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Start > > -> Wie gegen Ablehnungsbescheid GdB vorgehen?

Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 18.09.2014, 09:33   #1
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Registriert seit: 18.09.2014
Beiträge: 21
Gesunder
Standard Wie gegen Ablehnungsbescheid GdB vorgehen?

Hallo Ihr Spezialisten,

ich brauche eure Hilfe, weil ich nicht weiter weiß.
Ich habe GdB beim Versorungsamt beantragt.
Ich habe im gleichen Wirbelsäulensegment einen Bandscheibenvorfall erhalten, der sich insgesamt 3 weitere Male dann resividiert hat (heißt das so?). Also immer wiederholt hat. Weil "ich hab ja nichts".
Nach dem 4. Vorfall war dann Ende. BU-Renter, Umschulung, Reha bla bla. Das volle Programm.
Nun, nachdem ich über ALG1 bei ALG2 gelandet bin hab ich endlich die Zeit gefunden zu beantragen.
Dabei habe ich alle Ärzte angegeben und auch ein Erklärungsschreiben angefertig, wo und wie mich das alles beeinträchtigt.
Ablehungsbescheid! Begründung mit viel Text. Der Kern war aber, das die sagen, ich würde nicht mal 20 erhalten - fertig.
Warum, das steht da nicht. Der Rest auch nur bla bla.

Widerspruch innerhalb 4 Wochen, klar! Aber wie kann ich die denn knacken? Ich hab das Gefühl, die haben sich meine Krankenakte garnicht durchgelesen. Die behaupten ja quasi, ich sei gesund. Ich war in den letzten 2 Jahren nicht beim Arzt. Aber nur, weil ich sowieso ALG2 bin. Und wenn mein Rücken sagt "geht nicht", dann bleib ich halt liegen. Der Arzt will eh nur immer spritzen und mich mit Ibu wegschicken. Das Fahrtgeld kann ich mir sparen.

Wenn ein Reha Entlassungsbericht schreibt, das ich einen 3fach Wiederholenden Bandscheibenvorfall habe, wieso können die dann einfach sagen, da sei nichts?

Hab dort angerufen. Die Bürotussi meinte nur, ich könne Widerspruch einreichen. Die Ärzte hätten nach deren Richtlinien entschieden. AHA! Die kenne ich auch, kann man sich ja runterladen. Demnach hätte ich mind. 30 und da es mit allerstärksten Schmerzen einherging ggf. sogar mehr.
30 ist das Mindestziel. Ich musste meinen Beruf aufgeben, meine Hobby, ich kann nicht mal mehr nen Sealife besuchen.

Was kann ich tun?
Danke für Eure Antworten!

"Gesunder" *ist ironisch gemeint"
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Alt 18.09.2014, 09:57   #2
alvis123
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Benutzerbild von alvis123
 
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Beiträge: 2.009
alvis123 alvis123 alvis123 alvis123 alvis123 alvis123
Standard AW: Wie gegen Ablehnungsbescheid GdB vorgehen?

Hi...

...es gibt kein "Patentrezept".

Als ich aus der letzten Reha (mit GdB 40 rein) "krank" entlassen wurde, stellte ich gleich einen Verschlechterungsantrag. Als dieser mit GdB 70 erfolgte, beantragte ich sofort die Altersrente für Schwerbehinderte.

Meine Hausärztin meinte, dass sie das mit dem Merkzeichen "G" auch noch hinbekommt!

Hartnäckig sein!! Oder wenn Du Geld zuviel hast, mit Privatgutachten klagen!

MfG
__

-keine Rechtsberatung-keine Gewährleistung-nur Erfahrung-

-alles, was nicht direkt tötet, macht nur härter -

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Alt 18.09.2014, 10:04   #3
Goldfield
Foren-Moderator/in
 
Registriert seit: 29.07.2012
Beiträge: 608
Goldfield Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Wie gegen Ablehnungsbescheid GdB vorgehen?

Moin,
Also je nach Einkommen kannst du zum Gericht gehen und einen Beratungsschein für einen Anwalt bezgl.Widerspruchs ( Anwalt für Sozialrecht am besten in deinem Fall ) holen, die lehnen gern erstmal alles ab bzw.Stufen niedrig ein, habe ich vor kurzem auch so gemacht, bekam Bescheid wegen einem GDB wo ich nicht mit einverstanden bin, nun läuft alles über den Anwalt.
Er wollte nichtmal die 15 Euro Eigenbeteiligung.
Goldfield ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.09.2014, 10:23   #4
Barrit
Elo-User/in
 
Registriert seit: 16.02.2014
Beiträge: 537
Barrit Barrit Barrit
Standard AW: Wie gegen Ablehnungsbescheid GdB vorgehen?

hm das ist so eine Sache...

Ein Erklärungsschreiben wäre aber absolut nicht nötig gewesen da ja die Befunde alleine entscheidungsrelevant sind und nicht, dass sich der BSV 3 mal wiederholt hat also rezivierend ist sondern entscheident ist, wie sich das gesamte Krankheitsbild auswirkt.

Bei mir steht z.B. : Degernerative Veränderung der Wirbelsäule, Funktionsbehinderung der Wirbelsäule mit Kopfschmerzen, Bandscheibenschaden, Funktionsbehinderung des rechten Schultergelenks

Das ist entscheidungsrelevant und nicht die Tatsache, dass der BSV rezivierend - ist also die Schwere der Behinderung .

Fakt ist auch, dass ein BSV oft nicht die Ursache für Schmerzen ist und dieser oft durch Zufall bei US entdeckt wird, erst wenn der Kern der BS hervorkommt und auf das Rückenmark drückt fängt ein Leidensweg an und wie das bei Dir ist vermag ich nicht zu beurteilen, sicher geben es auch BSV die leicht sind und sich dennoch durch Schmerz auszeichnen weil sie, ohne dass der innere Kern hervorgekommen ist, auf einen Nerv drücken... ich kenne bei Dir die Ursache nicht ...

Du kannst da schreiben was Du willst ( Erklärungsschreiben ) Tatsache sind die Befunde - nicht mehr und nicht weniger und diese kenne ich nun auch wieder nicht.

Vielleicht magst Du mal den aktuellsten Befund anonym einstellen , dito den Bescheid vom VSA?
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Alt 18.09.2014, 10:24   #5
gelibeh
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Standard AW: Wie gegen Ablehnungsbescheid GdB vorgehen?

Du solltest aber doch einen Arzt konsultieren. Die sagen sich, so schlimm ist es ja nicht, wenn der/die noch nicht mal zum Arzt geht.
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
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Alt 18.09.2014, 13:17   #6
Don Vittorio
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Standard AW: Wie gegen Ablehnungsbescheid GdB vorgehen?

@Gesunder

Schau einmal hier auf Seite 83 :

http://landingpages.wolterskluwer.de...de_tabelle.pdf

Zitat:
GdB 30
mit schweren funktionellen Auswirkungen in
einem Wirbelsäulenabschnitt (Verformung,
häufig rezidivierende oder anhaltende Bewe-
gungseinschränkung oder Instabilität schweren
Grades, häufig rezidivierende und Wochen an-
dauernde ausgeprägte Wirbelsäulensyndrome)
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Alt 18.09.2014, 14:30   #7
alvis123
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alvis123 alvis123 alvis123 alvis123 alvis123 alvis123
Standard AW: Wie gegen Ablehnungsbescheid GdB vorgehen?

Zitat von Goldfield Beitrag anzeigen
Moin,
Also je nach Einkommen kannst du zum Gericht gehen und einen Beratungsschein für einen Anwalt bezgl.Widerspruchs ( Anwalt für Sozialrecht am besten in deinem Fall ) holen, die lehnen gern erstmal alles ab bzw.Stufen niedrig ein, habe ich vor kurzem auch so gemacht, bekam Bescheid wegen einem GDB wo ich nicht mit einverstanden bin, nun läuft alles über den Anwalt.
Er wollte nichtmal die 15 Euro Eigenbeteiligung.
Hi...

..Vorsicht!...die 15 €:




reichen allenfalls für's sog. "Vorverfahren".

Falls Klage beim Sozialgericht eingereicht wird, gilt das:


Rechtsanwaltsvergütungsgesetz – Wikipedia



MfG
__

-keine Rechtsberatung-keine Gewährleistung-nur Erfahrung-

-alles, was nicht direkt tötet, macht nur härter -

alvis123 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.09.2014, 18:43   #8
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Gesunder
Standard AW: Wie gegen Ablehnungsbescheid GdB vorgehen?

Zitat von Don Vittorio Beitrag anzeigen
@Gesunder

Schau einmal hier auf Seite 83 :

http://landingpages.wolterskluwer.de...de_tabelle.pdf
Genau das war ein Teil meines Erklärungsschreibens!
Und genau deswegen (unter anderem) sehe ich 0 GdB nicht ein.
3x in weniger als einem Jahr ist für mich häufig rezidierend.
Und den Rest erfülle ich auch. Das haben die einfach untern Tisch fallen lassen.
Das steht aber auch genau so in den Entlassungsberichten.

Ich habe gerade erst gewonnen bei einer anderen Sache. Da hatte ich mir nen Beratungsschein geholt.
Der Anwalt war ne Lusche!!! Am Ende hab ich selbst die Arbeit gemacht und gegen das JC gewonnen.
Ich habe 15 bezahlt und dann noch die Arbeit gehabt. Deshalb hab ich von Anwälten derzeit ziemlich
genug. Mag sein, es war der Falsche. Nur wer ist der Richtige? Der, der richtig Biss hat? Hat doch kaum
einer. Also muss ich das selbst regeln. Im SGB II wäre ich zuhause. Hier bin ich es leider nicht mehr.
Königsweg gibt es nicht, klar!

Was würde auf den Widerspruch folgen? Wie geht es dann weiter?
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Alt 18.09.2014, 18:54   #9
Don Vittorio
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Standard AW: Wie gegen Ablehnungsbescheid GdB vorgehen?

Zitat von Gesunder Beitrag anzeigen

Was würde auf den Widerspruch folgen? Wie geht es dann weiter?
Wenn der Widerspruch erfolglos ist,kommmt die Klage vor dem SG.

Du könntest Mitglied bei einem Sozialverein wie dem VdK werden,kostet einen monatlichen Beitrag von 5 ? € und dann noch Gebühren im erträglichen Bereich,je nachdem was unternommen wird.
Das Manko dieser Vereine ist,die Qualität hängt vom Personal vor Ort ab.

Aber erhebe erstmal Deinen Widerspruch,mir hatten sie damals 20 gegeben und dann habe ich einen formlosen Widerspruch eingelegt und plötzlich waren es 50.
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Alt 18.09.2014, 18:55   #10
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Gesunder
Standard AW: Wie gegen Ablehnungsbescheid GdB vorgehen?

Zitat von gelibeh Beitrag anzeigen
Du solltest aber doch einen Arzt konsultieren. Die sagen sich, so schlimm ist es ja nicht, wenn der/die noch nicht mal zum Arzt geht.
Ärzte kosten nur Geld! Sonst garnichts.
Ich bin auf Ärzte und Anwälte ganz schlecht zu sprechen.
Hätte ich mich auf die verlassen, hätte mich das JC zerpflückt.
So hab ich die zerpflückt. Seit Monaten ist Ruhe, die trauen sich bei mir
nichts mehr. Nicht mal Meldetermine hab ich mehr seit über 6 Monaten.
Nur noch das Geld kommt. Das war mein Verdienst, weil Ärzte und Anwälte
versagt haben. Ich krieg keine VV, ich krieg auch sonst nichts. Nur das Geld.
Ich habe ganz schlechte Erfahrung mit Ärzten und Anwalt gemacht.

Hinfahren, Cortisonspritzen ablehnen und wieder wegfahren macht sich in der Akte auch nicht dauerhaft besser. So kann ich wenigstens sagen, das KEIN Arzt meinen Ist-Zustand wirklich beurteilen kann. Sollen Sie mich doch mal vorladen. Ich hau die mit Arbeit voll, bis die ne Abteilung für mich öffnen müssen. Ich mach den das so teuer, das die aus finanziellen Gründen schon nachgeben. Ich hab Zeit! Und ich bin motiviert! Ich bin sauer!
Ich kann nicht mal ne Stunde stehen und dann muss ich lesen, das ich "gesund" bin. Wer überprüft deren "Bescheide"?
Nur Richter? Muss ich nach SGBIII und SGBII nun das nächste lernen?
Das darf doch nicht wahr sein! Ich müsste mich eigentlich mal um Arbeit kümmern, statt um die Umsetzung dessen, was mir zusteht.

@Gelibeh
Ich meine verstehen zu können, was Du mir mit dem Tipp sagen willst. Aktuelle Gründe in der Krankenakte produzieren. Das geht allerdings bei den Ärzten nicht einfach so.
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Alt 18.09.2014, 19:00   #11
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Gesunder
Standard AW: Wie gegen Ablehnungsbescheid GdB vorgehen?

Zitat von Don Vittorio Beitrag anzeigen
Aber erhebe erstmal Deinen Widerspruch,mir hatten sie damals 20 gegeben und dann habe ich einen formlosen Widerspruch eingelegt und plötzlich waren es 50.
Ohne, das Du nun persönliches hier öffentlich machst, in welcher Art hast Du geschrieben?

Einfach nur "Ich lege hiermit Widerspruch ein"?
Ich suche ja nach Begründungen. Und ich würde halt abführen wollen, das
1. die Berichte klar darlegen, was ich habe und nach der Tabelle mir X zusteht
2. kein Arzt derzeit aktuell etwas sagen kann, sollte mein Hausarzt befragt worden sein, so hat er ohne mich überhaupt zu sprechen eigenmächtig meinen Ist-Zustand beurteilt und dies ist nicht legitim.
3. werde ich drohen und auch beweise!!!! wie ich nach der Abschmetterung des Widerspruches alles in Bewegung setzen werde und mit alle Kosten und Zeiten egal sind (irgendwie so in der Richtung)

Hattest Du Begründungen? Neue? Hast Du Gründe wiederholt?
Oder wie hast Du das gemacht?
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Alt 18.09.2014, 19:08   #12
Muzel
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Standard AW: Wie gegen Ablehnungsbescheid GdB vorgehen?

Ich kann Gelibeh nur Recht geben, wenn du dich nicht in Behandlung begibst, dann glaubt dir keiner deine Schmerzen. Wegen meiner Rückenschmerzen bekomme ich Spritzen und das Voltaren resinat kaufe ich selbst. Auf Ibo würde ich auch pfeifen. Jetzt soll ich gegen die Schmerzen Akupunktur bekommen. Die kann der Orthopäde auch behalten.
__

Wer Rechtschreibfehler findet, kann sie behalten.
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Alt 18.09.2014, 19:09   #13
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Gesunder
Standard AW: Wie gegen Ablehnungsbescheid GdB vorgehen?

Zitat von Barrit Beitrag anzeigen
Vielleicht magst Du mal den aktuellsten Befund anonym einstellen , dito den Bescheid vom VSA?
Anbei schonmal der Bescheid. Den aktuellsten Befund muss ich erst aus dem Archiv holen. Ich habe alles von mir selbst in Kopie. Kein Arzt hat auch nur einen Zettel mehr.

Da steht aber eben tatsächlich drin: BSV, 3 fach rezidierend.
Allerdings ist der letze Vorfall 4 Jahre her, weil ich durch die BU aus der Belastung herausgekommen bin und deshalb keinen mehr hatte.
Aber nur, wegen der BU. Nicht weil mein Körper nun "geheilt" ist.

Miniaturansicht angehängter Grafiken (Klicken = große Ansicht)
img_9067-kopie.jpg   img_9068-kopie.jpg  
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Alt 18.09.2014, 19:11   #14
ZynHH
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Standard AW: Wie gegen Ablehnungsbescheid GdB vorgehen?

Zitat:
Das geht allerdings bei den Ärzten nicht einfach so.
Wieso nicht? Du sollst dich doch nur behandeln lassen, lass dir Schmerzmittel verschreiben, sagt doch keiner das du sie nehmen sollst, wenn du keine Schmerzen hast.

Und schreib mal auf, für den Widerspruch, welche Einschränkungen du hast. Wie wirkt sich das auf deinen Alltag aus? Was kannst du alles nicht mehr tun deswegen, auch in der Freizeit. Der GDB richtet sich hauptsächlich nach deinen Einschränkungen. Das beginnt doch damit, das man sich nicht traut, bestimmte Bewegungen zu machen um den Schmerzen zu entgehen.....
__

Mahalo
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Alt 18.09.2014, 19:13   #15
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Gesunder
Standard AW: Wie gegen Ablehnungsbescheid GdB vorgehen?

Zitat von Muzel Beitrag anzeigen
Ich kann Gelibeh nur Recht geben, wenn du dich nicht in Behandlung begibst, dann glaubt dir keiner deine Schmerzen. Wegen meiner Rückenschmerzen bekomme ich Spritzen und das Voltaren resinat kaufe ich selbst. Auf Ibo würde ich auch pfeifen. Jetzt soll ich gegen die Schmerzen Akupunktur bekommen. Die kann der Orthopäde auch behalten.
Ich habe alles versucht.
Kineso, Gymnastik, Spritzen, usw. Übrigens auch Akupunktur.
Nichts hilft. Ich hab vor dem Arzt gesessen und er meinte, was er mit mir machen soll?
Da meine Freundin in der Apo arbeitet bekomme ich alles zum Einkaufspreis.
Da zahle ich doch nicht mehr? Könnte mir natürlich wieder ne Befreiung durch die KK holen.
Nichtsdestotrotz. Jetzt, in diesem Moment, in diesen 4 Wochen bringt mir ein "normaler" Arztbesuch doch erstmal nichts?

Übrigens, mit hat Akupunktur nicht geholfen. Ich kenne aber einen Fall von jemanden, dem hat es geholfen. Also wenn es Dein Budget zulässt und der Leidensdruck hoch genug ist, dann vielleicht mal versuchen.
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Alt 18.09.2014, 19:16   #16
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Gesunder
Standard AW: Wie gegen Ablehnungsbescheid GdB vorgehen?

Zitat von ZynHH Beitrag anzeigen
Und schreib mal auf, für den Widerspruch, welche Einschränkungen du hast. Wie wirkt sich das auf deinen Alltag aus? Was kannst du alles nicht mehr tun deswegen, auch in der Freizeit. Der GDB richtet sich hauptsächlich nach deinen Einschränkungen. Das beginnt doch damit, das man sich nicht traut, bestimmte Bewegungen zu machen um den Schmerzen zu entgehen.....
Auch das war bereits Teil des Erklärungsschreibens. Ich habe dargelegt in allen Belangen wie Auswirkungen sind. Beruf, Hobby, Alltag, alles. Und ich habe dargelegt, das ich die Tabellen kenne. Dann habe ich mich aufgrund der Befunde selbst eingeordnet und mitgeteilt, was ich von denen erwarte.
Vielleicht sind sie deshalb so sauer und wollen mir deshalb einen geigen.
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Alt 18.09.2014, 19:26   #17
Cerberus
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Standard AW: Wie gegen Ablehnungsbescheid GdB vorgehen?

Also ich will jetzt nicht der Spielverderber sein........ aber:

Regelmäßig geben die VÄ auf BSV u. ähnliches einen GdB von 20, höchstens 30.

Anhaltspunkte fr die gutachterliche Ttigkeit
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Alt 18.09.2014, 20:20   #18
Don Vittorio
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Standard AW: Wie gegen Ablehnungsbescheid GdB vorgehen?

Zitat von Gesunder Beitrag anzeigen
Ich habe alles versucht.
Kineso, Gymnastik, Spritzen, usw. Übrigens auch Akupunktur.

Übrigens, mit hat Akupunktur nicht geholfen. Ich kenne aber einen Fall von jemanden, dem hat es geholfen. Also wenn es Dein Budget zulässt und der Leidensdruck hoch genug ist, dann vielleicht mal versuchen.
Ich habe festgestellt,dass Aktivitäten im Wasser,ob Gymnastik oder einfach Schwimmen bei mir am besten hilft.Wichtig ist es eine starke Rückenmuskulatur aufzubauen,das ist schon die halbe Miete.

Akupunktur hatte ich auch einmal,sogar bei einem Chinesischen Arzt,hatte glaub 10 oder 12 Behandlungen,aber keinerlei Veränderungen festgestellt.

Ein Punkt den man bei Rückenaua auch nicht vernachlässigen sollte wäre die Psyche.Viele Rückenbeschwerden sind auch somatisch verursacht.
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Alt 18.09.2014, 20:51   #19
Muzel
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Genau, dass ist meine Meinung, man muss sich für eine Therapie entscheiden. Aber keine Therapie ist schlecht.
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Alt 19.09.2014, 03:14   #20
Barrit
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Barrit Barrit Barrit
Standard AW: Wie gegen Ablehnungsbescheid GdB vorgehen?

@Gesunder, wie hier schon gesagt , Du musst in Behandlung - noch besser AU geschrieben sein und zwar b.a.w. .
Das Du den Erstantrag selbst getätigt hast war keine gute Idee... den hätte Dein beh, Arzt tätigen sollen und wenn der Arzt dann das geschrieben hätte was Du vorgetragen hast wäre es besser rüber gekommen - es ist schon sonderbar wenn man selbst einen Antrag stellt und Diagnosen nennt - hast Du wenigsten Befunde , Atteste etc. beigefügt?

Jetzt rate ich Dir , geh zum Arzt und lass den Artz Widerspruch schreiben .

Ich habe den Erstantrag nicht selbst gemacht sondern der beh. Arzt und dann als es schlechter wurde und ich lang eim AU-Stand war beantragte ich selbst eine Vrschlechterung /Erhöhung des GdB und fügte dem aktuelle Befunde bei ohne eine Erklärung zu schreiben und der GdB wanderte von 80% auf 100%
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Alt 19.09.2014, 06:50   #21
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Gesunder
Standard AW: Wie gegen Ablehnungsbescheid GdB vorgehen?

@ Barrit
Mit Arzt wäre vielleicht besser gewesen. Aber das kann ich ohnehin nicht mehr ändern. Das kann ich mir nur für die Zukunft merken.
Ich werd aber mal versuchen den Hauptarzt mehr einzubinden. Als erstes werde ich ihn fragen, ob er auch gefragt wurde und was er gesagt hat.

Befunde, Diagnosen, Atteste habe ich selbst mit eingereicht. Weiterhin musste ich ja die Ärzte nennen und sie haben das von denen ein 2.Mal 1:1 erhalten.
Immer, wenn ich einen Umschlag nicht öffnen sollte und zu einem anderen Arzt bringen sollte habe ich den geöffnet und alles abfotografiert.
WEIL ES MEIN KÖRPER IST! Und fehlendes habe ich mir in Zweitschrift ebenfalls aushändigen lassen.
Die haben also alles erhalten.
Es ist so, als wenn ich sage, als Laie "Bein ab". Befund "Bein ab" einreiche. Dann die Ärzte nochmal sagen "Bein ab". Die nun sagen "Bein nicht besonders ab" und das ganze begründen, weil ich länger nicht beim Arzt war. Ja trotzdem ist das Bein ab!

Ich werd mich mal mit dem Arzt beraten. Bissl Zeit ist noch.
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Alt 19.09.2014, 22:44   #22
Doppeloma
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Frage AW: Wie gegen Ablehnungsbescheid GdB vorgehen?

Hallo Gesunder,

Zitat:
Auch das war bereits Teil des Erklärungsschreibens. Ich habe dargelegt in allen Belangen wie Auswirkungen sind. Beruf, Hobby, Alltag, alles. Und ich habe dargelegt, das ich die Tabellen kenne. Dann habe ich mich aufgrund der Befunde selbst eingeordnet und mitgeteilt, was ich von denen erwarte.
Vielleicht sind sie deshalb so sauer und wollen mir deshalb einen geigen.
Du hast also einen Bandscheibenvorfall gehabt und der meldete sich schon 3 Mal wieder, bist du deswegen schon operiert worden, warst du in Kliniken, bist du in spezieller regelmäßig Schmerztherapeuthischer Behandlung, nimmst du regelmäßig Schmerzmittel aus dem BTM-Bereich ???

Ich will dich wirklich nicht ärgern aber mein Männe hatte das alles bereits durch und bekam zunächst einen GdB vom 30 bewilligt ... nach der ersten OP ...
Das ist über 20 Jahre her ... inzwischen hat er weiter OPs gehabt deswegen, war mehrfach in der Schmerzklinik und nimmt Morhine gegen die starken Dauerschmerzen ... nun hat er inzwischen den Schwerbehinderten-Ausweis (GdB 50) bekommen und ist EM-Rentner.

Ich frage mich gerade was du konkret erwartest (und wofür ???), in welcher Weise fühlst du dich tatsächlich so extrem eingeschränkt und behindert, was erhoffst du dir für einen GdB zu bekommen ???

Du gehst also nicht zum Arzt weil du ALGII bekommst, das Argument ist mir neu, wenn man so starke Schmerzen hat wie du schilderst, dann helfen keine freiverkäuflichen IBU mehr und Kortison ist meines Wissens auch kein probates Dauerschmerzmittel ... mein Männe hat gegen seine LWS-Probleme noch nie Kortison bekommen ...

Zitat:
Mit Arzt wäre vielleicht besser gewesen. Aber das kann ich ohnehin nicht mehr ändern. Das kann ich mir nur für die Zukunft merken.
Ich werd aber mal versuchen den Hauptarzt mehr einzubinden. Als erstes werde ich ihn fragen, ob er auch gefragt wurde und was er gesagt hat.

Auch dein Arzt kann dem Versorgungsamt nicht beschreiben, wie es dir im täglichen Leben damit geht und wo genau (bei welchen Tätigkeiten /Bewegungen) deine Schmerzen besonders stark werden, dafür gibt es z.B. Schmerztagebücher, wo man das für den Arzt täglich notieren muss wann es wo wie stark geschmerzt hat und denen nur ihre Richtlinien vor die Nase zu halten genügt ganz sicher nicht obwohl ich damit auch schon einen Widerspruch für meinen Männe durch bekommen habe.

Das war aber klar und eindeutig eine Fehleinschätzung vom Versorgungsamt damals, er bekommt übrigens den GdB 50 nicht alleine wegen der Rücken Probleme, da sind noch einige andere Sachen dabei ... ohne OP und regelmäßige Schmerztherapie von einem Orthopäden /Schmerztherapeuten verordnete Schmerzmedikation wirst du kaum GdB 30 erreichen können.

Zitat:
Befunde, Diagnosen, Atteste habe ich selbst mit eingereicht. Weiterhin musste ich ja die Ärzte nennen und sie haben das von denen ein 2.Mal 1:1 erhalten.
Woher weißt du das, wenn du die Akteneinsicht (§ 25 SGB X) noch gar nicht gefordert hast um einen Widerspruch vernünftig begründen zu können.
Aktuell (vor Ablauf der Monatsfrist) brauchst du nur fristwahrend Widerspruch einlegen zum Bescheid vom XXX, forderst gleichzeitig die maßgeblichen Unterlagen an und die "versorgungsärztliche Stellungnahme", darin ist genauer aufgeführt wie deren Ärzte das beurteilt haben.

Die Begründung erfolgt erst nach Erhalt und Auswertung dieser Unterlagen, vorher weiß dein Arzt auch nicht wie er dir da helfen könnte, ob er es dann weiß kann ich nicht beurteilen, wir haben das immer ohne die (direkte) Unterstützung unserer Ärzte geschafft.

Ein Anwalt kann dir da im Moment auch nicht helfen, es sei denn dem willst du auch noch deine ganze Krankengeschichte erzählen, denn sonst kann der das auch nicht beurteilen, danach vermutlich auch nicht weil der nun mal Anwalt und kein Arzt ist.

Zitat:
Immer, wenn ich einen Umschlag nicht öffnen sollte und zu einem anderen Arzt bringen sollte habe ich den geöffnet und alles abfotografiert.
WEIL ES MEIN KÖRPER IST! Und fehlendes habe ich mir in Zweitschrift ebenfalls aushändigen lassen.
Die haben also alles erhalten.
"In deinem Körper stecken die alle nicht", auf deine Patienten-Unterlagen hast du gesetzlich verbriefte Rechte, da brauchst du nicht "heimlich" Umschläge öffnen und Fotos machen ... die Akteneinsicht steht dir aktuell schon nach § 25 SGB X zu und deine Recht auf Einsicht in deine gesundheitlichen Unterlagen ist zusätzlich hier verankert ...

Patientenrechtegesetz

dafür brauchst du noch nicht mal einen Grund anzugeben ... orthopädische /hausärztliche Arzt-Unterlagen dürften auch kaum so brisant sein, dass man die die Einsicht per Gerichtsbeschluss verweigern könnte ...



Wenn die (nach deiner Ansicht) schon alles haben, dann ist es nach deren Richtlinien offenbar noch nicht schlimm genug für einen GdB, dagegen kannst du dich natürlich wehren, ob das mit Erfolg sein wird kannst du nur erfahren wenn du es versuchst.


Zitat:
Es ist so, als wenn ich sage, als Laie "Bein ab". Befund "Bein ab" einreiche. Dann die Ärzte nochmal sagen "Bein ab". Die nun sagen "Bein nicht besonders ab" und das ganze begründen, weil ich länger nicht beim Arzt war. Ja trotzdem ist das Bein ab!
Nun übertreibe mal nicht so, BS-Vorfälle sind ja kaum mit "Bein ab" gleichzusetzen, ab einem bestimmten Lebensalter werden gerade viele Rücken und Knochen-Probleme auch bereits als "normaler altersgemäßer Verschleiß" angesehen, der Körper ist nun mal nicht unverwüstlich und dann ist manches eben altersbedingt keine besondere Behinderung mehr die einen GdB bewirken könnte.

Das gilt immer nur bei vom "üblichen" abweichend in der betreffenden Altersgruppe, kommt also auch ein wenig auf dein Lebensalter an, ob das noch als Behinderung anerkannt wird oder schon als (häufige) übliche Alterserscheinung gilt, dafür gibt es dann keinen Behindertenstatus mehr vom Versorgungsamt.

Brauchst nicht beleidigt sein, ich habe nicht vor dich anzugreifen, ich selber habe GdB 40 wegen einer Mechanischen Herzklappe (dafür gibt es lt. Liste auch mindestens GdB 30) /Tinnitus/Hörproblemen und einer "leichten psychischen Störung", wegen der ich fast 4 Jahre vom Psychiater AU geschrieben war und letztlich berentet wurde ... ich weiß also sehr gut, worum es geht in diesem Bereich.

MfG Doppeloma
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Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

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Alt 20.09.2014, 08:32   #23
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Gesunder
Standard AW: Wie gegen Ablehnungsbescheid GdB vorgehen?

@ Doppeloma

Erstmal Danke für all Deine Mühe mit der Texterstellung.
Bereits gestern habe ich Widerspruch eingereicht und alle Unterlagen die Basis für die Entscheidung waren darin angefordert und noch einiges mehr. Und meine Begründung habe ich erst in Folge angekündigt, wenn ich selber mehr Infos habe. Diese Art des Widerspruchs, also der Einreichung mit Akteneinsicht und der späteren eigenen Begründung habe ich durch Internetrecherche herausgefunden. Nun diese Art bei Dir als Tipp wieder gefunden. Das ist ja anscheinend schonmal genau der richtige Erstweg auf den Bescheid.

Ich erhoffe mir einen GdB von 30. Weil ich die angegeben Bedingungen mit der dauerhaften Funktionseinschränkung habe, also erfülle. Von dem, was Du schreibst fehlt mir die OP, bei mir wurde es klassisch gelöst (Akut-Krankenhaus, Reha, IRENA, Umschulung). Also zu allen anderen Dingen, ist die Antwort ja. In regelmässiger schmerztherapeutischer Behandlung bin ich nicht. Durch das ALGII unterliege ich nicht der Arbeitswelt. Dadurch kann ich nach meinem Körper leben. Wenn ich also einen schlechten Tag hab rückentechnisch entsprechend handeln. Nur dadurch kann ich Schmerzmittel runterschrauben. In einer Arbeitsbelastung sieht es anders aus. Dann schnellst das wieder sofort hoch und eine 2. Stelle beginnt sich in den Brustwirbeln zu "melden". Aber nur im Anfangsstadium.
Mir ist bekannt, das man bei besonderen Schmerzzuständen auch mehr als einen GdB von 30 erhalten kann. Das habe ich versucht. Allerdings muss ich da ehrlich auch sagen, das ich dies mit ALGII derzeit nicht erfülle. Also GdB 30 wäre faktisch Tatsache und fair bewertet. EM-Rentner bin ich leider nicht, weil ich zu jung bin. Ich bin nur BU-Renter.
Eingeschränkt bin ich dahingehend, das ich z.B. nicht mal in der Lage bin 1h stehen zu können. Oder mit einem Hohlkreuz zu liegen, nicht schwerer heben zu können oder z.B. wenn ich in einer Position war und diese wechsel diese Antriebsstörungen habe.
Wenn man ALGII hat, dann hat man bei Arztbesuch Fahrtkosten, bei Verschreibung Krankengymnastik Kosten, dann kommen die mit ihren persönlchen Verkäufen, wo ein paar Bänder für einmal tapen 15 Euro kosten, ich hab das alles durch. Ich mache nur noch Dinge, die ich noch nicht probiert habe.


>... ohne OP und regelmäßige Schmerztherapie von einem Orthopäden >/Schmerztherapeuten verordnete Schmerzmedikation wirst du kaum GdB 30 >erreichen können.

Ich kenne persönlich Fälle, wo es ohne OP geklappt hat. Ich versuche es. Mir bleibt nichts anderes übrig.

Mein Beispiel mit dem Bein ab bezog sich nicht auf einen Rücken-Bein Vergleich, sondern bezog sich auf den Fakt einer Fehleinschätzung, wenn etwas offensichtlich sein sollte aufgrund der Plausibilitätsprüfung.
Rücken hat den großen Vorteil, es ist nicht lebensbedrohlich. Ich möchte nicht mit Herzpatienten tauschen. Die sind schlimmer dran.

Was ich habe ist defintiv keine Alterserscheinung.
Das muss ich nun beweisen. Ich werde sonst nochmal ein Attest besorgen und damit ein Verschlimmerungsantrag stellen, wenn alles andere vorher nicht zum Erfolg geführt hat. Ich geb nicht auf.

Beleidigt? Wirk ich so? Wenn ja, ich bin es nicht :-)

Nochmals Danke für Deine Antwort! :-)
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Alt 20.09.2014, 18:03   #24
Doppeloma
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Frage AW: Wie gegen Ablehnungsbescheid GdB vorgehen?

Hallo Gesunder,

Zitat:
Das ist ja anscheinend schonmal genau der richtige Erstweg auf den Bescheid.
Korrekt, denn das bewirkt bereits die Einhaltung der Widerspruchsfrist und für die Begründung gibt es keine gesetzlichen Fristen mehr, ist ja auch davon abhängig wie schnell das Versorgungsamt di Unterlagen nun schicken wird.

Zitat:
Ich erhoffe mir einen GdB von 30. Weil ich die angegeben Bedingungen mit der dauerhaften Funktionseinschränkung habe, also erfülle.
Und was glaubst du damit dann anfangen zu können, davon wird es dir nicht "besser" gehen (gesundheitlich und finanziell), so jedenfalls meine Erfahrung, als ich den Bescheid dazu dann in den Händen gehalten habe.

Ich konnte mich dann Gleichstellen lassen (bei der AfA) und hatte dadurch den erhöhten Kündigungsschutz bei meinem AG (wie ein Schwerbehinderter) das war es aber auch schon ...

Wenn man keinen AG hat (also arbeitslos ist) bewilligt die AfA das eher nicht, weil es ein zusätzliches "Vermittlungshemmnis" darstellt, davon hast du offenbar auch so schon genügend ...

Zitat:
Von dem, was Du schreibst fehlt mir die OP, bei mir wurde es klassisch gelöst (Akut-Krankenhaus, Reha, IRENA, Umschulung). Also zu allen anderen Dingen, ist die Antwort ja.
Na dann hast du doch alles was möglich war auch OHNE GdB /Schwerbehinderten-Ausweis bekommen ... welche Effekte erwartest du davon noch ???

Das ist ansonsten ein Stück bedrucktes Papier, dass dir bestätigt, dass du gesundheitliche Einschränkungen hast, nicht weniger aber auch nicht mehr ... selbst der Ausweis (ohne Merkzeichen) bewirkt nicht wirklich was, für dein weiteres Leben und wenn der im Schrank liegt (wie bei meinem Männe) dann hat man da auch keine "besseren Gefühle" bei ...

Er hat übrigens kein Merkzeichen "G" bisher bekommen, allerdings haben wir jetzt auch keine Lust mehr auf weitere Kämpfe mit irgendwelchen Behörden, wir fahren nicht oft mit Öffis, da braucht er das auch nicht unbedingt, mit der Ermäßigung.

Ansonsten nützt ihm der Ausweis GAR NICHTS mehr als EM-Rentner und mir mein GdB 40 ebenso wenig, wir können nicht mal die Steuer-Freibeträge nutzen, weil wir keine Steuern zahlen auf unsere kleinen Renten... :-(((

Wenn du jetzt das Argument bringen würdest, kann das im ALGII /SGB II auch keine Wirkung entfalten, das ist auch steuerfrei und dann bringt das auch NIX ...

Zitat:
In regelmässiger schmerztherapeutischer Behandlung bin ich nicht. Durch das ALGII unterliege ich nicht der Arbeitswelt. Dadurch kann ich nach meinem Körper leben. Wenn ich also einen schlechten Tag hab rückentechnisch entsprechend handeln. Nur dadurch kann ich Schmerzmittel runterschrauben.
Das ist schon klar und nachvollziehbar für mich, mein Männe würde aber mit IBU und Co. "die Wände hochgehen", damit kann er seine Schmerzen überhaupt nicht mehr bekämpfen und ganz ohne ist er faktisch "lebensunfähig" ... da ist noch ne Menge Luft dazwischen und nach den OPs hat er noch jahrelang 12 Stunden-Schichten geschoben (bis über 50 und natürlich ständig unter "Drogen" ).

Zitat:
In einer Arbeitsbelastung sieht es anders aus.
Das ist mir ganz sicher nicht neu, aber man kann sich nicht einfach selber entschließen, dass es ohne Arbeit besser geht, denn ALGII ist kein "Dauerkrankengeld", deiner Argumentation, dass dies dir die Sicherheit geben könnte, deine Gesundheit auf Dauer "zu pflegen" kann ich da nicht ganz folgen.

In welchen Bereich wurdest du denn umgeschult ???
Das wurde ja (eigentlich) gemacht und bezahlt, damit du nicht mehr deine Gesundheit mit ungeeigneten Tätigkeiten weiter ruinieren musst.

Was aber im Umkehrschluss auch bedeutet, dass man von dir erwartet, dass du dieses "Geschenk" auch nutzen wirst, um vorerst keine EM-Rente zu benötigen, so hat sich das jedenfalls die DRV vorgestellt, die das (wahrscheinlich) auch bezahlt hat ...

Zitat:
Mir ist bekannt, das man bei besonderen Schmerzzuständen auch mehr als einen GdB von 30 erhalten kann. Das habe ich versucht.
Sorry aber was stellst du dir darunter vor, die besonderen Schmerzen durch Rücken /WBS-Probleme sind im GdB 30 dafür bereits erfasst, da bekommt man so "alleine" nicht so schnell noch was extra draufgepackt.

Es werden deine gesamten Einschränkungen bewertet und nicht nur "Einzelteile" davon, dass so was auch Schmerzen verursacht ist natürlich schon dabei und bei extremen Schmerzzuständen bestätigt das ein spezieller Schmerztherapeut, wie ich es oben schon beschrieben habe.

Zitat:
Allerdings muss ich da ehrlich auch sagen, das ich dies mit ALGII derzeit nicht erfülle. Also GdB 30 wäre faktisch Tatsache und fair bewertet. EM-Rentner bin ich leider nicht, weil ich zu jung bin.
Von welchem Geld du lebst ist dem Versorgungsamt ziemlich egal, wie kommst du darauf dass dein Bezug von ALGII da irgendeinen Einfluss drauf haben könnte welchen GdB man dir bewilligt ... da wird auch ohne Hartz 4 ein GdB 30 nicht bewilligt, wenn das V-Amt das anders sieht.

Im Übrigen ist das ALGII (nur) für erwerbsfähige Arbeitslose vorgesehen und der Sinn ist eigentlich Vermittlung in Arbeit, damit der Staat nicht ewig zahlen muss und du dein Geld in dem umgeschulten Beruf irgendwann wieder selber verdienst.

Zur "Pflege der Gesundheit" ist Krankengeld und/oder nötigen Falles eine EM-Rente gedacht aber nicht "Grusi für Arbeitsuchende" ... da hast du sehr viel Glück, wenn dein JC das so human behandelt, dass du annimmst man könne sowieso nichts von dir verlangen, weil du krank und BU bist ...

Ich nehme an das wurde mal von der DRV bestätigt (Reha???) und deswegen hast du die Umschulung gemacht (machen dürfen) für diesen Beruf bist du aber nicht mehr BU, das gilt nur noch für den Beruf aus dem du umgeschult wurdest (jedenfalls steht es so in den Gesetzen der Rentenkasse).

Zitat:
Ich bin nur BU-Renter.
Wer sagt das, bekommst du eine BU-Rente ???
Dann sicher nur aus einer privaten Zusatzversicherung, denn die DRV zahlt (gesetzliche) BU-Rente nur noch für Versicherte die VOR dem 02.01.1961 geboren sind, für alle anderen gibt es nur noch EM-Rente wenn die DRV das so entscheidet nach der Antragstellung.

Nach einer Umschulung ist es aber ziemlich schwer die DRV davon zu überzeugen, dass man nun doch die EM-Rente braucht ... mit dem Lebensalter alleine hat das aber nicht wirklich was zu tun, es gibt kein bestimmtes Alter wo man "krank genug sein darf" um eine EM-Rente bekommen zu können ...

Auch sehr junge Menschen können schon so schwer krank sein, dass selbst die DRV das anerkennen muss und ihnen EM-Rente bewilligt, einfach ist das allerdings nicht, auch nicht im höheren Lebensalter.

Die möchten möglichst überhaupt KEINE Rente zahlen müssen, wenigstens nicht vor der regulären Altersrente.

Zitat:
Eingeschränkt bin ich dahingehend, das ich z.B. nicht mal in der Lage bin 1h stehen zu können. Oder mit einem Hohlkreuz zu liegen, nicht schwerer heben zu können oder z.B. wenn ich in einer Position war und diese wechsel diese Antriebsstörungen habe.
Stehen kann ich schon mein Leben lang nicht wirklich lange und habe trotzdem fast 40 Jahre gearbeitet, es gibt auch genügend sitzende Tätigkeiten (ich nehme an in die Richtung ging auch deine Umschulung), man muss ja nicht bei jeder Arbeit stundenlang stehen und/oder schwer heben ...

"Antriebsstörungen" gehören in den psychischen Bereich, da hat man "zu gar nichts mehr Lust/Antrieb", auch wenn es nicht weh tun würde, das zu machen ... du meinst sicher "Anlaufschwierigkeiten" hatte mein Männe schon seit der ersten OP, die wird er auch den Rest des Lebens haben, aber jetzt (als EM-Rentner) kann er damit natürlich auch besser umgehen und sich einfach die Zeit nehmen die er braucht.

Als Grund für eine EM-Rente und nicht arbeiten zu können /müssen hat das bei der DRV allerdings auch jahrelang noch längst nicht gereicht ... uns hat das JC jedenfalls nur wegen der bereits laufenden EM-Renten-Anträge in Ruhe gelassen ...

Sonst hätten die auch noch versucht uns (mit weit Ü 50) in "andere" Arbeit zu vermitteln, mit Dauer-Krankenschein und bestehendem Arbeitsverhältnis ... das ALGII soll schließlich keine Dauerlösung sein ...

Zitat:
Wenn man ALGII hat, dann hat man bei Arztbesuch Fahrtkosten, bei Verschreibung Krankengymnastik Kosten,
Diese Kosten hast du in Hartz 4 aber nicht lange, wenn du dann die Befreiung von den Zuzahlungen beantragst bei deiner KK, dann bekommst du verschreibungspflichtige Medikamente völlig ohne Extra-Kosten, die Fahrtkosten zum Arzt werden ja nun so unheimlich hoch auch nicht sein ...

Unsere Ärzte konnten /können wir überwiegend auch gut zu Fuß erreichen (ja Bewegung tut auch meinem Männe dann mal gut), du bringst hier finanzielle Argumente, die man nicht bringt, wenn es wirklich so schlimm ist wie du schreibst, Hartz 4 heilt jedenfalls gar nichts ... das können nur Fachärzte, zumindest versuchen für Linderung sorgen.

Aber eben auch nur wenn man regelmäßig hin geht, so kannst du (z.B.) auch eine Chroniker-Bescheinigung von deinem Arzt bekommen und hast dann früher (ab 1% Jahreseinkommen, das sind in deinem Falle um die 40 Euro) ... dafür muss man aber wenigstens 1 Mal im Quartal in Behandlung sein, sonst füllt das kein Arzt aus ... ohne die Chroniker-Regelung sind es 2 % sind so um die 80 Euro (bei ALG II) die man erst selber zuzahlen muss, ehe man den Ausweis bekommen kann.

Ein GdB ist dafür auch völlig unnötig, man braucht nur regelmäßig zum Arzt gehen und wenn der dann noch "lebensnotwendige" Medikamente verschreiben muss, ist das überhaupt kein Problem diesen Befreiungs-Ausweis jedes Jahr zu bekommen, so lange man kein anderes /höheres Einkommen hat.

Dann brauchst du auch keine Physiotherapie mehr zuzahlen, keinen Krankenhausaufenthalt usw.

Zitat:
dann kommen die mit ihren persönlchen Verkäufen, wo ein paar Bänder für einmal tapen 15 Euro kosten, ich hab das alles durch. Ich mache nur noch Dinge, die ich noch nicht probiert habe.
Solchen Quatsch brauchst du doch nicht zu kaufen, das mag vielleicht Sportlern bei kleinen "Zipperlein und/oder Muskelkater" helfen, so was hat mein Männe noch nie benutzt und es hat ihm auch noch kein Arzt empfohlen das zu "probieren" ... er bekommt regelmäßig Physio-Therapie von seiner Schmerztherapeutin verordnet und braucht nie was zuzahlen ...

Das kann ihn und seinen kaputten Rücken zwar auch nicht mehr "heilen" aber sie meint, dass sie ihm auch das verordnen wird, was ihm einfach mal etwas Erleichterung verschafft und sei es nur für wenige Stunden, denn er hat Dauerschmerzen trotz BTM-Medikation, ohne ginge es allerdings überhaupt nicht.

Er führt natürlich weiterhin sein Schmerztagebuch, das will sie auch bei jedem Termin sehen, schon um die Wirkung der Tabletten besser einschätzen zu können, so wird das wohl auch bis an sein Lebensende weitergehen (müssen), auch wenn er jetzt EM-Rentner ist und ihm (eigentlich) keiner mehr wirklich "helfen" kann.

Ohne diese Behandlungen würde es ihm allerdings insgesamt sicher noch schlechter gehen, es geht ihm also aktuell den "Umständen entsprechend" gut, arbeiten könnte er so natürlich auch nicht mehr gehen ...

Zitat:
Ich kenne persönlich Fälle, wo es ohne OP geklappt hat. Ich versuche es. Mir bleibt nichts anderes übrig.
In der Hinsicht wird auch ein GdB nichts für dich verändern können, gerade wenn du noch so jung bist, sollte es doch auch in deinem Interesse liegen dir das körperliche /gesundheitliche Wohlbefinden so lange wie möglich zu erhalten, dafür braucht man keinen GdB sondern vernünftige (Fach-) Ärzte und eine etwas andere Einstellung dazu scheint mir ...

Zitat:
Rücken hat den großen Vorteil, es ist nicht lebensbedrohlich. Ich möchte nicht mit Herzpatienten tauschen. Die sind schlimmer dran.
Kommt drauf an, mir geht es (jetzt) auch wieder "den Umständen entsprechend" gut, vor der OP (2007) hatte ich noch eine realistische Lebenserwartung von 3 - 5 Jahren, mit der sicheren Aussicht, dass es mir (ohne die OP) garantiert immer beschi**ener gehen würde ... mit den Knochen /Rücken hatte und habe ich (aktuell 61) keine besonderen Schwierigkeiten, da "bedaure" ich eher meinen Männe um sein Schicksal ...

Aber man kann lernen das zu akzeptieren, damit zu leben und wenn man dazu bereit ist wird manches einfacher ... mich hat es eher fertig gemacht (psychisch) dass die DRV nach der Antragstellung meinte, ich solle trotzdem weiter Vollzeit mein Geld selber verdienen und brauche doch "deswegen" keine EM-Rente ...

Immerhin sahen sogar deren Gutachter meinen vorhandenen Büro-Job inzwischen als ungeeignet an, nur was ich sonst "noch Leichteres" machen sollte, wussten die auch nicht konkret zu benennen ...
Es dauerte fast 3 Jahre bis dann am Gericht dazu entschieden wurde, dass ich meine sehr geringe Gesamt-Leistungsfähigkeit nicht mehr "wirtschaftlich sinnvoll" am aktuellen Arbeitsmarkt unterbringen kann.

Im privaten Alltag geht es mir eigentlich deutlich besser als meinem Partner, wenn mein Kreislauf mal nicht so will, kann ich ja pausieren und ich mache eben nicht mehr als möglich ist auf einmal ...

Zitat:
Was ich habe ist defintiv keine Alterserscheinung.
Das muss ich nun beweisen.
Bei mir auch nicht, bekommt ja nicht jeder ein künstliches Ersatzteil in die Pumpe eingebaut ... darum gibt es ja darauf auch Minimum GdB 30 (dauerhaft) ... nur EM-Rente, die gibt es trotzdem nicht unbedingt ... :-(((

Was willst du denn da "beweisen", die kennen doch dein Geburtsdatum und was die da als "altersgemäß" ansehen oder nicht steht in den Richtlinien ...
Wenn noch kein GdB erteilt wurde, kannst du auch keine "Verschlimmerung" beantragen, sondern nur einen erneuten Feststellungsantrag stellen ...

Keiner sagt, dass du aufgeben sollst, auch wenn ich den Hintergrund /Sinn deines verbissenen Kampfes um einen GdB (von wenigstens 30) noch immer nicht verstehen kann (aber vielleicht ist das ja bei mir eine "Alterserscheinung" ???), alles was du bisher dazu angeführt hast, wird sich auch durch einen anerkannten GdB vom Versorgungsamt nicht ändern ...

Zitat:
Beleidigt? Wirk ich so? Wenn ja, ich bin es nicht :-)
Nein, bisher wirkt es nicht so, aber ich bin mir durchaus bewusst, dass meine Schreibe oft auch "provokativ" ist und rüber kommt, da hat sich schon mancher "auf den Schlips getreten" gefühlt, besonders wenn er noch ziemlich neu war im Forum.

Bin zwar schon älter aber immer noch sehr neugierig und hinterfrage gerne, was, wer warum unbedingt erreichen möchte ... ich finde es immer besonders schade, wenn sich schon sehr junge Menschen (wegen eigentlich noch relativ leichter gesundheitlicher Einschränkungen) fast aufgegeben haben und nicht mehr über berufliche Ziele nachdenken (möchten) ... sondern nur noch darüber wie sie (hoffentlich) auch in der Zukunft nicht mehr arbeiten brauchen.

Da bekomme ich langsam Angst, ob meine Rente wirklich so "sischer" ist ... ;-)))

MfG Doppeloma
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Alt 20.09.2014, 20:24   #25
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@Doppeloma

Beim Widerspruch fand ich halt den Tipp gut die Akteneinsicht der eigenen Begründung vorzuschieben.

Ein GdB wird dafür sorgen, das es mir seelisch besser geht.
Weil so einige Menschen in meinem Umfeld versuchen mir einreden zu wollen, das ich komplett gesund sei. So auch meine Sachbearbeiterin. Das ist auch schon mehrfach eskaliert in Sanktionsversuchen die ich alle gewonnen habe und sie regelmässig daran "erinnern" muss, das ich kein Ja-Sager bin und mir nichts einreden lassen. Überzeugen ja, einreden nein.
Finanziell und gesundheitlich, geb ich Dir recht, da ändert sich nichts.
Rechtlich hingegen schonwieder schon.
Und das weißt Du, sonst hättet ihr das selber nicht gemacht, oder?
Wenn es keine Auswirkungen hat, wieso habt ihr es gemacht?
Auch die Gleichstellung ist eines meiner weiteren Ziele. In der Privatwirtschaft eher ein Vermittlungshemmnis, im öffentlichen Dienst genau das Gegenteil. Vermittlungshemmnisse habe ich sehr viele. Das stimmt. Ohne mein wohlwollendes zutun können die mir eigentlich nichts, zumal ich meine Rechte sehr gut kenne und meine Pflichten alle erfülle und auch die Spielchen kenne und hier nicht nur wasserdicht, sondern druckdicht arbeite.

Zu Deinen Fragen:
Meine Erwartungen:
Ich erwarte mir durch den GdB eine leichtere Abwehr von Zeitarbeit, als es jetzt schon der Fall ist. Ich erwarte das mein Handicap dann ernst genommen wird. Ich strebe die Gleichstellung an. Das sind so meine Hauptgründe.
Ich bin es leid mit meiner Sachbearbeiterin über meinen Gesundheitszustand diskutieren zu müssen. Sie ist der Überzeugung, wenn etwas länger her ist, ist es erledigt. Und dem ist nicht so. Meine Krankheit wird nicht ernst genommen. Das ist etwas, was mich aufregt. Aufregung mindert meine Lebensqualität. Das geht nicht.

Merkzeichen G hab ich eingetragen, aber nur mit dem Gedanken "vielleicht rutscht es durch". Ist aber nicht und es ist auch ok, weil die paar Schritte kann ich laufen. Das ist in Ordnung, da werd ich auch nichts weiter unternehmen.

Zu den Schmerzen. Wenn man einen Kontrollverlust des eigenen Körpers hat, weint, in Dinge beißt und Angstzustände zwische den Schmerzschüben hat und man sich selber alles spritzen würde (wenn man denn könnte, denn wie gesagt, Kontrollverlust), dann ist das denke ich schonmal ne Hausnummer.
Nicht mal die Schaufeltrage konnte eingesetzt werden. Der Schwingtisch später war wie eine Folterbank, naja, .....
Jedenfalls habe ich einen Denkfehler gehabt. Ich bin davon ausgegangen, das der Schmerzzustand zählt, den man hatte. Und nicht nur der, den man hat. Diesen extremen habe ich derzeit nicht. Möchte ich auch nie wieder erleben.
Und insofern habe ich in den letzten Tagen bereits gelernt das die angestrebten GdB 50 unrealistisch sind, weil diese Schmerzen derzeit nicht so vorhanden sind. Wenn Dein Mann sowas hat, dann tut mir das echt Leid.
Das wünscht man nicht mal seinem Feind. Das ist sowas von krass. Das verstehen nur die, die es erlebt haben. Das ist mit Zahnarzt und Co nicht vergleichbar.

Wenn Dein Mann dann nach der OP noch 12 Stunden Schichten geschoben hat unter Drogen, weil er es wollte, dann ist das ok.
Ich sehe das nicht ein. Durch die Arbeit bin ich bereits angeschlagen. Und ich muss nun mit meinem Körper haushalten, damit ich noch 20 Jahre Arbeit schaffe. Das kann ich nicht, wenn ich mich so verheizen lasse. Diesen Fehler habe ich bereits begangen und mache ich kein 2.Mal. Die unbezahlten Überstunden, die 80h Wochen haben meinen Körper gekillt. Nein, danke. Egal was Du sagst, no way. Dann gelte ich eben als faule Sau, aber wenn im Vertrag 40,0 steht, dann gibt es auch nur noch 40,0.
Für mich ist nun die Gesundheit wichtiger als die Arbeit.
Die Kinder als der Chef. Ich habe im Akut-Krankenhaus die ganzen Herzpatienten gefragt was deren größter Fehler war. Egal welcher IQ, egal welches Leben. Alle haben sich verheizen lassen. Und nun liegen sie da mit ihren Blutverdünnern. Ne, ich höre auf meinen Körper. Nach dem Taschenrechner bestimmt er meine Entscheidungen.
Umgeschult wurde ich fürs Büro. In dieser Zeit begannen aber weitere Probleme an anderer Rückenstelle. Mein Rücken ist einfach Mist.
Und mir ist klar, das ich das ne Weile machen können werde. Bringt mir auch sogar echt Spass. Aber realistisch gesagt ist mir auch klar, das da noch mehr passieren wird.
Die Umschulung war kein "Geschenk" der DRV. Es war kalkül, mich zum Beitragszahler zu machen. Und davon ab. Du weißt, das eine Umschulung bedeutet, das man Voraussetzungen erfüllen muss. Z.B. die Jahre, wie lange man eingezahlt hat. Da ich aber eingezahlt habe, ist das KEIN Geschenk.
Es war ein Versicherungsfall. Nichts weiter. Versicherungen sind wetten. Und bei Zwangsversicherungen wie den staatlichen wird man halt gezwungen zu wetten. EU bin ich nicht. Und deshalb ist eine EM-Rente auch etwas, was ich derzeit weder anstrebe noch wenn ich ehrlich bin durchkommen dürfte. Denn ich bin erwerbsfähig. Ich habe erst vor kurzem wieder mal 2 Monate umsonst als Praktikant gearbeitet. Dann ein 1er Arbeitszeugnis bekommen und tschüss. Das Übliche halt. Nun geht der nächste in den Laden.

>wie kommst du darauf dass dein Bezug von ALGII da irgendeinen Einfluss drauf haben könnte welchen GdB man dir bewilligt ...

Es ging um die Unzumutbarkeit einer Arbeit aus gesundheitlichen Gründen. Nicht um Bezüge. Das JC ist für alle da, ausser EU. AU und BU ist aber nicht EU. Also sind die genau für mich da! Der Staat wird sowieso zahlen müssen.
Mit dem üblichen Tariflohn wäre ich Aufstocker. Aus ALG2 komme ich so oder so nicht raus. Dann müsste ich in ein anderes Bundesland ziehen oder meiner Familie tschüss sagen. Durch meine eigene Vorsorge durch meine private BU bin ich bereits Aufstocker. Ich liege also dem Staat sowieso nicht voll zur Last.

Human ist das JC nicht. Aber da ich nunmal gesundheitlich nicht jeden Beruf machen kann aus gesundheitlichen Gründen und ich einen Beistand habe, der das jedes Mal durchsetzt und die Gesetze so sind, wie sie sind, hab ich da keine Humanität, sondern ich bin Arbeitssuchend mit Einschränkungen nach gültigen Gesetzen.

BU bin ich für alles was bestimmte Anforderungen hat. Tragen, Stehen, Zwangshaltungen usw. Das ist nicht nur auf einen Beruf bezogen.
BU-Rente bekomme ich aus einer privaten, korrekt.
Schlussfolgern tust Du echt gut. EM-Rente ist wie gesagt nicht mein Ziel.
Ich möchte die Abhängigkeit vom Amt soweit abbauen, das selbst dann, wenn mir noch paar Euros zustehen würden, ich diese nicht nehmen muss. Lieber habe ich Ruhe, weniger Pflichten und mehr Lebensqualität. Weil so toll ist das beim Amt nun wirklich nicht.

Ich meinte Anlaufschwierigkeiten, ja. Nicht Antriebsstörungen. Du kennst das ja sicher von Deinem Mann. Man hat irgendeine Haltung. Dann möchte man diese wechseln und alles ist so versteift und tut dann weh und man kommt langsam in die Gänge. Aber aus körperlichen Gründen, nicht seelisch. Und wenn man sich dann etwas bewegt hat, gehts wieder. Ich nehme mir da auch die Zeit, die ich brauche. Was bleibt mir auch anderes übrig. Mir schlafen auch Beine oder Arme oft ein. Manchmal muss ich halt warten bis ich wieder Gefühl habe. Ich bin ja schon froh, das ich Gefühl habe.
Andere haben über Jahre abgeklemmte Nerven.

Wenn Du nun sagst, das ALGII keine Dauerrente ist, frag ich mich, ob es die EU ist. Weil auch da lebt man vom Staat. Nur aus einer anderen Kasse. Ist jemand besser oder schlechter, nur weil das Geld aus einem anderen Topf kommt? Ein ALGIer besser als ein ALGIIer??? Ich denke nicht.
Niemand sucht sich sowas aus. Ich würde mir, wenn ich könnte lieber den gesunden Rücken kaufen und jede Arbeit machen können als den jetzigen Zustand. Denn dieser hat auch aufs Privatleben Einfluss. Bezüglich Arbeit könnte man ja noch sagen "Toll!". Und privat? Da ist die Lebensqualität auch im A. Das vergessen viele. Deshalb hat Gesundheit nichts mit nicht arbeiten wollen zu tun. Jedenfalls nicht, wenn man klar im Kopf ist.
Also dann viel Spass bei der Dauerlösung aus dem Topf der DRV.
Staat ist Staat. Topf ist Topf. Die kommen alle vom gleichen LKW.

Die Zuzahlungsbefreiung macht 41,xx aus. 1% halt.
Kennste ja alles. Aber damit bekommt man keine Fahrtkosten bezahlt.
Und ich wohne auf dem Land. Mein Arzt ist 40km entfernt (hin und zurück).
Ich merk das schon, wenn ich da regelmässig hin muss.

Wenn ich einen Akutschub habe, dann zählt nichts finanzielles. Dann geht garnichts. Dann könnte ich nicht mal mit dem Auto zum Arzt, weil ich nicht mal stehen kann. Ich kann mich nicht mal drehen. Ich brauche, wenn ich merk das der out kommt 15 Min. um mich einfach nur da, wo ich bin auf den Boden sacken zu lassen. Da liege ich dann erstmal 4-5 Stunden. Dann rob ich zur Coach, brauch wieder 15Min. rauf und liege dann da bis es dunkel wird. So war es z.B. letztes Mal. Arzt? Daran ist nicht zu denken. Wenn, dann RTW und Krankenhaus. Wenn die Schmerzen unerträglich werden. Ansonsten warte ich einfach ein paar Tage, bis es wieder geht. Also wenn es geht, dann versuche ich finanziell zu sparen. Und wenn es nicht geht, dann gehts eh gleich auf den Schwingtisch.
Hartz4 heilt nicht. Aber Hartz4 sorgt dafür, das sich der Gesundheitszustand bei mir stabilisiert hat. Dafür bin ich dankbar.
Fachärzte können Schmerzen beheben. Aber sie können mir keinen neuen Rücken geben. Leider. Die letzten Fachärzte haben mir mitgeteilt, das ich damt leben muss. Besser wirds nicht mehr. Ich kann froh sein, wenn es nicht schlimmer wird.
Chronische Bescheinigung hab ich nicht, da nie beantragt. Aber meine Partnerin hat den. Das ging per Telefon. Sie hat auch Rücken und hat dem Arzt gesagt, das er ganz genau weiß, das Rücken etwas dauerhaftes ist. Soll sie nun wegen jeder scheiß Packung kommen oder schreibt er den Zettel? Er hat den Zettel geschrieben. Weil er weiß, rein aus Plausibilität wie es ist. Und sie hatte natürlich auch schon dicke Akte mit MRT, Vorfällen usw. Also das sie nicht simuliert war klar. Und da war ohnehin Arthrose, Skoriolose (oder wie das heißt) usw. mit im Spiel. Naja, anderes Thema.
Aber danke für den Tipp! Das mit den 41 Euro kannte ich. Macht x2 auch schonwieder 83 Euro extra im Jan. Läppert sich eben alles.

>Dann brauchst du auch keine Physiotherapie mehr zuzahlen, keinen >Krankenhausaufenthalt usw.

Ich wette immoment. Ich versuche die 41 Euro zu sparen in der Hoffnung keinen Krankenhausaufenthalt zu bekommen.
Wenn die Gefahr größer ist, werd ich auf jeden Fall mit den 41 absichern.

Kinesio und sowas habe ich probiert, weil man einfach eine Besserung möchte und der Leidensdruck und der Wille dafür sorgt, das man alles probiert wovon man hört und was man bezahlen kann. Was ich gern mal versuchen würde, aber was mir bislang niemand aufschreiben wollte ist manuelle Therapie.
Aber ob das bei mir Sinn macht, keine Ahnung. Krankengymnastik mache ich in Eigenregie. Fitnesscenter ebenfalls. In der Reha hab ich auch autoaktives Training gelernt. Davon bin ich überzeugt, obwohl ich keine Verbesserung feststellen kann. Aber die Logik ist überzeugend.
Deinen Mann gehts aber auf jedem Fall schlechter als mir.
Deshalb frage ich mich auch, was man mit 67 noch arbeiten soll?
Viele schaffen es nicht mal bis 60. Siehe euch.

Was die DRV mir sagt, ist mir EGAL! Die DRV will Geld sparen. Sie denkt an sich selbst. Und ich tue das, was richtig ist. Ich denke an mich. Denn ich habe noch eine Aufgabe in Sachen Kindeserziehung zu vollenden.
Und das ist das, was mir das Wichtigste ist. Ich lebe nicht für die DRV, sondern ich möchte, das der Nachwuchs es besser hat.

Wenn kein Verschlimmerungsantrag machbar ist, kriegen die halt nach jedem neuen Attest einen neuen Feststellungsantrag. Auch gut. Ich sorg schon für Arbeit. Ist doch gut, wird dort keiner entlassen ;-)

Also beleidigt bin ich wirklich nicht. Fragen hin oder her. Meinung hin oder her. Du schreibst sachlich, Du gibst auch Tipps, also bin ich dankbar nicht beleidigt. Ich fühle mich nicht schnell angegriffen. Man muss auch mal daran denken, das Du mich komplett nicht kennst. Also beurteilst Du mit einem Wissensauszug. Und ich kann dann ja erklären. Da es hier öffentlich ist, lasse ich vieles weg. Manches verändere ich leicht, falls ein SB mitliest und den Rechner anwirft. Aber der Kern um den es mir geht, der bleibt natürlich.

So jung bin ich dann leider nicht mehr. Und so leicht sehe ich meine Einschränkungen auch nicht. Allerdings, das positive, nicht lebensgefährlich. Aufgegeben habe ich mich nicht. Allerdings meine berufliche Karriere. Weil die Tarife, die Statistiken, der Taschenrechner, die persönliche Lebenssituation klar ausgibt, das kein rauskommen aus ALGII möglich ist. Es sei denn, ich wechsel das Bundesland und würde etwas machen in Richtung Abteilung leiten usw. Und da sind wir wieder beim Thema. Die Wurzeln des Nachwuchs sind mir wichtiger als alles andere. Mein Nachwuchs darf nicht dafür bestraft werden sozial, damit ich 200 Euro über ALGII liege. Abgesehen davon, das dann alle Vergünstigungen wegfallen und man im Endeffekt weniger hat.
Der Fehler liegt im System. BRD ist ein Lohndumpingland geworden.
Was 1960-2000 Gültigkeit hatte, hat nun KEINE Gültigkeit mehr. Viele können vom Lohn keine Familie mehr unterhalten.
Das war gerade in den 80ern, 90ern noch gut möglich. Das habe ich aber nicht zu verantworten, nur auszubaden.
Und wer gesund ist, kann ja 3 Jobs machen. Ich habe gemacht und ich kann nicht mehr.

Die Rente ist sicher, jedenfalls hat das Blüm gesagt *LOOOOOL*
Ihr werdet euer Geld noch erhalten aus der Rente. Ob ich es noch erhalte, das ist eher fraglich bei der Demografie, der Geldmengenausweitung, den Krisen und vielem mehr. Die fetten Jahre sind vorbei.

:-)
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