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Start > > -> EM Rente Ablehnung/Allgemeiner Arbeitsmarkt/Frage

Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 24.04.2016, 10:46   #1
Emily2
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Emily2
Standard EM Rente Ablehnung/Allgemeiner Arbeitsmarkt/Frage

Hallo an Alle,

auf der Suche nach einer Antwort zu meiner Frage bin ich im Internet auf einen Beitrag gestoßen der mich auf dieses Forum verwiesen hat mit der Empfehlung das hier sehr kompetente User zu meinem Thema wären. Insbesondere wurde mir die Userin "Doppeloma" empfohlen.

Ich wurde im Januar schriftlich vom JC aufgefordert einen Antrag auf Em-Rente zu stellen (ich bin seit Jahren AU geschrieben, 3x vom Ärztlichen Dienst des JC begutachtet, zuletzt als nicht arbeitsfähig eingestuft, daher die Aufforderung Rente zu beantragen).
Gestern kam nun die Ablehnung der Rente. Im Schreiben stand folgendes:

Die Auflistung der wichigsten Diagnosen/Probleme und darunter: bei noch ausreichend erhaltener allgemeiner Leistungsfähigkeit

danach folgt:

Die Einschränkungen, die sich aus Ihren Krankheiten und Behinderungen ergeben, führen nicht zu einem Anspruch auf eine Rente wegen Erwerbsminderung.
Denn nach unserer medizinischen Beurteilung können Sie noch mindestens 6 Stunden täglich unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes erwerbstätig sein.
Eine Voraussetzung für Rente wegen Erwerbsminderung ist jedoch, dass Sie nicht mehr in der Lage sind, mindestens 6 Stunden täglich zu arbeiten. Wir dürfen dabei nicht berücksichtigen, ob Sie ihre letzte Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben können. Es kommt nur darauf an, ob Sie irgendeine Tätigkeit ausüben können, die es auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt gibt.


Was bedeutet dies nun genau? Ich habe im Internet hierzu bisher sehr voneinander abweichende Aussagen erhalten daher bin ich inzwischen noch beunruhigter als zuvor.

Grundsätzlich bin ich ebenfalls der Meinung das ich 6 Stunden täglich arbeiten könnte, allerdings aufgrund meiner gesundheitlichen Einschränkungen nur in "Heimarbeit". Wird dies aufgrund des Ablehnungsschreibens berücksichtigt oder nicht?
Ich habe unterschiedliche Aussagen zu dem Thema gefunden/erhalten ob Heimarbeit zu den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes zählt.

Weiß jemand ganz - konkret, z.B. aus eigener Erfahrung -wie es nun beim Jobcenter weitergeht sobald ich das Ablehnungsschreiben einreiche?
Derzeit bin ich weiterhin AU geschrieben. Ist diese jetzt überhaupt noch gültig? Kann ich vom Jobcenter nun auf "alles" vermittelt werden? Oder muss der Aspekt "Heimarbeit" beachtet werden? (Dieser wird im Ablehnungsschreiben ja nicht erwähnt).
In einem anderen Forum wurde mir gesagt das das Jobcenter mich zum mdk der kk schicken kann und das dieser wiederum die AU aufheben kann wenn er der Meinung der DRV ist.
Würden meine Einschränkungen bei der Arbeitsvermittlung berücksichtigt, also die Tatsache das nur Heimarbeit in Frage kommt weil ich die Wohnung (auch zu einer Maßnahme) nicht verlassen kann wäre die Krankschreibung hinfällig.

Bitte nicht falsch verstehen, ich würde wirklich sehr, sehr gerne wieder arbeiten gehen, bin sogar der Meinung das mir dies eher gut tun würde. Bin aber aufgrund meiner Erkrankung mehr oder weniger immer an meine Wohnung "gefesselt". Dies betrifft auch andere Aspekte meines Lebens, nicht nur den der Arbeit.
Meine Erkrankung hat einen psychischen Hintergrund falls dies wichtig ist.

Es wäre wirklich toll wenn mir jemand, der dies so oder so ähnlich, schon selbst erlebt hat sagen könnte wie das JC nach dem Ablehnungsschreiben vorgegangen ist.
Mir war nicht klar das die Ablehnung der Rente bedeutet das meine Einschränkung absolut nicht mehr beachtet werden und ich für alles dem Arbeitsmarkt zu Verfügung stehen muss. Für mich ist dies eine Katastrophe da dies einfach vollkommen unmöglich ist. Jedes Verlassen meiner Wohnung stellt eine enorme Herausforderung da (psychosomatische Magen-Darm Beschwerden, also Beschwerden die zwar da sind aber keine körperliche Ursache haben). Ich komme bspw. zu Terminen häufig zu spät oder muss sie ganz absagen. Öffentliche Verkehrsmittel sind volllkommen unmöglich, (Ich habe keinen Führerschein).

Ich bin inzwischen ziemlich verzweifelt und weiß nun gar nicht wie ich weiter vorgehen soll.

(Falls mein Beitrag hier nicht passt entschuldige ich mich.)
Emily2 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.04.2016, 12:48   #2
schlaraffenland
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Standard AW: EM Rente Ablehnung/Allgemeiner Arbeitsmarkt/Frage

Hi Emily2,

ich würde Widerspruch gegen den ablehnenden Bescheid einlegen und in der Begründung des Widerspruchs sinngemäß auf das von Dir Geschriebene verweisen:

Zitat:
Mir war nicht klar das die Ablehnung der Rente bedeutet das meine Einschränkung absolut nicht mehr beachtet werden und ich für alles dem Arbeitsmarkt zu Verfügung stehen muss. Für mich ist dies eine Katastrophe da dies einfach vollkommen unmöglich ist. Jedes Verlassen meiner Wohnung stellt eine enorme Herausforderung da (psychosomatische Magen-Darm Beschwerden, also Beschwerden die zwar da sind aber keine körperliche Ursache haben). Ich komme bspw. zu Terminen häufig zu spät oder muss sie ganz absagen. Öffentliche Verkehrsmittel sind volllkommen unmöglich, (Ich habe keinen Führerschein).
Die von Dir genannten gesundheitlichen Einschränkungen würde ich durch Kopien entsprechender Gutachten, Atteste und Befundberichte belegen und diese dem Widerspruchschreiben beilegen. Und außerdem im Widerspruch schreiben, dass Dir die Teilnahme am allgemeinen Arbeitsmarkt aufgrund Deiner gesundheitlichen Einschränkungen nicht möglich ist. Dass Du Deiner Meinung nach in Heimarbeit arbeiten könntest, würde ich persönlich nicht im Widerspruch erwähnen.
__

Ich bin kein Rechtsanwalt. Für meine rechtlichen Hinweise und Tipps übernehme ich keine Verantwortung.
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Alt 24.04.2016, 12:56   #3
gelibeh
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Standard AW: EM Rente Ablehnung/Allgemeiner Arbeitsmarkt/Frage

ich würde auch Widerspruch erheben. Das ist schon ganz normal, dass die Rentenversicherung eine Rente ablehnt. Ich habe meine auch erst nach Widerspruch und Klage bekommen. Solange war ich weiterhin krank geschrieben.

Wenn Du Dir das mit dem Widerspruch alleine nicht zutraust, dann hole Dir einen Beratungshilfeschein vom Amtsgericht und such Dir einen Anwalt für Sozialrecht. Alternativ kann man auch in den VDK oder SoVD eintreten, aber da kommen Kosten auf einen zu und wie die Qualität ist, ist leider von Ort zu Ort unterschiedlich. Denk dran, die Widerspruchsfrist nicht zu versäumen. Notfalls erst unbegründet einen Widerspruch machen und darin schreiben, dass Begründung nachgereicht wird.
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
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Alt 24.04.2016, 12:57   #4
Emily2
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Emily2
Standard AW: EM Rente Ablehnung/Allgemeiner Arbeitsmarkt/Frage

Hallo,

danke für deine Antwort.

Ich habe aktuell nur die Befundberichte die der DRV bereits vorliegen.Auch sämtliche Berichte die über die Jahre an den Ärztlichen Dienst des Jobcenters gingen. In allen Schreiben wird meine Schilderung bestätigt.
Soll ich in einem Widerspruch auf die bereits vorliegenden Unterlagen verweisen die meine Schilderung untermauern (teilweise weit drastischer als ich es selbst empfinde) oder die Unterlagen nochmals beilegen?

Mir geht es grundsätzlich nicht um die Ablehnung der Rente da ich ja sehr gerne Arbeiten möchte, es müsste nur ein "leidensgerechter" Arbeitsplatz sein. Ist dies nur zu erreichen wenn eine, zumindest Teil-Rente, bewilligt wird? Gibt es ansonsten keine Möglichkeit die Einschränkungen geltend zu machen? Oder sind die Einschränkungen für den allgemeinen Arbeitsmarkt tatsächlich zu gravierend?
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Alt 24.04.2016, 13:02   #5
gelibeh
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Standard AW: EM Rente Ablehnung/Allgemeiner Arbeitsmarkt/Frage

Zitat:
Kann ich vom Jobcenter nun auf "alles" vermittelt werden? Oder muss der Aspekt "Heimarbeit" beachtet werden? (Dieser wird im Ablehnungsschreiben ja nicht erwähnt).
Nein, denn es gibt ja Einschränkungen und die hat das JC zu berücksichtigen. Dann muss da notfalls der JC ÄD noch mal ran und genau spezifizieren, was geht und was nicht.

Zitat:
Es kommt nur darauf an, ob Sie irgendeine Tätigkeit ausüben können, die es auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt gibt.
So weit ich weiß, können die nicht auf jeden Beruf verweisen. Kommt, glaub ich, darauf an, was man vorher gearbeitet hat. Dazu weiß vielleicht jemand mehr.
__

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Alt 24.04.2016, 13:14   #6
Emily2
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Emily2
Standard AW: EM Rente Ablehnung/Allgemeiner Arbeitsmarkt/Frage

Bedeutet das also das dass JC auf jedenfalls nochmal den ÄD hinzuziehen muss aufgrund der vorhandenen Einschränkungen? (Die ja im Ablehnungsbescheid nicht wirklich ersichtlich sind, nur als Einschränkungen bezeichnet).
Angesehen von diesen Einschränkungen bin ich, meiner Meinung nach, durchaus arbeitsfähig. Aber eben nur wenn die Einschränkungen berücksichtigt werden.

Ich bin nun hin und hergerissen da ich ja "gar keine Rente will" sondern nur das meine Einschränkungen berücksichtigt und wahrgenommen werden und mir ermöglicht wird wieder zu arbeiten. Im Rahmen der Heimarbeit wäre ich zu allem bereit bzw. eben an einem Arbeitsplatz der ca. 5-10 Minuten Fußweg zu erreichen wäre und bei dem auf meine "Probleme" erstmal Rücksicht genommen wird. Es ist ja möglich das sich die Problematik legen würde wie sie gekommen ist, eine neue Arbeit könnte ja einen positiven Effekt haben.

Meine Angst ist nur wenn ich jetzt keinen Widerspruch einlegen, dass das JC mich irgendwo reinsteckt (zb. Maßnahme) zu der ich nun mal nicht erscheinen kann (ich würde inzwischen sogar wollen weil das rumsitzen schrecklich ist, aber ich kann wirklich nicht. Hier ist wichtig jegliche Art von Maßnahme die es gibt hat einen Anfahrtsweg von mind. 45 Minuten mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dies wurde schon mal beim JC besprochen). Wenn ich dann nicht erscheinen kann würde dies ja Sanktionen nach sich ziehen. Für einen Widerspruch des Ablehnungsbescheids wäre es ja dann auch zu spät. Andererseits will ich ja "eigentlich" die Rente auch nicht weil ich arbeiten will.

Wenn die Einschränkungen vom Ärztlichen Dienst nicht anerkannt werden, es für einen Widerspruch aber zu spät ist, gibt es dann noch eine andere Möglichkeit oder habe ich dann einfach "Pech gehabt"?
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Alt 24.04.2016, 13:17   #7
schlaraffenland
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Standard AW: EM Rente Ablehnung/Allgemeiner Arbeitsmarkt/Frage

Zitat von Emily2 Beitrag anzeigen
Ich habe aktuell nur die Befundberichte die der DRV bereits vorliegen.Auch sämtliche Berichte die über die Jahre an den Ärztlichen Dienst des Jobcenters gingen. In allen Schreiben wird meine Schilderung bestätigt.
Soll ich in einem Widerspruch auf die bereits vorliegenden Unterlagen verweisen die meine Schilderung untermauern (teilweise weit drastischer als ich es selbst empfinde) oder die Unterlagen nochmals beilegen?
Falls Du damit sagen willst, dass diese Unterlagen schon der DRV vorliegen, dann würde ich diese dem Widerspruch sicherheitshalber beilegen, aber im Widerspruchschreiben schreiben, dass diese Unterlagen der DRV schon vorliegen. Man weiß ja nie, denn in Behörden gehen ja ab und an auch mal Schriftstücke verloren.

Außerdem würde ich in der Begründung des Widerspruchs relevante Passagen aus den Gutachten, Attesten und Befundberichten zitieren, um die Begründung noch punktgenauer zu begründen.

Zitat:
Mir geht es grundsätzlich nicht um die Ablehnung der Rente da ich ja sehr gerne Arbeiten möchte, es müsste nur ein "leidensgerechter" Arbeitsplatz sein. Ist dies nur zu erreichen wenn eine, zumindest Teil-Rente, bewilligt wird?
Neben dem Bezug einer Erwerbsminderungsrente darf der Rentenbezieher in einem gewissen zeitlichen und finanziellen Umfang einer Nebentätigkeit nachgehen.

Es gibt noch eine andere Leistung der DRV, diese nennt sich "Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben", kurz "LTA". Damit sind berufliche Rehabilitationsmaßnahmen gemeint. Ziel der LTA ist es, den Betroffenen in einen leidensgerechten Arbeitsplatz zu bringen. Dies geschieht z.B. über Umschulungen, Lohnkostenzuschüsse für leidensgerechte Arbeitsplätze (die der Betroffene selber suchen soll) oder Integrationsmaßnahmen. Ziel der Integrationsmaßnahmen ist es, über Praktika eine neue Anstellung in alternativen Berufsbereichen oder dem alten Beruf verwandten Berufsbereichen zu finden.

Mit Deinen gesundheitlichen Einschränkungen sollte Dir jedoch wahrscheinlich die Teilnahme an LTA-Maßnahmen unmöglich sein. Es kann aber sein, dass die DRV Deinen Widerspruch in die Bewilligung von LTA-Maßnahmen umdeutet.
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Alt 24.04.2016, 13:19   #8
gelibeh
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Standard AW: EM Rente Ablehnung/Allgemeiner Arbeitsmarkt/Frage

Du kannst doch auch mit Rente einen Minijob bis 450€ machen. Dann probiert man das aus. Wenn das klappt und man kann mehr arbeiten, dann teilt man die Jobaufnahme der Rentenversicheurng mit. Entweder wird die Rente gekürzt oder fällt ganz weg.
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Alt 24.04.2016, 13:26   #9
schlaraffenland
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Standard AW: EM Rente Ablehnung/Allgemeiner Arbeitsmarkt/Frage

Zitat von gelibeh Beitrag anzeigen
Nein, denn es gibt ja Einschränkungen und die hat das JC zu berücksichtigen. Dann muss da notfalls der JC ÄD noch mal ran und genau spezifizieren, was geht und was nicht.
Ich würde besser die DRV zu einem gewissen Zeitpunkt (z. B. nach Erhalt eines ablehnenden Widerspruchsbescheids der DRV, falls Emily2 nicht gegen die DRV klagen will) auffordern, mir das sozialmedizinische Gutachten, das im Rahmen des Antrags auf EM-Rente erstellt worden ist, zuzuschicken.

Dieses Gutachten der DRV ist bindend für das Jobcenter und höherwertiger als Gutachten des Ärztlichen Dienst des Jobcenters bzw. der Agentur für Arbeit. In einem solchen Gutachten sind Einschränkungen des Betroffenen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt angegeben.
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Alt 24.04.2016, 14:10   #10
Emily2
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Emily2
Standard AW: EM Rente Ablehnung/Allgemeiner Arbeitsmarkt/Frage

Wenn ich von meiner behandelten Ärztin weiterhin krank geschrieben würde (aus den selben Gründen wie bisher) wird dies vom Jobcenter "akzeptiert"? Oder nur wenn ich in Widerspruch gegen die Ablehnung gehe? (Oder generell gar nicht?)

Es ist so das ich die Rente aus sehr vielen Gründen unbedingt vermeiden wollte. Ich habe den Antrag auch nur gestellt weil mich das Jobcenter mit Sanktionsandrohung dazu aufgefordert hat.
Eine ambulante Rhea kommt aufgrund des Fahrtwegs nicht in Betracht, eine stationäre aufgrund familiärer Konstellation nicht. Ich war sehr froh das dies nicht zur Sprache kam.
Dies könnte bei einem Widerspruch aber nun alles dennoch auf mich zukommen ,richtig?

Eine andere Frage, kann mich das Jobcenter zu einem Widerspruch auffordern? Also z.B. wenn ich weiterhin krank geschrieben bin?
Emily2 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.04.2016, 16:59   #11
geis1919
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Standard AW: EM Rente Ablehnung/Allgemeiner Arbeitsmarkt/Frage

Hallo,

meines Wissens hat auch derjenige Anspruch auf Rente wegen voller Erwerbsminderung, wer zwar volle acht Stunden leichte Arbeiten verrichten kann, aber nicht dazu in der Lage ist, den Weg zur Arbeitsstelle zurückzulegen. Das nennt sich dann Wegeunfähigkeit.

Da Du ja anscheinend keinen Führerschein hast, ist das für Dich um so schwieriger ...

Vielleicht wäre dies ein neuer Ansatz für Dich?

Ich wünsche Dir gute Besserung, Durchhaltungsvermögen und viel Glück!
geis1919 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.04.2016, 21:57   #12
AndreasB
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Standard AW: EM Rente Ablehnung/Allgemeiner Arbeitsmarkt/Frage

Zitat von geis1919 Beitrag anzeigen
Hallo,

meines Wissens hat auch derjenige Anspruch auf Rente wegen voller Erwerbsminderung, wer zwar volle acht Stunden leichte Arbeiten verrichten kann, aber nicht dazu in der Lage ist, den Weg zur Arbeitsstelle zurückzulegen. Das nennt sich dann Wegeunfähigkeit.
Das BSG hat dabei aber sehr enge Kriterien angesetzt:
Zitat:
Eine (volle) Erwerbsminderung setzt danach grundsätzlich voraus, dass der Versicherte nicht vier Mal am Tag Wegstrecken von über 500 m mit zumutbarem Zeitaufwand (also jeweils innerhalb von 20 Minuten) zu Fuß bewältigen und ferner zwei Mal täglich während der Hauptverkehrszeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren kann.
(Bundessozialgericht Urt. v. 12.12.2011, Az.: B 13 R 79/11 R)

Das ist also noch strenger als die Kriterien für das Merkzeichen "G" bei Schwerbehinderung.
AndreasB ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.04.2016, 13:52   #13
geis1919
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Standard AW: EM Rente Ablehnung/Allgemeiner Arbeitsmarkt/Frage

Hallo Emily2,

hast Du einen Hausarzt, bei dem Du laufend in Behandlung bist und der Dich und Deine gesundheitlichen Einschränkungen bestens kennt? Ich würde an Deiner Stelle zu ihm gehen, den Ablehnungsbescheid mitnehmen und mit ihm Deine gegenwärtige Situation besprechen. Bist Du Mitglied bei einem Sozialverein wie z.B. dem VdK, oder einem anderen? Wenn ja, dann vereinbare auch dort einen Termin. Widerspruch würde ich an Deiner Stelle auf jeden Fall einlegen, weil ich vor kurzem gelesen habe, dass jeder zweite Antrag auf Erwerbsminderungsrente zuerst mal abgelehnt wird. Lass Dir dabei von Deinem Hausarzt, oder auch Facharzt (Deines Vertrauens) bei der Formulierung Deines Widerspruches helfen, oder schreibe, dass die Begründung noch nachgereicht wird. Wichtig ist, dass Du die Widerspruchsfrist nicht versäumst!

Bitte Deinen Hausarzt, dass er Deine Unterlagen von der Rentenversicherung anfordert, damit Du und Dein Hausarzt den Grund für den Ablehnungsbescheid erfahren könnt und sich dabei evtl. eine stichhaltige Widerspruchs-Beründung findet, z. B. falls irgendend ein Aspekt vom Gutachter der Rentenversicherung nicht, oder nicht genügend berücksichtigt wurde. Wichtig sind Fakten, Fakten, Fakten!

Wenn Du Widerspruch gegen den ablehnenden Erwerbsminderungs-Rentenbescheid eingelegt hast, erhältst Du von der Argentur für Arbeit Arbeitslosengeld I, aufgrund einer Nahtlosigkeitsregelung, weil ja der ÄD vom Arbeitsamt, wie Du schreibst, Deine Leistungsfähigkeit ganz anders als der Gutachter von der DRV beurteilt hatte. So lange das strittig ist, musst Du aufgrund dieser Nahtlosigkeitsregelung weiterhin Arbeitslosengeld I erhalten, d. h. wenn Du bereits keinen Anspruch mehr auf Krankengeld von der KK (78 Wochen, innerhalb von 3 Jahren) hast, aber noch Anspruch auf ALG I. Ansonsten musst Du Dich von Deiner zuständigen Beraterin beim JC beraten lassen, evtl. wegen ALG II?

Dann musst Du abwarten, ob Dein Widerspruch erfolgreich ist, oder nicht. Wenn nicht, dann bleibt noch der Gang vors Sozialgericht.

Aber soweit bist Du ja noch nicht, vielleicht geht ja Dein Widerspruch durch. Ich drücke Dir dabei auf jeden Fall fest beide Daumen: Oder Deine Gesundheit bessert sich doch noch, was sicher viel besser wäre ...

Und ich wünsche Dir von ganzem Herzen gute Besserung und dass Du Dich nicht entmutigen lässt, denn es gibt immer irgendeinen Weg!
geis1919 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.04.2016, 14:18   #14
Ines2003
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Standard AW: EM Rente Ablehnung/Allgemeiner Arbeitsmarkt/Frage

Zitat von AndreasB Beitrag anzeigen
Das BSG hat dabei aber sehr enge Kriterien angesetzt:

(Bundessozialgericht Urt. v. 12.12.2011, Az.: B 13 R 79/11 R)

Das ist also noch strenger als die Kriterien für das Merkzeichen "G" bei Schwerbehinderung.
Das gilt aber bestimmt nur, wenn eine Orthopädische , oder Organnische Erkrankung zur vollem Erwerbsminderungsrente führt, oder?

Ich z.B erhalte die voll Erwerbsminderungsrente aufgrund einer Psychischen Erkrankung, gehe daher nicht viel aus dem Haus, das Merkzeichen G ist mir aber abgelehnt worden
Ines2003 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.04.2016, 14:45   #15
Emily2
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Emily2
Standard AW: EM Rente Ablehnung/Allgemeiner Arbeitsmarkt/Frage

Hallo,

vielen Dank für eure Antworten!

Ich habe inzwischen den Widerspruch geschrieben und auch abgeschickt. Danke für die vielen Ratschläge und liebe Besserungswünsche!
Wie vorgeschlagen habe ich sehr deutlich geschildert wie mein Alltag durch die Erkrankung eingeschränkt ist und auch direkt um Akteneinsicht gebeten um heraus zu finden ob meine Einschränkungen in deren Gutachten überhaupt zur Sprache kamen.

Ich habe mich per Telefon von der Beratungsstelle der DRV in meiner Stadt beraten lassen, die Dame meinte das es inzwischen so ist das der "Erstantrag" so gut wie gar nicht angekuckt wird. Vor allem wenn man zum Beispiel (wie ich) noch sehr jung ist. Sie hat mir auch geraten unbedingt Widerspruch einzulegen.

Meine Arbeitsvermittlerin beim Jobcenter war da ganz anderer Ansicht. Sie hat mir gesagt sie sehe da keine großen Aussichten und mit diesem Ablehnungsschreiben der DRV wäre ich für alles vermittelbar und sie nehme keine Rücksicht auf meine Einschränkungen. Sie weiß noch nicht ob sie meine Krankschreibung noch akzeptiert und überlegt mich zum MDK der KK zu schicken. (Meine Krankenkassen hat bisher nie Probleme gemacht. Auch Krankengeld wurde bis zu Aussteuerung gezahlt ohne wenn und aber.)
Die DRV hatte mich bei Antragstellung darauf hingewiesen das ich unbedingt lückenlos krankgeschrieben bleiben muss. (irgendwas wg der Versicherungszeiten weil es sonst zu lange her wäre das ich zuletzt gearbeitet habe.)

Das mit der Wegunfähigkeit würde wohl auf mich zutreffen. Öffentliche Verkehrsmittel kann ich aus Krankheitsgründen gar nicht mehr benutzen. Zu Fuß sind im Moment etwa 10 Minuten möglich. Das ist nicht immer gleich. Ich habe das auch im Widerspruchsschreiben geschildert.

Ist es wirklich so das die Arbeitsvermittlerin ab jetzt wirklich "alles" mit mir machen kann? Also mich vermitteln kann worauf und wohin sie es für richtig hält? Selbst dann wenn ich Widerspruch eingelegt habe?
Ihr plumper Kommentar war das ich mir halt Windeln kaufen und mich nicht so anstellen soll. Die Magen-Darm Problematik hatte ich (blöderweise) mal erwähnt weil sie keine Ruhe gegeben hat. Sonst weiß sie, zumindest von mir, nichts über meine Gesundheit.

Ich beziehe nun seit drei Jahren ALG II.
ALG I wurde nach der Aussteurung vom Krankengeld abgelehnt weil ich weiterhin AU war/bin. Der ALG I Anspruch wäre aber sehr gering und müsste mit ALG II augestockt werden. Ich glaube mir wurde damals auch gesagt das ich nur sechs Monate Anspruch auf ALG I habe (zu kurz gearbeitet). Kann das sein?
Bleibe ich während dem Widerspruch dann erstmal im ALG II (ganz) bzw. solange ich noch AU bin?
Der Ärztliche Dienst zu dem mich das Jobcenter geschickt hat, hat im Dezember festgestellt das ich für 6 Monate unter 3Std. arbeitsfähig bin. Gilt das vorerst noch? Werde ich vom Jobcenter dann nochmal zum ÄD geschickt?
Emily2 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.04.2016, 14:50   #16
schlaraffenland
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Hi Emily2,

Zitat von Emily2 Beitrag anzeigen
Ist es wirklich so das die Arbeitsvermittlerin ab jetzt wirklich "alles" mit mir machen kann? Also mich vermitteln kann worauf und wohin sie es für richtig hält? Selbst dann wenn ich Widerspruch eingelegt habe?
Keine Ahnung, wie das rechtlich geregelt ist. Aber:

Ich habe die EM-Rente beantragt und befinde mich zur Zeit im Widerspruchsverfahren, beziehe zur Zeit ALG II. Meine Jobcenter-SB lässt mich seit der Antragstellung der EM-Rente komplett in Ruhe: Keine "Einladungen" zu Meldeterminen, kein Angebot einer neuen EGV (bin grad EGV-los), keine Vermittlungsvorschläge per Post. Das geht jetzt seit so ca. 8 Monaten so.
__

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schlaraffenland ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.04.2016, 15:18   #17
AndreasB
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Zitat von Ines2003 Beitrag anzeigen
Das gilt aber bestimmt nur, wenn eine Orthopädische , oder Organnische Erkrankung zur vollem Erwerbsminderungsrente führt, oder?
Es ging um die Frage, wann eine Erwerbsminderung allein wegen der Wegeunfähigkeit in Frage kommt. Also bei Personen, die auf Grund ihres Gesundheitszustandes zwar noch mehr als 3 Stunden arbeiten könnten, aber nicht die Möglichkeit haben, mit einem zumutbaren Aufwand zu einer Arbeitsstelle zu gelangen.

Allerdings habe ich irgendwo gelesen, dass die DRV sogar schon Taxifahrten für den täglichen Weg zur Arbeit als LTA genehmigt hat. Leider finde ich da momentan die Quelle nicht ...
AndreasB ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.04.2016, 16:35   #18
geis1919
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Dass man mit Windeln zur Arbeit, oder gar zu einem Vorstellungsgespräch gehen soll, tut mir leid, so etwas habe ich ja auch noch nie gehört! Und dass man, weil man krank ist, von seiner Beraterin beim JC sagen lassen muss, "man soll sich nicht so anstellen?" :icon_stop:

Muss Du Dir das denn gefallen lassen? Diese Dame hat ja bestimmt einen Vorgesetzten ...
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Alt 28.04.2016, 18:36   #19
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Hallo Emely2,

habe deine Beiträge leider jetzt erst gelesen und werde dir gern mal einen Überblick zu deinem letzten Beitrag verschaffen.

Zum ersten Beitrag ist zu erwähnen, dass es keinen Anspruch auf "Heimarbeit" gibt und man dich aktuell bei der DRV für Vollzeit (6 und mehr Stunden) Erwerbsfähig ansieht, was bedeutet, dass du (mit gewissen Einschränkungen) ALLE Tätigkeiten am "allgemeinen Arbeitsmarkt" ausüben kannst, die es so geben könnte, darin wäre Heimarbeit eingeschlossen, aber dafür gibt es viel zu wenige (seriöse) Arbeitsangebote.

Zitat:
Ich habe inzwischen den Widerspruch geschrieben und auch abgeschickt. Danke für
die vielen Ratschläge und liebe Besserungswünsche!
Wie vorgeschlagen habe ich sehr deutlich geschildert wie mein Alltag durch die Erkrankung eingeschränkt ist und auch direkt um Akteneinsicht gebeten um heraus zu finden ob meine
Einschränkungen in deren Gutachten überhaupt zur Sprache kamen.
Wenn du Unterlagen anforderst, damit du Material für eine Begründung bekommst, dann ist es überflüssig schon eine Beschreibung deines Alltages mit zu schicken, aber das nur nebenbei.
Wie dein Alltag funktioniert (oder auch nicht) ist der DRV dabei ohnehin völlig egal, es geht NUR darum ob du was arbeiten kannst am "allgemeinen Arbeitsmarkt" für die Entscheidung zur EM-Rente ...

Zitat:
Ich habe mich per Telefon von der Beratungsstelle der DRV in meiner Stadt beraten lassen, die Dame meinte das es inzwischen so ist das der "Erstantrag" so gut wie gar nicht angekuckt wird. Vor allem wenn man zum Beispiel (wie ich) noch sehr jung ist. Sie hat mir auch geraten unbedingt Widerspruch einzulegen.
Bitte nicht übel nehmen aber man ruft bei Behörden nicht an, um sich da zum Widerspruch (gegen genau diese Behörde) "beraten" zu lassen, das nennt man auch "den Bock zum Gärtner machen", sogar wenn ich der Telefondame keine bösen Absichten unterstellen möchte.

Auch die Widersprüche gegen EM-Renten-Ablehnungen "werden kaum angeguckt" (ganz unabhängig vom Lebensalter des Antragstellers) und in 90 % der Fälle abgelehnt, aber das hat sie dir sicher nicht gleich angekündigt.

Zitat:
Meine Arbeitsvermittlerin beim Jobcenter war da ganz anderer Ansicht. Sie hat mir gesagt sie sehe da keine großen Aussichten und mit diesem Ablehnungsschreiben der DRV wäre ich für alles vermittelbar und sie nehme keine Rücksicht auf meine Einschränkungen.
Was deine SB dazu meint die gesundheitlichen Einschränkungen betreffend ist nicht wichtig, für das JC ist zunächst mal (nur) maßgeblich, dass dich die DRV nicht für Erwerbsgemindert hält in einem Ausmaß, das die Zahlung einer EM-Rente erfordern würde.

Für die Vermittlung in bestimmte Tätigkeiten am "allgemeinen Arbeitsmarkt" hat der ÄD vom JC die erforderlichen Feststellungen zu machen und nicht deine Arbeitsberaterin, denn selbstverständlich sind gesundheitliche Einschränkungen trotzdem zu beachten.

Das hat aber ein Arzt zu beurteilen und KEINE JC-SB, das hat auch nicht die DRV entschieden, die haben nur entschieden, dass du (aus ihrer Sicht) nicht krank genug bist, um eine EM-Rente zu bekommen, weil du gar nicht arbeiten könntest (UNTER 3 Stunden Erwerbsfähig).

Daran ist allerdings nun auch das JC (vorerst) gebunden und kann nicht versuchen dich in die Sozial-HILFE (SGB XII / Kapitel 3) abzuschieben, wie du noch vermittelt werden kannst ergibt sich aus diesem Bescheid allerdings überhaupt nicht.

Zitat:
Sie weiß noch nicht ob sie meine Krankschreibung noch akzeptiert und überlegt mich zum MDK der KK zu schicken. (Meine Krankenkassen hat bisher nie Probleme gemacht. Auch Krankengeld wurde bis zu Aussteuerung gezahlt ohne wenn und aber.)
Sie kennt offenbar den rechtlichen Unterschied zwischen Erwerbsminderung und Arbeits-Unfähigkeit auch nicht, denn das Eine hat mit dem Anderen nicht unbedingt zu tun.
AU kann man trotzdem sein und bekommt noch lange keine EM-Rente von der DRV, sie wird deine AU vom behandelnden Arzt auch weiter "anerkennen" MÜSSEN, denn es steht ihr gar nicht zu das einfach zu "ignorieren" ...

Ja, sie kann dich nach § 56 SGB II zum MDK schicken, wenn ihre Vorgesetzten das auch für nötig halten deine AU-Bescheinigung "anzuzweifeln", das muss dann schon anders begründet werden, als mit der Renten-Ablehnung, die gibt keinen Grund dafür her, dass du nun gesund und sofort auch Arbeits-FÄHIG sein sollst ...

§ 56 SGB II Anzeige- und Bescheinigungspflicht bei Arbeitsunfähigkeit

Vor dem MDK brauchst du aktuell auch tatsächlich keine Bange zu haben, dort bedeutet die Ablehnung der EM-Rente auch nicht, dass dein Arzt dich nicht mehr AU schreiben darf, AU unterliegt dem KK-Recht (SGB V) und nicht dem Recht der Rentenkasse.
So lange dein Arzt dir eine gültige AU ausstellt wird auch deine SB das so akzeptieren müssen, die ist nicht "Gott" sondern Arbeitsvermittlerin und bescheinigt Arbeits-Unfähige können nun mal nicht vermittelt werden, bekommen aber deswegen auch noch lange keine EM-Rente ...

In der Regel ist es der KK nach der Aussteuerung völlig egal wie lange man noch AU geschrieben wird, es kostet ja kein Extra-Geld mehr, also warum sollte der MDK da deine AU aufheben wollen ... was die JC-SB gerne hätten interessiert die (glaube ich) bei Dauer-AU und Bezug von Hartz 4 nicht mehr wirklich.

Du hättest auch keinen Widerspruch einlegen brauchen bei der DRV, du schreibst doch selbst, dass du gar keine EM-Rente haben willst ...
Du solltest den Antrag stellen, das hast du gemacht und der wurde abgelehnt, mehr kann das JC nicht verlangen und muss nun zumindest damit "leben", dass man dich nicht als Erwerbsgemindert wo anders hin abschieben kann.

Zitat:
Die DRV hatte mich bei Antragstellung darauf hingewiesen das ich unbedingt lückenlos krankgeschrieben bleiben muss. (irgendwas wg der Versicherungszeiten weil es sonst zu lange her wäre das ich zuletzt gearbeitet habe.)
NaJa, das stimmt auch nicht ganz, denn im ALGII-Bezug bist du auch in der Versicherung für eine EM-Rente drin, das bleibt auch so wenn es da keine Unterbrechungen gibt, mit AU-Zeiten neben Hartz 4 "gehst du ja auch nicht regulär arbeiten" ...
Beiträge an die DRV werden in beiden Fällen schon längst nicht mehr gezahlt, das hat aber aktuell keine Bedeutung für einen Anspruch auf EM-Rente, was die notwendigen Versicherungszeiten dafür betrifft.

Zitat:
Das mit der Wegunfähigkeit würde wohl auf mich zutreffen. Öffentliche Verkehrsmittel kann ich aus Krankheitsgründen gar nicht mehr benutzen. Zu Fuß sind im Moment etwa 10 Minuten möglich. Das ist nicht immer gleich. Ich habe das auch im Widerspruchsschreiben geschildert.
Es genügt aber nicht, dass du selbst das so schilderst, es muss von behandelnden Ärzten / Kliniken und in den Gutachten bestätigt werden die für den EM-Renten-Antrag eingereicht oder gemacht wurden.

Liegen dir die DRV-Gutachten vor oder hast du sie jetzt mit in deinem Widerspruch angefordert (als Kopien), ich hoffe du hast den Widerspruch per Übergabe-Einschreiben (also Nachweislich) abgeschickt ???

Wegen "Wege-Unfähigkeit" bekommt man die EM-Rente nur selten durch, trotzdem kannst du das natürlich beschreiben und mit einbringen, es braucht aber IMMER auch medizinische Beweise dafür.

Zitat:
Ist es wirklich so das die Arbeitsvermittlerin ab jetzt wirklich "alles" mit mir machen kann? Also mich vermitteln kann worauf und wohin sie es für richtig hält?
NEIN das ist NICHT richtig, wie ich es dir beschrieben habe, so lange du AU bist KANN sie dich überhaupt in GAR NICHTS vermitteln und den Rest hätte der ÄD zu klären und nicht deine SB selbstherrlich festzulegen ...

Zitat:
Selbst dann wenn ich Widerspruch eingelegt habe?
Der Widerspruch ändert aktuell an der Ablehnung von EM-Rente noch gar nichts, der besagt nur, dass du mit der Ablehnung nicht einverstanden bist ... daraus kannst du keine "Verschonung beim JC" einfordern.

Zitat:
Ihr plumper Kommentar war das ich mir halt Windeln kaufen und mich nicht so anstellen soll. Die Magen-Darm Problematik hatte ich (blöderweise) mal erwähnt weil sie keine Ruhe gegeben hat. Sonst weiß sie, zumindest von mir, nichts über meine Gesundheit.
Du solltest nur noch mit Beistand (Begleitung nach § 13 SGBX) zu JC-Terminen gehen und solche Unverschämtheiten musst du dir nicht bieten lassen, hättest mal fragen sollen ob sie auch in "Windeln" an ihrem Schreibtisch sitzt, weil sie vermeintlich "so gut Bescheid" weiß und wo du diesen Mehr-Bedarf beantragen kannst, dafür ist kein Geld im SGB II vorgesehen.

So was macht mich echt wütend schon wenn ich das lese, ist dein JC der BA (dein Geld kommt lt. Konto-Auszug von der BA ???) untergeordnet oder eine Optionskommune ???

Zitat:
Ich beziehe nun seit drei Jahren ALG II.
Was stellst du dir selber vor wie es weiter gehen könnte, das ist ja sicher auch kein "angenehmer" Dauerzustand ... ich sehe das durchaus auch so, dass ein Teil deiner psychischen Probleme mit dieser Situation zu tun hat.

Wenn du gerne eine Heimarbeit machen würdest, was konkret käme da für dich in Frage, vom JC hast du da keine Unterstützung zu erwarten, wie das aussieht merkst du ja bereits, man möchte dich eigentlich nur los werden an die DRV und/ oder an das Sozial-AMT ...

Kennst du denn deinen eventuellen Anspruch bei einer Bewilligung von EM-Rente, könntest du davon (vorübergehend) leben ohne amtliche Unterstützung ???

Dann würde ich an deiner Stelle ruhig weiter kämpfen und sei es bis zum Sozial-Gericht, dort kannst du Glück haben und auf bessere Gutachter treffen, die dein Leid erkennen und dir wenigstens eine Atempause (mit befristeter EM-Rente) verschaffen können, denn ohne Befristung wird so schnell nicht bewilligt bei jüngeren Leuten nicht aber bei Älteren auch nicht unbedingt.

Ich war schon Mitte 50 als ich wegen Krankheit nicht mehr arbeiten konnte, musste trotzdem bis zum Gericht und bekam nach fast 3 Jahren dann die EM-Rente zugesprochen mit Befristung zuerst ...
Bei der Verlängerung wurde es dann unbefristet bewilligt aber da war ich ohnehin schon fast im regulären Rentenalter ...

Zitat:
ALG I wurde nach der Aussteurung vom Krankengeld abgelehnt weil ich weiterhin AU war/bin. Der ALG I Anspruch wäre aber sehr gering und müsste mit ALG II augestockt werden. Ich glaube mir wurde damals auch gesagt das ich nur sechs Monate Anspruch auf ALG I habe (zu kurz gearbeitet). Kann das sein?
Das ist möglich, aber ohne die Unterlagen zu sehen kann man das schlecht beurteilen, ich bin mir sicher, dass es "Verrechnungen" zwischen AfA und JC gegeben haben wird, vielleicht ist dir das wegen Krankheit "untergegangen", das JC verzichtet nicht auf das Geld wenn Anspruch auf ALGI besteht und sei es noch so gering ...

Zitat:
Bleibe ich während dem Widerspruch dann erstmal im ALG II (ganz) bzw. solange ich noch AU bin?
Das ALGII ist weiter für dich zuständig, weil die DRV aktuell meint du bist NICHT Erwerbsgemindert, weiteres dazu habe ich dir schon erklärt ... ob mit oder ohne AU sind die für dich zuständig ...

Zitat:
Der Ärztliche Dienst zu dem mich das Jobcenter geschickt hat, hat im Dezember festgestellt das ich für 6 Monate unter 3Std. arbeitsfähig bin. Gilt das vorerst noch?
Das war ja nötig, damit man von dir den Antrag auf EM-Rente fordern konnte, die DRV sieht das aber bisher ganz anders UND Arbeits-Unfähig ist was völlig Anderes als Erwerbsgemindert / Erwerbsunfähig zu sein ...

Über Arbeits-Unfähigkeit entscheidet NUR dein behandelnder Arzt und nicht der ÄD vom JC, der beurteilt nur deine Leistungsfähigkeit für den Arbeitsmarkt und die Vermittlung.

Zitat:
Werde ich vom Jobcenter dann nochmal zum ÄD geschickt?
Das kann dir wohl im Moment Niemand zuverlässig beantworten, wenn deine SB weiter meint, dass du "nur Windeln" brauchst um überall arbeiten zu können, dann solltest du darauf bestehen, dass der ÄD das klärt welche Tätigkeiten dir wirklich noch "zumutbar" sein können und danach hat sich dann auch deine SB zu richten, jedenfalls wenn du NICHT mehr (von deinem Arzt) AU geschrieben bist ... bis dahin brauchst du GAR NICHT arbeiten müssen ...

Grundsätzlich ist das aktuell nicht erforderlich wenn du weiter AU bist und ein Widerspruch zur Renten-Ablehnung läuft ... weil du so ohnehin nicht in Arbeit vermittelt werden kannst, ganz gleich was deine SB für "zumutbar" halten möchte ...

MfG Doppeloma
__

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Alt 29.04.2016, 15:16   #20
Emily2
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Standard AW: EM Rente Ablehnung/Allgemeiner Arbeitsmarkt/Frage

Hallo Doppeloma,

auch dir vielen Dank das du dir für meine Fragen Zeit genommen hast!
Seit ich heute morgen deinen Beitrag gelesen habe bin ich nicht mehr ganz so nervös was meine Situation angeht, sondern sehe die Sache etwas "entspannter".

Denn Widerspruch habe ich als Einschreiben, also mit Nachweis verschickt. Mache ich mit Ämtern, etc. immer so.
Ich habe in dem Schreiben auch Akteneinsicht gefordert und zur Sicherheit auch gebeten das wenn sie die Unterlagen mir nicht schicken können (mir wurde gesagt bei psychischen Erkrankungen wird es oft verweigert sie dem Patienten direkt auszuhändigen) sie an meine Fachärztin weiterzuleiten.


Ich würde selbst mit einer vollen Erwerbsminderungsrente in die Sozialhilfe fallen. Dies würde aus vielen Gründen zu familiären Problemen führen, darum wollte ich dies unbedingt vermeiden. Dementsprechend habe ich mich auch geäußert, also die Sache verharmlost.
Allerdings habe ich immer angegeben nur Teilzeit arbeiten zu können (mehr traue ich mir nicht zu, meine letzte Stelle hatte "nur" 25 Wochenstunde. Durch diese Stelle kam es erst zu dem Magen-Darm Problem). Auch meine behandelten Ärzte haben immer nur Teilzeit empfohlen, dies weiß ich da ich die Gutachten vorliegen habe.
Das Gutachten der Ärztin zu der mich die DRV geschickt hat kenne ich nicht, aber gesagt hat sie zumindest das sie sich dem Schreiben meiner behandelten Ärztin anschließt.
Das mich die DRV nun für 6 Std. pro Tag und mehr erwerbsfähig hält macht mir schon extrem Angst wenn ich darüber nachdenke was das heißt. Ich hab mir da wohl nie wirklich bis zum Ende Gedanken darüber gemacht aber ein Vorstellungsgespräch wäre ja für mich schon unmöglich. Arzttermine sind unter anderem nur mit starken Medikamenten möglich, mit denen kann ich aber nicht arbeiten. Behördentermine unter den Medikamenten sind schon fraglich, unter diesen hab ich damals auch meiner Arbeitsvermittlerin von dem Magen-Darm Problem erzählt. Hätte ich da "klar" denken können, hätte ich das im Leben nicht gemacht. So kann ich natürlich auch nicht zu einem Vorstellungsgespräch.

Ich habe eine Freundin die studiert und die macht von zu Hause aus diverse Übersetzungssachen (die könnte ich mit meinem Englisch Wissen auch) und "Schreibjobs", also sie kriegt die Sprachaufnahmen und muss es abtippen, etc. Alles in allem verdient sie da monatlich wirklich gutes Geld. Es geht halt aber nur wenn man Student ist, also diese Sachen sind Studenten vorbehalten.
Sowas wäre für mich aber natürlich auch ideal und sowas habe ich mir auch vorgestellt. Ich weiß schon der Arbeitsmarkt gibt das wohl nicht her und ohne Ausbildung ist es doppelt schwer. Ich habe auch schon ordentlich das Internet und Zeitungen gewälzt, aber alles was ich gefunden habe ist entweder unseriös oder eben aber für Studenten.
Alles außerhalb meiner Wohnung scheitert aber halt schon am Fahrtweg. Das ist auch das Problem mit den Maßnahmen die das Jobcenter vermittelt und was anderes würde wahrscheinlich auch gar nicht auf mich warten. Ich habe mir schon überlegt ob es den Versuch wert wäre, beispielsweise irgendwas in der Nähe meiner Wohnung zu versuchen. Allerdings müsste der Arbeitgeber ja in meine Probleme eingeweiht sein und es versuchen wollen. Ich kann aber natürlich mit nichts überzeugen und je schlechter es mir an einem Tag geht umso weniger leistungsfähig bin ich natürlich. Ich hab auch jetzt Tage wo ich gar nichts mache und auch mein Haushalt mal liegen bleibt. Versuchen würde ich es dennoch gerne, aber ohne das über meinem Kopf schon die Sanktionskeule schwebt, wenn ich z.B. aufgrund der Darmprobleme zu spät komme oder ähnliches und die Stelle wieder verliere.

Die ALG II Leistungen stehen auf meinem Kontoauszug mit "Bundesagentur für Arbeit".

Meine Arbeitsvermittlerin hat schon häufiger ein paar Sachen gesagt/gemacht wo ich mir nicht ganz sicher bin ob das so in Ordnung ist. Da ich um solche Termine wahrzunehmen eben starke Medikamente nehmen muss ist es aber für mich auch schwierig das dann richtig einzuschätzen bzw. in dem Moment richtig drauf zu reagieren.
Mein Vater wollte beim letzten Mal mitkommen, hat dann aber wieder keinen Parkplatz bekommen.

Ich habe von dem Prinzip "Rhea vor Rente" gelesen. Sollte mir eine Rhea "angeboten" werden und diese stationär sein, ist es möglich diese in eine ambulante umzuwandeln?
Wenn ich eine Rhea ablehnen sollte heißt das natürlich das aus für den Rentenantrag. Gilt dann aber genauso wie jetzt das eine AU ihre Gültigkeit hat und das Jobcenter auf die festgestellten Einschränkungen Rücksicht nehmen muss/sollte oder verspiele ich dies auch?
Meine familiäre Situation ist etwas schwierig.
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Alt 29.04.2016, 17:54   #21
Doppeloma
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Hallo Emely2,

Zitat:
auch dir vielen Dank das du dir für meine Fragen Zeit genommen hast!
Seit ich heute morgen deinen Beitrag gelesen habe bin ich nicht mehr ganz so nervös
was meine Situation angeht, sondern sehe die Sache etwas "entspannter".
Das freut mich, wenn ich etwas zu deiner Beruhigung beitragen konnte, manchmal ist es eben ganz gut wenn mal jemand "von außen" auf die Probleme sieht, dann stellt sich oft heraus, dass dir viele Probleme auch einfach nur "eingeredet" werden, die es zumindest gesetzlich so gar nicht geben wird.

Zitat:
Denn Widerspruch habe ich als Einschreiben, also mit Nachweis verschickt. Mache ich mit Ämtern, etc. immer so.
Das ist richtig und da sollte man auch nicht "am falschen Ende" sparen wollen, letztlich ist man selbst in der Beweispflicht, dass solche Schreiben im Fristrahmen auch bei der Behörde eingegangen sein müssen.

Zitat:
Ich habe in dem Schreiben auch Akteneinsicht gefordert und zur Sicherheit auch gebeten das wenn sie die Unterlagen mir nicht schicken können (mir wurde gesagt bei psychischen Erkrankungen wird es oft verweigert sie dem Patienten direkt auszuhändigen) sie an meine Fachärztin weiterzuleiten.
Dann bin ich mal gespannt wann du Nachricht dazu von der DRV bekommen wirst, denn so sehr "eilig" heben die das damit oft auch nicht ...

Zitat:
Ich würde selbst mit einer vollen Erwerbsminderungsrente in die Sozialhilfe fallen. Dies würde aus vielen Gründen zu familiären Problemen führen, darum wollte ich dies unbedingt vermeiden. Dementsprechend habe ich mich auch geäußert, also die Sache verharmlost.
In die Sozial-HILFE (mit Unterhalts-Anfragen an Eltern oder Kinder) kommst du nur, wenn eine EM-Rente befristet wird, allerdings sind ja deine Aussichten auf eine Rente aktuell alles Andere als "rosig", da musst du dir darum wohl vorerst noch keine Sorgen machen.
Mit einer EM-Rente ohne Befristung stellt sich diese Frage gar nicht, da ist die Grundsicherung des SGB XII zuständig und die Angehörigen dürfen bis 100 000 Euro im Jahr verdienen, ehe sie Unterhalt leisten müssten.

Ob deine Familie in diesen Finanzregionen überhaupt "denken" kann, kannst du nur selber wissen und wenn es so wäre sollte Unterstützung eines kranken Familienmitgliedes eine Selbstverständlichkeit sein, damit es keine Ämter braucht ... aber das ist nur meine persönliche Meinung dazu.

Zitat:
Allerdings habe ich immer angegeben nur Teilzeit arbeiten zu können (mehr traue ich mir nichtzu, meine letzte Stelle hatte "nur" 25 Wochenstunde. Durch diese Stelle kam es erst zu dem Magen-Darm Problem). Auch meine behandelten Ärzte haben immer nur Teilzeit empfohlen, dies weiß ich da ich die Gutachten vorliegen habe.
Das hat aber für die Entscheidung der DRV keine Bedeutung was man selbst oder die eigenen Ärzte dazu meint, es muss ja Niemand Vollzeit arbeiten gehen, die Prüfung der EM-Rente (Erwerbsminderung) geht aber IMMER von Vollzeit aus, dass man bereits Teilzeit gearbeitet hat (aus gesundheitlichen Gründen) ist dafür nicht relevant, das sieht die DRV als "Privatvergnügen" an und wird nicht mit einbezogen in die Prüfungen.

Sonst hätte man ja zumindest eine Teilweise EM (Erwerbsfähig ab 3 bis UNTER 6 Stunden) bewilligt, man sieht dich aber als Vollzeit Erwerbsfähig an (6 und MEHR Stunden), diese Möglichkeit gibt es ja auch wenn die DRV feststellt, dass Vollzeit nicht mehr möglich ist (zeitweise oder auch auf Dauer), mit dieser Teilweisen EM-Rente wäre aber auch das JC weiter für dich zuständig und müsste versuchen dich in einen "passenden" Teilzeit-Arbeitsplatz zu vermitteln.

Das führt aber im Moment zu weit, denn man sieht dich ja aktuell überhaupt NICHT als EM an von Seiten der DRV.

Zitat:
Das Gutachten der Ärztin zu der mich die DRV geschickt hat kenne ich nicht, aber gesagt hat sie zumindest das sie sich dem Schreiben meiner behandelten Ärztin anschließt.
Du solltest abwarten was tatsächlich im Gutachten stehen wird, leider "sagen" diese GA auch mal was und schreiben dann das Gegenteil in die Gutachten für die DRV, die bekommen schließlich ihr Geld dafür auch von der DRV, zudem ist das eine (zusätzliche) medizinische Stellungnahme, der sich die DRV auch nicht unbedingt voll anschließen muss.

Nicht die Ärzte oder ein GA entscheiden ob du EM-Rente bekommen sollst, sondern der Med. Dienst (die DRV hat auch medizinische Berater) und die SB der DRV entscheiden das.

Zitat:
Das mich die DRV nun für 6 Std. pro Tag und mehr erwerbsfähig hält macht mir schon extrem Angst wenn ich darüber nachdenke was das heißt.
Das heißt aktuell nur, dass du vorerst keine EM-Rente bekommen kannst und wirst, das besagt ja nicht, dass du nun gesund bist und keine Probleme mehr hast ... so einen Bescheid bekommen wirklich sehr viele Antragsteller, über 50 % der gestellten Anträge auf EM-Rente werden mit der genau gleichen Begründung abgelehnt und die meisten Betroffenen können real auch nicht wirklich arbeiten gehen.

Zitat:
Ich habe eine Freundin die studiert und die macht von zu Hause aus diverse Übersetzungssachen (die könnte ich mit meinem Englisch Wissen auch) und "Schreibjobs", also sie kriegt die Sprachaufnahmen und muss es abtippen, etc. Alles in allem verdient sie da monatlich wirklich gutes Geld. Es geht halt aber nur wenn man Student ist, also diese Sachen sind Studenten vorbehalten.

Sowas wäre für mich aber natürlich auch ideal und sowas habe ich mir auch vorgestellt. Ich weiß schon der Arbeitsmarkt gibt das wohl nicht her und ohne Ausbildung ist es doppelt schwer.
Das siehst du sicher richtig, ohne Ausbildung wirst du auch keine seriöse Heimarbeit finden können, auch dafür sollte man gewisse Vorkenntnisse nachweisen können und je nach Aufgabenstellung kann es auch bei "Heimarbeit" nötig sein zum Vorstellungsgespräch zu kommen und/oder mal einige Stunden beim AG zu verbringen um wichtige Angelegenheit zur Tätigkeit zu besprechen ...

Einen Job wo du jeden "Außenkontakt" vermeiden kannst wird es wohl nicht geben können, aber das kann ja (eigentlich) auf Dauer auch kein Zustand sein den du privat nicht mal überwinden möchtest, gibt es eine nachgewiesene ernste Darmkrankheit bei dir oder ist das eher durch psychischen Stress ausgelöster "Reizdarm", es klingt ein wenig danach wie du es beschreibst ... du musst darauf nicht antworten wenn du nicht willst.

Gerade aber auch im Zusammenhang mit meiner letzten Tätigkeit weiß ich selbst wie schlimm das werden kann, wenn man psychisch mit dem (einst geliebten) Job nicht mehr klar kommen kann, komplett damit überfordert ist, aber keinen Ausweg sieht was daran zu ändern ...

Es hat einige Jahre gedauert bis sich das gegeben hat weil dieser berufliche Druck endlich weg war, trotzdem kommt es gelegentlich immer noch vor wenn ich auf unerwartete Schwierigkeiten stoße in irgendeiner Angelegenheit ... eine wirkliche Darmkrankheit habe ich aber nicht ...

Ich konnte mir diese Zeit nun mit der EM-Rente irgendwann nehmen (ohne Therapie) aber du scheinst ja noch recht jung zu sein, da wirst du wohl therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen müssen, um diese (vermutliche) Übersensibilität zu überwinden, das ist doch auch für dein sonstiges Leben ein unhaltbarer Zustand.

Was passiert denn wenn du zum JC "musst", du kommst doch irgendwie hin deiner Beschreibung nach, also könntest du auch "irgendwie" zu einer Arbeit kommen, das sollte natürlich interessant genug für dich sein, um das auf dich zu nehmen trotz der "Start-Schwierigkeiten" dich auf diesen Weg zu machen ... ich glaube du unterschätzt da auch ein wenig den "Ablenkungs-Effekt" oder geht es dir zu Hause durchweg genau so schlecht, egal was du dort gerade machst ...

Ich bin wirklich kein Psychologe und halte nichts von laienhaften "Ferndiagnosen" aber was du beschreibst kommt mir aus eigenem (jahrelangem) Erleben so bekannt vor und ich weiß wie gewaltig man sich da noch zusätzlich selber "reinsteigern" kann, wenn es um unangenehme Dinge geht, die man trotzdem erledigen muss ... damals bin ich oft "mehr als einen Tod gestorben" ...

Zitat:
Ich hab auch jetzt Tage wo ich gar nichts mache und auch mein Haushalt mal liegen bleibt.
Kann ich dir sofort nachfühlen und wenn mir damals Jemand gesagt hätte, das wird wieder besser und irgendwann mal vorbei sein (jedenfalls fast ), dem hätte ich wohl KEIN einziges Wort geglaubt ...
Vor gut 2 Jahren sind wir sogar umgezogen, dort hin wo wir immer leben wollten, das habe ich zu der Zeit für völlig unmöglich gehalten, mich um einen Umzug über eine Entfernung von rund 400 km zu kümmern ... das wäre undenkbar für mich gewesen und ich hätte mich wohl heulend im Klo eingeschlossen ...

Weißt du was, WIR, auch ICH haben das geschafft und darauf bin ich sehr stolz, habe über 60 Kartons alleine gepackt, organisiert wie eine Bekloppte, damit nur nichts Wichtiges vergessen wird und es ging mir (überwiegend) GUT dabei, denn es war FÜR MICH, für UNS und WIR wollten das schaffen ...

Zitat:
Versuchen würde ich es dennoch gerne, aber ohne das über meinem Kopf schon die Sanktionskeule schwebt, wenn ich z.B. aufgrund der Darmprobleme zu spät komme oder ähnliches und die Stelle wieder verliere.
Es wird nicht besser werden wenn du die ANGST weiter wachsen lässt, probiere es aus wenn sich eine Möglichkeit anbietet, vielleicht läuft es ja besser als du dir jetzt vorstellen kannst und wenn du die Stelle (wegen Krankheit) wieder verlieren solltest darf man dich gar nicht dafür bestrafen.

Zitat:
Die ALG II Leistungen stehen auf meinem Kontoauszug mit "Bundesagentur für Arbeit".
Das ist gut, da gibt es eine Stelle bei der man sich beschweren kann wenn die SB zu unverschämt und nervig werden, aber das solltest du dann auch (durch einen Beistand oder entsprechende Schreiben) beweisen können.

Zitat:
Meine Arbeitsvermittlerin hat schon häufiger ein paar Sachen gesagt/gemacht wo ich mir nicht ganz sicher bin ob das so in Ordnung ist. Da ich um solche Termine wahrzunehmen eben starke Medikamente nehmen muss ist es aber für mich auch schwierig das dann richtig einzuschätzen bzw. in dem Moment richtig drauf zu reagieren.
Mein Vater wollte beim letzten Mal mitkommen, hat dann aber wieder keinen Parkplatz bekommen.
Dann war er wohl nicht ernsthaft daran interessiert dir beizustehen bei dem Termin ???

Zitat:
Ich habe von dem Prinzip "Rhea vor Rente" gelesen. Sollte mir eine Rhea "angeboten" werden und diese stationär sein, ist es möglich diese in eine ambulante umzuwandeln?
Theoretisch ja aber praktisch eher nein, denn gerade bei schweren psychischen Problemen ist die Herausnahme aus dem "üblichen Alltag und Wohnumfeld" ein Teil der Therapie (zumindest in der ersten Zeit), ambulant hast du auch tägliche Anwesenheitspflicht (meist ab 7 - 8 Uhr morgens bis gegen 16 - 17 Uhr nachmittags), das ist sehr belastend, dann kann man (eigentlich) auch arbeiten gehen.

Ich habe mir damals eine passende Klinik direkt am Wohnort ausgesucht (die Klinik taugte eigentlich NIX aber ich konnte viel Zeit zu Hause verbringen ), war aber dort stationär, einige Patienten haben ambulant weiter gemacht, hatten dann aber keinen Rückzugsort (Zimmer in der Klinik) mehr, wenn es Therapiepausen gab.

Das hätte ich damals so nicht überstanden, zumal ich auch schwer aus dem Bett komme (generell weil ich eine "Nachteule bin") und so spät wie möglich aufstehen konnte, ab der 2. Woche durfte ich dann sogar am Wochenende ein Nacht zu Hause schlafen und was man in der Freizeit gemacht hat war denen dort egal. also bin ich dann zu hause gewesen, bis ich Abends dort zurück sein musste.

Die KK hatte damals verlangt, dass ich eine Reha beantragen muss, geholfen hat mit das nicht aber die KK konnte 6 Wochen Krankengeld sparen.

Zitat:
Wenn ich eine Rhea ablehnen sollte heißt das natürlich das aus für den Rentenantrag.
Das siehst du richtig, dass der Widerspruch auch abgelehnt wird, falls man von der DRV aus eine Reha verlangt (um deine Erwerbsfähigkeit genauer prüfen zu können), das sehen die bei der DRV als "Mitwirkungspflicht" an, deine Ärzte könnten dir zwar "Reha-Unfähigkeit" bescheinigen aber das würde auf die Dauer auch nichts bringen bei der DRV.

Zitat:
Gilt dann aber genauso wie jetzt das eine AU ihre Gültigkeit hat und das Jobcenter auf die festgestellten Einschränkungen Rücksicht nehmen muss/sollte oder verspiele ich dies auch?
Das gilt unabhängig alles weiter und hat mit den Entscheidungen der DRV zunächst mal gar nichts zu tun, NUR wenn die DRV Erwerbsminderung bestätigen würde kann das JC dich "abschieben" wollen, ansonsten will dich auch das Sozial-AMT nicht haben und deine AU kommt von deinen Ärzten, die brauchen sich nicht nach DRV oder JC zu richten damit.

Zitat:
Meine familiäre Situation ist etwas schwierig.
Das scheint mir auch so (und trägt wohl auch zusätzlich zu deinem schlechten Gesamt-Befinden bei ?) aber das hat alles für DEINE Ansprüche an die DRV oder deine AU von den Ärzten überhaupt KEINE Bedeutung, dabei geht es NUR um deine Person und DEINE Gesundheit und nicht um die Familie ...

MfG Doppeloma
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Alt 29.04.2016, 19:21   #22
Emily2
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Hallo Doppeloma,

vielen Dank das du dir nochmal die Zeit nimmst mir so ausführlich zu antworten und mir auch von deinen Erfahrungen erzählt hast!

Es ist keine organische Darm-Erkrankung sondern rein psychisch, läuft bei meinen behandelten Ärzten unter "somatoformer Störung". Die Gutachterin zu der mich die DRV geschickt hat war auf diesen Punkt spezialisiert. (So stand es jedenfalls auf ihrer Homepage).

Eine ambulante Rhea von 7-17 Uhr wären aufgrund meiner familiären Situation tatsächlich auch nicht machbar.

Ich bin natürlich daran interessiert das sich meine Zustand bessert und bin auch bei vielen Ärzten in Behandlung, versuche inzwischen auch alternative Heilmethoden und nicht nur Schulmedizin.

Ich kann es wirklich nicht konkret an irgendwas fest manchen wann es mir nicht gut geht. Das konnte ich früher (vor vierzehn Jahren als ich mich das erste Mal behandeln ließ, andere Diagnosen u.a. posttraumatische Belastungsstörung (damals keine körperlichen Symptome)). Ich hatte damals fast vier Jahre Dauer Klinik Aufenthalte, ambulante Therapie., usw. Nach vier Jahren war dann Schluss, man könnte sagen ich war erfolgreich therapiert. Danach ging es mir fast 6 Jahre gut. Als sich dann die Probleme zurück meldeten kamen sie als die somatoforme Störung wieder. Und es äußert sich auch im Grunde nur durch diese körperlichen Symptome. Und das in schönen, sowie schwierigen Situationen. Es ist also nicht klassisch an den schwierigen festzumachen. Auch schöne Sachen wie Kino oder eine Besuch oder Schwimmbad sind inzwischen nicht mehr möglich. Versuchen tu ich es trotzdem, weil es mich nervt und aufgrund meiner familiären Situation auch sehr traurig macht das all diese Sachen praktisch unmöglich sind. So ist es aber eben auch nicht immer. Zwischendrin ist auch mal ein guter Tag und dann ist auch ein Arzttermin nicht gleich eine Folter. Es ist aber eben unberechenbar und ich habe wirklich alles ausprobiert.

Ich kam aufgrund der Problematik schon in extrem peinliche Situationen, hat mich überraschenderweise bisher nicht davon abgehalten es dennoch immer wieder zu versuchen, man tröstet sich im Grunde damit das man ja nicht unter Menschen muss sondern dann eben nach Hause kann. Auf dem Weg zur Arbeit ist das natürlich nochmal ganz anders.

Also ich kenne den Ansatz, aus meinen Therapien von früher im Bezug auf andere Diagnosen, dass man sich ablenkt, es trotzdem macht usw. Hab ich auch immer wieder versucht und versuche ich auch immer wieder weil ich eben trotzig bin. Mein Körper scheint da aber am längeren Hebel zu sitzen und das ist dann leider ein massives Problem in der Öffentlichkeit wenns schief geht.

Das einzige Mal wo ich sogar ganz überrascht davon war wie gut es mir gehen kann war Anfang Dezember als man mir beim Jobcenter sagte ich wäre für 6 Monate laut ÄD aus der Arbeitsvermittlung und müsse erst in 6 Monaten wieder zum ÄD um zu sehen wie es weiter ging. Darauf ging es mir fast vier Wochen gut, ich war so aktiv wie ewig nicht mehr. Ich hatte auch wieder Hoffnung das es vielleicht doch wieder gut wird. Dann Mitte Januar hieß es aufeinmal ich müsse Rente beantragen, obwohl die Dame beim ÄD dies verneint hatte, ich war also nicht darauf vorbereitet. Seit her gings mir eigentlich jeden Tag etwas schlechter. Ob das jetzt alles Zufall war weiß ich nicht.
Ich glaub schon das diese ständige Ungewissheit wie es weiter geht schon dazu bei trägt wie es mir geht.

Das Wissen das meine AU Bescheinigung weiter gilt und auch nicht ganz so einfach auszuhebeln ist lässt mich aber hoffentlich heute Nacht mal wieder etwas besser schlafen.
Langfristig kann ich wahrscheinlich eh nichts machen außer abwarten was als nächstes kommt. Blöd nur dass ich ja gerade mit dem "warten" so große Probleme habe.

Nochmals vielen Dank für die vielen Antworten!
Emily2 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.07.2016, 12:23   #23
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Emily2
Standard AW: EM Rente Ablehnung/Allgemeiner Arbeitsmarkt/Frage

Hallo an Alle,

ich wollte nur einmal eine kurze Rückmeldung geben und mich nochmals herzlich bei allen bedanken, der Grund: heute habe ich die Bewilligung der EM Rente bekommen. Natürlich befristet auf zwei Jahre, aber eine voller EM Rente ohne wenn und aber und das beste, die Rente die abzüglich Versicherung etc ausbezahlt wird ist sogar immer noch höher als mein bisheriges ALG 2.

Ich musste nicht nochmal zu einem Gutachter oder ähnliches, mein ausführliches Schreiben zu meiner gesundheitlichen Situation war offenbar aussagekräftigt genug. Ich kann es noch gar nicht glauben.

Also an alle nochmal ein herzliches Dankeschön, ohne Eure Hilfe und euren Zuspruch hätte ich mich wohl niemals getraut überhaupt in den Widerspruch zu gehen!
Vielen, vielen Dank und Euch Allen alles Gute und Liebe für die Zukunft!
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Alt 03.07.2016, 00:38   #24
Kerstin_K
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Zitat von AndreasB Beitrag anzeigen
Allerdings habe ich irgendwo gelesen, dass die DRV sogar schon Taxifahrten für den täglichen Weg zur Arbeit als LTA genehmigt hat. Leider finde ich da momentan die Quelle nicht ...
Das geht ueber die Kraftfahrzeughilfeverordnung.
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