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Start > > -> Klage SG wg. GdB. Landkreis will Vergleich. Was tun?

Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 24.08.2016, 22:06   #1
Kasalis
Elo-User/in
 
Registriert seit: 10.12.2015
Beiträge: 19
Kasalis
Standard Klage SG wg. GdB. Landkreis will Vergleich. Was tun?

Hallo ihr Lieben,

ich habe 2013 einen Antrag auf Schwerbehinderung gestellt, ebenso auf Erwerbsminderungsrente. Die Rentenversicherung hat dann 2016 volle Erwerbsminderung bis zur Altersrente festgestellt.

Die Antwort des Versorgungsamtes auf meinen Antrag auf GdB dagegen war eine Frechheit und ist seit dem ein ständiges Ärgernis.

Ein GdB von 30 wurde mir damals zugstanden, worauf ich widersprach und Klage beim SG einreichte. Es gab keinerlei Regung vom Versorgungsamt. Gutachten die ich einreichte, wurden ignoriert und letztlich war das Versorgungsamt der Meinung, dass ich mich glücklich schätzen soll, überhaupt GdB 30 bekommen zu haben.

Ich sah das aber ganz und gar nicht so. Aus welchem Grund sollte die Rentenversicherung mir direkt beim Erstantrag volle Erwerbsminderung unbegrenzt zugestehen, wenn mir nichts fehlen würde? Also schickte ich den Rentenbescheid mit dieser Frage an das Gericht.

Nun bekam ich Post vom Versorgungsamt:

Was soll ich damit anfangen? Erst jahrelang nix und nun wollen sie einen Vergleich? Und dieser ist auch Unfug, weil ich mit GdB 50 nichts mehr anfangen kann, weil ich ja berentet bin.
Ebenso finde ich es eine Frechheit, das die 50 auch noch begrenzt sind und ich dann nochmal überprüft werden soll. Von meinen Merkzeichen fehlt auch jede Spur.

Ich bin gerade überfordert.

Was meint ihr denn dazu?
Was mach ich denn nun?
Bin mal wieder auf euren Rat angewiesen.

Was mich auch noch interessiert: Darf das Versorgungsamt zur Überprüfung überhaupt ein neues Rentengutachten verlangen?

Warum sollte ich mich freiwillig von der Rentenversicherung neu begutachten lassen, wenn ich eine unbegrenzte EM Rente habe. Da wäre ich ja schön blöd, oder verstehe ich da was falsch?

Grüße von der auf dem Schlauch stehenden Kasalis

Miniaturansicht angehängter Grafiken (Klicken = große Ansicht)
scannen0001.jpg   gdb.jpg  
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Alt 24.08.2016, 22:28   #2
Pichilemu
Elo-User/in
 
Registriert seit: 28.11.2014
Beiträge: 2.503
Pichilemu Pichilemu Pichilemu Pichilemu Pichilemu Pichilemu Pichilemu Pichilemu
Standard AW: Klage SG wg. GdB. Landkreis will Vergleich. Was tun?

Dieser Vergleich ist m. E. unzulässig, da er eine Rechtspflicht gegenüber einem Dritten (nämlich der DRV) begründen soll. Die sind nämlich bei einer unbefristeten EM-Rente in keinster Weise verpflichtet dich erneut zu begutachten nur weil es das Versorgungsamt so will.
Pichilemu ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.08.2016, 22:52   #3
Flodder
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 19.04.2012
Ort: Im wilden Süden
Beiträge: 1.216
Flodder Flodder Flodder Flodder Flodder Flodder Flodder
Standard AW: Klage SG wg. GdB. Landkreis will Vergleich. Was tun?

Einem Vergleich musst du nicht zustimmen. Dann wird halt ein Richter am Sozialgericht entscheiden müssen
__

Macht doch, was ihr wollt
aber macht es richtig
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Alt 24.08.2016, 23:41   #4
P123
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Klage SG wg. GdB. Landkreis will Vergleich. Was tun?

Schicke bitte @Doppeloma eine PN.
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Alt 25.08.2016, 02:47   #5
Doppeloma
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Registriert seit: 30.11.2009
Ort: Insel Rügen
Beiträge: 9.322
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Frage AW: Klage SG wg. GdB. Landkreis will Vergleich. Was tun?

Hallo Kasalis,

Zitat:
ich habe 2013 einen Antrag auf Schwerbehinderung gestellt, ebenso auf Erwerbsminderungsrente. Die Rentenversicherung hat dann 2016 volle Erwerbsminderung bis zur Altersrente festgestellt.
Dir ist aber bekannt, dass die Entscheidungen der Rentenkasse (Feststellungen zur Erwerbsfähigkeit) ganz anderen Grundsätzen folgen als die Entscheidungen des Versorgungsamtes zum Grad der Behinderung ???

Eine EM-Rente kann man durchaus auch bekommen, wenn man überhaupt keinen Behinderten-Grad hat und arbeiten kann man (an einem geeigneten Arbeitsplatz) auch noch als Schwerstbehinderter mit GdB 100.

Zitat:
Die Antwort des Versorgungsamtes auf meinen Antrag auf GdB dagegen war eine Frechheit und ist seit dem ein ständiges Ärgernis.
Das Eine hat also mit dem Anderen wenig bis gar nichts zu tun, ein hoher GdB besagt also umgekehrt auch nicht, dass man EM sein muss und eine EM-Rente bekommen wird ... diesem "Irrglauben" unterliegen auch Einige Antragsteller, denen die EM-Rente streitig gemacht wird.

Zitat:
Ein GdB von 30 wurde mir damals zugstanden, worauf ich widersprach und Klage beim SG einreichte. Es gab keinerlei Regung vom Versorgungsamt. Gutachten die ich einreichte, wurden ignoriert und letztlich war das Versorgungsamt der Meinung, dass ich mich glücklich schätzen soll, überhaupt GdB 30 bekommen zu haben.
Aus verständlichen Gründen hast du den Teil abgedeckt wo die gesundheitliche Ursache dafür genannt wird ... zum Vergleich wurde ich am Herzen operiert und habe seit knapp 10 Jahren eine mechanische Herzklappe ... dafür gibt es lt. GdB - Liste einen GdB von 30 und den bekam ich auch direkt bewilligt ...

Mein Partner hatte nach 2 großen Bandscheiben-OP auch immer noch GdB 30, das soll dir nur gewisse Relationen verständlich machen, denn für meine psychischen Einschränkungen (zusätzlich zur Herzklappe und damit verbundenen weiteren Beschwerden) haben bisher auch nicht für GdB 50 "gereicht" ...

Ich war fast 4 Jahre wegen der psychischen Probleme AU geschrieben und bekam letztlich die EM-Rente auch deswegen bewilligt (allerdings erst am SG), hatte meine Einschränkungen und besonders eben auch den Verlust der Erwerbsfähigkeit ausführlich beschrieben für das Versorgungs-Amt ...

Was bekam ich zur Antwort, dass es unwichtig sei für die Feststellung eines (höheren) GdB ob ich noch beruflich tätig sein könne oder nicht, das habe dort für die Entscheidungen KEINE Relevanz, mein GdB wurde nicht mal von 40 auf die Schwerbehinderung angehoben.

Meine psychischen Beeinträchtigungen wurden in den "leichten Bereich" der Liste eingeordnet und mit GdB 20 bewertet /anerkannt, was aber keine Erhöhung des Gesamt-GdB erfordert ... es ist also EGAL ob man deswegen nicht mehr Erwerbsfähig ist, dafür zahlt ja die DRV die EM-Rente ...

Persönlich habe ich kein Interesse mehr daran das Versorgungsamt vom Gegenteil zu überzeugen, denn wie du selbst schon festgestellt hast bringt ein Schwerbehinderten-Ausweis für einen Voll-EM-Rentner kaum noch irgendwelche "Vorteile" ...

Dir wird ja nicht mal die "dauernde Einbuße der körperlichen Beweglichkeit" anerkannt, das wurde mir schon mit dem GdB 30 zusätzlich bestätigt, aber das hat wohl mit der Herz-Geschichte zu tun, so bekommst du nicht mal die Steuer-Erleichterungen sofern du mal Steuern zahlen musst auf deine Rente oder ein Ehepartner von dir Steuern zahlt.

Ansonsten hast du davon auch NIX ... was also erwartest du als Ergebnis wenn du diesen Kampf weiter führen willst und das Angebot ablehnst ...

Ich selbst hätte wegen GdB niemals ein Gerichtsverfahren auf mich genommen, ich bin froh vor solchen Verfahren endlich meine Ruhe zu haben ... ich reiche für mich auch keine Verschlimmerungs-Anträge mehr ein, es sei denn es wäre wirklich mal was klar (zusätzlich) Relevantes noch aufzunehmen, darauf kann ich aber auch gut verzichten.

Zitat:
Ich sah das aber ganz und gar nicht so. Aus welchem Grund sollte die Rentenversicherung mir direkt beim Erstantrag volle Erwerbsminderung unbegrenzt zugestehen, wenn mir nichts fehlen würde? Also schickte ich den Rentenbescheid mit dieser Frage an das Gericht.
Es behauptet ja Niemand, dass dir nichts fehlen würde, den GdB gibt es für Einschränkungen im täglichen Leben (nicht nur bei der Arbeit) und diese Einschränkungen müssen überwiegend/ dauerhaft und abweichend vom aktuellen Lebensalter, dein gesamtes Leben schwer bis sehr schwer belasten ...

Die gesundheitlichen Beurteilungen zum GdB haben mit den Kriterien bei der DRV zur Erwerbsminderung nicht viel zu tun, wie ich es oben schon beschrieben habe begründet eine bewilligte EM-Vollrente keinen "automatischen" Anspruch auf einen hohen Behinderten-Grad plus diverser Merkzeichen ...

Die EM-Rente besagt nur, dass du insgesamt nicht mehr in der Lage bist deinen Lebensunterhalt mit regelmäßiger Berufsarbeit zu verdienen, das sagt eigentlich gar nichts dazu aus, wie du dein sonstiges privates Leben noch gestalten kannst ...

Ich weiß das ist schwer zu verstehen aber man muss das wirklich trennen (können), ob du nach der Arbeit zu Hause noch was zu Wege bringst ist der DRV eigentlich dabei völlig EGAL ...

Persönlich haben sich auch langfristig die psychischen Probleme relativiert, als ich nicht mehr dem ständigen Druck ausgesetzt war arbeiten gehen zu sollen /müssen, um eine Existenzberechtigung für die "Umwelt und die DRV" zu haben ...

Ich kann jetzt manche Dinge entspannter angehen und wieder bewältigen, seit ich mir selbst einteilen kann wann ich was machen möchte und schaffe das dann auch wenn ich einen "guten Tag" habe, wieder (jeden Tag) arbeiten gehen ist trotzdem NICHT mehr möglich, das geht eben nur deswegen weil ich jetzt NICHT mehr zur Arbeit gehen MUSS und trotzdem keine Existenzangst mehr habe ...

Bin ich nun alleine deswegen auch schwer behindert, wo es mir doch eigentlich insgesamt damit wieder deutlich besser geht als in der Zeit des EM-Renten-Kampfes (was mich psychisch zusätzlich schwer belastet hat) ... wofür sollte mir also das Versorgungs-AMT einen höheren GdB geben müssen ... die EM-Rente alleine ist KEIN Grund dafür ... der Bescheid ist keine Entscheidungsgrundlage zum GdB ...

Denn kennt unser Versorgungsamt gar nicht, denn das hätte ohnehin keine Auswirkungen auf die Entscheidungen dort ...

Mein Männe hat inzwischen GdB 90 und das Merkzeichen "G" ... aber nicht wegen seiner EM-Rente sondern weil man ihm letztes Jahr einen Defibrillator einsetzen musste, um permanent den drohenden "plötzlichen Herztod" (hoffentlich noch lange) zu verhindern ...

Ich weiß nicht ob man sich so was "wünscht", um einen hohen GdB und ein Merkzeichen zu bekommen (ich glaube er hätte gerne darauf verzichtet), wegen seiner ganzen Rücken- und Knochenprobleme hatte er das jahrelang vergeblich beantragt, trotz EM-Rente wegen der gleichen Gesundheitsprobleme.

Zitat:
Was soll ich damit anfangen? Erst jahrelang nix und nun wollen sie einen Vergleich? Und dieser ist auch Unfug, weil ich mit GdB 50 nichts mehr anfangen kann, weil ich ja berentet bin.
Behörden verlieren nun mal nicht gerne Prozesse am SG und wollen solche Sachen auch mal zum Ende bringen, was die dazu schreiben klingt nicht als würden sie es aus irgendeinem anderen Grund machen ... was willst du mit mehr GdB anfangen, wozu hast du das ganze Verfahren überhaupt betrieben, wenn du den Ausweis nun eigentlich gar nicht haben willst ...

Sorry aber das verstehe ich nicht ...

Zitat:
Ebenso finde ich es eine Frechheit, das die 50 auch noch begrenzt sind und ich dann nochmal überprüft werden soll. Von meinen Merkzeichen fehlt auch jede Spur.
Warum das begrenzt wurde weiß ich auch nicht (ich nehme an die wollten jetzt einfach erst mal Ruhe reinbringen, damit das Verfahren beendet werden kann) und welche Merkzeichen bitte erwartest du zu bekommen ???


Zitat:
Was mach ich denn nun?
Nimm den Vergleich an und zieh die Klage dann zurück, es sei denn du möchtest noch länger am Gericht herum hängen für eigentlich NIX ...
Wenn du ablehnst wird man die Klage abweisen und es bleibt bei GdB 30 ...

Zitat:
Was mich auch noch interessiert: Darf das Versorgungsamt zur Überprüfung überhaupt ein neues Rentengutachten verlangen?
Nein, denn die Rentenkasse begutachtet nicht wegen GdB ... da haben die sich wohl "blöde" ausgedrückt ...
Ich nehme an du bist noch relativ jung und da werden (in der Regel) auch EM-Renten ohne Befristung regelmäßig überprüft (mit einem Fragebogen), dann werden die nur wissen wollen (von dir) ob sich an der Entscheidung der DRV irgendwas geändert hat.

Alles nur Vermutungen muss ich zugeben, denn einen solchen "Aufriss" hätte ich wegen GdB nie veranstaltet, da kann man doch viel leichter immer wieder mal einen Verschlimmerungs-Antrag stellen anstatt sich jahrelang für so ein Ergebnis am Gericht herum zu schlagen ...

Zitat:
Warum sollte ich mich freiwillig von der Rentenversicherung neu begutachten lassen, wenn ich eine unbegrenzte EM Rente habe. Da wäre ich ja schön blöd, oder verstehe ich da was falsch?
Da verstehst du sicher was ganz falsch, die DRV begutachtet dich nicht "auf deinen Wunsch" nach den Kriterien des Versorgungsamtes, das ist gar nicht deren Aufgabe und wenn die wen begutachten wollen (wegen der EM-Rente) dann entscheiden die das immer noch selber.

Auch eine (angeblich) unbegrenzte EM-Rente kann von der DRV überprüft werden, das erfolgt aber in der Regel nur durch einen Fragebogen, der so alle 2 - 3 Jahre zugeschickt wird ..., das steht auch klar in deinem Bescheid drin, dass es "Überprüfungen" geben kann...

Man soll sich nie "zu sicher fühlen" auch nicht mit EM-Rente auf "unbestimmte Zeit" bis zur Altersrente ...

Wir sind schon zu alt, da haben die nun endgültig aufgegeben, noch irgendwas "prüfen" zu wollen, bei der DRV und auch beim Versorgungsamt.

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
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Alt 25.08.2016, 09:14   #6
Kasalis
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Kasalis
Standard AW: Klage SG wg. GdB. Landkreis will Vergleich. Was tun?

Hallo Doppeloma,

vielen Dank für deine Mühe.

Ich habe beim Lesen gemerkt, dass ich es wohl besser anders geschrieben hätte, damit keine Missverständnisse aufkommen.

Den Antrag auf Schwerbehinderung habe ich gestellt, als ich noch gearbeitet habe, auf Anraten meiner behandelnden Ärzte. Damals hätte mir das noch sehr nützlich sein können. Die Klage habe ich damals eingereicht, als von Rente noch gar keine Rede war.

EM Rentenantrag habe ich erst später gestellt, weil ich irgendwann einsehen musste, dass ich so nicht mehr arbeiten kann.

Es ärgert mich halt sehr, dass die Versorgungsämter einen auf diese Weise abfertigen. Wozu gibt es GdB, wenn das Amt eh nichts unversucht lässt, um einem nichts anerkennen zu müssen. Es ärgert mich auch nicht nur auf mich bezogen, sondern allgemein.

Mich hat es halt sehr irritiert, dass das Versorgungsamt eine erneute Rentenbegutachtung fordert. Hatte ich noch nie gehört.

Es hört sich vielleicht blöd an, aber mir zittern direkt die Beine, wenn ich solch Post bekomme, vor lauter Angst, dass man mir nun auch die Rente wieder aberkennt.
Kasalis ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.08.2016, 09:33   #7
Pichilemu
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Pichilemu Pichilemu Pichilemu Pichilemu Pichilemu Pichilemu Pichilemu Pichilemu
Standard AW: Klage SG wg. GdB. Landkreis will Vergleich. Was tun?

Es gibt auch die Möglichkeit, die Klage komplett zurückzuziehen. Daraus dürfen dir m. E. für die Rente keine Nachteile erwachsen.

Ich hatte meine GdB 50 auch erst im Widerspruchsverfahren bekommen, mir bringt der GdB aber auch ohne Arbeit etwas, weil das Kindergeld und die Familienversicherung am GdB hängen. Wenn du meinst, du wirst damit nichts mehr anfangen können, brauchst du die Klage eigentlich nicht mehr fortzuführen. Auf keinen Fall würde ich aber den Vergleich so unterschreiben.
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Alt 25.08.2016, 10:15   #8
en Jordi
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Beiträge: n/a
Standard AW: Klage SG wg. GdB. Landkreis will Vergleich. Was tun?

Ich habe damals den Vergleich unterschrieben, um gleichgestellt werden zu können.

Mit 50 GdB hast du einen höheren Steuerfreibetrag, falls sich das bei dir überhaupt auswirkt.
Du könntest ein Gegenangebot machen, in dem du die unpassenden Punkte rausnimmst.
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Alt 25.08.2016, 16:03   #9
Doppeloma
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Frage AW: Klage SG wg. GdB. Landkreis will Vergleich. Was tun?

Hallo Kasalis,

Zitat:
Ich habe beim Lesen gemerkt, dass ich es wohl besser anders geschrieben hätte,
damit keine Missverständnisse aufkommen.
Deine Antwort macht es aber auch nicht verständlicher, warum du das so weit weiter verfolgt hast, wenn dir selbst inzwischen klar ist, dass dir ein Schwerbehinderten-Ausweis mit EM-Vollrente bis ins reguläre Renten-Alter gar nichts mehr groß bringen kann.

Zitat:
Den Antrag auf Schwerbehinderung habe ich gestellt, als ich noch gearbeitet habe, auf Anraten meiner behandelnden Ärzte. Damals hätte mir das noch sehr nützlich sein können. Die Klage habe ich damals eingereicht, als von Rente noch gar keine Rede war.
Die Ärzte raten viel wenn der Tag lang ist und wenn sich die Notwendigkeit (vorhandenen Arbeitsplatz sichert man auch mit der Gleichstellung ab GdB 30) eigentlich erledigt hat (durch die EM-Rente), dann "vergessen" sie den Rat zu geben, dass man um den Schwerbehinderten-Ausweis nun auch nicht mehr weiter kämpfen braucht.

Es hätte doch genügt bei der AfA die Gleichstellung zu beantragen, mit vorhandenem Arbeitsplatz bekommt man die in der Regel problemlos und hat auch den erhöhten Kündigungsschutz, so ist das damals bei mir gelaufen mit GdB 30, ich war ja auch noch fest angestellt.

Zitat:
EM Rentenantrag habe ich erst später gestellt, weil ich irgendwann einsehen musste, dass ich so nicht mehr arbeiten kann.
Du hattest offenbar insgesamt keine "guten Berater" dabei, mir hat die Schwerbehinderten-Vertretung bei meinem AG da sehr geholfen, zu der Zeit hatte ich auch noch keinen Antrag auf EM-Rente gestellt, deine Klage wegen dem GdB 50 wäre gar nicht nötig gewesen, um deinen Arbeitsplatz abzusichern gibt es einfachere Wege.

Noch im Erwerbsleben stehend bekommt man eher selten einen Schwerbehinderten-Ausweis wegen psychischer Probleme, da war man mit GdB 30 schon sehr "großzügig" im Erstantrag ... auch wenn du das anders siehst ... und Merkzeichen gibt es noch seltener, welche hattest du denn beantragt ???

Zitat:
Es ärgert mich halt sehr, dass die Versorgungsämter einen auf diese Weise abfertigen. Wozu gibt es GdB, wenn das Amt eh nichts unversucht lässt, um einem nichts anerkennen zu müssen. Es ärgert mich auch nicht nur auf mich bezogen, sondern allgemein.
Das ist doch kein ernsthafter Grund ein jahrelanges Gerichts-Verfahren zu betreiben, "weil es dich ärgert und du dich und alle anderen ungerecht behandelt siehst" ...

Die Ämter prüfen und entscheiden den konkreten Fall und Antrag, wie hast du denn begründet (auch später am Gericht), dass du unbedingt MEHR GdB bekommen musst ... ich habe noch immer nicht verstanden welche konkreten "Vorteile" du für dich persönlich daraus erwartest ... die dein weiteres Leben / den Alltag irgendwie positiver gestalten könnten ???

Wozu ist der GdB da ?, dafür besondere Nachteile zu erleichtern etwas "auszugleichen", die sich aus verschiedenen gesundheitlichen Einschränkungen im alltäglichen Leben ergeben und bei anderen Menschen im gleichen Alter noch nicht "üblich" sind ...

Zitat:
Mich hat es halt sehr irritiert, dass das Versorgungsamt eine erneute Rentenbegutachtung fordert. Hatte ich noch nie gehört.
Dazu habe ich dir oben schon geschrieben wie ich das sehe, das aktuelle "Angebot" berücksichtigt offenbar (zumindest vorerst) deine besondere psychische Lage, es ist aber (wie ich auch oben schon beschrieben habe) kein unveränderlicher Zustand, jedenfalls nicht wenn man sich auch selbst die Chance dafür gibt und sich nicht noch unnötigen Stress verschafft.

So schätzt das offenbar auch das Versorgungsamt im Moment ein, dass es dir psychisch in 2 Jahren durchaus wieder besser gehen könnte, mit gebesserten Beschwerden wird auch der GdB dann abgesenkt ... mit deiner EM-Rente hat das nichts zu tun.

Auch mit leicht "gebesserter Psyche" bist du nicht sofort wieder Erwerbsfähig nach Rentenrecht ... aber du hast keinen Anspruch mehr auf den höheren GdB (nach dem Schwerbehinderten-Recht) ... der bleibt nur für dauerhafte Einschränkungen bestehen (meine Kunstklappe behalte ich bis zum Lebensende, mein Männe seinen Defi auch), es gibt viele Einschränkungen wo das mal überprüft wird ...

Es geht nicht darum, ob du das "besonders gerecht" findest und einen wirklichen "Sinn" ergibt für dich aktuell weder GdB 30 noch GdB 50, eben weil du ja gar nicht mehr arbeiten gehen musst /wirst, mit GdB 100 könntest du auch nicht mehr anfangen.

Zitat:
Es hört sich vielleicht blöd an, aber mir zittern direkt die Beine, wenn ich solch Post bekomme, vor lauter Angst, dass man mir nun auch die Rente
Das liegt doch ganz alleine in deiner Hand das zu beenden, das hättest du schon lange tun können und sollen, man KANN in jedem Stadium eines solchen Verfahrens (schriftlich und nachweislich bitte) erklären, dass man das Verfahren nicht mehr weiter führen möchte, dann bekommt man solche Post nicht mehr ...

Es ist für die EM-Rente (und die DRV) völlig unerheblich was beim Versorgungs-Amt beantragt/geprüft und bewilligt wird, wenn die DRV deine EM-Rente überprüfen will, dann macht sie das NUR direkt bei dir und nicht über das Versorgungsamt, den Rentenbescheid hast du doch selber dort "ins Spiel" gebracht.

Kennst du das Gedicht "Der Zauberlehrling", so ungefähr kommst du mir gerade vor ... ("die Geister die ich rief, wie werde ich die wieder los") ... du steigerst dich erfolgreich in eine Panik rein, obwohl du dir diese "Suppe" selber eingebrockt hast und noch immer nicht verstehst (verstehen willst ?) wie du das auch NUR selber beenden kannst ...

Das Versorgungsamt wird mit dir nicht "verhandeln" wollen, dem Vorschlag kann ich mich nicht anschließen, du kannst das "Angebot" annehmen und bekommst den Schwerbehinderten-Ausweis bis 2018 zumindest befristet ... oder du lehnst ab und es bleibt bei GdB 30, der Richter wird dann die Klage (vermutlich) abweisen.

Mit der Annahme des Vergleiches wird das Verfahren auch beendet, damit nimmst du die Klage dann zurück und es kommt keine Post mehr vom Gericht ...

Du bekommst deinen neuen Bescheid und den Ausweis = FERTIG ... 2018 wird man weiter sehen, vielleicht gibt es ja dann (leider) andere /weitere (nachweisbare) medizinische Gründe, die das Versorgungsamt überzeugen könnten, den GdB nicht zurück zu stufen, das kannst selbst du aktuell noch gar nicht wissen.

Mein Männe hat auch letzten Sommer nicht damit gerechnet, dass er bald "sterben könnte" ohne Defi ... bis dahin hatte er GdB -50 OHNE Merkzeichen.

Beschreibe ab ca. 6 - 7 Monate vorher (als eine Art Tagebuch), wie es dir (fast) TÄGLICH geht und welche (psychischen) Probleme dich hindern am "normalen" Leben teilzunehmen, wie du es früher konntest (Treffen mit Freunden/ Reisen/ Hobbys/Einkaufen/ Menschen-Massen/Haushaltsführung/Körperpflege usw.), gib das bei der Überprüfung mit ab (behalte eine Kopie für dich) ...

Wir nennen das "Jammerlappen", denn die SB vom Versorgungsamt wissen NICHT wie es dir konkret täglich geht mit deinen psychischen Problemen, das steht auch nicht in deinen Arztberichten ... NUR dafür gibt es den GdB und nicht für "Gerechtigkeit" ... nur von der Zahl auf einem Ausweis wird es dir aber auch nicht "besser" gehen ...

Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen und zu schreiben ...

MfG Doppeloma
__

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