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Start > > -> Aus der Arbeitslosigkeit zur EU- oder BU-Rente

Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 08.08.2014, 15:13   #1
hsm1->Emailproblem
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hsm1
Standard Aus der Arbeitslosigkeit zur EU- oder BU-Rente

Hallo,

folgende Fragen: Um EU-Rente zu beantragen, muss jemand doch in den letzten 5 Jahren 3 Jahre gearbeitet haben. Muss es sich dabei um "richtige" Arbeit gehandelt haben, oder zählt ein versicherungspflichtiger, aber steuerfreier Midi-Job auch mit? Wie kriegt ein Langzeitarbeitsloser überhaupt an eine Rente, wenn er physisch oder psychisch schon länger krank ist, aber nicht auf diese 3 Jahre kommt? Muss man dafür lange krank geschrieben sein oder reicht es aus, Behandlungen und Therapien über mehrere Jahre nachweisen zu können? (Viele Ärzte weigern sich ja, Arbeitslose krank zu schreiben.) Kann der Patient die Rente selbst beantragen, oder muss das ein Arzt tun? Was kann man machen, wenn man keinen Arzt findet, der sich diesen vielen Papierkram antun will? Wer hilft in solchem Fall?

Danke für alle Hinweise und Erfahrungen.
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Alt 08.08.2014, 16:16   #2
Don Vittorio
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Standard AW: Aus der Arbeitslosigkeit zur EU- oder BU-Rente

Steuerpflicht spielt keine Rolle,es müssen Pflichbeiträge an die DRV abgeführt worden sein.

Zitat:
Auch besondere versicherungsrechtliche Voraussetzungen müssen erfüllt werden. Hierfür ist es erforderlich. dass die/der Versicherte in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung mindestens drei Jahre mit Pflichtbeitragszeiten (sogenannte 3/5-Regelung) zurückgelegt hat, also so lange schon Beiträge in die Rentenversicherung einzahlt.

Diese versicherungsrechtlichen Voraussetzungen (3/5-Regelung) werden nicht gefordert, wenn

die teilweise oder volle Erwerbsminderung infolge eines Arbeitsunfalls, einer Wehrdienstbeschädigung o. ä., oder
die volle Erwerbsminderung innerhalb von 6 Jahren nach Beendigung einer Ausbildung
Erwerbsminderungsrente - Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen

Ob man aktuell in der AU ist,spielt auch keine Rolle.Es kommt darauf an,was die Gutachter der DRV aus den vorliegenden Arztberichten und aufgrund ihrer eigenen Untersuchungen entscheiden.

Der Antrag auf EM-Rente kann über das Versicherunsamt der Gemeinde gestellt werden.Mach dort einen Termin aus,dann wird der Beamte/Angestellte mit Dir zusammen den Antrag ausfüllen und an die DRV weiterleiten.
Sollte der Antrag abgelehnt werden,empfiehlt sich die Mitgliedschaft in einem Sozialverband wie der VdK oder SoVD,die Dich auch vor einem eventuellen Gerichtsverfahren vor dem Sozialgericht begleiten.
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Alt 08.08.2014, 17:10   #3
liesa
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liesa liesa liesa liesa liesa liesa liesa
Standard AW: Aus der Arbeitslosigkeit zur EU- oder BU-Rente

Eine möglichst lange durchgehende AU ist immer von Vorteil bei Beantragung einer EM - Rente!

Und die Gutachter der DRV entscheiden nix! Diese sollen nur eine Einschätzung und Empfehlung abgeben! Eine Entscheidung über die Bewilligung trifft nur der Sozialmedizinische Dienst der DRV, das sind mehrere Ärzte die nach vorliegen aller Unterlagen (Befundbericht, Gutachten etc.) dann entscheiden.

Diese können, müssen aber nicht die Meinung des Gutachters teilen.

Wenn die Beitragszeiten nicht erfüllt sind bleibt nur der Weg über das Sozialamt.
Die beantragen dann eine Prüfung nach den Medizinischen Voraussetzungen für eine Rente bei der DRV die diese dann auch durchführt. Wenn man selber ohne die Anwartschaftszeit erfüllt zu haben einen Antrag stellt wird dieser abgelehnt wegen eben den fehlenden Beiträgen/Zeitraum.


liesa
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Alt 08.08.2014, 17:18   #4
Don Vittorio
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Standard AW: Aus der Arbeitslosigkeit zur EU- oder BU-Rente

Zitat von liesa Beitrag anzeigen
Und die Gutachter der DRV entscheiden nix!
Natürlich gründet sich die Entscheidung ob Rente oder nicht maßgeblich auf die Gutachten.
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Alt 08.08.2014, 17:37   #5
liesa
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Standard AW: Aus der Arbeitslosigkeit zur EU- oder BU-Rente

Zitat von Don Vittorio Beitrag anzeigen
Natürlich gründet sich die Entscheidung ob Rente oder nicht maßgeblich auf die Gutachten.
Das ist richtig! Aber es ging darum wer die Entscheidung trifft. Und das ist eben nur der Sozialmedizinische Dienst/Ärzte.

Viele denken nämlich das ist der Gutachter und dem ist nicht so.


liesa
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Alt 08.08.2014, 17:42   #6
Doppeloma
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Frage AW: Aus der Arbeitslosigkeit zur EU- oder BU-Rente

Hallo hsm1,

Zitat:
folgende Fragen: Um EU-Rente zu beantragen, muss jemand doch in den letzten 5 Jahren 3 Jahre gearbeitet haben. Muss es sich dabei um "richtige" Arbeit gehandelt haben, oder zählt ein versicherungspflichtiger, aber steuerfreier Midi-Job auch mit?
ergänzend mal zu dem was dir schon geschrieben wurde ... die DRV wird als Allererstes prüfen, ob die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen (erforderliche Pflichtbeitragszeiten) erfüllt sind, dann braucht sie sich mit dem Rest (deiner Gesundheit) vielleicht gar nicht erst zu befassen ...

Zitat:
Wie kriegt ein Langzeitarbeitsloser überhaupt an eine Rente, wenn er physisch oder psychisch schon länger krank ist, aber nicht auf diese 3 Jahre kommt?
Wenn du nicht auf die erforderlichen Pflichtzeiten kommst ist es egal aus welchen Gründen, dann hast du keinen Anspruch (bei der DRV) auf Rente wegen Erwerbsminderung ... wie dir schon geschrieben wurde kannst du dann nur Geld vom Sozial-Amt (Sozial-Hilfe) bekommen, wenn man dir trotzdem bescheinigt, dass du nicht mehr arbeiten kannst.

Zitat:
Muss man dafür lange krank geschrieben sein oder reicht es aus, Behandlungen und Therapien über mehrere Jahre nachweisen zu können? (Viele Ärzte weigern sich ja, Arbeitslose krank zu schreiben.)
Arbeitslos ohne AU-Bescheinigung heißt, du stehst der Arbeitsvermittlung Vollzeit zur Verfügung ... also bist du (rechtlich gesehen) auch nicht Arbeits-Unfähig krank und noch weniger Erwerbsgemindert im Sinne des Rentenrechtes.

Nicht mal jeder der für längere Zeit einen Krankenschein bekommen muss ist deswegen gleich so krank, dass er EM-Rente bekommen wird und ein Arzt, der meint man brauche keine Bescheinigung wenn man Arbeitslos ist ... das wäre sicher nicht MEIN Arzt ...

laufende Behandlungen und Therapien haben viele chronisch kranke Menschen (egal ob mit oder ohne Arbeitsplatz), das ist kein ausreichendes Kriterium für eine EM-Rente und ohne einen (möglichst langjährigen) behandelnden Arzt, der da auch hinter dir steht wenn die DRV Anfragen schreibt wie es so um dich steht wirst du auch keine EM-Rente erreichen können.

Die wird nur bei langen, meist dauerhaften Krankheiten bewilligt, die es unmöglich machen (aus Sicht der DRV), dass man seinen Lebensunterhalt noch mit regelmäßiger Berufsarbeit verdienen könnte, dabei interessiert es auch die DRV nicht besonders ob man einen Job auf dem Arbeitsmarkt finden kann oder nicht.

Zitat:
Kann der Patient die Rente selbst beantragen, oder muss das ein Arzt tun? Was kann man machen, wenn man keinen Arzt findet, der sich diesen vielen Papierkram antun will?
Wenn du bei einer Behörde was beantragen willst, dann musst du das schon selber tun, das gilt auch für einen Antrag auf EM-Rente, hast du schon mal eine med. Reha gemacht, vielleicht solltest du ja nicht selber zu früh aufgeben, dass sich noch wieder was bessern könnte an deinem Zustand.

Bei der DRV gilt auch Reha kommt VOR Rente und es kann durchaus sein, dass man dir zunächst eine Reha "vorschaltet", um festzustellen ob die EM-Rente wirklich notwendig ist ... die DRV verläßt sich bei dieser Entscheidung am Liebsten auf sich selbst, ihre Reha-Kliniken und ihre eigenen Gutachter.

Von Papierkram werden behandelnde Ärzte trotzdem meist nicht "verschont", denn die Berichte für die DRV müssen ja auch geschrieben werden ... sofern die überhaupt welche anfordern ... und wenn kein Arzt da ist bei dem du regelmäßig in Behandlung bist, wird es ganz sicher nicht leichter die DRV von deiner EM zu überzeugen ...

Zitat:
Wer hilft in solchem Fall?
Wie dir schon geschrieben wurde kannst du dich an eine Renten-Beratungsstelle der DRV wenden, die gibt es überall in Deutschland, allerdings haben die mit der Entscheidung nichts zu tun, die helfen dir nur bei dem Papierkram und leiten das dann weiter an die zuständige Stelle zur Bearbeitung.

Dort kannst du auch die "Kontenklärung" beantragen, falls die noch nicht erfolgt ist, denn sonst kann gar nicht festgestellt werden, ob du überhaupt eine DRV-Rente bekommen kannst /wirst ...
Dafür musst du dann alle Arbeitsstellen nachweisen können, die du in deinem bisherigen Leben hattest, daraus ergibt sich ja erst welche Höhe eine EM-Rente dann eventuell erreichen wird.

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
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Alt 09.08.2014, 11:35   #7
hsm1->Emailproblem
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hsm1
Standard AW: Aus der Arbeitslosigkeit zur EU- oder BU-Rente

Danke schon mal an alle.

Ursache meiner psychischen Probleme sind viele Jahre Mobbing bzw. Bossing. Ich hatte bisher 2 Reha-Maßnahmen und habe zwei Therapeuten "verschlissen", der 2. hat die Therapie beendet, weil er darüber frustriert war, dass ich keine Fortschritte machte. Seit dem geht es mir noch schlechter. Für einen 3. Therapieversuch (definitiv den letzten!) bin ich angemeldet, aber die Warteliste ist lang. Mein Arzt ist vor geraumer Zeit vor dem AMD der Krankenkasse umgekippt, hat mich im Stich gelassen und gemeint, da ich gekündigt sei und nicht mehr da hin müsste, würde es schon mit der Zeit besser werden, und ich wäre ja erst mal arbeitslos... Damals konnte ich mich nicht wehren und auch nicht einschätzen, ob es mir tatsächlich im Laufe der Zeit besser geht. Leider ist manches eher schlimmer geworden, wirklich wehren kann ich mich noch immer nicht. Zwei weitere Fachärzte haben auch nichts unternommen, mich quasi an den Ursprungsarzt zurück geschickt - eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus, keiner stellt einen Kollegen infrage; die Hausärztin fühlt sich nicht zuständig. Ich rutsche überall durch. Von anderen Mobbing-Betroffenen (Reha, Selbsthilfegruppe) weiß ich, dass die meisten danach berentet wurden - ziemlich unproblematisch und nach viel kürzerer Mobbing-Dauer. Das frustriert mich zusätzlich. Es beweist ja, dass es möglich ist und dass Mobbing bleibende Schäden hinterlassen kann, die mit dem aktuellen Arbeitsmarkt nicht kompatibel sind.

Ich hab nun gelesen, dass man eben innerhalb der letzten 5 Jahre 3 Jahre gearbeitet haben muss, um den Rentenantrag zu stellen. Dafür läuft mir jetzt sozusagen die Zeit davon, wenn ich weiter nach Ärzten und Therapeuten suche. In ein paar Wochen ist es dann soweit, dass ich nicht mehr auf diese 3 Jahre komme wegen Arbeitslosigkeit. Allerdings fand ich anderswo den Hinweis, dass dies nur für vor 1961 Geborene überhaupt eine Option ist, dann kann ich das eh vergessen, liege altersmäßig knapp drunter. Allerdings weiß ich eben auch, dass auch viel Jüngere als ich eine Rente bekommen. Irgendwie überfordet mich das gerade alles ziemlich, weil ich nicht wieder was verpassen will und diesen scheinbaren Zeitdruck eben als DRUCK verstehe und nicht verkrafte... (Ich weiß, den mache ich mir gerade selbst, aber falls es die letzte Chance ist...)
hsm1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.08.2014, 11:53   #8
Yukonia->Emailproblem
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Yukonia Yukonia Yukonia Yukonia Yukonia Yukonia
Standard AW: Aus der Arbeitslosigkeit zur EU- oder BU-Rente

Zitat von hsm1 Beitrag anzeigen
Ich hab nun gelesen, dass man eben innerhalb der letzten 5 Jahre 3 Jahre gearbeitet haben muss, um den Rentenantrag zu stellen. Dafür läuft mir jetzt sozusagen die Zeit davon, wenn ich weiter nach Ärzten und Therapeuten suche. In ein paar Wochen ist es dann soweit, dass ich nicht mehr auf diese 3 Jahre komme wegen Arbeitslosigkeit. Allerdings fand ich anderswo den Hinweis, dass dies nur für vor 1961 Geborene überhaupt eine Option ist, dann kann ich das eh vergessen, liege altersmäßig knapp drunter.
Hallo hsm1,

ich würde dir empfehlen, dass du schnellst möglich deinen Antrag stellst. Hier findest du die Zugangsvoraussetzungen. Es gilt: Innerhalb der letzten 5 Jahre 3 Jahre Pflichtbeiträge zur RV unabhängig von deinem Geburtsjahr. Es gibt Ausnahmen z.B. bei Unfall oder nach einer Ausbildung. Sollten Unterlagen fehlen kannst du die im Rahmen deiner Mitwirkungspflich jederzeit nachreichen. Wichtig ist der Termin, an dem dein Rentenantrag gestellt wird! Auf der Seite der DRV gibt es das Antragspaket als PDF-Download. Ist ziemlich umfangreich. Es gibt überall Rentenberater, die dich beim Antrag unterstützen können, du kannst aber die Antragsformulare auch allein ausfüllen.

Ich glaube, man kann auch den Antrag formlos und mit einem Satz stellen: "Hiermit beantrage ich Rente wegen Erwerbsminderung. Bitte senden Sie mir die erforderlichen Unterlagen zu." Damit gilt dein Antrag als gestellt und die DRV wird dich dann auffordern, die ganzen Formulare nachzureichen. Bin mir aber nicht sicher. Vielleicht weiß das Forum mehr dazu. Das könntest du auch über das Service-Telefon der DRV 0800 1000 4800 erfragen.

Hier noch eine kleine Hilfestellung.

Zitat:
Welches Antragsdatum zählt
Das Eingangsdatum der ersten Anfrage gilt als Rentenantragsdatum. Das ist wichtig,
weil dieses Datum Einfluss auf den Beginn Ihrer Rente haben kann. Näheres dazu finden Sie im Kapitel „Denken Sie an die Fristen“
.
Zitat:
Das Eingangsdatum gilt auch dann, wenn der Rentenantrag bei einem anderen Sozialleistungsträger gestellt wird, der zur Annahme befugt ist. Das kann beispielsweise die Agentur für Arbeit oder eine gesetzliche Krankenkasse sein.
__

Von null auf hundert in fünfzehn Minuten
Meine Beiträge stellen möglicherweise meine Meinung dar
Yukonia ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.08.2014, 12:06   #9
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hsm1
Standard AW: Aus der Arbeitslosigkeit zur EU- oder BU-Rente

Danke, Yukonia, also das nenne ich mal praktische Hilfe!
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Alt 11.08.2014, 13:00   #10
saurbier
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saurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiert
Standard AW: Aus der Arbeitslosigkeit zur EU- oder BU-Rente

Also die 1961er regelung kannst du mal getrost vergessen.

Diese gilt/galt für die Berufsunfähigkeit welche es heute ja so nicht mehr gibt (Ausnahme eben vor 1961 geborene).

Darüber hinaus ist es schon sehr schwer eine BU zu erhalten, weil die DRV da dank der unzähligen Urteile viele Hürden aufgebaut hat und gerne auf unmögliche Arbeiten verweist (Pförtner ect.).

Für dich käme wenn überhaupt eine Teil-EMR bzw. eine volle EMR in Betracht.

Allerdings sollte man sich von dem Glauben befreien, dass eine solche Rente einfach zu bekommen ist. Hier Klagen schon viele über Jahre hinweg.

Gerade bei deinem Thema scheint dies nicht ganz so einfach zu laufen, da eben psychische Erkrankungen leider schwer zu greifen sind. Hier ist eine langjährige Behandlung sicherlich nicht von Nachteil, wobei entsprechende AU´s sicherlich vorteilhaft sein dürften.

Ich würde mich da nicht so drauf verlassen, dass ich als Mobbingopfer eben mal so eine volle EMR erhalte.

Hinzu kommt, dass die DRV sicherlich eine Rehabilitationsmassnahme vor einer Rente vornehmen wird (Reha vor Rente), um abzuklären ob nicht doch eine Heilungsmöglichkeit besteht.

Allerdings steht einem sofortigen Antrag nichts im Weg, denn der ist unabhängig von einer Entscheidung der DRV, ermöglicht es dir aber die Fristen nicht zu verpassen.

Viel Glück.


Gruss saurbier
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Alt 12.08.2014, 15:28   #11
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hsm1
Standard AW: Aus der Arbeitslosigkeit zur EU- oder BU-Rente

Zitat von saurbier Beitrag anzeigen
Ich würde mich da nicht so drauf verlassen, dass ich als Mobbingopfer eben mal so eine volle EMR erhalte.

Hinzu kommt, dass die DRV sicherlich eine Rehabilitationsmassnahme vor einer Rente vornehmen wird (Reha vor Rente), um abzuklären ob nicht doch eine Heilungsmöglichkeit besteht.
Ich verlasse mich auf gar nichts und niemanden mehr... Es ist nur seltsam und wieder mal total ungerecht, dass mehr als die Hälfte der mir bekannten Betroffenen scheinbar problemlos berentet wurden, einige befristete, manche auch dauerhaft (der Literatur nach gibt es das gar nicht mehr beim ersten Antrag, aber warum sollten mich diese Leute belügen?). Es scheint alles sehr willkürlich zu laufen und nicht nach dem Außmaß der Einschränkungen sondern nach dem Wohlwollen des jeweiligen Arztes oder Gutachters zu gehen.

Reha hatte ich schon, die meinten - genau wie der Arzt -, wenn das Arbeitsverhältnis beendet ist, gibt sich das irgendwann alles wieder ("aus den Augen, aus dem Sinn"). Ich überlege, mir einen Rentenberater zu leisten, um das mal durchrechnen zu lassen. Wenn ich vielleicht dauerhaft eine Rente aufstocken muss, bringt mir das mental auch nicht viel, das Amt macht mich genau so fertig wie die Angst vor Arbeit... Schade, dass ich erst jetzt bewusst auf den VdK gestoßen bin, dort muss man ja ein Jahr Mitglied sein, um vertreten zu werden.
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Alt 12.08.2014, 16:10   #12
liesa
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Standard AW: Aus der Arbeitslosigkeit zur EU- oder BU-Rente

Im ALG2 Bezug wurden bis 2011 noch Beiträge in die RV vom Amt eingezahlt. Somit konnte man auch noch die Mindestzeit erreichen wenn man lange genug im ALG2 war und viele hat das sozusagen "gerettet" beim Anspruch auf EM-Rente!

Warum diese Regelung gekippt wurde weiß der Geier....


liesa
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Alt 12.08.2014, 16:18   #13
Don Vittorio
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Standard AW: Aus der Arbeitslosigkeit zur EU- oder BU-Rente

Zitat von hsm1 Beitrag anzeigen
I (der Literatur nach gibt es das gar nicht mehr beim ersten Antrag, aber warum sollten mich diese Leute belügen?).
Welche Literatur ?
Forenbeiträge ?
Natürlich wird bei vielen Fällen der Antrag auch sofort erfolgreich beschieden.
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Alt 12.08.2014, 16:37   #14
gelibeh
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Standard AW: Aus der Arbeitslosigkeit zur EU- oder BU-Rente

Soweit ich weiß, zählen die Zeiten mit ALGII aber trotzdem zu den anrechenbaren Zeiten(Wartezeit) auch wenn das JC nichts mehr einzahlt.
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
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Alt 12.08.2014, 17:03   #15
Don Vittorio
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Standard AW: Aus der Arbeitslosigkeit zur EU- oder BU-Rente

Zitat:
Welche Auswirkungen hat die Streichung von Rentenbeiträgen im Zuge des Haushaltsbegleitgesetzes 2011 für Arbeitslosengeld-II-Bezieher?
Welche Auswirkungen hat die Streichung von Rentenbeiträgen im Zuge des Haushaltsbegleitgesetzes 2011 für Arbeitslosengeld-II-Bezieher?
Don Vittorio ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.08.2014, 17:34   #16
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Standard AW: Aus der Arbeitslosigkeit zur EU- oder BU-Rente

Zitat von liesa Beitrag anzeigen
Im ALG2 Bezug wurden bis 2011 noch Beiträge in die RV vom Amt eingezahlt. Somit konnte man auch noch die Mindestzeit erreichen wenn man lange genug im ALG2 war und viele hat das sozusagen "gerettet" beim Anspruch auf EM-Rente!

Warum diese Regelung gekippt wurde weiß der Geier....


liesa
... ich nehme mal an, weil die RV damit die Zahlung auf die Kommunen abgewälzt hat, oder?

2011 hatte ich noch normales Gehalt, kein ALG II, aber vielleicht hilft Dein Hinweis jemand anderem, der mal dazu nachliest.
hsm1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.08.2014, 17:37   #17
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Zitat von gelibeh Beitrag anzeigen
Soweit ich weiß, zählen die Zeiten mit ALGII aber trotzdem zu den anrechenbaren Zeiten(Wartezeit) auch wenn das JC nichts mehr einzahlt.
Weiß jemand, wie oder wo das rauszubekommen wäre? Und ALG I, zählt das mit? Lässt sich das rechtssicher nachlesen? Dann hätte ich noch ein ganzes Jahr länger Zeit und vielleicht bis dahin einen vernünftigen Arzt oder Therapeuten... Ich bin bis jetzt davon ausgegangen, dass ich gearbeitet haben muss.
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Alt 16.08.2014, 08:58   #18
gelibeh
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Standard AW: Aus der Arbeitslosigkeit zur EU- oder BU-Rente

DAs ist hier direkt von der Rentenversicherung. http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&...v8MN9CAWwG9wig
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
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Alt 17.08.2014, 13:20   #19
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Ja, das ist eindeutig, bezieht sich aber bloß auf ALG II. Ich werde mir mal in Ruhe die ganzen Seiten der DRV vornehmen müssen, vielleicht finde ich noch was zu ALG I.
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Alt 17.08.2014, 15:53   #20
Doppeloma
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Ausrufezeichen AW: Aus der Arbeitslosigkeit zur EU- oder BU-Rente

Hallo hsm1,

Zitat:
Ja, das ist eindeutig, bezieht sich aber bloß auf ALG II. Ich werde mir mal in Ruhe die ganzen Seiten der DRV vornehmen müssen, vielleicht finde ich noch was zu ALG I.
Krankengeld und auch Zeiten mit ALGI wirken immer als Pflichtbeitragszeiten und werden in die Berechnung der Renten mit einbezogen, weil es sich hier um Lohnersatz-Leistungen handelt, für die auch Beiträge an die DRV abgezogen/abgeführt werden.

Wenn du also bis 2011 noch beitragspflichtige Einnahmen hattest (in welcher Form auch immer), dann sollten die in deinem Renten-Konto bei der DRV auch entsprechend "gemeldet" sein.

Es geht also nur um die Anerkennung der Sozial-Leistugen (aus Steuergeldern / SGB II /SGB XII) für einen Renten-Anspruch und bisher ist mein Kenntnisstand, dass ein Bezug von ALG II (SGB II) diesen Anspruch aufrecht erhält ... jedenfalls wenn es keine Lücken gibt zwischen der letzten Lohnersatz-Leistung und dem Bezug von Hartz 4.

Dann ist die Dauer dieser Leistung unerheblich, es ergibt sich natürlich ohne weitere Beiträge keine Steigerung des späteren Renten-Betrages mehr.

Definitiv für deine Person kannst du das nur bei einer Konten-Klärung / Abfrage direkt bei der DRV erfahren, welche Ansprüche auf welche Renten-Arten du bisher erreichen konntest, alles Andere ist nur "Stochern im Nebel" allgemeiner Informationen ...

So bekommst du dann auch Informationen dazu, ob wirklich ALLE für dich persönlich relevanten Daten bei der DRV angekommen sind oder ob du noch selbst Belege für fehlende Zeiträume (Ausbildungszeiten/Arbeitsstellen / AU-Zeiten usw.) beschaffen musst /solltest.

Die AG sind zwar verpflichtet das an die DRV zu melden aber es halten sich keineswegs alle auch daran und für den Nachweis deines "Renten-wirksamen Arbeitslebens" bist du letztlich selbst verantwortlich, was da später (oder aktuell schon) fehlen sollte ,wird dann nicht berücksichtigt ... und je länger das zurück liegt, umso schwerer kann es werden die notwendigen Nachweise noch selbst zu beschaffen.

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

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Doppeloma ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 18.08.2014, 14:42   #21
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Hallo Doppeloma,

eine Kontenklärung hatte ich vor ein paar Jahren, das müsste okay sein. Ich hab auch so ein Schreiben bekommen, in dem die Agentur für Arbeit mir für 2012 Beiträge zur RV bescheinigt, aber das hatte ich in Sachen EU-Rente nicht für voll genommen, weil es ja heißt, man müsse innerhalb von 5 Jahren 3 Jahre versicherungspflichtig gearbeitet haben...

Beim Googeln des Themas hab ich in einem anderen Forum gelesen, die Jobcenter würden Langzeitarbeitslose zunehmend bedrängen, EU-Rente zu beantragen. Davon habe ich noch nichts gemerkt, und so recht logisch scheint es mir auch nicht, denn diejenigen erfüllen ja die Voraussetzungen gar nicht... Oder gilt man schon nach einem oder anderthalb Jahren als langzeitarbeitslos?
hsm1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.08.2014, 02:09   #22
Doppeloma
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Frage AW: Aus der Arbeitslosigkeit zur EU- oder BU-Rente

Hallo hsm1,

Zitat:
eine Kontenklärung hatte ich vor ein paar Jahren, das müsste okay sein. Ich hab auch so ein Schreiben bekommen, in dem die Agentur für Arbeit mir für 2012 Beiträge zur RV bescheinigt, aber das hatte ich in Sachen EU-Rente nicht für voll genommen, weil es ja heißt, man müsse innerhalb von 5 Jahren 3 Jahre versicherungspflichtig gearbeitet haben...
Die Renten-Informationen sollten dir ja auch vorliegen, wenn eine Kontenklärung bereits erfolgt ist, dann schicken die das ja inzwischen regelmäßig automatisch zu ???

Diese Bescheinigungen sind sehr wichtig und es ist nicht ganz richtig, dass man gearbeitet haben muss um die EM-Rente bekommen zu können, ab Feststellung einer Erwerbsminderung (EU-Rente gibt es seit 2001 nicht mehr) sind rückwirkend in 5 Jahren mindestens 36 Monate mit Pflichtversicherungszeiten erforderlich ...

Das bezieht sich also durchaus auch auf Leistungen wie Krankengeld und ALGI, seit Hartz 4 gelten eben auch Zeiten ohne Beiträge als anerkannt dafür ...
Bei bestätigten Beiträgen (aus ALGI) bis einschließlich 2012 brauchst du dir um den versicherungsrechtlichen Anspruch wirklich keine Gedanken zu machen.

Zitat:
Beim Googeln des Themas hab ich in einem anderen Forum gelesen, die Jobcenter würden Langzeitarbeitslose zunehmend bedrängen, EU-Rente zu beantragen.
Die JC bedrängen besonders "Langzeit-Kranke" (mit häufigen und/oder langen AU-Bescheinigungen) einen entsprechenden Antrag zu stellen, weil sie dann oft selbstherrlich entscheiden, dass die wohl "Erwerbsgemindert" sein werden ...

Zitat:
Davon habe ich noch nichts gemerkt, und so recht logisch scheint es mir auch nicht, denn diejenigen erfüllen ja die Voraussetzungen gar nicht...
Ist auch nicht wirklich logisch, denn für die EM-Rente muss man so krank und Leistungsunfähig sein (eben Erwerbsgemindert nach Rentenrechtlichen Maßstäben), dass man aus rein gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten gehen kann.

Ob das wirklich so ist wird letztlich (nach der Antragstellung auf EM-Rente die DRV selber feststellen (lassen) ...

Zitat:
Oder gilt man schon nach einem oder anderthalb Jahren als langzeitarbeitslos?
Es ist dafür (EM-Renten-Antrag) völlig unerheblich wann man als "Langzeitarbeitslos" gilt, das ist kein Grund eine EM-Rente zu bekommen, sondern sollte die AfA und JC eher dazu führen vernünftige Arbeitsplätze für die Betroffenen anzubieten ...

Weder höheres Lebensalter noch zeitweise AU und die Schwierigkeiten wieder Arbeit zu finden, sind bei der DRV ein Grund EM-Rente zu bewilligen ... dort wehrt man sich dann mit allen erdenklichen Mitteln ... eine bestehende EM überhaupt anzuerkennen ...

Selbst dann wenn man NICHT Arbeitslos /Langzeitarbeitslos ist muss man oft genug bis zum Sozialgericht gehen ehe dann überhaupt eine EM-Rente von der DRV bewilligt und gezahlt werden muss ...

So leicht wie die JC sich das meist vorstellen (möchten) bekommt keiner die EM-Rente, schon gar nicht wenn er sie nur wegen "Langzeitarbeitslosigkeit" und Unfähigkeit der JC beantragen soll ...

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
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Alt 19.08.2014, 14:57   #23
saurbier
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Registriert seit: 07.03.2013
Beiträge: 2.355
saurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiert
Standard AW: Aus der Arbeitslosigkeit zur EU- oder BU-Rente

Hallo liebe Doppeloma,

sagen wir dem TE es doch faktisch so wie es aussieht.

Wer den Kopf unterm Arm trägt (sprichwörtlich) der käme für eine volle EMR eher in Betracht.

Alle anderen die meinen eine volle EMR bekommen zu müssen, weil sie täglich mit Schmerzen geplagt sind, oder morgens kaum hoch kommen um zur Arbeit zu gehen, sollten sich darauf einstellen das sie sich mit der DRV viele Jahre vor Gericht und mit unzähligen Gutachtern rumschlagen müssen.

Heute von der DRV mal eben so eine volle EMR zu erhalten, ist so gut wie unmöglich.

Aus meiner persönlichen Sicht dürfte sich dies auch noch verstärken, da nach aktuellen Erhebungen immer mehr Menschen mit Psychischen Erkrankungen in Anbetracht des beruflichen Stresses daher kommen.


Gruss saurbier
saurbier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.08.2014, 11:13   #24
hsm1->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 20.03.2012
Beiträge: 57
hsm1
Standard AW: Aus der Arbeitslosigkeit zur EU- oder BU-Rente

Zitat von saurbier Beitrag anzeigen
Heute von der DRV mal eben so eine volle EMR zu erhalten, ist so gut wie unmöglich.

Das hört man oft, aber ich kenne eben auch von der Reha her einige, die ganz schnell und problemlos eine Rente bekamen. Es stellt sich mir die Frage, woran es liegt, dass die einen die Rente hinter her geschmissen bekommen und andere mit gleichwertigen Beschwerden vergeblich jahrelang kämpfen. Auf Gutachter und Arzt hat man ja wenig Einfluß, aber ich frage mich, ob das eigene Verhalten auch etwas dazu beitragen kann. (Das ist KEINE Kritik an denen, die vergeblich um eine Rente kämpfen, eher der Versuch, nicht selbst unnötige Fehler zu machen.) Ein krummer Rücken lässt sich messen, aber psychische Probleme? Vielleicht können sich die, bei denen es bewilligt wird, besonders gut verkaufen...
hsm1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.08.2014, 12:48   #25
liesa
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Registriert seit: 20.04.2013
Beiträge: 931
liesa liesa liesa liesa liesa liesa liesa
Standard AW: Aus der Arbeitslosigkeit zur EU- oder BU-Rente

Also ich denke das es gerade bei Psychischen Erkrankungen schwer ist da zu "Schauspielern"...

Das bekommen die entsprechenden Ärzte ganz schnell mit wenn man da "übertreibt"...

Es kommt eben auf viele Faktoren an. Wie lange besteht die Erkrankung, Alter, Gutachter, vielleicht auch auf eine hohe Reputation des behandelnden Facharztes und seiner Einschätzung / Gutachten....etc.....

Manche machen (bzw. denken das) auch die Höhe der zu erwartenden Rente mit von der Entscheidung abhängig also geringe Rente = leichtere Bewilligung....???

Dann geben geben auch viele zu zeitig auf (zb. nach dem abgewiesenen Widerspruch) und manche kämpfen erst gar nicht bei einer Ablehnung.

Mein behandelnder Facharzt sagte mir neulich das es wirklich immer schwerer wird eine EM-Rente zu bekommen....





liesa
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