zitat:
- derzeit volle EU-Rente befristet bis zum 30.9.2017 (also fast noch 1 Jahr)
- 25 und gelernter Bürokaufmann
Zur vollen Rente wegen EM (Erwerbs-Minderung, EU-Rente gibt es schon seit 2001 nicht mehr) darfst du ja einen Minijob ausüben, und ein Einkommen bis 450 € im Monat zusätzlich zur Rente (unschädlich) verdienen.

Das ist der DRV zwar mitzuteilen aber das wäre ja kein großes Problem, wenn du ohnehin vor hast wieder Berufstätig zu sein, nach Ablauf der aktuellen Befristung.

Zitat:
- Arbeitsvertrag scheint nur zu ruhen, also noch zu bestehen
Das zumindest solltest du ja genau wissen, wenn es keine Kündigung gab von dir oder dem AG, dann "ruht" das Arbeitsverhältnis und wenn du eine andere Tätigkeit aufnehmen kannst / willst (über Mini-Job hinaus), dann ist dieses Arbeitsverhältnis zunächst von dir zu kündigen gemäß dem gültigen Arbeitsvertrag.

Das solltest du aber erst tun, wenn du eine andere Stelle auch sicher "in der Tasche hast", wenigstens Versicherungspflichtig für Teilzeit ... ob das dann finanziell reichen kann möchte ich jetzt nicht beurteilen, das hängt von vielen weiteren persönlichen Bedingungen bei dir ab.

Zitat:
- vor 1,5 Jahren vom Dorf in die Stadt gezogen (während der Erkrankung)
- kein Führerschein
Den Führerschein kannst du ja noch machen, aber für die Stellensuche dürfte dein Wohnort in der Stadt sicher besser geeignet sein als auf dem Lande, glaube nicht, dass es auf dem Dorf so viele Möglichkeiten gibt im Einzelhandel zu arbeiten.

Welche Richtung schwebt dir da so vor, deine Ausbildung kann dir dabei durchaus auch nützlich sein ... in kleineren Geschäften wird man vielleicht gerne auf deine Kenntnisse im Bereich Buchführung zurück greifen ...

Gerade die Einzelhändler suchen ja oft auch "Mini-Jobber" zur Regal-Bestückung usw. das dürfte nicht schwer sein da einen Einstieg zu finden und zu probieren, ob das für dich machbar ist auf die Dauer.

Dafür musst du auch dein Arbeitsverhältnis noch nicht kündigen, einen solchen Nebenjob darf man in der Regel auch neben einer Vollzeit-Tätigkeit ausüben.

Zitat:
Ich merke, dass es mir langsam besser geht und ich beginne Pläne zu machen:
Ich möchte wenn möglich 2017 wieder arbeiten, allerdings nicht bei meinem Arbeitgeber und auch nicht mehr im Büro.
Finde das echt toll und du solltest das sehr bald mal angehen, damit dir noch Zeit bleibt dich da auszutesten, ob es wirklich so gut funktioniert und auch die Richtung ist, die du suchst.

Wenn du dich gut einarbeitest, kann es da durchaus Perspektiven auf mehr Verantwortung und mehr Arbeitszeit geben, für die Zeit wo deine Rente dann nicht mehr gezahlt wird ...

Zitat:
Auch fühle ich mich in der Stadt nicht wohl und möchte zurück in mein Heimatdorf oder Umgebung, wo Freunde/Bekannte und Vereine in denen ich Mitglied bin sind.
Dort fahren Busse jede Std. und dies reichte mir bislang meistens auch.
Ob das mit längerer Arbeitszeit im Einzelhandel dann auch noch so gut geht kann ich nicht beurteilen, denn die Geschäfte haben vielfach inzwischen bis 20/ 21 / oder sogar 22 Uhr geöffnet von Montag bis Samstag ...

Hier bei uns in einer Urlaubsregion (Rügen), sind über die Saison sogar viele Geschäfte am Sonntag - Nachmittag geöffnet (Lebensmittel / Kaufhäuser usw.) ob das dann auch noch klappt mit dem Bus ???

Zitat:
Dies ist keine direkte Frage, sondern ich möchte gerne wissen was bei dem Übergang wichtig ist und nicht vergessen/versaut werden darf.
Über Tipps, Ratschläge, Hinweise würde ich mich freuen.
Viel "versauen" kannst du dir dabei nicht, wenn du klar kommst mit regelmäßiger Berufstätigkeit, dann stellst du einfach keinen Verlängerungs-Antrag mehr und die EM-Rente läuft "planmäßig" aus.

Stellst du fest, dass es doch nur ein paar Stunden geht, beantragst du rechtzeitig die Verlängerung und lässt dich überraschen wie die DRV das einordnen wird, vielleicht "stuft" man das ja zur Teilweisen EM-Rente runter und du bekommst noch 50 % der bisherigen Rente weiter gezahlt ...

Dazu darfst du dann in einem (versicherungspflichtigen)Teilzeit-Job auch mehr als 450 € im Monat verdienen ... die persönliche Grenze teilt man dir dann im Bescheid mit.

Es gibt da durchaus gute Möglichkeiten, deine Pläne umzusetzen, du solltest nicht zu spät damit anfangen und zunächst unter 3 Stunden täglich bleiben ... ab 15 Stunden in der Woche gilt es bereits als Teilzeitarbeit rein gesetzlich (und rentenrechtlich) gesehen ...

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
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Alt 09.09.2016, 11:05   #3
Apfelschorle1
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Beiträge: 14
Apfelschorle1
Standard AW: Übergang von der EU-Rente wieder ins Arbeitsleben

Hallo Doppeloma,

vielen Dank für deine nette Antwort.
Was ich noch vergessen habe zu sagen: Ich beziehe derzeit auch Geld von meiner privaten BU-Versicherung. Aber da müsste ich mich bei Arbeitsaufnahme wahrscheinlich auch nur melden und dann wird die Zahlung eingestellt?


Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Vielleicht solltest du bei deiner Planung versuchen nicht von "Null" auf 100 % Berufstätigkeit durchstarten zu wollen ???
Ich finde es sehr gut, dass du dir rechtzeitig Gedanken darum machst und es ist ja sehr wichtig, dass du selbst das Gefühl hast wieder belastbarer zu sein ... nur sollte man es nicht direkt wieder "übertreiben" ...
Das ist ein Problem, sobald es mir leicht besser geht, habe ich 1000 Pläne und will das alles sofort umsetzen...einfach weil 3 Jahre alles liegenblieb und ich meine etwas aufholen zu müssen.
Ich bin erst seit wenigen Wochen medikamentfrei (abgesetzt nach 2,5 Jahren, hatte viele Nebenwirkungen und hat nichts besser gemacht) und jetzt bin ich nicht mehr den ganzen Tag schläfrig und habe sogar wieder positive Gedanken und Ziele.
Ich schlafe derzeit 8 Std. mit Medis waren es 12-13Std. Da ist auf einmal wieder so viel Zeit...

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Das zumindest solltest du ja genau wissen, wenn es keine Kündigung gab von dir oder dem AG, dann "ruht" das Arbeitsverhältnis und wenn du eine andere Tätigkeit aufnehmen kannst / willst (über Mini-Job hinaus), dann ist dieses Arbeitsverhältnis zunächst von dir zu kündigen gemäß dem gültigen Arbeitsvertrag.

Das solltest du aber erst tun, wenn du eine andere Stelle auch sicher "in der Tasche hast", wenigstens Versicherungspflichtig für Teilzeit ... ob das dann finanziell reichen kann möchte ich jetzt nicht beurteilen, das hängt von vielen weiteren persönlichen Bedingungen bei dir ab.
Es gab keine Kündigung weder vom AG noch von mir.
Ich habe noch mal in meinen Arbeitsvertrag geschaut. Dort steht das Arbeitsverhältnis endet automatisch bei Bewilligung einer unbefristeten EM-Rente. Ist ja auch nicht gegeben.

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Den Führerschein kannst du ja noch machen, aber für die Stellensuche dürfte dein Wohnort in der Stadt sicher besser geeignet sein als auf dem Lande, glaube nicht, dass es auf dem Dorf so viele Möglichkeiten gibt im Einzelhandel zu arbeiten.
Den Führerschein hatte ich schon und habe ihn wegen einer Partynacht verloren.
MPU schon versucht, aber wurde nichts. Scheiterte nicht am Alkohol (Abstinenznachweis war vorhanden und ich trinke auch nichts), sondern an der psychischen Erkrankung.
Der Versuch hat viel Zeit und Geld gekostet und die Motivation nochmal neu anzufangen liegt derzeit bei 0. Abstinenznachweis muss komplett neu erbracht werden weil der alte zu alt ist. Heißt alleine wieder 1 Jahr Urinproben abgeben.

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Welche Richtung schwebt dir da so vor, deine Ausbildung kann dir dabei durchaus auch nützlich sein ... in kleineren Geschäften wird man vielleicht gerne auf deine Kenntnisse im Bereich Buchführung zurück greifen ...
Ich war 4 Jahre im Getränkemarkt. Ich kann mir aber auch andere Sachen vorstellen.
Mir ist körperliche Arbeit wichtig und das es (vorläufig) ohne Führerschein machbar ist.
Das Geld ist nur in sofern wichtig, dass es zum Leben reichen muss.
Am Anfang des Berufslebens hatte ich nur Geld im Kopf, jetzt möchte ich Gesundheit, Zufriedenheit und Freude.

Bei uns gibt es auf dem Dorf mit Umgebung genug Möglichkeiten zu arbeiten.
Davon abgesehen käme die Wohnung mindestens 200€/Monat günstiger und ich bin wieder in meiner gewohnten Umgebung.
Vertraute Umgebung und Wohlfühlen sind für mich sehr wichtig und geben mir Kraft.
Hier in der Stadt werde ich nicht warm.
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Alt 11.09.2016, 13:23   #4
Tica
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Standard AW: Übergang von der EU-Rente wieder ins Arbeitsleben

Doppeloma hat Recht. Versuch es erstmal halbtags. Gleich voll einsteigen kann nach hinten losgehen. Und dann wieder Rente zu bekommen....
Du wirst sicher nicht nur eine Verbesserung deiner Gesundheit durch die Medikamente, sondern auch durch die "Ruhe" und "nicht Gedanken machen müssen, da Einkommen" haben.

Wenn es wirklich wieder klappt bei dir mit arbeiten und wohlfühlen, freut mich das sehr für dich. Genieße es.
Tica ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.09.2016, 01:02   #5
Apfelschorle1
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Apfelschorle1
Standard AW: Übergang von der EU-Rente wieder ins Arbeitsleben

Zitat von Tica Beitrag anzeigen
Doppeloma hat Recht. Versuch es erstmal halbtags. Gleich voll einsteigen kann nach hinten losgehen. Und dann wieder Rente zu bekommen....
Also du meinst es hat ein gewisses Risiko, weil zurück in die Rente nicht so leicht wird?
Muss ich mir also gut überlegen, aber ich möchte wieder.
Von anderen abhängig sein gefällt mir gar nicht und ist nur zu ertragen wenn es nicht anders geht.
Also erstmal langsam machen.(450 zum Testen-->halbtags)
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Alt 12.09.2016, 06:23   #6
Tica
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Standard AW: Übergang von der EU-Rente wieder ins Arbeitsleben

Wie leicht es mit einer Neubeantragung der Rente würde, weiß man nicht. Was man hat, das hat man eben.

Mit 25 bist Du natürlich noch sehr "jung". Ich war wenigsten 36. Aber selbst da war ich noch in einem Alter, wo das anfreunden, geschweige denn abfinden mit dieser Situation nicht einfach ist.

A b e r, Du hast ja geschrieben dir geht es wieder besser. Das ist schön. Aber man weiß nie wie lange es anhält und ob Du unter Dauerbelastung nicht einen Rückfall erleidest.
Es sei denn, Du bekommst einen super coolen, nicht so anstrengenden Job auf laaaange Sicht.

Geh es langsam an und viel Glück!
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Alt 12.09.2016, 10:02   #7
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Apfelschorle1
Standard AW: Übergang von der EU-Rente wieder ins Arbeitsleben

Ich danke dir für deine lieben Antworten.

Es geht mir besser, aber vielleicht ist das auch nur anfängliche Euphorie weil jetzt die Medikamente seit 3 Wochen weg sind, ich tagsüber nicht mehr schläfrig bin etc.
3 Wochen ist ja jetzt nicht wirklich lange

Auf Dauer gibt es ja nur 2 Möglichkeiten:
- Ich sage die Rente habe ich, mit dem Geld komme ich hin und ich gehe kein Risiko ein
- Ich versuche etwas und gehe aus dem "sicheren" Käfig raus

Was dann besser war, weiß man immer erst hinterher. Finde ich aber auch spannend.

Toll dass man in diesem Forum so nette Antworten bekommt.
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Alt 12.09.2016, 18:46   #8
Doppeloma
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Cool AW: Übergang von der EU-Rente wieder ins Arbeitsleben

Hallo Apfelschorle1,

Zitat:
Auf Dauer gibt es ja nur 2 Möglichkeiten:
- Ich sage die Rente habe ich, mit dem Geld komme ich hin und ich gehe kein Risiko ein
Die Rente hast du ja auch nur auf Zeit, so wirklich "sicher" ist da noch nichts, denn beim Verlängerungs-Antrag prüft die DRV ja erneut, ob es erforderlich ist dir weiter (z.B. für weitere 2 - 3 Jahre) EM-Rente zu zahlen.

Das wird ganz unabhängig davon so sein, ob du dich selbst wieder in die Erwerbstätigkeit stürzen möchtest oder nicht, es kann auch zur Änderung in eine teilweise EM-Rente kommen, was bedeutet, dass es nur noch 50 % vom aktuellen Betrag gibt und du den Rest mit einer Teilzeitarbeit dazu verdienen sollst / kannst.

Zitat:
- Ich versuche etwas und gehe aus dem "sicheren" Käfig raus
Ein Versuch ist auf jeden Fall kein Fehler, wenn du wirklich kleine Schritte machst und die Signale deines Körpers nicht "überhörst", sobald es genug ist für dich auf längere Sicht ...

Nach einer Verlängerung kannst du ja trotzdem weiter deine Arbeitszeiten erhöhen, wenn es sich ergibt und du gesundheitlich damit klar kommst ... der Rentenbetrag wird dann zunächst (ab Erreichen / Überschreiten der Zuverdienst-Grenze) "angepasst", es wird nicht gleich die ganze Rente "gestrichen" ...

In der Phase soll es (angeblich, habe kein Erfahrungen damit) noch leichter sein in die Voll-EM-Rente zurück zu kommen, wenn es sich erweist, dass es doch zu viel gewesen ist.
Bei kompletter Aufhebung / oder Verweigerung der Verlängerung kann es sehr schwierig sein die EM-Rente erneut zu erhalten ...

Da beginnt dann der gesamte Prüfungs-Prozess bei "NULL" nach regulärer Antragstellung.

Zitat:
Was dann besser war, weiß man immer erst hinterher. Finde ich aber auch spannend.
Das ist korrekt und ich finde es auch sehr schön zu lesen, dass es mal Jemand neu wagen will in ein Erwerbsleben zurück zu kehren, das er vielleicht schon "verloren gegeben hatte", lass dir diese Euphorie auch nicht ausreden aber gehe vorsichtig mit deinen neuen Kräften um ...

Mir hat man damals keine Chance gegeben (meine KK war dagegen) nach 1 Jahr AU (wegen einer Herz-OP) langsam (mit 2 Stunden am Tag statt direkt voll in den Schichtbetrieb) wieder in die Arbeit einzusteigen, vielleicht hätte ich dann auch noch länger durchhalten können, als knappe 7 Monate schon mit häufigen AU-Zeiten dabei, bis es dann endgültig vorbei war für mich.

Ich war aber inzwischen schon fast 60 Jahre alt und bin jetzt ganz zufrieden mit meiner Welt ohne Berufstätigkeit, die Rente habe ich mir in fast 40 Jahren erarbeitet, dafür muss ich Niemandem "dankbar" sein ...

Und du brauchst das auch nicht als "unverdient" aufzufassen, ohne Beiträge aus Erwerbstätigkeit wäre für dich gar keine Geld-Rente möglich gewesen, das ist keine Abhängigkeit, wie von irgendwelchen "Sozial-Leistungen" weil man keinen Renten-Anspruch erwerben konnte.

Wäre schön, wenn du gelegentlich mal berichtest wie es bei dir weiter geht und ob (und WIE) es funktioniert hat mit deiner Rückkehr ins Erwerbsleben ...

MfG Doppeloma
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