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Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 07.06.2014, 11:08   #1
franzi
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franzi Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard Zwang zum Verschweigen der Behinderung

Mein SB hat versucht mich dazu zu zwingen, bei Bewerbungen auf Tätigkeiten, wo man körperlich belastbar sein muss, meine Behinderung zu verschweigen.

Er meinte, wenn ich die Tätigkeit dann gesundheitlich nicht ausüben kann, dann soll ich mich halt krankschreiben lassen ...

Was meint ihr dazu?
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Alt 07.06.2014, 11:19   #2
Sansiveria
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Sansiveria Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Zwang zum Verschweigen der Behinderung

Das gibt er dir sicher schriftlich
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Alt 07.06.2014, 11:21   #3
Purzelina
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Purzelina EnagagiertPurzelina EnagagiertPurzelina EnagagiertPurzelina EnagagiertPurzelina EnagagiertPurzelina EnagagiertPurzelina EnagagiertPurzelina EnagagiertPurzelina EnagagiertPurzelina EnagagiertPurzelina Enagagiert
Standard AW: Zwang zum Verschweigen der Behinderung

Zitat:
Was man schwarz auf weiß besitzt,
kann man getrost nach Hause tragen.
Faust

Bitte also deinen SB um eine Fixierung seiner abwegigen Forderung.
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Alt 07.06.2014, 11:21   #4
en Jordi
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Standard AW: Zwang zum Verschweigen der Behinderung

Zitat von franzi Beitrag anzeigen
Was meint ihr dazu?
Das ist pervers, aber leider nicht unüblich. Mir haben sie gesagt, ich solle erstmal nicht sagen, dass ich anfangs nur eine halbe Stelle suche. Im Berufsförderungswerk haben sie auch versucht, uns bei den Arbeitgebern als eierlegende Wollmilchsäue anzupreisen. (- Den können sie auf die Baustelle schicken etc., obwohl in meiner Akte stand, dass das nicht geht).

Du musst wissen, was du dir zutrauen kannst und rechtlich bist du immer auf der sicheren Seite, wenn du ehrlich mit deinen Einschränkungen umgehst. Ich habe mir gedacht, dass ich im Zweifelsfall einfach genau das sage, was in meiner Rehaakte oder in den Gutachten steht.
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Alt 07.06.2014, 11:30   #5
Cerberus
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Standard AW: Zwang zum Verschweigen der Behinderung

Zitat:
Mein SB hat versucht mich dazu zu zwingen, bei Bewerbungen auf Tätigkeiten, wo man körperlich belastbar sein muss, meine Behinderung zu verschweigen.
Kann er nicht.

Man muß die Behinderung nicht bei der Bewerbung angeben. Auf konkrete Nachfrage (Personalbogen z.B.), oder wenn sie die Ausübung der Tätigkeit beeinträchtigt, aber schon.

Wenn ich erkenne, daß eine veröffentlichte Stelle wohl nichts für mich ist, gebe ich bei den Erstkontakten schon meine Einschränkungen an.
Ich werde doch nicht den ganzen Bewerbungsprozeß durchlaufen, Geld ausgeben dazu, dem potentiellen AG die Zeit stehlen... wenn ich vorab bereits sehen kann, daß das nix für mich ist.
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Alt 07.06.2014, 11:34   #6
franzi
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franzi Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Zwang zum Verschweigen der Behinderung

Zitat von Sansiveria Beitrag anzeigen
Das gibt er dir sicher schriftlich
Ich hab mir auch gedacht, wenn er nächstes Mal wieder davon anfängt, möchte ich das von ihm schriftlich haben. Das lege ich dann bei jeder Bewerbung bei.

Es handelte sich übrigens um keinen VV, sondern ein Stellenangebot einer ZA-Firma, wo ich mich bewerben sollte.
Die genaue Tätigkeit war mir vorab nicht bekannt, das erfuhr ich erst im Bewerbungsgespräch.
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Alt 07.06.2014, 11:36   #7
franzi
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franzi Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Zwang zum Verschweigen der Behinderung

Zitat von en Jordi Beitrag anzeigen
Das ist pervers, aber leider nicht unüblich. Mir haben sie gesagt, ich solle erstmal nicht sagen, dass ich anfangs nur eine halbe Stelle suche. Im Berufsförderungswerk haben sie auch versucht, uns bei den Arbeitgebern als eierlegende Wollmilchsäue anzupreisen. (- Den können sie auf die Baustelle schicken etc., obwohl in meiner Akte stand, dass das nicht geht).

Du musst wissen, was du dir zutrauen kannst und rechtlich bist du immer auf der sicheren Seite, wenn du ehrlich mit deinen Einschränkungen umgehst. Ich habe mir gedacht, dass ich im Zweifelsfall einfach genau das sage, was in meiner Rehaakte oder in den Gutachten steht.
Ich habe jetzt mal einiges gegoogelt.
Fakt ist: es ist eine rechtliche Grauzone. Wirklich klar geregelt ist hier leider nichts.

Generell meine ich aber, dass man mit Ehrlichkeit durchaus punkten kann und da kann einem hinterher niemand vorwerfen, man hätte etwas verschwiegen.

Auf der Homepage des Arbeitgebers befindet sich sogar ein Link zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz.
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Alt 07.06.2014, 11:38   #8
franzi
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franzi Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Zwang zum Verschweigen der Behinderung

Zitat von Cerberus Beitrag anzeigen
Kann er nicht.

Man muß die Behinderung nicht bei der Bewerbung angeben. Auf konkrete Nachfrage (Personalbogen z.B.), oder wenn sie die Ausübung der Tätigkeit beeinträchtigt, aber schon.

Wenn ich erkenne, daß eine veröffentlichte Stelle wohl nichts für mich ist, gebe ich bei den Erstkontakten schon meine Einschränkungen an.
Ich werde doch nicht den ganzen Bewerbungsprozeß durchlaufen, Geld ausgeben dazu, dem potentiellen AG die Zeit stehlen... wenn ich vorab bereits sehen kann, daß das nix für mich ist.
Der Arbeitgeber wollte von mir wissen, ob ich gesundheitliche Einschränkungen habe, was ich ehrlich bejaht habe.
Nun beruft er sich darauf, ich hätte durch meine Angabe den Eindruck erweckt, kein Interesse an der Stelle zu haben. (Hier stellt sich mir die Frage, ob er mich trotz Behinderung überhaupt eingestellt HÄTTE!)
Mein SB stuft dies nun als Vereitelung der Arbeitsaufnahme ein und will mich sanktionieren. Dann meinte er, ich müsse die Behinderung in Zukunft verschweigen.
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Alt 07.06.2014, 11:41   #9
franzi
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franzi Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Zwang zum Verschweigen der Behinderung

Zitat von Cerberus Beitrag anzeigen
Kann er nicht.

Man muß die Behinderung nicht bei der Bewerbung angeben. Auf konkrete Nachfrage (Personalbogen z.B.), oder wenn sie die Ausübung der Tätigkeit beeinträchtigt, aber schon.

Wenn ich erkenne, daß eine veröffentlichte Stelle wohl nichts für mich ist, gebe ich bei den Erstkontakten schon meine Einschränkungen an.
Ich werde doch nicht den ganzen Bewerbungsprozeß durchlaufen, Geld ausgeben dazu, dem potentiellen AG die Zeit stehlen... wenn ich vorab bereits sehen kann, daß das nix für mich ist.
Genau das ist leider auch etwas unklar.
Wenn ich selber einschätze, dass ich die Tätigkeit wohl nicht werde dauerhaft ausüben können, mein SB aber der Meinung ist, dass ich das durchaus ausüben kann, was mache ich dann??
franzi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.06.2014, 11:47   #10
en Jordi
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Standard AW: Zwang zum Verschweigen der Behinderung

Zitat von franzi Beitrag anzeigen
Der Arbeitgeber wollte von mir wissen, ob ich gesundheitliche Einschränkungen habe, was ich ehrlich bejaht habe.
Nun beruft er sich darauf, ich hätte durch meine Angabe den Eindruck erweckt, kein Interesse an der Stelle zu haben.
Mein SB stuft dies nun als Vereitelung der Arbeitsaufnahme ein und will mich sanktionieren. Dann meinte er, ich müsse die Behinderung in Zukunft verschweigen.
Hast du eingentlich einen GdB? Natürlich kann dir keiner verübeln, deine Einschränkungen anzugeben. Wenn sie sich auf die Tätigkeit auswirken, musst du es sogar. Die Grauzone sehe ich hier, das wirklich zu beurteilen. Ein Epileptiker darf nicht Auto fahren, aber so klar ist es leider nicht immer.

Dem Arbeitgeber würde ich eine Unterlassungserklärung zukommen lassen. Zeitarbeit und Behinderung ist eh ein schwieriges Thema. Da würde ich die Finger von lassen, es sei denn es wird eine ordentliche Stelle ausgeschrieben.
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Alt 07.06.2014, 11:48   #11
Cerberus
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Standard AW: Zwang zum Verschweigen der Behinderung

Zitat:
Der Arbeitgeber wollte von mir wissen, ob ich gesundheitliche Einschränkungen habe, was ich ehrlich bejaht habe.
War richtig.

Unwahre Angaben oder Verschweigen relevanter Tatsachen zur Erlangung eines Arbeitsvertrages können zur Ungültigkeit desselben führen.
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Alt 07.06.2014, 11:51   #12
franzi
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franzi Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Zwang zum Verschweigen der Behinderung

Hinzu kommt noch der Umstand, dass durch eine körperlich belastende Tätigkeit, wenn man schon durch eine Behinderung vorgeschädigt ist, eine weitere Schädigung der Gesundheit verursacht werden kann, wodurch sich der Gesamtzustand weiter verschlechtert.
franzi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.06.2014, 11:51   #13
Lilastern
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Lilastern Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Zwang zum Verschweigen der Behinderung

@franzi;

Ich war vor kurzem auf einer Veranstaltung und da sprach eine Personalreferentin auch davon, dass wenn der Arbeitgeber die betreffende Person einstellen will, ist diese Person verpflichtet ihre Behinderungen anzugeben.

Wenn man die Rechte bezüglich einer Behinderung in Anspruch nehmen will, dann ist diese Angabe zwingend erforderlich.

Es gibt ja dann auch mehr Urlaub etc.

Wenn man solche Krankheiten verschweigt, und falsche Angaben macht,rechtfertigt dies eine fristlose Kündigung.
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Alt 07.06.2014, 11:53   #14
franzi
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franzi Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Zwang zum Verschweigen der Behinderung

Zitat von Cerberus Beitrag anzeigen
War richtig.

Unwahre Angaben oder Verschweigen relevanter Tatsachen zur Erlangung eines Arbeitsvertrages können zur Ungültigkeit desselben führen.
Ja, soweit ist das auch rechtlich klar.
Wenn er allerdings hinterher meinen SB anruft und behauptet, er habe den Eindruck gehabt, ich hätte gar keine Lust auf die Stelle gehabt, was soll dieses Manöver?

Das kann aus meiner Sicht nur einen Grund haben: dass er nämlich in Wirklichkeit gar nicht so behindertenfreundlich ist, wie es auf seiner Homepage dargestellt ist. Und damit das nicht aufkommt, stellt er es so dar, dass ich kein Interesse gehabt hätte. Heuchlerisch ist das.

Hinterher ist man der Dumme. Ehrlichkeit wird bestraft.

PS: wenn ich es verschwiegen hätte, hätte er mich wohl auch nicht eingestellt. Der rümpfte schon die Nase, weil ich keinen PKW habe und angekreuzt hatte, dass ich den Fahrdienst in Anspruch nehmen würde.
franzi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.06.2014, 11:54   #15
Lilastern
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Lilastern Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Zwang zum Verschweigen der Behinderung

Zitat von franzi Beitrag anzeigen
Hinzu kommt noch der Umstand, dass durch eine körperlich belastende Tätigkeit, wenn man schon durch eine Behinderung vorgeschädigt ist, eine weitere Schädigung der Gesundheit verursacht werden kann, wodurch sich der Gesamtzustand weiter verschlechtert.
Fazit von diesen SB ist, die wollen die Langzeitarbeitslosen mit aller Gewalt in einen Job drängen, ohne Rücksicht auf die Gesundheit der betreffenden Person.

Aber soweit sind wir noch nicht, dass die SB den Onkel Doktor spielen darf. Das muss die berücksichtigen ob es ihr nun einmal gefällt oder nicht.

Ich hatte so ein ähnliches Problem mit dem SB wie du. Ich solle meine Rückenprobleme vergessen und auf die Zähne beißen. Dann habe ich gesagt, wer die Rückenprobleme hat, er oder ich. Jetzt ist Ruhe. Probieren kann man es ja, nur ist es eine bodenlose Frechheit vom SB.
Lilastern ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.06.2014, 11:56   #16
en Jordi
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Standard AW: Zwang zum Verschweigen der Behinderung

Zitat von franzi Beitrag anzeigen
Hinzu kommt noch der Umstand, dass durch eine körperlich belastende Tätigkeit, wenn man schon durch eine Behinderung vorgeschädigt ist, eine weitere Schädigung der Gesundheit verursacht werden kann, wodurch sich der Gesamtzustand weiter verschlechtert.
Dafür gibt es ja die arbeitsmedizinischen Stellungnahmen. Da sollte man dann auch darauf hinwirken, dass sie alle nötigen Angaben enthalten.
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Alt 07.06.2014, 12:00   #17
franzi
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Zitat von en Jordi Beitrag anzeigen
Hast du eingentlich einen GdB? Natürlich kann dir keiner verübeln, deine Einschränkungen anzugeben. Wenn sie sich auf die Tätigkeit auswirken, musst du es sogar. Die Grauzone sehe ich hier, das wirklich zu beurteilen. Ein Epileptiker darf nicht Auto fahren, aber so klar ist es leider nicht immer.

Dem Arbeitgeber würde ich eine Unterlassungserklärung zukommen lassen. Zeitarbeit und Behinderung ist eh ein schwieriges Thema. Da würde ich die Finger von lassen, es sei denn es wird eine ordentliche Stelle ausgeschrieben.
Es handelte sich um eine Tätigkeit, bei der man viel laufen muss.
Da ich aber gerade in dem Bereich die Behinderung habe - die übrigens auch offensichtlich ist - hätte der AG spätestens in der ersten Woche bemerkt, dass ich eine gesundheitliche Einschränkung habe. Es zu verschweigen hätte also gar nichts gebracht.

Daher hätte es sich auch auf die Tätigkeit ausgewirkt, wodurch dem AG ein Schaden entstanden wäre, für den ich dann haftbar gewesen wäre.
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Alt 07.06.2014, 12:02   #18
franzi
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Standard AW: Zwang zum Verschweigen der Behinderung

Zitat von en Jordi Beitrag anzeigen
Dafür gibt es ja die arbeitsmedizinischen Stellungnahmen. Da sollte man dann auch darauf hinwirken, dass sie alle nötigen Angaben enthalten.
Von wem werden die erstellt?
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Alt 07.06.2014, 12:17   #19
franzi
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franzi Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Zwang zum Verschweigen der Behinderung

Das war ein Bewerbungsgespräch im Rahmen einer ZA-Veranstaltung.
Ich sollte mich bei der Firma bewerben, was ich auch getan habe. Um welche Tätigkeit es sich handelt, habe ich erst im Rahmen des Gespräches erfahren.
Ich habe also nichts abgelehnt.
Der Mitarbeiter der ZA hat mir dann die Tätigkeit erklärt, da ich soetwas aber noch nie gemacht habe, kann ich dennoch nicht sagen, was da konkret auf mich zukommt.
In der Praxis stellt es sich oft anders dar, als es vorher beschrieben wurde. Das ist meine bisherige Erfahrung.
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Alt 07.06.2014, 12:31   #20
Lilastern
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Lilastern Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Zwang zum Verschweigen der Behinderung

@franzi

Wenn es sich um eine Lagertätigkeit oder eine Kommissioniertätigkeit handelt, dann handelt es sich fast immer zu 95 % um eine Tätigkeit wo du schwere Gegenständen heben oder tragen musst.

Da ist körperliche Belastbarkeit Voraussetzung. So eine Arbeit braucht man gar nicht erst anzufangen, wenn man sowieso weiß dass man wieder aufhören muss.

Aber die SB wollen einen eben weg haben, von ihrer Statistik.
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Alt 07.06.2014, 12:34   #21
franzi
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Standard AW: Zwang zum Verschweigen der Behinderung

So sieht es aus ...

Der Mann von der ZA-Firma erklärte mir, dass da in Teams gearbeitet wird, jedes Team hat einen Vorarbeiter.
Die Arbeit wird nicht nach Arbeits-Stunden des Einzelnen, sondern nach Leistung der Gruppe bezahlt (z. B. wieviel man in einer Stunde geschafft hat)
Wenn also z. B. 2 Mitglieder des Teams langsamer sind, sinkt die Leistungsprämie für alle. Und der Vorarbeiter bekommt auch weniger. So ne Art Sippenhaftung für die gesamte Gruppe. Das erhöht auch den Druck auf den Einzelnen enorm. Wenn einer nicht mehr kann, weil er erschöpft ist, bekommt er Ärger mit den anderen, die wegen ihm dann weniger bezahlt bekommen.

Weiters sagte er mir, dass nur die Besten eine Chance auf Übernahme haben. Die anderen werden in jenen Phasen, wo weniger zu tun ist, freigestellt, was er als "Urlaub" bezeichnet hat.
Die Freigestellten dürfen dann z. B. zum Weihnachtsgeschäft wieder anfangen und so fort ... Das ist also quasi eine Tätigkeit auf Abruf.
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Alt 07.06.2014, 12:55   #22
Sansiveria
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Zitat von en Jordi Beitrag anzeigen
Ein Epileptiker darf nicht Auto fahren, aber so klar ist es leider nicht immer.
Ich will jetzt nicht ins OT abrutschen, aber DAS ist nicht korrekt!

Neurologienetz - Epilepsie & Führerschein
Sansiveria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.06.2014, 13:02   #23
en Jordi
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Zitat von Sansiveria Beitrag anzeigen
Ich will jetzt nicht ins OT abrutschen, aber DAS ist nicht korrekt!

Neurologienetz - Epilepsie & Führerschein

Dann lasse es mich konkretisieren: Ein chronischer E. mit Anfällen ...

So war es gemeint, aber letztendlich sagen einem das ja die Ärzte im Einzelfall.
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Alt 07.06.2014, 13:15   #24
Domino
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Domino Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Zwang zum Verschweigen der Behinderung

Also im Berufsförderungswerk in Oberhausen wurde mir auch gesagt, ich solle meinen GdB verschweigen.
Die, die es wirklich machen, denen ist wohl gar nicht bewusst, welches Risiko sie überhaupt eingehen.
Denn kommt es aufgrund der Behinderung oder Krankheit zu einem Arbeitsunfall, dann ist man selbst der Dumme.
Außerdem gehe ich kein Risiko ein, dass meine chronische Krankheit sich noch schneller verschlechtert.

Sollte ich nach meiner Umschulung nicht direkt eine Anstellung finden, und wieder zum JC müssen, dann bin ich mal gespannt, wie meine SB sich dann verhält.
In unseren ersten 6 Monaten ALG II habe ich mich schon genug über diese Schnepfe aufregen müssen.
Domino ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 07.06.2014, 13:56   #25
Lilastern
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Registriert seit: 21.05.2011
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@Domino

Ich sage ja, die wollen die elos mit aller Gewalt zwangsvermitteln, damit sie aus der Arbeitslosenstatistik herausfallen.
Somit behaupten die einfach, sie haben wieder jemand vermittelt.

Obwohl sehr oft die betreffende Person die Arbeitsstelle selber gefunden hat. Dann kommt noch ein Brief ja die AFA hat die betreffende Person zu dem Arbeitgeber vermittelt. Das ist eine Frechheit.
Lilastern ist offline   Mit Zitat antworten
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