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Start > > -> Krankenvers. nach Aussteuerung bei noch besteh. Arbeitsverhältnis/

Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 22.07.2014, 12:40   #1
SandraSLC->Emailproblem
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Beiträge: 4
SandraSLC
Standard Krankenvers. nach Aussteuerung bei noch besteh. Arbeitsverhältnis/

Hallo, Ich habe Erwerbsminderungsrente beantragt und wurde zum 31.07. ausgesteuert von der Krankenkasse ( beim Amt war ich noch nicht.... )Da ich noch in einem ungekündigtem Arbeitsverhältnis stehe kann ich bei einem positivem Bescheid des Rententrägers nicht in die Krankenversicherung der Rentner.... eine freiwillige Weiterversicherung ist nicht möglich weil bei Rentenantrag die Vorvers. erfüllt ist - ob das so richtig ist... ?

Die Krankenkasse meint nur, sie bekommen noch ein Schreiben von uns - kannte sich wohl nicht aus die Dame....denn im Aussteuerungsschreiben stand ja schon drin das die weitere Versicherung in Frage steht....Die Arbeitsagentur zahlt nur bis zur Feststellung des Rententrägers Arbeitslosengeld ( wenn ich es endlich schaffe es zu beantragen.... ) wo man ja pflichtversichert wäre...

Ist es denn richtig das nur wegen dem noch bestehenden Arbeitsverhältnis keine Versicherung in der Vers. der Rentner möglich ist? Mir brummt der Kopf wenn man als Laie sich schlau machen muss anstatt eine gute Beratung zu bekommen.......Eventuell steht eh eine Beendigung des Arbeitsverhältnisses bevor, da ich wahrscheinlich diese Tätigkeit nicht mehr ausüben kann, was ja dann wieder positiv für die Krankenversicherung wäre....

Aber wer dann alles Leistungen miteinander verrechnet bis ich dann die erste Rentenzahlung erhalte wenn denn so entschieden werden sollte...........? Müsste ich dann zum JobCenter oder zum Sozialamt?
SandraSLC ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.07.2014, 13:40   #2
Muzel
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Registriert seit: 15.12.2008
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Standard AW: Krankenvers. nach Aussteuerung bei noch besteh. Arbeitsverhältnis/

Du musst zum Jobzentrum und AlG 1 beantragen. Dann bist du auch wieder in der KK. Die DRV entrichtet erst Beiträge, wenn die EM feststeht.
__

Wer Rechtschreibfehler findet, kann sie behalten.
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Alt 23.07.2014, 00:08   #3
Doppeloma
Foren-Moderator/in
 
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Ort: Insel Rügen
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Frage AW: Krankenvers. nach Aussteuerung bei noch besteh. Arbeitsverhältnis/

Hallo Sandra SLC,

Zitat:
Hallo, Ich habe Erwerbsminderungsrente beantragt und wurde zum 31.07. ausgesteuert von der Krankenkasse ( beim Amt war ich noch nicht.... )Da ich noch in einem ungekündigtem Arbeitsverhältnis stehe kann ich bei einem positivem Bescheid des Rententrägers nicht in die Krankenversicherung der Rentner.... eine freiwillige Weiterversicherung ist nicht möglich weil bei Rentenantrag die Vorvers. erfüllt ist - ob das so richtig ist... ?
zunächst mal verlange alles schriftlich, das ist Unsinn was man dir da erzählt hat ... ich war auch (mit Antrag auf EM-Rente) noch im Arbeitsverhältnis und wurde ausgesteuert ...

Du solltest dich schnellstens bei der AfA (Agentur für Arbeit) melden, so steht es doch vermutlich auch in deinem Bescheid (der KK) zur Aussteuerung drin.

Dort beantragst du ALGI gemäß § 145 SGB III (Nahtlosigkeit wegen Aussteuerung und Antrag auf EM-Rente), dafür hast du mal Beiträge gezahlt, das steht dir jetzt zu, wenn dein Krankengeld abgelaufen ist.

Zitat:
Die Krankenkasse meint nur, sie bekommen noch ein Schreiben von uns - kannte sich wohl nicht aus die Dame....denn im Aussteuerungsschreiben stand ja schon drin das die weitere Versicherung in Frage steht....
Das steht da IMMER drin, sobald du den Leistungsbescheid von der AfA bekommen hast, bist du auch wieder gesetzlich Krankenversichert (ab dem 01.08. also dem Tag nach der Aussteuerung) und die AfA zahlt dann auch deine Beiträge (rückwirkend ab 01.08.).

Bis dahin gilt eine gesetzliche Nachversicherung von 4 Wochen in der du auch ohne kurzzeitig "aktive" Versicherung behandelt wirst und Rezepte bekommst.

Wenn du bisher immer gesetzlich versichert gewesen bist, dann bist du auch (automatisch) in der KvdR (Krankenversicherung der Rentner) schon theoretisch drin, da kommen alle Antragsteller auf EM-Rente "automatisch" rein.

Den Antrag darauf stellt man gleichzeitig mit dem Antrag auf EM-Rente, nur wenn kein anderer (KK/AfA/JC/eventuell Familienversicherung) dafür zuständig ist ,muss man den Beitrag als "freiwillig Pflichtversicherter" selber bezahlen.

Bist du verheiratet kann dich dein Ehepartner (kostenfrei) mitversichern wenn er auch gesetzlich versichert ist, zu den Versicherungszeiten (ob die komplett sind) kann und muss dir die KK Auskunft geben (können).

Aber nicht mündlich oder am Telefon sondern verlange schriftliche Informationen dazu, von der aktuellen KK und anderen, wo du vielleicht vorher mal versichert gewesen bist.

Zitat:
Die Arbeitsagentur zahlt nur bis zur Feststellung des Rententrägers Arbeitslosengeld ( wenn ich es endlich schaffe es zu beantragen.... ) wo man ja pflichtversichert wäre...
Richtig, die zahlen allerdings nicht unbedingt bis zur Feststellung des Rententrägers, sondern höchstens so lange, wie du Anspruch auf ALGI hast aus deinen Beiträgen und deinem Lebensalter, wenn du vielleicht um die Rente kämpfen musst (Widerspruch /Klage), dann zahlen die irgendwann auch nicht mehr ...

Wenn du den Antrag bei der AfA nicht sehr bald stellst, dann zahlen die allerdings überhaupt nicht und es könnte sogar eine Leistungs-Sperre wegen "verspäteter Meldung" eintreten ... also raff dich auf und geh dort hin (mit dem Bescheid der KK /einem Nachweis zum EM-Renten-Antrag und deinem Ausweis) und melde dich dort bitte umgehend.

Lass dich aber von den SB dort nicht zu deinen Krankheiten "aushorchen", das geht die nichts an ... du stellst dich (trotz Arbeitsplatz und Krankheit !!!) der Vermittlung zur Verfügung, mit deinem vorhandenen "Restleistungsvermögen" ...

Dieses "Restleistungsvermögen" hat dann der Amtsarzt der AfA festzustellen und nicht die Sachbearbeiter ... das sind keine Ärzte ...

Zitat:
Ist es denn richtig das nur wegen dem noch bestehenden Arbeitsverhältnis keine Versicherung in der Vers. der Rentner möglich ist?
Nein, das ist nicht richtig, du bist bereits in der KvdR, wenn auch zunächst eher "theoretisch" ... das hat mit dem Arbeitsverhältnis nichts zu tun, sondern nur mit dem Antrag auf EM-Rente ...

Ich bekam später sogar schon eine Zeitrente und hatte noch meinen Arbeitsplatz / konnte/durfte dort aber auch nicht mehr arbeiten ...

Zitat:
Mir brummt der Kopf wenn man als Laie sich schlau machen muss anstatt eine gute Beratung zu bekommen.......
Dann fordere die Beratung /Informationen schriftlich (nachweislich per Einschreiben !!!) ein, du hast überall einen Rechtsanspruch darauf zutreffende und umfassende Informationen zu bekommen.

Zitat:
Eventuell steht eh eine Beendigung des Arbeitsverhältnisses bevor, da ich wahrscheinlich diese Tätigkeit nicht mehr ausüben kann, was ja dann wieder positiv für die Krankenversicherung wäre....
Mach dir darum im Moment keine Gedanken, wenn dein AG dich loswerden will, dann soll er dich kündigen, für dich gibt es keinen Grund diesen Arbeitsplatz "freiwillig" zu räumen, auch das könnte bei der AfA zu einer Sperre führen ...

Die KK hat nichts davon, ob dein Arbeitsverhältnis bestehen bleibt oder endet, welche Vorteile siehst du da für die KK ???

Zitat:
Aber wer dann alles Leistungen miteinander verrechnet bis ich dann die erste Rentenzahlung erhalte wenn denn so entschieden werden sollte...........?
Kommt drauf an wer dir Geldleistungen gezahlt hat, bis die EM-Rente bewilligt wird und ab wann dann überhaupt Rentenzahlungen "zur Verrechnung" vorhanden wären ... bei einer EM-Rente auf Zeit (mit Befristung) beginnen die Zahlungen erst ab dem 7. Monat nach der Bewilligung der Rente.

Wann hast du denn den Antrag gestellt (das ist meist der Ausgangspunkt aber auch nicht immer), von wem hast du da bisher Geld bekommen ... ich nehme an von der KK und ab August wird es dann die AfA sein, für (vermutlich) höchstens 1 Jahr ...

Sobald ein Bescheid der DRV vorliegt werden die Zahlungen der AfA allerdings eingestellt, damit ist der Anspruch aus der "Nahtlosigkeit" nach § 145 SGB III dann sofort beendet.

Zitat:
Müsste ich dann zum JobCenter oder zum Sozialamt?
Aktuell nein, ein Anspruch auf ALGI ist immer vorrangig vor JC und Sozial-Amt ... dort würdest du also jetzt nichts bekommen (können), falls dein ALGI nicht zum Leben reichen sollte (eventuell an Wohngeld dazu denken), dann wäre das JC mit "Aufstockung" zuständig ...

Das Sozial-Amt wäre nur MIT einer bewilligten vollen EM-Rente auf Zeit zuständig, wenn die nicht zum Leben reichen würde ... und Wohngeld dazu auch nicht ... aber dafür wäre ja zunächst die Entscheidung der DRV abzuwarten.

Bis dahin bist du (rechtlich gesehen) Erwerbsfähig und bekommst beim Sozial-AMT normalerweise kein Geld ...

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
Doppeloma ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 11.08.2014, 10:31   #4
SandraSLC->Emailproblem
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Beiträge: 4
SandraSLC
Standard AW: Krankenvers. nach Aussteuerung bei noch besteh. Arbeitsverhältnis/

Vielen lieben Dank für die umfassende Antwort :-)

Schriftlich hatte ich nur von der KK das ich erst in die KvdR komme wenn mein AV beendet ist - das war falsch denn wie du schon sagtest kommt man als Antragsteller automatisch in die Krankenversicherung der Rentner ob nun mit oder ohne Arbeitsverhältnis - allerdings entsteht lt. neuesten Informationen - eine freiwillige Weiterversicherung die natürlich sehr kostenintensiv wäre - wenn der Rententräger pos. entschieden hat und kein ALG I mehr gezahlt werden würde.

Daher wäre es von Vorteil kein Arbeitsverhältnis zu haben um bei pos. Entscheidung des Rententrägers pflicht- anstelle von freiwillig vers. zu sein.... Zumal eben mein Beruf wahrscheinlich eh nicht mehr ausübbar für mich ist.

Schriftlich habe ich nichts bekommen. Zum Amt habe ich es geschafft ( Meldung nach § 145) und auch gleich den Gesundheitsfragebogen und Schweigepflichtsentbindung erhalten und muss zu einer Vorbegutachtung zum med. Dienst der Agentur mit den mir vorliegenden Befunden. Vermutlich wird dann entschieden ob dies zur Entscheidung ausreicht oder ob eine Untersuchung veranlasst wird.

Können die dort verlangen die mitgebrachten Unterlagen in Kopie dazubehalten?

Ich soll ausserdem bei meinem Arbeitgeber anfragen ob ein leidensgerechter Arbeitsplatz vorhanden bzw. gestellt werden kann. Aber wie soll das gehen? Es wird doch erstmal geprüft was ich noch leisten kann.... Meine Ärztin hat dazu keine genaueren Angaben gemacht ( für den Rententräger ) bin weiterhin Arbeitsunfähig.

Zwischenzeitlich schickt mir auch der Rententräger ein Schreiben das ich zu einer ärztlichen Untersuchung muss. Die angegebene Ärztin wird sich bei mir melden um einen Termin zu vereinbaren. - Ich wurde stutzig denn es ist zwar eine Fachärztin für Neurologie usw aber mit Schwerpunkt Suchtberatung! Daher vermute ich das Sie nicht traumaspezialisiert ist. Und ich war weder Alkohol noch Drogen abhängig......
Das Wort Suchtberatung wurde sogar extra hervorgehoben.

Kann ich diese Ärztin ablehnen?

Ausserdem habe ich erfahren das zwischen Agentur für Arbeit und dem Rententräger eine Vereinbarung existiert, nach der Doppeluntersuchungen vermieden werden sollen.
Hält sich wohl keiner dran. Dieser Fragebogen und auch die Schweigepflichtentbindung sind - freiwillig - aber - müssen - ! mitgebracht werden...? Ein freiwilliges Muss gibt es nicht meiner Meinung nach. Ich werde ein Schreiben mitnehmen das in etwa aussagt das alles den mitgebrachten Unterlagen entnommen werden soll damit ich nicht wieder und wieder alles erzählen muss - Retraumatisierungsgefahr... - ( ärztl. Rat )

Das ist sowieso alles so anstrengend und man kommt sich vor als müsse man beweisen
das tatsächlich dies und jenes passiert ist obwohl ja alles vorliegt...
( Staatsanwaltschaft etc)

Den Antrag auf EMR habe ich Anfang Juni gestellt und bis dahin Krankengeld bekommen - bis Ende Juli ( Aussteuerung ) - dann Antrag Alg I, JobCenter habe ich nicht geschafft, war einfach zu voll und meine Kraft zum warten usw war nicht da. Anstrengend alles...

Meinst Du man könnte dieses Darlehen was man nicht zurückzahlen muss beim Sozialamt beantragen? Ich weiß ja nicht wie lange der mediz. Dienst braucht bis zur Entscheidung, lt. Info von der antragausgebenden Stelle ca. 3 Wochen. Einen Termin zur Antragsabgabe ( Alg I ) soll ich mir holen, wenn die Arbeitsbescheinigung ausgefüllt ist vom Arbeitgeber und die Bescheinigung von der KK zum Bezug des Krankengeldes vorliegt. Und wieder kommt die Frage wer Verursacher der Arbeitsunfähigkeit ist - dabei ist die jetzige AU doch eine FolgeAU - da das "Erlebnis" noch davor geschehen ist...

Soviel Bürokratie, klar möchte/muss man für Leistungen was tun aber gerade bei den Ämternsachen kann ich verstehen das einige da den Kopf in den Sand stecken bei soviel Papierkram usw - bei den Verursachern werden immer tatmildernde Umstände gesucht um die Strafe zu reduzieren wie mir scheint aber die geschädigte Person hat was sie hat und muss damit klarkommen.

Und auch die KK sollten nicht erst einen Monat vor Ablauf den Versicherten informieren, dass das Krankengeld endet.... ich hatte vergessen das die ersten 6 Wochen der AU wo der Arbeitgeber noch bezahlt von den 78 Wochen abgezogen werden, also hat man eigentlich nur 72 Wochen Leistungsbezug. Ich dachte daher das ich noch Zeit hätte bis dann der Brief kam usw...
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Alt 11.08.2014, 12:37   #5
saurbier
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Standard AW: Krankenvers. nach Aussteuerung bei noch besteh. Arbeitsverhältnis/

Hallo SandraSLC,

so traurig ja dein Fall zu sein scheint, nutze doch bitte auch mal die Suchfunktion hier im Forum.

Auch deine Fragen wurden hier bereits unzählige Male besprochen.

Gerade der Ablauf nach einer Aussteuerung bei der KK.

Bei deinen Ausführungen kann ich leider so manchens nicht nachvollziehen.

Also du bist bei der KK ausgesteuert und bist auch weiterhin AU geschrieben, weshalb du dich jetzt bei der AfA gemeldet hast, richtig?

Ja was willst du denn vom Jobcenter.

Wenn du in einem Arbeitsverhältnis warst, bevor du AU wurdest, dann ist nach der Aussteuerung bei der KV die AfA zuständig, siehe Doppeloma.

Hier besteht ein Leistungsanspruch nach § 145 SGB III wegen anhaltender AU, weshalb auch die AfA unverzüglich den äD einzuschalten hat, um abzuklären über welches Restleistungsvermögen du noch verfügst.

Bei AfA Antrag ist unbedingt darauf zu achten, dass man sich zu 100% arbeitsfähig meldet (ja keine Leistungseinschränkung vornehmen, da sonst das ALG-I entsprechend gekürzt wird), du willst soviel Stunden arbeiten wie zur Zeit vor der Erkrankung, punkt aus.

Wenn schon ein Antrag auf EMR von dir gestellt wurde, dann kannst du das der AfA auch mitteilen.

Sollte dir jetzt Geld zum Lebensunterhalt fehlen, nun hut dann kannst du dies gemäß § 42 SGB I als Vorschuss auf dein zu erwartendes ALG-I beantragen.

Das Jobcenter hat nichts mit dir zu schaffen und die werden dir auch nichts zahlen, weil zuerst die AfA (Rechtsanspruch auf ALG-I aus Arbeitsverhältnis) zuständig ist.

Ärzte und Gutachter abzulehnen, weil man dies oder jenes gehört hat, würde ich vermeiden, weil dadurch nur die Fronten verhärtet werden. Geh hin und warte erst mal das Gutachten ab, danach kannst du immer noch mit einem eigenen Gutachten an gehen.

Im Glücksfall geht der Rentenantrag aufgrund der medizinischen Begutachtung ohne Probleme durch, allerdings wenn du Pech hast darfst du jahrelang darum vor Gericht kämpfen. Es ist eigentlich mehr die Regel das die EMR-Erstanträge grundsätzlich mal abgelehnt werden, anstatt anstandslos akzeptiert zu werden, leider.

Doppeloma hat ja vieles dazu schon geschrieben.

Nochmals, es gibt keinen Grund beim Arbeitgeber zu kündigen, dass Arbeitsverhältnis ist eh beendet wenn du Rente bekommst, ganz gleich was die KV erzählt.

In die KVdR kommst du automatisch rein, wenn die Anrechnungszeiten (9/10) dazu erfüllt sind, wovon ich bei dir mal ausgehen möchte, so wie du das hier dargestellt hast.

Die KV schreibt ihr Mitglied immer kurz vor der Aussteuerung an, dazu ist sie verpflichtet. Was sollte da ein noch längerer Zeitraum schon bringen, denn wenn du es selbst nicht zur AfA schaffst, dann kannst du auch einen Bevollmächtigten ersatzweise hinschicken.


Gruss aurbier
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Alt 11.08.2014, 13:16   #6
Anna B.
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Anna B. Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Krankenvers. nach Aussteuerung bei noch besteh. Arbeitsverhältnis/

du wirst automatisch bei Rentenantragstellung in die Krankenversicherung der Rentner übernommen...egal ob noch ein Beschäftigungsverhältnis besteht oder nicht..

mein Beschäftigungsverhältnis besteht auch noch, mein Rentenantrag läuft seit 4 Jahren...

die Auskunft von deiner KK ist falsch..einfach nur falsch...

du mußt wegen des Rentenantrages dein Beschäftigugnsverhältnis nicht kündigen...würde ich an deiner STelle auch nicht machen...
__

Gruß
Anna

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Alt 11.08.2014, 15:03   #7
Doppeloma
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Frage AW: Krankenvers. nach Aussteuerung bei noch besteh. Arbeitsverhältnis/

Hallo SandraSLC,

zur KK wurde dir ja schon klar und eindeutig geantwortet, aktuell hast du einen Rechtsanspruch auf Zahlung von ALGI und damit bist du auch weiter (wie beschrieben) gesetzlich Pflichtversichert, denn die AfA zahlt deine Beiträge an die KK = eine Zahlung von dir ist überflüssig !!!

Zitat:
Daher wäre es von Vorteil kein Arbeitsverhältnis zu haben um bei pos. Entscheidung des Rententrägers pflicht- anstelle von freiwillig vers. zu sein.... Zumal eben mein Beruf wahrscheinlich eh nicht mehr ausübbar für mich ist.
Ist völlig unerheblich, dein AG zahlt auch jetzt schon lange keine Beiträge mehr für dich, die kommen ja nur aus deinem Lohn und den bekommst du ja nicht mehr ... dein Arbeitsverhältnis bestehet trotzdem "ruhend" weiter solange es nicht ordnungsgemäß (lt. Arbeitsvertrag) beendet wird.

Zitat:
Schriftlich habe ich nichts bekommen. Zum Amt habe ich es geschafft ( Meldung nach § 145) und auch gleich den Gesundheitsfragebogen und Schweigepflichtsentbindung erhalten und muss zu einer Vorbegutachtung zum med. Dienst der Agentur mit den mir vorliegenden Befunden. Vermutlich wird dann entschieden ob dies zur Entscheidung ausreicht oder ob eine Untersuchung veranlasst wird.
dazu wurde dir auch schon geantwortet und auf weitere Beiträge verwiesen, bitte informiere dich auch auf diese Weise, es ist ja nicht nötig hier alles 100 Mal neu zu schreiben ...

Zitat:
Können die dort verlangen die mitgebrachten Unterlagen in Kopie dazubehalten?
Verlangen können sie es nicht aber es wäre angebracht die wichtigsten Befunde (nicht die ganze Krankenakte, die sollen dich ja nicht behandeln) dort (nur beim Med. Dienst, NICHT beim SB)zu lassen, wenn man möchte dass die das auch noch nachlesen können, wenn man wieder weg ist ... du bist ja nicht der einzige "Kunde" dort ...

Zitat:
Ich soll ausserdem bei meinem Arbeitgeber anfragen ob ein leidensgerechter Arbeitsplatz vorhanden bzw. gestellt werden kann. Aber wie soll das gehen? Es wird doch erstmal geprüft was ich noch leisten kann....
Dafür gibt es keine Rechtsgrundlage (der AG muss nur die Lohnbescheinigung ausfüllen lt. Gesetz), wenn die was von deinem AG wissen wollen, dann sollen sie dort selbst eine Anfrage stellen, die Prüfungen ob du dort was arbeiten könntest sind allgemein bereits gelaufen wenn man ausgesteuert wurde ...

Dann würde man ja dort arbeiten und nicht ausgesteuert werden weil das nicht möglich ist ... das versuchen die aber gerne in letzter Zeit ... verlange die Rechtsgrundlagen dafür bitte schriftlich und lass deinen AG besser in Ruhe damit, die haben kein Recht das zu verlangen ...

Dein AG darf auch gar keine Auskünfte zu deiner Person geben (Datenschutz), darum sollst du dem nämlich selber "auf den Geist gehen", zudem bist du auch nicht verpflichtet deinen AG über deine Gesundheit aufzuklären, also wie soll der wissen was du noch machen könntest in deinem aktuellen Zustand ... ???

Zitat:
Meine Ärztin hat dazu keine genaueren Angaben gemacht ( für den Rententräger ) bin weiterhin Arbeitsunfähig.
Wurde sie von der DRV angeschrieben wegen Befunden ???
Die behandelnden Ärzte wissen oft nicht Bescheid welche Informationen für die Rente nötig wären. dass du AU bist auch weiterhin ist kein Grund EM-Rente zu bekommen ... das bedeutet rechtlich nur, dass man aktuell zu krank ist um arbeiten zu gehen ... macht aber keine Aussagen dazu, dass man Erwerbsgemindert wäre ...

Zitat:
Zwischenzeitlich schickt mir auch der Rententräger ein Schreiben das ich zu einer ärztlichen Untersuchung muss. Die angegebene Ärztin wird sich bei mir melden um einen Termin zu vereinbaren. - Ich wurde stutzig denn es ist zwar eine Fachärztin für Neurologie usw aber mit Schwerpunkt Suchtberatung! Daher vermute ich das Sie nicht traumaspezialisiert ist. Und ich war weder Alkohol noch Drogen abhängig......
Das Wort Suchtberatung wurde sogar extra hervorgehoben.

Kann ich diese Ärztin ablehnen?
Würde ich dir nicht empfehlen, dass die DRV ein Gutachten beauftragt ist üblich und, dass man da (meist) ungeeignete Kröten schlucken muss leider auch ... man wird ganz sicher keinen "Trauma-Spezialisten" für dich suchen und finden (wollen), ablehnen kannst du nur (versuchen) wenn es ganz "daneben" wäre (Orthopäde bei psychischen Problemen z.B.) oder wenn es bereits "negative" oder persönliche Erfahrungen (kennst die Gutachterin privat) / Beziehungen gibt.

Zitat:
Ausserdem habe ich erfahren das zwischen Agentur für Arbeit und dem Rententräger eine Vereinbarung existiert, nach der Doppeluntersuchungen vermieden werden sollen.
Schöne "Theorie", die DRV hat diesen §§ bereits ersatzlos aus ihrem Gesetz entfernt, die bewilligen (in der Regel) keine EM-Rente ohne eignen Begutachtungen (durch die eigenen Gutachter) vorzunehmen ... die anderen können schreiben was sie wollen, die Entscheidungen zur EM-Rente trifft NUR die DRV ...

Zitat:
Hält sich wohl keiner dran.
Nein, ganz sicher nicht, jede Behörde "begutachtet" immer im Interesse der eigenen Finanzen, wie oft du da beim Arzt "durch die Mangel gedreht wirst interessiert eigentlich Niemanden wirklich ...
Der nette Satz "zur Vermeidung von Doppeluntersuchungen", dient eigentlich nur dem Zweck, dass man möglichst viele Informationen schon selber besorgt und vorlegt, dann haben die weniger Arbeit sich das selber anzufordern ... und am Ende muss dann (leider) doch noch ein eigenes Gutachten her, weil das alles noch nicht "aussagefähig genug sei" ...

Zitat:
Dieser Fragebogen und auch die Schweigepflichtentbindung sind - freiwillig - aber - müssen - ! mitgebracht werden...? Ein freiwilliges Muss gibt es nicht meiner Meinung nach. Ich werde ein Schreiben mitnehmen das in etwa aussagt das alles den mitgebrachten Unterlagen entnommen werden soll damit ich nicht wieder und wieder alles erzählen muss - Retraumatisierungsgefahr... - ( ärztl. Rat )
Vergiss, es einfach, man wird dich immer wieder fragen und immer wieder das Gleiche ...

Zitat:
Das ist sowieso alles so anstrengend und man kommt sich vor als müsse man beweisen
das tatsächlich dies und jenes passiert ist obwohl ja alles vorliegt...
( Staatsanwaltschaft etc)
So ist das aber leider in der Realität, es gibt da letztlich keinen wirklichen "Opferschutz"/"Krankenschutz" ... wenn man EM-Rente beantragt hat muss man SELBER beweisen, dass man die wirklich braucht ... die DRV entscheidet dann, ob sie das "glaubt" oder nicht ... und beauftragt dafür so viele Gutachten wie sie für nötig hält ...

Zitat:
Den Antrag auf EMR habe ich Anfang Juni gestellt und bis dahin Krankengeld bekommen - bis Ende Juli ( Aussteuerung ) - dann Antrag Alg I, JobCenter habe ich nicht geschafft, war einfach zu voll und meine Kraft zum warten usw war nicht da. Anstrengend alles...
Du hast aktuell keinen Anspruch auf Geld vom JobCenter, jedenfalls nicht wenn dein ALGI (eventuell durch Wohngeld ergänzt) für deinen Lebensunterhalt reichen würde.

Zitat:
Meinst Du man könnte dieses Darlehen was man nicht zurückzahlen muss beim Sozialamt beantragen?
Du bekommst aktuell überhaupt kein Geld vom Sozial-Amt.

Zitat:
Ich weiß ja nicht wie lange der mediz. Dienst braucht bis zur Entscheidung, lt. Info von der antragausgebenden Stelle ca. 3 Wochen. Einen Termin zur Antragsabgabe ( Alg I ) soll ich mir holen, wenn die Arbeitsbescheinigung ausgefüllt ist vom Arbeitgeber und die Bescheinigung von der KK zum Bezug des Krankengeldes vorliegt.
Du musst den kompletten Antrag (mit AG-Bescheinigung und Bescheinigung der KK) bei der AfA fertig abgegeben haben, dann steht dir das ALGI ab dem Tag nach der Aussteuerung zu, egal wie lange die für ihr Gutachten brauchen werden, die haben pünktlich zu zahlen !!!

Aktuell hast du aber nur Anspruch auf die restlichen Tage vom Juli (bis dahin steht dir ja noch das restliche Krankengeld von der KK zu), der August-Betrag ALGI ist erst am letzten Banktag im August fällig zur Auszahlung ... das sind die regulären Zahltage auf die sich jeder (auch ohne Darlehen) einzurichten hat.

Vorschüsse und Darlehen (in deinem Falle nur von AfA oder JobCenter) gibt es nur wenn man bereits Anspruch auf die Auszahlung einer zustehenden Leistung gehabt hätte ...

Zitat:
Soviel Bürokratie, klar möchte/muss man für Leistungen was tun aber gerade bei den Ämternsachen kann ich verstehen das einige da den Kopf in den Sand stecken bei soviel Papierkram usw - bei den Verursachern werden immer tatmildernde Umstände gesucht um die Strafe zu reduzieren wie mir scheint aber die geschädigte Person hat was sie hat und muss damit klarkommen.
Das tut uns sehr leid aber ändern können wir daran leider auch nichts und von unserem Mitleid kannst du dir auch nix kaufen ...

Glaub mir, auch ohne Straftat-Bestand im Hintergrund ist man sehr verzweifelt, wenn man sich laufend für seine Krankheiten rechtfertigen muss, um seine Ansprüche bei den Ämtern durchzusetzen, das sucht sich wohl Keiner freiwillig so aus ...

Zitat:
Und auch die KK sollten nicht erst einen Monat vor Ablauf den Versicherten informieren, dass das Krankengeld endet....
Dafür gibt es (meines Wissens) keine gesetzlichen Fristen, wann die das machen müssen, ich wusste es schon 9 Monate vorher, stand in einem Widerspruchsbescheid, dass man mich nun zum XXX aussteuern würde und keine weitere Info mehr dazu erfolgen wird ...

So durfte ich auch nicht vergessen selbst daran zu denken, wann ich mich nun bei der AfA melden sollte ...

Aktuell ist es am dringendsten, dass du die Bescheinigungen (AG-Lohnbescheinigung und KK) bei der AfA (nachweislich) ablieferst, sonst kannst du dich nicht mal darüber beschweren (in Nürnberg) dass man deinen Bescheid noch nicht erstellt hat ...

Alles andere ist dafür nicht wirklich erforderlich, aber aus der Lohnbescheinigung wird dein ALGI berechnet ... also gibt es ohne diese Bescheinigung bestimmt kein Geld von der AfA ...

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

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