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Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 07.08.2014, 20:23   #1
mario100
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Standard pflicht medikamente etc

darf man während bezug einer rente zu medikamenteneinnahme und ärztebesuch gezwungen werden?
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Alt 07.08.2014, 21:25   #2
Don Vittorio
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Standard AW: pflicht medikamente etc

Zitat von mario100 Beitrag anzeigen
darf man während bezug einer rente zu medikamenteneinnahme und ärztebesuch gezwungen werden?
Dazu kann Dich niemand zwingen.
Allerdings kann man Dir vorwerfen,nicht alles selbst getan zu haben um gesund zu werden.
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Alt 07.08.2014, 21:41   #3
mario100
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Standard AW: pflicht medikamente etc

aber kann das juristisch konsequenzen haben bzwgl einer rentenweiterbewilliging
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Alt 07.08.2014, 22:07   #4
saurbier
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Standard AW: pflicht medikamente etc

Hallo mario100,

dazu steht erst einmal im Raum um welche Rentenart es sich handelt.

Bezieht man eine Erwerbminderungsrente, also eine vorzeitge Rente aus rein gesundheitlichen Gründen, dann ist man grundsätzlich zur Mitwirkungspflicht verpflichtet.

Das bedeutet man hat als Betroffener selbst dazu beitzutragen, dass negative Einflüsse auf den aktuellen Gesundheitszustand unterbleiben.

Dazu könnte dann auch ggf. gehören, medizinisch verordnete Medikamente zu nehmen bzw. bei Arzt regelmäßig vorstellig zu werden.

Je nach Krankenbild mag dies dann ganz unterschiedlich sein.

Vom Grundsatz her hat jedoch hierzulande jeder das Recht zum Arzt seines Vertrauens zu gehen.

Der Rententräger kann einem weder Medikamente vorschreiben noch einen bestimmten Arzt. Hier ist sein Einfluss lediglich auf mögliche Empfehlungen beschränkt. Allerdings kann und darf der Rententräger einen Leistungsbezieher in entsprechende Rehabilitationshäuser zwecks Behandlung einladen (Reha vor Rente).

Ganz anders sähe es jedoch aus, wenn ein vorzeitiger Rentenbezieher (EMR) z.B. vom seinem Hausarzt bzw. seinem Facharzt Medikamente verordnet bekäme die einen positiven Einfluss auf den Krankheitsverlauf hätten und der Rentenbezieher sich verweigern würde diese zu sich zu nehmen.

Dann könnte der Rententräger dies zum Anlass nehmen, eine neuerliche Rentenverlängerung negativ zu bescheiden, weil der Rentenbezieher es hier an seiner Mitwirkungspflicht zu einem eventuell positiven Heilungsverlauf und damit ggf. vorzeitigem Rentenbezugsende mangeln lässt.

Ich empfehle mal den aktuellen Rentenbescheid, im besonderen die Anhänge genauer zu lesen. Dort steht so manches interessante dazu drin.

Wer eine Erwerbsminderungsrente beantrag muss die Notwendigkeit hierzu dem Rententräger mit geeigneten Unterlagen nachweisen.


Gruss saurbier
saurbier ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 07.08.2014, 22:43   #5
liesa
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Registriert seit: 20.04.2013
Beiträge: 929
liesa liesa liesa liesa liesa liesa liesa
Standard AW: pflicht medikamente etc

Na ja, wer einmal eine volle EM-Rente aus gesundheitlichen Gründen bezieht wird wohl eher selten wieder "Gesund". (außer eine "Wunderheilung" ist erfolgt zb. bei einem Gutachtertermin )

Allerdings sollte man schon (insbesondere bei Befristung) seine regelmäßigen Arzttermine beibehalten und natürlich ggf. Medikamente zur Vermeidung der Verschlechterung des Gesundheitszustandes einnehmen.

Denn spätestens beim Verlängerungsantrag (aber auch bei unbefristeten Renten kommt ab und zu eine Überprüfung) werden die behandelnden Ärzte angeschrieben. Und wenn man schon so Krank ist und eine EM-Rente bekommt (was beileibe heutzutage nicht leicht ist erst mal eine bewilligt zu bekommen...) ist man ja nun nicht von seinen Beschwerden befreit, sondern ist weiterhin auf ärztliche Behandlung/Unterstützung angewiesen.

Zwingen kann dich allerdings niemand, höchstens im Zusammenhang mit einer "Zwangsbehandlung" das ist aber eine ganz andere "Baustelle"
Zwangsbehandlung ? Betreuungsrecht-Lexikon


liesa
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Alt 08.08.2014, 12:06   #6
GlobalPlayer
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Beiträge: 1.109
GlobalPlayer
Standard AW: pflicht medikamente etc

Zitat von saurbier Beitrag anzeigen
Hallo mario100,

dazu steht erst einmal im Raum um welche Rentenart es sich handelt.

Bezieht man eine Erwerbminderungsrente, also eine vorzeitge Rente aus rein gesundheitlichen Gründen, dann ist man grundsätzlich zur Mitwirkungspflicht verpflichtet.

Das bedeutet man hat als Betroffener selbst dazu beitzutragen, dass negative Einflüsse auf den aktuellen Gesundheitszustand unterbleiben.

Dazu könnte dann auch ggf. gehören, medizinisch verordnete Medikamente zu nehmen bzw. bei Arzt regelmäßig vorstellig zu werden.

Je nach Krankenbild mag dies dann ganz unterschiedlich sein.

Vom Grundsatz her hat jedoch hierzulande jeder das Recht zum Arzt seines Vertrauens zu gehen.

Der Rententräger kann einem weder Medikamente vorschreiben noch einen bestimmten Arzt. Hier ist sein Einfluss lediglich auf mögliche Empfehlungen beschränkt. Allerdings kann und darf der Rententräger einen Leistungsbezieher in entsprechende Rehabilitationshäuser zwecks Behandlung einladen (Reha vor Rente).

Ganz anders sähe es jedoch aus, wenn ein vorzeitiger Rentenbezieher (EMR) z.B. vom seinem Hausarzt bzw. seinem Facharzt Medikamente verordnet bekäme die einen positiven Einfluss auf den Krankheitsverlauf hätten und der Rentenbezieher sich verweigern würde diese zu sich zu nehmen.

Dann könnte der Rententräger dies zum Anlass nehmen, eine neuerliche Rentenverlängerung negativ zu bescheiden, weil der Rentenbezieher es hier an seiner Mitwirkungspflicht zu einem eventuell positiven Heilungsverlauf und damit ggf. vorzeitigem Rentenbezugsende mangeln lässt.

Ich empfehle mal den aktuellen Rentenbescheid, im besonderen die Anhänge genauer zu lesen. Dort steht so manches interessante dazu drin.

Wer eine Erwerbsminderungsrente beantrag muss die Notwendigkeit hierzu dem Rententräger mit geeigneten Unterlagen nachweisen.


Gruss saurbier
also ich glaube in D ist es immer noch jedem freigestellt, ob er medikamente einnimmt oder nicht.
ausser er ist eine gefahr f+r sich oder andere und es wird gerichtlich festgesetzt.
da kann dann auch die deutsche rentenversicherung nix dran machen.wenn der gesundheitszustand weiterhin so ist, dass eine erwerbsunfähigkeit vorliegt, hat die deutsche rentenersicherung die rente eben weiter zu zahlen.
die begründung möchte ich mal sehen."nimmt vorgeschlagene medikamente nicht ein und behindert damit eine beseitigung der erwerbsunfähigkeit, daher wird die rente versagt".(wenn sie nicht lebensnotwendig sind).auch arztbesuche kann man nicht vorschreiben.im endeffekt kann die drv gar nichts vorschreiben, ausser die sache mit der reha massnahme.
manchmal habe ich hier den eindruck , es schreiben hier mitarbeiter der drv, oder gutachter oder so, die die leute gezielt fertigmachen wollen.
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Alt 08.08.2014, 12:13   #7
Sansiveria
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Sansiveria Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: pflicht medikamente etc

Hat der TE diese Frage nicht mindestens schon ein Mal gestellt?
__

Ich glaube eher an die Unschuld einer Hure als an die Gerechtigkeit der deutschen Justiz!


Meine Postings unterliegen der Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz
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Alt 08.08.2014, 13:31   #8
saurbier
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Beiträge: 2.351
saurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiert
Standard AW: pflicht medikamente etc

Hallo lieber GlobalPlayer,

Zitat:
also ich glaube in D ist es immer noch jedem freigestellt, ob er medikamente einnimmt oder nicht.
ausser er ist eine gefahr f+r sich oder andere und es wird gerichtlich festgesetzt.
Habe ich etwas anderes behauptet?

Zitat:
da kann dann auch die deutsche rentenversicherung nix dran machen.wenn der gesundheitszustand weiterhin so ist, dass eine erwerbsunfähigkeit vorliegt, hat die deutsche rentenersicherung die rente eben weiter zu zahlen.
Wieviel Prozeßerfahrung/Rentenklagen mit der DRV darf ich hier denn mal unterstellen.

Zitat:
die begründung möchte ich mal sehen."nimmt vorgeschlagene medikamente nicht ein und behindert damit eine beseitigung der erwerbsunfähigkeit, daher wird die rente versagt".(wenn sie nicht lebensnotwendig sind).auch arztbesuche kann man nicht vorschreiben.im endeffekt kann die drv gar nichts vorschreiben, ausser die sache mit der reha massnahme.
Ganz genau so ist es und der Richter nickt es ab.

Ja ja, genau hier kann man dann sehen wie oft du dich mit der DRV vor Gericht getroffen hast und um deine Rente (wenn überhaupt) kämpfen musstest.

Schon mal darüber nachgedacht, dass es die DRV ist und nur die DRV, welche eine Entscheidung darüber trifft ob jemand jetzt eine EMR erhält oder nicht, ausgenommen nach einem langen Prozeßverfahren.

Ich selbst habe jahrelang wegen meiner BU-Rente vor dem Sozial- und Landessozialgericht geklagt. Da wurden dutzende von Gutachter eingeschaltet und in der zwischenzeit mehrere Rehamassnahmen absolviert.

Manch einer sollte vielleicht mal etwas näher an die Realität rangeführt werden, bevor er sowas äussert.

Frag hier mal die Doppeloma was die so alles mit der DRV erlebt hat.

Die DRV hat das Recht, eine gewährte EMR ganz gleich ob mit oder ohne zeitliche Beschränkung jederzeit zu überprüfen und ggf. wieder aufzuheben.

Es bleibt dann dem Betroffenen überlassen, die Notwendigkeit nachzuweisen und notfalls eben auch Einzuklagen.

Und du kannst mir glauben, wenn die DRV den begründeten Verdacht hat, dass es jemand an der notwendigen Mitwirkung fehlen lässt (ganz gleich ob notwendige Medikamente nicht genommen werden oder Arzttermine nicht wahrgenommen werden) oder gar noch bewußt zur Verschlechterung des aktuellen Gesundheitszustandes beiträgt, werden die reagieren.

Warum wohl steht in den EMR-Bescheiden drin, dass diese zu jeder Zeit einer Kontrolle unterliegen.

Man sollte auch nicht vergessen, dass nicht alle EMR nur ausschließlich aus rein gesundheitlichen Gründen erfolgen. Seit 2004 gibt es inzwischen auch den Aspekt der Arbeitsmarktrenten. Vor allem aber gibt es die Teil-EMR und die volle EMR, welche schon mal den Gesundheitszustand unterscheiden.

Ungeachtet dessen, werden die meisten EMR auch zeitlich befristet, weil wohl aus den ärztlichen Diagnosen eine wie auch immer geartete Verbesserung der AZ zu erwarten "sein" könnte.

Eben genau dieses "könnte" ist auch der Grund, weshalb selbst die DRV darauf ein Augenmerk hat, dass man seine Therapie durchzieht.

Ich habe nicht ohne Grund geschrieben, dass wir in Deutschland noch die freie Arztwahl geniessen dürfen (England schreibt das z.B. vor).

Wäre es so, wie du es dir hier ausmalst, ja dann dürfte die DRV auch niemanden in ihre Rehahäuser zitieren. Dort bekommt man auch Medikamente (wenngleich man seine eigenen mitbringen soll) und hat Ärzte die garantiert nicht das Vertrauen des Betroffenen geniessen (schon weil von der DRV bezahlt). Aber sie dürfen, sogar nach unseren Gesetzen (Reha vor Rente).

Und auch hier gilt wieder, niemand muss in eine einbestellte Reha gehen, aber andererseits muss die DRV auch solch einer Person keine Rente zahlen.

Also "GlobalPlayer" was willst du hier und jetzt, deine EMR oder keine EMR.

Wenn ich Millionär bin, dann brauche ich kein Sozialsystem das mir mein Überleben sichert, als kleiner Mann der von seiner täglichen Lohnarbeit lebt sieht das ganze schon ganz anders aus. Dann bist du auf dein monatliches Einkommen angewiesen, da ist es dann gleich ob das eine EMR ist oder was anderes.

Und ja "Sansiveria", Mario100 ist hier schon so einige Male aufgetreten.

Es gibt hier zwei Spieler, der eine der meint er wäre so Krank das er nicht mehr seinen Lebensunterhalt mit Arbeit bestreiten kann (also EMR) und der andere der wenn er die EMR zahlen soll eine gewisse Gegenleistung nach seinen Regeln erwartet.

Das ganze ist ganz einfach, spielt z.B. Mario100 nicht mit, dann gibt es eben nichts und er muss sich die nächsten Monate oder vielleicht gar Jahre in einem Prozeß mit der DRV streiten, bis ein Richter ihm wohlmöglich recht gibt.

Nur die Zeit darf z.B. Mario100 dann von Luft leben, denn die DRV zahlt erst ab dem Tag wo das Gericht z.B. Mario100 recht gibt.

Braucht er solange Geld zum überleben, nun gut dann darf er sich beim Jobcenter um Arbeit bemühen, ganz so wie der äD des Jobcenters es für möglich hält und die halten so manches für möglich.

Mal ganz am Rande, wieviel Logik und Verstand steckt dahinter, wenn jemand seine Medikamente nicht nehmen will, die er von seinem Arzt verordnet bekommt.

Ich war und bin immer froh, wenn mir mein Arzt ein passendes Medikament verordnet was mir die täglichen Schmerzen nimmt und mich Nachts zumindest für einige Stunden mal anständig durchschlafen lässt und das sind garantiert nicht die gesündesten Medikamente (alle halbe Jahr zur Blutkontrolle wegen der Leber- und Nierenwerte). Selbst wenn ich alle 2 Jahre für 10 Tage stationär in die Schmerzklinik gehe, macht die PDA garantiert keinen Spass, was so manche Mutter nachvollziehen dürfte, aber die Aussicht auf die Wirkung der Schmerzpumpe lässt alles vergessen.



Gruss saurbier
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Alt 08.08.2014, 19:38   #9
Muzel
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Standard AW: pflicht medikamente etc

Wenn du keine Pillen schluckst und keinen Doc aufsuchst, könnte man dir mangelnden Leidensdruck (SG) unterstellen und dann bist du gar nicht so krank. So ist es mir gegangen. Das ich keinen behandelnden Arzt gefunden habe, war Wurscht.
Inzwischen hat das LSG mehrere Ärzte angeschrieben, die mich nicht behandeln wollten.
__

Wer Rechtschreibfehler findet, kann sie behalten.
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Alt 08.08.2014, 22:36   #10
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Efode
Standard AW: pflicht medikamente etc

Ich habe hier gerade ein wenig quergelesen. Darf ich kurz rekapitulieren, ob ich alles richtig verstanden habe?
  • Eine Verdonnerung zu Therapien ist prinzipiell nicht möglich.
  • Bei einer befristeten Rente jedoch kommt es darauf an, bei Verlängerung einen Nachweis zu erbringen, daß man entsprechende Maßnahmen ergriffen hat, um den Zustand zu bessern.
  • Kommt man zu keiner Einigung mit der DRV, BUV oder dem Versorgungswerk, dann geht es vor Gericht. Dieses entscheidet, ob ein weiterer Anspruch gewährt wird.
Dazu hätte ich noch folgende Fragen:
  • Woran orientiert sich eine Befristung? Gibt es hier eindeutige Richtlinien?
  • Und woran orientiert sich die Nachweispflicht? Bspw. ein bestimmter Rhythmus, der beim Arztbesuch eingehalten wird? Ist das dann nicht bereits ähnlich einer Auflage?
  • Kann ein Gericht Auflagen erteilen bzw. zur Einigung vorschlagen?
  • Gibt es hinsichtlich der Ursprungsfrage Unterschiede bei den Versicherungsarten (DVR, BUV, Versorgungswerk)?
  • Und wie verhielte es sich, wenn die Art der Mitwirkung bzw. der Nachweis nicht durch die Leistungen der Krankenversicherung abgedeckt wäre?

Hoppla, warum bildet BUV (Berufsunfähigkeitsversicherung) einen Link zu einer externen Seite (Bundesunternehmen-Unfallverhütungsverordnung)...??
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Alt 08.08.2014, 23:49   #11
Doppeloma
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Frage AW: pflicht medikamente etc

Hallo efode,

Zitat:
Ich habe hier gerade ein wenig quergelesen. Darf ich kurz rekapitulieren, ob ich alles richtig verstanden habe?
wie wäre es wenn du für deinen umfangreichen Fragenkatalog ein eigenes Thema eröffnest und uns zudem mal über deine Abkürzungen aufklärst ???

Ich persönlich weiß nicht, was BUV und Versorgungswerk überhaupt für Aufgaben haben, um da Vergleiche anstellen zu können, ob das mit einer Rente wegen Erwerbsminderung in einen Topf gehört ???

Man ist wohl in jedem Falle "verpflichtet" sein Möglichstes für eine Besserung der Gesundheit zu tun, in welchem konkreten Umfang, wird sicher auch von den individuellen Gesundheitsproblemen abhängen.

Auch Medikamente sind kein "Allheilmittel" für jeden und so sollten das auch die Versicherer /Behörden entsprechend abwägen, dass sie es meist nicht tun werden, ist eine ganz andere Frage.

Mir wurde auch immer vorgehalten, dass ich zu wenige, die falschen oder bestimmte Medikamente gar nicht nehme, noch nie in einer Akutklinik war und auch nie eine (wenigstens) ambulante Psychotherapie gemacht habe ... es hätte mir nicht wirklich was gebracht ... und Medikamente vertrage ich nicht in hohen Dosierungen und teilweise überhaupt nicht ...

Da sollten es sich medizinische Laien nicht zu einfach machen, so was zu "verurteilen", wenn sie die Gründe gar nicht kennen und nicht beurteilen können ... ich bekomme übrigens inzwischen trotzdem die EM-Rente ... nehme selbstverständlich die lebensnotwendigsten Medikamente (in geringsten Dosierungen) ein, weil ich sonst schon tot wäre ...

Das mache ich aber nicht weil ich der DRV was "beweisen" will, (für den fall einer Überprüfung meiner Rentenberechtigung) sondern weil es mir sonst echt Kack* gehen würde, aus den gleichen Gründen nehme ich auch regelmäßig meine notwendigen Arzt- und Kontrolltermine wahr ...

Es ist MEIN Leben um das es da geht, das braucht mir keine Behörde vorschreiben, dass ich da was machen muss, wenn ich noch eine Weile weiterleben möchte ...

Deine restlichen Fragen solltest du für ausführliche Antworten wirklich besser in einem eigenen Thema stellen ...
Also hier nur die Kurzfassungs-Antworten ...

Zitat:
Eine Verdonnerung zu Therapien ist prinzipiell nicht möglich.
Nein, man kann nicht zur Behandlung gezwungen werden (bis auf besondere Ausnahmen, auf die schon hingewiesen wurde), in den meisten Fällen kann man damit auch Keinem wirklich helfen ...

Zitat:
Bei einer befristeten Rente jedoch kommt es darauf an, bei Verlängerung einen Nachweis zu erbringen, daß man entsprechende Maßnahmen ergriffen hat, um den Zustand zu bessern.
Kommt auf den konkreten Einzelfall an, ich brauchte nicht "nachweisen" dass meine Herzklappe nicht mehr nachwachsen wird ... das liegt in der Natur der Sache ... mein Zustand ist nicht mehr "zu bessern" ...

Zitat:
Kommt man zu keiner Einigung mit der DRV, BUV oder dem Versorgungswerk, dann geht es vor Gericht. Dieses entscheidet, ob ein weiterer Anspruch gewährt wird.
Ein wenig anders lautet der korrekte Rechtsweg dann schon ...

Antragstellung /Ablehnung/s- oder Bewilligungs-Bescheid bei Ablehnung Widerspruch/Ablehnungs- oder Bewilligungsbescheid/ Bei Ablehnung des Widerspruches Klage am Sozialgericht/ meist fällt hier die Entscheidung (im Falle EM-Renten) nach einem gerichtlich angeordneten Gutachten ...

Zitat:
Woran orientiert sich eine Befristung? Gibt es hier eindeutige Richtlinien?
Ja, die eindeutigen Richtlinien finden sich in den Gesetzen zur Rentenversicherung bei Erwerbsminderung, die Entscheidungen sind nicht immer unbedingt auch nachvollziehbar ... das obliegt der DRV (Rentenkasse) und im Allgemeinen wird EM-Rente befristet bewilligt, man hofft ja immer (mindestens bei der DRV), dass sie mal wieder "unnötig" sein wird.

Höchstdauer am Stück sind (gesetzlich festgelegt) 3 Jahre, der Rest ist wieder Ermessensspielraum ... nach Ablauf der Befristung kann verlängert werden (auf Antrag)

In seltenen Fällen (wo selbst die DRV keine Hoffnung auf Besserung mehr hat) kann auch mit Befristung bis zur Altersrente bewilligt werden ...

Es gibt verschiedene Abstufungen der EM-Rente, das würde jetzt hier aber zu weit führen ... wer (nach Ansicht der DRV) täglich mehr als 6 Stunden arbeiten kann bekommt keine EM-Rente.

Zitat:
Und woran orientiert sich die Nachweispflicht? Bspw. ein bestimmter Rhythmus, der beim Arztbesuch eingehalten wird? Ist das dann nicht bereits ähnlich einer Auflage?
Dafür gibt es keine festen Vorgaben, aber wer meint gar nicht mehr zum Arzt zu müssen und seine Medikamente wegwirft, kann "so krank nicht sein", auch das hängt aber von den konkreten Gesundheitsproblemen ab ...

Im Verlängerungs-Antrag soll man angeben, bei welchen Ärzten man zuletzt wegen welcher Probleme gewesen ist ... kann man da gar nichts hinschreiben macht das zumindest keinen "guten Eindruck" ...

Zitat:
Kann ein Gericht Auflagen erteilen bzw. zur Einigung vorschlagen?
Teilweise ja, und die Einigung erfolgt sehr oft per Vergleichs-Vorschlag nach einem gerichtlichen Gutachten.
Zu "Eingriffen in die körperliche Unversehrtheit" kann man nicht gezwungen werden, auch nicht vom Gericht ... dazu zählen auch Medikamente denn die schluckt ja nicht der Arzt oder der Richter ...

Zitat:
Gibt es hinsichtlich der Ursprungsfrage Unterschiede bei den Versicherungsarten (DVR, BUV, Versorgungswerk)?
Keine Ahnung, da mir die "Ursprungsfragen" von BUV und Versorgungswerk nicht bekannt sind ... bei der DRV /EM-Rente geht es nur um die "Erwerbsfähigkeit am allgemeinen Arbeitsmarkt", ob man sonst noch zu irgendwas fähig ist (im Privaten z.B.) interessiert die nicht, sofern man seinen Lebensunterhalt noch irgendwie selber verdienen kann...

Zitat:
Und wie verhielte es sich, wenn die Art der Mitwirkung bzw. der Nachweis nicht durch die Leistungen der Krankenversicherung abgedeckt wäre?
Was meinst du damit, willst du zu einem Schamanen in Behandlung gehen, deine Behandlungen privat bezahlen (dann hättest du ja auch Ärzte, die dir Befunde schreiben können) oder durch Meditation die "Selbstheilungskräfte" mobilisieren ... deine Pillen selber drehen ... kläre uns mal bitte auf ...

Aber in einem eigenen Thema, das passt hier in dem Umfang nicht wirklich her ...

MfG Doppeloma
__

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Alt 09.08.2014, 00:28   #12
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Efode
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Hallo Doppeloma, vielen Dank für Deine ausführliche Antwort! Die Abkürzungen sind aber eigentlich alle erklärt? Einmal hatte ich mich nur mit der DRV vertippt.

Eigener Thread - guter Vorschlag. War nicht geplant, daß die Fragerei so lang wird. Eines ergab sich aus dem anderen. Heute jedoch nicht mehr...

Zum letzten Punkt: Ja so in etwa. Gemeint ist hier bspw. Heilpraktiker, Psychotherapeut etc. Alles, was eben unter Umständen nicht komplett oder eben auch gar nicht abgedeckt ist. Kann in diesem Sinne als Nachweis der Mitwirkung z.B. eine Psychotherapie erforderlich sein, auch wenn man sie (in Teilen) selbst berappen müßte?
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Alt 09.08.2014, 01:24   #13
Doppeloma
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Hallo efode,

Zitat:
Zum letzten Punkt: Ja so in etwa. Gemeint ist hier bspw. Heilpraktiker, Psychotherapeut etc. Alles, was eben unter Umständen nicht komplett oder eben auch gar nicht abgedeckt ist. Kann in diesem Sinne als Nachweis der Mitwirkung z.B. eine Psychotherapie erforderlich sein, auch wenn man sie (in Teilen) selbst berappen müßte?
es geht nicht darum, wer diese Therapien bezahlt (denn kostenfrei arbeiten die ja im Allgemeinen auch nicht), sondern dass es Befunde /Berichte dazu gibt wie das so läuft und welchen Erfolg das bisher gebracht hat ...

Auch Therapien und Behandlungen die man selber bezahlt (teilweise oder voll) müssen ja irgendwie dokumentiert werden (vom Behandler /Therapeuten) und man hat als Patient immer Anspruch auf Kopien seiner gesamten Krankheitsunterlagen.

Dann hat man auch was für die Rentenkasse.

Sorry aber ich habe trotzdem noch immer keine Vorstellung welche konkreten Ziele die anderen genannten Institutionen verfolgen, letztlich beauftragt aber jede Institution ihre eigenen Gutachter wenn es darum geht die Erfüllung bestimmter Kriterien zu bestimmen.

MfG Doppeloma
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Alt 10.08.2014, 14:32   #14
Muzel
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Die meisten Leute gehen während des EM-Bezuges zu ihrem HA und damit ist auch die DRV zufrieden, so wurde mir das von einem Versicherungsältesten der DRV gesagt.
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