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Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 04.08.2014, 10:41   #1
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_Morgaine
Frage Ablehnung der angebotenen Reha-Maßnahme

Hallo zusammen,

momentan überschlagen sich bei mir die Briefeingänge mit Kopien und Abschriften der verschiedenen Schriftsätze bezg. meines Klageverfahrens.

Ich habe folgenden Stand der Dinge: Rente auf Zeit 2005 bis 2013, innerhalb dieser 8 Jahren immer wieder neu befristet worden für 1, 2 Jahre.

Dann urplötzlich war ich beim letzten Gutachten lt. dem Gutachter DRV "spontan geheilt", obwohl es mir schlechter ging als die Jahre vorher und auch noch andere Erkrankungen neu aufgetreten sind und flog aus der Rente.
Widerspruch wurde eingelegt mit aktuellem Attest meines beh. Arztes und wieder abgeschmettert. Daraufhin im letzten Herbst Klage eingereicht.
Nach einem halben Jahr warten ging es dann im April los, sodass sich verschiedene Gutachten von meinen beh. Ärzten eingeholt wurden.

Alle mit der gleichen Aussage, dass ich nicht arbeitsfähig bin auf längere Sicht.

Dann wurde ein externes und unabhängiges Gutachten vom Gericht beauftragt und mittlerweile auch durchgeführt. Der Gutachter setzt dem Ganzen noch mal eins drauf, in dem er mich als schwerkrank diagnostiziert, meine Dignosen um einige neue "aufgestockt" hat und mich weniger als 3h täglich arbeitsfähig sieht!
(Vorher war ich lt. DRV Gutachter in all den Jahren der Berentung 3-6 h arbeitsfähig und bekam aufgrund von Schwerbehinderung und Arbeitsmarktlage deshalb die volle EM-Rente.)

In seinem Abschlußpassus faßt der neutrale externe Gutachter zusammen, dass ich definitiv auch nach 2013 nicht arbeitsfähig gewesen bin, auch nicht belastbar für irgendetwas anderes und er auch dringend von Maßnahmen wie TLA und Reha Maßnahmen abrät, weil ich dafür einfach viel zu instabil bin. Volle EM-Rente weiterhin zu empfehlen.

Jetzt bekomme ich die Stellungsnahme der DRV Gutachter nach Zusendung dieses externen Gutachtens und die ... wollen mich JETZT in eine Heilbehandlung in einer Rehaklinik stecken, obwohl sie dieses all die Jahre vorher nicht als notwendig angesehen haben und auch letztes Jahr nicht, als der Widerspruch meinerseits kam, weil ich nicht fähig bin zu arbeiten.

Mittlerweile bin ich aber durch das Klageverfahren und andere persönliche Probleme noch mehr geschwächt (und eigentlich mehr tot als lebendig), dass ich diese Maßnahme keinesfalls schaffen würde. Mein beh. Arzt ist ebenfalls dieser Meinung.

Was kann ich jetzt tun? Muss ich diese Maßnahme beantragen/antreten? Kann mich die DRV dazu zwingen mit ihrem "Reha vor Rente" Grundsatz? Allerdings ist das ja nicht wirklich an dem, denn ich hatte ja schon 8 Jahre Rentenbezug, also so gesehen nicht wirklich treffend.

Ich bin gerade total verzweifelt, da ich niemand erreichen kann, da Urlaubszeit ist.

Ganz lieben Dank für die Antworten und Hilfe.
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Alt 04.08.2014, 10:50   #2
Anna B.
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Anna B. Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Ablehnung der angebotenen Reha-Maßnahme

Hallo,

hast ja schon einiges hinter dir...und das Verhalten der DRV ist typisch...

was sagt dein Anwalt nun? die REHA würde ja noch einmal die ganze Klagezeit verlängern..

ist das direkt eine Aufforderung an dich, einen REHA-Antrag zu stellen, oder teilt die DRV dies nur als Vorschlag dem Sozialgericht mit?

ich würde Rücksprache mit meinem Anwalt nehmen und den fragen, was das zu bedeuten hat...wenn es eine direkte Aufforderung durch die DRV ist..

wenn es lediglich ein Vorschlag der DRV ist, an das Sozialgericht, dann greife erneut den Passus aus dem Gutachten auf und bitte deine beh. Ärzte dir zu bescheinigen, dass du derzeit gar nicht rehafähig bist...

dann müßte abgewartet werden, was die gegnerische Partei dazu sagt....
__

Gruß
Anna

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Anna B. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.08.2014, 11:33   #3
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_Morgaine
Standard AW: Ablehnung der angebotenen Reha-Maßnahme

Zitat von Anna B. Beitrag anzeigen
Hallo,

hast ja schon einiges hinter dir...und das Verhalten der DRV ist typisch...

was sagt dein Anwalt nun? die REHA würde ja noch einmal die ganze Klagezeit verlängern..

Hallo Anna und danke,

mein "Anwalt" ist der VDK und den zuständigen Rechtsbetreuer für meinen Fall kann ich heute und morgen leider nicht erreichen. Deshalb habe ich auch hier mein Problem geschildert, weil ich gerade nicht weiß, an wen ich mich noch wenden könnte. Das Anschreiben vom VDK sagt aus, dass ich baldmöglichst einen Rehaantrag nach Hause geschickt bekomme.

Zitat:
ist das direkt eine Aufforderung an dich, einen REHA-Antrag zu stellen, oder teilt die DRV dies nur als Vorschlag dem Sozialgericht mit?
Es ist an das Sozialgericht adressiert und es klingt wie eine umschriebene Zwangsansweisung mit verdrehtem Wortlaut, denn ... wie oben geschrieben hat der externe Gutachter abgeraten mich auf irgendeine Art und Weise mit Maßnahmen zu belegen.

In der Gegenstellungnahme der DRV wird genau dieses umgedreht steht doch dort wortwörtlich.... " nach den Feststellungen des ärtzlichen Sachverständigen der DRV sind zur Besserung/Erhaltung der Erwerbsfähigkeit med. Leistungen zur Reha angezeigt. Nach Abschluß der stationären Heilbehandlung werden die Akten mit einem Entlassungsbericht und weiteren Stellungnahme zurückgeschickt.

Es wird ausdrücklich daraufhin gewiesen, dass diese Leistung Vorrang von einer Weitergewährung der EM hat.
"

Zitat:
ich würde Rücksprache mit meinem Anwalt nehmen und den fragen, was das zu bedeuten hat...wenn es eine direkte Aufforderung durch die DRV ist..

wenn es lediglich ein Vorschlag der DRV ist, an das Sozialgericht, dann greife erneut den Passus aus dem Gutachten auf und bitte deine beh. Ärzte dir zu bescheinigen, dass du derzeit gar nicht rehafähig bist...

dann müßte abgewartet werden, was die gegnerische Partei dazu sagt....
Ja, mein Arzt würde mir sofort ein Attest ausstellen, das ist keine Frage. Aber wenn die dann genauso "ignoriert" werden wie die anderen Atteste vom letzten Jahr, da habe ich eben total Bammel.

Zumal und das sollte ich vllt. noch erwähnen, das nicht das erste Mal ist, dass ich in dieser Lage bin... vor ein paar Jahren hatten wir das auch schon, ich musste zur Reha, obwohl ich überhaupt nicht stabil war und die Rente nur weiter gezahlt werden würde, wenn ich die Reha (mehrere Wochen) antrete.

Nach wenigen Tagen wurde ich dann aber bereits als Reha-unfähig entlassen und brauchte 1 Jahr um mich von dieser Zeit einigermaßen zu erholen. Jetzt kommen natürlich auch die ganzen Ängste und Panikattacken wegen dieser Bilder und Erfahrungen wieder massiv hoch. Jetzt müsste ich auch wieder in die gleiche Klinik und das ganze Procedere von vorn...
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Alt 04.08.2014, 11:40   #4
Anna B.
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Standard AW: Ablehnung der angebotenen Reha-Maßnahme

Hallo,

das wäre dann eine typische REHA zur Feststellung der Erwerbsminderung..oder fähigkeit...

da du heute und morgen und auch am Freitag einen solchen Antrag noch nicht stellen mußt...warte ab, bis der VDK - Mensch wieder erreichbar ist und besprech das dann mit ihm...

m.E. mußt du die REHA beantragen...bzw. durchführen...

ich weiß allerdings nicht, wie die Sachlage ist, wenn du gar nicht rehafähig bist....kann dein Arzt dir das nicht auch bescheinigen?
am besten alle Fachärzte...

aber warte bis der VDK-Mensch wieder da ist....

du hast noch Zeit....überstürze nicht...und versuche, den Tag heute zu einem schönen Tag zu machen...leg dieses blöde Schreiben der DRV weg..und gehe..eis essen, spazieren, Radfahren.je nachdem, was du kannst...
__

Gruß
Anna

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Anna B. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.08.2014, 12:01   #5
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_Morgaine
Standard AW: Ablehnung der angebotenen Reha-Maßnahme

Zitat von Anna B. Beitrag anzeigen
Hallo,

das wäre dann eine typische REHA zur Feststellung der Erwerbsminderung..oder fähigkeit...
Ist ja aber doppel gemoppelt, da sie mich ja letztes Jahr schon begutachtet haben ambulant. Wenn ich das richtig verstehe, wollen sie quasi ein weiteres Gegengutachten gegen das vom Gericht beauftragte damit erwirken?! Also, wieder eines das für ihre Position spricht? Was für eine kranke Welt!

Zitat:
da du heute und morgen und auch am Freitag einen solchen Antrag noch nicht stellen mußt...warte ab, bis der VDK - Mensch wieder erreichbar ist und besprech das dann mit ihm...

m.E. mußt du die REHA beantragen...bzw. durchführen...

ich weiß allerdings nicht, wie die Sachlage ist, wenn du gar nicht rehafähig bist....kann dein Arzt dir das nicht auch bescheinigen?
am besten alle Fachärzte...

aber warte bis der VDK-Mensch wieder da ist....

du hast noch Zeit....überstürze nicht...und versuche, den Tag heute zu einem schönen Tag zu machen...leg dieses blöde Schreiben der DRV weg..und gehe..eis essen, spazieren, Radfahren.je nachdem, was du kannst...

Ja, im Moment sind alle meine "Betreuer" im Urlaub oder nicht erreichbar, sodass mir die Hände gebunden sind. Du hast sicher recht, ich kanns im Moment nicht ändern und sollte das beste rausholen aus dem Tag in der Situation jetzt.

Ich melde mich nochmals, wenn ich Auskunft vom VDK habe, wie weiter zu verfahren ist. Danke erstmal für heute.
_Morgaine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.08.2014, 12:39   #6
liesa
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liesa liesa liesa liesa liesa liesa liesa
Standard AW: Ablehnung der angebotenen Reha-Maßnahme

Wenn dir dein Facharzt eine medizinisch gut begründete Reha - Unfähigkeit aufgrund deines derzeitigen Gesundheitszustandes attestiert mit dem Verweis auf eine drohende akute Verschlechterung selbigen wenn diese trotz der Einwände mit "Zwang" angetreten werden würde und aus medizinischer Sicht unverantwortlich wäre, sollte das eigentlich ausreichend sein.


Natürlich auch mit dem Hinweis auf die schon einmal erfolglose Reha wo du Reha - unfähig entlassen wurdest mit den entsprechenden Folgen....





liesa
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Alt 04.08.2014, 13:38   #7
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_Morgaine
Standard AW: Ablehnung der angebotenen Reha-Maßnahme

Hallo liesa,

das versuche ich jetzt schnellstmöglich in die Wege zu leiten und weiß, dass mein Arzt nur noch mit dem Kopf schütteln wird, wenn ich mit dem Schreiben rein komme.
Der sagt nämlich auch, so ein Theater wie bei mir mit Rentenbewiligung und alle paar Monate Gutachten hat er noch nie erlebt. Er kann's echt nicht verstehen, da es bei mir wirklich sehr offensichtlich ist vom Krankheitsbild und mir das in mittlerweile 12 Jahren Krankheitshistorie auch in zwei Dutzend Gutachten, ausgestellt von MDK, ARGE, Reha,- und Tagesklinken und zig DRV Gutachen, immer wieder erneut attestiert wurde.
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Alt 05.08.2014, 12:06   #8
saurbier
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saurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiert
Standard AW: Ablehnung der angebotenen Reha-Maßnahme

Hallo Morgaine,

also komm mal runter und lass das ganze etwas ruhiger an.

Es gibt keinen Grund, etwas übers Knie zu brechen.

Du hast jetzt ein Gerichtsgutachten, dass voll zu deinen Gunsten ist.

Klar will die DRV bei dir aus welchem Grund auch immer nicht die volle EMR bewilligen, aber du bist ja schon im Gerichtsverfahren, mit Beweisaufnahme und die ist auch noch zu deinen Gunsten.

Für dich würden sich hier zwei Dinge ergeben,

1. dein behandelnder Arzt sieht keine Einwände gegen eine Rehamaßnahme, dann würde ich diesen Antrag stellen und bestenfalls nach wenigen Tagen für einen gesundheitlichen Abbruch sorgen
2. dein behandelnder Arzt sieht dich aktuell nicht Rehafähig, dann stellt er entsprechende bescheinigung aus und du bleibst zuhause.

Letzteres kann er ja selbstständig entscheiden ohne das die DRV darauf Einfluss nehmen kann, denn er muss dies verantworten.

Hinzu käme ja, dass er sich auf die Ausführungen des Gerichtsgutachters (sofern du eine Kopie des Gerichtsgutachten besitzt) beziehen kann.

Immerhin darf auch die DRV keine Maßnahmen anordnen, die deine gesundheit gefährden bzw. gefährden würden.

Dies ist alles eine schwierige Abwägungssache, die du nur mit deinem behandelnden Arzt deines Vertrauens abklären kannst.

Für den von der DRV jetzt gewollten Rehaantrag hast du zumindest mal die Zeit, bis das du alles mit deinem Anwalt und Arzt abgeklärt hast.

Wenn der Anwalt des VdK einigermaßen gut ist, dürfte er dir eh von einer weiteren Rehamaßnahme abraten, schon aus den Ausführungen des Gerichtsgutachters heraus. Im übrigen könnte auch dein Anwalt beim Gerichtsgutachter diesbezüglich anfragen, ob dieser einer Reha zustimmen würde.


Gruss saurbier
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Alt 06.08.2014, 18:28   #9
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_Morgaine
Standard AW: Ablehnung der angebotenen Reha-Maßnahme

Hallo zusammen,

so ich konnte heute endlich mit meinem Anwalt beim VDK telefonieren und dieser war auch sehr überrascht, dass die DRV nach dem doch sehr eindeutigen und klar formulierten Gutachten des unabhängigen Gutachters der meinen derzeitigen Gesundheitszustand als kritisch einschätzt, JETZT mit einem "Gegengutachten" kommt und in diesem die Reha als nächsten Schritt empfiehlt.

Gegen diese Maßnahme hätte ich nur die Möglichkeit mir von meinem beh. Facharzt eben dieses schon hier angesprochene Attest der Rehaunfähigkeit ausstellen zu lassen. Dieses wäre der nächste Schritt, den ich jetzt einleiten muss, meinte er. Ich habe ihm gesagt, dass das aufgrund der momentanen Urlaubszeit etwas dauern kann und er schreibt das dem Gericht jetzt so.

Dann wird man sehen, wie es weiter geht...
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Alt 06.08.2014, 19:35   #10
USERIN
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Zitat von _Morgaine Beitrag anzeigen
Dann wurde ein externes und unabhängiges Gutachten vom Gericht beauftragt und mittlerweile auch durchgeführt. Der Gutachter setzt dem Ganzen noch mal eins drauf, in dem er mich als schwerkrank diagnostiziert, meine Dignosen um einige neue "aufgestockt" hat und mich weniger als 3h täglich arbeitsfähig sieht!
(Vorher war ich lt. DRV Gutachter in all den Jahren der Berentung 3-6 h arbeitsfähig und bekam aufgrund von Schwerbehinderung und Arbeitsmarktlage deshalb die volle EM-Rente.)
Das ist doch schon mal etwas auf deinem Pluskonto!

Der Gutachter der DRV erstellt für das Gericht kein Gutachten (das ist ein Teil des Verwaltungsverfahrens und im Sinne des SGG KEIN Gutachten, sondern lediglich ein Parteibeweis).

Wie es "im Groben" weitergehen könnte:

Das Gericht prüft "SEIN eigenes" Gutachten auf Schlüssigkeit und sagt : "Jo"

Damit dürftest du die erste Instanz im Sack haben was die EU-Rente angeht.
__

"HARTZ-IV" ist kurz erklärt: Politisch gewollte Armut im politisch gewollten Reichtum.
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Alt 06.08.2014, 19:41   #11
USERIN
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Zitat von _Morgaine Beitrag anzeigen
Hallo zusammen,

so ich konnte heute endlich mit meinem Anwalt beim VDK telefonieren und dieser war auch sehr überrascht, dass die DRV nach dem doch sehr eindeutigen und klar formulierten Gutachten des unabhängigen Gutachters der meinen derzeitigen Gesundheitszustand als kritisch einschätzt, JETZT mit einem "Gegengutachten" kommt und in diesem die Reha als nächsten Schritt empfiehlt.

Gegen diese Maßnahme hätte ich nur die Möglichkeit mir von meinem beh. Facharzt eben dieses schon hier angesprochene Attest der Rehaunfähigkeit ausstellen zu lassen. Dieses wäre der nächste Schritt, den ich jetzt einleiten muss, meinte er. Ich habe ihm gesagt, dass das aufgrund der momentanen Urlaubszeit etwas dauern kann und er schreibt das dem Gericht jetzt so.

Dann wird man sehen, wie es weiter geht...
Um dich weiter etwas zu "beruhigen"

SGG-"Basics (sollte der VdK aber eigentlich drauf haben):

§ 103 SGG
Das Gericht erforscht den Sachverhalt von Amts wegen; die Beteiligten sind dabei heranzuziehen. Es ist an das Vorbringen und die Beweisanträge der Beteiligten nicht gebunden.



Auf gut deutsch:

Richter erforscht den Sachverhalt...da meist keine eigene med. Sachkunde => Gutachter wird beauftragt (mittels Beweisbeschluss/Anordnung).... idR "richten" sich die Gerichte nach den eigenne (Auftrags-)Gutachten.

Das Gericht kann sich Atteste, "Gegengutachten" der Parteien angucken (anhören), muss sich aber wie o.a. ausgeführt nicht daran gebunden sehen.
__

"HARTZ-IV" ist kurz erklärt: Politisch gewollte Armut im politisch gewollten Reichtum.
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Alt 06.08.2014, 22:12   #12
Muzel
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Standard AW: Ablehnung der angebotenen Reha-Maßnahme

Bei mir hat sich das SG wie das LSG für alte Gutachten überhaupt nicht interessiert.
__

Wer Rechtschreibfehler findet, kann sie behalten.
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Alt 07.08.2014, 06:55   #13
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Zitat von USERIN Beitrag anzeigen

Der Gutachter der DRV erstellt für das Gericht kein Gutachten (das ist ein Teil des Verwaltungsverfahrens und im Sinne des SGG KEIN Gutachten, sondern lediglich ein Parteibeweis).
Ja das weiß ich, denn das Gutachten der DRV vom letzten Jahr wurde ja als Referenz genommen, auf das sich der Gutachter jetzt bezieht bzw. es im Vergleich mit seiner Sicht auswertet.

Jetzt gab es daraufhin eine sognannte "fachärztliche Stellungnahme" (kein Gutachten), die widerrum erstellt wurde nachdem das richterlich angeordnete Gutachten der DRV zuging. Sprich es gab den "einfachen" Weg, dass sie eine Anerkennung machen und damit die Rente wieder bewilligen oder aber es nicht akzeptieren und versuchen irgendwas zu finden, um wieder eine Gegenstellung zu beziehen. In meinem Fall ist es da leider Variante zwei, durch den Versuch mich jetzt in die Reha umzuleiten, die ja indirekt wieder ein "Entlassungsgutachten" nach sich ziehen würde.

Zitat von USERIN Beitrag anzeigen

Das Gericht prüft "SEIN eigenes" Gutachten auf Schlüssigkeit und sagt : "Jo"
Ja, aber das erfahre ich nicht, was das Gericht davon hält. Denn wie gesagt, der Spielball wurde gleich an die DRV weitergegeben und somit kann das Gericht ja nichts entscheiden, solange eine der beiden Parteien noch aktive Gegenmaßnahmen vorbringt. Ich weiß gar nicht, wann genau das Gericht da eigentlich entscheidet?
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Alt 11.08.2014, 12:23   #14
saurbier
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Hallo _Morgaine,

ich hab deine nachricht gelesen und bleibe auch weiterhin dabei, nicht zu sehr aufregen.

Klar will die DRV das du in eine Reha gehst, aber dazu solltest du erst mit einem Arzt deines Vertrauens reden, dass ist dein Recht.

Und nicht das Gutachten dass das Gericht beauftragt hat ging an die DRV, sondern lediglich eine Kopie, übrigens dürfte dein Anwalt auch eine Kopie erhalten haben.

Also ich würde mir vom Anwalt eine Kopie des Gutachtens holen und dann wie schon gesagt mit meinem behandelnden Arzt besprechen ob ich jetzt überhaupt eine Reha durchführen kann, punkt aus.

Wenn du jetzt bereits einen Termin hast, ist das auch nicht weiter schlimm, denn den kann man auch verschieben, dazu bedarf es nur einen triftigen Grund - wie z.B. aktuelle Rehaunfähigkeit -.

Ein Rentenverfahren kann eben dauern, ja sogar mitunter mehrere Jahre, frag doch mal Doppeloma, die hat dies bei sich und gleich auch noch bei ihrem Mann erlebt.

Und bezüglich Rehaergebnis, es nicht unbedingt gesagt das du da plötzlich eine Wunderheilung erlebst. ich z.B. hatte schon bei meiner ersten Reha nach 2 Wochen Schluss mit dem Ergebnis das es zu keinem positiven Ergebnis führt. Da hiess es weiterhin AU und dann nur noch Arbeiten zwischen 3-6Std./tägl., natürlich unter Ausschluss unzähliger Faktoren.

Selbst bei den folgenden Rehas gab es immer wieder eine AU Entlassung, was dann letztlich auch bei mir nach jahrelangem Gerichtskampf zur BU-Rente führte.

Also besprech dich mit deinem behandelnden Arzt, damit er dir die rehaunfähigkeit bescheinigt, anders geht es eben nicht. Dazu kannst du auch warten bis er seinen Urlaub beendet hat.

Vorab wäre hier allerdings das Rehahaus bezüglich der "nicht" Teilnahme zum vorgesehenen Termin unbedingt unverzüglich zu benachrichtigen.


Gruss saurbier
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